Kleines kurioses Küchenlexikon - Marcus Reckewitz - E-Book

Kleines kurioses Küchenlexikon E-Book

Marcus Reckewitz

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2,99 €

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Beschreibung

Dieses vergnügliche Lexikon ist für alle, die sich auch jenseits von Zutatenlisten und Garzeiten für Kulinarisches begeistern, genau das Richtige. Mit viel Humor und Fachwissen öffnet Marcus Reckewitz die Tür zum Kuriositätenkabinett Küche: Was zum Beispiel hat der Verdauungstrakt marokkanischer Ziegen mit kostspieligem Speiseöl zu tun? Wo frönt man der Lust an frittierten Schokoriegeln und findet das auch noch normal? Und warum sollen gerade Männer statt frischer Tomaten lieber Ketchup essen? Eine köstliche Lektüre der besonderen Art – mit verblüffenden Fakten gespickt und witzigen Anekdoten garniert!

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 112




Marcus Reckewitz

Kleines kuriosesKüchenlexikon

Marcus Reckewitz

KLEINESKURIOSESKÜCHENLEXIKON

Mit Illustrationen von Olaf Schumacher

ANACONDA

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in derDeutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sindim Internet unter http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© 2011 Anaconda Verlag GmbH, KölnAlle Rechte vorbehalten.Innenillustrationen, Umschlagmotiv und -gestaltung: Olaf SchumachereISBN 978-3-7306-9102-1ISBN [email protected]

INHALT

Hors d’œuvre

Aphrodisiaka

Arganöl

Backpulver

Baguette

Beizen

Tipps zur Fleischreifung

Berliner

Bio

Bock(bier)wurst

Brötchen

Butter

Cervelat

Chicorée

Chili

Chilli-Einkaufstipps

De gustibus non est disputandum

Milbenkäse

Haggis

Ortolane

Schnepfendreck

Molekularküche

Durian

Balut

Doughnut

Dresdner Christstollen

Entenmuscheln

Ernährung

Feldsalat

Fischstäbchen

Fleisch

Gourmands

Ludwig XIV.

Bismarck

Diamond Jim Brady

Granatapfel

Graved Lachs

Honig

Hummer

Jesus-Wurst

Killerbrötchen

Kochbuch

Königskuchen

Labskaus

Landjäger

Marsriegel

Matjes

Mohn

Mondamin

Nougat

Nürnberger Rostbratwürstchen

Nutella

Nutrigenomik

Orangenöl

Panade

Pasta

Kleine Pasta-Formen- und Namenkunde ..

Pichelsteiner Eintopf

Pizza Hut

Pommes

Reubensandwich

Rote Grütze

Senf

Spaghetti Carbonara

Spargel

Speiseeis

Tomaten

Tupper

Übergewicht

Wiener Würstchen

Zuckerrübe

Bibliographie

HORS D‘ŒUVRE

Ein Wort vorweg …

Kochen macht Spaß! Und Kochen ist seit geraumer Zeit schwer „in“! Kein TV-Sender, der nicht mittlerweile eine eigene Kochsendung hätte, kein TV-Magazin, das nicht eine Kochnische hätte. Und die über Zeitschriften, Kochbücher und über das Internet im Umlauf befindlichen Rezepte, dürften mittlerweile reichen, ganze Völkerschaften bis ans Ende aller Tage zu bekochen, ohne Langeweile aufkommen zu lassen.

Deshalb an dieser Stelle kein weiteres Kochbuch! Stattdessen ein wenig unterhaltsame und interessante Begleitmusik zu all dem, was in der Küche zusammengerührt und gebrutzelt wird. Für all diejenigen, die gerne kochen und/oder essen und die sich über Garzeiten hinaus auch für Hintergründiges interessieren. Deshalb an dieser Stelle also ein kleines vergnügliches Küchenlexikon mit jeder Menge kurioser Geschichten und Informationen rund ums Thema Essen und Genießen. Im Folgenden werden Sie zum Beispiel erfahren, von wem und wo die Pommes erfunden wurden oder die Spaghetti Carbonara, warum es auf dem Milbenkäse aus Sachsen kribbelt und krabbelt, warum der Hummer pfeift, wenn man ihn im kochenden Wasser zum Zwecke höherer Genüsse vor seinen Schöpfer führt, warum Männer lieber Ketchup statt frische Tomaten essen sollten, welche Bedeutung das Verdauungsergebnis marokkanischer Ziegen für das extravagante Arganöl hat, wo man begeistert Marsriegel frittiert, warum ein Richter dereinst freiwillig 27.000 Bratwürstchen aß, warum die hochgelobte Mittelmeerdiät ohne eine entsprechende genetische Ausstattung vermutlich für die Katz ist und warum Matjes ziemlich pubertäre Leckerbissen sind u.v.a.m.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen! Und beim anschließenden Verbreiten der hoffentlich gewonnenen, bisweilen skurrilen Erkenntnisse!

APHRODISIAKA

Aber Glaube versetzt Berge ...

Was hat die Menschheit nicht schon alles geschluckt in der Hoffnung, ihre lahmen Lenden in erotisches Beben zu versetzen. Ob Seegurke, Robbenpenis, Austern, Haifischflossen, Bananen, Ginsengwurzeln, diverse Küchenkräuter oder rohe Eier, der Glaube an die aphrodisierende Kraft erotisch aufgeheizter Lebensmittel ist unerschütterlich – und natürlich ziemlich kalter Kaffee, naiv-volkstümlicher Aberglaube. Nur weil eine Morchel penisgleich stramm ans Licht drängt, muss sie nicht zwangsläufig eine vergleichbare Wirkung im Hosenlatz erzielen. Und nur weil eine Auster an eine Vulva erinnert, muss ihr Verzehr nicht zwangsläufig erotische Wallungen auslösen. Natürlich gibt es exotische Pflanzentees, die über Alkaloide eine enthemmende und damit auch eine erotisierende Wirkung erzielen können. Das kann man mit ein, zwei Gläsern Champagner aber auch. Vorausgesetzt, dass noch Leben in jenen Organen pulsiert, die man zu erotisieren gedenkt. Und natürlich gibt es pflanzliche Wirkstoffe, die mit durchblutungssteigernder Wirkung für einen erfreulichen Fortgang der Dinge sorgen können. Doch die sind in der Regel so gefährlich wie Viagra für Schlaganfallpatienten. Und außerdem befinden wir uns da bereits im Labor der Pharmazie und nicht mehr zu Tisch.

Unterm Strich gilt: Angeblich aphrodisierende Genuss- und Lebensmittel wirken, wenn überhaupt, vor allem im Kopf. Und der ist fürs Erotische das Wichtigste. Denn hier, und nicht im Hosenlatz, liegt das Zentrum sinnlichen Begehrens. Es ist die Hoffnung, dass es nach dem Verzehr von Ginseng und Co. nun bald losgehe, es ist der Glaube ans Gelingen, der die Leisten zittern lässt. Dass der Glaube wirkt und wie sehr er wirkt, dafür mag als Beweis die hübsche Geschichte von Ninon de Lenclos (1620-1705) angeführt sein, die berühmt war wegen ihrer Bildung und Schönheit, in deren Salon die Geistesgrößen der Zeit verkehrten, und die eine der größten Liebeskünstlerinnen aller Zeiten war. Sie pflegte vor erotischen Abenteuern im

Glauben an seine sinnliche Wirkung Spargel zu essen – zu zweit und in rauen Mengen. Und das bis ins hohe Alter. Als der selbst bereits ergraute Abbé Gedouin, der um ihrer Schönheit und Liebeskünste willen sogar aus dem Jesuitenkloster ausgetreten war, an die Angebetete mit seinem erotischen Begehr herantrat, verweigerte sich die 79-Jährige zunächst mit dem Verweis auf die Spargelsaison im Mai des folgenden Jahres – und ihren 80. Geburtstag!

Der Spargel kam – und dem Abbé vergingen Hören und Sehen. In Angelegenheiten des Glaubens war Madame de Lenclos bei ihm aber natürlich auch in besonders guten Händen.

ARGANÖL

Kulinarische und kosmetische Wunderwaffe aus Ziegenkötteln

Es ist sündhaft teuer, es schmeckt unglaublich intensiv nach Sesam und Haselnuss, es löst bei Star- und Amateurköchen hemmungslose Begeisterungsstürme aus, und es ist ein Öl mit einer bizarren Herstellungsmethode.

Ausgangsprodukt sind die Früchte des Arganbaums im Südwesten Marokkos, der nur hier gedeiht, weil er sich an die allein hier vorherrschenden klimatischen Verhältnisse am Rand der Sahara perfekt angepasst hat. Die Schwierigkeit der Ölherstellung besteht darin, an den ölhaltigen Kern der gelben, pflaumengroßen Früchte heranzukommen. Denn zum Schutz vor Fressfeinden bietet der Baum ein dichtes Dornen-Dickicht auf. Wollte ein Mensch zur Ernte der reifen Früchte in den Baum klettern, würde er wahrscheinlich wie nach einer Akupunktursitzung mit Zimmermannsnägeln auf den Boden der Tatsachen zurückkehren.

Also muss man entweder warten, bis die reifen Früchte fallen. Was aber den Nachteil hat, dass man dann das Fruchtfleisch mühselig vom Kern entfernen muss. Oder man lässt die Ziegen in den Baum. Ziegen machen die Dornen nämlich nichts aus. Und Ziegen lieben die Früchte der Arganbäume, die sie samt Fruchtkern fressen. Dann kommen sie wieder runter vom Baum, ziehen durch die Landschaft, lassen währenddessen die Arganfrucht durch ihren Darm gleiten und kötteln die Kerne –vom verdauten Fruchtfleisch fein säuberlich befreit – wieder aus.

Was jetzt folgt, ist traditionell die Arbeit der hier lebenden Berberfrauen. Die vom Baum gefallenen Früchte sowie die geköttelten Kerne werden gesammelt und zwischen Steinen zerschlagen, woraufhin der mandelartige Inhalt zutage tritt, den man erst über Feuer röstet und schließlich zwischen zwei Mahlsteinen zermahlt. Die Brösel werden dann unter Zugabe von lauwarmem Wasser zu einer Paste verrührt und so lange von Hand geknetet, bis das Öl austritt. Je nach Qualität benötigt man 30 bis 100 Kilogramm Arganfrüchte und acht bis zwölf Stunden Arbeit, um einen Liter – garantiert keimfreies – Öl herzustellen.

Und dieses Öl soll sogar medizinische und kosmetische Wunder vollbringen: Es soll den Cholesterinspiegel senken, Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen, Rheuma lindern, gegen Schuppen und Schuppenflechte wirken. Selbst Neurodermitiker sind begeistert. Und vor allem: Es soll gegen die natürliche Zellalterung wirken, Knitterfalten und Krähenfüße beseitigen! Es verspricht also ewige Jugend! Wahrlich, es ist wohl jeden Cent wert, dieses Wunderöl.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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