Intime Geschichten 30 – Erotikroman - Susan Perry - E-Book

Intime Geschichten 30 – Erotikroman E-Book

Susan Perry

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Beschreibung

Intime Geschichten ist ein Titel mit prickelnden Kurzgeschichten voller Erotik, die oft aus dem normalen Alltag entstehen, oder jeder auch gerne in seiner Phantasie durchlebt. Ab jetzt mit 3 verschiedenen Kurzgeschichten. Geschichte 1: Eine Zeit voller Erotik Geschichte 2: Nur Mut, Joanna! Geschichte 3: Liebe auf den ersten Blick

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Inhalt

Eine Zeit voller Erotik

Nur Mut, Joanna!

Liebe auf den ersten Blick

Intime Geschichten – 30 –

Eine Zeit voller Erotik

Susan Perry

Eine Zeit voller Erotik

Ohne jede Reue

Roman von Agnes K.

Agnes K. (29): Meine letzte Beziehung hatte in einem Fiasko geendet, und ich wollte mein Leben ganz neu sortieren. Da lernte ich David kennen, einen jungen Tänzer, der sehr unkonventionell lebte. Er wollte mich erobern, und ich suchte Trost, also ließ ich mich auf diesen wilden Lebenskünstler ein. Wir wussten, dass wir nur eine begrenzte Zeit zusammen hatten, und genau das machte es so leidenschaftlich.

Die Dinge passieren ja bekanntlich gern genau dann, wenn man sie gerade nicht erwartet, so kam es auch zu meiner ersten Begegnung mit David. Ich hatte eine deprimierende Zeit hinter mir, denn die Trennung von Markus steckte mir noch in den Knochen. Die Beziehung war zuletzt nur noch vor sich hingeplätschert, selbst im Bett passierte so gut wie nichts mehr oder nur noch das Standardprogramm. Das hatte mich mit der Zeit ­richtig mürbe gemacht, alle Lebensfreude schien verschwunden zu sein, und zudem hatte all das meinem Selbstwertgefühl nicht gerade gut getan.

An jenem grauen Samstagmorgen raffte ich mich jedoch einfach mal wieder auf, zog mir die alten gemütlichen Jeans und irgendeinen Pullover an. Ziemlich früh verließ ich meine kleine Wohnung und spazierte Richtung Flohmarkt, um einfach mal raus zu kommen.

»Genug gelitten«, ermahnte ich mich selbst, »das Leben geht weiter, und es kann nur besser werden. Ist doch gut, jetzt erst mal wieder allein dazustehen. Dann musst du dich für niemanden hübsch machen, der es doch nicht zu schätzen weiß, und du hast endlich mal keinen Liebesstress! Der nächste Lover kommt bestimmt.«

Ungeschminkt und noch reichlich verschlafen kam ich auf dem Platz an, der schon voll mit Menschen und Ständen war. Ich fühlte mich angenehm unsichtbar, holte mir einen Kaffee für unterwegs und bummelte ganz selbstvergessen an den beladenen Tischen vorbei. Mehr zum Spaß als aus Notwendigkeit kaufte ich einer älteren Dame eine quietschbunte Kaffeekanne aus den 70er Jahren ab und schlenderte damit weiter. Ich blieb an einem Stand mit wunderschönen Stoffen hängen, die für exotische Vorhänge und Kissen geeignet waren. Etwas hielt mich hier, und ich schaute mir alle verschiedenen Stoffbahnen an, überlegte, welche Farben am besten in meine Wohnung passen würden, und ob ich nicht einfach etwas davon kaufen sollte. Plötzlich riss mich eine tiefe Stimme aus meinen Gedanken.

»Nur zu, diese Stoffe sind doch wie gemacht für dich! Ich mache dir auch einen guten Preis.«

Die Stimme gehörte zu dem jungen Mann hinter dem Stand, den ich erst jetzt bemerkte. Er war groß und schlank, hatte einen bunten Strickpullover an, trug ausgebeulte Armeehosen, Bikerstiefel und auf dem Kopf eine lässige Mütze. Sein Lächeln hatte etwas Provozierendes, er blickte mich herzlich und spöttisch zugleich an.

»Aha, die sind also genau richtig für mich? Woher willst du das denn wissen?«, fragte ich ihn überrascht.

»Na, du siehst mir aus, als könntest du etwas mehr Farbe in deinem Leben gebrauchen«, antwortete er frei heraus.

Ich konnte erst mal nicht reagieren, schließlich war sein Spruch ganz schön frech gewesen. Außerdem sah er unverschämt gut aus und blickte mir so direkt in die Augen, dass ich ganz unsicher wurde. Mir fiel wieder ein, dass ich nicht gerade ansehnlich zurechtgemacht war, sondern verstrubbelt und ohne einen Hauch von Mascara das Haus verlassen hatte. Er hingegen war leicht sonnengebräunt und sprühte förmlich vor Energie.

Egal, dachte ich mir, geh mal vom Positiven aus. Ich erwiderte seinen Blick und lächelte ihn an.

»Da könntest du recht haben,«, erwiderte ich laut, »deshalb hab ich ja auch schon diese schöne Kanne gekauft. Jetzt habe ich allerdings nicht mehr viel Geld übrig für die Stoffe, aber ich kann ja mal schauen.«

Wir begannen zu plaudern und kamen von einem Thema zum nächsten, es ging wie von selbst. Schließlich hatte ich das Gefühl, dass ich weitergehen sollte, kaufte drei Meter eines schönen indischen Stoffes und verabschiedete mich schnell von ihm. Mit bedauerndem Blick und süßem Lächeln winkte er mir nach.