John Sinclair 1656 - Jason Dark - E-Book

John Sinclair 1656 E-Book

Jason Dark

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Beschreibung

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009!

"Ich bin der Tod!", sagte Salome.

"Und ich der Teufel!", fügte Kevin hinzu.

Beide lachten und klatschten sich ab. Danach sprachen sie synchron weiter.

"Gemeinsam bringen wir die Hölle ..."

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

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Seitenzahl: 137

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhalt

CoverJohn Sinclair – Die SerieÜber dieses BuchÜber den AutorImpressumZwei wie Tod und TeufelVorschau

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Zwei wie Tod und Teufel

»Ich bin der Tod!«, sagte Salome.

»Und ich der Teufel!«, fügte Kevin hinzu.

Beide lachten und klatschten sich ab. Danach sprachen sie synchron weiter. »Gemeinsam bringen wir die Hölle …«

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabeder beim Bastei Verlag erschienenen RomanheftausgabeBastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG© 2015 by Bastei Lübbe AG, KölnVerlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian MarzinVerantwortlich für den InhaltE-Book-Produktion:Jouve

ISBN 978-3-8387-4427-8

www.bastei-entertainment.dewww.lesejury.dewww.bastei.de

Zwei wie Tod und Teufel

»Ich bin der Tod!«, sagte Salome.

»Und ich der Teufel!«, fügte Kevin hinzu.

Beide lachten und klatschten sich ab. Danach sprachen sie synchron weiter.

»Gemeinsam bringen wir die Hölle.«

Das oberste Deck des Parkhauses lag im Freien und war damit der rauen Witterung schutzlos ausgeliefert. In diesem Winter hatte das Klima brutal zugeschlagen, und es war zu einem ständigen Wechsel gekommen, der keinem gefallen konnte.

Schnee, Frost, Tauwetter. Dann der erneute Schnee, der die Stadt und das Land zum Beginn des Jahres in wahren Massen überschüttete, als wollte er alles Leben ersticken.

In London hatten die Menschen und die Maschinen gegen den Schnee angekämpft und nur Teilsiege errungen, weil immer wieder Nachschub aus den grauen Wolken fiel.

Zwar kam der Verkehr nicht völlig zum Erliegen, aber alles in der Stadt schob sich im Zeitlupentempo weiter. Zu machen war nichts. Die Menschen mussten sich daran gewöhnen, ob sie wollten oder nicht.

Der flache BMW Z4 hatte ebenfalls seine Probleme, das Ziel zu erreichen, wobei ihm zwei Streuwagen mehr Ärger bereitet hatten als die Fahrbahn selbst.

Im Wagen saßen der Tod und der Teufel!

Beide waren voll drauf, denn diese Nacht war eine besondere. Da würden sie Zeichen setzen, die man nicht übersehen konnte. Die Menschen in der Stadt sollten erleben, wer der Teufel und wer der Tod waren.

Der Teufel – Kevin – fuhr. Sein Gesicht sah aus wie von einer dünnen Betonschicht übergossen. Die Finger der kräftigen Hände hielten das Lenkrad fest, und auf seinen Lippen lag ein Lächeln, das wie festgeleimt wirkte.

Kein Streuwagen konnte überholt werden, was auch nicht mehr nötig war, denn die Zufahrt zum Parkhaus war erleuchtet. Das Zeichen schimmerte selbst durch die dünne Schneedecke.

Kevin lenkte den Wagen nach rechts. Er und Salome wurden in die Gurte gepresst. Für einen Moment hatte es den Anschein, als würde der Wagen aus der Spur gleiten, aber der Fahrer fing ihn wieder ab, und das Grinsen wurde dabei noch breiter.

Vor dem Schlagbaum musste er stoppen. Er zog die Karte und schaute zu, wie das Hindernis in die Höhe glitt, sodass sie freie Fahrt hatten.

Kevin gab Gas!

Das Protestieren der Reifen war zu hören, als sie anfuhren. Sie wussten, dass sie nach ganz oben mussten. Da gab es kein langes Suchen, sie mussten nur über die Serpentine rollen und dort stoppen, wo sie auf das letzte Parkdeck führte.

In der Stadt gab es eigentlich nie leere Parkhäuser. Das war in diesem Fall anders. Bei einem solchen Wetter gab es in jeder Etage genug freie Plätze.

Salome saß neben Kevin und sagte kein Wort. Der Ledermantel schmiegte sich eng um ihren Körper, und quer über ihren Knien lag der Gegenstand, auf den sie sich verließ, und den sie perfekt handhaben konnte.

Es war eine archaische Waffe. Ein Schwert mit dünner Klinge und höllisch scharf.

Auch Salomes Gesicht zeigte keine Regung. Die Augen bewegte sie ebenfalls nicht. Sie lagen wie kleine Glaskugeln in den Höhlen und wurden von zwei dunklen Brauen beschattet.

Kevin raste hoch. Er forderte seinem Wagen alles ab. Höher und höher ging es. Beide hatten die Decks nicht nachgezählt. Sie wussten nur, dass sie bis nach ganz oben mussten, denn dort lag der Treffpunkt.

Die Welt um sie herum schien sich in einen Kreisel zu verwandeln, bis sie das oberste Parkdeck erreichten und dort wieder ins Freie fuhren. Die Kälte hatte hier ihre Zeichen hinterlassen, die sogar sehr sichtbar waren. An verschiedenen Stellen auf dem Boden hatten sich Eisinseln gebildet. Ihre Oberflächen schimmerten wie helle Spiegel, wenn das kalte Licht der Scheinwerfer über sie hinweg glitt. Ein Auto war hier nicht zu sehen, nur manchmal die Streifen der leeren Parktaschen, von denen sie sich eine aussuchen konnten.

Sie wollten den Wagen an einer bestimmten Stelle abstellen. Direkt an einer kniehohen Mauer, über der sogar noch ein halbes Schutzdach lag. Das brachte einen Vorteil. So stand der Wagen im Dunkeln und konnte so leicht nicht gesehen werden.

Rückwärts rangierte Kevin ihn so nahe an die Mauer heran, bis er zufrieden war. Dann stellte er den Motor ab und warf Salome einen Blick zu, bevor er fragte: »Zufrieden?«

»Mit uns ja«, erwiderte sie spröde.

»Was heißt das?«

Sie hob kurz die Schultern. »Na ja, unsere besonderen Freunde sind wohl noch nicht da.«

»Hast du das denn erwartet?«

»Irgendwie schon.«

»Abwarten.«

Salome lachte kurz und trocken auf. Dabei glitten die Finger spielerisch über die Klinge.

»Denk immer daran, wie durchtrieben sie sind. Sie könnten längst hier sein. Nur haben wir sie nicht zu Gesicht bekommen. Die Dunkelheit ist auf ihrer Seite. Die gibt ihnen eine perfekte Deckung.«

Kevin nickte nur. Er wusste, was seine Partnerin meinte. Die Männer, die sie hier treffen wollten, gehörten nicht zu denen, die Spaß verstanden. Für sie ging es nur ums Geschäft, auch wenn es rau und grausam war.

Der Mann ließ seine Blicke wandern. Sie glitten über die leere Parkfläche mit den vereisten Stellen. Nahe der Mauern war das Eis geschmolzen. Einige Papierfetzen klebten am Boden fest. Zu hören war nichts. Auch nicht die Geräusche des Windes, die hier oben immer zu spüren waren.

Kevin warf der Frau einen knappen Blick zu. Dabei dachte er über Salome nach. Seit einem halben Jahr kannten sie sich. Sie waren verrückt aufeinander gewesen. Sie hatten sich wild und zügellos geliebt und das in einem heißen Sommer auf einer griechischen Insel. Es war der Wahnsinn gewesen.

Seit dieser Zeit glaubte Kevin an ein Schicksal. Es hatte sie beide gepackt. Skrupel kannten sie nicht. Die hatte sich Kevin abgewöhnt, als er sich einer Söldnertruppe angeschlossen hatte, die im Kongo kämpfte und so viele Leichen hinter sich gelassen hatte, dass sie kaum zu zählen waren. Der Job war verdammt gut bezahlt worden. Nach einem Jahr hatte sich Kevin zurückgezogen, um sich mit dem Verdienst in den nächsten beiden Jahren ein gutes Leben zu machen. Auf dieser griechischen Insel.

Ja, und dann war sie gekommen.

Salome. Ein Name, der Zeichen setzte. Eine Frau, die von einem Geheimnis umgeben war, von dem sie nie gesprochen hatte. Für Kevin war es zu spüren gewesen, doch er hatte sich nie getraut, danach zu fragen.

Wenn sie Sex gehabt hatten, da war das Tier in ihr freigelassen worden, ansonsten aber gab sie sich kalt und manchmal sogar abweisend. Und jetzt hatte sie seinen Blick bemerkt und stellte eine Frage, die genau zutraf.

»Du denkst über mich nach?«

»Irgendwie schon.«

»Lass es lieber.«

»Ha, warum denn?«

»Es ist besser so.« Mehr sagte sie nicht. Damit war für sie das Thema erledigt.

Sie schaute wieder nach vorn, um die Parkfläche genau unter Kontrolle zu halten. Noch bewegte sich da nichts. Sie blieb leer, aber das würde nicht immer so bleiben. Es waren noch zwei Minuten bis zu der vereinbarten Zeit.

Und sie würden kommen, das stand fest. Sie waren einfach gierig.

In London kannte man sie in gewissen Kreisen. Da galten sie als grausam und chic. Typen, die alles machten, die vor nichts zurückschreckten. Die immer darauf aus waren, den Kick zu erleben, um die Langeweile des Lebens zu vertreiben.

Die Falle war gestellt. Der Käse lag bereit. Jetzt musste die Maus nur kommen, um ihn zu fressen. Ihnen war das absolut Neue versprochen worden, ohne dass auf Einzelheiten eingegangen worden war.

Kevin ließ das Fenster ein Stück nach unten fahren. Er war sich nicht sicher, aber er glaubte, ein Geräusch gehört zu haben, das eine bestimmte Botschaft brachte.

Bevor er sich darauf einstellen konnte, hörte er bereits die Stimme seiner Partnerin.

»Sie kommen!«

Er musste nicht mehr fragen, ob sie sich da sicher war, er hörte bereits das Dröhnen eines Automotors. Erste Echos rollten über das Parkdeck. In wenigen Sekunden würde das Licht der Scheinwerfer erscheinen und über die leere Fläche huschen.

Kevin verspürte wieder das kalte Gefühl auf seinem Rücken, das ihm nicht unbekannt war. Er kannte es aus seinen früheren Einsätzen. Es stellte sich immer dann ein, wenn es bald losging.

Reifen radierten über den Boden und verursachten Geräusche, die beinahe in den Ohren schmerzten. Noch eine Kurve, dann hatte der Wagen das Ziel erreicht.

Und schon floss das helle Licht über das Parkdeck hinweg. Einen Moment später war das Fahrzeug zu sehen. Ein Geländewagen der Marke Volvo. Pechschwarz und mit zwei hellen Glotzaugen versehen, die genau in die Richtung des parkenden BMW leuchteten.

Kevin knurrte. Es gefiel ihm nicht, dass er geblendet wurde.

Es dauerte nicht lange. Gleich darauf sank das Licht wieder in sich zusammen, und die Dunkelheit konnte sich ausbreiten.

»Und jetzt?«, fragte Kevin.

»Warten wir, was sie unternehmen werden.«

»Freunde sind es nicht.«

Salome nickte. »Ich weiß. Sie sehen zwar aus wie Menschen, aber man kann Zweifel bekommen, ob sie es tatsächlich sind.«

»Was könnten sie denn dann sein?«

»Wir werden es sehen.«

»Du weißt es.«

Sie lächelte knapp. »Das kann sein.«

»Und woher kennst du sie?«

»Vielleicht von früher.«

Die Antworten gefielen Kevin nicht, doch er wagte nicht, sich darüber zu beschweren. Er akzeptierte Salome als seinen weiblichen Boss.

Das gegenseitige Belauern hielt an. Niemand schien den Anfang machen zu wollen, aber Salome hatte bereits nach dem Türgriff gefasst und war drauf und dran, den Schlag zu öffnen.

»Du hältst mir den Rücken frei. Okay?«

»Ja. Dazu werde ich aussteigen müssen. Ich kann schlecht aus dem Fenster schießen und dabei genau zielen.«

»Einverstanden, aber zeig deine Waffe nicht zu offen.«

»Und was ist mit deinem Schwert?«

»Mein Problem«, erwiderte sie knapp.

»Okay. Wie du willst.«

Mehr brauchten sie nicht zu sagen.

Salome war bereit. Sie öffnete den Wagenschlag und schob sich ins Freie. Ihr Schwert nahm sie mit, aber sie hielt die Klinge dabei so, dass sie nicht so leicht entdeckt werden konnte. Die rechte Hand mit der Waffe hatte sie eng gegen ihren Körper gedrückt.

Langsam richtete sie sich neben dem Wagen auf.

Erst jetzt reagierte auch die andere Seite. Zwei Türen des wartenden Geländewagens öffneten sich.

Zwei Männer stiegen aus. Der eine an der Beifahrerseite, der andere verließ den Fond des Fahrzeugs.

Das alles geschah sehr schnell.

Zugleich wurden die Türen an den beiden Fahrzeugen zugeschlagen. Dann begann das große Warten. Das Lauern der einen Seite auf die Reaktion der anderen.

Auf dem Parkdeck war es nicht hell. Einfach nur kalt und windig. Die beiden Männer waren trotzdem recht gut zu erkennen. Sie waren groß und kräftig. Sie trugen lange Fellmäntel, die ihnen fast bis zu den Knöcheln reichten. Kein Mantel war geschlossen. Trotzdem konnten unter ihnen Waffen versteckt sein, an die sie schnell herankommen würden. Noch taten sie es nicht. Das gegenseitige Belauern setzte sich fort, und Kevin blieb noch im Wagen zurück. Er hatte nur seine Schnellfeuerpistole gezogen, die auf seinen Knien lag.

Einer der Männer hob die Hand. Es war keine aggressive Geste. Sie entsprach mehr einer Begrüßung, was Salome mit einem knappen Nicken zur Kenntnis nahm.

Es war so etwas wie ein Zeichen, denn in der nächsten Sekunde setzte sie sich in Bewegung. Sie ging mit schleichenden Schritten. Es war kein Laut zu hören, und das Schwert verschmolz mit dem Schatten des langen Mantels. Die andere Seite hätte schon sehr genau hinschauen müssen, um es zu entdecken.

Auch die beiden Männer in den langen Pelzmänteln blieben nicht stehen. Sie schlenderten lässig auf Salome zu, und nichts wies darauf hin, dass sich die Lage radikal verändern würde.

Als hätten sie sich gegenseitig ein Kommando gegeben, blieben sie stehen. Der Raum zwischen ihnen war gerade groß genug, um sich normal zu unterhalten. Da musste niemand schreien.

»Du hast dein Versprechen gehalten.«

Salome nickte. »Du auch.« Sie hatte einen raschen Blick in das Gesicht des Mannes geworfen, das um die Mundpartie Ähnlichkeit mit dem einer Raubkatze aufwies. Nase, Mund und Kinn waren vorgeschoben, im Gegensatz zur fliehenden Stirn. Das senffarbene Haar hatte der Mann nach hinten gekämmt. Im Nacken wurde es dann von einer Klammer gehalten.

Der Zweite hätte, was das Outfit anging, fast ein Zwillingsbruder sein können. Nur war er fast um einen halben Kopf kleiner.

Der dritte Mann hockte im Wagen. Er war nicht zu sehen. Die Scheiben sahen aus wie mit schwarzer Farbe angemalt.

»Wie geht es dir, Salome?«

»Sehr gut.«

»Das glaube ich dir nicht.«

»Warum sollte ich lügen?«

»Weil du etwas vermisst.«

»Und was sollte ich vermissen, Katz?«

»Dein wirkliches Leben. Deinen Kontakt.«

»Den brauche ich nicht.«

»Bist du sicher?«

»Sonst hätte ich es nicht gesagt.«

Beide kannten sich, beide standen sich gegenüber. Aber sie wirkten nicht wie die besten Freunde. Es sah mehr danach aus, als würden sie sich gegenseitig belauern.

Katz hob die Schultern. »Warum stellst du dich so an? Wir haben eine Vergangenheit, die uns nicht loslässt. Sie wird uns immer begleiten. Dagegen kannst du dich nicht wehren.«

»Das ist vorbei, Katz.«

»Für dich schon, das sehe ich. Du hast dir sogar einen Partner an die Seite geholt. Weiß er, was tatsächlich hinter dir steckt? Hast du ihm alles erzählt?«

»Ich gefalle ihm, das reicht.«

Katz verzog seine schmalen Lippen zu einem Grinsen. »Trotzdem gehörst du zu uns.«

»Nein, ich gehöre nur mir selbst. Ich bin der Tod, Katz. Ich kann meinen eigenen Weg gehen und werde das auch tun. Und es wird mich niemand aufhalten. Auch du nicht!«

»Sicher?«, höhnte er.

»Ja. Völlig sicher. Ich habe mich an gewisse Dinge gewöhnt und will das Zurückliegende vergessen. Mehr kann ich dir nicht sagen. Wir sind damals zusammen gewesen, aber das ist vorbei. Jeder ist seinen eigenen Weg gegangen. Du hast dich auf eine bestimmte Seite gestellt, und ich habe das ebenfalls getan. So ist das Leben. Es ist schön, dass ich dich noch mal gesehen habe, aber das reicht auch.«

»Du wolltest es.«

»Ja. Nachdem ich erfahren habe, dass es dich noch gibt. Belasse es dabei. Es ist besser für uns alle.« Sie nickte dem Mann zu und drehte sich um, weil sie wieder auf den Wagen zugehen wollte.

Genau drei Schritte kam sie weit. Dann hörte sie die Stimme des Mannes.

»He, Salome!«

Sie blieb stehen, nachdem sie zuvor Kevin einen Blick zugeworfen hatte, der ihn warnte und zugleich sagte, dass er sich bereit halten sollte.

Sehr gemächlich drehte sie sich um. »Was hast du denn noch, Katz? Reicht es nicht?«

»Nein.« Er breitete die Arme aus. »Ich will nicht, dass wir so auseinandergehen.«

»Und was stört dich daran?«

»Du gehörst zu uns. Das ist alles. Nicht mehr und nicht weniger. Klar?«

Salome verdrehte die Augen. »Warum gibst du dich nicht damit zufrieden, wie alles gekommen ist?«

Er lachte. »Bist du noch immer der Tod? So hast du dich doch genannt.«

»Ja, das bin ich.«

»Dann beweise es.«

Salome rührte sich nicht. Sie stand auf dem Fleck und holte durch die Nase Luft. Ihren Blick konnte man als eisig bezeichnen. Mit spröder Stimme fragte sie: »Was willst du?«

»Es wissen!«

»Was genau?«

»Ob du noch immer der Tod bist.«

»Darauf kannst du dich verlassen.«

»Dann beweise es!« Er hatte noch nicht ganz zu Ende gesprochen, als er bereits reagierte, unter seinen Fellmantel griff und eine Peitsche hervorholte. Sein Kumpan, der sich bisher nicht bewegt hatte, sprang zur Seite, um Katz Platz zu machen.

Der lachte schallend und sagte mit lauter Stimme: »Ich wollte schon immer beweisen, dass ich stärker als der Tod bin.«