Verlag: Books on Demand Kategorie: Lebensstil Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2019

Labyrinth Tokio - 38 Touren in und um Japans Hauptstadt E-Book

Axel Schwab  

4.5 (98)

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E-Book-Beschreibung Labyrinth Tokio - 38 Touren in und um Japans Hauptstadt - Axel Schwab

»Labyrinth Tokio« ist kein gewöhnlicher Reiseführer. Der Autor hat fünf Jahre in Tokio gelebt und kennt Sehenswürdigkeiten, die man in anderen Reiseführern vergeblich suchen wird. Diese Auflage wurde bei einem erneuten Besuch im Dezember 2018 aktualisiert und erweitert, beispielsweise um neue Läden, Museen und den Fischmarkt in Toyosu. Das Buch bietet dem Leser Routen für 38 Touren in und um Tokio. 42 Detailkarten führen sicher durch das Straßengewirr der japanischen Hauptstadt, wobei jede Tour an einer S- oder U-Bahn-Station beginnt und endet. 95 Fotos vermitteln erste Eindrücke und über 100 Ratschläge sowie Insidertipps unterstützen den Leser schon bei der Reisevorbereitung und vor Ort. 300 aktuelle und nach Themen sortierte Bookmarks ermöglichen es dem Leser, sich zusätzlich im Internet über die Attraktionen zu informieren, welche ihn besonders interessieren. Anhand eines Jahreskalenders ist auf einen Blick ersichtlich, wo während der geplanten Reise ein Fest veranstaltet wird. Für die Hälfte der Touren werden über Online-Karten zusätzliche Tipps zu Hotels, Restaurants, Cafés und Läden bereitgestellt. Ganz gleich, ob Sie Pauschal- oder Individualtourist sind oder gar für längere Zeit in Tokyo leben, das Buch wird Ihren Aufenthalt bereichern. Die Druckversion dieses Buchs ist ohne Farbfotos, um es Ihnen zu einem günstigen Preis anbieten zu können. Falls Sie auf Farbfotos Wert legen, erwerben Sie bitte die E-Book-Version.

Meinungen über das E-Book Labyrinth Tokio - 38 Touren in und um Japans Hauptstadt - Axel Schwab

E-Book-Leseprobe Labyrinth Tokio - 38 Touren in und um Japans Hauptstadt - Axel Schwab

Vorwort

Tokio ist eine Stadt der Gegensätze. In keiner anderen Stadt der Welt existieren Tradition und Gegenwart so nahe und im Einklang nebeneinander. Trotzdem erscheint es für unsere europäischen Augen oft ungewohnt, wenn sich neben einem viele hundert Jahre alten Schrein ein moderner Wolkenkratzer erhebt. Ganz gleich ob Sie als Tourist nur eine Woche oder als Entsandter mehrere Jahre in Tokio sind, lassen Sie sich mit den im Buch vorgeschlagenen Touren in das Japan zwischen Mythos und Moderne entführen. Dies ist kein gewöhnlicher Reiseführer mit Anspruch auf Vollständigkeit in der Beschreibung aller möglichen Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Hotels. Trotzdem wurde selbstverständlich keine wichtige Attraktion ausgelassen. Wert wurde vor allem auf interessante Erkundungstouren durch die Stadt gelegt, angereichert mit historischen und kulturellen Hintergründen sowie Informationen zu architektonischen Highlights. Zusätzlich enthalten sind Sehenswürdigkeiten, die Sie in einem normalen Reiseführer vergeblich suchen werden. Trotzdem bleibt Ihnen entlang der in die Karten eingezeichneten Routen noch genügend Freiraum für eigene Entdeckungen. Das Buch besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. In den Kapiteln 1–29 werden Touren im Zentrum von Tokio beschrieben. In den Kapiteln 30–38 erkunden wir dann die nähere Umgebung. Postsymbole 〶 markieren Postämter mit ATM, dort kommen Sie mit der Kreditkarte an Bargeld. Die im Buch enthaltenen Karten können keinen großen Stadtplan oder eine Navigation mit dem Smartphone ersetzen. In den Karten von 20 Kapiteln führen Kurzlinks und deren QR-Codes zu Online-Karten. Einen Kurzlink nutzen Sie schneller, indem Sie die vierstellige Zeichenfolge immer direkt auf der Startseite von www.gomap.de eingeben. In den Online-Karten sind alle im Buch beschriebenen Highlights und Routen beinhaltet, außerdem zusätzliche Empfehlungen für Restaurants, Cafés, Geschäfte und Hotels sowie fortwährend Updates.

Tipp: Zu allen Sehenswürdigkeiten ist die Telefonnummer abgedruckt. Wenn Sie diese in Tokio bei Google Maps oder in Apples Karten-App eingeben, finden Sie damit sicher die richtige Adresse. Das funktioniert auch im Taxi und bei Navigationsgeräten von Mietwagen. Falls Sie die Funktion bei Google Maps zu Hause testen wollen, müssen Sie die Sprache auf Japanisch umstellen. Ich habe bewusst entschieden, dieses Buch ohne Farbfotos zu drucken, um Ihnen aktuelle und detaillierte Informationen zum günstigen Preis anbieten zu können. Machen Sie möglichst unbeeinflusst eigene Bilder während Ihrer Reise. Tipp: Möchten Sie dennoch Anregungen, gibt es in jeder Karte ein Hashtag-Symbol (#). Zugehörige Instagram-Bilder sind erreichbar über Kurzlink ht, also beispielsweise www.gomap.de/ht25 für Kapitel 25. Falls Sie Wartezeiten und große Menschenansammlungen solcher für Selfies beliebten Orte nicht mögen, besuchen Sie diese möglichst früh am Morgen.

Starbucks gibt es an jeder Ecke, doch möchte ich Ihnen die vielfältige Kaffeekultur in Tokio näherbringen. Sie finden pro Kapitel ein Café-Symbol in der Karte, mehr Infos über Kurzlink tc und Kapitelnummer, zum Beispiel www.gomap.de/tc05 für Kapitel 5.

Die im Buch enthaltenen Angaben und Tipps habe ich nach bestem Wissen zusammengetragen und sorgfältig überprüft, dennoch übernehme ich keine Haftung für Fehler.

Tokio ist eine lebendige Stadt, die ständiger Veränderung unterworfen ist. Ich freue mich daher auf jede Art von Hinweisen zur Aktualisierung und Verbesserung dieses Buches per E-Mail an tokio@axelschwab.de.

Axel Schwab, Januar 2019

Inhaltsverzeichnis

Sechs Wege um schnell Ihre Touren auszuwählen

Karte Tokio Stadtzentrum

U-Bahn-Streckennetz

Erläuterungen zu Karten und Öffnungszeiten

Tokio Stadtzentrum

1. Schnellzug Shinkansen und alter Tokaido Shinagawa

2. Tokio von oben und Shogunen-Gräber Hamamatsucho

3. Eisenbahngeschichte und Hama-Rikyu-Park Shimbashi

4. Ginza – Die alte Flaniermeile Tokios Yurakucho

5. Ein Besuch beim japanischen Kaiser Tokio

6. Akihabara Electric Town – Roboter und Maids Akihabara

7. Ueno – Museen und der Zoo Ueno

8. Große Tempel und kleine Läden in Yanaka Nippori

9. Tokyo Skytree Town in Mukojima Oshiage

10. Sunshine City in Ikebukuro Ikebukuro

11. Aoyama-Tour – Luxus, Kunst und Zazen Omotesando

12. Das Wolkenkratzerviertel in Shinjuku Shinjuku

13. Meiji-Schrein und junges, verrücktes Japan Harajuku

14. Shopping und die Jugend Japans Shibuya

15. Museen für Fotografie und für Bier Ebisu

16. Eine grüne Oase mitten in Tokio Meguro

17. Gemütliches Tokio – Kiyosumi und Ningyocho Kiyosumi-Shirakawa

18. Vom Buchladen- zum Teewasserviertel Jimbocho

19. Parlament und der Yasukuni-Schrein Akasaka-Mitsuke

20. Die Geschichte von den 47 Ronin Sengakuji

21. Der Tempelbezirk Asakusa Asakusa

22. Tolle Aussicht und das Druckerei-Museum Kasuga

23. Neue Wolkenkratzer und ein alter Friedhof Roppongi

24. Fischmärkte in Tsukiji und Toyosu Tsukiji

25. Stadt auf einer künstlichen Insel im Meer Odaiba Kaihin-Koen

26. Sumida-ku – Sumoringer und die Edo-Zeit Ryogoku

27. Drei Gärten und die Villa eines Industriellen Kami-Nakazato

28. Nihombashi – Japan´s Mittelpunkt Nihombashi

29. Lockere Atmosphäre in Kichijo-ji Kichijo-ji

Tokio Umgebung

30. China Town und ein Friedhof für Ausländer Motomachi-Chukagai

31. Minato Mirai 21 – Der Hafen von Yokohama Sakuragicho

32. Die historische Hauptstadt Kamakura Kamakura

33. Enoshima – Eine Insel für Verliebte Enoshima

34. Museumsdörfer und Gärten in Tokios Westen Musashi-Koganei

35. Kawagoe – Alte Häuser und Glockenturm Kawagoe

36. Hakone – Onsen und brodelnder Schwefel Hakone

37. Nikko – Die Tempelstadt in den Bergen Nikko

38. Fuji-san – Japans heiliger Berg –

Anhang

Jahreskalender – Wann mache ich was?

Auswahlhilfe persönliche Interessen, Tourenkombination und Kapitel Top 10

Links & Meine Top 10

Register

Der Autor, noch mehr Tipps und Danksagung

Sechs Wege um schnell Ihre Touren auszuwählen

Karte Tokio Stadtzentrum

a) In der Karte auf der folgenden Seite finden Sie heraus, welche Touren Ihrem Hotel oder aktuellen Ort am nächsten liegen.

Nach Wochentag

b) Falls Sie das Maximale aus jeder Tour herausholen wollen, achten Sie im Titel der Kapitel auf die aufgeführten Wochentage.

Anhang Jahreskalender (→)

c) Auswahl mit Hilfe des »Jahreskalender – Wann mache ich was?«. Falls Sie Feste und Veranstaltungen besuchen möchten.

Anhang Empfohlene Kapitelreihenfolge (→)

d) Persönliche Interessen Ich empfehle hier die Reihenfolge der Kapitel ganz nach Ihren persönlichen Interessen. Durch Zuhilfenahme der Liste »Empfohlene Kapitelreihenfolge« finden Sie schnell die für Sie interessanten Kapitelnummern.

e) Tourenkombinationen (Sternsymbol) Möchten Sie gleich zwei Touren miteinander kombinieren? Hier mache ich 10 Vorschläge, die sich dafür besonders gut eignen.

f) Die Top 10 der Kapitel

Karte Tokio Stadtzentrum

Das Stadtzentrum von Tokio hat ein weltweit einmalig ausgebautes Bahnnetz. Die beste Bahnlinie, um Tokio zu erkunden, ist die zwischen 1885 und 1925 erbaute Ringlinie Yamanote. Für die 35 km lange Strecke mit ihren 29 Bahnhöfen benötigt man circa eine Stunde. Die Hälfte der Touren im Stadtzentrum Tokios beginnen und enden an einem Bahnhof der Yamanote-Linie.

Tagsüber fahren die Züge alle 4–5 Minuten und während der Rushhour am Morgen (6:30–9:30 Uhr) sogar alle 2–3 Minuten.

Tipp: Yamanote-Bahnhöfe haben kostenloses WLAN und sind groß, weshalb ich über www.gomap.de die 3D-Stationspläne verlinkt habe. Geben Sie dazu den vierstelligen Stationscode in Kleinbuchstaben ein, zum Beispiel www.gomap.de/jy05 für Ueno.

U-Bahn-Streckennetz

Unten finden Sie die Karte des U-Bahn-Streckennetzes und weiter unten zusätzlich nochmals die linke und rechte Seite einzeln. Diese Karte bekommen Sie auch kostenlos an vielen Stellen vor Ort. Da selbst diese Karten oft nur mit Lesebrille zu verwenden sind, können Sie hier die Karte runterladen und im A3-Format ausdrucken: www.gomap.de/tmet

Auch dann besteht für Neulinge in Tokio die Herausforderung, in der Karte die gewünschten Stationen und Verbindungen zu finden. Installieren Sie sich am besten vorab auf Ihr Smartphone diese sehr gute App, die auch offline funktioniert: www.gomap.de/tapp

Tipp: Die App zum Finden der Verbindungen deckt leider nur die U-Bahn-Linien ab und enthält nicht die Stationen der JR-Linien. Google Maps ist hier eine gute Alternative.

Tipp: Kaufen Sie sich unbedingt gleich nach Ankunft eine Prepaidkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel. Diese Karten gibt es an jedem JR-Bahnhof (Suica) oder den U-Bahn-Stationen (PASMO) und sie funktionieren bei allen JR-Bahnen, Metro- und Privatlinien sowie Bussen und manchen Geschäften. Die Prepaidkarten können am Fahrkartenautomaten mit Bargeld wieder aufgeladen werden. Die Fahrpreise sind mit Prepaidkarten günstiger, weil Barpreise für Tickets aufgerundet werden. Vor der Rückreise lassen Sie sich den Restbetrag sowie das beim Kauf abgezogene Pfand von 500 ¥ rückerstatten.

Tipp: Bei Regen lohnt ein Tagesticket der U-Bahn, um Orte mit Schirm-Symbol zu besuchen. Über die erwähnten Ausgänge brauchen Sie keinen Schirm. Beispiel für U-Bahn-Station Ginza, Ausgang A12: G09☂A12

U-Bahn-Karte (gesamt)

U-Bahn-Karte (links/rechts)

Erläuterungen zu Karten und Öffnungszeiten

Die in der Karte des Stadtzentrums von Tokio eingezeichneten Zahlen beziehen sich auf die Kapitelnummern in diesem Buch. In den Kartenausschnitten der Buchkapitel sind die einzelnen Stationen jeder beschriebenen Tour in der vorgesehenen Reihenfolge durchnummeriert. Diese Ziffern sind mit den Nummern der Unterkapitel identisch und erleichtern so die Zuordnung auch in Karten, bei denen kein Platz war, alle Stationsnamen im Klartext zu beschreiben. Der Startbahnhof ist somit immer mit einer »1« gekennzeichnet. Falls in einem Unterkapitel mehrere Orte behandelt werden, sind den Zahlen zusätzlich Kleinbuchstaben hinzugefügt und die Ortsnamen wurden durch Fettdruck hervorgehoben. Die empfohlene Route ist durch eine gepunktete Linie dargestellt. U-Bahn-Stationen sind durch ein kleines Zugsymbol gekennzeichnet und nur teilweise ausgeschrieben. Zur Bezeichnung der Bahnhöfe wird in den Detailkarten und Texten der neu eingeführte Bezeichnungscode verwendet. Er besteht aus Buchstaben für die Linie und zwei Ziffern für den Bahnhof. Durch den Bezeichnungscode findet man die entsprechende Station einfacher in der Karte des U-Bahn-Streckennetzes auf der Umschlagsseite.

Fällt bei einem Museum der Ruhetag auf einen Feiertag, dann ist meistens trotzdem geöffnet und am Folgetag geschlossen. Bei den angegebenen Öffnungszeiten bitte beachten, dass 30 Minuten vor Schließung kein Einlass mehr gewährt wird.

Tipp: Ab 65 Jahre gibt es bei vielen Museen, Gärten und Parks ermäßigten Eintritt.

Tipp für Kapitel 36–38: Machen Sie diese Touren möglichst an einem Werktag, da an Wochenenden und Feiertagen die Attraktionen überfüllt sind und die hierfür nötigen Busfahrten wegen Staus viel länger dauern.

1. Schnellzug Shinkansen und alter Tokaido

Di Mi Fr Sa4 km

1.1. Bahnhof Shinagawa [JY25]

Vor der Industrialisierung Japans war Shinagawa eine Vorstadt von Tokio und zugleich die erste Poststation auf dem Handelsweg Tokaido (3b) nach Osaka. Solch eine Poststation zeichnete sich durch eine Anzahl von Herbergen und Kaufläden aus, was sich in Shinagawa bis heute erhalten hat. Seit über zehn Jahren starten und halten einige der Shinkansen-Schnellzüge nach Süden auch im neuen Shinagawa-Terminal.

Am östlichen Bahnhofsausgang Konan Exit ist durch zahlreiche Neubauprojekte eine moderne und geschäftige Bürostadt mit dem Namen Grand Commons entstanden.

Wir verlassen den Bahnhof Shinagawa in östlicher Richtung über den Konan Exit und biegen sogleich rechts in den Skywalk ein, der die Bürohäuser untereinander verbindet. Nach knapp 5 Minuten sind wir fast am Ende des Skywalks angelangt; hier steht rechts ein großes Bürogebäude von Canon.

Shinagawa Grand Commons

1.2. Canon Plaza S

Während im hinteren Hochhaus die Marketingzentrale des Drucker- und Fotoherstellers Canon untergebracht ist, befindet sich davor im unteren Stockwerk die Canon Gallery S, hier finden wechselnde Fotografie-Ausstellungen statt. Für Technikfreaks dürfte die sogenannte Canon Plaza S sehr interessant sein, die man vom Skywalk als erstes erreicht. Hier stellt Canon seine aktuellen Produkte aus. Neben dem vollen Programm digitaler Kameras sind zahlreiche Drucker ausgestellt. Tipp: Wenn man etwas Glück hat und eine Angestellte im Showroom fragt, wird einem diese ein eigenes »Testbild« in Hochglanz kostenlos ausdrucken.

Canon Gallery S und Canon Plaza S täglich 10–17:30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen geschlossen, Eintritt frei.

www.gomap.de/tcst 03-6719-9022

Blick von der Kita-Shinagawa-Brücke

1.3. Das alte Shinagawa

Nach so viel moderner Technik wollen wir uns nun auf die Spuren des alten Japans machen, das ganz in der Nähe in Teilen erhalten ist. Die alte Stadt Shinagawa lag etwa 1 km südlich des heutigen Bahnhofs, und obwohl sich das Stadtbild durch viele Neubauten wandelte, ist dort bis heute die Atmosphäre der guten alten Zeit spürbar.

Shinagawa-Schrein

Von der Kita-Shinagawa-Brücke (3a), die sich über einen leicht modrigen Kanal spannt, blicken Sie auf Boote sowie eine Reihe alter Holzhäuser. Man sagt, dies sei eine der schönsten Aussichten in Shinagawa. Tipp: Einige der Boote lassen sich für ein Dinner in der Tokiobucht buchen. 03-3471-9267 Selbst der alte Tokaido (3b) besteht in Abschnitten bis heute in seiner Originalbreite, während er von Läden und Restaurants gesäumt wird. Insbesondere den Laden Getaya für traditionelle japanische Schuhe geta sollten Sie sich ansehen. 03-3471-3964 Nachdem wir die Tokaido-Straße ein Stück in südliche Richtung gelaufen sind, biegen wir kurz vor der breiten Straße in westliche Richtung ab und gehen unter der Keikyu-Linie hindurch. Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße stoßen wir direkt auf den Shinagawa-Schrein (3c). 03-3474-5575 Bemerkenswert ist hier ein Hügel, der eine Nachbildung des Fuji-san darstellt. Weiter geht es danach zum Hara Museum, der Weg dorthin führt über eine Bahnüberführung.

1.4. Hara Museum of Contemp. Art

Das Hara Museum of Contemporary Art zeigt zeitgenössische Kunst. Das in einem Wohngebiet liegende Museumsgebäude wurde 1938 als Privathaus in Anlehnung an den Bauhausstil errichtet. Außer der Dauerausstellung wechseln alle ein bis zwei Monate Werke verschiedener Künstler. Das Museum wird leider ab Januar 2021 geschlossen sein.

Di–So 11–17 Uhr, Mi bis 20 Uhr, Eintritt 1100 ¥.

www.haramuseum.or.jp 03-3445-0651

1.5. Tennozu-Isle +2 km

Wer sich für Architektur und Kunst interessiert, macht sicherlich noch einen Abstecher zur Tennozu-Isle. Dazu laufen Sie die mit dem Pfeil markierte Straße immer geradeaus. Von einer Brücke erkennen Sie von weitem die Gebäude der T.Y. Harbor Brewery. Eine Fußgängerbrücke führt links von diesen Gebäuden in die Bond Street mit Cafés und Fotokunst. Am Ende der Bond Street überqueren Sie die große Straße zum Warehouse TERRADA Main Storage Center, in dem sich hinten links das ARCHI-DEPOT Museum befindet, das viele Architekturmodelle ausstellt. Daneben liegt PIGMENT, ein ganz außergewöhnliches Farbengeschäft, das Kengo Kuma mit Bambus gestaltete.

Tipp: Alternativer Rückweg zur Yamate Dori oder mit dem Bus 98 (Haltestelle liegt direkt vor PIGMENT) zum Bahnhof Shinagawa.

www.archi-depot.com 03-5769-2133

pigment.tokyo 03-5781-9550

PIGMENT, von Kengo Kuma gestaltet

2. Tokio von oben und Shogunen-Gräber

Mo–So3 km

2.1. Bahnhof Hamamatsucho [JY28]

Für diese Stadttour fahren wir zum Bahnhof Hamamatsucho an der Yamanote-Linie und verlassen ihn über den nördlichen Ausgang North Exit zur Straße.

2.2. World Trade Center Building

Wenn Sie Stadtaussichten lieben und obendrein vielleicht noch Foto-Fan sind, dann können wir gleich mit dem World-Trade-Center-Gebäude direkt neben dem Bahnhof beginnen. Dieses ist eines der ersten in Tokio erbauten Hochhäuser und ein Besuch des obersten Stockwerks kostet 620 ¥. Die Aussichtsplattform im 40F wurde renoviert und wird jetzt »Seaside Top – The World Trade Center Observatory« genannt. Unter den Aussichtsplattformen ist meiner Ansicht nach das World Trade Center Observatory eine der Besten, da die Lage sehr schöne Blicke insbesondere auf die Bucht von Tokio und das Stadtzentrum ermöglicht. Tipp: Hier ist es nicht ganz so überlaufen wie z. B. beim Tokyo City View in Roppongi oder Tokyo Tower, man darf ein Stativ verwenden und befindet sich nicht so weit oben wie beim Tokyo Skytree. Hinweise: Betrieb nur noch bis 08/2020; seit 2017 ist der Blick zum Fuji-san durch ein Hochhaus direkt daneben versperrt.

Den Eingang zum Observatory findet man am einfachsten, indem man das World Trade Center von der Straße aus über die Drehtür betritt. Zwei Fahrstühle, der Eintrittskartenautomat sowie ein Informationsschalter befinden sich dann gleich nach wenigen Metern auf der linken Seite. Kommt man vom Hauptausgang des Bahnhofs, so gibt es einen Übergang in westliche Richtung direkt ins Gebäude des World Trade Centers. Dort folgen Sie dem Wegweiser, der ins Erdgeschoss (1F) führt. Im hinteren Bereich des Erdgeschosses befindet sich dann der Zugang zum Seaside Top. Nach Kauf der Karte fährt man mit dem Fahrstuhl ins oberste Stockwerk, die Karte wird dann dort beim Betreten überprüft. Unsere weiteren Ziele kann man alle vom Aussichtsstockwerk sehr schön überblicken.

Täglich 10–20:30 Uhr, Eintritt 620 ¥.

www.gomap.de/twtc 03-3435-6026

2.3. Zojo-ji-Tempel

Direkt geradeaus im Westen liegt der Shiba-Park mit der groß angelegten Tempelanlage des Zojo-ji. Dabei handelt es sich um einen buddhistischen Tempel (zu erkennen an der Endung -ji, dies steht für Tempel). Dieser Tempel wurde 1393 gegründet und vertritt die buddhistische Lehre des Jodoshu.

Der Zojo-ji ist bis heute der Hauptsitz dieser buddhistischen Glaubensrichtung. Die Tempelanlagen in Shiba waren einst in ähnlichen Prunk mit vielen Holzschnitzereien angelegt wie in Nikko (Kap. 37), leider wurden sie im Zweiten Weltkrieg zerstört. Dieser Prunk kam daher, weil es sich zur Edo-Zeit um den Familientempel der Tokugawa-Shogune handelte. Sechs Shogunen-Gräber können übrigens besichtigt werden. Mi–Mo 10–16 Uhr, 500 ¥.

Sie betreten das Tempelgelände durch das imposante Haupttor Sanedatsumon (3a) und laufen direkt auf das Hauptgebäude (3b) Daiden oder Hondo zu.

Auf dem Weg zu den Shogunengräbern (3c) nahe dem Ausgang in Richtung zum Tokyo Tower, sollten Ihnen steinerne Figuren in langen Reihen auffallen, die mit Strickkäppchen und Lätzchen geschmückt sind. Dabei handelt es sich um sogenannte Jizo, das sind Steinfiguren die für totgeborene, abgetriebene oder früh verstorbene Babys geopfert werden. Laut einer Legende steht ihnen der Bodhisattva Jizo in der Hölle bei. Dort müssen sie Steintürme bauen, die von bösen Dämonen wieder zerstört werden.

www.zojoji.or.jp/en 03-3432-1431

2.4. Tokyo Tower

Unübersehbar steht seit 1958 der rot-weiß gestreifte Tokyo Tower in Tokio und erinnert uns irgendwie an eine Kopie des Pariser Eiffelturms. Wenn nun in Japan etwas kopiert wird, dann muss es natürlich besser sein als das Original. So ist der Tokyo Tower mit 333 m um 13 m höher als der Eiffelturm und wiegt mit 4000 t nur die Hälfte des Originals. Möglich ist dies aufgrund von fast 70 Jahren Fortschritt im Stahlskelettbau. Dank seiner rot-weißen Lackierung ist der Turm hinsichtlich Flugsicherung besser ausgelegt und selbst die Fahrstühle sind schneller als in Paris. Die Hauptplattform auf 150 m erreichen Sie für 900 ¥ Eintritt über diese Fahrstühle. Es gibt auch noch das »Top Deck« auf 250 m, hierfür müssen Sie bereits ganz unten das Kombiticket für 2800 ¥ kaufen und bekommen die Zeit zum Betreten zugewiesen.

Tipp: Die beste Fotoperspektive haben Sie auf der unteren Plattform »Main Deck«. Gehen Sie gleich nach Ihrer Ankunft mit dem Fahrstuhl die Treppe ein Stockwerk nach unten!

Täglich 9–23 Uhr, letzter Einlass 22:30 Uhr.

www.tokyotower.co.jp 03-3433-5111