Krieg endlich den Arsch hoch! - Matthew Kimberley - E-Book

Krieg endlich den Arsch hoch! E-Book

Matthew Kimberley

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7,99 €

  • Herausgeber: Goldmann
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2012
Beschreibung

Die beste Selbstmotivation – sein Leben auf die Reihe kriegen!

Um Karriere, Beziehung, Fitness und das sonstige Leben auf die Reihe zu bekommen, braucht es manchmal nur einen ordentlichen Tritt in den Allerwertesten. Den verpasst einem Matthew Kimberley, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Wer seinen nützlichen Lektionen folgt, hört endlich auf herumzuheulen und verwandelt sich stattdessen über Nacht von einer jämmerlichen Fußmatte in einen selbstbestimmten Superhelden.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 255

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Buch

Kommen Sie mit Ihrer Karriere nicht voran? Möchten Sie frischen Wind in Ihre Beziehung bringen? Sind Sie eher fett als fit? Dann fangen Sie an, etwas zu tun! Sie wissen genau, dass eine ordentliche Mütze Schlaf mehr Lebensenergie bringt, trotzdem sehen Sie sich zum x-ten Mal alle Staffeln »Desperate Housewives« an. Sie könnten Ihre To-do-Liste in der Hälfte der Zeit abarbeiten, stattdessen stellen Sie Ihrem Expartner auf Facebook nach. So wird das nichts!

Was Sie also brauchen, ist ein richtiger Tritt in den Allerwertesten! Wenn Sie die Nase selbst voll haben von Wischiwaschi-Weichei-Selbsthilfe-Ausreden, ist hier die Alternative. Wenn Sie diese idiotensicheren Anweisungen befolgen, werden Sie sich (wahrscheinlich) über Nacht von einer einsamen, jämmerlichen und unterwürfigen Fußmatte, die sich permanent von den Ungerechtigkeiten des Lebens ärgern lässt, in einen echten Superhelden verwandeln. Dieses Buch bietet jedenfalls alle nützlichen Lektionen dazu.

Autor

Matthew Kimberley wurde in Großbritannien geboren und reiste durch die Welt, bis er schließlich in Malta landete, wo er bleiben wird, bis sich etwas anderes ergibt. Der interessanteste Teil seiner Biografie kann leider nicht veröffentlicht werden, weil er eine Schweigevereinbarung mit der britischen Regierung getroffen hat. Trotzdem erfreut sich sein Internetblog größter Beliebtheit.

www.howtogetagrip.com

Matthew Kimberley

KRIEG ENDLICH DEN ARSCH HOCH!

SO LÄUFT DEIN LEBEN RUND

Aus dem Englischen von Christina Jacobs

Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.

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Alle Ratschläge in diesem Buch wurden vom Autor und vom Verlag sorgfältig erwogen und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Eine Haftung des Autors beziehungsweise des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist daher ausgeschlossen.

Deutsche Erstausgabe Januar 2013

© 2013 der deutschsprachigen Ausgabe

Wilhelm Goldmann Verlag, München,

in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH

© Text 2011 Matthew Kimberley

Alle Rechte vorbehalten.

Originaltitel: How to Get a Grip

Originalverlag: AdLib, ein Imprint von John Blake Publishing Ltd, London

Umschlaggestaltung: Uno Werbeagentur, München

Umschlagillustration: FinePic®, München

Redaktion: Kerstin Uhl

Satz: Uhl + Massopust, Aalen

CB · Herstellung: IH

ISBN 978-3-641-08886-6V002www.goldmann-verlag.de

għal Sam m’għandekx idea kemm inħobbok

Inhalt

VORWORT

WIE MAN DIESES BUCH BENUTZT

KRIEGEN SIE ES AUF DIE REIHE

EIN ANSCHAULICHES GLEICHNIS ZUR EINFÜHRUNG

DIE MORAL UND DIE LEKTION

ÜBERNEHMEN SIE VERANTWORTUNG

ERLAUBEN SIE ES SICH EINFACH

SEIEN SIE ZUVERSICHTLICH

SEIEN SIE ENTSCHLOSSEN

HÖREN SIE AUF, ES SO KOMPLIZIERT ZU MACHEN

REDUZIEREN SIE STRESS

STEHEN SIE VERDAMMT NOCH MAL IHREN MANN/IHRE FRAU

KRIEGEN SIE DINGE GEBACKEN

SETZEN SIE PRIORITÄTEN

BEFREIEN SIE SICH VON DER GRÜBEL-LÄHMUNG

SCHMEISSEN SIE IHREN FERNSEHER RAUS

DURCHTRENNEN SIE DAS COMPUTERKABEL

BEWEGEN SIE IHREN HINTERN AUS DEM BETT

BITTEN SIE UM HILFE

BETREIBEN SIE OUTSOURCING

WENDEN SIE DIE ACHT-MINUTEN-REGEL AN

FAZIT: SIE SOLLTEN ETWAS TUN, UND DAS SOFORT!

ODER TUN SIE NICHTS

UMGANG MIT ANDEREN MENSCHEN

SEIEN SIE NICHT SO EMPFINDLICH

NIEMAND SAGT IMMER DIE GANZE WAHRHEIT

SAGEN SIE, WAS SIE MEINEN

DIE KIRSCHEN IN NACHBARS GARTEN SIND IMMER RÖTER

WIE SIE RICHTIG KOMMUNIZIEREN

WIE SIE NICHT ZUR FUSSMATTE MUTIEREN

WIE SIE MIT FREMDEN SPRECHEN SOLLTEN

WIE SIE SICH SELBST NICHT SO ERNST NEHMEN

TANZEN SIE NACKT VOR DEM SPIEGEL

MACHEN SIE SICH SCHMUTZIG

SINGEN SIE LAUTHALS IN DER ÖFFENTLICHKEIT

VERSCHICKEN SIE FANPOST

ZIEHEN SIE SICH EIN LUSTIGES KOSTÜM AN

BEZIEHUNGEN

QUALITÄT STATT QUANTITÄT

WIE SIE MIT ANDEREN MENSCHEN UMGEHEN SOLLTEN

WANN SIE SICH MIT JEMANDEM ZUSAMMENTUN SOLLTEN

WARUM SIE EINEN PARTNER BRAUCHEN

WIE SIE EINEN PARTNER FINDEN

WIE VERHEIRATETE SICH VERHALTEN SOLLTEN

WIE SIE KINDER GROSSZIEHEN

DER NOTFALL!

GESUNDHEIT

ANMERKUNGEN ZUM DIÄTHALTEN

IHR KÖRPER

SIE BRAUCHEN SCHLAF!

FRÜHSTÜCKEN SIE

TRINKEN SIE MEHR WASSER

EIN HOCH AUF DEN ALKOHOL

TRINKEN SIE ALKOHOL IN HOMÖOPATHISCHEN DOSEN

NEHMEN SIE IHREN KATER AN

ARBEIT UND GELD

IHR JOB IST IHRE ARBEIT, NICHT IHR LEBEN

SORGEN SIE DAFÜR, DASS IHRE ARBEIT SIE WENIGER NERVT

MACHEN SIE URLAUB

IHRE ARBEITSSTELLE IST NICHT SICHER

DIE WAHRHEIT ÜBER GELD

SO VERDIENEN SIE GELD

NICHTS IST UMSONST

SO VIEL GELD BRAUCHEN SIE

SO HALTEN SIE IHR GELD ZUSAMMEN

KAUFEN SIE NACH PLAN

ACHTUNG! ES GEHT HIER NICHT UMS GELD

EINIGE SCHNELLE ERFOLGE FÜR EIN GUTES GEFÜHL

STREICHEN SIE DIESE WÖRTER AUS IHREM VOKABULAR

ES IST EGAL, WIE SIE SICH KLEIDEN

DER »DU KANNST ALLES ERREICHEN«-MYTHOS

LESEN SIE EIN BUCH

TRENNEN SIE SICH VON EIN PAAR DINGEN

NEHMEN SIE DEN BUS

SORGEN SIE IN IHREM ZUHAUSE FÜR ORDNUNG

SCHALTEN SIE AM WOCHENENDE IHR HANDY AUS

SCHLUSSBEMERKUNGEN

DANK

REGISTER

VORWORT

Mögen alle Ihre Lebensentscheidungen so klug sein wie die, dieses Buch zu kaufen.

Es gibt Zeiten im Leben, da laufen die Dinge so richtig mies. Einige trifft es zwar schlimmer als andere, doch egal wer Sie sind und was Sie tun, Sie können das nicht verhindern. Es ist allein der Umgang mit dieser Plage, der Sie von anderen Menschen unterscheidet. Auch wenn Sie vielleicht denken, dass Sie keine Möglichkeit haben, die Dinge zu verändern und dafür zu sorgen, dass alles etwas weniger mies läuft, dem ist nicht so. Sie haben alles, was Sie dazu brauchen, und wissen alles, was Sie dafür wissen müssen. Im Grunde brauchen Sie dieses Buch gar nicht.

Sie haben vielleicht schon eine Menge Ratgeber gelesen (wenn nicht – keine Sorge – dann werden Sie die nach der Lektüre dieses Buches auch nicht mehr brauchen). Einige Ratschläge daraus haben unter Umständen bis zu einem gewissen Grad oder zumindest für kurze Zeit auch funktioniert, aber das meiste hat wahrscheinlich überhaupt nichts bewirkt. Keines dieser Selbsthilfebücher hat Sie in den Augen des anderen Geschlechts wirklich attraktiver, aus Ihnen tatsächlich einen beliebteren Gesprächspartner oder gar einen olympiareifen Speerwerfer gemacht. Allenfalls haben sie bei Ihnen für einen vorübergehenden Motivationsschub gesorgt, ehe Sie wieder in Ihr trauriges Dasein zurückfielen, das von Massen an ungewaschener Unterwäsche, strapazierten Finanzen und ewiger Unzufriedenheit geprägt ist.

Bücher, die versprechen, Ihr Leben verbessern zu können, gibt es schon seit Jahrzehnten. Sie sind so konzipiert, dass sie an Ihre Unsicherheiten appellieren – jene nervigen und hartnäckigen Stimmen, die Ihnen weismachen wollen, dass Sie nicht gut, reich, dünn und stark genug sind oder zu wenig Selbstvertrauen haben.

Zugegeben, viele der früheren Werke waren auch ganz gut. Etliche der vor 80 oder 90 Jahren geschriebenen Bücher besitzen heute immer noch Gültigkeit, mit ihren altbewährten Weisheiten wie »Behandle Menschen gut, und du wirst feststellen, dass sie eher geneigt sind, dir ihren Rasenmäher auszuleihen« oder »Wenn du reich werden willst, musst du mehr Geld ansparen, als du ausgibst, und darfst dir keine drei Kreditkarten zulegen.« Doch im Laufe der letzten Jahrzehnte ist mit der Selbsthilfeliteratur etwas Eigenartiges passiert: etwas Unerklärliches und Unheimliches. Viele dieser Bücher erwecken den Anschein, dass Engel heutzutage einen gewissen, wenn nicht den entscheidenden Anteil an Ihrem allgemeinen Wohlbefinden haben und dass es Geheimnisse gibt, die zwar nur Eingeweihte kennen, die diese für 9,99 Euro aber gern mit Ihnen teilen. Wenn Sie die Kraft der Kristalle und Chakren, die positive Manifestation und die Beschwörungsformeln alter Stämme sowie andere magische Kräfte ignorieren, so tun Sie das auf eigene Gefahr. Es scheint, dass es für nichts mehr eine einfache Erklärung gibt. Sie müssen im perfekten Einklang mit den Kräften des Universums leben, sonst vergeuden Sie nur Ihre Zeit. Falls Sie das glauben.

Falls nicht, wissen Sie bereits alles, was Sie über das Leben wissen müssen. Es gibt eine Menge Dinge, mit denen Sie sich gar nicht zu beschäftigen brauchen, und die Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen kennen Sie bereits. Diese Antworten sind lediglich tief in Ihrem Unterbewusstsein vergraben, unter den Antworten auf Fragen wie die, ob Sie daran gedacht haben, die Hähnchenbrust für das Abendessen aufzutauen, oder ob Sie Ihre Parklizenz rechtzeitig verlängert haben. Wenn Sie ehrlich zu sich selbst sind, wird Ihnen klar werden, dass Sie längst wissen, was Sie tun müssen, um reicher, schlanker, besser im Bett, weniger tumb, unterhaltsamer, weniger raubeinig, fürsorglicher oder weniger empfindlich zu sein. Sie wissen, was Sie tun müssen, um mehr Sex zu haben, mehr Zeit mit Ihren Kindern zu verbringen oder sich gesünder zu ernähren.

Trotzdem haben Sie bisher Ihre Zeit damit vergeudet, nach dem »Sinn des Lebens« zu suchen.

Es gibt keinen Sinn. Das Leben ist, was es ist.

Aber auch das wussten Sie schon, oder?

Gleichwohl sind manche Dinge bedeutsamer als andere. Man muss eben Prioritäten setzen. Was für Sie persönlich bedeutsam ist, das bestimmen immer noch Sie selbst. Sie wissen bereits genau, was für Sie wichtig ist – und was nicht.

Wenn man das Leben wirklich genießen will, darf man es vor allem nicht so ernst nehmen, und man sollte aufhören, sich selbst fertigzumachen. Darum geht es in diesem Buch: Dass Sie die wirklich wichtigen Dinge erkennen, sich von den nicht so wichtigen frei machen und dass Sie sich und Ihr Leben nicht so verdammt ernst nehmen. Wenn Sie das erst einmal getan haben, werden Sie feststellen, dass es Ihnen leichter fällt, glücklich zu sein. Und das wollen Sie doch, oder? Sie wollen in völlige Ekstase geraten. Sie wollen jeden Morgen mit einem geradezu orgastischen Gefühl aufwachen, weil Sie genau wissen, dass Ihr Tag erfüllt sein wird, voll von tollen Erlebnissen, Kuchen und Freibier.

Manche Tage werden eben auch nicht so toll sein. Das lässt sich nun mal nicht ändern. Wenn Sie dieses Buch erst einmal gelesen haben, werden Sie dann aber wenigstens nicht mehr vor Angst schlottern, komplett durchdrehen oder Ihren Frust an Ihrer Katze auslassen. Und solche schlechten Tage kommen immer wieder, egal wie tapfer Sie dagegen ankämpfen.

Machen Sie sich Ihre Suche nach dem Glück also nicht schwerer, als sie ist. Sie könnten durchaus täglich mit einem postkoitalen Lächeln auf dem Gesicht aufwachen, doch in letzter Zeit haben Sie sich vielleicht selbst eingeredet, dass Sie das nicht zustande bringen. Dank der Einmischung der Selbsthilfebranche halten Sie das Spiel des Lebens für viel schwieriger, als es tatsächlich ist. Sie sind überzeugt davon, dass Sie ohne Unterstützung durch ein System, ein Seminar, einen Experten, ein Buch, einen Workshop oder eine Religion praktisch nichts mehr bewältigen können.

Dieses Buch bietet Ihnen Unterstützung, die letzte, die Sie je brauchen werden. Es zu schreiben war leicht, denn es besteht aus einem Aufguss ganz einfacher Weisheiten: hier ein bisschen gesunder Menschenverstand, da ein paar allgemein bekannte Tatsachen und Wahrheiten, das Ganze schlau verpackt als witziger Leitfaden. Nichts auf diesen Seiten wird Sie überraschen, einiges wird Sie erfreuen, und bei vielem werden Sie zustimmend nicken und sagen: »Ja, das weiß ich schon.«

Ich wiederhole: Sie wissen es schon. Aber Sie haben es vergessen, wegen des weißen Rauschens. Das weiße Rauschen kommt von überallher: Fernsehmoderatoren, Zeitschriften, Familienmitglieder, die es gut meinen, Kirchenoberhäupter, Zeitungskolumnisten, Modeschöpfer und Lebensberater. All diese Menschen haben eine Menge guter Ratschläge für Sie. In der Vergangenheit haben Sie bewusst nach diesen Ratschlägen gesucht – und es hat Sie verwirrt. Da Sie verstehen wollten, warum einige Menschen übergewichtige Versager sind und andere gut gebaute, athletische Millionäre mit Nummernkonten an exotischen Orten, haben Sie aufgehört, auf sich selbst zu hören, und stattdessen angefangen, an den Lippen von »Experten« zu hängen. Aber Sie kennen die Antworten schon, also hören Sie jetzt damit auf, nach weiterer Bestätigung zu suchen.

Sie sind übergewichtig, weil Sie mehr Kalorien zu sich nehmen, als Sie verbrennen.Sie haben nichts auf dem Konto, weil Sie mehr Geld ausgeben, als Sie einnehmen.Sie spielen schlecht Tennis, weil Sie mehr Zeit in der Kneipe als auf dem Tennisplatz verbringen.

Leider sind diese schnellen und einfachen Erklärungen durch weit kompliziertere Empfehlungen ersetzt worden.

Es ist an der Zeit, ehrlich zu sein.

Schluss mit schwachsinnigen Ausreden.

Sie wissen, was wichtig ist. Sie wissen, wie Sie die Sache angehen müssen. Sie haben es bloß verdrängt.

Wenn man eine x-beliebige Person bitten würde, eine Liste mit den Dingen zu erstellen, die sie für ein lohnenswertes, angenehmes Dasein für entscheidend hält, also die wirklich wichtigen Dinge, dann würde auf der Liste Folgendes stehen (die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle):

Gesundheit

Glück

Mehr nicht. Ein paar Scherzkekse würden Reichtum anführen, also die Anhäufung von Eigentum als Kompensation für einen winzigen Schwanz, doch damit würden sie falschliegen. Das sind lediglich hübsche Extras.

Sicher, es ist nett, mehr Geld zu haben (arm zu sein hat noch niemanden glücklich gemacht – außer vielleicht Gandhi und Mutter Teresa). Doch es ist einfach, mittellos und glücklich zu sein, und mittellos und glücklich zu sein fühlt sich gut an. Reich und glücklich zu sein fühlt sich auch verdammt gut an. Aber reich und unglücklich? Das ist ätzend.

Denken Sie immer daran,Sie wissen das schon!

Und obwohl Sie dieses zeitlose Wissen besitzen, kriegen Sie es nicht auf die Reihe. Sie machen sich mit Überstunden kaputt und verpassen deshalb die Schulaufführungen Ihrer Kinder. Ihr jetzt schon runder Hintern wird noch dicker, weil Sie zwei Stunden Anfahrt zur Arbeit absitzen. Sie investieren Zeit und Geld in einen Fernseher, anstatt Ihre Beziehungen zu pflegen, und Sie stopfen immer noch eimerweise gesättigte Fettsäuren in sich hinein, obwohl Sie wissen, dass diese Sie über kurz oder lang drei Meter tief unter die Erde bringen werden.

Dieses Buch ist eine freundliche Ermahnung, sich an das zu erinnern, was Sie wissen, und daran, warum dieses Wissen so wichtig ist.

Also: Gratulation zu Ihrer Entscheidung, Ihr Leben in den Griff zu bekommen. Damit haben Sie die wichtigste Voraussetzung schon erfüllt.

WIE MAN DIESES BUCH BENUTZT

Dies ist ein Buch! Es ist nicht zur Benutzung, sondern zum Lesen gedacht. Also lesen Sie es!

Sie sind für sich selbst verantwortlich, und Sie müssen damit beginnen, indem Sie sich diesem beeindruckenden Lebensleitfaden mit der Verantwortung nähern, die er verdient. Erfahren Sie jetzt, wie Sie aus diesem Buch ein tolles Projekt machen können, das Sie garantiert in einen Superhelden verwandelt.

Sie können das tun, was die meisten Menschen tun werden: die Überschriften überfliegen, vielleicht vor dem Einschlafen ein halbes Kapitel lesen und das Buch anschließend ins Regal stellen und es vergessen. Wenn Sie ein echter Snob sind, lassen Sie es einfach beim Physiotherapeuten Ihres Pudels im Wartezimmer liegen. Dann, nach einigen Wochen, Monaten oder Jahren werden Sie sich sagen: »Du liebe Güte, es ist wirklich an der Zeit, dass ich mir ein Buch zum Thema persönliche Entwicklung kaufe, ich habe ja immer noch Probleme damit.«

Also kaufen Sie noch ein Buch. Und wenn ich Glück habe, wird es wieder dieses sein, und ich kann mir für die Tantiemen schon wieder einen halben Cappuccino gönnen.

Ist es nicht dieses Buch, wird es irgendein anderes sein. Vielleicht eines mit dem Titel Was Mehr-Phasen-Schläfer von Hundeflüsterern lernen können oder Du bist nur so gut wie das Gute, das sich im Geist deiner toten Großmutter manifestiert. Sie lesen dann das neue Buch, bereuen, dass Sie es gekauft haben, und packen es irgendwo ins Regal.

Und so geht das ewig weiter.

Ich zum Beispiel besitze eine Sammlung von Selbstlernbüchern für mehrere Sprachen. Lernen Sie Japanisch oder Bulgarisch oder Rumänisch oder Spanisch – in 4 Wochen. Aber spreche ich eine dieser Sprachen? Nein. Das liegt daran, dass ich das tue, was die meisten Menschen tun: Ich beschließe, eine Sprache zu lernen, und bilde mir ein, dass ich, indem ich ein entsprechendes Buch kaufe und einmal lese, diese Sprache fließend beherrschen oder zumindest in der Lage sein werde, mich in dieser Sprache nach einer Verhaftung wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses wieder herauszureden. Natürlich funktioniert das nicht. Das tut es nie. Sie müssen mehr tun als das. Sie müssen das tun, was erfolgreiche und effiziente Menschen tun, und die Lektüre dieses Buchs in einen Fluchtweg verwandeln, weg vom langweiligen Unsinn.

[Wichtiger Hinweis:Sie sollten das tun, was ich sage, nicht das, was ich tue. Wenn Sie denken, dass mich das zum Heuchler macht, ist das auch in Ordnung. Mit dieser Kritik komme ich gut klar, aber hilft Ihnen das weiter? Nein? Dann Klappe halten und weiterlesen.]

Dieses Buch ist in Abschnitte unterteilt, und jeder Abschnitt enthält eine Reihe von Lektionen, perfekt geeignet, um auf der Toilette gelesen zu werden. Also tun Sie das doch einfach. Lesen Sie das Buch auf dem Klo. Eine Sitzung von 600 Wörtern wird Ihre Hämorrhoiden nicht verschlimmern. Schlimmer werden Ihre Hämorrhoiden durch ein scharfes indisches Curry, Bier oder einen neurotischen Chef.

Lesen Sie jeden Tag eine Lektion. Das dauert nicht länger als zehn Minuten. Wenn Sie diese zehn Minuten nicht erübrigen können, brauchen Sie das Buch mehr, als Ihnen bewusst ist. Jede Lektion stellt eine besonders geniale Idee vor. In einigen Lektionen finden Sie sogar Anweisungen, die Sie auf der Stelle umsetzen können (nachdem Sie das Klo verlassen haben).

Wenn Sie das tun, wird sich Ihr Leben deutlich verbessern.

Tatsächlich werden Sie sich durch die Umsetzung meiner idiotensicheren Anweisungen über Nacht von einer jämmerlichen und unterwürfigen Fußmatte, die sich permanent von den Ungerechtigkeiten und miesen Deals des Lebens ärgern lässt und keine Freunde hat, in einen wahren Superhelden verwandeln, der leider den lieben langen Tag Angebote für Rückenkrauler und kostenlose Cocktails zurückweisen muss.

[Zweiter wichtiger Hinweis: Auf diese Resultate haben Sie kein Anrecht. Die erwähnten Ergebnisse basieren auf den Erfahrungen einiger außergewöhnlicher Individuen. Autor und Verlag geben keine Garantie dafür, dass das Ergebnis bei Ihnen ähnlich ausfällt. Sorry.]

Wenn Sie meine Anweisungen aber nicht umsetzen und dann feststellen, dass Sie sich noch immer in derselben ausgelatschten Spur suhlen wie vor dem Lesen des Buchs, einsam und frierend, kommen Sie nicht zu mir gerannt. Das ist nicht meine Schuld. Es liegt an Ihnen, was als Ergebnis herauskommt.

KRIEGEN SIE ES AUF DIE REIHE

Sie brauchen nur drei Dinge zu tun, um Ihr Leben im Griff zu haben. Dies sind die Drei Goldenen Regeln:

Erstens: Sie müssen Verantwortung für sich selbst übernehmen. Das bedeutet, dass Sie aufhören müssen, auf die Erlaubnis anderer, auf Anweisungen oder Sündenböcke zu warten.

Zweitens: Sie dürfen sich selbst nicht so ernst nehmen. Wenn Sie sich selbst nicht so ernst nehmen, werden Sie auch das Leben weniger ernst nehmen. Das Leben ist kein Wettbewerb, es ist ein Spiel. Dabei gibt es keine Gewinner oder Verlierer. Und am Ende sind wir sowieso alle tot.

Drittens: Sie müssen Sachen gebacken kriegen. Nichts Berauschendes, nur die alltäglichen Sachen. Und Sie sollen das nicht deshalb tun, um dann Ihren Tag noch voller zu packen, sondern damit die Sachen, die Ihren Tag jetzt füllen, Ihnen nicht zur Last werden.

Es gibt einige weitere Dinge, die Ihnen dabei helfen können, Ihr Leben in den Griff zu kriegen; eine der wichtigsten ist der Umgang mit den anderen Idioten, mit denen Sie die Erde teilen müssen. Die richtige Einstellung unseren Mitmenschen gegenüber und wie Sie mit ihnen interagieren, wird Sie auf Ihrem Weg zum »In-den-Griff-Bekommen« schneller voranbringen, ebenso die richtige Einstellung zu Arbeit und Geld.

Doch wenn Sie aus diesem Buch nur drei Dinge mitnehmen, dann bitte die Goldenen Regeln:

1. Übernehmen Sie Verantwortung für sich.

2. Nehmen Sie sich nicht so ernst.

Und:

3. Bekommen Sie Sachen gebacken.

Sie müssen sich auch darüber klar werden, was wirklich wichtig ist. Manche Dinge sind sehr wichtig, viele sind aber völlig unwichtig. Momentan verbringen Sie wahrscheinlich zu viel Zeit mit Ihren Sorgen über die kleinen Dinge. Das beeinträchtigt Ihre Fähigkeit, die großen Dinge richtig zu bedenken.

Wenn Sie feststellen, dass Sie sich über blödsinniges Zeug Sorgen machen, hören Sie jetzt damit auf.

Hier einige Beispiele für blödsinnige Dinge:

ob Ihre Socken zusammenpassen;wie viel Trinkgeld Sie geben sollen;was Leute, die Sie nicht mögen, über Sie denken;dass Sie vergessen haben, den Müll rauszustellen;dass Sie ein Kilo Übergewicht haben;Arbeitszeiterfassung.

Konzentrieren Sie sich auf die wirklich wichtigen Dinge:

Ihre Gesundheit;Ihre Familie;Ihre Beziehungen.

Warum?

Wenn Sie sich mit Kleinkram abgeben, kostet Sie das Zeit und emotionale Energie (beides begrenzte Ressourcen).

In diesem Kapitel werden Sie an den Grundlagen arbeiten. Nach einem recht anschaulichen Gleichnis und einigen weiteren Anmerkungen stelle ich Ihnen jene sieben Bausteine vor, die Sie brauchen, um die Dinge in den Griff zu bekommen. Diese sieben Bausteine bilden das Fundament. Und Sie werden auf diesem Fundament weiter aufbauen, bis Sie ganz oben sind.

Es ist einfach für mich, Ihnen zu erzählen, dass Sie Verantwortung für sich selbst übernehmen sollen, aber wenn es Ihnen an Selbstvertrauen fehlt, Sie sich nie was erlauben oder Sie ein jämmerliches Weichei sind, das sich vor Angst in die Hosen macht, dann wird das Übernehmen von Verantwortung für Sie eine Sisyphusarbeit werden, die niemals endet.

Also sollten Sie das Ganze in kleinen Schritten angehen und einfach unablässig weitermachen.

EIN ANSCHAULICHES GLEICHNIS ZUR EINFÜHRUNG

Die folgende Geschichte ist frei erfunden: Es war einmal ein Junge namens Benjamin. Benjamin wurde mit einem Loch im Herzen und einem Sprachfehler geboren. Zu allem Überfluss hatte er nach einer Polio-Infektion ein gelähmtes Bein. Armer Teufel.

Seine Mutter gab ihn weg an einen Mann namens Otto im Tausch gegen ein Handy, eine Packung Zigaretten und Rubbellose im Wert von 20 Euro. Otto steckte Benjamin in eine Fabrik. Dort musste der Junge Designerlabel auf Handtaschenimitate kleben, die an wohlhabende Damen verscherbelt wurden. Benjamin arbeitete 18 Stunden am Tag und durfte nur alle sechs Stunden eine kurze Pause machen. Er wurde für seine Arbeit nicht bezahlt und schlief unter seiner Werkbank, den Geruch von Kleber und Leder in der Nase.

Drei Tage nach Benjamins zwölftem Geburtstag stellte Otto eine Putzfrau mit dem Namen Gerda ein. Gerdas Schicht begann um 22 Uhr – genau dann, wenn Benjamin seine Arbeit beendete. Benjamin und Gerda wurden Freunde, und nach einigen Wochen fing Gerda an, Benjamin Geschenke mitzubringen: Sie brachte ihm Murmeln mit. Sie brachte Murmeln aus Glas und Ton, große Murmeln und kleine Murmeln. Es gab Glasmurmeln, Riesenmurmeln, Tonmurmeln, getigerte Murmeln, gestreifte Murmeln und andere. Benjamin ordnete sie nach Größe und Farbe und versteckte sie unter den Bodenbrettern. Die Murmeln waren Benjamins Ein und Alles. Es bereitete ihm großes Vergnügen, sie zu betrachten, und er häufte eine stattliche Sammlung dieser farbigen Kugeln an. Bis zu seinem 16. Geburtstag hatte er mindestens 200 verschiedene Murmeln in den unterschiedlichsten Größen und Farben gesammelt. Nie in seinem Leben war er glücklicher. Dann bekam Benjamin eine Lungenentzündung und starb. Gerda bezahlte seinen Grabstein. Darauf stand: »Hier ruht Benjamin. Der glücklichste kleine Bursche, den die Welt je gesehen hat.«

Zu derselben Zeit, als Benjamin in der Fabrik schuftete, lebte in derselben Fantasiestadt in einer Villa eine junge Frau namens Sophia. Sophia war gesund, schön und hochgewachsen. Während ihrer Zeit im Mädchenpensionat hatte sie gelernt, sich gewählt auszudrücken, und ihr Vater sorgte dafür, dass sie pünktlich jeden Monat einen fünfstelligen Scheck erhielt. Sie hatte sechs Diener und einen sorgfältig gepflegten Rasen. Ihre Tage bestanden aus ausgedehnten Mahlzeiten und Massagen.

Leider war Sophia depressiv, weil ihre Freundin Jasmin, diese Ziege, zu ihr gesagt hatte, dass ihre neue Handtasche so was von out wäre. Sophia kam nicht darüber hinweg. Sie verließ das Haus nicht mehr und starb in der Nacht vor ihrem 28. Geburtstag an einer Überdosis aus Gin und Antidepressiva.

Eigentlich vermisste sie niemand.

DIE MORAL UND DIE LEKTION

Benjamin war zufrieden mit seinem Schicksal. Sophia war nicht zufrieden, obwohl es ihr, was materiellen Komfort anlangte, an nichts fehlte.

Die Moral von der Geschichte ist, dass man das, was man hat, wertschätzen sollte. Das ist die einzige Möglichkeit, ein glückliches und erfülltes Leben führen zu können. Punkt.

Wenn Sie nicht lernen, das, was Sie haben, wertzuschätzen, streben Sie nach einem nicht genauer definierbaren Etwas, das Sie niemals finden werden. Entweder Sie sind mit Ihrem Schicksal zufrieden – oder nicht. Bekommen Sie das in den Griff. Genießen Sie die schönen Dinge in Ihrem Leben.

Auch mittellose Menschen können ein glückliches Leben führen, wenn sie mit der Gabe der Wertschätzung dessen, was sie haben, gesegnet sind. Aufgrund desselben Prinzips können Menschen, die Flugzeuge, Konzerne und Löwenfelle besitzen, permanent unzufrieden sein und unaufhörlich nach mehr streben. Mehr heißt aber nicht zwangsläufig besser. Mehr kann großartig sein, doch Ihr »Mehr« wird durch Ihre Einschätzung dessen definiert, was »Mehr« ist.

Ich will damit nicht sagen, dass Sie jeden Morgen mit positiven Beschwörungsformeln, Atemübungen und dem Sonnengruß beginnen sollen. Ich will damit auch nicht sagen, dass Sie Post-its an den Spiegel kleben sollen, die Sie daran erinnern, dass Sie wunderbar und einzigartig sind und dass Sie Ihr Schicksal selbst in der Hand haben. Ich will damit auch ganz bestimmt nicht andeuten, Sie könnten sich selbst davon überzeugen, dass Sie zu fast allem fähig sind, indem Sie sich immer wieder Autosuggestions-CDs anhören.

Ganz im Gegenteil.

Was Sie tun müssen, ist, sich selbst daran zu erinnern, dass das, was Sie haben, o.k. ist. Und noch mehr als das: Auch die Hälfte dessen, was Sie haben, wäre noch o.k. Also schrauben Sie Ihre Erwartungen herunter.

Wenn Sie das tun und sich mit etwas weniger zufriedengeben, können Sie den Grad Ihrer Zufriedenheit erheblich erhöhen.

Sind Sie ein Benjamin oder eine Sophia? Ein dankbarer Rotzlöffel, der das Leben liebt und die einfachen Dinge zu schätzen weiß, oder eine verwöhnte Kuh, die mit nichts zufrieden ist? Fragen Sie sich, wie gut Sie es eigentlich haben. Und jetzt fragen Sie sich das gleich noch einmal.

Verändern Sie Ihre Perspektive, machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihres Lebens, und Sie werden feststellen, dass Sie keinen Grund haben sich zu beschweren. (Wenn Sie sich dessen immer noch nicht bewusst sind: Die bloße Tatsache, dass Sie Geld für dieses Buch ausgegeben haben, deutet darauf hin, dass es Ihnen wahrscheinlich besser geht, als Sie denken.)

Und lernen Sie zu erkennen, wann es genug ist.

Mehr ist nicht immer das Beste. Es können nicht alle Wurstbrater dieser Welt Sterneköche werden. Wer würde uns sonst Currywurst machen? Aufstieg und Fortschritt sind das, was die Zivilisation zivilisiert bleiben lässt. Doch sie sind es auch, die uns Nuklearwaffen und unsägliche Fernsehsendungen bescheren.

Sie müssen Ihre eigenen Werte festlegen und damit aufhören, den Erwartungen, die andere Menschen an Sie stellen, gerecht werden zu wollen. Falls es Sie sehr stresst, den Erwartungen anderer gerecht zu werden, wird Ihnen folgender Rat helfen: Hören Sie jetzt damit auf!

Ehrgeiz ist gesund, solange es Ihr eigener Ehrgeiz ist.

Sie sagen: Ich bin mir jetzt im Klaren darüber, was ich beruflich machen will! Ich möchte Krankenschwester werden!

Ein wohlmeinender Verwandter antwortet: Großartig! Das Tolle daran ist, dass man als Krankenschwester nur noch einen Schritt vom Medizinstudium entfernt ist! Und wenn du erst einmal Ärztin bist, kannst du dich auf Chirurgie und dann auf plastische Chirurgie spezialisieren. Und wenn du dir einen Namen gemacht hast, kannst du deine eigene Praxis aufmachen, und dann bekommst du deine eigene Fernsehsendung, schreibst ein Buch und stellst ein Dutzend Mitarbeiter ein, und mit 55 Jahren hast du Millionen verdient und musst nicht mehr arbeiten.

Sie, ganz kleinlaut: Aber ich möchte doch nur Krankenschwester werden …

Genug ist genug! Warum sagen wir immer nur bei den schlechten Sachen: »Das reicht jetzt!«? Warum sagen wir das nur, wenn Bernadette und ihr Bruder Boris sich an den Haaren ziehen oder unsere Schwiegermutter mal wieder eine abfällige Bemerkung über unsere Gardinen, unsere Frisur oder unser Gewicht gemacht hat? Warum sagen wir nur »Das reicht jetzt!«, wenn uns die schlechten Sachen überrollen?

Sagen Sie es auch, wenn Sie Gutes erleben: »Donnerwetter – diese Spaghetti Carbonara sind unglaublich lecker, aber jetzt habe ich genug davon gegessen.« Oder: »Mensch – ich glaube, das waren wirklich genug Beförderungen für dieses Jahr; ich fahre jetzt in den Urlaub, bevor sie mich noch zum Geschäftsführer machen.« Oder: »Du liebe Güte, ich weiß wirklich nicht, was ich mit einem zweiten Auto anfangen sollte. Ich belasse es bei dem einen, vielen Dank.«

Zu wissen, wann man »es reicht« sagt, ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. Ich rede hier nicht über Selbstgefälligkeit, ich rede über Zufriedenheit, jenes schwer erreichbare, kaum fassbare Gut, für das wir Yogagurus unser schwer verdientes Geld in den Rachen werfen.

Wenn Sie nicht wissen, wann Sie aufhören sollten, werden Sie am Ende über Ihr Ziel hinausschießen.

Also nehmen Sie sich eine Minute Zeit, um für sich festzulegen, wann es für Sie genug sein sollte. Und dann halten Sie sich daran.

Je mehr Sie haben, desto mehr wollen Sie. Je mehr Sie wollen, desto fetter werden Sie. Je fetter Sie werden, desto schlechter wird es Ihnen gehen.

Denken Sie daran:

Sie sollten mit dem zufrieden sein, was Sie haben.Sie sollten Ihre Erwartungen herunterschrauben. Sie sollten wissen, wann es reicht.

ÜBERNEHMEN SIE VERANTWORTUNG

Jeder Impuls, Ihren Hintern hochzubekommen und etwas zu tun, was Sie als nützlich und lohnenswert erachten, muss von Ihnen selbst kommen.

Wer ist schuld daran, dass Sie Probleme haben, aus dem Bett zu kommen, und morgens lieber liegen bleiben, Milchkaffee schlürfen, rauchen und Kekskrümel auf dem Laken verteilen? Wer ist denn schuld daran, dass Sie sich nicht rechtzeitig anziehen und mit interessanten Leuten über die Themen des Tages sprechen? Wer ist schuld daran, dass Ihre Küche eine Gefahr für die Gesundheit darstellt? Wer hat denn den vergammelten Speck im Kühlschrank liegen lassen? Wer ist schuld daran, dass Sie dieses Jahr keinen Urlaub gemacht, sondern Ihr bescheidenes Urlaubsgeld in 15 Pay-TV-Kanäle und einen türkisfarbenen Jogginganzug gesteckt haben? An wem liegt es denn, dass Sie gar nicht erst versuchen, Sex zu haben, aber sich reichlich darüber beschweren, dass Sie nicht genug Sex haben?

Sie sind schuld. Sie sind für sich verantwortlich. Sie sind für Ihre Gesundheit verantwortlich. Sie sind für den Zustand Ihrer Küche verantwortlich, für Ihren Taillenumfang und dafür, wie oft Sie Oralsex bekommen. Sie sind verantwortlich für Ihr Wohl, Ihr Glück, Ihre Produktivität, Ihren Haarschnitt, Ihre Karriereaussichten, Ihren Kontostand und Ihre Kleidung.

Sicher, es kann auch mal dumm laufen, für Sie und für alle anderen. Wenn Sie gar nicht damit rechnen, werden Ihnen Knüppel zwischen die Beine geworfen, Kobolde werden auf Sie losgelassen, oder Ihnen wird ordentlich das Fell über die Ohren gezogen. Einige Menschen trifft es nun mal schlimmer als andere. Einige von uns wurden in einem Problembezirk in eine Familie von Kleinkriminellen hineingeboren. Einige von uns haben Brüder oder Schwestern in Unfällen verloren, und einigen von uns wurde von Arbeitgebern, Straßenräubern, Schulrowdys oder dem Finanzamt übel mitgespielt. Einige von uns wurden von Autos angefahren oder von Psychopathen verstümmelt, von grausamen Eltern vernachlässigt oder von Trickbetrügern in den Ruin getrieben. Einige von uns waren jung und dumm genug, um sich Piercings stechen zu lassen und sich dabei eine Blutinfektion einzufangen, von der sie sich nie ganz erholt haben.