Journalismusforschung - Ulrike Kassem - E-Book

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Ulrike Kassem

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, Note: 2,7, Freie Universität Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: "Der geschickte Journalist hat eine Waffe: das Totschweigen – und von dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch.“ So stand es bereits 1921 in einem Essay der "Weltbühne". Dem Autoren, Kurt Tucholsky, ging es um die Frage nach Wahrhaftigkeit in den Medien, darum, ob Journalisten die Welt darstellen wie sie ist oder ob sie die Realität verändern – nach Belieben oder sogar ohne es zu wissen. Fragen, die sich Wissenschaftler tatsächlich schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts stellen. Zahlreiche normative und auch empirische Studien beschäftigen sich seitdem mit der Rolle des Journalisten im journalistischen System und der Wahrhaftigkeit von Medien. Tucholsky kam übrigens zu folgendem Schluss: "Was da steht, das ist nicht die Welt. (...) Man sollte sich lieber an das Original halten." Die vorliegende Hausarbeit wird die Entwicklung der Journalismusforschung aufzeigen. Ausgangspunkt dabei sind drei Grundebenen, die sich mehr oder weniger parallel zueinander entwickelt haben: Die Mesoebene, die eine eher untergeordnete Rolle spielt, die Mikroebene, zu der alle Handlungs- und Akteurstheorien zählen und die ihren Blick in erster Linie auf die Journalisten richtet sowie die Makroebene, die Ebene der Institutionen, die der Mikroebene die Systemtheorie entgegensetzt, welche sich zum zweifellos wichtigsten Ansatz in der Journalismusforschung entwickelt hat. Wichtige Forschungskonzepte und -strömungen werden in dieser Arbeit, im Rahmen des Möglichen, genauer beschrieben. Zu ihnen gehören: die „Gatekeeper“-Forschung, das Konzept der Professionalisierung, die Autopoiesis, das Zwiebelmodell, die Distinktionstheorie sowie die News-Bias-Forschung. Aus Platzgründen ist es jedoch weder möglich, alle nennenswerten Theorien und Ansätze in der Journalismusforschung zu erwähnen oder gar zu beschreiben, noch die beiden großen, äußerst komplexen Forschungsströmungen, System- und Akteurstheorie, bis ins Detail zu beleuchten. Unberücksichtigt müssen in dieser Arbeit auch Forschungen bleiben, die sich mit besonderen Problemfeldern beschäftigen, Journalismus im Zusammenhang mit Ethik oder Qualität zum Beispiel. Wichtig ist, zu erwähnen, dass alle angeführten Konzepte und Richtungen der Journalistenforschung mehr oder weniger parallel zueinander existieren, wobei es durchaus Bemühungen gibt, einzelne untereinander zu koppeln.

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Veröffentlichungsjahr: 2005

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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Überblick
2 Theorie
Theorien des Journalismus
2.1 Definition des Begriffs „Journalismus“
2.2 Die Anfänge der Forschung
2.3 Forschung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
2.4 Forschung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
3 Empirie
Das Rollenverständnis der Journalisten
3.1 Vorwort
3.2 Entwicklungen
3.4 Einstellung deutscher Journalisten
4 Ausblick
5 Literaturverzeichnis

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1. Einleitung und Überblick

,,Der geschickte Journalist hat eine Waffe: das Totschweigen - und von dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch.“1So stand es bereits 1921 in einem Essay der ,,Weltbühne“. Dem Autoren, Kurt Tucholsky, ging es um die Frage nach Wahrhaftigkeit in den Medien, darum, ob Journalisten die Welt darstellen wie sie ist oder ob sie die Realität verändern - nach Belieben oder sogar ohne es zu wissen. Fragen, die sich Wissenschaftler tatsächlich schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts stellen. Zahlreiche normative und auch empirische Studien beschäftigen sich seitdem mit der Rolle des Journalisten im journalistischen System und der Wahrhaftigkeit von Medien. Tucholsky kam übrigens zu folgendem Schluss: ,,Was da steht, das ist nicht die Welt. (...) Man sollte sich lieber an das Original halten.“2

Die vorliegende Hausarbeit wird die Entwicklung der Journalismusforschung aufzeigen. Ausgangspunkt dabei sind drei Grundebenen, die sich mehr oder weniger parallel zueinander entwickelt haben: Die Mesoebene, die eine eher untergeordnete Rolle spielt, die Mikroebene, zu der alle Handlungs- und Akteurstheorien zählen und die ihren Blick in erster Linie auf die Journalisten richtet sowie die Makroebene, die Ebene der Institutionen, die der Mikroebene die Systemtheorie entgegensetzt, welche sich zum zweifellos wichtigsten Ansatz in der Journalismusforschung entwickelt hat.