Leasingbilanzierung nach IFRS - Pascal Hagemann - E-Book

Leasingbilanzierung nach IFRS E-Book

Pascal Hagemann

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Beschreibung

Diplomarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,7, Private Fachhochschule Göttingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Ausgangspunkt des aktuellen Reformprojekts des IASB und FASB geht auf die Untersuchungen der sog. G4+1 – Gruppe zurück. Mit dem McGregor Papier von 1996 kam zum ersten Mal mit dem Right-of-Use-Ansatz eine Lösung für eine on-balance-Bilanzierung zur Sprache. Eine konkrete Zusammenarbeit an dem joint project on lease accounting zwischen IASB und FASB besteht seit dem Jahr 2006. Mit dem Discussion Paper „Leases – Preliminary Views“ vom 19.03.2009 wurde ein weiterer Schritt in Richtung einer Neuregulierung der Leasingbilanzierung veröffentlicht. Vorab wurde hier nur die Leasingnehmer-Sicht beleuchtet. Mit dem Standardentwurf ED „Leases“ vom 17.08.2010 folgte eine gesamte Betrachtung auf Seiten des Leasingnehmers und Leasinggebers. Der neue Right-of-Use-Ansatz erfuhr in den Kommentierungen überwiegende Befürwortung und soll als endgültiger Standard im Juni 2011 die derzeitigen Bestimmungen des IAS 17 sowie die Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 ersetzen. Diese Arbeit wird im Folgenden auf die gegenwärtigen Bilanzierungsbestimmungen des IAS 17 eingehen. Nach einführender Begriffsklärung folgt eine Aufzeichnung der Erst- und Folgebewertungen der einzelnen Leasingarten beim Leasingnehmer sowie Leasinggeber. Im dritten Abschnitt werden die Neuregulierungen durch den ED/2010/9 „Leases“ zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen näher erläutert und dem aktuellen Vorgehen gegenübergestellt. Abschließend erfolgt eine kritische Würdigung des Vorhabens von IASB und FASB.

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Veröffentlichungsjahr: 2011

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Inhaltsverzeichnis

 

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung und Grundlagen zum Leasing

1.1 Einführung

1.2 Arten von Leasingverhältnissen

1.3 Mindestleasingzahlung

1.4 Bedingte Leasingzahlung

2 Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17

2.1 Klassifizierung von Leasingverhältnissen

2.2 Bilanzierung von Finanzierungsleasingverhältnissen

2.2.1 Leasingnehmer

2.2.2 Leasinggeber

2.3 Bilanzierung von Operating-Leasingverhältnissen

2.3.1 Leasingnehmer

2.3.2 Leasinggeber

3 Neuregelungen des Exposure Draft ED/2010/9 „Leases“ zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen

3.1 Ziel des Exposure Draft ED/2010/9

3.2 Anwendungsbereich

3.3 Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer

3.3.1 Bedeutung „Right of Use“

3.3.2 Erstansatz des Leasingverhältnisses

3.3.3 Folgebewertung des Leasingverhältnisses

3.4 Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasinggeber

3.4.1 Grundkonzeption zum Ansatz beim Leasinggeber

3.4.2 Performance-Obligation-Modell

3.4.3 Partial-Derecognition-Modell

4 Würdigung des Exposure Draft ED/2010/9 „Leases

Anhang

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Rechtsquellen

 

Abbildungsverzeichnis

 

Abbildung 1: Bilanzierung nach IAS 17 in Bezug zur Klassifizierung des Leasingverhältnisses

Abbildung 2: Übersicht Beispiele / Indikatoren nach IAS 17

Abbildung 3: Bestimmung des Abschreibungszeitraumes beim Finanzierungsleasing

 

Tabellenverzeichnis

 

Tabelle 1: Elemente der Mindestleasingzahlungen

Tabelle 2: Bilanzierung eines Finanzierungsleasingverhältnisses

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung und Grundlagen zum Leasing

 

1.1 Einführung

 

Das Leasing spielt in der heutigen Zeit eine wesentliche Rolle in der Volkswirtschaft. Innerhalb Deutschlands umfasste das Investitionsvolumen in 2010 durch Leasing einen Betrag i. H. v. 43,6 Mrd. Euro. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 21 % an der gesamten Ausrüstungsinvestition und gilt somit als Investitionsalternative Nr. 1. Die Prognosen für die kommenden Jahre sind daher vielversprechend für den deutschen Raum und das zeigen auch vergleichende Zahlen aus den Vereinigten Staaten, wo eine Leasingquote stabil in einem Bereich von 30 % gehalten wird.[1]

 

So lässt sich in den letzten Jahren vermehrt ein Wandel beobachten, dass bei der Ausformulierung von Leasingverträgen immer mehr den Aspekten der IAS und US- GAAP gefolgt wird. Im Rahmen der Globalisierung der Märkte waren auch deutsche Unternehmen gezwungen, ihre Bilanzierung nach den internationalen Regelwerken auszurichten. Die internationalen Regelungen zur Leasingbilanzierung befinden sich allerdings seit Jahren in der Diskussion. Dem amerikanischen Gegenstück zum IAS 17, dem SFAS 13, wird sogar nachgesagt, der schlechteste aller US-GAAP- Standards zu sein.[2]

 

Nach den aktuellen Vorschriften in IAS 17 wird das Leasingobjekt bilanziell entweder dem Leasinggeber (Operating-Leasing, mietähnliches Verfahren) oder dem Leasingnehmer (Finanzierungsleasing, kaufähnliches Verfahren) zugeordnet. Kriterium der Klassifizierung ist das wirtschaftliche Eigentum und dessen Verbleib beim Leasinggeber oder Leasingnehmer. Dieser „all-or-nothing-approach" ist ein häufiger Kritikpunkt, da bei der Einordnung in ein Operating-Leasingverhältnis dem Leasingnehmer ein „off-balance-sheet-Effekt" ermöglicht wird. Durch diesen Effekt entgehen dem Bilanzleser, aufgrund fehlender Angaben über das Leasingobjekt und die Leasingverbindlichkeit, wichtige Informationen.

 

Der Ausgangspunkt des aktuellen Reformprojekts des IASB und FASB geht auf die Untersuchungen der sog. G4+1 - Gruppe zurück. Mit dem McGregor Papier von 1996 kam zum ersten Mal mit dem Right-of-Use-Ansatz eine Lösung für eine on-balance- Bilanzierung zur Sprache.[3] Eine konkrete Zusammenarbeit an dem joint project on lease accounting zwischen IASB und FASB besteht seit dem Jahr 2006. Mit dem Discussion Paper „Leases - Preliminary Views" vom 19.03.2009 wurde ein weiterer Schritt in Richtung einer Neuregulierung der Leasingbilanzierung veröffentlicht. Vorab wurde hier nur die Leasingnehmer-Sicht beleuchtet. Mit dem Standardentwurf ED „Leases" vom 17.08.2010 folgte dann eine gesamte Betrachtung auf Seiten des Leasingnehmers und Leasinggebers. Der neue Right-of-Use-Ansatz erfuhr in den Kommentierungen überwiegende Befürwortung und soll als endgültiger Standard im Juni 2011 die derzeitigen Bestimmungen des IAS 17 sowie die Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 ersetzen.

 

Diese Arbeit wird im Folgenden auf die gegenwärtigen Bilanzierungsbestimmungen des IAS 17 eingehen. Nach einführender Begriffsklärung folgt eine Aufzeichnung der Erst- und Folgebewertungen der einzelnen Leasingarten beim Leasingnehmer sowie Leasinggeber. Im dritten Abschnitt werden die Neuregulierungen durch den ED/2010/9 „Leases" zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen näher erläutert und dem aktuellen Vorgehen gegenübergestellt. Abschließend erfolgt eine kritische Würdigung des Vorhabens von IASB und FASB.

 

1.2 Arten von Leasingverhältnissen

 

Ein Leasingverhältnis beinhaltet die zeitlich begrenzte Überlassung eines Vermögenswertes zur Nutzung und zum Gebrauch gegen Zahlung eines Entgelts.[4] Hierbei gibt es zwei Arten von Leasinggeschäften, das Finanzierungsleasing einerseits und das Operating-Leasing andererseits. Diese Abgrenzung richtet sich ungeachtet von einzelner Vertragsformen nach der unterschiedlichen Darstellung der Bilanzierung.[5] Grundlage für die Einstufung von Leasingverhältnissen ist das Ausmaß, in welchem die mit dem Eigentum eines Leasinggegenstandes verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber oder Leasingnehmer liegen.[6]