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Der 41jährige Biologie-Lehrer Dorian Hommelsheim ist von seiner Beziehung zu der zehn Jahre älteren Feministin Martha total ernüchtert. Die hält nämlich Romantik für Kitsch, Liebe für Kinderkram und diskutiert gerne viel. Dorian hat aber andere Vorstellungen vom Leben: Er möchte gerne eine jüngere Partnerin, mit der er romantische Dinge erlebt und die er in Sachen Liebe unterrichten kann. Er will ein "Lehrer der Liebe" sein! So passiert es, dass er mit der angehenden Abiturientin Scarlett (21) anbändelt. Doch es gibt Probleme: Scarlett verplappert sich und wird von ihrer Freundin Hanne unter Druck gesetzt; Dorian vertraut sich seinem Kollegen Fitzgerald an, der auch seine Klappe nicht halten kann. Fliegt das ungleiche Paar auf? Hat die Liebe hier eine Chance?
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Seitenzahl: 563
Veröffentlichungsjahr: 2019
Dorian Hommelsheim, ein attraktiver 41 jähriger Lehrer vom Lessing-Gymnasium, hatte acht Jahre Beziehung mit einer zehn Jahre älteren Frau hinter sich gebracht. Vermutlich wollte er der Welt beweisen, dass er auch mit älteren Frauen umgehen kann, doch das war eine Lüge. Die ständigen Diskussionen mit seiner Ex-Freundin Martha über alles und jedes hatten ihn zermürbt. Er sehnte sich nach einer Beziehung zu einer volljährigen, aber wesentlich jüngeren und leichter steuerbaren Frau. Vielleicht sogar mit einer Abiturientin. Dann hätte er das sagen. Keine Diskussionen mehr darüber, welches Klopapier gekauft werden muss, keine endlosen Auseinandersetzungen mehr über Liebespraktiken, Verhütung oder Ernährungsweisen. Einfach nur das Leben genießen. Romantik, Leidenschaft und Lust sowie Liebe! Darum ging Dorian ins Internet und suchte nach sexy Schulgeschichten. Bei einer dieser Storys blieb er hängen. Die Userin „Sahrah1996“ berichtete aus ihrem Liebesleben: „Seit ich in der Oberstufe gelandet war, hatte ich nur noch Augen für meinen Leistungskurslehrer. Er war zwar schon über 50, aber hatte sich noch mehr als gut gehalten. Oft stellte ich mir erotische Situationen zwischen uns beiden vor und mit jeder Fantasie, wurde das Verlangen nach ihm größer. So beschloss ich also kurz vor meiner Prüfung und nach offiziellen Unterrichtsschluss bei ihm vorbeizuschauen, unter dem Vorwand noch Fragen für die Prüfung zu haben. Ich legte ihm meine Aufzeichnungen auf den Tisch und beobachtete ihn beim durchlesen. Da er saß, beschloss ich mich ihm ein bisschen entgegen zu drücken, sodass er, wenn er sich zu mir hochdrehen würde, meine Brüste schon im Gesicht hätte. Er begann, mit den Augen auf den Aufzeichnungen, zu erzählen und stellte mit irgendeine Frage, die ich aber nicht mitbekam. Er schaute zu mir hoch und wie erwartet drückte er somit sein Gesicht gradezu in meine Oberweite. Er wurde rot und entschuldigte sich dafür, doch ich legte nur sanft meine Hand auf seinen Hinterkopf, sagte das es kein Problem sei und drückte seinen Kopf noch etwas mehr zwischen meine Brüste. Ohne ein Wort zu sagen, kniete ich mich hin und öffnete seine Hose. Ich zog ihm die Unterhose runter und sah, dass sein Schwanz bereits hart war. Als ich ihn anguckte und frech zulächelte, drückte er meinen Kopf zwischen seine Beine und so blies ich ihn ausgiebig. Er fing leicht an zu stöhnen, was mich nur noch mehr erregte und lies meine Zunge an seinem Schwanz immer auf und ab gleiten. Langsam lehnte er sich auf seinem Stuhl immer weiter zurück und hielt sich an den Stuhlseiten fest. Als ich begann meine Lippen immer fester an seinen Schwanz zu pressen, bewegte er sein Becken und stieß mir seinen harten Schwanz bis zum Anschlag in den Mund. Ein paar Mal musste ich kurz würgen, aber das hielt ihn nicht davon ab, weiter zu stoßen, denn an seinem lauter werdenden Stöhnen vernahm ich, dass es genau das war, was er wollte. Nach einiger Zeit, zog er mich dann zu sich nach oben, drehte mich zum Tisch legte seine Hände auf meinen Hintern. Ich hatte extra die engste Jeans angezogen, damit sich meine Rundungen deutlich abzeichneten und so massierte er mit einer Hand meinen Hintern, während die andere zwischen meine Beine gleitete. Er umgriff mich mit seinen Händen und öffnete meine Hose, um sie runterzuziehen. Während er immer noch da saß, drückte er sein Gesicht langsam zwischen meine Backen und schob mit seinen Händen meinen String zur Seite, um seine Zunge zwischen meine Backen zu schieben. Er umkreiste mein enges Loch und schob die Zunge leicht hinein, während er seine Finger in meine Möse steckte und begann mich zu fingern. Nun zog er mich auf seinen Schoß und ich gleitete langsam auf seinen Schwanz. Wir beide stöhnten kurz auf und ich begann mein Becken auf ihm zu kreisen. Er umfasste mich dabei und massierte meine Brüste. Je schneller ich mich auf ihm bewegte, umso fester drückte er zu und zwirbelte meine Brustwarzen zwischen seinen Fingern. Überraschenderweise drückte er sich nun nach oben und mich somit gegen den Tisch. Er zog seinen Schwanz aus mir und lies ihn zwischen meine Backen gleiten, ohne ihn reinzustecken. Doch ich konnte dem Drang nicht widerstehen und so bat ich ihn, mich wieder auszufüllen. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren kam er meiner Bitte nach und schob den Schwanz wieder in meine Möse. Danach zog er ihn wieder heraus und steckte ihn mir in den Arsch. Dieses Wechselspiel vollführte er einige Male, bevor er dann den Schwanz in meinem Arsch stecken lies und begann mich hart zu stoßen. Seine Stöße machten mich willenlos und raubten mir den Verstand. Ich lies mich auf den Tisch sinken, krallte mich an der Tischplatte fest und wurde gleichzeitig noch mehr durch das reibende Gefühl meiner Brüste auf dem Tisch erregt. Als er kurz davor war zu kommen, zog er mich vom Tisch und drückte mich auf die Knie. Er nahm seinen Schwanz in die Hand und drückte ihn zwischen meine Lippen. Erneut drückte er meinen Kopf gegen sich und bewegte sein Becken schnell. Er stöhnte laut auf und in diesem Moment schoss mir sein ganzer Saft in den Mund. Während er weiterhin sein Becken bewegte, um seinen Schuss vollends zu genießen, schluckte ich sein Sperma und lies meine Zunge noch einmal über seine Schwanzspitze gleiten um auch den letzten Tropfen auszukosten. Langsam zog er seinen Schwanz aus meinem Mund, zog seine Unterhose und seine Hose wieder zu und zog mich zu sich hoch. Er fragte mich, ob sich alle Fragen nun geklärt hätten, was ich mit einem frechen Lächeln und Nicken bejahte und mir gleichzeitig auch meinen String und meine Hose wieder anzog. Ich nahm meine Aufzeichnungen, lies meine Hand aufreizend nochmals über seinene Hose gleiten und verlies den Raum. Drei Jahre gingen dann ins Land! Ich verabredete mich mit meiner Mutter zum shoppen in einem nahegelegenen Einkaufszentrum. Gemütlich schlenderten wir durch die Läden und kauften dabei viel mehr ein, als wir eigentlich benötigten. Beim Verlassen der Drogerie traf mich dann der Schlag: mein ehemaliger Leistungskurslehrer lief mir nach drei Jahren unerwartet über den Weg. Mit großen Augen sah ich ihn an mir vorbeigehen und bemerkte wie ich ungewollt sofort nass wurde als sich unsere Blicke trafen. Verträumt erwiederte ich sein Lächeln und blendete zunächst die Dame an seiner Seite vollkommen aus. Sie hielten Händchen wie ein frisch verliebtes Paar und sie schmiegte sich dabei sanft an seine starke Schulter. Es ärgerte mich ihn so zu sehen, glücklich mit einer anderen Frau. Aber noch mehr ärgerte ich mich darüber, dass es mir überhaupt nahe ging. Zwar dachte ich noch einige Male an unseren verbotenen Quickie und masturbierte häufig, wenn ich an ihn dachte, aber im Verlauf der Jahre ließ es immer mehr nach. Und jetzt wo ich nicht mehr daran dachte, brodelte die Leidenschaft, die ich jahrelang spürte wenn ich ihn in der Schule sah, wieder genauso stark wie damals. In Gedanken versunken fuhr ich nach den erledigten Einkäufen wieder nach Hause und ließ mich frustriert aufs Bett fallen. Dachte er denn jetzt genauso sehr an unser Erlebnis? Oder hatte er damit abgeschlossen? Vermutlich fickt er sie gerade… Auch wenn ich es mir nicht vorstellen wollte, so musste ich daran denken wie sein unglaublich gut gebauter Körper auf ihr liegt und er es ihr ordentlich besorgt, so wie er es bei mir tat. Obwohl ich nicht Teil meines Kopfkinos war, erregte mich die Vorstellung von ihm so sehr, dass ich begann mich zu fingern. Als ich gerade damit fertig war vibriert mein Handy. Die Nachricht meiner ehemaligen Klassenkameradin ließ erneut meinem Atem stocken. Ihre Frage, ob ich mit ihr auf das bevorstehende Absolvententreffen gehe, lockte ein aufmunterndes Lächeln hervor. Meine Antwort war klar. Ich musste dort anwesend sein! Vielleicht hatte ich eine Chance ihn erneut sehen zu können. Wie verabredet sammelte ich die damalige Kameradin auf dem Weg zur Schule ein. Mein Herz klopfte schon seit Stunden, da ich unglaublich aufgeregt war. Doch als wir ankamen, sah ich dass ausschließlich Lehrer anzutreffen waren, die meine Nerven in den letzten Schuljahren überstrapazierten. Ich setzte mich frustriert zu den anderen Absolventen und trank ein zwei Bier. Alle hatten sich so viel zu erzählen. Ich nickte und lächelte gedanklich abwesend. Warum ist er bloß nicht da? Fickt er sie schon wieder?… Die Gedanken zogen immer weitere Kreise. Wieder stellte ich mir die beiden vor, doch dann zwang ich mich dazu mich zu beherrschen. Als mein Blick ins Leere wieder auf die Gruppe um mich fiel, bemerkte ich, dass mich alle ansahen. “Was ist denn?”, fragte ich. “Ich hab gefragt was du nach der Schule gemacht hast. Studierst du noch?”, verwirrt sah mich der Typ gegenüber an. “Achso… äh… ja klar. Immer noch das Gleiche.”, stammelte ich, weil es mir etwas peinlich war offensichtlich nicht zugehört zu haben. Um mir weitere Smalltalkfragen zu ersparen, entschuldigte ich mich höflich mit der Ausrede mal austreten zu müssen. Als ich das Schulhaus betrat ging ich jedoch gedankenverloren zum Unterrichtsraum, wo er mich hemmungslos gefickt hatte. Der Türschlitz verriet mir, dass Licht im Zimmer brannte und so öffnete ich die Tür, doch niemand war da. Jedoch lagen Notizen auf dem Tisch. Ich sah sie mir an und entdeckte seine Schrift. Unterbewusst begann ich mir über die Brüste zu streicheln und merkte, dass sich meine Nippeln sofort aufstellen. Langsam glitt meine Hand den Körper abwärts zwischen meine Beine und reibte meinen Schritt. Als ich plötzlich Geräusche hörte verließ ich eilig das Zimmer und begab mich nun doch Richtung Toilette. Als ich die Tür zur Damentoilette öffnen wollte, ging plötzlich die Tür der Männertoilette auf. Er war es! Lächelnd zog er schnell den Reißverschluss seiner Hose hoch und schloss den Knopf. Danach begrüßte er mich mit einem Kuss auf die Wange. “Schön dich hier zu sehen! Neulich hatten wir ja keine Gelegenheit kurz zu reden.”, beteuert er. “Danke, ebenso. Ja ich fand es auch sehr schade. Aber wenn du kurz wartest, dann können wir gleich reden.”, schlug ich lächelnd vor und zeigte dabei auf die Toilette. Er nickte und ich verschwand eilig. Ich zupfte hastig an mir rum während ich in den Spiegel blickte, um gut auszusehen. Als ich halbwegs zufrieden war, drehte ich mich um und zog die Klotür ran. Als ich mich setzte ging plötzlich die Tür zur Damentoilette auf und ich sah, dass jemand vor meiner Tür stehen blieb. “Hier ist besetzt, ich hab nur vergessen zu zuschließen.”, sagte ich panisch und beugte mich nach vorn um die Tür nachträglich zu versperren. Jedoch war ich zu langsam. Mein ehemaliger Lehrer drückte sanft die Tür auf und lächelte wortlos. Verwirrt sah ich ihn an und verwies darauf, dass ich gleich fertig sei. “Ich dachte wir könnten jetzt schon reden, sonst verstreicht kostbare Zeit.”. Er kam in die Kabine und schloss die Tür hinter sich zu. Der Druck meiner Blase wurde immer größer, doch ich konnte mich nicht entspannen während er mich abwartend ansah. Er fing an immer breiter zu grinsen. “Lass laufen, mich stört das nicht!”. Verlegen versuchte ich sein Grinsen zu erwiedern. Er beugte sich nach vorn und schob seine Hand zwischen meine Beine. Als er begann mich zu reiben hatte ich stark damit zu kämpfen nicht laut aufzustöhnen. Durch seine Massage konnte ich dem Druck nicht länger Stand halten und pinkelte ungewollt auf seine Hand. Peinlich berührt entschuldigte ich mich, doch er schien davon erregt worden zu sein. Eilig zog er seine Hose und Unterhose runter, umfasste mein Gesicht mit der tropfendnassen Hand und zog es seinem dicken Schwanz entgegen. Seine pralle Eichel öffnete meine Lippen und er begann sich unentwegt in meinen Mund zu schieben. Ich war so geil auf ihn, dass es mich gar nicht störte, dass ich manchmal würgen musste. Stattdessen versuchte ich meine Zunge und Lippen so fest an seinen Schwanz zu drücken, wie es mir nur möglich war. Keuchend zog er seinen Schwanz aus mir, packte mich und drückte mich fest mit dem Bauch gegen die Kabinentür. Er hielt sich oben am Kabinenrahmen fest und schob seinen Luststab zwischen meine Beine um mich zu reiben. Ich versuchte leise zu sein, was mir jedoch nicht gut gelang. Je mehr er mich reizte, umso williger und lauter wurde ich. Unerwartet schon er mir seine Finger in den Mund, welche ich daraufhin zu lecken und lutschen begann. Ich genoss den Geschmack meines eigenen Urins sogar ein wenig, weil ich so hemmungslos geil war. Meine Muschi wurde so nass, dass der Saft an uns beiden herunter lief. Plötzlich schon er sein Glied langsam und behutsam in mein Arschloch. Ich schrie laut auf, zog meine Muskeln zusammen und genoss den Moment in dem er so fest in mir steckte. Als er sich in Bewegung setzte stöhnte ich lauter und lauter. Das Klatschen seiner Eier versetzte mich noch mehr in Extase. Meine Brüste streiften immer fester an der Tür entlang, ebenso wie mein Kitzler, der mit Stoß dagegen gedrückt wurde. Ich drücke meine Muskeln wieder zusammen und erschwere ihm das Stoßen. Als ich ihn wieder freigebe zieht er seinen Schwanz aus mir. Ich bitte ihn weiterzumachen, stattdessen beginnt er ungehemmt meine Muschi zu ficken. Wieder schafft er es mich willenlos zu machen. Ich strecke meinen Arsch entgegen und beuge mich mit dem Oberkörper weiter runter. Jetzt greifen seine starken Hände um mich und kneten meine Brüste. Ich kann nicht mehr. Obwohl ich noch aushalten will überrollt mich der Orgasmus, auf den ich drei Jahre lang gewartet hab. Seine Stöße werden zunehmend härter und als ich ihn bitten will seinen Schwanz schnell aus mir zu nehmen, spritzt er in mir ab. Wortlos zieht er sich die Hose hoch, drückt mich wieder aufs Klo und verschwindet. Befriedigt, geil und zugleich verwirrt sitze ich da und schaue ihm hinterher ehe die Klotür zu geht. Meine Gedanken beginnen wieder Kreise zu ziehen, diesmal allerdings darum, dass ich die Pille abgesetzt habe…“ Dorian Hommelsheim war begeistert von diesen Erlebnissen und beschloss, die nächste volljährige Schülerin, die ihn anhimmelte, zu verführen. Er wollte nicht nur Biologie-Lehrer sein, sondern auch Lehrer für Romantik, Kuscheln, Sex und Zärtlichkeit. Dorian träumte davon, ein „Lehrer der Liebe“ zu sein. In seiner Zeit mit Martha waren Romantik und Zärtlichkeit, der Wunsch nach Familie und Geborgenheit Fremdwörter. Die alternde Feministin Martha hasste Kinder, Berührungen und Sex. Sie meinte, als Ü50-Frau müsste ein Partner ein guter Gesprächspartner sein. Liebe sei unrealistischer Kinderkram. Romantik wäre Kitsch. Doch Dorian hatte andere Vorstellungen. Schon am nächsten Morgen ergab sich die erste Gelegenheit, in sein neues Liebesleben zu starten, wie sich seine neue Partnerin Scarlett später an den Beginn ihrer Beziehung erinnern sollte:
„Scarlett, würden Sie mir bitte behilflich sein?“ Herr Hommelsheim stoppt mich kurz vor der Tür des Biosaals. „Natürlich“, sage ich überrascht. „Bitte räumen Sie die Kästen wieder zurück“, ordnet er an und beugt sich über das Kursbuch des zwölfer LK Biologie. „Natürlich“, sage ich zum zweiten Mal. Beim Aufnehmen der Kisten mustere ich Hommelsheim verstohlen. Der sieht schon verdammt heiß aus! Dorian Hommelsheim… mittelblond, mittelgroß, wahnsinnig sexy und wohl einer der beliebtesten Lehrer der Schule. Würde ich sagen, er wäre mir egal, würde ich lügen, vielleicht bin ich ein bisschen verliebt in ihn, in jedem Fall ist er zumindest optisch genau mein Typ. Über seinen Charakter kann ich natürlich nichts sagen, außer der Schule gibt es nichts, was uns verbindet und selbst in der Schule haben wir nur ein ganz normales Schüler-Lehrer Verhältnis. Ich kann mir sowieso nicht vorstellen, etwas mit einem Lehrer anzufangen, mal ganz und gar davon abgesehen, dass ich auch nur absolut durchschnittlich und normal aussehe. Dunkelblond mit blonden Strähnchen, 175 Zentimeter groß, bei 70 Kilo und 18 Jahren, Bob inklusive Pony… total normal halt. „Sie stehen da, als hätten Sie soeben eine Erscheinung gehabt“, bemerkt er spitz. „Hm?“, ich erwache aus meinen Tagträumen. „Nein, nein, alles bestens“ „Dann hindert Sie vermutlich auch nichts daran, jetzt die erste Kiste nach hinten zu schaffen?“ „Nein, eigentlich nicht, es sei denn vor meinen Füßen tut sich jetzt ein Krater auf, den zu überspringen mir unmöglich ist, dann würde ich die Kisten selbst für sie nicht rübertragen“ „Clown gefrühstückt?“, fragt er und grinst mich an. „Toast mit Marmelade und Milchkaffee“ „Sollte ich mir mal merken, wenn man davon so gute Laune bekommt, Sie grinsen schon den ganzen Tag so!“ „Tue ich?“, erkundige ich mich ganz und gar unschuldig. „Tun Sie. Die Kisten sind ja immer noch nicht drüben“, bemerkt Hommelsheim dann wieder ernst. „Nun, ich wollte nicht unhöflich sein“, stammele ich. „Meinen Sie, Sie wollten zwar eigentlich meine blöden Sprüche gar nicht hören, wollten mir aber auch keinen Korb geben“ „So würde ich das nicht sagen. Und wenn überhaupt hätte ich Ihnen eine Kiste zum tragen gegeben“ „Wenn Sie jetzt so mit Herrn Weidmann geredet hätten… huhu…“ „Der frisst mir aus der Hand“, sage ich und schaue beschämt zu Boden, als der Satz über meine Lippen gerutscht ist. „Gratulation, darf man erfahren, wie Ihnen dieses Wunder gelungen ist?“ Ich fasse es nicht, ich stehe hier mit Hommelsheim und lästere MIT ihm über einen Lehrer. „Vier jährige Schwerstarbeit“, füge ich an und bugsiere nun die erste Kiste in den Abstellraum. „Sie Arme! Mein Beileid“, Hommelsheim trägt mittlerweile auch Kisten. „Danke“, sage ich theatralisch. „Bitte“, sagt er nicht weniger theatralisch und wir müssen beide kurz grinsen. Es stehen gefühlte hundert Kisten rum, manche schwerer als andere. Dank der Mithilfe von Hommelsheim geht die ganze Sache doch recht zügig und wir kommen schnell bei den letzten Kisten an, die immer schwerer zu werden scheinen. Ich hebe die letzte an und laufe einige Schritte, stolpere dann über meine Tasche und liege flach auf der Nase. „Darf ich Ihnen ein Bett vorbeibringen? Oder ein Zelt? Eine Decke? Luftmatratze? Kopfkissen?“, erkundigt mein Biolehrer sich spöttisch. „Danke nein, ist sehr bequem hier unten, sollten Sie unbedingt auch mal probieren“ „Ich werde meinen nächsten Wellnessurlaub hier verbringen“, nickt er. „Sehr gute Wahl“ Hommelsheim reicht mir die Hand und zieht mich schwungvoll hoch, sodass ich auf voller Länge ungewollten Körperkontakt mit ihm habe, der durchaus nicht unangenehm ist. Er jedoch schwankt, fällt fast. „War das etwa ein Versuch, mich zu einem Wellnessurlaub zu drängen?“, erkundigt er sich als er sich wieder gefangen hat. Immer noch stehe ich unverändert dicht an ihm, zwischen uns hätte vielleicht ein Blatt Papier gepasst, mehr aber auch nicht. Meinen jämmerlichen Versuch, mich von ihm loszumachen quittiert er damit, dass er mir einen Arm um die Taille legt. Meine Arme baumeln nutzlos neben meinem Körper, ich fühle mich irgendwie gelähmt. Jetzt hat er auch noch den zweiten Arm zwischen meinen Arm und meinen Oberkörper geschoben und hält hinter meinem Rücken mit sich selbst Händchen. Die Situation wird mir unheimlich. Ich stehe zwischen Biosaal und Abstellraum in den Armen meines Biolehrers und rühre mich nicht. Hmpf… wären wir jetzt im Film, würden wir uns in die Augen gucken und uns dann küssen. Das wäre der Beginn unseres gemeinsamen Lebens, inklusive Kindersegen und Haus im Grünen… o.o was geht nur in mir vor? Warum hält er mich überhaupt fest? Ist doch vollkommen unnötig, wir stehen beide gut und sicher. Ich wage einen Blick hoch und stelle fest, dass er mich offenbar die ganze Zeit angeschaut hat, jedenfalls schaut er auf mich herunter. Ich schaue auf seinen Hals, als er mich am Kinn fasst und so Augenkontakt herstellt. Ein Reflex wird es wohl kaum gewesen sein, doch gegen seine braunen Augen ist wohl noch kein Kraut gewachsen. Ich küsse ihn. Er küsst mich. Ich lege meine Arme um seinen Hals. Aus dem vorsichtigen Kuss wird ein ungestümer wilder, der mir nach und nach die Luft raubt. Er küsst SO gut… verdammt… Ich habe das Gefühl, nur noch zu stehen, weil er mich hält. WAS MACHE ICH HIER EIGENTLICH? Plötzlich bricht er den Kuss ab. „Willst du das überhaupt?“, fragt er mich und meint es absolut ehrlich, das spüre ich. „Ja“, antworte ich und weiß überhaupt nicht, was ich mir dabei gedacht habe. Dorian küsst mich noch einmal flüchtig, wendet sich dann zur Tür und geht. Ich stehe da wie paralysiert. Was war das? Ich könnte schwören, seine Lippen auf meinen zu fühlen, seinen Körper an meinem… Plötzlich steckt Dorian seinen Kopf zur Tür herein. „Kommen Sie? Ich muss abschließen“, sagt er und seiner Stimme ist nichts anzumerken. „Sicher“ Der Bio-Trakt ist leer und still, bis auf eine andere Lehrerin. Sie sieht Dorian zu, wie er abschließt und schlurft mit einem schlecht gelaunten „bis Morgen“, die Treppe herunter. Dorian geht vor und öffnet die Schwingtür. Dann dreht er sich kurz um. „Wirfst du den Zettel bitte in den Müll, der da liegt?“, bittet er mich. Ich kann es nicht fassen. Erst küsst er mich, dann ignoriert er mich beinahe vollkommen. Erst als er durch die Tür getreten ist, hebe ich den Zettel hoch. „Wirf mich nicht weg!“, steht dick drauf. Darunter in kleiner. „Lies mich“ Ich runzle die Stirn, doch falte tatsächlich dieses kleine Zettelchen auf. Dorian Hommelsheim, Simrockalee 22b, 53175 Bonn“, steht darauf und noch ein kleiner Satz, den ich immer wieder lesen muss, und ihn doch nur schwerlich begreife. „Du kannst zu mir kommen, wann immer du möchtest!“ Ich laufe langsam zu meinem sonnengelben Käfer Cabrio, schließe auf und lasse mich hineinfallen. Puh. Ich fahre nach Hause, ganz automatisch schlage ich den Weg ein. Angekommen. Die Putzfrau war schon da, alles blitzt und blinkt, doch das interessiert mich nicht. Ich fühle mich wie ferngesteuert, halte immer noch den Zettel in meiner Hand. Mein Weg führt mich ins Bad, ich dusche, rasiere mich, creme mich mit meiner Bodylotion ein, die ich sonst für besondere Anlässe aufspare, trage eine Maske auf, schminke mich gründlich und dezent. Ich fahre nicht zu ihm hin! Warum sollte ich auch? Solche Gedanken schießen mir permanent durch den Kopf, doch mir ist eigentlich klar, dass ich es machen werde. Es ist nur noch nicht in meinem Kopf angekommen, es steckt zwischen Herz und Hirn im Stau. Meine schwarze edle Unterwäsche muss herhalten. Warum mache ich das? Glaube ich ernsthaft, dass wir miteinander schlafen werden? Als ob er es nötig hätte, eine seiner Schülerinnen zu vögeln, die noch nicht einmal über besondere optische Reize verfügt… dennoch halte ich nicht inne, greife zum ersten Mal seit Monaten zu einem Rock, noch dazu zu einem Rock, der etwa 10 cm über dem Knie endet. Dazu ein Oberteil mit recht großzügigem Ausschnitt. Ich esse… lese dabei Zeitung. Nach dem Essen mache ich meine Hausaufgaben. Alles wie immer. Nur das ich mich so gar nicht auf die Populationsdynamik oder irgendwelche Formeln konzentrieren kann und stattdessen zunehmend ein Kribbeln zwischen den Schenkeln fühle. Je länger ich da sitze und mich an meinen Hausaufgaben versuche, desto mehr scheinen meine Gedanken um meinen Lehrer zu kreisen. Und je mehr ich an ihn denke, desto größer wird mein Verlangen, ihn zu spüren. Ich stelle mir vor, wie wir es in den abenteuerlichsten Positionen treiben, wie er mir geile Worte ins Ohr flüstert, um sie kurz darauf zu schreien. Wie ich mich hochschaukle und wie Dorian mich immer wilder nimmt. Unwillkürlich wird mein Atem schwerer. Was soll das? Ich bin doch keine von denen… von denen die nur Sex und Partys im Kopf haben! So wollte ich nie sein und so werde ich auch nie sein! Plötzlich springe ich auf, schnappe mir meine Jacke, meine Tasche, meine Schlüssel und renne förmlich zu meinem Auto. Ich muss es endlich wissen! Was soll das ganze? Dorian wohnt in derselben Stadt wie ich, einem 80.000 Einwohner-mehr-oder-weniger-Kaff. Ich kurve ein bisschen und schließlich finde ich seine Wohnung. Eine Frau mit Rollator tritt durch die Tür, ich lächle sie an und trete in das Treppenhaus des zwei geschossigen Wohnhauses. A liegt in der Parterre, also wird B wohl im 1. Stock liegen. Mein Atem geht schneller, wird flacher, ich werde nervös, je näher ich der Tür komme. Was soll ich sagen? Was tun? Soll ich überhaupt? Ich könnte mich umdrehen und gehen. So ein Stuss! Ich klingele, nein, pardon, vor lauter Nervosität mache ich am helllichten Tag das Licht an. Dann klingle ich. Mein Puls steigert sich ins unermessliche, mein Herz schlägt für drei. Kawumm Kawumm Kawumm. Immer schneller hintereinander. Hinter der Tür höre ich Schritte, Schritte die immer näher kommen. Die Tür öffnet sich und ich sehe ihn. Auch er hat sich umgezogen, anstelle des schwarzen Hemdes trägt er nun ein grünes Polo-Shirt. „Oh“, sagt er. Dann kommt erstmal gar nichts. Ich komme mir reichlich blöd vor und nach fünf Minuten des Schweigens und gegenseitigen Anstarrens reicht es mir. Ich drehe mich um, komme allerdings kaum drei Schritte weit, denn anscheinend hat er sich aus seiner Starre gelöst. Ich spüre seinen Atem in meinem Nacken, wieder umarmt er mich, nur dieses Mal stehe ich mit dem Rücken zu ihm und es ist nicht die vorsichtige Umarmung wie in der Schule, sondern eher ein Festhalten. „Dreh dich um“, sagt er mit dunkler, rauer Stimme und es ist keine Bitte. Ein Befehl ist es allerdings auch nicht. Einen Arm legt er in meine Kniebeuge, den anderen um meine Taille. Es erscheint mir, als wäre ich schwerelos, als er mich in seine Wohnung trägt und mich noch ungestümer küsst, als vor gefühlten zehn Sekunden im Biosaal. Dann legt er mich auf den Teppich und sich selbst gleich auf mich drauf. Dorian liegt einfach nur auf mir, schaut mich an und wir verfallen wieder in ein Schweigen. Zumindest solange, bis ich mich traue, die Initiative zu übernehmen. Mit den Beinen umklammere und küsse ich ihn.. Bis jetzt habe ich kein Wort gesagt und auch von Dorian kam nicht besonders viel. Er knabbert vorsichtig an meiner Unterlippe, zieht sich dann ein bisschen zurück, bevor meine Zunge seine sucht und findet. Von mir aus könnten wir ewig so liegen bleiben können, doch wie aus dem Nichts beendet er den Kuss und schiebt uns beide in eine sitzende Position. Ich setze zu einem erneuten Kuss an, doch sein Zeigefinger auf meiner Lippe erstickt dieses Vorhaben schon im Ansatz. „Du weißt, dass ich dein Lehrer bin, und wir an sowas noch nicht einmal denken dürften, geschweige denn, es zu machen?“, fragt er und hält mich weiter im Arm. Wie betäubt nicke ich. Wird das hier jetzt die höfliche aber bestimmte Abfuhr? „Auch, dass du als Gott weiß was verschrien wärst, wenn das hier rauskommt und die Runde macht?“, sein Gesicht ist nur wenige Zentimeter von meinem entfernt. „Ja“ Mein erstes Wort. „Dass mir gekündigt werden würde?“ „Hmpf“ „Du kannst nein sagen und gehen“ „Ja“ Er wartet ab, doch ich rühre mich nicht. Wie sollte ich auch, er sitzt auf mir, schaut mich an. „Ich will dich. Ganz. Jetzt.“ Ich werde wahnsinnig. Ganz sicher werde ich wahnsinnig. Ich habe Wahnvorstellungen. Schöne Wahnvorstellungen. „Ich will die Frau in dir, die mir seit Wochen heiße Träume beschert“ Er küsst mich auf den Hals, geht langsam, bedächtig und zielsicher tiefer. „Oh mein Gott“, bringe ich hervor, schließe die Augen und kralle mich in sein Haar. Es kommt langsam. Es kommt so langsam, dass ich es zuerst gar nicht bemerkt habe und jetzt trifft es mich mit voller Wucht. Ich bin kein spät pubertärer Teenie mehr. Ich bin eine Frau und diese Frau die wird begehrt. Jetzt muss ich es nur noch umsetzen, dann ist es perfekt! Dorian verharrt und sieht mich wieder nur an. Seine Augen finden meine, mein Mund den seinen. Plötzlich ist alles klar, jedenfalls für mich. „Ich will es hören. Sag es“ Schwer atmend sieht er mich an. „Ja verdammt. Ich. Will. Dich.“ Wieder nimmt er mich auf den Arm und setzt mich auf dem Esstisch ab. Seine Hände fahren unter mein T-Shirt, befühlen meine Speckröllchen. Dorian brummt und ich spüre, wie sein kleiner Freund zunehmend an Größe gewinnt. Genießerisch zieht er mir das Shirt über den Kopf, küsst mich und befühlt dann durch den BH meine Brüste. Wieder brummt er. Jetzt beginne ich meinerseits mit der Erkundungstour. Sein Oberkörper ist herrlich knackig, trainiert, aber nicht zu trainiert. Ich spüre sein pochendes Herz und ziehe auch ihm sein Shirt aus. Er tastet sich zum Verschluss meines BHs vor, hält inne. „Verhütest du?“, fragt er und sieht mich an. Ich nicke. „Find ich gut, dass du das fragst“, erwähne ich lobend doch als er beginnt, sanft an meinen Nippeln zu saugen, verschwende ich keinen Gedanken mehr an Verhütung. Vorsichtig fasst er mir unter den Rock und schiebt meinen Tanga beiseite, gleitet mit seinen Fingern über meine Schamlippen, teilt sie und macht dasselbe nochmal direkt an meiner Spalte. Meine Gedanken drehen sich nur noch um das Eine, ich stöhne und will ihn endlich spüren, doch Dorian lässt sich nicht aus dem Konzept bringen. Mit dem Daumen stimuliert er meine Knospe und treibt mich an den Rand des Wahnsinns. Mein Rock ist bald Geschichte und auch mein Tanga landet achtlos auf dem Boden, genau wie meine Schuhe. Nackt sitze ich vor ihm auf dem Tisch und öffne seine Hose, in der sein kleiner Freund schon einen mächtigen Aufstand zelebriert. Ich schaffe es nicht, das Vorspiel so lange hinauszuzögern wie er, ziehe seine Boxershorts herunter und schaue auf seinen Lümmel. Lang und groß ist er schon und dabei ist er bestenfalls halb steif. Mit sanftem Druck massiere ich seine Hoden und registriere wie Dorian schnaubt und tief ein und ausatmet. Ich streichle über seinen Penis, wichse ihn ein wenig und lecke kurz darüber. „Hör auf“, bringt er mit brüchiger Stimme hervor. Ich schaue auf und wechsele von meiner liegenden Position, die ich zwischendurch eingenommen hatte, wieder ins sitzen. Grob drängt er sich zwischen meine Beine, sein Schwanz ragt vor ihm auf und ist wirklich alles andere als klein. „Wenn ich dir weh tue…“ Ich versiegle seine Lippen mit einem schnellen Kuss und schüttle leicht den Kopf. Er platziert meine Beine auf seiner Schulter, tastet sich langsam vor und dann gleitet er quälend langsam in mich. Es ist wie im siebten Himmel, sein Schwanz füllt mich aus wie es zuvor noch keiner vermocht hatte und langsam steigerte Dorian sein Tempo ohne den Blickkontakt mit mir zu verlieren. Es wird schneller, härter und ich kralle mich an der Tischkante fest. Dorian steht mit geschlossenen Augen vor mir, ich spüre seinen Schwanz in mir pulsieren, zucken und mit einem Schrei kommt er in mir. Dann dreht er sich um und erst mein Protest veranlasst ihn dazu, sich wieder mir zuzuwenden. „Du kannst mich doch nicht einfach hier liegen lassen und soooo kurz vor dem Orgasmus aufhören!“, beschwere ich mich. „Hat das irgendjemand gesagt?“, er stützt seine Arme rechts und links von mir ab, küsst mich und zieht mich dann hoch. „Glaubst du, ich lasse dich so einfach wieder gehen?“ Rückwärts läuft er eine Treppe hoch und ich folge ihm. Das obere Stockwerk hat etwa ¼ der Fläche des unteren und es befinden sich lediglich ein Ankleidebereich, ein Bad und ein Bett darin. Das Bett ist eigentlich schon kein Bett mehr, sondern eine runde Spielwiese. „Na komm“, lockt Dorian mich. Er sieht so unverschämt sexy aus, schön braun, schlank, groß, muskulös. Das es sowas noch gibt. Mit Puddingknien stolpere ich ihm entgegen und wir fallen auf das Bett, welches sich als Wasserbett entpuppt. Wieder küssen wir uns, ich genieße jede Sekunde! „Ich liebe es, dich zu küssen“, raunt er. „Aber noch lieber würde ich dich meinen Namen schreien hören, fühlen wie es dir kommt, wie du bebst und…“ „Das kannst du haben“, erwidere ich kess und ich traute meinen Augen kaum, als er mir meinen gut gehüteten Wunsch verwirklicht. Er drückt meine Schenkel auseinander und sein Kopf bewegt sich unaufhörlich tiefer, bis er mein rasiertes Paradies erreicht. Mit dem Zeigefinger nimmt er eine Kostprobe und ab dem Zeitpunkt höre ich die Englein singen. Seine Hände und seine Lippen scheinen überall gleichzeitig zu sein und bald halte ich es nicht mehr aus, ich winde mich unter ihm, stöhne, bäume mich auf und bleibe dann wieder so still als eben möglich liegen. Es fühlt sich an wie ein halbes Leben, dauert es noch nicht mal eine halbe Stunde, da ist es da, das letzte manische Zucken, der vollkommene Verlust der Kontrolle und mit ihnen ein gewaltiger Orgasmus, den ich in das Zimmer, in die Wohnung, in das Haus und in die Welt, in der ich mich gerade befinde hinausschreie. Er liegt über mir, küsst mich sanft und vorsichtig und ich erwidere seinen Kuss ermattet. Mein ganzer Körper fühlt sich an wie Pudding und die Hitze, die von Dorian ausströmt, macht es auch nicht besser. Wir wälzen uns auf dem Bett herum, schweigen, doch manchmal sagt ein Schweigen mehr als jedes jemals verwendete Wort. Ich rutsche ein Stück zurück und senke meinen Kopf auf seinen Schwanz, meine Haare berühren ihn. „Du musst nicht…“ „Ich weiß“ Ich, ohne jegliche Erfahrung, versuche meine kurzfristige Ratlosigkeit zu überspielen. Bald jedoch scheine ich den Bogen raus zu haben, sein kleiner Freund wächst unter meiner Behandlung immer und immer weiter und auch Dorian gefällt es, er hat sich aber besser unter Kontrolle als ich, doch mit der Zeit wird sein Stöhnen lauter und sein Zucken stärker. Mit einer Hand massiere ich seine Hoden und mit der anderen wichse ich seinen Schwanz und verwöhne mit der Zunge und meinen Lippen seine Eichel. Dann nehme ich ihn in den Mund, zuerst vorsichtig doch dann immer tiefer. Ich bin vollkommen auf das Gefühl fixiert, sein Schwanz in meinem Mund… plötzlich und ohne jegliche ersichtliche Vorwarnung kommt er. Vor Schreck wende ich mich ab, seine Sahne klatscht mir ins Gesicht, dann jedoch versuche ich so viel wie möglich mit meinem Mund aufzunehmen. Ich höre sein Schnauben und Stöhnen, wie er in Ektase immer wieder meinen Namen sagt und schlucke. Es schmeckt ungewohnt. „Meine kleine, süße, geile Scarlett“, raunt er und kniet sich auf das Bett, betrachtet mich. „Steht dir“, merkt er grinsend an und deutet auf mein Gesicht. Ich knie mich ihm gegenüber, küsse ihn. „Es war ziemlich geil“ „Fand ich auch“ „Wir sollten das unbedingt mal wiederholen“ „Sollten wir?“ „Meiner Meinung nach schon, ich kann nämlich meine Finger nicht von dir lassen“ „Sagst du das nur einfach so?“ „Ich sage nichts einfach so“ Er wirkt sauer. „Du wirst duschen wollen“ Ich nicke und er führt mich in das Bad. Wir duschen gemeinsam. „Willst du nicht noch ein wenig bleiben?“, fragt er, als ich mich anziehe. „Es ist schon…“, ich schaue auf die Uhr. „Acht!“ und plötzlich schlage ich hart auf dem Boden der Realität auf. Was soll überhaupt werden? Was sagen meine Eltern? Wie wollen wir das in der Schule verbergen? Was ist das zwischen uns? „Frag“, sagt er, als ahne er, was gerade in mir vorgeht. „Es ist einfach… alles kompliziert!“, jammere ich. Dann gehe ich und er hält mich auch nicht auf, sieht mir nur nach. „Hallihallo“ So begrüßen mich meine Mädels am nächsten Morgen in der Schule. „Hey“ Die anstehende Doppelstunde Mathe mit anschließender Vertretung bei Dorian… bei Herrn Hommelsheim sitzt mir im Nacken. Wie soll es weitergehen? Wie sollen wir miteinander umgehen? SCHEIßE! Zudem habe ich kaum geschlafen. „Du siehst nicht gerade frühlingshaft frisch aus“, versucht meine Freundin mich aufzuziehen. Normalerweise kommt immer ein entsprechender Konter. „Jo“ Vor dem Kursraum setze ich mich auf den Boden. Ich sehe, wie bedeutungsvolle Blicke getauscht werden und schon bin ich umringt von neugierigen Mädels. Allseitiges „was ist denn?“ „Kann ich dir helfen?“ „Hast du Stress zu Hause?“ Wenn die wüssten. „Nein, ich habe bloß mit unserem Lehrer gevögelt“ Diese Wahrheit würde sie vermutlich aus den Socken hauen. Ich die brave Scarlett, vögele mit einem LEHRER. „Stress mit ‘nem Typen“, murmele ich also. „DU? Was denn?“ Ich hätte nichts Passenderes sagen können, es kam fast schon an die Reaktionen heran, die ich mir für meine erste Antwort ausgemalt hatte. „Unklare Sache“, nuschle ich. „Hommelsheim kommt! Wir reden später, ja?“ Hommelsheim kommt! Was löst dieser Satz bloß bei mir aus? Mein Herz schlägt eins zu tausend, ruckartig schaue ich auf, sehe ihn näher kommen und vor meinem geistigen Auge erscheint er nackt, zwischen meinen Schenkeln stehend. Ein Seufzer entfährt mir und ich erhebe mich. „Nicht so unmotiviert, Scarlett, freuen Sie sich lieber, Doppelstunde Mathe, bestimmt Ihr Tageshöhepunkt“, er zwinkert mir zu. „Oh ja, ich freu mich schon die ganze Woche drauf“, entgegne ich sarkastisch. „Wie Sie alle wissen hoppsen wir in Lichtgeschwindigkeit auf das Ende des Schuljahres hin und damit Ihre Gehirnzellen nicht komplett im Alkohol untergehen, schreiben wir jetzt einen kleinen, schnuckligen Test“ „Was ist denn mit dem los?“, fragt mich Mischa. „Hat der Probleme?“ „Hm“ „Zettel raus, Taschenrechner weg, Stifte raus“ Die drei Stunden sind die Hölle. Er schaut mich an, ich schaue ihn an, wir schauen uns an- und schauen schnell wieder weg. In der dritten Stunde sitze ich auch noch frontal vor dem Pult, erste Reihe. Scheiße! Immer wenn ich ihn sehe, könnte ich schreien. Die Situation ist zermürbend. Wie gerne würde ich mit ihm reden! Offen reden und ich meine zu spüren, dass auch er gerne mit mir sprechen würde, käme nur ein bisschen seltsam… „Dorian, warum haben wir gestern gevögelt?“ „Och, aus der Situation heraus“ „Ach, Dorian, ich bin übrigens schwanger von dir“ Das wäre mein absolutes Horrorszenario! Schwanger vom Lehrer, ohne Abitur ohne alles. Und erst die Reaktionen meiner Eltern. Scheiße nee… ich bin mir sicher, ihrer Begeisterung würde keinerlei Grenzen kennen. Hast du super gemacht, haben wir dir auch immer gesagt, lass dich so schnell wie möglich schwängern, von ‘nem Lehrer, das ist ja toll. Ihre Stimmen würden triefen vor Sarkasmus und ich hätte ein ernsthaftes Problem, neben meinen diversen anderen…. Egal, soweit ist es nicht und soweit wird es auch nicht kommen! Ich bin froh, als mein ganz persönliches Martyrium für heute beendet ist, trödle aber absichtlich beim Zusammenpacken, werfe mein Mäppchen um, damit Dorian die Gelegenheit bekommt, mich anzusprechen. Tut er natürlich nicht. Geknickt setze ich mich zu den anderen in den Aufenthaltsraum. Ich schweige und starre vor mich hin, ganz anders als sonst. Lustlos erhebe ich mich, als mir einfällt, dass ich einen Termin mit dem Schulleiter habe. Der Vorzimmerdrachen teilt mir dann mit, der Direktor sei heute unpässlich und leider überhaupt nicht in der Lage, auch nur einen Termin wahrzunehmen. Toll! Dafür bin ich jetzt quer durch die Schule gelaufen. Hätte diese gefrustete Jungfer mir auch mal eher sagen können. Kadusch! Hindernis auf neunzig Grad. Hindernis ist groß, warm und fängt mich auf, bevor ich mich auf den Hosenboden setze. Hindernis heißt Dorian. Puls schnellt augenblicklich in die Höhe, Nervosität ebenfalls. Knie werden zu Pudding. Scheiße. „Danke Herr Hommelsheim“, bringe ich hervor. Dann zieht einer den Pudding weg und mir reißt es endgültig die Beine weg. Sanfte Landung, erneut in seinen Armen. Wie passend, dass der Sanitätsraum nur einmal um die Ecke ist. Auf die stabile Seitenlage verzichtet er, stattdessen sagt er beinahe fürsorglich: „Scarlett, was machen Sie denn für Sachen? Sie sehen den ganzen Tag schon so blass aus. Ab in den Sanitätsraum mit Ihnen“ Ich protestiere nicht. Der Saniraum ist groß und er geht zielsicher zur Liege genau in der Mitte. „Leg dich hin“, bittet er mich und sieht mich besorgt an. „Es ist nichts, nur zu wenig Schlaf“, protestiere ich nun. Dorian sieht sich um, ob auch niemand in der Nähe ist. „Kann es sein, dass ich eine gewisse Mitschuld daran trage?“ „Durchaus denkbar. Wir… wir müssen reden“ Ein nicht sehr ermunterndes Nicken folgt. „Nicht hier“, sagt er fast flüsternd. Er nimmt meine Hand. Sieht mich an. Stumm. Dann küsst er mich, sanft, schwerelos. Kritzelt etwas auf ein abgerissenes Stück Papier. „Ich werde jetzt einen der Schulsanitäter holen. Bleiben Sie bitte liegen, mit einem Schwächeanfall ist nicht zu spaßen“ Den Zettel drückt er mir in die Hand und weg ist er. Seine Handynummer steht drauf, mit der Frage, ob ich um zwei zu ihm kommen möchte. „Ja“, simse ich und da betritt schon ein pickliges etwas den Raum. Für den Rest des Tages werde ich nach Hause geschickt, Frau Bünemann fährt mich. Ich falle kaum das ich mein Bett berühre in einen tiefen Schlaf, aus dem ich gegen eins erwache. Sehe fürchterlich zerknittert aus. Wenn ich so bei Dorian auflaufe, wird er sich wahrscheinlich schreiend aus dem Fenster stürzen. Das will ich nicht, also rette ich, was zu retten ist und fahre um fünf vor zwei los. Werde zu spät kommen. 14.10. Bin da. Wieder so pervers nervös. Es geht nicht zu meiner Hinrichtung, bloß… ja, wohin geht es? Verschiebe die Frage auf später, suche erstmal die Klingel, die ziemlich versteckt ist. Keine Oma weit und breit, die mir die Tür aufhält. Egal, wozu habe ich die Klingel gesucht? Doch wohl kaum um auf eine Oma zu warten, die mir vielleicht die Tür aufmacht. Es summt, ich drehe mich um, will die Biene verscheuchen, starre in die Gegend, bis Dorians Stimme ertönt, ob ich nicht langsam hochkommen wollte und warum ich in Kampfhaltung mit dem Rücken zur Tür stehe? Hier scheint es eine Kamera zu geben. Bin wohl ziemlich verplant grade. „Du bist zu spät, ich hab schon gedacht, du wärst in einen Graben gefahren“, höre ich, kaum das ich die Treppe gemeistert habe. „Weißt doch, fünfzehn Minuten nach der Zeit ist die wahre Pünktlichkeit“ Ich entlocke ihm ein schwaches Grinsen und ein Kopfschütteln. „Ich hab mir echt Sorgen gemacht, mache ich ständig, seit du eben zusammengeklappt bist“ Diesmal ist es an mir, zu Grinsen. „Hallo Dorian“ Es ist wieder da. Dieses lockerleichte Gefühl, als würde ich über den Boden schweben, als wäre die Welt rosarot und alles bestens. „Komm doch rein“ „Bin dabei“ Jetzt grinst er wieder. Noch auf der Türschwelle zieht er mich an sich und gibt mir einen langen, heißen Begrüßungskuss. „Was zu trinken? Oder zu essen? Du siehst unterzuckert aus“ „Wenn du schon so fragst…“ Habe seit dem Frühstück zu Hause nichts mehr gegessen. „Beides“ Er nimmt mich an die Hand und bugsiert mich in die Küche, die zugegeben ziemlich groß ist. Und geschmackvoll. Hm. „Ich hab noch Nudelauflauf, Kartoffelgratin und Moussaka“ Spontan entscheide ich mich für Moussaka und während sie in der Mikrowelle warm wird, schaue ich mich weiter um. „So schlimm?“, von hinten umarmt Dorian mich und legt sein Kinn auf meinen Kopf. „Was?“ „Meine Einrichtung“ „Im Gegenteil. Hast du dich ausgetobt oder deine Schwester?“ „Woher weißt du…?“ „Das Foto an der Wand, das kann nur deine Schwester sein. Tippe sogar mal auf Zwilling?“ „Hundert Punkte. Liljana, meine Zwillingsschwester, vier Minuten älter als ich“ Während wir essen schweigen wir uns an. Es ist kein unangenehmes Schweigen, das Problem ist bloß, dass ich hergekommen bin, um zu reden, und nicht, um zu schweigen. Nach dem Essen lerne ich seine Kaninchen Dieter und Lieselotte kennen, die er auf der riesigen Dachterrasse hält. „Kann ich sie halten?“, frage ich und deute auf Lieselotte. „Hm“ Während ich Lieselotte auf dem Arm halte, legt Dorian sich auf seine Hängematte und winkt mir. Ich gehe auf ihn zu und schon wieder habe ich das Gefühl, dass er einfach in mich und meinen Kopf reingeschaut hätte. „Lass sie einfach auf den Boden“ „Aber sie kann doch runterfallen“, protestiere ich. „Es ist ein Akademiker-Kaninchen“ „DAS sagt natürlich alles“ Ich lege mich zu ihm auf die Hängematte. Mein Kopf liegt auf seiner Brust und ich höre das gleichmäßige Bumm Bumm seines Herzens. „Reden wir“ „Was machen wir hier?“ „Wir liegen in einer Hängematte?“, gibt er unschuldig zurück. Wie ich solche Antworten in solchen Situationen HASSE! „Du weißt genau, was ich meine! Oder legst du dich mit jeder deiner Schülerinnen in die Hängematte?“ „Natürlich nicht. Und nein, ich weiß nicht genau, was ich meine! Was du meinst, meine ich“ Wir beide schauen in den Himmel, nur unseren Stimmen ist die veränderte Atmosphäre anzumerken. „Du küsst mich, du vögelst mit mir, du fängst mich auf, wenn ich in Ohnmacht falle, du lädst mich zu dir ein, du gibst mir deine Handynummer. Warum machst du das?“ „Bisher hatte ich den Eindruck, es gefällt dir“ „Tut es ja auch, aber ich bin deine verdammte Schülerin und du bist mein verdammter Lehrer!“, ich beginne laut zu werden. „Ich weiß auch nicht, warum ich das mache. Es passiert einfach alles so. Glaubst du, ich hab mir das ausgesucht?“ Seine Hände schließen sich fester um meine. „Es ist einfach so über mich gekommen… Aber wieso machst du bei alldem überhaupt mit? Warum hast du mir nicht direkt eine geknallt und bist zum Schulleiter gelaufen?“ „Ich kann’s dir nicht erklären. Dieser Kuss, im Saal, er war so schön! Ich hätte dich doch nicht für etwas bestrafen können, das mir selber gefallen hat!“, widerspreche ich impulsiv. Hätte ich natürlich schon machen können… „Warum schläfst du mit mir?“ Langsam hört er sich verzweifelt an. „Weil ich dein Lehrer bin? Weil du dir selbst was beweisen willst? Ich hab dich bisher für eine freundliche, nette, hilfsbereite, kluge und etwas andere Schülerin gehalten…“ „Etwas andere?“ „Du willst doch wohl kaum behaupten, dass du genau wie deine Mitschüler bist? Du hast eine ganz andere Ausstrahlung, du bist viel reifer als die meisten in deinem Alter und hast dir trotzdem einige Eigenschaften bewahrt, die nur Kinder haben… ich rede Stuss, ich weiß, aber vielleicht ist es genau das, was dich so anziehend macht, so unwiderstehlich für mich“ „Ich schlafe mit dir, weil… ich mag dich als Lehrer gern, als Lehrer-Mensch auch. Glaubst du allen Ernstes, ich habe vorher nochmal alle pro und contra Punkte aufgelistet? Und dann entschieden, anhand der Interessenkonstellation mal mit dir zu schlafen? Ich hab doch auch keinen Plan, wie es weiter gehen soll!“ „Das verlange ich doch auch gar nicht von dir! Dreh dich mal“ Ich sehe in sein besorgtes Gesicht und streichle über seine Wange. Ich würde viel lieber den gelösten, lachenden Dorian wieder sehen. „Schau nicht so traurig“, bittet er. „Ach, ist doch alles scheiße“ „Nicht alles, wir stehen uns manchmal nur selbst im Weg“ Nach dieser Erkenntnis versinken wir wieder in einen dieser Küsse, die mich die Welt vergessen lassen. „Wie soll es denn jetzt weiter gehen?“, ich löse mich von Dorian und spüre die Sonne auf meine Rückseite scheinen. „Was wäre denn, wenn wir einfach das machen, was wir fühlen, das, was wir wollen?“ „Hört sich toll an, aber…“ „Du hast immer ein Aber“ „Glaubst du, ich möchte, dass dir wegen mir gekündigt wird?“ „An dich denkst du gar nicht?“ „Sie reden, tratschen, zeigen vier Wochen lang auf mich und dann ist das auch schon wieder Geschichte, aber dann wäre DEIN Leben verpfuscht“ „Mach dir um mich keine Sorgen“ „Du wirst entlassen! Verlierst deinen Beamtenstatus“ „Den kann ich nicht verlieren, den habe ich nicht“ Ich grinse. Das kam aber auch zu goldig. „Vielleicht… vielleicht sollten wir uns einfach erstmal kennen lernen, anstatt uns über ungelegte Eier Gedanken zu machen“, schlage ich vor. „Hallo, ich bin der Flo aus Hamburg, Lehrer von Beruf, geboren am 13.05.1982 und meine Hobbies sind Socken stopfen und Obst einmachen“, sagt er und es klingt herrlich schwul. „Ach du… so hörst du dich entsetzlich an“, ich stupse ihm unter das Kinn und stehe auf. „Zeig mir mal deine Wohnung, bisher kenne ich bloß deinen Teppich, deinen Esstisch, dein Bett, das obere Bad, die Küche und die Dachterrasse“ „All right officer“ Wir gehen durch die Wohnung und ich wundere mich zunehmend. Woher nimmt er das Geld für eine Wohnung in der Lage und mit der Größe und Ausstattung? Der untere Bereich ist abgesehen von Gästezimmer und Bad ein Raum. Es ist hell, große Fenster stechen hervor, sowie die minimalistische Einrichtung, in der jedoch eine Menge Geld steckt. Ich komme selbst nicht gerade aus ärmlichen Verhältnissen und meine Mutter hat mich oft zu Ausstellungen mitgenommen, von mehr oder weniger großen Möbeldesignern. Sie ist Innenarchitektin und hat sich dementsprechend an unserem Haus ausgetobt. „Also, korrigier mich, wenn ich falsch liege: Du bist offen, was recht unschwer zu erkennen ist, innerhalb deiner Strukturen, die du nur nach reiflicher Überlegung änderst bist du recht offen und flexibel. Selbstbewusstsein und Kontaktfreude sind noch einige andere Charaktereigenschaften, ebenso deine wohl dosierte Selbstdarstellung und dein Hang zum luxuriösen, den hast du aber ganz gut unter Kontrolle, denn deine Küche ist von Ikea, das zeigt, dass du nicht nur auf den Hersteller, sondern hauptsächlich auf die Optik achtest und wenn dir etwas gefällt, dann willst du es auch haben, es sei denn, du brauchst es nicht, dann springt der „Haben-will-Mechanismus“ nur an, wenn es dich wirklich überzeugt und nebenher deine bisherige Einrichtung unterstützt und deine Vorzüge hervorhebt, die du betonen willst, in diesem Fall deinen guten Geschmack, was dir auch gelungen ist. Du verbindest gerne Sinnvolles mit Praktischem und Nützlichem und kannst auch stopp sagen. Ansonsten bist du mehr der Genuss- Mensch, lässt gerne mal alle Fünfe gerade sein, was unschwer an deiner Putzkraft und den Menüplänen der diversen Restaurants mit Lieferservice zu erkennen ist. Kochen ist ebenfalls einer deiner Leidenschaften, du bist ein Familienmensch, weder introvertiert noch extrovertiert, darüber entscheidet ganz einfach die Situation, höflich, zuvorkommend und spontan. Ach ja, und gründlich. Du versuchst meistens strikt zwischen Privatleben und Job zu trennen, im Privaten entscheidest du aus dem Bauch heraus, doch was deinen Beruf angeht, verlässt du dich manchmal zu sehr auf deinen Kopf“ „Nicht schlecht, Frau Hobbypsychologin“ „Danke Herr Hommelsheim, sehen Sie sich als geheilt an“ „Ich bin überwältigt“, sagt er und wir grinsen beide. „Jetzt du“ „Jetzt ich?“ „Du hast mir mein halbes Leben erklärt, aber von dir weiß ich so gut wie nichts“ „Versuchs doch mal“ „Ich bin vollkommen untalentiert“ „Kann ich nicht, gibt es nicht“ „Du bist zu hart zu mir. Ich bin doch auch bloß ein bemitleidenswerter Mann“ „Oh“ Er zieht mich auf seinen Schoß. Dann versucht er, mich irgendwie zu analysieren… MAMA MIA! Nach fünf Sätzen schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen und Dorian sieht mich gespannt an. „Machst du das absichtlich oder bin ich wirklich so ein Psychowrack?“ „Ganz bestimmt nicht!“ „Was hältst du denn davon, wenn du morgen mal zu mir kommst?“, frage ich und lege mich auf das Sofa, den Kopf in seinen Schoß gebettet. „Sind deine Eltern nicht zu Hause?“ „Vor halb acht selten“ „Und deine Geschwister?“ „Einzelkind“ „Finde ich den Weg denn überhaupt?“ Ich spüre, dass er sich irgendwie aus der Situation manövrieren will. „Klar, ist ganz einfach, von der Schule aus ungefähr drei Kilometer der Straße folgen, am Lisboa links rein, dreihundert Meter grade aus und dann Nummer 12 auf der linken Seite“ „Was ist denn, wenn mich jemand sieht?“ „Sags doch einfach“ „Was?“ „Du willst gar nicht zu mir kommen. Das ist dir ein zu großes Risiko, es könnte dich ja jemand sehen. Du hast es gerne bequem, mich könnte genauso gut jemand sehen. Solange DU nicht Gefahr läufst, mal irgendwas riskieren zu müssen, ist dein Leben in Ordnung, aber ich oder was?“, werfe ich ihm zynisch vor. „Scarlett…“ „Nee, nix Scarlett! Gib es doch zu, du wolltest Spaß, den hast du gehabt und jetzt suchst du die bestmögliche Möglichkeit, mich elegant loszuwerden“ „Das stimmt doch gar nicht“, widerspricht Dorian mir empört. „Ich weiß zwar im Moment nicht wirklich, wo mir der Kopf steht, aber ich will dich nicht abservieren!“ „Von mir aus“, sage ich und fühle mich plötzlich so müde, leer und benutzt. „Ist ja auch egal, ich muss nach Hause“ Weg. Ohne, mich umzudrehen. Raus. „Scarlett…“ Zu Hause werfe ich mich auf mein Bett. Nein, nicht heulend. Aber bitter enttäuscht. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber diese feige Art, bloß keine Probleme, Verantwortung bitte nur dann, wenn sie nicht schaden kann, das ganz sicher nicht. Viel ist ja nicht passiert, aber hinter dem, was wir getan haben, stand ich hundertprozentig hinter. Und bis vor einigen Minuten hatte ich das auch von Dorian gedacht. Er war für kurze Zeit auf seine Art perfekt gewesen und immer wenn wir zusammen waren, hatte ich das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Naja, haken wir es ab, unter Erfahrungen. Oder tun zumindest so. Eine Frage brennt mir jedoch auf der Seele. Was war ich für IHN? Das einzige Gespräch, eben, welches man wirklich Gespräch nennen könnte, war wahrscheinlich auch nicht ehrlich. Immerhin ist er konkreten Antworten immer ausgewichen. Und er sollte doch nun wirklich am ehesten wissen, was er will. Oder? Meine Eltern kommen heute früher als normal nach Hause. Ich sitze im Arbeitszimmer und arbeite an einer Facharbeit, als sie kommen. Erst Papa. Kurz schaut er ins Arbeitszimmer hinein. „Hi“, sagt er. „Hi“ „Na, alles gut? Du siehst ein bisschen fertig aus“ „Bin in der Schule umgekippt“ Was besseres konnte mir nachträglich gar nicht passiert sein. „Geh früh ins Bett, iss gut, das wird schon“ Tür zu. Fünf Minuten später kommt meine Mutter herein. „Hallo“, ist ihre Begrüßung. „Hi“ „Wie wars? Papa sagt, du bist in der Schule ohnmächtig geworden?“ „Ja“ „Du bist mir doch nicht von irgendeinem Taugenichts schwanger, oder?“ „Nein, Mama“ „Dann ist ja gut“, sie sieht ungemein erleichtert aus. „Willst du dir nicht mal einen hübschen, kleinen Freund suchen?“ „Hm“ „Wird schon“ Tür zu. Ja, meine Eltern sind wirklich rührend um mich besorgt und haben die Sensibilität einer Stehlampe. Den Rest des Abends verbringe ich mal mehr, mal weniger bedrückt in meinem Zimmer. Zwischendurch esse ich was, lerne, schaue aus dem Fenster in unseren Garten, sehe fern. Ich checke meine Emails und bin enttäuscht, dass genau wie in meinem SMS Eingang nichts von Dorian ist. Alle zehn Minuten habe ich meine SMS überprüft, doch nichts. Der Kerl meldet sich ums verrecken nicht. Dann fällt es mir ein, dass er weder meine Emailadresse, noch meine Handynummer hat. Egal. Ich laufe ihm bestimmt nicht nach! Wieder habe ich nicht besonders gut geschlafen, aber heute steht wenigstens nur eine Stunde Bio auf dem Plan. Die aber auch erst in der dritten, sodass ich in den ersten beiden genug Zeit habe, abseits des Kommunismus über Dorians und meine Situation nachzudenken, falls wir überhaupt noch eine gemeinsame Situation haben. Eigentlich ist alles klar, mit einem Lehrer geht es sowieso nie gut, wir hatten einmal Sex und fertig. Auf solche Typen wie ihn kann ich sowieso pfeifen. In der Schule hat sich mein kleiner Ohnmachtsanfall von gestern wohl herumgesprochen, jedenfalls werde ich permanent gefragt, wie es mir denn geht. „Gut“, sage ich standardmäßig, Variationen wie „Danke, gut“ „Ja, ganz gut“ oder „Alles bestens“, werden nach jedem dritten „Gut“, verwendet. Schließlich kommt der Satz, auf den ich mich schon seelisch und moralisch vorbereitet habe. „Dann auch noch direkt in die Arme von Hommelsheim, wenn das mal keine Absicht war“ ER kommt von meiner Freundin Hanne und ist sicherlich nicht böse gemeint, eher lustig, was auch an ihrem Tonfall zu spüren ist, doch irgendwie steht mir der Sinn nicht nach lustigen Hommelsheim-Sprüchen. „Naja, mehr in die andere Richtung, er hat mich nur aufgefangen, damit ich mir nicht den Kopf stoße, war immerhin knapp vor der Türkante“ Während von Hanne ein „Wie fürsorglich“, zu hören ist, gibt es ganz andere Töne von der anderen Seite. Nina. Meine allerliebste Freundin. *Ironieschild* „Dich aufgefangen? Bei deinem Gewicht?“, stichelt sie. Selbst ist sie ein watschelnder Haufen Speck, aber den übersieht sie ja gerne. Ist auch gut so, gibt auch ohne den ihren schon genug Suizide. „Hast du keine anderen Leute, mit denen du reden kannst? Und ja, aufgefangen, bei meinem Gewicht. Tröste dich, dich hätte er bestimmt auch aufgefangen, schließlich entstehen beim Aufprall von überproportional schwereren Massen ja Erschütterungen und er wollte bestimmt nicht sterben, weil ihm wegen dir die Schule auf den Kopf fällt. Aber mal so unter uns, wer würde das schon wollen?“ Verschwörerisch schaue ich sie an und wende mich dann ab. Eine halbe Minute später halte ich mir vorsorglich die Hände an die Ohren. Keine Sekunde zu früh, denn sie kreischte los… „Duuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu“ „Auch schon kapiert?“, Hanne lacht sie aus. „Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihr“ „Machen Sie bitte den Lautsprecher aus“, Hommelsheim schiebt sich an uns vorbei und öffnet die Tür. „Ihr Politiklehrer wird etwa in zwanzig Minuten kommen, solange beaufsichtige ich Sie“ Super. Ganz großes Tennis. Egal! Von DEM lasse ich mir meine Laune nicht verderben! Schon wieder sitze ich in der ersten Reihe. Egal! „Also, DVD-Abend bei mir, am Freitag oder Samstag?“, schlage ich spontan vor, nachdem Dorian die Zeit zum Quatschen freigegeben hatte. „Samstag“, nicken meine Mädels einhellig. Wir klären, wer was mitbringt und was wir uns anschauen wollen. „Was ist eigentlich aus dem Typen geworden, mit dem du Stress hattest?“, fragt mich Frauke. Bisher hatte ich nach links gesprochen, mit Hanne, Frauke saß jedoch rechts von mir, im Kopfumdrehen schaute ich Dorian an, der gespannt lauschte, wie es mir vorkam. „Ach der… nichts mehr, da war auch nichts Ernstes, hätte es vielleicht werden können, aber er hatte dann sogar Schiss, zu mir nach Hause zu kommen, und sowas brauche ich echt nicht. Da ist doch nun wirklich nichts dabei, oder?“ Zustimmendes Nicken allseits. „Kennen wir ihn?“, Liz ist neugierig geworden. „Eher nicht, ist der Sohn, von ner Bekannten meiner Mutter… ist auch besser so“ Ich habe mich noch nie so gefreut, einen Mann, mitte fünfzig, mit Cordhosen die bis unter die Achseln hochgezogen sind, einer Brille, die aus den Sechzigern stammen könnte und einer Leierstimme, die… vergessen wirs. Jedenfalls habe ich mich noch nie so gefreut, meinen Politiklehrer zu sehen. Viel zu schnell geht dann die Doppelstunde vorbei und ich sehe nur noch eine Pause zwischen mir und dem Bio-Unterricht. Gong. Scheiße. Scheiße sagt man nicht. Hätte ich gewusst, was Hommelsheim in der Stunde mit uns anstellen wird, dann hätte ich vor das Scheiße noch große davorgesetzt. „Besprechung der bisher erbrachten Leistungen unter besonderer Beachtung der anstehenden Zeugnisse und des Abiturs“, nennt er es. Ich nenne es Hölle hoch hundert. Mutterseelenallein werde ich mit ihm in einem Nebenraum sitzen und… über meine Noten sprechen. Worüber auch sonst? Ansonsten gibt es ja nichts, was man mit einem Lehrer besprechen könnte, außer anderen schulischen Dingen. „Oder warum man sich von ihm auf dem Tisch hat vögeln lassen“, zischt eine Stimme in meinem Kopf. „Klappe“, sage ich laut. Zu laut. Scheiße. Große Scheiße. „Möchten Sie etwas zum Unterricht beisteuern? Oder warum reden Sie ohne Aufforderung und ersichtlichen Grund? Mal abgesehen davon, WAS Sie reden“, Dorian schaut mich an. „Eine Stimme in meinem Ko…“ „Irgendwelche Stimmen in ihrem Kopf interessieren mich nicht, es sei denn, sie möchte aktiv am Biologie-Leistungskurs teilnehmen, nur zur Erinnerung, falls Ihre Stimme noch nicht ganz genau weiß, worum es hier geht“ Touché. „Schuldigung“, nuschle ich kleinlaut. „Wie ich gerade sagte, bevor Scarletts diverse Stimmen ihren Senf dazugeben mussten…“, fährt er wie gewohnt fort. Ich glaube, Dorian und meine innere Stimme haben nicht gerade das beste Verhältnis. Einer nach dem anderen wird nun hinaus gebeten, leider geht es alphabetisch, da habe ich mit Cerezo nicht die allerbeste Karte gezogen. Tja… kaum gedacht, schon bin ich dran. Wie auch alle anderen vor mir werde ich gebeten, die Tür zu schließen. „Schriftlich 14 mündlich 15 Punkte, Zeugnis 15 Punkte aufgrund des Halbjahreszeugnisses, vorläufige Abiturprognose zwischen 14 und 15 Punkten. Du meinst also, ich hätte Schiss, zu dir nach Hause zu kommen, und dieses Risiko einzugehen?“ Zack Grade habe ich noch gedacht, es wäre ein normales Schüler-Lehrer Gespräch da kommt der Feind um die Ecke. „Es hörte sich sehr stark danach an, im Übrigen muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich gar nicht entzückt darüber bin, dass Sie…“ Ein Versuch, meinen Frust loszuwerden. Im Ansatz untergraben. Super. „Ich könnte dich hier und jetzt küssen!“ „Theoretisch ja…“ Praktisch nein, will ich sagen, doch er kommt auf mich zu und küsst mich. Mitten in der Schule. Ich bekomme meine altbekannten Puddingknie. Zufrieden grinst er mich an. „Sie können Frauke rausschicken“ Ich muss wohl ziemlich geplättet aussehen, jedenfalls richten sich alle Augen auf mich. „Mir ist übel“, erfinde ich schnell. „Ja, vielleicht bist du ja doch von Dorian schwanger“, zischelt meine dämliche Stimme. „Es geht aber schon“ Was war jetzt das schon wieder? „Ein Kuss“, wird mir erklärt. Von wem? Von dieser Scheiß Stimme. „Nee sag bloß“ „Was biste denn so zu mir? Wenn ich… mehr Einfluss auf dich hätte…“ „Gott bewahre“ Das Beste an diesem Schultag war, dass die letzten vier Stunden ausgefallen sind. Das jedenfalls steht ihn meinem Tagebuch, für das meine Mutter sich so brennend interessiert, und in all das reinkommt, was sie wissen darf. Man könnte natürlich auch annehmen, dass das Beste an diesem Tag diese kleine Szene im Nebenraum war, doch da ich mir vorgenommen habe, die Sache hinter mir zu lassen, ist es natürlich nichts Positives, sondern etwas Verachtenswertes. Genau. Ich stütze den Kopf in die Hände, stehe dann auf und setze mich in meinen Sessel. Meine Gedanken schweifen ab. Ich döse ein. Träume sogar was. ABER WAS! Nun ja, das ist jetzt auch egal, jedenfalls spielte ein Mann darin eine große Rolle. Ding Dong. Ding Dong? Ding Dong! „Es klingelt du Wurst“ Seit wann darf mich diese nervige Stimme in meinem Kopf Wurst nennen? Ich gehe die Treppe hinunter. Unsere Tür, naja, eigentlich eine Fläche vier mal zwei Meter fünfzig, ist komplett aus Glas, man kann jedoch nur von innen nach außen schauen, von außen sieht man nichts, es sei denn, innen drückt sich jemand an die Scheibe. Dann sieht man was. Ob man es sehen will, ist dann eine andere Frage. Das was ich sehe, will ich definitiv nicht sehen. „Willst du doch! Weil du nämlich gerade geträumt hast…“ „Klappe! Ich weiß, was ich geträumt habe“ Dorian steht vor der Tür. Scheiße! Große Scheiße! Ich könnte wegrennen und mich verstecken, bis er geht. „Genau, und dann gleich wieder zum Kindergarten gehen“ Also öffne ich. „Was gibt’s?“, frage ich seine Hose. Jedenfalls starre ich drauf, um ihm nicht ins Gesicht sehen zu müssen und damit der Gefahr von Puddingknien ausgesetzt zu sein. „Ich freue mich auch, dich zu sehen“ Mist, hätte ich jetzt nicht hochgesehen, hätte ich eventuell verhindern können… „Als ob du das hättest verhindern wollen!“, mosert diese SCHEIß STIMME. Dorian steht vor mir, ich rieche sein Parfüm. Seine Schuhspitzen an meinen. Er legt mir einfach zwei Finger unter das Kinn und bringt mich so dazu, ihn anzusehen. In Zukunft sollte ich mein Kinn festtackern. Ich sehe direkt in seine Augen. Fundamentaler Fehler! Ich hätte es wissen müssen. Fließend und tief atme ich ein und aus. „Here I am. Mach mit mir, was du willst!“, seine Stimme hat gleichzeitig etwas unglaublich beruhigendes, andererseits schnellt meine Pulsfrequenz raketenartig in die Höhe. Protest! „Du glaubst wohl, du musst nur einmal hier aufkreuzen, und schon falle ich dir um den Hals?“ Ich falle ihm garantiert nicht um den Hals! Nie und Nimmer! „Wetten doch…“ „Fresse“ Ich bin echt nett zu dieser Stimme. „Tschuldigung. Aber diese…“ „Stimme in deinem Kopf, ich weiß“ Ich fühle mich so wohl. So wohl. Jetzt lege ich ihm meine Arme um den Hals. Immerhin bin ich ihm nicht drum gefallen. Fortschritt also. Er steht da und macht nichts. Hinter ihm setzt ein Regenguss ein. Ich schließe die Augen. Rieche sein Parfüm immer noch. Spüre die Wärme seines Körpers, als ich den letzten kleinen Schritt wage und mich ganz dicht vor ihn stelle. Meine Lippen bewegen sich wie in Zeitlupe auf die seinen zu und schließlich treffen sie sich. Es ist wunderbar. WUNDERBAR. Wollte ich nicht eigentlich damit abschließen? Soviel zu meiner Konsequenz. „In deinem Traum ging es aber ein bisschen anders zur Sache“ Hört diese Stimme denn nie auf zu mosern? Egal, denn zum ersten Mal ignoriere ich sie. Dorian umfasst meine Taille mit der einen Hand und mit der anderen streichelt er über meine Wange. Während des Kusses bewegen wir uns in Richtung Wohnzimmer und ich höre den Regen gegen das Fenster prasseln. Tief sehen wir uns in die Augen, küssen uns wieder und ich bin so glücklich, wie lange nicht mehr. Irgendwas irgendwo in mir drin sagt mir, dass das, was wir hier machen, irgendwie richtig ist und dass irgendwann alles gut werden wird. Was gut ist, damit beschäftige ich mich jetzt nicht, denn jetzt zählt das Hier und Jetzt. Ausschließlich. Ich öffne die Tür zur Veranda, die sich von der Küche bis zum Wohnzimmer erstreckt, etwas erhöht liegt und von der aus eine kleine Treppe in unseren Garten führt. Rund rum wachsen Bäume und Sträucher. Im hinteren Teil des Gartens steht ein kleiner Pavillon im Landhaus/Barockstil, drumherum befindet sich ein kleiner Wasserlauf, nebst diversen Rosen und anderen Blumen. „Es regnet“, bemerkt Dorian. „Ist da etwa jemand wasserscheu? Ach komm schon, ich liebe Regen im Sommer“ Wir laufen bis in die Mitte der Rasenfläche und sind im Nu von dem lauen Sommerregen bis auf die Haut durchnässt. Ich fasse Dorian an den Händen, wir drehen uns im Kreis, solange bis wir vollkommen Orientierungslos auf den Rasen fallen. „Also so lasse ich mir Regen gerne gefallen“ Er lächelt mir zu und küsst mich. Wir liegen bestimmt zehn Minuten auf dem Rasen, küssen uns und lassen uns das letzte, vielleicht noch trockene Fleckchen beregnen. Es ist wunderschön, am liebsten würde ich die Zeit anhalten, doch Dorian steht auf, zieht mich mit sich. „Ich will doch nicht, dass du dich erkältest“, erklärt er schmunzelnd und zieht mich ins Haus. Ich muss lachen, als ich ihn von hinten sehe. Seine ganze Rückseite ist voll mit Gras und Erde. „Na so kommst du mir aber nicht in mein Zimmer“ „Was schlägst du vor?“ Ich bugsiere ihn die Kellertreppe hinunter in unseren Waschkeller. Dieses Gefühl ihm unbedingt nah sein zu wollen, nah sein zu müssen, ist so stark wie noch nie.
