Beschreibung

Nichts kann diese Wikingerflotte aufhalten – außer der Kampf zweier Brüder um die Anführerschaft.

Die Langbootflotte des Wikingerfürsten Grimr Schädelspalter befindet sich auf dem Rhein mitten im Reich der Franken, als er nach einer Schlacht an seinen Wunden stirbt. Für seinen Sohn Olav ist klar, dass er nun die Führung der Flotte übernimmt. Doch sein Bruder Thorbrand greift ebenfalls nach der Macht. Plötzlich sind die Nordmänner in zwei Lager gespalten und können sich auf kein gemeinsames Vorgehen einigen, während sich ein Heer der Franken nähert. Was als gewinnbringendes Abenteur begann, endet in einem gewaltigen Kampf. Dem einen bringt er Ruhm, dem anderen den Tod.

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Seitenzahl: 535

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Buch

Im Jahre des Herrn 842 führt der Wikingerfürst Eirik »Blutaxt« Sturlason seine Raubflotte den Rhein hinauf, erobert Xanten und setzt sich dort fest. Doch für seinen wichtigsten Verbündeten war das nicht genug. Wenig später befindet sich die Langbootflotte von Grimr Schädelspalter auf dem Rhein mitten im Reich der Franken, als er nach einer Schlacht an seinen Wunden stirbt. Für seinen Sohn Olav ist klar, dass er nun die Führung der Flotte übernimmt. Doch sein Bruder Thorbrand greift ebenfalls nach der Macht. Plötzlich sind die Nordmänner in zwei Lager gespalten und können sich auf kein gemeinsames Vorgehen einigen.

Und die Zeit drängt! Zwar bildet der Rhein die Grenze zwischen den Reichen der Könige Lothar und Ludwig der Fromme, sodass sich keines ihrer Reiche in der Verantwortung sieht, die Bedrohung durch die Wikinger zu beenden. Aber eine Einigung für ein gemeinsames Vorgehen steht unmittelbar bevor.

Was als gewinnbringendes Abenteuer begann, endet in einem gewaltigen Kampf. Dem einen bringt er Ruhm, dem anderen den Tod.

Autor

Jonas Herlin studierte alte Sprachen, bevor er als Lehrer tätig wurde. Wenn er gerade nicht an seinem nächsten Roman schreibt, segelt er (auch mal auf einem Wikingerschiff). Er lebt mit seiner Familie in Nordrhein-Westfalen.

JONAS HERLIN

KRIEGER

DES NORDENS

RomanOriginalausgabe

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1. Auflage

Originalausgabe Januar 2016 bei Blanvalet, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, München

Copyright © 2016 by Alfred Bekker

Umschlaggestaltung: Johannes Frick, Neusäß

Umschlagmotive: plainpicture/Philippe Lesprit; iStockphoto; Shutterstock

Lektorat: Peter Thannisch

Karte: Jürgen Speh

HK · Herstellung: sam

Satz: Mediengestaltung Vornehm GmbH, München

ISBN: 978-3-641-16120-0www.blanvalet.de

KARTE

KAPITEL 1

Anno 842, in der Nähe von Xanten am Niederrhein.

»Olav! Thorbrand! Meine Söhne!«

Grimr Schädelspalter Grimssons mächtige Pranken legten sich auf jeweils eine Schulter der beiden jungen Männer, die am Bug der schlanken Skaid standen. Thorbrand und Olav waren gleich groß. Und ihre Gesichtszüge waren denen ihres Vaters so ähnlich, dass man nicht einen Augenblick lang daran zweifeln konnte, von wem sie abstammten. »Heute könnt ihr Ruhm erwerben, meine Söhne! Es wartet reiche Beute auf uns im Land der Franken! So viel Beute, wie selbst ich noch nie auf einem Haufen gesehen habe …«

»Wir werden sie uns holen«, sagte Olav. »Bei Thor, wir werden sie uns holen!« Er grinste. »Indem sich die Königssöhne dieses Landes gegenseitig zerfleischen, statt ihre Küsten zu schützen, laden sie uns ja geradezu ein, sich das Gold ihrer Klöster und Städte zu holen!«

»Ja, aber lasst euch dies eine Warnung sein«, mahnte Grimr in ernstem Ton. Ein leichter Wind blies ihnen entgegen. Er kräuselte das Wasser des breiten Stroms, auf dem ihre Skaid zusammen mit Dutzenden anderer Schiffe flussaufwärts ruderte. Das Segel war eingeholt. Die Ruderblätter tauchten gleichmäßig ins Wasser.

Mit fast hundert Schiffen mit einigen tausend Nordmännern an Bord waren sie den Rhein flussaufwärts gefahren. Das öde Küstenland lohnte nicht für Plünderungen.

Die schmalen, wendigen Skaids bildeten die Vorhut. Später folgten bauchige Knorren, auf denen sogar Reitpferde transportiert wurden. Der breite Strom war voll von Schiffen. Mit einer so großen Flotte war selbst der in Ehren ergraute Grimr noch nicht auf Fahrt gegangen. Allerdings standen die meisten dieser Schiffe auch nicht unter seinem Befehl, sondern unter dem von Eirik »Axtmann« Sturlason. Sein mit mehr als hundert Kriegern bemannter Draken war das größte Schiff der Flotte. Gemeinsam waren sie in Dänemark gestartet, die friesische Küste entlanggefahren und dann in Britannien gelandet. Aber dort waren sie nicht lange geblieben, sondern hatten dann den Weg zur Rheinmündung gesucht.

Die sumpfige friesische Küstenwildnis hatten sie ungehindert durchquert, um ins Herz des fränkischen Reiches vorzustoßen. Ein Reich, in dem die drei Enkel von Karl dem Großen zurzeit um ihr Erbe einen verbissenen Krieg führten. Sie hatten von friesischen Händlern davon gehört, die mit ihren plumpen, an einen Schuh aus Holz erinnernden Schiffen regelmäßig über den Kanal fuhren, um im Land der Angelsachsen Handel zu treiben. Und einige gefangene Sachsen, die Kontakt zu ihren Verwandten im Regnum Francorum hatten, bestätigten diese Geschichten von den widerstreitenden Thronerben. Als sie dann auch noch erfuhren, dass unter den Sachsen die schwarzen Blattern wüteten, hatte Eirik Axtmann beschlossen, die Küste der Angelsachsen zu verlassen. Grimr war gar nichts anderes übrig geblieben, als seinem mächtigen Bundesgenossen zu folgen, denn seine Männer allein wären niemals zahlreich genug gewesen, um sich gegen die Sachsen zu behaupten. Natürlich hatte die Aussicht auf leichte Beute im Reich der Franken die Entscheidung erleichtert, die Klöster von Wessex links liegen zu lassen.

»Macht dem Namen unserer Sippe Ehre, meine Söhne!«, sagte Grimr mit breitem Lächeln. »Thor und Odin mögen uns Glück bringen.«

»So sei es!«, sagte Olav, während sich seine Hand um den Schwertgriff legte. In seinen Augen blitzte es, als er Thorbrand einen höhnischen Blick zuwarf. »Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob mein Bruder nicht insgeheim zum Christengott seiner fränkischen Mutter betet!«

Thorbrands Körperhaltung spannte sich unwillkürlich an. Das kantige Gesicht mit den hellblonden Bartstoppeln wurde von Zornesröte überzogen. Auch seine Hand umfasste den Griff des Schwertes an seiner Seite, und das so stark, dass die Knöchel weiß hervortraten. »Was willst du damit sagen, Olav?«

»Nichts, was ich nicht ausgesprochen habe.«

»Dann wiederhole es in deutlicheren Worten!«

»Stimmt es nicht, dass du heimlich zum Christengott der Franken-Sklavin betest, die dich gebar?«

Thorbrand kochte innerlich. Man sah ihm an, dass er Mühe hatte, seine Wut im Zaum zu halten. Aber genau das wollte Olav nur. Dass er aus der Haut fuhr und Dinge sagte, die ihn wie einen wütenden Tölpel erscheinen ließen.

Ehe Thorbrand jedoch etwas hätte erwidern können, ergriff Grimr das Wort. »Unsere Götter sind nicht eifersüchtig wie der der Franken«, sagte er. »Und zu vielen Göttern zu beten hilft vielleicht auch viel. Weder Thor noch Odin oder Njörd wären so dumm, die Hilfe eines anderen mächtigen Gottes abzulehnen.«

»Ja, so dumm ist nur der Christengott«, sagte Olav. »Aber dessen Sohn hat sich ja auch ans Kreuz schlagen lassen. Was soll man von so einem Schwächling auch anderes erwarten, als dass er alle verflucht, die nicht einzig zu ihm beten. Er ist so eifersüchtig wie ein Weib. Vielleicht hat er ja auch dich verflucht, Thorbrand.«

»He, Grimr!«, rief in diesem Moment Bjarne, der Steuermann, ein baumlanger Kerl, dessen weißblonder Bart zu Zöpfen geflochten war, während sich das Haar auf seinem Haupt mit den Jahren schon merklich zurückgezogen und einer braun gebrannten Glatze Platz gemacht hatte. Bjarne streckte den Arm aus. »Da sind Reiter am Ufer!«

Tatsächlich hoben sich am Flussufer einige Reiter als dunkle Schattenrisse gegen die tief stehende Morgensonne ab. Sie waren wie Geister aus den dichten Nebelbänken hervorgekommen, die die Flussufer umsäumten.

»Die sind weit weg«, meinte Grimr. Er lachte rau. »Und vor allem befinden sie sich auf der falschen Seite des Flusses. Die werden uns nicht gefährlich werden.«

Der Strom war zurzeit die Grenze, so hatten ihnen die Friesen erzählt, zwischen dem mittleren Teil des Reiches, den Kaiser Lothar beherrschte, und dem östlichen, regiert von Ludwig, während Karl von Paris aus den Westen des riesigen Reiches kontrollierte, dem sein Großvater und Namensvetter einst Gestalt und Größe verliehen hatte.

»Das werden Ludwigs Männer sein«, rief Grimr. »Sie haben keinen Grund, auch nur einen Finger zu rühren, wenn wir Xanten plündern!«

»Würdest du darauf wetten?«, fragte Halmi der Graue. Niemand wusste genau, wie alt Halmi war. Seine lederne, faltige Haut ließ ihn aussehen, als wäre sein Gesicht aus grob behauenem Stein. Niemand hatte mehr erlebt als Halmi, niemand mehr Kämpfe ausgefochten, mehr Männer erschlagen, mehr fremde Länder gesehen und öfter Schiffbruch erlitten als dieser hagere Mann, der immer noch den federnden, sicheren Gang eines viel Jüngeren hatte. Nur ein zerfurchtes Gesicht ließ die Zahl der Jahre ahnen, die hinter ihm lagen. Er war allerdings auch zu alt, um Grimr die Führung über seine Männer streitig zu machen, und so vertraute dieser niemand anderem so sehr wie Halmi, nicht einmal seinen Söhnen.

»Auch wenn ich unrecht hätte«, entgegnete Grimr, »die Franken müssten zuerst einmal den Strom überqueren. Ohne Schiffe ist das nahezu unmöglich, und Brücken gibt es hier weit und breit nicht!«

Olav wandte sich an seinen Bruder. »Du hast mir noch nicht auf meine Frage geantwortet, Thorbrand. Betest du heimlich zum Gott deiner fränkischen Mutter, so wie sie es dir beigebracht hat, als du klein warst?« In Olavs Augen blitzte es angriffslustig.

»Ich bin mir sicher, dass unser Vater mit meiner Mutter sehr viel mehr Freude hatte als mit deiner, Olav«, sagte Thorbrand gehässig, »vor deren Anblick er nicht einmal mehr zu fernen Küsten fliehen kann, seit du auf seinen Schiffen mitsegelst. Denn du siehst dieser hinterhältigen, faltig gewordenen Schlange aus Bragis Sippe bemitleidenswert ähnlich.«

Olav stutzte einen Augenblick, dann ließ wieder ein wölfisches Grinsen seine Zähne blitzen. »Gut gebrüllt, Walross! Das hätte ich dir gar nicht zugetraut.«

»Ach nein?«

»Nein, ich hatte gedacht, deine Berserkerwut ginge mit dir durch und du würdest dich auf mich stürzen, sodass ich dich mit vollem Recht in mein Messer laufen lassen könnte. Aber dazu gibt es sicher noch eine Gelegenheit …«

»Willst du nicht erst noch ein paar Franken erschlagen? Oder fehlt dir dazu der Mut, Olav?« Thorbrand machte eine ausholende Geste. »Das Land hier ist flach, da wirst du richtig kämpfen müssen, denn einen Hinterhalt zu legen, ist hier nicht gut möglich.«

Ein wildes Kriegsgeschrei erhob sich, als in den Nebeln des Ostufers die Umrisse von Mauern und Gebäuden auftauchten. Das musste Xanten sein. Hölzerne Palisaden umgaben den Ort. Es schien aber auch Gebäude aus Stein zu geben. Zumindest ragte ein steinerner Kirchturm über die Befestigungen hinaus.

Am Fluss lagen Dutzende von Schiffen und Booten. Einige Fischer waren gerade damit beschäftigt, den Fang der letzten Nacht auszuladen. Aber als sie die Flotte der Nordmänner bemerkten, die sich dem Ort näherte, ließen sie die Netze und den Fang zurück und flohen augenblicklich. Ihre Schreie gellten bis zu den Drachenschiffen.

»Rudert schneller!«, rief Grimr und schwenkte die Streitaxt. »Ich kann es kaum erwarten, Franken zu töten!«

»Wenigstens gibt es einen Kirchturm«, meinte Olav. »Dann können wir ja hoffen, dass es auch ein Kloster und ein paar Schätze zu erbeuten gibt.«

Die ersten Skaids erreichten die Anfurten am Flussufer. Grimr und Thorbrand gehörten zu den Ersten, die an Land gingen. Sie stürmten die Uferböschung hinauf.

Olav hingegen hielt sich zurück. Die Götter liebten zwar die Tollkühnen und ließen sie in Walhall bewirten, um mit ihnen auf die letzte Schlacht zu warten, in der am Ende der Zeiten die Götter zusammen mit den toten Helden gegen die Riesen kämpften. Aber Olav war sich gar nicht so sicher, ob er wirklich daran teilnehmen wollte. Schließlich sagten die Legenden, dass in dieser Schlacht am Tag Ragnarök die Riesen den Sieg davontrugen. Man nannte dieses Ereignis nicht umsonst die Götterdämmerung. Die Ordnung der Welt würde zerstört werden und die Erde zu dem werden, was sie schon vor dem Beginn der Zeiten gewesen war – einem Ort des Chaos.

Olav stand nicht gern auf der Seite der Verlierer. Niemals. Das Kriegsglück war nicht mit den tollkühnen Berserkern, sondern mit dem, der nur dann kämpfte, wenn er wusste, dass er auch gewann. Ein schneller Angriff aus dem Hinterhalt oder mit überlegenen Kräften – das war es, was die Götter in dieser Welt belohnten, auch wenn das als wenig heldenhaft galt. Doch das war Olav gleich, und so ging er erst an Land, als die meisten anderen Nordmänner schon längst auf die Palisaden von Xanten zugestürmt waren und die ersten von ihnen mit Pfeilen bespickt tot am Boden lagen.

»Na los, Olav! Dein Vater soll nicht sagen, dass du von einem alten Mann überholt worden bist!«, rief Halmi der Graue ihm zu.

In Pech getränkte Brandpfeile pfiffen durch die Luft und gingen wie Sternschnuppen zu Hunderten im Inneren des Umgrenzungswalls nieder. Vor allem die Männer aus Bragis Sippe galten als gute Bogenschützen. Diese Männer folgten Grimr seit vielen Jahren. Und dass Grimr eine ihrer Frauen geheiratet hatte, hatte die Verbindung zwischen beiden Sippen noch verfestigt. Grimr war bis zu einem gewissen Grad auf die Hilfe dieser Männer angewiesen. Krieger, die dem Feind mit einer langstieligen Dänenaxt den Schädel einschlagen konnten, gab es viele, aber gute Bogenschützen waren selten.

Nur ein Teil der Bogenschützen verschoss Brandpfeile. Die anderen hatten es auf die Kämpfer hinter den Palisaden abgesehen, die auf einem aufgeschütteten Wall errichtet waren. Die Anzahl dieser Kämpfer war nicht sehr hoch, doch auch unter ihnen gab es Bogenschützen, die Pfeil um Pfeil verschossen. Aber die Männer aus Bragis Sippe dezimierten sie schnell.

Das dem Fluss zugewandte Tor war längst verschlossen worden. Aber in den beiden Wachtürmen links und rechts davon steckten bereits mehrere Brandpfeile, und da diese Türme aus Holz waren, würden sie früher oder später in Brand geraten.

Der Großteil der Nordmänner stürmte einfach auf den Schutzwall zu. In den Schilden der meisten steckten bereits Pfeile, aber die Verluste hielten sich in Grenzen. Auch dafür sorgten die Männer aus Bragis Sippe, die die gegnerischen Bogenschützen unter Beschuss nahmen. Einer fiel schreiend über die Brüstung. Er lebte noch, als die ersten Nordmänner die aufgeschüttete, grasbewachsene Böschung hinaufstürmten. Es war Grimr persönlich, der den Franken mit seinem Schwert ins Jenseits beförderte.

Thorbrand erreichte mit einigen anderen Kriegern die Palisaden. Anderthalb Mannhöhen ragten sie empor und waren oben angespitzt. Aber solche Wälle stellten für die Nordmänner kein Hindernis dar. Einer der Krieger formte mit den Händen einen Tritt. Thorbrand steckte das Schwert ein und warf seinen Schild zur Seite, in dem ein halbes Dutzend Pfeile steckten. Ein Bogenschütze legte von oben auf ihn an. Aber noch bevor er die Bogensehne loslassen konnte, hatte ein Krieger aus Bragis Sippe ihn mit einem sicheren Schuss getötet.

Der Name dieses Kriegers war Gunjorn Gutauge. Er war ein Bruder von Grimrs Frau Solvejg. Gunjorns Helm fiel durch eine deutlich erkennbare Delle auf, die ihm der Kampf mit einem Sachsen eingebracht hatte. »Na los, über den Wall mit euch!«, rief er, während er beim Laufen einen weiteren Pfeil auf den Weg schickte, der einen anderen Gegner hinter der Brustwehr durchs Auge ins Hirn fuhr.

Thorbrand setzte den Fuß in die ineinander verschränkten Hände eines Kampfgefährten, schwang sich auf dessen Schultern, setzte einen Fuß zwischen die angespitzten Rundhölzer, aus denen die Umgrenzung gefertigt war, und sprang dann tollkühn über die Brüstung.

Er hatte so viel Schwung, dass er auf dem Wehrgang zu Boden taumelte. Er hielt einen Verteidiger mit einem wüsten Tritt auf Distanz und riss einen zweiten mit sich in die Tiefe. Thorbrand landete auf ihm und rutschte dann mit ihm zusammen die Aufschüttung für den Befestigungswall hinunter. Unten war er als Erster wieder auf den Beinen, riss eine kurzstielige, leichte Wurfaxt aus dem Gürtel und schleuderte sie mit einer fast beiläufig wirkenden Bewegung einem Verteidiger entgegen, der mit einer Axt in den Händen auf ihn zustürmte. Die Schneide des Beils traf den Franken ins Gesicht und spaltete ihm fast den Schädel.

Thorbrand riss das Schwert heraus und schwang die Klinge blitzschnell durch die Luft, gerade noch rechtzeitig, um damit den Angriff eines weiteren herbeigeeilten Angreifers abzuwehren. Stahl klirrte gegen Stahl. Thorbrand ließ seine lange, schlanke Klinge mit einem wuchtigen Hieb zurückfahren und traf das Bein des Angreifers. Dessen Schrei gellte, als Thorbrands Schwert das Bein knapp unterhalb des Knies durchtrennte. Der fränkische Krieger stürzte und ruderte dabei mit dem Schwertarm durch die Luft. Thorbrand rollte zur Seite, um dem Fallenden auszuweichen, und stieß ihm dann das Schwert in den Leib.

Rufe drangen an sein Ohr. »Feuer! Es brennt!«, rief die heisere Stimme einer Frau, die wie von Sinnen klang. Dass es brannte, war unübersehbar, denn es stiegen dunkle, fast pechschwarze Rauchsäulen zum dunstigen Himmel empor, durch den kaum die Morgensonne zu dringen vermochte.

Der Klang dieser Worte erinnerte Thorbrand an seine Kindheit. An seine Mutter, eine Sklavin auf dem Hof von Grimr Schädelspalter. Sie hatte Thorbrand die Sprache der Franken gelehrt. Seine Mutter war an einem Fieber gestorben, bevor er zehn Jahre gewesen war. Aber den Klang ihrer Sprache hatte er noch immer im Ohr – gut genug, um sich darin zu verständigen. Die Unterschiede zur Sprache der Nordmänner waren auch nicht besonders groß.

Es war ein eigenartiges Gefühl für Thorbrand, in das Land seiner Mutter als Räuber und Plünderer einzudringen. Ein Land, das ihm durch ihre Erzählungen auf eigenartige Weise vertraut erschien, obwohl er es bisher noch nie betreten hatte.

Thorbrand fasste den Schwertgriff mit beiden Händen und wirbelte herum, als er im Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm. Heisere Schreie waren zu hören. Todesschreie und barsche Befehle mischten sich. Innerhalb weniger Augenblicke war Thorbrand von mindestens einem Dutzend Franken umringt. Ein Speer wurde in seine Richtung gestoßen. Thorbrand wich zur Seite. Durch einen wuchtigen Hieb sorgte er dafür, dass seine Gegner mehr Distanz wahrten.

Einen irren Schrei ausstoßend stürmte schließlich einer der Franken auf Thorbrand zu. Der parierte den ersten Schwerthieb und musste vor dem zweiten einen Schritt zurückweichen. Da er eingekreist war, blieb ihm nichts anderes übrig als ein blindwütiger Gegenangriff. Mit aller Kraft schlug er um sich. Die doppelschneidige Klinge wirbelte durch die Luft und klirrte gegen den Stahl des Gegners. Der Hieb war so heftig, dass dessen Klinge brach. Schlechter Stahl, der von Unkundigen gebrannt worden war. Schon im nächsten Augenblick hatte Thorbrands schneller Stich den Franken getötet. Der Nordmann wirbelte herum, trennte einem anderen Angreifer die Schwerthand vom Körper, wich einem Speer aus, der haarscharf an ihm vorbeiflog, und griff erneut an.

Da gellte ein Schrei. Ein zweiter Nordmann hatte es geschafft, die Palisaden zu überklettern, und sprang tollkühn zwischen die Franken. Das war Hromund der Raue, einer der wenigen Männer aus Bragis Sippe, die schlecht im Bogenschießen waren. Dafür hatte Hromund andere Qualitäten. Er war selbst für die Verhältnisse der Nordmänner ein Riese. Thorbrand, obwohl hochgewachsen und breitschultrig, wirkte gegenüber diesem Koloss fast schmächtig. Die Muskeln seiner Arme, die sich unter seinem Wams abzeichneten, waren so dick, dass manch anderer sie gern als Oberschenkel gehabt hätte. Im Kampf trug er stets ein Bärenfell um die Schultern, weil er glaubte, dass dadurch die Kräfte des wilden Tieres auf ihn übergingen. Und er nahm vor jeder Schlacht eine Essenz bestimmter Pilze zu sich, die ihn in Rage brachte und dafür sorgte, dass er keine Furcht und keinen Schmerz fühlte.

Wild schreiend stürzte er sich sogleich auf seine Gegner. Einen von ihnen hatte er bereits mit einem Faustschlag außer Gefecht gesetzt. Einhändig führte er eine besonders lange Dänenaxt, deren Klinge deutlich größer war als die seiner Kampfgefährten. Ein Hieb fuhr dem nächstbesten Franken durch den Helm und spaltete ihm den Kopf bis zum Halsansatz. Blut schoss empor, als Hromund das Axtblatt aus dem knackenden Schädel zog, wobei er dem zuckenden Leib des Franken einen Tritt versetzte. Er schwang die furchtbare Waffe herum und senste mit einem Schlag gleich zwei Gegner nieder.

»Na endlich!«, rief Thorbrand. »Ich dachte schon, ihr lasst mich allein!«

Hromund antwortete nur mit einem Knurren. Seine Augen waren blutunterlaufen und geweitet. In diesem Zustand sprach man ihn besser nicht an. Selbst seine Kampfgefährten vermieden das, denn wenn er in Berserker-Rage war, konnte sein wilder Zorn versehentlich auch einen Bundesgenossen treffen.

Weitere Krieger kamen über die Palisaden. Der irre Orm, dessen Haare zu Dutzenden Zöpfen geflochten waren und der nie einen Helm trug, packte einen Gegner mit bloßen Händen und rammte ihn auf die angespitzten Rundhölzer, aus denen die Palisaden bestanden. Der Schrei des Franken vermischte sich mit dem Schlachtenlärm, als sein Rückgrad brach.

Der irre Orm war ein jüngerer Bruder von Grimr Schädelspalter. Zwanzig Jahre trennten die beiden. Er gehörte eher in Thorbrands und Olavs Generation als in die seines Bruders Grimr. Thorbrands Großvater, Grimr Schädelspalter der Ältere, hatte diesen Sohn mit seiner zweiten, sehr viel jüngeren Frau noch im hohen Alter gezeugt. Den Beinamen »der Irre« hatte Orm erhalten, seit ihm Hromund gezeigt hatte, wie man das Pilzextrakt zubereitete, das einen Krieger vergessen ließ, dass er zu den Sterblichen gehörte.

Orm stürzte sich mit einem wilden Schrei auf einen weiteren Franken, stieß ihm zwei Dolche in den Leib und versetzte ihm gleichzeitig noch einen Kopfstoß mit der Stirn. Der Frankenkrieger fiel vom Wehrgang hinter den Palisaden. Im Nahkampf benutzte der irre Orm häufig ein Dolchpaar, da man damit dem Gegner gegenüber beweglicher war als mit dem Schwert, für das man eine gewisse Bewegungsfreiheit brauchte, um es effektiv einzusetzen. Der irre Orm trug sein Schwert auf dem Rücken gegürtet und war stolz darauf, es kaum zu benutzen. Denn niemand kam dem Feind näher als Orm.

Thorbrand hingegen hätte es als unter seiner Würde empfunden, auf diese Weise zu kämpfen. Die Waffe eines richtigen Kriegers war das Schwert oder die Axt. Allenfalls noch der Bogen, wenn man ihn mit der Kunstfertigkeit zu führen wusste wie viele der Männer aus Bragis Sippe.

Der irre Orm sprang vom Wehrgang und auf einen der Frankenkrieger, der gerade einen Speer in Thorbrands Richtung werfen wollte. Er erwischte den Franken von hinten, rammte ihm mit der vollen Wucht seines Sprungs einen seiner Dolche in die Nieren und schlitzte ihm mit dem anderen den Hals auf. Das Blut spritzte aus der offenen Kehle, während der Franke zu Boden taumelte.

Hromunds Axtklinge hackte sich in die Kniekehle eines Franken. Ein weiterer Hieb mit der Dänenaxt zertrümmerte ihm den Schädel.

Mehrere Dutzend Nordmänner waren unterdessen über die Palisaden gelangt. Gleichzeitig gingen Brandpfeile in der Stadt nieder. Einige Häuser standen bereits in Flammen. Es war aussichtslos, die Brände löschen zu wollen, während die Schlacht tobte und immer neue Brandpfeile abgeschossen wurden. Immer mehr Rauchsäulen stiegen zum Himmel auf.

»Zum Tor!«, rief Thorbrand. Denn das war jetzt das Wichtigste. Wenn es die Eindringlinge schafften, das Tor zu öffnen, würden gleich mehrere hundert Nordmänner in die Stadt gelangen. Damit wäre der Kampf entschieden. Doch selbst wenn das nicht gelang, war es nur eine Frage der Zeit, wann der Ort von den Nordmännern eingenommen werden konnte.

Thorbrand ließ immer wieder sein Schwert durch die Luft wirbeln. Er hatte diese Bewegungen so oft ausgeführt, dass sie ihm in Fleisch und Blut übergegangen waren. Er brauchte nicht darüber nachzudenken, was er tat. Eine Schwertspitze traf ihn am Oberkörper und durchdrang den Lederbezug seines Wamses, blieb aber in den Lagen dicht gewebter Stoffe darunter stecken. Der Stoß war nicht kraftvoll genug geführt worden. Thorbrand schlug die gegnerische Klinge beiseite, ehe sie ihn tatsächlich verletzen konnte, und stieß im nächsten Moment selber zu. Der Franke sank ächzend zu Boden, während das Blut, das aus seiner offenen Kehle sprudelte, seine Kleidung rot färbte. Es schoss ihm auch aus Mund und Nase. Er röchelte und zuckte noch wie ein geschlachtetes Huhn, als er schon am Boden lag.

Der irre Orm stürzte sich schreiend auf einen Franken, der mit schreckgeweiteten Augen vor diesem Berserker zurückwich. Hromund befand sich inzwischen ebenfalls in Thorbrands unmittelbarer Nähe. Und mit diesen beiden Berserkern an der Seite stürmte der junge Nordmann nun in Richtung des Haupttores auf der Flussseite der Stadt. Schon allein die Schreie von Hromund dem Rauen und die des irren Orm sorgten für Entsetzen unter den fränkischen Verteidigern.

Besonders stark besetzt war das Tor nicht. Die ganze Befestigungsanlage hatte auf Thorbrand schon auf den ersten Blick nicht den Eindruck gemacht, sehr zahlreich bemannt zu sein. Vielleicht hatte das mit dem Krieg der Könige zu tun, der zurzeit im Frankenreich tobte. Ein Umstand, der jedem in die Hand spielte, der den Mut hatte, sich zu nehmen, was nicht ausreichend beschützt wurde.

Das Tor war rasch freigekämpft. Augenblicke später humpelten drei Franken blutend davon, während ein halbes Dutzend anderer erschlagen am Boden lag.

Thorbrand steckte das Schwert ein, und zusammen mit Hromund schob er die großen Balken zur Seite, die als Riegel dienten. Dann war es geschafft, das Tor konnte geöffnet werden, und die wilde Horde der Nordmänner stürmte herein. Selbst der große Hromund wurde fast umgerissen, als ihn einer der Krieger mit seinem Schild anrempelte.

Grimr Schädelspalter Grimsson und Eirik Sturlason waren unter den Ersten. Etwas später folgten auch Olav und der alte Halmi. Die Bogenschützen schossen unterdessen eine weitere Salve Brandpfeile ab, vermutlich die letzte, denn auch für die Schützen gab es kein Halten mehr. Niemand wollte bei der Plünderung der Letzte sein. Auch wenn der Großteil der Beute später gerecht und nach den Regeln der Sippen verteilt wurde, gab es doch auch das eine oder andere, was man sich so unter den Nagel reißen konnte. Ein gutes Schwert, ein goldenes Christenkreuz oder einen Sack Silbermünzen, den ein Händler vielleicht unter seinem Bett versteckt hatte.

»Gut gemacht, Thorbrand!«, rief Grimr Schädelspalter, und der Stolz auf seinen Sohn war ihm deutlich anzuhören.

Zu deutlich, denn Olavs Blick verfinsterte sich sogleich. Der Helm mit dem tiefen Nasenschutz ließ es nicht für jeden erkennen, aber Thorbrand bemerkte es sehr wohl. Er kannte seinen Bruder schließlich von klein auf. Gleich alt waren sie. Ihre Mütter – Grimrs Frau Solvejg Bragistochter und die Sklavin, die man einfach nur »die Fränkin« genannt hatte – hatten am selben Tag entbunden. Niemand wusste mit Sicherheit zu sagen, wessen Schrei man zuerst gehört hatte. Die Einzige, die dies hätte wissen können, war die heilkundige Audhild. Aber die war damals schon sehr alt gewesen, älter als irgendjemand sonst, dem Thorbrand je begegnet war. Er erinnerte sich noch gut daran, wie er als Fünfjähriger zu ihr gegangen war, als sie allein und in sich zusammengesunken an ihrem Feuer saß. Ganz ruhig hatte sie gewirkt. Er hatte sich zu ihr gesetzt, ihr von seinen Erlebnissen des Tages erzählt, und erst als er sie wiederholt angesprochen und sie ihm keine Antwort gegeben hatte, hatte er begriffen, dass sie nicht mehr lebte. Ihr Geheimnis hatte sie mit in das Totenreich der Göttin Hel genommen, und dort würde es bewahrt bleiben, es sei denn, einer der beiden Halbbrüder machte sich irgendwann auf den Weg dorthin, um es der alten Audhild doch noch zu entreißen.

»Du wirst mal ein guter Anführer«, meinte Grimr, während er seinem Sohn auf die Schulter schlug. Dann ging er weiter und schrie: »Fangt alle Mönche und Nonnen! Die wissen, wo weitere Mönche und Nonnen sind und ihre Klöster mit den Goldschätzen! Habt ihr gehört?«

»Du wirst mal ein guter Anführer«, äffte Olav seinen Vater nach. Grimr war inzwischen weit genug entfernt, um die Worte nicht mehr zu hören, die allein für Thorbrand bestimmt waren.

»Na los, worauf wartest du?«, fragte Thorbrand. »Stürmen wir die Stadt!«

»Natürlich«, knurrte Olav, und er dachte: Ja, ein toller Anführer wirst du! Immer nach vorne, ohne nachzudenken! Genau wie unser Vater!

Die charakterliche Ähnlichkeit zwischen den beiden war wohl auch der Grund dafür, dass Grimr Schädelspalter Thorbrand bevorzugte. Ausgerechnet ihn, ging es Olav nicht zum ersten Mal durch den Kopf, den Sohn der schwächlichen Franken-Sklavin, die schon vom ersten Ausbruch eines Fiebers dahingerafft worden war und ihrem Sohn nur die Gebete des Christengottes hinterlassen hatte. Ein Gott, der sich von seinen Feinden ans Kreuz nageln ließ und behauptete, dadurch die Welt zu erlösen, war mindestens so einfältig wie der irre Orm oder Hromund der Raue, nur auf andere Weise. Eines Tages, dachte Olav, wird alles mir zufallen. Alles, was mein Vater zusammengerafft hat und diesem Tölpel, der mein Halbbruder ist, vermachen will!

Mit einem Gesicht, das zu einem grimmigen Lächeln verzogen war, folgte Olav seinem Bruder und den anderen.

KAPITEL 2

Überall waren in der Stadt Schreie zu hören. Und der dichte Rauch raubte Freund und Feind schier den Atem. Die Nordmänner gingen von Haus zu Haus, um zu plündern oder zu vergewaltigen, wenn sie ein weibliches Wesen vorfanden. Kampfeslärm war kaum noch zu hören. Die Verteidiger waren geflohen oder tot. Manche der Bewohner hatten die Stadt ebenfalls Hals über Kopf verlassen, wie zu erwarten gewesen war. So würde sich die Nachricht vom Fall Xantens schnell verbreiten.

Regen setzte ein. Eiskalt war er, denn er wurde von einem rauen Wind aus dem Norden gebracht.

In der Mitte des Ortes gab es eine Kirche. Sie war größer, als Olav und Thorbrand je irgendwo eine andere gesehen hatten. Selbst Grimr und der schon weit gereiste Eirik waren einen Moment lang beeindruckt.

»Bei Odin!«, meinte Eirik. »Die Kirchen der Sachsen sind dagegen nur Hütten!« Er spuckte aus, während er auf seine Axt gestützt dastand. Der graue Bart wuchs ihm fast bis unter die Augen. Der heftiger werdende Regen tropfte vom Nasenschutz seines Helms, in den eine Goldmünze als schmückendes Beiwerk eingearbeitet war. Sie trug eine Aufschrift in Griechisch und Latein und stammte angeblich aus der sagenhaften Stadt Konstantinopel, über die man sich erzählte, dass es dort Kirchen mit Dächern aus purem Gold gäbe. Geschichten, die Olav nie so ganz hatte glauben wollen, wenn sie die Männer am Feuer erzählten. Auf welch verschlungenen Pfaden diese Münze ihren Weg aus der legendären Stadt der goldenen Dächer bis zum Helm von Eirik Axtmann Sturlason gefunden hatte, war nicht bekannt.

»Auf jeden Fall ist die Kirche ein guter Ort, um darin die Gefangenen zusammenzutreiben«, meinte Grimr.

»Ich denke, wir sollten dort auch übernachten.« Eirik deutete in den grauen Himmel, aus dem es immer heftiger regnete. »Odins feuchte Grüße sind das!«

»Du denkst daran, länger hierzubleiben?«, fragte Grimr ein wenig verwundert.

»Wieso nicht?«

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