Kakadu und Kukuda - Paul Maar - E-Book

Kakadu und Kukuda E-Book

Paul Maar

4,8

Beschreibung

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Texte: Paul Maar übertrifft sich selbst und spielt mit diesem Hausbuch seine ganze Vielseitigkeit aus: Charmant-witzige Gedichte, Nonsens-Reime, interaktive Ideen, verrückte Zungenbrecher und liebenswerte Geschichten vom kleinen Känguru bieten genug Lesestoff fürs ganze Jahr. Alle Texte drehen sich ums Lieblingsthema Tiere und wurden von Nina Dulleck wunderschön illustriert: ein echter Prachtband für Kinder ab 6 und deren Eltern! In "Kakadu und Kukuda" finden sich zahllose freche Reime, witzige Ideen und knifflige Rätsel von Lieblingsautor Paul Maar.

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Seitenzahl: 74

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Wenn im FRÜHLING der Flachs blüht,

flattern viele flinke Finken

übers flache Flachsfeld.

Ein Tier hat’s wirklich tierisch schwer,

ihr glaubt es nicht? Dann hört mal her:

Es kann kein Telefon benutzen,

kann nicht seine Brille putzen,

kann nicht dumme Fragen fragen,

und nicht Hemd mit Kragen tragen.

 

Ein Tier hat’s wirklich tierisch schwer,

ihr glaubt es nicht? Dann hört mal her:

Es kann sich nicht die Zähne putzen,

kann kein Klopapier benutzen,

kann nicht über Witze lachen,

und andre dumme Sachen machen.

 

Ein Tier hat’s wirklich tierisch schwer,

ihr glaubt es nicht? Dann hört mal her:

Es kann nicht mal das Licht anschalten,

kann auch keine Ordnung halten,

kann sich nicht sein Hemd verdrecken,

und sich nicht unter Decken strecken.

 

Ein Tier hat’s wirklich tierisch schwer,

ihr glaubt es nicht? Dann hört mal her:

Es kann nicht reden und nicht sprechen,

kann nicht andre unterbrechen,

kennt nicht Tage, kennt nicht Wochen

und kann keine Rochen kochen.

 

Ein Tier hat’s wirklich tierisch schwer,

ihr glaubt es nicht? Dann hört mal her:

Es kann nicht lachen, kann nicht singen,

kann keine Fünf nach Hause bringen,

hat keinen Euro in den Taschen,

und kann auch keine Flaschen waschen.

 

Doch ein Tier kann auch nicht lügen,

und kann andre nicht betrügen!

Vögel fliegen durch die Lüfte,

Hunde riechen alle Düfte,

Fische schwimmen durch die Wellen,

während Hunde lautstark bellen.

Hasen können Haken schlagen,

Mäuse können Löcher nagen,

Gazellen können pfeilschnell laufen,

der Elefant macht große Haufen.

 

Tiere können so viel Sachen,

die wir Menschen gar nicht machen.

Tiere können so viel Sachen,

die sonst keiner kann.

 

Der Löwe zeigt stolz seine Zähne,

der Holzwurm seine Sägespäne,

der Pinguin trägt gerne Frack,

die Katze kauft man oft im Sack.

Lamas können sehr weit spucken,

Giraffen über Bäume gucken.

Das Faultier schläft mitunter Wochen,

flach wie Papier macht sich der Rochen.

 

Tiere können so viel Sachen,

die wir Menschen gar nicht machen.

Tiere können so viel Sachen,

die sonst keiner kann.

 

Der Elefant ist ein Trompeter,

das Känguru springt zwanzig Meter,

Papageien können reden,

doch der Affe grüßt nicht jeden.

Pferde können manchmal scheuen,

während Rinder wiederkäuen,

Schlangen streifen ab die Hüllen,

der Ochsenfrosch kann furchtbar brüllen.

 

Denn Tiere können so viel Sachen,

die wir Menschen gar nicht machen.

Ja, Tiere können so viel Sachen,

die sonst keiner kann!

Buchstaben-Säulen

Hier siehst du vier Buchstaben-Säulen.

Suche in jeder Säule einen Vogel, und unterstreiche das Wort mit Bleistift.

FUNKEN

AHA

STAR

KAKA-ICH

FÜNKEN

IHI

STER

KAKA-ER

FONKEN

EHE

STÖR

KAKA-SIE

FINKEN

OHO

STIER

KAKA-WIR

FÖNKEN

UHU

STOR

KAKA-IHR

FANKEN

ÖHÖ

STUR

KAKA-DU

FÄNKEN

AHÄ

STÄR

KAKA-ES

FENKEN

ÖHA

STÜR

KAKA-EUCH

FRANKEN

AUA

STOPP

KAKA-U

Und hier kannst du nachprüfen, ob du alle Vögel erkannt hast. Denn zu jedem gibt es ein Gedicht:

Die Ratte sprach zum Star:

»Du hast ja gar kein Haar!«

»Aus dir spricht nur der pure Neid

auf mein schönes Federkleid!«,

so sprach der Star im Gehen

und ließ die Ratte stehen.

 

Der kleine Uhu ruft »Huhu!«

und macht die Augen auf und zu.

 

Drei Finken fielen in ein Loch,

in dem es ziemlich stinkig roch.

So kam es, dass drei Finken

jetzt unerträglich stinken.

 

Der Maulwurf sprach zum Kakadu:

»Jetzt sei mal still, gib endlich Ruh!

Dein Gekreisch stört meine Frau

sogar ganz tief im Maulwurfsbau!«

 

Der Hase liegt im grünen Gras,

nachdem er davon ganz viel fraß.

 

Das Nashorn liest die Morgenzeitung

am liebsten mit Musikbegleitung.

 

Der Vielfraß fragt die Ratte,

ob sie schon Frühstück hatte.

 

Quallen lieben Speisequark.

Der macht die schwächste Qualle stark.

 

Der Elefant hat große Ohren,

drin haben Flöhe nichts verloren.

 

Das Nashorn nennen viele »Rhino«,

der Dinosaurus heißt auch »Dino«.

Wie ihr bestimmt wisst, leben die Kängurus in Australien. Aber für die Geschichten in diesem Buch stellen wir uns vor, dass das kleine Känguru mit seiner Mutter in derselben Stadt wohnt wie ihr, vielleicht sogar in derselben Straße.

Eine Tafel Schokolade

»Weil du mir so schön geholfen hast, habe ich dir was mitgebracht«, sagt die Känguru-Mutter zum kleinen Känguru, als sie vom Einkaufen zurückkommt.

»Was denn?«, fragt das kleine Känguru.

»Eine Tafel Schokolade«, sagt die Känguru-Mutter. »Hier!«

»Eine ganze Tafel? Nur für mich? Au fein, Mama!« Das kleine Känguru freut sich. »Darf ich dem kleinen Biber auch was davon abgeben?«

»Natürlich darfst du das. Ich find’s sogar nett vor dir, dass du deinem Freund was abgeben willst«, sagt die Mutter.

»Wiedersehn, Mama. Ich hüpf gleich los, ja?« Das kleine Känguru steckt sich die Schokolade vorne in den Beutel und hüpft los. So schnell, dass es gar nichts merkt, als ihm die Tafel Schokolade unterwegs rausfällt. Ganz außer Atem kommt es beim kleinen Biber an.

»Ha-ha-hallo, kleiner Biber!«, ruft es. »Ich hab dir was mitgebracht.«

»Was denn?«, fragt der kleine Biber.

»Rate mal«, sagt das kleine Känguru.

»Einen Ball?«

»Falsch!«

»Eine Blume?«

»Falsch!«

»Ein Klavier?«

Das Känguru lacht. »Es ist etwas zu essen. Und es ist braun und süß!«

»Doch nicht etwa Schokolade?«, fragt der kleine Biber.

»Erraten!«, ruft das kleine Känguru. »Du kriegst gleich was ab. Wo ist die Schokolade nur?« Es kramt in seinem Beutel. »Oh nein! Weg! Ich muss sie unterwegs verloren haben. So ein Mist!«

»Weg?«, sagt der kleine Biber. »Dann müssen wir sie suchen. Wo bist du denn entlanggehüpft?«

»Da, durch die große Wiese«, sagt das kleine Känguru.

Beide gehen suchend durch das Gras.

Plötzlich ruft der kleine Biber: »He, kleines Känguru, komm mal hier rüber! Guck mal, was ich gefunden habe! So ein Zufall: Eine Tafel Schokolade!«

»Fein. Das ist meine«, sagt das kleine Känguru und hüpft zu ihm hin.

»Woher willst du wissen, dass es deine ist?«, fragt der kleine Biber. »Vielleicht ist es eine ganz andere. Schokoladen sehen alle gleich aus. Ich hab sie gefunden, also ist es meine.«

»Stimmt nicht! Das ist meine!«, ruft das kleine Känguru.

»Nein, das ist meine«, behauptet der kleine Biber. »Du musst gar nicht streiten: Ich geb dir nämlich die Hälfte davon ab.«

»Nein, das ist meine Schokolade, und ich geb dir die Hälfte davon ab!«, ruft das kleine Känguru.

So geht der Streit hin und her. Da kommt der kleine Hund dazu.

»Wieso streitet ihr?«, fragt er erstaunt.

»Weil das meine Schokolade ist. Ich hab sie verloren«, sagt das kleine Känguru.

»Nein, meine. Ich hab sie gefunden«, sagt der kleine Biber.

»Hm.« Der kleine Hund überlegt. »Wer von euch gibt mir was ab, wenn es seine Schokolade ist?«, fragt er.

»Von mir kriegst du die Hälfte«, sagt das kleine Känguru.

»Von mir auch«, sagt der kleine Biber.

»Sehr gut. Dann schenkt mir jetzt der kleine Biber die Hälfte von seiner Schokolade«, sagt der kleine Hund.

Der kleine Biber bricht die Tafel in der Mitte entzwei und gibt die Hälfte dem kleinen Hund.

»Und jetzt schenkt mir das kleine Känguru die Hälfte von seiner Schokolade!«

Das kleine Känguru nimmt dem Biber die übrig gebliebene Hälfte schnell aus der Hand und gibt sie dem kleinen Hund.

Und wenn der nicht so gutmütig wäre, würde er jetzt seine Schokolade ganz allein aufessen. Das tut er aber nicht. Er sagt: »So, und jetzt teilen wir meine Schokolade ganz gerecht in drei Teile!«

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In den drei folgenden Texten sind jeweils alle Buchstaben des Alphabets zu finden. Alle, bis auf einen!

Findest du immer den fehlenden Buchstaben?

1.QUALLEN

(Ein Urlaubsbrief)

 

Liebe Tante Helga,

stell dir vor, was Xaver gemacht hat: Er jagte auf der Insel Sylt drei Quallen durch lautes Klopfen aus dem Wasser. So eine Gemeinheit!

2.BÄR

(Lisa ruft ihrer Freundin Yvonne eine Warnung zu.)

 

»Vorsicht, Yvonne! Ein junger Bär flieht gerade mit unserem Speisequark zum Wald!«

3.WAL

(Eine gereimte Bootspartie)

 

Der junge Max fuhr kurz nach halb zwei mit seiner Yacht an einem Pottwal vorbei.

Wenn zwei Fliegen sich begegnen

und sich liebevoll begrüßen,

streicheln sie sich, statt zu küssen,

zärtlich mit den Vorderfüßen.

 

Wenn die Tauben immer sagen,

dass sie keine Küsse kennen,

liegt es daran, dass die Tauben

küssen immer schnäbeln nennen.

 

Wenn Igelmann und Igelfrau

ganz verliebt zusammensitzen,

müssen sie behutsam küssen,

wegen ihrer Stachelspitzen.

 

Der Wurmmann sagt zur Wurmfrau:

»Ich hätte dich ja gern geküsst.

Doch weiß ich bei dir leider nie,

wo hinten und wo vorne ist.«

Versteckte Tiere

In jedem der folgenden Wörter versteckt sich ein Tier.

Findest du sie? Ein Beispiel: In der LESELAMPE versteckt sich der ESEL – LESELAMPE

STEMMEISEN

PARKUHR

WURFKEULE

STROMAUSFALL

EHERING

SEGELFLIEGER

SCHWALBE

VEREHRUNG

SILBERKELCH

STAFFELLAUF

WAFFELEISEN

TISCHWEIN

Auflösung:

STEMMEISEN

PARKUHR