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Gott möchte, dass wir unter einem offenen Himmel leben und seine Herrlichkeit in einem noch viel höheren Maß erleben – ähnlich, wie es den Jüngern in Apostelgeschichte 4 erging, als nach ihrem Gebet die Erde bebte und große Zeichen und Wunder geschahen. Der Autor erklärt, was in der Herrlichkeit alles möglich ist, und lässt uns an seinen Erfahrungen in den Bereichen kreative Wunder, Herbeiführung von Erweckung, Überwinden physikalischer Grenzen, Versetztwerden an andere Orte, Träume, Visionen und Offenbarungen usw. teilhaben. Den Abschluss bildet der praktische Teil „40 Tage Invasion der Herrlichkeit“, der 40 Themen des Buches aufgreift und uns hilft, die Aussagen des Buches selbst zu erleben. Gott wartet darauf, dass wir erkennen, dass unsere Träume, Prophetien, Wünsche und Wunder nicht tot sind, sondern nur schlummern. Er wird diese Dinge aufwecken, wenn wir uns für seine überströmende Herrlichkeit öffnen.
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Seitenzahl: 298
Veröffentlichungsjahr: 2016
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David Herzog
Invasion der Herrlichkeit
Leben unter einem offenen Himmel
GloryWorld-Medien
© Copyright 2012 David Herzog
Originally published in English under the title „Glory Invasion“ by Destiny Image, 167 Walnut Bottom Rd., Shippensburg PA 17257-0310, USA.
All rights reserved.
© der deutschen Ausgabe 2015 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld.de
1. E-Book-Auflage 2016
Alle Rechte vorbehalten
Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, der Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 1985, entnommen.
Weitere Bibelübersetzungen:LUT: Lutherbibel, Revidierte Fassung von 1984NGÜ: Neue Genfer Übersetzung, 2009SLT: Schlachter 2000
Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst.
Übersetzung: Elisabeth MühlbergerLektorat/Satz: Manfred MayerUmschlaggestaltung: Kerstin & Karl Gerd Striepecke, www.vision-c.deFoto: fotolia
ISBN (epub): 978-3-95578-198-9
ISBN (Druck): 978-3-936322-98-9
Vorwort
Einführung
TEIL I – SCHALL UND HERRLICHKEIT
1 Die Herrlichkeitszone
2 Kreative Wunder
3 Offenbarungsräume und Portale
4 Prophetische Herrlichkeit
TEIL II – ERNTE UND HERRLICHKEIT
5 Ernte-Herrlichkeit
6 Regierungs-Herrlichkeit
7 Befreiungs-Herrlichkeit
TEIL III – ÜBERFLUSS UND HERRLICHKEIT
8 Warten Sie, bis der Geist wirkt
9 Auferstehungs-Herrlichkeit
10 Elisa-Herrlichkeit
TEIL IV – VERSTAND, GEDANKEN UND HERRLICHKEIT
11 Ihre Gedanken
12 Erschaffen Sie Ihre Zukunft
Epilog: Die Herrlichkeit der Nationen
TEIL V – 40 TAGE INVASION DER HERRLICHKEIT
Die erste Ausgabe des Buches Invasion der Herrlichkeit war dem Schöpfer des Himmels gewidmet, der mir die Erkenntnisse, die Anweisung und auch die Kraft gegeben hat, es in einer Zeit, in der wir in über 30 Länder reisten, zu vollenden. Ihm widme ich auch diese erweiterte Ausgabe. Ohne Gott wäre ich nicht dort, wo ich heute stehe. Er ist die Quelle alles Guten, und mein Ja dazu, ihm zu folgen, war meine beste Entscheidung und mein größtes Abenteuer.
Das Buch ist auch meiner Frau Stephanie gewidmet, die mir zur Seite stand, für mich betete, große Glaubensschritte mit mir wagte und mich zum Schreiben ermutigte. Sie ist innerlich und äußerlich eine wunderschöne Frau – voll von der Herrlichkeit Gottes. Sie ist mein bester Freund und die Liebe meines Lebens. Sie reist mit mir um die Welt und ist mir eine ständige Quelle der Ermutigung. Auch hat sie sich mit mir in die tiefen Sphären der Herrlichkeit Gottes vorgewagt, dem aufregendsten Abenteuer, das ein Paar je zusammen erleben kann, und das hat unsere Liebe füreinander und für Gott sehr vermehrt.
Ich widme dieses Buch auch meinen drei kleinen Engeln: unseren Töchtern Tiffany Joy, Shannon Glory und Destiny Shalom. Sie sind Geschenke Gottes – mehr als wir je hätten erbitten oder uns vorstellen können –, und voller Herrlichkeit und sehr vielseitig begabt. Sie haben unsere weltweiten Reisen gut überstanden und sind sogar aufgeblüht, während sie zusammen mit uns gedient haben. Sie bringen mir die größte Freude und Liebe, die sich ein Vater jemals wünschen könnte. Unsere Töchter motivieren mich, über die Grenzen hinauszugehen und für die nächste Generation in neue geistliche Bereiche vorzudringen.
Ein besonderer Dank gilt allen unseren Fürbittern, Freunden und Partnern, die über jeder E-Mail, die wir versenden, beten und fasten, und auch denjenigen, die dafür gebetet haben, dass das ursprünglichen Buch und auch diese erweiterte Ausgabe fertig werden und Gottes Gunst haben. Danken möchte ich auch allen, die unseren Dienst unterstützt haben, damit die Herrlichkeit Gottes der ganzen Welt dargeboten werden kann.
Meine dankbare Anerkennung gilt auch unseren Mentoren und Freunden Mahesh und Bonnie Chavda, die uns treue Vorbilder darin waren, wie man in der Herrlichkeit leben kann.
Ich möchte auch die verstorbene Ruth Ward Heflin würdigen, die für mich die größte Inspiration war, in der Herrlichkeit zu leben. Die Liebe, die sie uns erwiesen hat, indem sie uns sozusagen unter ihre Fittiche nahm und uns einlud, Teil ihres Lebens zu werden und mit ihr zu dienen, obwohl wir sie nur für kurze Zeit kannten, hat unser Leben vollkommen revolutioniert.
Einen speziellen Dank außerdem an Sid Roth für seine Freundschaft und dafür, dass er uns freigesetzt hat, Gottes auserwähltes Volk noch viel stärker zu erreichen.
Ich lernte David vor ungefähr zehn Jahren kennen. Es war beim Begräbnis von Ruth Heflin, mit der wir beide freundschaftlich verbunden waren. Man hatte uns dort nebeneinander gesetzt, und ich ahnte damals nicht, dass wir beide kurze Zeit später in den Vereinigten Staaten und auch in anderen Ländern zusammen dienen würden. David wirkte auch bei unseren Konferenzen in Charlotte mit und war dort ein gewaltiger Segen. Ich selbst sprach zweimal auf Davids Konferenz in Paris und habe mich über die Auswirkungen seiner Arbeit in Europa gefreut, als er mit seiner Frau dort lebte. Neben seinen Evangelisationen und Konferenzen war sein Dienst für viele örtliche Gemeinden, in denen erweckliche Aufbrüche stattfanden, sehr wertvoll, und viele Gemeinden in Europa und weltweit wurden dadurch geistlich zugerüstet.
In den Veranstaltungen von David manifestiert sich die Herrlichkeit Gottes und häufig gehen kreative Wunder damit einher. David dringt fortwährend in neue Bereiche von Gottes Salbung vor, was einer der Gründe für die ungewöhnlichen Wunder, die neuen Erkenntnisse, die prophetische Genauigkeit und die Bekehrungen sind, die bei seinen Treffen regelmäßig stattfinden.
David wurde mit seiner ganzen Familie ein Freund unserer Familie. Es ist vor allem unsere gemeinsame Liebe für die Gegenwart und die Herrlichkeit Gottes, die unsere Familien zusammengeschweißt hat. Er ist ein Pionier der Moderne: Er überschreitet in Bezug auf die Gegenwart und die Kraft Gottes die Grenzen, die die meisten gesetzt haben, und erlebt immer wieder, dass Gott sich auf neue Art und Weise kundtut.
Wenn Sie hungrig danach sind, die Herrlichkeit Gottes noch intensiver zu erleben, dann dürfen Sie erwarten, dass Ihr Leben umgekrempelt und überreich gesegnet wird, wenn Sie diesen Quantensprung in die Invasion der Herrlichkeit wagen.
Dr. Mahesh Chavda
Hauptpastor der All Nations Church
Charlotte, North Carolina
Der Geist Elias taucht in unserer Generation auf, wie es uns für die letzten Tage prophezeit wurde: „Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare“ (Mal 3,23).Wir erleben heute immer stärker, dass der Dienst der Zeichen und Wunder in dem Maße wiederhergestellt wird, wie er zur Zeit von Elia und Jesus war.
Als Jesus auf der Erde lebte, stellte er für Israel diese Herrlichkeit mit Zeichen und Wundern, die seit Jahrhunderten nicht mehr beobachtet worden waren, wieder her. Viele stellten ihm sogar die Frage: „Bist du Elia?“ Warum glaubten sie wohl, dass er der auferstandene Elia wäre? Hauptsächlich, weil er dieselben Dinge tat wie Elia: Er weckte Tote auf, vollbrachte Zeichen und Wunder, ob in der Natur oder an Menschen, und er befahl dem Wind und den Wellen, sich zu legen.
Auf ähnliche Weise hatte auch Elia befohlen, dass es dreieinhalb Jahre nicht regnen sollte. Jesus vermehrte Brot genauso wie es Elia mit dem Mehl und dem Öl der Witwe getan hatte (vgl. 1 Kön 17,10-16). Jesus forderte die Herrschaftsgewalt Roms und auch die religiösen Institutionen heraus – genauso wie Elia damals König Ahab und die Baalspriester herausgefordert hatte.
Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war, sandte er seinen Jüngern den Heiligen Geist, und eine Invasion der Herrlichkeit begann. Jedoch passierte dies erst, als sie beteten: „Und jetzt, Herr … verleihe deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden, indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus!“ (Apg 4,29-30 SLT). Hier beginnt es, dass die Fülle seiner Herrlichkeit auf die frühe Gemeinde kam. Als sie auf diese Weise beteten, erlebten sie den Anbruch einer größeren Herrlichkeit – wie bei den Zeichen und Wundern von Jesus und Elia.
Sofort nach dem Gebet bebte das Gebäude und die ersten Zeichen begannen. Auch finanzielle Wunder beseitigten die Armut aus der Gemeinde, „denn es war auch keiner bedürftig unter ihnen …“ (Apg 4,34). Sie gaben Zeugnis über die Auferstehung des Herrn und auch Totenauferweckungen fanden wieder statt. Wenn Petrus an Kranken vorbeiging, wurden sie nur durch seinen Schatten geheilt.
Leider fehlt heute dem Großteil der Christen diese Fülle der Herrlichkeit. Die meisten von uns stecken noch in Apostelgeschichte 2 fest, als der Heilige Geist auf die Gemeinde fiel. Viele von uns sprechen in Zungen, legen Hände auf die Kranken und erleben häufig, dass Menschen der Gemeinde hinzugetan werden. Was wir jedoch brauchen, ist eine Invasion der Herrlichkeit, eine Ausgießung von Apostelgeschichte 4, um auch die Resultate von Apostelgeschichte 4 zu ernten. Die Ausgießung an Pfingsten ist gut; nach der Ausgießung von Apostelgeschichte 2 kam jedoch ein neues Ausmaß von Herrlichkeit und Kraft. Viele wollen die Resultate von Kraft und Herrlichkeit von Apostelgeschichte 4, ohne sich jedoch über Apostelgeschichte 2 hinauszubewegen. Wir brauchen eine Heimsuchung wie in Apostelgeschichte 4, um auch eine entsprechende Manifestation von Erweckung und Herrlichkeit zu erleben.
Wir müssen auf unsere Knie fallen und Gott anflehen, uns eine ganz neue Heimsuchung der Herrlichkeit zu schenken, so wie die Apostel es getan haben, und dass diese neue Herrlichkeit von Zeichen und Wundern begleitet sein wird, wie Jesus es uns vorausgesagt hat. Dies ist der Beginn der apostolischen Salbung, über die zwar viele sprechen, die aber nicht die Vollmacht haben, darin zu leben. In meinem Buch „Mysteries of the Glory Unveiled“ („Geheimnisse der Herrlichkeit enthüllt“) wird erklärt, auf welche Weise die Herrlichkeit wirkt und wie sie sich offenbart. Ich beschreibe auch die nächste Ebene und wie man Herrlichkeit im extremen Ausmaß erleben kann.
Ich glaube, dass wir kurz davorstehen, in eine neue Zeit der Kirchengeschichte einzutreten – in eine Phase, die über die anfängliche Pfingsterfahrung hinausgeht, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden. Wir kommen in eine Phase, die dazu führen wird, dass wir genau die Kräfte herausfordern werden, die den Fortschritt der Kirche aufhalten wollen. Wenn diese Invasion der Herrlichkeit vollständig eingetreten ist, wird dies eine übernatürliche Beschleunigung der Dinge Gottes nach sich ziehen. Elia prophezeite während einer Hungerszeit, dass der Regen kommen werde (vgl. 1 Kön 18,1-2.41). Nachdem Gott gesprochen hatte, waren nur noch die entsprechende Prophetie und Proklamation erforderlich, damit es eintrat. Der erste Schritt ist, das Neue, das Gott uns gezeigt hat, prophetisch zu proklamieren. Ohne diesen anfänglichen Gehorsamsschritt sind die anderen Schritte umsonst.
Wenn wir unter der Führung Gottes etwas verkünden, wird dies geschaffen, noch während wir es aussprechen. Wie damals, als Gott in 1. Mose 1,3 erklärte: „Es werde Licht“, war das Licht sofort da. Der Mangel an prophetischer Proklamation verhindert, dass diese Dinge erschaffen und in Existenz kommen. Deshalb können wir ohne das Prophetische nicht leben. Die Kirche ist auf dem prophetischen und apostolischen Wesen Gottes aufgebaut. Im Grunde genommen erlaubt uns Gott durch das prophetische Wort Leben zu erschaffen und Dinge in Existenz zu rufen.
Nachdem wir das Wort proklamiert haben, müssen wir manchmal noch eine Zeit der Fürbitte einlegen, so wie Elia es tat. Er kauerte sich auf den Boden und ging in eine Gebärstellung, bis es geschah (vgl. 1 Kön 18,42). Die Prophetie machte es lebendig und die Fürbitte ließ es bis zur Geburt wachsen. Als letzten Schritt fing er an, nach der Prophetie Ausschau zu halten. Er sagte zu seinem Diener, er solle Ausschau halten, bis er etwas sähe. Hat man einmal etwas verkündet und durchgebetet, muss man einfach in es eintreten. Er schaute siebenmal nach, bis er das „Zeichen“ – eine Wolke in der Größe einer Männerhand – sah, und dann rannte Elia. Er „gürtete seine Hüften“, heißt es in der Bibel, und überholte den Wagen (vgl. 1 Kön 18,43-46). Wenn die Gemeinde sich dieser Wahrheiten bemächtigt, werden sogar Regierungen ihre Ohren wieder öffnen, um das „Wort des Herrn“ zu hören.
Beim Lesen dieses Buches wird Ihnen Gott übernatürlich die neue Herrlichkeit offenbaren. Sie werden Ihren Rückstand aufholen, selbst wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie in der Erkenntnis dieser Dinge zurückliegen. Bitten Sie Gott jetzt, dass er Ihnen hilft zu verstehen, was er gerade auf der Erde tut. Jetzt ist die Zeit gekommen zu rennen, nachdem die ersten Zeichen bereits erschienen sind und die neue Ausgießung angekündigt haben. Gürten Sie wie Elia Ihre Hüften und rennen Sie, damit Sie nicht verpassen, was Gott als Nächstes tut. Gehen Sie nicht einfach lässig darauf zu, sondern rennen Sie, damit Sie es nicht versäumen.
Einige unter uns denken vielleicht, unser Dienst würde sich auf Buße, Fürbitte, Lobpreis, Geben, Predigen, das Prophetische oder Evangelisation usw. konzentrieren. Wir tendieren dazu, uns in einem dieser Bereiche zu spezialisieren, ihn zu meistern und dann für immer in dieser Salbung zu bleiben. Aber Gott möchte diese Salbungen immer stärker zusammenführen mit der Folge, dass es zu einer großen Explosion seiner Herrlichkeit kommt. Wenn man bestimmte Gase miteinander mischt, kann man damit eine Bombe bauen. Gott ist dabei, eine Mischung herzustellen, welche die Gemeinde in diesen letzten Tagen zu einer gefährlichen Waffe gegen den Feind machen wird. Bereiten Sie sich auf eine Invasion der Herrlichkeit vor!
Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, sodass die Dinge, die man sieht, nicht aus Sichtbarem entstanden sind (Hebräer 11,3 SLT).
Ich habe mich immer gefragt, wie Gott alles aus dem Nichts erschaffen konnte. Obwohl ich von frühester Jugend an ganz und gar an den Schöpfungsbericht geglaubt habe, habe ich nie wirklich verstanden, wie dies zugehen konnte. Ich wusste nur eins: Wenn ich eines Tages verstehen könnte, wie Gott aus anscheinend Nichts „etwas“ erschaffen konnte, dann könnten wir dieselben Prinzipien benützen, um das kreative Werk Gottes auch in unserer Zeit zu erleben.
In der Bibel heißt es, dass alles, was geschaffen wurde, aus Dingen gemacht wurde, die nicht sichtbar sind. Es heißt nicht, dass Gott alles aus dem Nichts erschaffen hat. Die Bibel erklärt einfach, welche Art von Dingen er dazu benutzte – unsichtbare Dinge. Je mehr ich über diese Schriftstelle nachdachte, desto mehr machte der Schöpfungsbericht plötzlich absoluten Sinn.
Der Autor des Hebräerbriefes spricht deutlich davon, „dass die Dinge, die man sieht, nicht aus Sichtbarem entstanden sind“. Also, was sind nun diese unsichtbaren Dinge, die er dazu benutzte, um alles zu erschaffen?
1. Mose 1 gibt uns einen Hinweis dazu:
Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser (1 Mose 1,1-2).
Das erste unsichtbare „Ding“, das Gott auf die Erde sandte, war sein eigener Geist bzw. seine Herrlichkeit. Das erste Grundelement ist die Herrlichkeit. Wenn man einmal in der Herrlichkeitszone ist, wird alles möglich. Gott benutzte als erstes Grundelement seinen eigenen Geist, der nicht sichtbar ist. Das nächste Grundelement ist der Schall: „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht“ (1 Mose 1,3).
Plötzlich sprach Gott, der Allmächtige – WUMM! – mächtiger als ein Überschallknall, der durch Raum und Zeit brach. Dies ist die echte „Urknalltheorie“ – Gott sprach, und wumm!
Nur Gottes Stimme konnte alles erschaffen, da vorher noch nichts erschaffen worden war. Also ist das zweite unsichtbare Grundelement der Schall bzw. die „Schallwellen“, wie Wissenschaftler sie nennen. Gott sprach, und alles wurde erschaffen. Wie konnte der Schall die Erde und die Sterne und danach alles andere auf die gleiche Weise erschaffen, indem Gott einfach verkündete, dass sie erschaffen würden? Nachdem einmal die Atmosphäre der Herrlichkeit und der Gegenwart Gottes auf der Erde war, musste Gott nur noch in seine eigene Wolke der Herrlichkeit hineinsprechen.
Wenn Sie in der Herrlichkeitszone sind und aussprechen, was Gott Ihnen sagt oder zeigt, werden die Dinge in diesem Moment erschaffen. Ich werde nun erklären, was dahintersteckt. Es gibt einen Unterschied, ob man bestimmte Worte einfach leichtfertig dahinsagt oder ob man dieselben Worte mit Überzeugungskraft prophetisch verkündet, wenn man sich in einer Zone oder Atmosphäre von Gottes Herrlichkeit befindet. Er ist der Schöpfer; wenn man also demselben Muster folgt und wartet, bis seine Herrlichkeit kommt, und dann verkündet, was er sagt, geschehen demnach dieselben Dinge.
Die unsichtbaren bzw. nicht sichtbaren Dinge, die Gott dazu benutzt hat, um zu erschaffen, sind seine Gegenwart und Schallwellen. Sogar von Gott hat man nie gehört, dass er seinen Mund geöffnet hat, um etwas zu sagen, bevor er nicht seinen eigenen Geist bzw. seine Herrlichkeit gesandt hatte, um über der Sache zu schweben und so eine günstige Atmosphäre für kreative Wunder zu schaffen. Alles, was geschaffen wurde, wurde geschaffen, indem Gott diesen Teil von sich – seinen Geist – benutzte, um es zu erschaffen. Ohne dass Gottes Geist anwesend ist, kann nichts anderes erschaffen werden; er ist der einzige Schöpfer.
Auf diese Weise konnte Elia dem Regen gebieten zu fallen bzw. nicht zu fallen, und ebenso konnte Hesekiel den toten, trockenen menschlichen Gebeinen befehlen, zusammenzurücken (vgl. Hes 37,1-8). Diese Männer tauchten immer zuerst in den Geist oder in die Herrlichkeit Gottes ein und sprachen, prophezeiten oder verkündeten dann das, was Gott ihnen sagte. Was aber steckt tatsächlich dahinter, dass diese Dinge geschehen können?
Sogar Einsteins Relativitätstheorie steht mit der Schöpfungsbericht in Verbindung. Albert Einstein (1879–1955) war ein jüdischer Wissenschaftler, der die ersten fünf Bücher der Bibel gründlich studierte, welche die meisten der damaligen Juden gut kannten. Als Wissenschaftler war er vor allem vom Schöpfungsbericht fasziniert. In einfache Worte gefasst, lautet seine Theorie: „E“ ist Energie und „m“ ist die Masse oder Materie (und „c“ ist die Lichtgeschwindigkeit1). Prinzipiell kam Einstein zu dem Schluss, dass Energie eine Realität ist, obwohl sie für das bloße Auge nicht sichtbar ist. Ein Beispiel von Energie ist Elektrizität. Obwohl man sie nicht sehen kann, weiß man, dass sie wirklich existiert, wenn man das Licht ein- oder den Fernseher ausschaltet.
Energie kann auch durch die Gegenwart, Herrlichkeit und den Geist Gottes erfahren werden. Wenn man die Gegenwart Gottes während einer Lobpreiszeit spürt, wird man oft mit Energie aufgeladen – nicht nur geistlich, sondern auch physisch –, obwohl man vielleicht nur Momente zuvor erschöpft war. Plötzlich wird man, aufgrund seiner Gegenwart, mit physischer und geistlicher Energie erfüllt.
Die Gegenwart von Gottes Herrlichkeit setzt übernatürliche Energie frei und schafft das Potenzial für Wunder. Energie ist eine Substanz, auch wenn wir sie mit unseren Augen noch nicht sehen können. Die Gegenwart, die Kraft, der Geist und die Herrlichkeit Gottes sind kein Gefühl, das nur diejenigen spüren können, die sensibel sind. Energie ist eine Kraft, eine Befähigung, etwas zu tun – genauso wie Elektrizität und Schallwellen, die man nicht sehen kann, die aber dennoch existieren.
Ein Beispiel dafür ist John G. Lake, ein großer Missionar, der im frühen 19. Jahrhundert in Südafrika wirkte. Nach seinem Bericht starben in Südafrika viele Menschen an Krankheiten. Als er den Ärzten während einer Beulenpestepidemie assistierte, wurde Lake gefragt, warum er sich nicht mit der Krankheit angesteckt hatte, da er sich nicht dagegen schützte. Er sagte: „Es ist der Geist des Lebens in Jesus Christus.“ Um dies zu demonstrieren, ließ er sie lebende Pestbakterien vom Schaum der Lungen einer gerade verstorbenen Person nehmen und auf seine Hände tun und dann die Bakterien unter dem Mikroskop untersuchen. Die Bakterien waren tot!2
Die Energie und Gegenwart Gottes waren für das bloße Auge unsichtbar, wurden jedoch durch die Linse des Mikroskops vergrößert – und dabei wurde bewiesen, dass sie eine wirkliche, beeindruckende, existierende Kraft war, die den Virus abgetötet hatte. So erklärte John G. Lake, warum er nicht krank wurde – er trug die Heilung in seinem Körper und Geist, um die Krankheit durch die Kraft des Geistes, durch Jesus, zu heilen.
In einem anderen erstaunlichen Zeugnis bat John G. Lake die Ärzte, ihm einen Mann zu bringen, der eine Entzündung im Knochen hatte. Er bat sie, ihre Instrumente zu nehmen und sie an das Bein des Mannes zu legen, während er für Heilung betete. Danach fragte er sie, was bei ihren Instrumenten geschah. Sie erwiderten, dass jede Zelle positiv ansprach! John G. Lake antwortete: „Das ist Gottes göttliche Wissenschaft!“3
Manche Wissenschaftler (vor allem jene, die mit der String-Theorie4 arbeiten) glauben, dass das kleinste Partikel nicht das Elektron, das Neutron oder das Proton ist – sondern Schall, „Schallwellen“ oder vibrierende Strings, die „Töne“5 haben. Wenn man ein winziges subatomares Partikel (ein Neutron oder Proton) nimmt und es in seine kleinste Form aufspaltet, gibt es da noch ein Partikel im Innern des subatomaren Partikels: eine vibrierende Schallwelle. Wenn das stimmt, und wenn der Schöpfungsbericht wahr ist, dass Gott seine Worte bzw. den Schall benutzt hat, um zu erschaffen, dann glaube ich, dass Schallwellen die kleinste lebendige Substanz sind, die sich im Zentrum eines jeden geschaffenen Dinges befindet und für das menschliche Auge unsichtbar ist.
Die Bibel bestätigt dies, indem sie feststellt: „… so werden die Steine schreien“ (Lk 19,40). Wenn in jedem geschaffenen Ding Schallwellen eingebettet sind, würde dies den Bericht im 1. Buch Mose bestätigen: Alle lebendigen Dinge wurden erschaffen, als Gott sie in Existenz rief. Also gibt es Schallwellen, die sich in jedem geschaffenen Ding befinden.
Der Mensch wurde aus dem Staub erschaffen. Das hebräische Wort für „Staub“ ist aphar, bedeutet aber nicht „Schmutz“. Es bedeutet eigentlich „kleinstes geschaffenes Partikel“. Ich glaube, dass das kleinste Partikel eine Schallwelle ist, der Baustein und das erste Grundelement alles Geschaffenen – einschließlich des Menschen. Ein japanischer Forscher, Masaru Emoto, erforscht gerade anhand von Experimenten, dass Wasserteilchen und andere subatomare Partikel tatsächlich auf Schall und Klänge reagieren und sogar eine Stimme erkennen.6 Wenn das stimmt, dann kann jedes erschaffene Ding auf eine gewisse Weise hören und reagieren, da alle Dinge, die erschaffen worden sind, zuerst mit denselben Grundelementen – Schall und die Herrlichkeit bzw. Gegenwart Gottes – erschaffen wurden.
In Psalm 148 befiehlt Gott der Sonne, dem Mond und den Sternen, ihn zu preisen. Er befiehlt sogar Bergen und Hügeln, ihn zu preisen. Nur ein intelligenter Gott, der seine Schöpfung ganz genau kennt, kann scheinbar unbeseelten Objekten befehlen, auf ihn mit Lobpreis zu reagieren. In der Tat hat die ganze Schöpfung die Fähigkeit zu hören, zu horchen, zu gehorchen, zu reagieren und ihren Schöpfer zu preisen. Jesus befahl dem Feigenbaum zu sterben, nachdem er keine Frucht getragen hatte, und der Baum gehorchte ihm. Jedes lebendige Ding kann und wird antworten. Die Quantenphysik bestätigt, dass, wenn man ein Objekt lange genug studiert, es auf eine bestimmte Weise reagieren wird, da man es beobachtet hat. Das heißt: Es merkt, dass es beobachtet wird.
NASA-Wissenschaftler entdeckten kürzlich, dass aus schwarzen Löchern (kollabierten Sternen)7 Schallwellen, die aus musikalischen Harmonien bestanden, hervorkamen, und andere Experimente mit Gesteinsproben aus dem All lieferten ähnliche Ergebnisse.8 Tatsächlich fanden sie heraus, dass alle erschaffenen Dinge melodische Schallwellen in sich tragen.
Warum werden wohl melodische Töne von Gottes Schöpfung erzeugt? Der Herr gebietet allen Dingen, ihn anzubeten. Deshalb erzeugen Gesteinsproben von entfernten Planeten Anbetungsklänge, die wir hören können, wenn sie mit speziellen Geräten untersucht werden, die Schallwellen und Energie aufspüren können.
Haben Sie jemals bemerkt, dass Sie, wenn Sie alleine in ländlichen Gegenden unterwegs sind, durch Wälder wandern oder die wunderschöne Naturlandschaft genießen, oftmals die Gegenwart Gottes spüren? Haben Sie bemerkt, dass Sie manchmal auf einer christlichen Freizeit oder etwas Ähnlichem in einer natürlichen Umgebung eine tiefere Berührung von Gott erleben? Die Schöpfung strahlt „Schallwellen des Lobpreises“ aus, die für Ihre natürlichen Ohren unhörbar sind, Ihr Geist aber empfängt sie.
Jesus und Elia stiegen häufig auf einen Berg, Johannes ging in die Wüste und Mose kletterte auf den Berg, um mit Gott alleine zu sein. Ist Ihnen aufgefallen, dass es Ihnen in einer schönen, natürlichen Umgebung oft leichter fällt, mit Gott in Verbindung zu kommen? Ich glaube, dass die ganze Schöpfung in ihrem natürlichen Zustand den Schöpfer anbetet. Lobpreis und Anbetung bringen die Gegenwart Gottes hervor. Es gibt da eine andauernde Symphonie, die ihn in der Natur, in seiner unberührten Schöpfung, unaufhörlich preist. Ihr Geist wirkt erfrischt und Sie fühlen sich in der Natur Gott oft näher als in der Stadt, wo sich die Schöpfung nicht mehr in ihrem ursprünglichen, natürlichen Zustand befindet.
Oft hören wir uns Musik- und Lobpreis-CDs an, um in die Gegenwart Gottes zu kommen. Aber wenn wir draußen sind, spüren wir seine Gegenwart auch ohne die von Menschen gemachte Musik, da es dort ein andauerndes Orchester von Lobpreis durch die Schöpfung gibt. Obwohl Ihr natürliches Ohr ihn nicht hören kann, heißt dieser unsichtbare Lobpreis die Gegenwart Gottes willkommen.
Wenn Leute gegen Krebs beten, befehlen sie häufig der Krankheit zu weichen, als ob sie eine Person wäre. Menschen befehlen im Gebet auch ihren gebrochenen Gliedern zu heilen. Früher fand ich das immer merkwürdig, in dieser Art und Weise zu einer Krankheit zu sprechen; es ist jedoch möglich, weil jedes geschaffene Ding Schallwellen in sich trägt und auf die Schallwellen, die aus der Herrlichkeit und dem Geist Gottes heraus gesprochen werden, reagiert. Es geht nicht darum, einfach nur Worte auszusprechen oder die Schrift zu zitieren. Der Buchstabe des Gesetzes tötet, aber der Geist gibt Leben. Begeben Sie sich zuerst in die Herrlichkeitszone seiner Gegenwart, proklamieren Sie dann mit Ihrem Mund und die Schöpfung wird auf Ihr Wort reagieren – wenn es mit dem Geist verbunden ist.
Sogar Krebs reagiert auf den Schall und den Befehl Ihrer gesprochenen Worte! Ich glaube, dass der Krebs absterben wird, wenn Sie, während Sie in der Gegenwart Gottes sind, im Glauben, dass er Sie hören und reagieren kann, zu ihm sprechen. Ich habe dies unzählige Male beobachtet. Heute werden Schallwellen sogar von Ärzten benutzt, um Krebs zu behandeln. Sie verwenden dazu ein Verfahren, das sich „hochintensiver fokussierter Ultraschall“ (high-intensity focused ultrasound) nennt: Schallwellen von hoher Energie, um Krebszellen zu zerstören.9 Die hochintensiven Worte, die Sie zu den Krebszellen sprechen, welche hören und reagieren können, sind weitaus kraftvoller, wenn sie im Heiligen Geist und der Herrlichkeit gesprochen werden.
Wenn also ein geschaffenes Objekt reagieren kann, weil es auch selbst Schall aussendet, dann gibt uns Gott hier Einblicke, wie er durch Jesus und die Propheten gewirkt hat. Als Jesus dem Feigenbaum befahl zu verdorren, gehorchte dieser, da er mit der Fähigkeit zu hören und zu gehorchen geschaffen worden war. Objekte wie Steine, Berge und Bäume kommunizieren mit Gott und preisen ihn – seine gesamte Schöpfung hört und versteht nicht nur, sondern antwortet auch und betet ihn an. Weil dies so ist, kann die Schöpfung auch auf Sie reagieren, wenn Sie in der Herrlichkeitsdimension Worte des Glaubens aussprechen, die Gott Ihnen eingibt.
Nun verstehen Sie auch, warum Jesus gesagt hatte, wir könnten zu einem Berg sprechen und dieser könne sich hinwegheben (vgl. Mt 17,20). Auch die Jünger staunten, dass „er auch den Winden und dem Wasser befiehlt und sie ihm gehorsam sind“ (Lk 8,25).Nicht nur die Krankheiten, sondern auch die Schöpfung selbst gehorcht. Diese Erkenntnis eröffnet eine ganz neue Welt der Autorität über die Schöpfung. Gott sagte zu Mose, er solle zum Felsen sprechen und dieser werde Wasser produzieren. Satan versuchte Jesus in der Wüste, er solle den Steinen befehlen, sich in Brot zu verwandeln. Satan wusste, dass es für Jesus absolut möglich war, dieses Wunder zu vollbringen. Aber Jesus blieb standfest, weil er fastete und sich von Satan weder Befehle geben noch sich versuchen ließ. Mose zu befähigen, einen Stein in Wasser zu verwandeln, ist gar nicht so anders als Jesu Fähigkeit, Steine in Brot zu verwandeln. Wenn wir für Wunder beten, befehlen wir oft den gebrochenen Knochen, sich wieder zu verbinden. Knochen können hören und reagieren, genauso wie alle anderen erschaffenen Dinge. Körperteile und die Schöpfung können hören und reagieren.
Warum und wie ist das möglich? Laut dem biblischen Schöpfungsbericht sprach Gott das erste Mal in der Geschichtsschreibung in 1. Mose 1,3: „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.“ Demnach wurde jedes Ding durch einen Schall erschaffen, der es anwies, ein bestimmtes Ding zu sein. Zuerst begann der Geist über den Wassern zu schweben, dann wurde Schall freigesetzt. Wenn Sie in der Gegenwart Gottes sind, ist es deshalb möglich, dass Sie ein Objekt anweisen, zu einem anderen geschaffenen Ding zu werden. Wenn die ursprünglichen Rohmaterialien, die ein bestimmtes Objekt geschaffen haben, präsent sind (der Geist Gottes, wie er in 1. Mose offenbart wird), dann kann durch Schall dasselbe geschaffene Objekt in eine andere Form gebracht werden – vor allem, wenn Sie sich in der Herrlichkeitsdimension Gottes befinden, in der sich der Geist aufhält.
Ich glaube, dass nichts, was erschaffen wurde, wieder „ungeschaffen“ werden kann – die erschaffenen Dinge verändern nur ihre Form. Das bestätigt sogar der erste Hauptsatz der Thermodynamik. Zum Beispiel zerfällt verbranntes Holz zu Asche, aber es verschwindet nicht. Obwohl sich die Asche scheinbar zersetzt, wird sie nur auf kleinere Moleküle reduziert, die immer noch Schallpartikel enthalten. Daraus folgt, dass sich ein bestimmtes erschaffenes Objekt in ein anderes verwandeln kann, wenn es durch Schallwellen oder einen Befehl unter der Führung des Heiligen Geistes entsprechend angewiesen wird.
Als Mose seinen Stab hinwarf und dieser sich in eine Schlange verwandelte, waren die Zauberer des Pharaos in der Lage, das Gleiche zu vollbringen. Dies beweist, dass das Wunder bzw. die Handlung, etwas in etwas anderes zu verwandeln, an sich nicht böse oder falsch ist. Die wichtigen Fragen dabei sind: Wer ist die Quelle des Wunders? Welche Kraft ist am Wirken? Jesus hätte die Steine leicht in Brot verwandeln können, aber er hätte dies nie auf Befehl Satans hin getan, denn dann hätte sich die Quelle geändert. Jesu einzige Quelle war (und ist) sein Vater im Himmel. Sein erstes Wunder verwandelte Wasser in Wein. Wieder sehen wir, wie sich eine erschaffene Form in eine andere verwandelt. Ich glaube, dass wir in der kommenden Zeit diese Art von Wundern erneut erleben werden, wenn wir Autorität über die Schöpfung und auch den Glauben und die Offenbarung haben, dass erschaffene Dinge ihre Form verändern und den Zauberern und Wahrsagern unserer Zeit damit zeigen werden, wer Gott wirklich ist.
Wenn wir somit Glauben haben, dass sich ein Objekt in ein anderes verwandeln kann, wie viel leichter ist es dann, zu erleben, dass erschaffene Dinge sich vermehren? Alles reproduziert sich normalerweise nach seiner eigenen Art. Die Fische und die Brote vermehrten sich mühelos auf Befehl von Jesus hin (vgl. Mt 14,17-21). Ich habe spezielle Wunder wie diese erlebt. Jemand hatte eines Sonntags nach dem Gottesdienst eine Party für mich organisiert. Die Gastgeberin hatte genau 23 Brötchen und zwei Krüge Wasser vorbereitet, weil sie nur eine Handvoll Leute eingeladen hatte. Aus irgendeinem Grund jedoch tauchte die halbe Gemeinde auf. Die Frau, die das Essen zubereitet hatte, war schockiert. Gott sagte ihr, sie solle sich beruhigen und an ein Wunder glauben. Sie tat es und beobachtete dann, wie jeder der etwa 30 bis 40 Anwesenden mindestens zwei oder drei Brötchen aß. Am Ende der Party blieben sogar noch Brötchen übrig. Die beiden Krüge mit Getränken hätten für ein Glas pro Person gereicht; sie hatte dann aber genug, um jedem das Glas nachzufüllen – Gott hatte auch die Getränke multipliziert!
Ein anderes Mal veranstalteten wir eine große Evangelisation in einem großen Vortragssaal in Paris. Die Miete dafür war sehr hoch. Als wir alle Kollekten, die während des Einsatzes eingesammelt worden waren, auszählten, war es nicht genug, um damit die Ausgaben der Evangelisation zu decken. Der Herr sagte mir, ich solle den Geldzählern sagen, sie sollten weiterzählen. Als sie dies taten, vermehrten sich plötzlich die Geldscheine. Ich wies sie an, so lange weiterzuzählen, bis sie so viel zusammen hätten, dass alle Ausgaben gedeckt werden könnten. Schließlich hatten wir mehr, als wir brauchten, da Gott die Finanzen übernatürlich vermehrt hatte. Solche Wunder haben wir viele Male erlebt.
Außerdem geschieht es manchmal während unserer Versammlungen, dass viele Leute plötzlich an Gewicht verlieren. In Tennessee verlor ein Mann in einer Versammlung nach einem Wort der Erkenntnis 31 Kilo. Während des ersten Abends einer Veranstaltung in Las Vegas verloren etwa zwanzig Frauen so viel an Gewicht, wie es fünf Kleidergrößen entspricht. Gott kann genauso leicht Fettzellen reduzieren, wie wir sie uns zulegen können. Wenn Sie anfangen, über diese Offenbarung nachzudenken und auch darüber, wie groß Gott wirklich ist, werden Sie zu glauben beginnen und dann die gleichen Wunder auch in Ihrem Leben geschehen.
In unseren Treffen haben wir auch viele finanzielle Wunder und Schulderlasse erlebt. Wenn Leute Geld für das Werk Gottes geben, erleben sie aufgrund dieser kreativen Wunderatmosphäre oft sehr schnell, dass Geldwunder passieren. Manche finden sogar Geld in ihren Taschen und Geldbörsen, kaum dass sie ein Opfer in den Korb gelegt haben. Andere haben Tausende Dollar auf ihrem Bankkonto entdeckt, die vorher nicht da waren. Gott wirkte dieselben Wunder: Er multiplizierte die Ressourcen für die Witwe, speiste die Menge mit Broten und Fischen, bereicherte Petrus mit einer Unmenge an Fischen, legte eine Goldmünze in ein Fischmaul, um die Steuern zu bezahlen – und es gibt noch viele weitere Beispiele von Gottes herrlichen Versorgungswundern.
In unseren Veranstaltungen erleben wir immer mehr, dass Glatzköpfige sofortigen Haarwuchs bekommen. Einer Frau in Prescott, Arizona, wuchs das Haar, während wir alle zusehen konnten! Wir sahen tatsächlich zu, wie sich ihre kahlen Stellen mit Haaren füllten. In Augusta, Georgia, erschienen Haare plötzlich auf einer kahlen Stelle auf dem Kopf eines Mannes, und die Farbe der neuen Haare entsprach der Originalfarbe seiner Haare. Wir haben auch beobachtet, dass Leute mit grauen Haaren ihre ursprüngliche Haarfarbe zurückbekamen. Es ist faszinierend, bei diesen Veränderungen zuzuschauen.
Wenn demnach alles, was erschaffen wurde, nicht zerstört werden kann, sondern nur in eine andere Form umgewandelt werden kann, dann existiert das Haar immer noch irgendwo – es wurde nur in eine andere Form umgewandelt, existiert aber immer noch. In der Herrlichkeit gibt es keine Entfernung. Deshalb kann ihr Haar, egal, wo es ist, immer noch reagieren. Und weil Ihr Haar Schallwellen hat und hören und reagieren kann, wenn ich in einem Treffen in der Herrlichkeitszone bin, kann ich rufen: „Haar, komm zurück!“ Es kann in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehren und auf meine Worte, die ich auf Anweisung des Heiligen Geistes gesprochen habe, reagieren. Gott kümmert sich um jedes Haar auf Ihrem Kopf (vgl. Lk 12,7); wie viel mehr kümmert er sich um die dringenden Bedürfnisse und Probleme in Ihrem Leben.
Wie war es wohl möglich, dass Hesekiel über den Knochen prophezeien und zu ihnen sprechen konnte: „Ihr vertrockneten Gebeine, hört das Wort des HERRN!“ (Hes 37,4-6)? Gott sagte ihm, er solle zu den Knochen sprechen – nicht zu Dämonen, Menschen, Gott oder Engeln, sondern zu Knochen! Und als er es tat, reagierten sie als Beweis, dass sie hören und gehorchen konnten. Danach folgten sogar die Sehnen und das Fleisch und bildeten sich wieder zurück. Wie konnte Fleisch, das zerfallen war, zurückkommen? Wiederum: Nichts, was erschaffen wurde, ist wirklich verschwunden; es verändert nur seine Form in kleinere Moleküle und Atome, die wir nicht sehen können. Wenn Gottes Befehl erschallt, werden sie neu geformt. Hesekiel prophezeite sogar über dem Atem der trockenen Gebeine, ihrem Geist (wenn man aus dem Original übersetzt), und auch er gehorchte und kam zurück. Woher wussten die Gebeine nach so langer Zeit, wie sie sich zusammensetzen sollten? Anscheinend haben geschaffene Dinge ein Gedächtnis, genauso wie wir eines haben.
Auf dem Gelände einer Gesundheitsklinik in Mexiko wurde ein organischer Garten angelegt und normal gepflegt. Der Besitzer sagte den Gärtnern aber, sie sollten nur den Pflanzen in der einen Hälfte des Gartens viel Liebe, Pflege und Aufmerksamkeit entgegenbringen. Am Ende der Saison hatte der Garten, der freundlich behandelt wurde, doppelt so viel produziert wie die andere Hälfte.
In einem anderen Experiment an derselben Klinik wuchsen vor dem Fenster eines Mannes zwei Bäume. Auf den einen Baum projizierte der Mann Hass und Zorn, während er dem anderen Liebe entgegenbrachte. In sechs Wochen verkümmerte der Baum, der Hass und Zorn abbekommen hatte, und starb beinahe; der andere Baum dagegen gedieh prächtig. Die Schöpfung reagiert auf das, was Menschen sagen und tun.10
