John Sinclair 1677 - Jason Dark - E-Book

John Sinclair 1677 E-Book

Jason Dark

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Beschreibung

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009!

Sie hießen Alexa und Naomi. Beide verdienten ihr Geld als Stripperinnen. Bis eines Tages ihr Chef sie ansprach und fragte, ob sie nicht für jemand Besonderen tanzen wollten.

Sie stimmten zu. Und damit gerieten sie in einen höllischen Reigen, denn es war ein Strippen für den Teufel angesagt.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

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EPUB
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Seitenzahl: 132

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhalt

CoverJohn Sinclair – Die SerieÜber dieses BuchÜber den AutorImpressumStrippen für den TeufelVorschau

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Strippen für den Teufel

Sie hießen Alexa und Naomi. Beide verdienten ihr Geld als Stripperinnen. Bis eines Tages ihr Chef sie ansprach und fragte, ob sie nicht für jemand Besonderen tanzen wollten.

Sie stimmten zu. Und damit gerieten sie in einen höllischen Reigen, denn es war ein Strippen für den Teufel angesagt.

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabeder beim Bastei Verlag erschienenen RomanheftausgabeBastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG© 2015 by Bastei Lübbe AG, KölnVerlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian MarzinVerantwortlich für den InhaltE-Book-Produktion:Jouve

ISBN 978-3-8387-4448-3

www.bastei-entertainment.dewww.lesejury.dewww.bastei.de

Strippen für den Teufel

»Ich habe Angst«, flüsterte Alexa.

»Na und?«

»Du nicht?«

Naomi lachte. »So gut wie nicht …«

»Aber etwas doch, oder?« Alexa hielt ihre Freundin und Kollegin am Arm fest.

Naomi stöhnte leise auf. »Wenn du so willst, habe ich auch Angst. Das gehört dazu. Ich denke aber mehr an die Kohle, die wir bekommen. Außerdem ist es unser Job, zu strippen.«

Das musste Alexa zugeben, was sie auch widerwillig tat. Ein Gegenargument fiel ihr trotzdem ein. »So etwas wie heute haben wir noch nie zuvor gemacht, das weißt du.«

»Klar. Eine private Vorstellung. Ich weiß ja nicht, ob nur einer zuschaut oder ob sich jemand Gäste eingeladen hat. Noch mal, Alexa, denk an die Kohle. Mehr kann ich dazu nicht sagen.«

»Du hast recht.« Alexa drückte sich an ihre Kollegin. »Es kann auch an der Umgebung liegen, in der wir uns befinden. Du verstehst, was ich meine.«

Naomi antwortete nicht. Innerlich gab sie Alexa recht. Das war schon komisch und sie dachte daran, wie sie hergebracht worden waren. Man hatte sie abgeholt und in einen dunklen Wagen verfrachtet. Wie eine Ladung hinten auf der Ladefläche. Licht war nur durch schmale Öffnungen in der Plane gedrungen.

Wohin sie gebracht worden waren, wussten sie nicht. Die Reise hatte ihren Schätzungen nach mehr als eine halbe Stunde gedauert. Sie gingen allerdings davon aus, dass sie sich noch in London befanden, obwohl die Verkehrsgeräusche später weniger geworden und jetzt gar nicht mehr vorhanden waren. Es konnte auch an der Zeit liegen, denn inzwischen war die Dunkelheit angebrochen. Da hatte die Nacht das Zepter übernommen.

Nach dem Aussteigen hatten sie sich in einer erhellten und ziemlich großen Garage befunden. Sie hatten sie dann verlassen und waren durch einen nur kaum erhellten Flur gegangen, bis zu dem dunklen Ziel, in dem sie nun standen und warten sollten, wie man es ihnen regelrecht befohlen hatte.

Sie sahen nichts. Es war wirklich finster, aber sie froren nicht, denn es herrschte eine ungewöhnliche Schwüle. So spielte es auch keine Rolle, dass sie unter den Mänteln so gut wie nichts trugen, das hatte man den beiden Stripperinnen schon klargemacht.

Wie ging es weiter?

Beide stellten sich die Frage, ohne miteinander darüber zu diskutierten. Sie mussten warten, bis jemand kam und ihnen weitre Anordnungen gab.

Naomi wollte locker sein und fragte mit leiser Stimme: »Hast du schon mal im Dunkeln gestrippt?«

»Ha. Muss ich jetzt lachen?«

»War nur eine Frage.«

»Habe ich nicht.«

»Wäre doch mal was Neues.«

»Unsinn. Das ist doch pervers.« Alexa holte erst mal Luft. »Ich sage dir, dass dies alles nicht normal ist, und ich habe kein gutes Gefühl dabei.«

Naomi gab keine Antwort. Wenn sie ehrlich gegen sich selbst war, traf das bei ihr ebenfalls zu, aber darüber wollte sie nicht weiter reden. Es kam ihr darauf an, dass es endlich weiterging. Sie waren ja nicht hergekommen, um in der Dunkelheit zu warten. Hier sollte es ein Event geben, in dessen Mittelpunkt sie sich befanden oder sogar der Höhepunkt waren.

Aber wie sah ihre Umgebung aus? Sie wussten es nicht. Sie hatten nichts sehen können. Es war auch nichts zu ahnen. Es gab keine Gerüche und sie hatten auch nicht gewagt, sich vorzutasten, um die nähere Umgebung zu erkunden.

Alexa stieß ihre Freundin an. »Hast du vielleicht ein Feuerzeug oder Streichhölzer?«

Naomi klopfte die Manteltaschen ab. »Sorry, habe ich leider nicht. Nicht im Mantel.«

»Ich auch nicht.«

»Dann warten wir eben.«

»Okay.«

In den folgenden Sekunden schwiegen sie, bis Alexa sagte: »Die Tür ist hinter uns, das ist klar. Wie wäre es denn, wenn wir versuchen, wieder zu verschwinden?«

»Ist das dein Ernst?«

»Sonst hätte ich es nicht gesagt.«

Naomi überlegte. Die Idee war gar nicht mal so übel. Es stellte sich nur die Frage, ob sie auch durchsetzbar war. Sie wussten, dass sie sich nicht allein im Haus befanden. Man hatte sie engagiert, sie hatten einen Vorschuss erhalten. Wenn sie jetzt zu fliehen versuchten, war das gegen alle Spielregeln. Das konnten sie sich nicht leisten, und diejenigen, die sie engagiert hatten, waren Typen, die keinen Spaß verstanden. Dafür hatte Naomi einen Blick.

»Was meinst du denn?«

»Nein!«, sagte Naomi. »Das können wir auf keinen Fall riskieren. Das wäre zu gefährlich. Die Typen machen Hackfleisch aus uns. Hast du sie dir nicht angesehen?«

»Nein«, gab Alexa zu, »nicht genau.«

»Hättest du aber sollen. Schon allein ein Blick in ihre Augen hat mir ausgereicht. Da habe ich keine Freundlichkeit gelesen. Die Blicke waren hart und kalt.«

»Okay«, flüsterte Alexa. »War auch nur ein Gedanke. Dann warten wir eben noch.«

Naomi lachte. »Bleibt uns denn etwas anderes übrig?«

»Stimmt auch wieder.«

Es war leicht, in der Dunkelheit das Gefühl für Zeit zu verlieren. Das erging auch den beiden jungen Frauen so. Sie konnten nicht mal schätzen, wie lange sie in dieser Finsternis gestanden und sich auf die Gerüche konzentriert hatten, die doch vorhanden waren. Leider konnten sie damit nichts anfangen. Es roch nicht frisch. Was sich hier unten zusammenballte, war schon etwas Besonderes und alles andere als angenehm.

»Dann warten wir eben«, murmelte Alexa.

»Klar.«

Es wurde wieder still zwischen ihnen. In ihrer Nähe war nichts zu hören und auch nicht außerhalb des Raums. Sie schienen aus der normalen Welt entrissen worden zu sein und standen jetzt irgendwo in einem Vakuum.

Aber das blieb nicht so.

Niemand hielt sich in ihrer Nähe auf, trotzdem erlebten sie, dass es heller wurde. Ein Licht ging an, nein, es waren mehrere Lichter, die über ihren Köpfen und unter der Decke angeknipst worden waren. Keine Strahler, die sie blendeten, es war ein rötliches Licht, das ihnen nicht fremd war, weil sie es aus den zahlreichen Bars und Klubs kannten, in denen sie aufgetreten waren.

Hatten die beiden Stripperinnen bisher dicht beisammen gestanden, so änderte sich dies jetzt. Sie gingen voneinander weg, um zur Decke zu schauen, wo sechs Strahler das rötliche Licht im gesamten Raum verteilten. Die Dunkelheit war nur an den Stellen zurückgeblieben, die nicht so wichtig waren.

Am Wichtigsten aber war der Ort, der dem Eingang direkt gegenüberlag.

Davor bildeten drei Strahler oben an der Decke eine Reihe, damit sie das zeigen konnten, was man als Arbeitsplatz für die beiden Stripperinnen ansehen konnte.

Naomi musste lachen. »He, das kann ich fast nicht glauben. Das ist ja verrückt.«

Alexa sagte nichts. Sie nickte nur. Den Blick konnte sie nicht von der kleinen Bühne lösen, obwohl es dort nicht viel zu sehen gab. Ein Boden, der mit einem roten Tuch bespannt war, und einen dunklen Hintergrund. Es konnte ein Vorhang sein, aber sicher war Alexa sich nicht.

»Was sagst du dazu?«, flüsterte sie Naomi zu.

»Unser Arbeitsplatz. Eine Bühne. Ideal zum Strippen. Zudem haben wir Platz genug.«

»Ohne Zuschauer?«

»Die können ja noch kommen.«

»Hier gibt es keine Stühle und Tische.«

Naomi verdrehte die Augen. »Meine Güte, was willst du denn? Ob Stühle oder nicht, das ist unser Job. Mir ist es doch egal, ob sie glotzen oder nicht, ich mache meinen Job, verstehst du?«

»Schon.« Alexa hüstelte. »Aber komisch ist das schon, muss ich dir sagen.«

»Das juckt mich nicht.«

Sekundenlang waren die beiden still, bis sie plötzlich über ihren Köpfen ein Knistern hörten, als gäbe es dort elektrische Entladungen. Sie schauten in die Höhe, ohne etwas zu sehen, was auch nicht nötig war, denn plötzlich hörten sie die Männerstimme, die kalt und nüchtern klang.

»Willkommen, ihr zwei.«

Alexa stand starr. Naomi reagierte anders. Sie hob die Arme an und winkte. »He, wo immer du dich aufhältst, ist das hier denn alles okay? Oder nicht?«

»Keine Sorge, Süße, es ist alles im grünen Bereich.«

»Und hier sollen wir strippen?«

»Dafür werdet ihr bezahlt. Die Bühne steht bereit.«

»Klar, haben wir gesehen.« Naomi versuchte, sich sicherer zu geben, als sie es wirklich war. »Es ist nur so, wir sind es gewohnt, vor Publikum zu strippen. Das ist hier wohl nicht der Fall. Oder werden noch Zuschauer kommen?«

»Nein.«

»He, Mann, dann sieht uns keiner?«

»So ist es.«

»Das ist aber schade. Wir haben nämlich was zu bieten, auf das die Kerle scharf sind und …«

»Rede nicht herum.«

»Schon gut.«

Die Stimme war wieder zu hören. »Ich kann euch beruhigen. Ihr werdet hier zwar nicht vor einem Publikum strippen, doch keine Sorge, ihr zieht euch nicht umsonst aus. Es ist schon jemand da, der euch beobachten wird.«

»Na gut.«

»Und wer ist es?«, fragte Alexa.

Zuerst hörten sie ein Lachen, danach erst die Antwort.

»I hr werdet für den Teufel strippen …«

*

Es war eine Antwort, die bei den zwei Frauen einschlug wie eine Bombe. Damit hatten sie nicht rechnen können. Daran hätten sie nicht einmal in ihren schlimmsten Albträumen gedacht. Das war so unwahrscheinlich, dass man darüber nur den Kopf schütteln konnte – oder lachen.

Nach beiden war ihnen nicht zumute. Weder Alexa noch Naomi waren fähig, eine Antwort zu geben. Nicht ein einziges Wort drang über ihre Lippen. Sie blickten sich nur an und ließen die Umgebung nicht aus den Augen, als suchten sie den Teufel, der sich irgendwo an den dunklen Stellen verborgen hielt.

»Sag was, Naomi.«

Die junge Frau mit den braunen, rückenlangen Haaren hob nur die Schultern. Sie wusste beim besten Willen nicht, was sie sagen sollte. Es kam nicht oft vor, dass sie wie vor den Kopf geschlagen war und es ihr die Sprache verschlagen hatte, in diesem Fall allerdings war das so. Sie konnte nicht reden.

»Was ist?«

Die Frage der harten Männerstimme riss beide Frauen aus ihrer Lethargie. Jetzt hatte Naomi den Mut gefunden, etwas zu sagen. Sie hob sogar den rechten Arm und wies gegen die Decke.

»Haben wir richtig gehört, wir – wir …«, verdammt, sie bekam das Zittern aus ihrer Stimme nicht weg, »… wir sollen für den Teufel strippen?«

»Ich sagte es euch bereits.«

»Den gibt es doch nicht!«

Nach einer kurzen Pause war wieder die Stimme zu hören, und in ihr schwang ein lauernder Unterton mit.

»Seid ihr euch da sicher?«

Naomi spürte, dass sie unter dem Mantel schwitzte. »Ja, ja. Nein, ich meine …«

»Was denn nun?«

Sie hob die Schultern an und ließ sie wieder sinken. »Keine Ahnung, echt nicht.« Sie blies den Atem aus. »Damit habe ich mich noch nicht beschäftigt.«

»Dann wird es eben Zeit. Der Teufel mag schöne Körper. Körper, die zu Frauen gehören, die verdorben sind, die sich ihm hingeben, die mit ihm kopulieren und …«

»Das sind ja Hexen!« Den Satz hatte Alexa nicht mehr zurückhalten können. Kaum dass sie ihn ausgesprochen hatte, bereute sie ihn schon wieder und presste ihre Hand gegen die Lippen.

Beide hörten das Lachen, bevor wieder gesprochen wurde. »Das mag sein. Aber ihr müsst keine Sorge haben, ihr werdet zu keinen Hexen, ihr bleibt die Frauen, die ihr seid, aber ihr werdet in Zukunft einen neuen Boss haben. Er ist schon geil auf euch. Er wartet. Er wird es mit euch treiben.«

Naomi und Alexa schauten sich an. Sie pressten die Lippen zusammen und jede sah, dass die Angst bei ihnen die Überhand gewonnen hatte, denn so etwas zu erleben war ungeheuerlich und auch unglaublich. Das hätten sie sich vor zwei Tagen noch nicht vorstellen können.

Jetzt lagen die Dinge anders. Was war der Teufel denn bisher für sie gewesen? Ein abstraktes Gebilde. Nicht mehr und nicht weniger. Doch nun war er so nah, obwohl sie ihn nicht sahen, denn der Sprecher konnte nicht der Teufel sein.

Beide starrten auf die dunkle Bühne. Dort war auch nichts zu sehen. Dennoch hatten sie Angst davor, dieses Areal zu betreten, und an eine Flucht war nicht zu denken.

Wieder meldete sich die Männerstimme. »Es ist lange genug geredet worden. Fangt an. Macht euren Job!«

Alexa fand den Mut für ein letztes Gegenargument. »Ähm – können wir uns nicht darauf einigen, dass wir den Vorschuss zurückgeben und die ganze Sache abblasen?«

Vor der Antwort hatte sie sich gefürchtet, und das zu Recht, denn die Männerstimme meldete sich sofort.

»Willst du mich verarschen, du kleine Kröte? Ihr habt die Wahl. Wenn ihr euch weigert, werdet ihr sterben. So einfach ist das. Ihr werdet schneller tot sein, als ihr denken könnt. Und niemand wird eure Körper je finden. Also fangt an. Auf die Bühne!«

Naomi und Alexa wussten, dass sie keine Chance mehr hatten, dieser Falle zu entkommen. Sie mussten tun, was man ihnen befohlen hatte, auch wenn es ihnen schlecht ging und bei jeder das Herz bis zum Hals klopfte.

Naomi nickte. Sie brauchte nur zwei Knöpfe des dünnen Mantels zu öffnen, um ihn abstreifen zu können. Mit einem leisen Rascheln fiel er zu Boden.

Darunter trug sie ein Nichts von einem Dreieck als Höschen, und die Silikonbrüste wurden vom seidigen Stoff eines Neckholders gehalten. Das braune, rückenlange Haar war nach hinten gekämmt und ließ die Ohren frei.

Dann war Alexa an der Reihe. Auch sie knöpfte ihren Mantel auf und ließ ihn zu Boden sinken. Ein durchsichtiges Nichts an Slip bedeckte ihre Scham, über ihrer Brust hing ein orangefarbenes Top, das von zwei dünnen Trägern gehalten wurde und den beiden Brüsten schon jetzt einen gewissen Freiraum ließ.

Es war warm, es war schwül. Trotzdem froren die beiden Stripperinnen. Es lag an ihrer tiefen Angst, dass sie so reagierten.

Sie brauchten sich nicht der Bühne zuzuwenden, sie schauten auf sie und erneut war kein Licht zu sehen. Beide glaubten nicht, dass sie sich im Dunkeln völlig ausziehen würden. So etwas würde selbst der Höllenherrscher nicht akzeptieren.

Die Bühne lag nur um eine Idee höher. Eine breite Stufe mussten sie hochgehen, dann hatten sie ihren Arbeitsplatz erreicht. Als sie losgingen, fassten sie sich an den Händen, als wollten sie sich gegenseitig Mut machen.

Es waren nur ein paar wenige Schritte. Je näher sie der Bühne kamen, umso mehr veränderte sich das Bild, denn die Finsternis verschwand und auch dahinter breitete sich Licht aus. Es war düster, mehr schwarz als hell, und doch reichte es aus, um die Gegenstände zu erkennen, die sich auf dem Bühnenboden verteilten. Es waren bleiche Totenschädel, und die Frauen gingen davon aus, dass es sich nicht um Nachbildungen handelte.

Sie erschauderten.

»Was soll das noch geben?«, flüsterte Alexa und ließ die Hand ihrer Freundin los.

»Ich weiß es nicht. Aber wir müssen tun, was man von uns verlangt.«

»Okay. Machen wir den Paralleltanz?«

»Ja.«

»Du rechts, ich links.«

Naomi nickte. »Ja, so wie man es von uns kennt.« Sie musste lachen, doch es hörte sich eher wie ein Schluchzen an.

Alexa sagte nichts mehr. Sie blickte sich um und erkannte, dass die Bühne eine gewisse Tiefe hatte, wobei sie den Eindruck gewann, dass es eine Tiefe ohne Ende war.