John Sinclair - Folge 1324 - Jason Dark - E-Book

John Sinclair - Folge 1324 E-Book

Jason Dark

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Beschreibung

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009! Der Angriff (2. Teil). Der Angriff des Schwarzen Tods war nicht mehr zu stoppen. Der mächtige Dämon griff gleich von zwei Seiten an. Zum einen in der normalen Welt, zum anderen in der Vampirwelt. Wir standen plötzlich mitten im Zentrum und mussten erleben, wie stark der Schwarze Tod geworden war und nicht nur uns, sondern auch Justine Cavallo an den Rand der Verzweiflung brachte ... John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

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Seitenzahl: 143

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Inhalt

CoverJohn Sinclair – Die SerieÜber dieses BuchÜber den AutorImpressumDer Angriff (2. Teil)Vorschau

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Der Angriff (2. Teil)

Der Angriff des Schwarzen Tods war nicht mehr zu stoppen. Der mächtige Dämon griff gleich von zwei Seiten an. Zum einen in der normalen Welt, zum anderen in der Vampirwelt.

Wir standen plötzlich mitten im Zentrum und mussten erleben, wie stark der Schwarze Tod geworden war und nicht nur uns, sondern auch Justine Cavallo an den Rand der Verzweiflung brachte …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabeder beim Bastei Verlag erschienenen RomanheftausgabeBastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG© 2015 by Bastei Lübbe AG, KölnVerlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian MarzinVerantwortlich für den InhaltE-Book-Produktion:Jouve

ISBN 978-3-8387-4070-6

www.bastei-entertainment.dewww.lesejury.dewww.bastei.de

Der Angriff (2. Teil)

Dracula II und Justine Cavallo waren abgebrüht und durch nichts so leicht zu erschüttern. Was sie allerdings jetzt in ihrer ureigensten Vampirwelt in einem Spiegel präsentiert bekamen, erschütterte selbst sie, und sie wichen vor dem Anblick zurück. Er war grauenhaft. Eine Szene des Schreckens, die nach Gewalt roch …

Gewalt war ihnen selbst nichts Fremdes, doch sie empfanden es als schlimm, dass sich dieses Bild in einem Spiegel, der zugleich ein transzendentales Tor war, abzeichnete und ihnen somit bewies, dass auch sie nicht mehr unantastbar waren.

Der ungewöhnliche Spiegel an der Wand ihrer Hütte wirkte wie der Bildschirm eines Raumschiffs, auf dem sich das abzeichnete, was sich in einer fernen Galaxis abspielte.

Fern war das Bild auch und trotzdem nah, und es zeigte ihnen, dass auch ihre Macht Grenzen hatte.

Im Hintergrund stand er – der Schwarze Tod!

Ein riesiges dunkles Skelett. Bewaffnet mit einer mächtigen Sense, deren Klinge wie eine polierte Glasscherbe schimmerte und auch an einer gewissen Stelle einen sanften roten Streifen bekommen hatte.

Es war der Widerschein der roten Glut, die sich in seinen Augen festgesetzt hatte. Schaurig sahen sie aus. Höllenfeuer schien sich darin zu vereinigen, und die Augen waren starr nach vorn gerichtet.

Ebenso wie die seiner Helfer, die den Schwarzen Tod umschwebten. Kleine fliegende Monster mit breiten Mäulern und scharfen Gebissen. Die kompakten Körper wurden von zwei Flügeln flankiert, die an die Schwingen von Fledermäusen erinnerten, aber die Körper selbst sahen anders aus. Nichts hatten sie mit denen von Fledermäusen gemein. Sie waren kompakt und erinnerten an Rollen, über deren Haut eine grünliche Schutzschicht lag.

„Es stimmt also“, flüsterte Justine Cavallo, die blonde Bestie. „Es stimmt wirklich.“

„Was meinst du damit?“

„Dass er uns angreifen will.“ Sie musste plötzlich schrill lachen. „Er will tatsächlich hinein in unsere Welt.“

„Und dann?“

„Wird er versuchen, sie zu zerstören, Will.“

Mallmann sagte nichts. Normalerweise hätte er gelacht, weil er bisher die von ihm aufgebaute Vampirwelt als unzerstörbar angesehen hatte. Er hatte sich hier unter seinen zahlreichen Dienern sehr wohl gefühlt. Die Blutsauger lebten in der immer währenden fahlen Dunkelheit in den Höhlen oder Buden. In Spalten und Grüften unter der Erde hausten sie und warteten an all diesen Stellen auf frisches Menschenblut, mit dem Justine Cavallo sie versorgte.

Das alles war wunderbar gelaufen. Es hatte nie Probleme gegeben, nun aber sah es anders aus. Ein Angriff stand bevor, und im Mittelpunkt hielt sich der Schwarze Tod auf.

Einer, der längst vernichtet war, es jedoch geschafft hatte, wieder in den Kreislauf des Grauens zurückzukehren. Er war die Bösartigkeit in Person, der große Menschenverächter. Er wollte nicht nur die Macht über die Menschen, sondern auch die über andere dämonische Reiche, um schließlich der absolute Herrscher zu sein.

„Und mit uns fängt er an“, flüsterte Justine.

„Was hast du gesagt?“

„Nichts, Will.“

„Können wir ihn stoppen?“

Beinahe hätte Justine Cavallo gelacht, als sie diese Frage aus dem Mund des Supervampirs hörte. Es war so irreal für sie, so verkehrt. Ausgerechnet er, der wirklich vor keinem Furcht hatte, stellte diese Frage. Zu Recht wie sie zugeben musste, denn ihre Vampirkräfte reichten wahrscheinlich nicht aus, um das düstere Gebilde mit seinen Helfern zu stoppen. Sie hatten sich vorgenommen, diese Welt zu übernehmen, und das würden sie auch eiskalt durchziehen.

Im Moment waren beide ratlos, aber Dracula II, auf dessen Stirn das D glühte, fand eine Lösung. „Wir werden nicht aufgeben“, versprach er, „wir werden an unsere Stärke glauben. Das habe ich mir geschworen. Was ist mit dir?“

„Du kannst auf mich zählen.“

„Sehr gut. Wie machen wir es?“

„Wir lassen sie kommen.“

„Und was ist mit ihm?“

Justine lachte. „Ich kenne ihn nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass er seine Helfer nicht grundlos mitgebracht hat. Ich denke mir, dass er sie vorschicken will. Er selbst bleibt zunächst im Hintergrund. Einer wie er hat sich zuvor informiert. Er weiß, dass wir nicht allein hier in unserem Reich existieren. Er wird von unseren zahlreichen Artgenossen wissen. Es wird ihm klar sein, dass sie sich auf unsere Seite stellen werden und dass er sie aus dem Weg räumen muss. Genau deshalb hat er seine verfluchte Armee mitgebracht.“

Mallmann sprach kein einziges Wort dagegen. So wie die blonde Bestie hatte er ebenfalls gedacht. Der Schwarze Tod schlug nicht einfach nur zu, nein, auch er verfolgte einen Plan und war so mit den Menschen zu vergleichen.

Dracula II versuchte zudem, sich in seine Lage zu versetzen. Wenn es ihm gelang, die Vampirwelt in den Griff zu bekommen, besaß er ein perfektes Versteck, das für ihn bereits vorbereitet worden war. Er musste sich um nichts kümmern. Er fand hier ideale Bedingungen vor. Es musste ihm nur gelingen, die ehemaligen Bewohner zu vertreiben oder zu töten, wie es in seinem Fall besser passte.

Justine Cavallo hatte bereits erlebt, wie es seine Helfer anstellten, hier die Herren zu werden. Sie schnappten sich die Blutsauger und rissen ihnen kurzerhand die Haut vom Leibe. Dann würden sie ihnen die Knochen brechen und die Reste irgendwo hinschleudern.

Auch vor den Blutzähnen der beiden Vampire brauchte er sich nicht zu fürchten. Bei ihm gab es kein Fleisch, es gab keine Haut, auch keine Adern, in denen das Blut fließen würde. Er bestand aus dunklen Knochen, das war alles.

Mallmann bemerkte Justines Blick von der Seite her. „Und? Hast du einen Ausweg gefunden?“

„Ja und nein.“

„Sag ihn mir!“, forderte sie.

„Kampf. Es gibt keinen anderen Weg. Die Richtung heißt Kampf und auch Taktik. Wir werden uns nicht kampflos ergeben und ihm diese Welt auch nicht kampflos überlassen. Du hast es vorgemacht. Du hast einen seiner Helfer zerrissen. Genauso werden wir es auch halten, wenn wir angegriffen werden, das sage ich dir.“

„Einverstanden.“

„Nur er ist das Problem.“

Justine streckte ihren Arm aus. „Nimm dich vor seiner Sense in Acht. Er kann sie perfekt führen. Er ist ein wahrer Meister in der Handhabung dieser Waffe.“

„Ja, das weiß ich.“

Sie schwiegen. Es war alles gesagt worden. Zwar hätten sie ihre Helfer noch alarmieren können, das ließen sie jedoch bleiben. Wenn die Eindringlinge kamen, wussten sie genau, was sie zu tun hatten. Dann würden sie versuchen, an deren Blut heranzukommen, wobei sich die Frage stellte, ob es tatsächlich Blut war, das ihnen schmeckte.

Noch tat sich in dem Tor nichts. Die Szene war erstarrt. Sie glich jetzt einem schaurigen Bild, bei dem besonders deutlich der Hintergrund hervortrat.

Der Schwarze Tod sah keinen Grund, sich zu bewegen. Er war jemand, der sein Erscheinen auskostete. Mit keinem Wort und mit keiner Geste gab er bekannt, was er vorhatte.

Auch Dracula II und Justine Cavallo redeten nicht mehr. Sie blieben still, hielten sich zurück und warteten darauf, dass die andere Seite die Initiative ergriff.

„Er lässt uns schmoren“, flüsterte Justine.

„Ich weiß.“

„Bewusst?“

Mallmann hob die Schultern. „Kann sein, er wartet darauf, dass wir ihn angreifen.“

Die blonde Bestie lachte leise. „Da hat er sich geschnitten. Er will was von uns, nicht wir von ihm.“ Sie konzentrierte sich auf das monströse schwarze Skelett und suchte nach einer Schwachstelle.

Nein, da war nichts zu sehen. Es gab nichts. Das schwarze Riesenskelett war perfekt, ebenso wie seine Sense, die schon so viele Gegner vernichtet hatte.

Der Schwarze Tod besaß Feinde. Auch unter den Menschen. Da stand John Sinclair an erster Stelle. Als der Cavallo dieser Name einfiel, begann sie sich zu ärgern.

Okay, sie passten nicht zusammen. Sie waren Todfeinde. Beiden war es bisher nicht gelungen, sich gegenseitig auszuschalten. Justine hatte immer versucht, sich in der normalen Welt etwas aufzubauen. Ein zweites Standbein, eine Welt, in der sie sich zurückziehen konnte, zusammen mit zahlreichen Gleichgesinnten, die, von ihr angesteckt, hinter dem Blut der Menschen her waren. Das wäre das perfekte Pendant zu der Vampirwelt geworden.

Es hatte bisher nur in Ansätzen geklappt, denn immer wieder war ihr John Sinclair in die Quere gekommen. Als Niederlagen wollte sie sich diese Auseinandersetzungen nicht eingestehen, eher als Patt.

Dann jedoch hatte sich einiges verändert. Der Schwarze Tod war zurückgekehrt. Justine Cavallo und Will Mallmann hatten versucht, den Geisterjäger auf ihre Seite zu ziehen. Sie wollten die Zusammenarbeit, aber Sinclair hatte sich stur gestellt. Er spielte nicht mit, obwohl der Schwarze Tod auch ihn auf seiner Liste hatte. Schließlich war er es gewesen, der ihn mit dem silbernen Bumerang vernichtet hatte. Jetzt konnte er darauf nicht mehr stolz sein, denn die Karten waren wieder neu gemischt worden. Es kam darauf an, wer die Trümpfe in den Händen hielt. Wie es aussah, besaß der Schwarze Tod die besseren. Die blonde Bestie war ehrlich genug, dies zuzugeben.

Sie strich einige Strähnen aus ihrer Stirn, bevor sie Mallmann wieder ansprach.

„Wenn sie angreifen, sollten wir hier nicht in der Hütte bleiben. Ich denke, dass wir Platz brauchen. Und der ist hier leider sehr begrenzt. Ist das auch deine Meinung?“

„Ja.“

„Und wie willst du gegen sie kämpfen?“

„Das weiß ich noch nicht.“

„Du bist als Fledermaus stärker. Ich kann mich leider nicht verwandeln. Es wäre mir jetzt zugute gekommen.“

„Noch warten sie.“

„Ja, aber wo?“

Mallmann breitete die Arme aus. „Es ist ein Tor. Dahinter liegen viele Wege. Ich glaube nicht, dass sie aus der normalen Welt gekommen sind. Sie finden auch Verbindungen zu anderen Dimensionen, und das macht sie so verdammt stark. Der Schwarze Tod eröffnet ihnen Wege, an die wir bisher nicht herangekommen sind.“

„Gehen wir?“

„Noch nicht.“

Mallmann wollte wirklich warten, bis sich auf der anderen Seite etwas tat. Der Schwarze Tod würde alles daransetzen, um diese Welt unter seine Kontrolle zu bringen. Lange genug hatte er gewartet, jetzt war diese Zeit vorbei.

Und es trat ein!

Plötzlich bewegte sich das gewaltige Skelett. In der Dunkelheit, die es umgab, sah es aus, als geriete ein schwarzer unendlicher Vorhang um es herum in Bewegung. Da schien sich die andere Welt zu öffnen, um Platz für den Weg zu schaffen.

Das Skelett flog heran.

Nein, es schwebte. Es brauchte keine Schwingen oder Flügel zu bewegen. Im Gegensatz zu seinen Helfern. Als hätten sie einen Befehl bekommen, so bewegten sie die Schwingen mit langsamen, aber auch irgendwie zackigen Bewegungen.

Mallmann und Justine tauschten einen Blick.

Dann nickte Dracula II. „Es ist so weit. Sie kommen.“ Seine Stimme klang tonlos und doch irgendwie kalt.

„Gut.“ Justine sprach ebenfalls leidenschaftslos. Sie war es auch, die den ersten Schritt nach hinten ging. Als Erste erreichte sie den Ausgang. Sie zerrte die breite Tür auf und trat rückwärts nach draußen. Erst als sie dort für einen Moment stand, blickte sie sich um. Eine Gefahr für sich sah sie nicht. Durch die offene Tür schaute sie zurück in das dunkle Blockhaus. Mallmanns Körper nahm ihr einen Teil der Sicht auf den Spiegel. Doch sie erkannte genug, um zu wissen, wie der Hase lief.

Es war kein Bluff gewesen.

Sie kamen wirklich, und das merkte auch Mallmann, denn jetzt drehte er sich um und verließ das Haus. Neben Justine blieb er stehen, die ihre Hände rieb. Auf ihren Lippen lag das kalte Lächeln wie vom Frost geschickt. Die Augen leuchteten. Wer sie so ansah, musste meinen, dass sie sich auf den Kampf freute.

„Packen wir’s?“

„Immer, Justine!“

In diesem Moment verließen die ersten Vampirmonster das Spiegeltor …

*

Mein Herz klopfte fast schneller als sich die Reifen des Rovers drehten. Ich hatte mir Flügel gewünscht, sie aber leider nicht bekommen, und so musste ich mit dem Rover vorlieb nehmen, umso rasch wie möglich mein Ziel zu erreichen.

Es war ein Haus in Mayfair. Darin wohnte Lady Sarah Goldwyn, die Horror-Oma. Um sie machte ich mir große Sorgen, denn sie hätte eigentlich schon in meiner Wohnung eintreffen müssen. Am Telefon hatte sie mir erklärt, sich ein Taxi nehmen zu wollen. Das wäre alles okay gewesen, aber sie war nicht bei mir eingetroffen, und sie hatte sich auch nicht am Telefon gemeldet.

Das war Grund genug für mich gewesen, in den Wagen zu steigen, um zu ihr zu fahren. Zudem war sie allein an diesem Abend. Jane Collins, ihre Mitbewohnerin, war mit einem Klienten zum Essen gefahren.

Für die Horror-Oma war es nichts Außergewöhnliches, einen Abend oder auch mal eine Nacht allein zu verbringen. Darum hätte ich mich auch nicht gekümmert. Es gab für mich allerdings einen Grund. Sarah Goldwyn hatte vor ihrem Fenster genau eines der Monster gesehen, von dem ich in der Tiefgarage angefallen worden war und das auch Suko und Shao nicht verschont hatte. Selbst Glenda hatte es von ihrer Wohnung aus beobachten können, und nun noch die Horror-Oma.

Ich fragte mich natürlich, wer oder was dahinter steckte und war zu einem schlimmen Ergebnis gelangt, ohne dafür jedoch besondere Beweise bekommen zu haben.

Es war der Schwarze Tod!

Er musste es einfach sein. Er war längst zurück. Er hatte sich Zeit für den ersten Angriff gelassen, und da er das gesamte Sinclair-Team hasste, würde es ihm ein besonderes Vergnügen bereiten, uns alle gemeinsam auslöschen zu können.

Zuzutrauen war ihm alles, denn er war einfach gezwungen, seine Zeichen zu setzen. So konnte ich mir gut vorstellen, dass die Angreifer, eine Mutation, die meiner Ansicht nach eine Mischung aus Fledermaus und Reptil darstellte, von ihm losgeschickt worden waren, um eiskalt und gnadenlos zuzuschlagen.

Das war bereits der Fall gewesen, aber es war Suko und mir gelungen, den Spieß umzudrehen.

Würde das auch Sarah Goldwyn schaffen?

Ich wusste es nicht. Ich kannte sie gut. Sie war zwar eine alte Dame, aber fit im Kopf und fit für ihr Alter – auch körperlich. In der letzten Zeit hatte sie sich etwas zurückgehalten, was ihren Einsatz gegen Dämonen und ähnliche Kreaturen anging. Es gab Zeiten, da hatte sie fast jeden Monat einmal in irgendeiner Gefahr geschwebt. Sie war nicht jünger geworden, und da hatte sie sich gewissermaßen zu meiner Beraterin entwickelt, die mir bei mystischen und geschichtlichen Nachforschungen aufgrund ihres großen Wissens und ihrer erstklassigen Bibliothek half.

Jetzt hatte ich Angst um sie!

Eine widerliche und irgendwie klebrige Angst, die ich auch nicht loswurde. Sie steckte fest in meinem Innern und breitete sich immer mehr aus. Ich glaubte sogar, nicht mehr normal atmen zu können. Irgendwo in meinem Brustkasten klemmte etwas.

Hoffentlich war ihr nichts passiert. Ich mochte sie. Nachdem meine Eltern gestorben waren, hatte ich sie in gewisser Hinsicht als Mutterersatz eingestuft, zudem hatte sie mich oft genug als ihren Sohn bezeichnet.

Nein, der Druck in der Brust ließ nicht nach, als ich den Revoer durch das abendliche London lenkte und vor einer Ampel stoppen musste, weil sie rot zeigte.

Das ärgerte mich. Fahren – stehen bleiben? Ich spielte tatsächlich mit dem Gedanken, und brauchte mir darüber keinen Kopf mehr zu machen, denn es meldete sich mein Handy.

Da ich stand, konnte ich gut telefonieren. Es war Suko, der mich sprechen wollte.

„He, was ist? Ich bin noch nicht bei …“

„Vergiss das einen Moment.“

Nach diesem Satz schoss mir das Blut in den Kopf. Wenn Suko so sprach, gab es Probleme.

„Sheila rief an. Und sie fragte nicht danach, wie es uns geht. Bei ihr ging es um Johnny …“

Danach hörte ich nur noch zu und spürte, dass mir der Schweiß ausbrach. Johnny hatte die Chance bekommen, Sheila alles zu erklären, und so erfuhr ich, dass er und sein Freund von den gleichen Monstern angegriffen worden waren wie wir.

„Das ist kein Zufall, Suko.“

„So sehe ich das auch.“

„Ein Plan“, flüsterte ich und wusste, dass ich blass geworden war. „Ein verdammter Plan, den der Schwarze Tod in die Wege geleitet hat. Er hat seine Vasallen geschickt. Sie sollen ihm den Weg freimachen. Davon bin ich überzeugt.“

„Ich wollte es dir nur sagen, John. Ansonsten bleiben Shao und ich in deiner Wohnung.“

„Noch eins. Was ist mit Bill?“

„Sheila hat nicht von ihm gesprochen. Ich nehme allerdings an, dass sie ihn informiert hat.“

„Danke, dass du angerufen hast, Suko. Ich muss weiter.“

„Wann bist du denn bei ihr?“

„Das kann ich noch nicht sagen. Ich hoffe, es in wenigen Minuten geschafft zu haben.“