Kompetenzgrenzen des EuGH - Paul Gragl - E-Book

Kompetenzgrenzen des EuGH E-Book

Paul Gragl

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht, Note: Sehr Gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen), Sprache: Deutsch, Abstract: Die zunehmende Integration auf europäischer Ebene ist eine unbestrittene Tatsache. Daher scheint es nur logisch und zweckmäßig, wenn ganz im Sinne des Subsidiaritätsprinzips nach Art 5 Abs 3 EUV (ex-Art 5 Abs 2 EGV) die Union in jenen Bereichen, die nicht in ihre ausschließliche Zuständigkeit fallen, nur tätig wird, soweit die Zwecke der in Betracht gezogenen Maßnahmen auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht ausreichend verwirklicht werden können. Zu diesen Bereichen gehört seit einigen Jahren auch das Arbeitsrecht, um im Hinblick auf einen funktionierenden Binnenmarkt (dh Arbeitnehmerfreizügigkeit und Niederlassungsfreiheit) gleiche arbeitsrechtliche Standards in den Mitgliedstaaten zu schaffen. Diese Seminararbeit wird sich dabei mit der Problematik auseinandersetzen, wann die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes diese Kompetenzen der Union überschreitet, und zwar anhand zweier konkreter Fälle mit arbeitsrechtlichem Bezug. Mit dem „Maastricht“-Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts wurde für solche kompetenzüberschreitende Handlungen der Begriff der „ausbrechenden Rechtsakten“ geprägt. Darunter versteht man einen unzulässigen ultra vires-Akt eines Organs, der gegen bestehendes Kompetenzrecht oder – wie im Falle des EuGH – etablierte Rechtsprechung verstößt. Kritiker von „ausbrechenden Rechtsakten“ argumentieren dabei vor allem, dass die Mitgliedstaaten die Europäische Union niemals zu solchen Rechtsakten ermächtigt haben und dass mit einer derart ausuferenden Rechtsprechungspraxis die rechtstaatliche Gewaltenteilung gefährdet wird.

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Veröffentlichungsjahr: 2010

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Inhaltsverzeichnis
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Page 3

Abs Absatz

AEUV Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (konsolidierte Fassung nach dem Vertrag von Lissabon, Amtsblatt der Europäischen Union C 115 vom 9.Mai 2008)

AöR Archiv des öffentlichen Rechts

Art Artikel

AuR Arbeit und Recht

BAG Bundesarbeitsgericht

BB Betriebs-Berater

BGBl Bundesgesetzblatt

BGHZ Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Zivilsachen

BSG Bundessozialgericht

BVerG Bundesverfassungsgericht

BVerfGE Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

Comp. Labor Law & Pol’y Journal Comparative Labor Law & Policy Journal

DÖV Die Öffentliche Verwaltung

EG Europäische Gemeinschaft

EGV Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft

ELF The European Legal Forum

EMRK Europäische Menschenrechtskonvention

EU Europäische Union

EuGH Europäischer Gerichtshof

EUI Working Papers RCAS European University Institute Working Papers of the Robert Schuman Centre for Advanced Studies

EuGRZ Europäische Grundrechte-Zeitschrift

Page 4

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EUV Vertrag über die Europäische Union (konsolidierte Fassung nach dem Vertrag von Lissabon, Amtsblatt der Europäischen Union C 115 vom 9.Mai 2008)

EuZA Europäische Zeitschrift für Arbeitsrecht

EuZW Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht

FA Fachanwalt Arbeitsrecht

FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung

Fn Fußnote

gem gemäß

GG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

GLJ German Law Journal

iSd im Sinne des/der

iSv im Sinne von

iVm in Verbindung mit

JuS Juristische Schulung

JZ Juristenzeitung

KSchG (deutsches) Kündigungsschutzgesetz, zuletzt novelliert durch Art 3 des Gesetzes vom 26.3.2008 (BGBl I 444).

lit litera

LSG Law Society Gazette

MZES Arbeitspapiere - Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung

NJW Neue Juristische Wochenschrift