John Sinclair - Folge 1133 - Jason Dark - E-Book

John Sinclair - Folge 1133 E-Book

Jason Dark

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Beschreibung

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009! Der Mönch mit den Totenaugen (1. Teil). Der Mönch rutschte mit beiden Füßen die Böschung hinab und hatte dabei das Gefühl, in das Licht des Mondes zu fallen, das sich auf der Wasserfläche spiegelte und ihr einen kalten Glanz verlieh. Der Mann riss die Arme hoch, er kämpfte mit dem Gleichgewicht und konnte sich fangen, bevor sich seine Kutte irgendwo festhakte. Er duckte sich wie ein Sünder, der bei etwas Unrechtem ertappt worden war, und lief dann in den Schutz der nahen Sträucher. Die Nacht war lau und sommerlich, mit wolkenlosem Himmel, Mondschein und weicher Luft, in der zahlreiche Melodien zu klingen schienen. Stimmen von Elfen und Feen, die Menschen lockten und sie zum Liebesakt verführten. Wie ihn, den Mönch ... John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

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Seitenzahl: 137

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Inhalt

CoverJohn Sinclair – Die SerieÜber dieses BuchÜber den AutorImpressumDer Mönch mit den Totenaugen (1. Teil)Vorschau

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Der Mönch mit den Totenaugen (1. Teil)

Der Mönch rutschte mit beiden Füßen die Böschung hinab und hatte dabei das Gefühl, in das Licht des Mondes zu fallen, das sich auf der Wasserfläche spiegelte und ihr einen kalten Glanz verlieh. Der Mann riss die Arme hoch, er kämpfte mit dem Gleichgewicht und konnte sich fangen, bevor sich seine Kutte irgendwo festhakte.

Er duckte sich wie ein Sünder, der bei etwas Unrechtem ertappt worden war, und lief dann in den Schutz der nahen Sträucher.

Die Nacht war lau und sommerlich, mit wolkenlosem Himmel, Mondschein und weicher Luft, in der zahlreiche Melodien zu klingen schienen. Stimmen von Elfen und Feen, die Menschen lockten und sie zum Liebesakt verführten. Wie ihn, den Mönch …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabeder beim Bastei Verlag erschienenen RomanheftausgabeBastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG© 2015 by Bastei Lübbe AG, KölnVerlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian MarzinVerantwortlich für den InhaltE-Book-Produktion:Jouve

ISBN 978-3-8387-3866-6

www.bastei-entertainment.dewww.lesejury.dewww.bastei.de

Der Mönch mit den Totenaugen (1. Teil)

Der Mönch rutschte mit beiden Füßen die Böschung hinab und hatte dabei das Gefühl, in das Licht des Mondes zu fallen, das sich auf der Wasserfläche spiegelte und ihr einen kalten Glanz verlieh. Der Mann riss die Arme hoch, er kämpfte mit dem Gleichgewicht und konnte sich fangen, bevor sich seine Kutte irgendwo festhakte.

Er duckte sich wie ein Sünder, der bei etwas Unrechtem ertappt worden war, und lief dann in den Schutz der nahen Sträucher.

Die Nacht war lau und sommerlich, mit wolkenlosem Himmel, Mondschein und weicher Luft, in der zahlreiche Melodien zu klingen schienen. Stimmen von Elfen und Feen, die Menschen lockten und sie zum Liebesakt verführten. Wie ihn, den Mönch …

Der Mönch lächelte scharf. Er wusste, was er vor hatte. Es war ihm klar, dass er sich damit versündigte. Aber er wusste auch, dass dies alles so menschlich war und er nicht mehr dagegen ankämpfen konnte. Es musste einfach sein. Es war sein Weg. Davon konnte er einfach nicht abgehen. Nicht mehr.

Er wusste nicht, ob die anderen etwas bemerkt hatten. Vielleicht, denn sie hatten ihre Augen ja überall. Da waren sie schlimm. Keine Mönche mehr, dafür eine Bande aus Spitzeln und Heuchlern. Und das in einer modernen Zeit.

Aber dieser Orden war nicht modern. Er blühte mehr im geheimen. Es war viel verboten und nur wenig erlaubt.

Nachdem der Mann wieder zu Atem gekommen war, richtete er sich auf. Jetzt konnte er über die Spitzen der Sträucher hinwegschauen und sah schon die Umrisse der kleinen Fischerhütte am Ufer des Sees.

Noch war sie ihr Geheimnis, und er hoffte, dass dies auch noch lange blieb, obwohl Zweifel angebracht waren. Seine Brüder hatten etwas bemerkt. Sie hatten zwar nichts gesagt, doch ihre Blicke sprachen Bände, und Aslan hatte sich verdammt unwohl gefühlt. Er hätte im Kloster bleiben sollen. Aber der Drang des Bluts war stärker gewesen.

Die Hütte war zu sehen. Aslan richtete sich auf und schaute hinüber. Er lief noch nicht hin, denn er wollte erst sicher sein, keine Verfolger zu haben.

Allmählich gewöhnte er sich an die Stille. Auch sein Atem beruhigte sich. Auf der Haut spürte er ein Prickeln, als liefen kleine Perlen aus Eis darüber hinweg. Hinter den ritzenartigen Fenstern der Hütte schimmerte kein Licht, doch Aslan wusste, dass dieses kleine Gebäude nicht leer stand. Dort hielt sich jemand auf. Sie wartete immer und auch vor dem vereinbarten Treffpunkt.

Das Plätschern der Wellen drang an seine Ohren, als das Wasser am Ufer auslief. Der weiche Wind bewegte die hohen Gräser am Ufer, und die warme Luft tat ihm gut.

Die Sträucher gaben Aslan auch weiterhin Schutz. Er konnte in ihrer Deckung bis in die Nähe der Hütte gelangen. Von ihr führte ein schmaler Pfad in eine andere Richtung weg. Er endete erst an der schmalen Uferstraße, die auch von zahlreichen Spaziergängern benutzt wurde. In der Nacht ließ sich dort selten jemand blicken, und für die Hütte interessierte sich auch kaum jemand.

Der Mond verlieh dem Sommerhimmel eine besondere Farbe: Grau, Schwarz und ein leichtes Gelb mischten sich ineinander. Dazwischen stand der volle Mond wie ein großes rundes Auge.

Aslan blieb starr vor der Hütte stehen. Es war nicht sein erster Besuch hier, aber wie immer klopfte sein Herz übermäßig stark. Er hörte die Echos in seinem Kopf. Er war schrecklich aufgeregt, denn er tat etwas Verbotenes. Genau das reizte ihn. Er kam gegen seine menschliche Natur nicht an. Er wollte es, und die Person, die in der Hütte auf ihn wartete, wollte es auch.

Er kannte nicht einmal ihren Namen. Er hatte sie gesehen, getroffen, wieder gesehen, und da war es um ihn geschehen. Stets zur gleichen Zeit hatte sie an einer bestimmten Stelle an der Straße gestanden, wie abgesprochen.

Erst hatte sie nur gelächelt, wenn sie ihre wilden Feldblumen und auch Früchte verkaufte. Dann hatte sie Aslan angesprochen. Er hatte immer etwas gekauft von seinem wenigen Geld, und er war immer länger bei ihr geblieben.

Offen hatte sie ihm ihre Sympathie gezeigt und ihm zuerst durch ihr Verhalten und ihre Gesten erklärt, dass sie mehr von ihm wollte als einfach nur reden.

Aslan hatte es verstanden. Sie hatten sich dann in der Hütte mitten in der Nacht verabredet. Aslan hatte sich aus dem Kloster gestohlen, was nicht schwierig gewesen war, und so hatten sie dann ihre Treffen wiederholt.

Aslan überlegte. Jetzt trafen sie sich zum sechsten Mal. Beim letzten Mal hatte er sie nach dem Namen gefragt, und sie hatte geantwortet: »Nenn mich Sommerhexe. Oder Sommerwind. Das überlasse ich dir, denn ich werde wie der Sommer sein. Heiß, intensiv, und dann bin ich weg.«

»Weg?«

»Daran darfst du jetzt nicht denken.«

Das war leichter gesagt, als getan, denn Aslan musste immer daran denken. Er wollte einfach nicht, dass der Zauber zerbrach, doch nun war bereits August und die Zeit des Hochsommers. Da war der Sprung in den Herbst nicht mehr weit.

Aslan stand vor der Tür und erwachte wie aus einem tiefen Traum. Wie immer musste er sich erst ein Herz fassen, um gegen die Außenwand der Hütte zu klopfen. Dreimal kurz, dann eine Pause, danach wieder dreimal kurz. Das war ihr Zeichen.

In dieser Nacht war alles anders. Bevor er klopfte, wurde ihm bereits geöffnet. Die Sommerhexe hatte alles gesehen, und sie wollte ihn auch nicht zu lange auf die Folter spannen. Die Tür kratzte über den Boden, als sie aufgezogen wurde. Er kannte das Geräusch. Es brachte ihn auch nicht mehr durcheinander, denn er hatte nur Augen für seinen Sommertraum.

Sie stand vor ihm. Sie strahlte ihn an. Er hätte sie kaum beschreiben können, denn er war nicht objektiv. Schönheit ist sowieso relativ. Für ihn war sie die schönste Frau der Welt. Er kannte keine anderen, er wollte auch nicht vergleichen. Ihm fehlte da nichts, und er war mit ihr völlig zufrieden.

»Komm …«

Sie sprach mit einer völlig normalen Stimme. Für Aslan war sie wie der Klang erotischer Sirenen. Er liebte alles an ihr. Sie war eine Göttin. Er betrat zitternd und mit eingezogenem Kopf die Hütte und war noch längst nicht in der Lage, seine Scheu abzuwerfen. So war es immer bei ihren Treffen. Bei ihm hatte sich das Spannungsfeld aufgebaut, und erst seine Sommerliebe würde es später wieder abbauen.

Zunächst tat sie etwas ganz profanes. Sie schloss die Tür hinter ihm. Das tat ihm gut. Er fühlte sich jetzt sicherer. Die beiden Fenster der Hütte gingen zum See hinaus. Sie stand auf keinem Steg. Man musste schon noch einige Schritte laufen, um an das Wasser zu gelangen, aber das tat ihrem Liebesnest keinen Abbruch.

Allmählich beruhigte sich sein Atem. Seine Augen hatten sich an das seltsame Licht gewöhnt. Es war nicht direkt dunkel, weil Mondschein durch die beiden kleinen Fenster streifte. Er fiel auch auf das Bett, das eigentlich kein richtiges war, sondern mehr eine Liegestatt. Etwas erhöht, gebildet aus Kissen und einem daraufliegenden Fell.

Sie kam zu ihm. Dicht vor Aslan blieb sie stehen. Er war noch so nervös, dass er kein Wort hervorbrachte und sich vorkam wie ein kleiner Junge. Sie hob ihre Hände an und legte sie ihm flach auf die Brust. »Das Herz schlägt so schnell«, flüsterte sie.

»Ist das ein Wunder?«

»Weiß nicht.«

»Ja, ich freue mich auch. Wir haben Zeit, sehr viel Zeit. Wir werden uns erst in den frühen Morgenstunden trennen und alles genießen können.«

»Wirklich?« fragte er mit rauer Stimme.

»Bestimmt. Komm …«

»Wohin?«

Sie gab ihm die Antwort auf ihre Weise. Die Sommerhexe fasste nach seiner Hand und zog ihn fort. Er ließ sich gern zum Lager bringen, aber dort blieb sie stehen und bückte sich. Sie nahm eine schon geöffnete Flasche Wein hoch und schwenkte sie vor seinen Augen hin und her.

»Weißt du, was ich hier habe?«

»Nein.«

»Das ist Beerenwein. Recht stark, auch süßlich, und genau das Richtige für uns.«

»Ah ja …«

»Wir werden ihn gemeinsam trinken.«

»Ich freue mich.«

Aslan ärgerte sich, weil er immer nur in kurzen Sätzen antwortete. Er konnte nicht anders, denn die Nähe der Sommerhexe machte ihn fast zu einem anderen Menschen.

Ob sie dem Schönheitsideal der normalen Menschen entsprach, das konnte er nicht mit Bestimmtheit sagen. Es mochte so sein, doch da war er nicht sicher. Zumindest war sie eine wilde Person. Nicht sehr groß, mit einem üppigen Körper. Mit Haaren, die schimmernd auf dem Kopf wuchsen, als wären sie hell durchsträhnt worden. Eine hohe Stirn, hervorstehende Wangenknochen, ein breiter Mund mit vollen Lippen, von denen etwas Sinnliches ausging.

Ihr Körper war stramm und fest. Die Haut schimmerte hell, beinahe schon weiß, und ihre Brüste standen vor wie zwei spitze Kugeln. Wie gern hätte er sie in den Arm genommen, aber Aslan traute sich nicht. Dafür schaute er zu, wie sie den Beerenwein in zwei kleine Tongläser füllte und ihm eines reichte.

Er roch daran.

»Traust du mir nicht?« fragte sie.

»Doch, schon, aber ich habe so etwas noch nie gerochen, auch nicht getrunken.«

»Es ist ein guter Wein. Er wird dir schmecken. Davon bin ich überzeugt. Auf uns.« Sie stieß mit ihrem Gefäß gegen das seine, und dann tranken sie.

Aslan probierte zuerst nur einen kleinen Schluck. Er schmeckte auch nach und war begeistert, was er durch ein heftiges Nicken dokumentierte. »Der ist wunderbar.«

»Trink das Glas leer.«

»Und dann?«

»Trink es leer!«

Der Mönch hätte für diese Frau alles getan. So war es leicht für ihn, das Gefäß bis auf den Grund zu leeren. Der Wein schmeckte süßlich, nach Erd-und Johannisbeeren. Er war auch recht dick, und er war ein Genuss.

»Leer?« fragte sie.

»Ja.«

»Das ist gut. Den nächsten Schluck heben wir uns für später auf, mein Geliebter.«

Für später, hatte sie gesagt. Und ihn als ihren Geliebten bezeichnet. Aslan spürte den leichten Schwindel, der ihn überfallen hatte. Es war so wunderbar gewesen, diese Worte aus dem Mund seiner großen Sommerliebe zu hören. Plötzlich war ihm klar, dass diese Nacht zu einem Höhepunkt ihrer Verbindung und seines bisherigen Lebens werden würde. Er wollte sie nicht danach fragen, wie sie es sich vorgestellt hatte. Außerdem war ihm schon ein klein wenig komisch zumute. Er merkte seinen veränderten Zustand deutlich. Zwar stand er noch mit beiden Füßen auf dem Boden, aber die Standfestigkeit hatte gelitten. Er kam sich mehr vor wie ein Mensch, der leicht von einer Seite zur anderen schwamm.

Die Welt um ihn herum war die Gleiche geblieben, aber sie hatte sich auch verändert – wie nach einem Hexentrank. Nicht, dass er etwas dagegen gehabt hätte, so leicht und locker wie jetzt hatte er sich selten gefühlt, und die Nähe der Frau tat das Übrige.

Sie hielt ihn wieder fest. Sie schlang die Arme um seinen Körper und schaute zu ihm hoch. »Jetzt machen wir es, Aslan. Das ist unsere Nacht, verstehst du?«

»Wenn du das sagst …«

»Ja, ich sage es.« Sie lachte girrend und trat mit einer geschmeidigen Bewegung zurück. »Zieh mich aus!« forderte sie dann. »Los, zieh mich aus, Aslan!«

Der Mönch war überrascht. Erstens von der Forderung und auch vom Klang der Stimme. Sie hatte sich so befehlsgewohnt angehört. Diese Person duldete keinen Widerspruch. Sie war fest entschlossen, alles in die Tat umzusetzen.

»Mach es!«

Aslan zögerte noch. Das sah sie und lachte. »Ach, du kleiner, verrückter Narr«, sagte und zerrte an ihrem Gürtel, der das kittelähnliche Kleid in der Mitte zusammenhielt. Es war locker geschnitten, wies einen tiefen Ausschnitt auf, in dem sich die Ansätze der festen Brüste abzeichneten.

Aslan fasste zu, als die beiden Stoffhälften zur Seite gefallen waren. Er sah das dunkle Dreieck zwischen ihren Beinen, er starrte auf die Brüste. Der genossene Alkohol schwemmte seine letzten Bedenken weg, und dann riss er ihr das Kleid vom Leib und schleuderte es zur Seite. Er packte sie. Es war wie ein Rausch, den Aslan noch nie zuvor erlebt hatte. Sein Kuss war wild, voller Leidenschaft. Sie hatte ihren Mund weit geöffnet, und er seinen ebenfalls. Die Zungen fanden sich zu einem wilden Spiel.

Beide gerieten in einen wilden Rausch, der Aslan besonders stark überfiel. Eine namenlose Sommerliebe war zur Königin und dominierenden Person geworden. Sie hielt ihn fest, sie drehte ihn, sie klammerte sich an ihn. Sie liebkoste ihn mit den Händen, den Lippen, eigentlich mit allem, was sie hatte.

Er merkte kaum, dass sie ihm die Kutte vom Leib riss und ihn auch vom Unterzeug befreite. Der genossene Wein und die unmittelbare Nähe der Frau versetzten ihn in einen Rausch, der ihn regelrecht taumeln ließ, sodass er im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen verlor.

Dass er weich fiel, nahm er nur am Rande wahr. Er landete auf dem Rücken, und er landete weich. Das Lager nahm ihn auf wie ein wundervolles Himmelbett.

Er kannte es, denn sie trafen sich nicht zum ersten Mal. In dieser Nacht war alles anders. Sie war zu einem weichen, netzartigen Gebilde geworden. Er schwamm in ihr weg, aber er schwamm nicht allein, denn sie war bei ihm, und er fühlte sich wie von Flügeln getragen. Er schloss die Augen, weil er sich ganz seinen Gefühlen hingeben wollte. Über sich hörte er das harte Keuchen der Frau.

Aslan öffnete die Augen.

Die Frau saß auf ihm. Sie bewegte sich wild hin und her. Beide waren nackt. Er spürte ihren warmen Schoß. Er sah ihren Körper heftig vor- und zurückschwingen. Die festen Brüste pendelten vor seinen Augen. Die dunklen Spitzen erinnerten ihn an reife Kirsehen. Er sah ihr Gesicht, auf dem Schweiß glänzte. Die Frau hielt den Mund weit offen, und sie bewegte sich dabei noch heftiger, während sie spitze Schreie ausstieß.

Es gab keine Zeugen.

Nur das Mondlicht streute den Glanz auf beide Körper, die sich dann noch heftiger bewegten, denn jetzt mischte auch Aslan kräftig mit. Er hatte seine Hände um die festen Brüste der Frau gelegt. Er knetete sie, er liebkoste die dunklen Spitzen, und sie schrie immer dieses keuchende »Ja, ja, ja!« während ihr Kopf wild hin und her schwang und von den zuckenden Haaren umwirbelt wurde.

»Jaaa … jetzt … jetzt … Aslan …«

Es war wie ein Hilferuf, der ihn erreichte. Auch der Mönch bäumte sich auf. Seine Hände rutschten von ihren Brüsten ab und klammerten sich an den Schultern fest.

Sie kamen zugleich.

Es war wie eine Explosion, die alles mitriss. Nie zuvor hatte Aslan diesen perfekten Orgasmus bei ihr erlebt. Auch er fühlte sich plötzlich so irrsinnig stark, und noch einmal bäumten sich beide Körper auf.

Sekunden später schluchzte die Frau auf, dann sank sie über ihrem Liebhaber zusammen, der merkte, dass auch er seine Kraft verloren hatte …

*

Neben sich hörte Aslan das Gluckern. Er schaute nicht hin, aber er wusste, dass seine Geliebte dabei war, die Gläser wieder zu füllen. Sie hatte ihm noch einen Schluck versprochen, und an das Versprechen hielt sie sich.