John Sinclair 2141 - Horror-Serie - Jason Dark - E-Book

John Sinclair 2141 - Horror-Serie E-Book

Jason Dark

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1,49 €

Beschreibung

Höllenzauber Der Spiegel machte, was er wollte. Zumindest mit mir. Plötzlich befand ich mich in einem anderen Erdteil, in Afrika. Dort war ich ziemlich auf mich allein gestellt, aber zum Glück nahmen mich Menschen auf, bei denen ich wohnen konnte. Ich ahnte nur nicht, dass dies zum Plan eines gewissen Matthias gehörte ...

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 137




Inhalt

Cover

Impressum

Höllenzauber

Briefe aus der Gruft

Vorschau

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige eBook-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

© 2019 by Bastei Lübbe AG, Köln

Programmleiterin Romanhefte: Ute Müller

Verantwortlich für den Inhalt

Titelbild: Timo Wuerz

Datenkonvertierung eBook: César Satz & Grafik GmbH, Köln

ISBN 978-3-7325-8313-3

„Geisterjäger“, „John Sinclair“ und „Geisterjäger John Sinclair“ sind eingetragene Marken der Bastei Lübbe AG. Die dazugehörigen Logos unterliegen urheberrechtlichem Schutz. Die Figur John Sinclair ist eine Schöpfung von Jason Dark.

www.john-sinclair.de

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

www.bastei.de

Höllenzauber

Teil 2

Der erste Löwe sprang. Durch einen Seitenblick konnte ich sehen, was sich dort tat.

Der jagende Löwe hatte ein Zebra gefunden und war so nahe an das Tier herangekommen, dass er zum letzten und entscheidenden Sprung ansetzen konnte.

Er packte zu …

Ich hatte die Geschwindigkeit des Jeeps gedrosselt und bekam das mit, was man sonst nur immer im Fernsehen sieht, wenn die Kulturberichte aus Afrika gesendet werden.

Das Zebra bäumte sich unfreiwillig auf seinen Hinterbeinen auf. Es war der Moment, wo der Löwe auf den Körper seines Opfers fiel und diesen zu Boden schmetterte.

Dann war es mit dem Tier vorbei. Ein Biss reichte aus. Der erwischte die Kehle des Zebras. Es musste nicht leiden, denn es war sofort tot.

Ein paar Mal zuckten noch die Hinterläufe, dann lag es still.

Mir war gar nicht bewusst, dass ich gebremst hatte, um zuzusehen. Ich sah den Staub in der Luft, der sich jetzt langsam senkte und meine Sicht verbesserte.

Der Löwe stillte seinen Hunger. Seine Zähne rissen das Fell auf, um an das dampfende Fleisch zu gelangen. Und schon waren die Fliegen da, auch Aasgeier sah ich, und sicherlich würden bald noch andere Tiere kommen, um mitzuessen.

Mir war das egal. Ich wollte, ich musste weg und ein Ziel finden, denn hier mitten in der Savanne kam ich mir verloren vor. Ich dachte da an eine Farm oder Ähnliches, wo ich zur Ruhe kommen und einige Dinge ins Reine bringen konnte.

Was mir passiert war, das ließ sich kaum erklären. Es war um einen Spiegel gegangen, der von einem Monster beherrscht wurde. Wer in den Spiegel blickte, der hatte das Pech, sich nicht nur selbst zu sehen, sondern auch den Schädel eines grauenhaften Monsters, mit einem breiten Maul und spitzen Zähnen.

Der Spiegel hing im Haus eines Trödelhändlers. Dorthin hatte mich die Spur geführt, und das nur, weil ich meiner Freundin Sheila Conolly einen Gefallen hatte tun wollen.

Eine Bekannte von ihr hatte sich in diesen Trödelladen verirrt und den Spiegel gesehen. Er hatte sich ihr offenbart, aber sie war nicht getötet worden und hatte dem Trödler, der Rasmus hieß, entkommen können.

Diese Grace Hooper hatte sich mit Sheila Conolly in Verbindung gesetzt, weil sie und ihr Mann Bill oft mit Dingen in Berührung gekommen waren, die andere Menschen kaum akzeptieren konnten. So war Sheila Conolly für Grace Hooper genau die richtige Ansprechpartnerin.

Die hatte genau zugehört und eingesehen, dass es ein Fall für mich, John Sinclair, war. Und ich hatte ihr den Gefallen getan und den Trödler besucht.

Es war ein Besuch mit Folgen gewesen. Ich hatte den Spiegel gesehen – und ihn unterschätzt. Er war zugleich der Zugang zu einer anderen Welt oder auch Dimension.

Ich war diese Dimensionsreise angetreten und in Afrika gelandet. Dort hatte ich einen Toten gefunden. Einen Mann, dem man die Kehle aufgerissen hatte. Aber mir war noch ein Fund gelungen, denn neben dem Toten hatte ein Jeep gestanden.

Das war für mich das ideale Fluchtfahrzeug. Es war mir auch gelungen, damit abzuhauen, nun aber war ich genau in diese rasende Zebragruppe geraten und hatte stoppen müssen.

Die Zebras wären nicht so verrückt gewesen, wären sie nicht von den Löwen gejagt worden. Zwei von ihnen hatte ich gesehen. Ob noch mehr folgen würden, wusste ich nicht.

Jetzt aber sah ich nur einen. Er riss noch immer Fleischstücke aus dem Körper des Zebras und musste hin und wieder die großen Geier wegscheuchen.

Der war beschäftigt.

Und der zweite?

Ich wischte erst mal den Schweiß aus meinem Gesicht, denn er war mir auch in die Augen gelaufen, sodass es dort anfing zu brennen.

Jetzt war meine Sicht wieder recht klar, und schon nach Sekunden zuckte ich zusammen, denn da hatte ich den zweiten Löwen entdeckt!

Er stand vor mir und fixierte den Wagen samt Inhalt. Mein Herz schlug plötzlich schneller, der Mund trocknete aus, und ich fing an, schwer zu atmen.

Wieder erinnerte ich mich an die Filmszenen aus der afrikanischen Wildnis. An Löwen und Krokodile, die ihre Beute jagten, und jetzt kam ich mir vor wie ein solches Beuteopfer.

Das Tier stand da und wartete ab. Lauerten. Ich sah auch, wie der Löwe mit der breiten Zunge über sein Maul leckte. Der freute sich bereits auf einen Happen Menschenfleisch.

Ich schluckte. Dann dachte ich nach, was ich unternehmen sollte. Es war nicht einfach. Wenn ich startete, dann würde auch der Löwe loslaufen und bestimmt nicht in eine andere Richtung. Also musste ich erst mal im Wagen bleiben.

Aber das war definitiv keine Dauerlösung. Da würde ich mir was einfallen müssen.

Bisher hatte ich nicht nach hinten in den offenen Jeep sehen können. Das holte ich jetzt nach. Auf der Sitzbanklag eine Staub- oder Sandschicht. Ich sah außerdem einen Koffer und bemerkte, dass da noch etwas auf dem Boden lag.

Ich musste mich etwas zur Seite bewegen, um genauer zu sehen, was es war, und bekam einen Moment später Schnappatmung!

Was ich da sah, das war tatsächlich ein Gewehr. Ich jubelte innerloch, zögerte nicht eine Sekunde und nahm die schwere Waffe an mich.

Mit diesen Waffen kannte ich mich nicht besonders gut aus, aber hier hielt ich eine Repetierbüchse in der Hand. Ein Mehrlader und Magazingewehr.

Das war perfekt. Wenn das Magazin jetzt auch noch geladen war, hatte ich eine Waffe, um mich zu verteidigen, es sah also nicht schlecht aus. Ich sah nach und nickte zufrieden. Ja, das Magazin war mit Kugeln gefüllt.

Und jetzt?

Es war eine Frage, die ich noch nicht beantworten konnte. Ich wartete ab. Komischerweise lief der Löwe nicht dorthin, wo sein Artgenosse die Beute auffraß. Er schien keinen Hunger zu haben oder hatte sich auf eine andere Mahlzeit spezialisiert. Eine, die zwei Beine, einen Kopf und zwei Arme hatte …

Da stand nur ich auf dem Speiseplan. Nur würde ich dafür sorgen, dass ich unverdaulich war, aber so weit war es noch nicht. Wir hielten uns beide unter Beobachtung. Jeder wartete darauf, dass der Andere etwas tat.

Das geschah nicht.

Also weiter warten.

Es wurde ein Nervenspiel für mich.

Dem Löwen ging es gut. Er umleckte wieder sein Maul, dann hörte ich ihn husten, jedenfalls klang das Geräusch so, und einige Sekunden später setzte er sich in Bewegung.

Er lief die ersten Schritte auf den Jeep zu. Seine Bewegungen sahen nicht unbedingt geschmeidig aus. Auf mich wirkten sie mehr tapsig.

Das hörte auf. Denn nach wenigen Schritten spannte sich sein Körper. Jetzt wusste ich, dass er mich tatsächlich aufs Korn genommen hatte. Er roch mich, und er wollte die Beute so nah wie möglich bei sich und bei seinen Zähnen haben.

Sollte er!

In mir verteilte sich das Gefühl der Gelassenheit. Noch war er recht weit entfernt. Er ging wieder langsam, was irgendwie auf mich tapsig wirkte. Lange würde der Zustand nicht anhalten, das wusste ich auch. Ich musste auf jeden Fall vorsichtig sein, stellte mich selbst sehr gerade hin und hob das Gewehr an.

Ich legte es auf den oberen Rand der Scheibe, brachte es in eine ruhige Lage und blickte dabei nur nach vorn. Ich wollte sehen, was das Tier genau wollte. Wann es zum Angriff überging.

Warten …

Der Löwe kam. Nur hatte er seine Gangart wieder verändert. Er hatte sich geduckt und schlich. Mir kam es so vor, als würde er in einem Zeitlupentempo laufen.

Was sollte ich tun?

Ich überlegte, ob ich den Wagen starten sollte, um dem Löwen entgegenzufahren. Das wollte ich dann doch nicht, denn ich brauchte beide Hände, um mich gegebenenfalls zu verteidigen.

Das Tier kam auch.

Schritt für Schritt. Der Löwe ging schleichend mit offenem Maul, aus dem es tropfte. Das war wohl ein Teil der Vorfreude auf mich.

Ich war froh, das Gewehr gefunden zu haben. Wenn ich auch mit dieser Waffe so gut wie keine Erfahrung hatte, ich traute mir aber zu, den Löwen tödlich zu treffen.

Er ging weiter. Schüttelte hin und wieder seinen Kopf, sodass die Mähne in Bewegung geriet. Dieser Löwe war ein prachtvolles Tier. Ihn zu töten bereitete mir Widerwillen, aber es gab keine andere Möglichkeit für mich.

Das Tier blieb plötzlich stehen. Den Grund kannte ich nicht. Ich sah nur, wie es seine Mähne schüttelte. Es wollte wohl das Zeichen für den Angriff geben, und das trat tatsächlich ein.

Noch war er recht weit entfernt. In der nächsten Sekunde nicht mehr, denn da startete er, um mit mir seinen Hunger zu stillen …

Ich war plötzlich ganz ruhig, zitterte nicht. Das war auch wichtig, denn ich hatte mich hingestellt und das Gewehr angelegt.

Es hatte eine Zieloptik, und es war mir jetzt egal, wie es aussah. Ich musste schießen.

Der erste Schuss. Ich hörte keinen Knall, sah auch keine Kugel, glaubte aber, dass der Löwe zusammengezuckt war, aber er blieb nicht stehen, sondern lief weiter.

Ich schoss noch mal.

Wieder ein Treffer. Erneut hörte ich keinen Abschussknall, aber der Löwe lief nicht mehr normal weiter. Er war noch in Bewegung, doch ich sah, dass er langsamer wurde, und sein Körper schien schwerer zu werden.

Das Tier lief.

Aber es lief immer schwerer. Bei jedem Schritt sackte es ein und hatte Mühe, sich wieder auf die Beine zu stellen.

Aber es gab nicht auf. Auch wenn es mehr kroch als ging, es behielt die Richtung bei und sah in mir einen faszinierten Zuschauer, der das Gewehr hatte sinken lassen.

Plötzlich kam mir ein Gedanke. Es war kein normales Gewehr, das Kugeln verschoss, sondern eine Betäubungswaffe. Was ich da verschossen hatte, das mussten kleine Pfeile gewesen sein, und der zweite Pfeil hatte dem so starken Löwen den Rest gegeben.

Aber noch kämpfte er, auch wenn er am Boden lag. Er war nahe an meinen Wagen herangekommen und stieß ihn sogar noch an, bevor er endgültig zusammenbrach und liegen blieb, ohne sich noch zu regen.

Ich war froh.

Fast fühlbar glitt die Spannung aus meinem Körper. Ich konnte wieder normal durchatmen, und allmählich normalisierte sich auch wieder mein Herzschlag.

Ich blieb sitzen. Atmete durch und dankte wem auch immer für meine Rettung. Das hier hätte auch ganz anders ausgehen können.

Neben mir auf dem Sitz lag noch immer die Wasserflasche. Als ich sie anhob, gluckerte es in ihrem Innern. Ein Geräusch, das mir gefiel.

Ich löste den Verschluss und trank erst mal. Auch wenn das Wasser lauwarm war, in diesem Augenblick mundete es köstlich. Und ich war froh, den Wagen gefunden zu haben. Den hatte es wohl nicht im Plan der anderen gegeben.

Auch über das Gewehr dachte ich nach. Und kam von dieser Waffe gedanklich auf den Besitzer. Das musste einer der Umwelt-Ranger gewesen sein, von denen man immer wieder etwas hörte oder las. Menschen, die sich für die Natur einsetzten und die Erhaltung der Umwelt. Besonders die Tiere waren zu schützen, und ein Tier hatte den Mann nicht umgebracht.

Auch ohne Beweise zu haben, waren es für mich die eiskalten Wilderer gewesen, die es noch immer gibt, und die mit toten Tieren viel Geld verdienten, denn leider gab es genügend Menschen in Europa oder den USA, die viel Geld für ein totes Tier zahlten.

Ich hatte mich wieder gefangen und dachte an die vor mir liegende Aufgabe.

Ich glaubte nicht daran, dass man mich so einfach zurückholen würde, und deshalb musste ich mich mit den Gegebenheiten abfinden und daraus das Beste machen. Das war meine Weiterfahrt.

Es war jetzt wichtig, dass ich ein Ziel fand, an dem ich mit Menschen zusammenkam.

Ich wusste, wie ich mit dem Jeep umzugehen hatte. Bevor ich startete, hielt ich nach dem ersten Löwen Ausschau. Der war noch immer damit beschäftigt, Fleischstücke aus dem Körper des toten Zebras zu ziehen.

Dass sich auch die Geier einige Happen schnappten, ließ er geschehen. Nur Hyänen hielten sich in einem respektvollen Abstand auf und warteten, bis der Löwe seine Beute freigab.

Mich interessierte das nicht. Ich wollte auch nicht, dass der Löwe an mir Interesse zeigte, deshalb startete ich und war gespannt, was mich in dieser Einöde noch erwartete …

Das war erst mal die verdammte Hitze und auch der Staub, der immer wieder durch meine Reifen aufgewirbelt wurde. Es sah so aus, als würde uns eine endlose Wolke begleiten.

Wohin?

Ich hatte keine Ahnung. Wusste auch nicht, welche Richtung die bessere war. Ich fuhr einfach. Und das immer geradeaus in der Hoffnung, eine kleine Ansiedlung zu finden oder auch eine Ranger-Station, das wäre noch besser gewesen.

Ich sah nichts. Hin und wieder mal eine Herde. Einmal kreuzten Wasserbüffel meinen Weg. Sie wollten zu einer Wasserstelle, die links von mir lag und im Sonnenschein einen silbrigen Schimmer abgab. Tiere hielten sich dort auf, aber keine Menschen.

Ich fuhr weiter. Sah vor mir dann jede Menge Affenbrotbäume, deren Kronen sehr ausladend waren. Auch Affen sah ich, die durch den Wirrwarr aus Ästen und Zweigen tobten.

Und noch etwas war wichtig. Ich hoffte, noch genügend Sprit im Tank zu haben, um eine bewohnte Stelle zu erreichen. Andernfalls sah es nicht gerade gut für mich aus.

Aber ich bekam Hoffnung, denn ich hatte meinen Blick wieder starr nach vorn gerichtet und sah die Veränderung der Landschaft. In der Ferne hatte das Gelände eine andere Farbe bekommen und stieg leicht an.

Das musste etwas zu bedeuten haben. Grün war die Farbe der Fruchtbarkeit, und jetzt konnte ich nur hoffen, dass sich die Landschaft wirklich änderte.

Ich gab Gas. Sehr bald stieg das Gelände an. Da war auch das spärliche Gras zu sehen, das aus dem Boden quoll.

Noch war der Boden überwiegend trocken, aber das änderte sich, als ich den Jeep in eine Linkskurve lenkte und somit auf eine Piste.

Zwar wirbelte ich auch jetzt noch Staub auf, aber nicht mehr in der Menge, und die Erde roch auch anders. Sie hatte einen leichten feuchten und zugleich etwas intensiven Geruch.

Für mich stand fest, dass Wasser der Grund dafür war, und als ich mich umsah, da hätte ich fast gelacht.

Rechts und links der Piste breiteten sich Felder aus, und sie wurden von Wasserkarussellen bewässert. Da waren Menschen am Werk gewesen.

Zäune sah ich nicht. Aber Felder, wohin ich auch blickte. Was hier angebaut wurde, konnte ich nicht erkennen, aber das war auch nicht wichtig, denn jetzt sah ich, nachdem eine kleine Hügelkuppe hinter mir lag, den breiten Bau vor mir.

Ich lächelte. Meine Augen bekamen einen bestimmten Glanz, und als ich nach links blickte, da sah ich einen Landeplatz, auf dem zwei Flugzeuge von verschiedener Größe standen, und das Haus mit dem breiten Eingang rückte immer näher.

Aber nicht nur das. Es gab mehrere Häuser von unterschiedlicher Größe. Auch Gärten, in denen es blühte und sich eine wahre Blumenpracht ausgebreitet hatte.

Hier roch die Luft viel frischer, was auch durch das Wasser kam, das die Felder nicht vertrocknen ließ.

Ich fragte mich nicht, woher das Wasser kam. Ich war froh, dass es so etwas gab, und ich war auch froh, dass ich meine Beine aus dem Wagen schwingen konnte.

Nach dem Kontakt mit dem Boden stellte ich mich gerade hin und sah, dass ich bereits registriert worden war. Zwei dunkelhäutige Frauen standen vor der Tür eines flachen Hauses und blickten zu mir rüber. Ich wollte freundlich sein und winkte ihnen zu. Sie winkten sogar zurück, verschwanden dann aber wieder.

Ich ging weiter, auf das erste Haus zu, dessen breite Eingangstür aus dunklem mit Schnitzereien verziertem Holz bestand, das kaum Staub zeigte. Da wurde die Tür wohl mehrmals am Tag geputzt.

Ich sah die ebenfalls sehr sauberen Scheiben der Fenster und ging die letzten Schritte.

Vor der Tür blieb ich stehen und suchte nach einer Gelegenheit, um mich bemerkbar zu machen.

Es gab keinen Klingelknopf. Dafür allerdings einen Klopfer aus Eisen.

Ich umfasste den Ring und klopfte dann zweimal. Nicht sehr laut, aber durchaus hörbar.

Es wurde nicht sofort geöffnet. Ich musste erst mal warten und hörte auch keine Schritte von innen. Dann aber öffnete sich die Tür. Der breite Mund einer dunkelhäutigen Person lächelte mich an.