Kommissar Stein und die sieben Steine - Peter W Klose - E-Book

Kommissar Stein und die sieben Steine E-Book

Peter W Klose

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Beschreibung

Endlich Sommerferien! Doch nicht alle Schüler der Klasse 7 fahren in den Urlaub. Sieben von ihnen beschließen, einen Security Service zu gründen, der im Rhein-Center in Köln-Weiden dafür sorgen will, dass Taschendiebe keine Chance haben. Bei ihren Beobachtungen fallen ihnen drei Männer auf, die einen der vielen Bankautomaten manipulieren. Mit Hilfe von Handy und Webcam unter dem Fahrradsattel beobachten sie die Männer immer dann, wenn sie in der Nähe des Centers sind oder durch das Geschäftsgebäude gehen. Der Onkel von David ist bei der Polizei – Kriminaloberkommissar Roman Forisch. Der freut sich, wie schnell die Kids mit SMS und Videoaufnahmen die Untaten der Gangster dokumentieren. Sie sind sogar schneller als manche seiner Kollegen. Ob Kommissar Forisch und sein Chef Kommissar Armin Stein die täter dingfest machen können? Dies ist der erste Jugendkrimi von Kommissar Armin Stein und seinem Assistengen Roman Forisch. Ein typischer Klose, auch mal für die Jugend.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 88

Veröffentlichungsjahr: 2011

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KOMMISSAR STEIN UND DIE SIEBEN STEINE

Von Peter Wolfgang Klose

Ein Krimi für Kinder und Jugendliche

Plan rund um das Rhein-Center

Der Aktionskreis der sieben Steine

Copyright © 2010 by Peter-Wolfgang Klose, Köln

 

Herstellung:PublikationsService® – Produktion & VerlagArmin Zupan, München

www.publikationsservice.de%20

 

Dieses Buch wurde auf chlor- und säurefreiem Papier gedruckt

Printed in Germany

 

ISBN: 978-3-936904-55-0

 

 

Alle Personen und Geschehnisse dieses Romans sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und tatsächlichen Geschehnissen wären rein zufällig. Die Unternehmen, Namen und Daten in den hierin befindlichen Beispielen sind frei erfunden, soweit dies nicht anders angegeben ist oder der besseren Orientierung gilt.

 

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

 

Personenverzeichnis:

 

Armin Stein, Lt. KriminalhauptkommissarRoman Forisch, KriminaloberkommissarJosef Hartkopf, Staatsanwalt

 

Giovanni Marconi, aus Italien, aber in Köln geborenAchilles Papadopoulos, aus Griechenland stammendSven Lindkvist, aus Schweden nach Köln gekommenHester van Mourik, ursprünglich aus den NiederlandenDavid Schmitz-Esser, UrkölnerFabienne Dubois, aus BelgienMehmet Gün, aus der Türkei? Nein, echter Kölner

 

Andere:drei Männerein paar Streifenpolizisten

 

und viele, viele Kölner

Neugierige

Frau Backes

Sebastian Baumann, Center Manager

Herr Wieschnewski, OStR. bald i.R.

etc.

Ferien

Feuchter konnte es nicht sein. Und das am letzten Schultag vor den großen Ferien.

Die Kinder der Klasse 6 c des Georg-Büchner-Gymnasiums in Köln-Weiden hatten sich so auf einen schönen Sommer gefreut. Doch, wenn man dem Wetterbericht glauben schenken konnte, dann sollte es die nächsten Tage nicht besser werden.

In der letzten Pause vor der Zeugnisausgabe hockten sie wieder zusammen: die sieben Steine, wie sie sich nannten. Giovanni, dessen Großeltern aus Bari in Italien nach Deutschland gekommen waren und der, außer den Eis- und Pizzasorten, kaum noch italienisch sprechen konnte. Dann Achilles, der Denker in der Gruppe und das Mathegenie. Seine Eltern waren vor langer Zeit aus Saloniki gekommen und überlegten, ob sie nicht die Gaststätte auf der Rückseite des Rhein-Centers übernehmen sollten. Sven und Hester, die schneller SMS schicken, als andere denken konnten. Sven war in Stockholm geboren und sein Vater arbeitete bei einer Autofirma in Kerpen. Hester stammte aus Maastricht in den Niederlanden. Ihr Vater war Professor in Köln und ihre Mutter importierte ungarische Weine nach Deutschland. Sie war Ungarin, was Hester zugutekam, denn so sprach sie auch diese Sprache fließend. David hätte, wenn er es denn gewollt hätte, seinen Stammbaum sicher bis zu den Ubiern zurückverfolgen können. Bei dem Nachnamen Esser war das kein Wunder. Esser und Schmitz sind eben die typischen Namen in Köln. Fabienne war die Computerspezialistin in der Truppe und ewig mit neuen Computerprogrammen beschäftigte. Ihre Familie stammte aus Belgien, der Großvater war hier Soldat gewesen und sie waren, nachdem die Kaserne aufgelöst worden war, hiergeblieben. Und Mehmet war der Organisator. Er wusste immer, wo etwas los war und wo die Post abging.

Da saßen sie nun und unterhielten sich über die Ferien.

Sie stellten schnell fest, dass keiner von ihnen irgendwo hinfuhr. Bei den einen Eltern fehlte das Geld oder sie sparten auf irgendetwas oder sie hatten keinen Urlaub bekommen. Bei den anderen hatten die Eltern jetzt keine Zeit. Nur Mehmet hätte wegfahren können. Doch er wollte nicht zu den Verwandten in die Türkei.

Der Gong ertönte und rief sie wieder in die Klasse.

Wer nicht versetzt wurde, wusste es schon. Aber welche Noten sie genau bekamen, davon hatten sie noch keine Ahnung.

Der Klassenlehrer, Herr Wieschnewski, kam mit ernstem Gesicht in die Klasse.

Sofort herrschte Ruhe. Alle setzten sich auf ihre Plätze. Die Blicke waren konzentriert auf den Lehrer gerichtet.

„Schön, dass Ihr mal so schnell ruhig sein könnt. Gleich werdet Ihr die Zeugnisse bekommen. Der eine oder andere von Euch wird sich freuen, andere werden vielleicht von sich enttäuscht sein. Aber eines müsst Ihr wissen: An den Noten habt Ihr den größten Anteil. Wir Lehrer unterrichten, Ihr lernt. Manche mehr, manche weniger. Und wenn wir einen Test schreiben, dann schreibt Ihr den. Wir Lehrer geben nur die Noten. Und wir geben sie gerecht. Wir haben keine Lieblinge oder jemanden, den wir nicht mögen. Wir versuchen wenigstens, gerecht zu sein.“ Er blickte in die Runde.

„Für das nächste Jahr wünsche ich Euch alles, alles Gute. Ich gehe jetzt in Pension. Glaubt mir, ich war gerne hier Lehrer und Ihr wart eine nette Klasse. Ich wünsche Euch, dass Ihr Euren Weg geht, so wie Ihr es Euch wünscht. Und jetzt gibt’s die Hexenblätter mit Teufelsschrift, wie wir das früher nannten.“

Herr Wieschnewski rief jeden Einzelnen auf. Jeder Schüler und jede Schülerin bekam das Zeugnis mit einem Kommentar und nahm es artig entgegen.

Hin und wieder konnte man einen kleinen Jubel hören und auch ein „Scheiße“ war zu vernehmen. Herr Wieschnewski hüstelte kurz. Er hatte es immer geschafft, dass dieses Wort in seinem Unterricht nicht fiel.

Dann war auch diese Stunde vorbei.

Der Klassensprecher, David Esser, ging an den Klassenschrank und holte einen Blumenstrauß, eine Flasche Rotwein und eine Baseballmütze heraus.

„Lieber Herr Wieschnewski, die Klasse 6 c will sich recht herzlich bei Ihnen bedanken. Wir haben viel bei Ihnen gelernt. Wir wollen Ihnen diese Blumen und die Flasche Wein schenken. Dazu die Mütze, auf der wir alle unterschrieben haben. Aber wir haben noch etwas: Hier haben Sie zehn Gutscheine für zehn Mal Rasen mähen. Die können Sie bei mir einlösen. Dann kommt jemand von uns und mäht Ihren Rasen. Wenn wir das dürfen natürlich nur.“

Herrn Wieschnewski standen die Tränen in den Augen.

„Danke, David, Ihr seid prima. Die Gutscheine werde ich bestimmt einlösen. Danke Euch allen. Und jetzt schöne Ferien und haut ab, bevor ich anfange zu weinen.“

Alle Kinder der Klasse gingen an ihm vorbei und schüttelten ihm die Hand und bei dem einen oder anderen kullerte auch eine Träne.

Giovanni, Achilles, Sven, Hester, David, Fabienne und Mehmet blieben noch einen Moment zusammen auf dem Schulhof.

„Also“, sagte David, „dann sehen wir uns morgen um zehn hier auf dem Schulhof. Auf spannende Ferien.“

Security Seven Stones

Schon eine Woche war vergangen und immer noch hatten sie keinen Verdächtigen ermittelt.

Die Gruppe der sieben Steine, oder Security Seven Stones, wie sie sich nannten, traf sich jeden Vormittag auf dem Schulhof. Sie hatten sich vorgenommen, Weiden sicherer zu machen und verdächtige Personen zu beschatten und Geschäfte zu überwachen.

Jeder von ihnen kannte die gängigen Bücher, in denen Jungen und Mädchen Kriminalgeschichten erlebten, auswendig.

Aber ihre Gruppe war etwas Besonderes. Sie waren in EU-Mission, wie sie es nannten, unterwegs. Dass Mehmet aus der Türkei stammte, war egal, er war sowieso in Lindenthal geboren und seine Eltern waren wie er deutsche Staatsbürger. Sie hatten in der Schule die Europäische Union durchgenommen und festgestellt, dass sie ein kleiner Ausschnitt davon waren. Außerdem waren sie Freunde.

Heute regnete es mal ausnahmsweise nicht. Trotzdem gingen sie in das Rhein-Center. Dort war es fast immer wärmer als draußen und zu sehen gab es auch mehr.

„Zuerst schauen wir nach, ob alle Fahrräder draußen abgeschlossen sind. Wenn nicht, bewachen wir sie, bis der Besitzer kommt“, schlug Fabienne vor.

„Und woher willst Du wissen, wem das Fahrrad gehört?“ Sven dachte praktisch. Es gab ja keinen Fahrzeugschein für Fahrräder wie beim Auto.

„Gut, dann teilen wir uns in drei Gruppen auf“, schlug David vor. „Giovanni und Achilles, Ihr seid eine Gruppe. Sven, Hester und Mehmet, Ihr seid die zweite Gruppe und Fabienne und ich, wir bilden die dritte Gruppe. Gruppe eins überwacht Hussel. Sven und Co, Ihr überwacht Weltbild, und wir gehen zu Thalia. Sobald Ihr einen Ladendieb seht, macht ein Foto und informiert die anderen. Verfolgung inklusive. Treffpunkt ist in zwei Stunden im Eiscafé. Viel Erfolg.“

Jeder von ihnen hatte ein Handy und unter den Kurzwahlen hatten sie sich die Nummern gegenseitig gespeichert. Jugendliche mit Handys fielen im Rhein-Center nicht auf.

Heute war viel los. Man merkte den ersten Ferientag. Es waren viele Jugendliche, mit und ohne Eltern, unterwegs. Fabienne war gerne mit David in einer Gruppe. Sie mochte ihn. Und er schätzte ihr Wissen. Sie war mit dem Computer groß geworden und Ihr Vater sorgte immer dafür, dass sie auf dem neuesten Stand war. In der Buchhandlung Thalia zog es sie immer automatisch in die Abteilung mit den Fachbüchern für Computer. Dort stand aber auch ein großer Tisch und es fiel nicht auf, wenn man von dort aus das Geschäft überwachte. Im Blickfeld lagen auch die Tische mit den Kölnartikeln und hin und wieder hatte sie das Gefühl, als ob jemand etwas einstecken wolle. Doch dann legten die Leute es wieder zurück oder gingen damit zur Kasse.

David schlenderte durch den Laden und sah sich bei den Jugendbüchern um. Ein Junge, vielleicht etwas älter als er, nahm sich ein Buch aus dem Regal. Er schlenderte mit dem Buch in den großzügigen Cafébereich bei Thalia und setzte sich auf das Sofa. Dann blätterte er in dem Buch herum.

David gab Fabienne ein Zeichen und sie kam zu ihm. Kurze Zeit später saßen zwei weitere junge Leute drei Tische weiter und blätterten zusammen in einem Buch. Immer wieder achteten sie darauf, was drei Tisch weiter geschah. Plötzlich stand der Junge auf und steckte das Buch, so als sei es sein eigenes, unauffällig in die Plastiktüte, die er bei sich trug. Sofort machte Fabienne ein Bild von ihm.

Der Junge schlenderte zum Ausgang, sah noch kurz bei den DVDs vorbei und wollte dann den Laden verlassen. Doch er hatte die Rechnung ohne den Verkäufer gemacht, der ihn auch bei seinem versuchten Diebstahl beobachtet hatte.

„Vergiss nicht das Buch in der Plastiktüte zu bezahlen“, sagte er und stand urplötzlich neben dem Jungen.

Fabienne und David waren auch schon zur Stelle.

„Oh, das ist ein Versehen. Entschuldigung, ich wollte das gerade bezahlen.“ Er drehte sich zur Kasse um und entdeckte Fabienne und David.

„Petzer“, schleuderte er ihnen entgegen, „wir sehen uns wieder.“

David und Fabienne hatten ein reines Gewissen und scherten sich nicht um den Jungen.

Den ganzen Vormittag waren die Gruppen auf Tour, doch sie konnten keinen Ladendieb entdecken.

Zum Mittagessen waren sie bei Mehmets Mutter eingeladen, die sich immer freute, wenn die Jugendlichen kamen, denn von ihren acht Kindern war nur noch Mehmet im Haus. Die anderen waren alle schon erwachsen und hatten eigene Familien. Endlich war der große Tisch mal wieder richtig besetzt.

Die Kinder erzählten sich von ihren Beobachtungen und planten den Nachmittag. Dieses Mal wollten sie rund um das Rhein-Center patrouillieren.