Liberalismus Unplugged - Ralph Trischler - E-Book

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Ralph Trischler

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: Sehr Gut, Universität Wien (Insitut für Rechtsphilosophie, -ethik und -theorie), Veranstaltung: Theorien der Gerechtigkeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Idee einer Arbeit zu ,,Politische Philosophie und Gerechtigkeit in der Gesellschaft" entstanden während des Konversatoriums zu ,,Theorien der Gerechtigkeit" 1999, für dessen Abhaltung ich mich gleich an dieser Stelle beim Vortragenden Ao. Uni - Prof. Dr. Alexander Somek bedanken will, und konnten dank der freundlichen Zustimmung von o. Uni - Prof. Dr. Gerhard Luf nun realisiert werden. Es war für mich als Neuling in solch einer gewichtigen Problematik wirklich schwer einen Überblick zu behalten und ein organisiertes Konzept halbwegs zu Papier zu bringen. Es möchte Sie liebe Leser ersuchen einerseits Nachsicht zu üben wenn es Stellenweise nicht ganz gelungen ist der Fülle von Ideen und Gedanken die mich, nicht erst seit ich begonnen habe dies zu schreiben, heimgesucht haben den nötigen literarischen Feinschliff zu geben, andererseits möchte ich es gleichzeitig nutzen ihnen ans Herz zu legen vielleicht die ein oder andere Konfusität meinerseits zu nutzen um eigene Gedanken zu verfolgen. Ich denke unsere Gesellschaft, speziell jeder einzelne innerhalb seiner Möglichkeiten, hat es notwendiger denn je sich über Gerechtigkeit, Fairness und das System in dem wir Leben Gedanken zu machen. Es ist wichtig und das ist auch der Grund meiner Tätigkeit dass sich mehr und auf allen denkbaren Ebenen Gedanken ob solcher Problematiken gemacht werden. Ich habe meine niedergeschrieben und ich hoffe damit vielleicht, wie ich es in meinem näheren Umfeld geschafft habe, doch die eine oder andere Diskussion in Gang zu bringen. Ich finde es wichtig kompliziert anmutende Gedanken hinauszutragen, sie zu verbreiten, zu simplifizieren und quer durch die Schichten der Gesellschaft zu behandeln um eine Akzeptanz innerhalb der Menschen für solch grundlegende und wichtige Fragen zu schaffen. Sie gehen alle an und nicht nur die akademische Schicht welche sich bereits mit ihnen Auseinandersetzt. Ich habe gehofft mit meinem Werk einen bescheidenen Beitrag dazu leisten zu können. Es sollte die Aufgabe derer sein die das Privileg haben sich in unserer Zeit philosophische Gedanken leisten zu können diese möglichst allen zu vermitteln. Kant sagte einmal, dass: ,,... die höchste Philosophie in Ansehnung ihrer wesentlichen Zwecke der menschlichen Natur es nicht weiter bringen könne, als die Leistung, welche sie auch den gemeinsten Verstand hat angedeihen lassen" [...]

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Veröffentlichungsjahr: 2002

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Inhaltsverzeichnis
Ralph Trischler Liberalismus Unplugged
Vorwort und Danksagung.
Der fromme Wunsch der Wertänderung

Page 1

Ralph Trischler Liberalismus Unplugged

„Chamberlain ist kein Licht der Welt, sondern ein strahlender Sonnenschein“

WIEN 2000

Page 3

Ralph Trischler Liberalismus Unplugged

Vorwort und Danksagung

Die Idee einer Arbeit zu „Politische Philosophie und Gerechtigkeit in der Gesellschaft“ entstanden während des Konversatoriums zu „Theorien der Gerechtigkeit“ 1999, für dessen Abhaltung ich mich gleich an dieser Stelle beim Vortragenden Ao. Uni - Prof. Dr. Alexander Somek bedanken will, und konnten dank der freundlichen Zustimmung von

o. Uni - Prof. Dr. Gerhard Luf nun realisiert werden. Es war für mich als Neuling in solch einer gewichtigen Problematik wirklich schwer einen Überblick zu behalten und ein organisiertes Konzept halbwegs zu Papier zu bringen. Es möchte Sie liebe Leser ersuchen einerseits Nachsicht zu üben wenn es Stellenweise nicht ganz gelungen ist der Fülle von Ideen und Gedanken die mich, nicht erst seit ich begonnen habe dies zu schreiben, heimgesucht haben den nötigen literarischen Feinschliff zu geben, andererseits möchte ich es gleichzeitig nutzen ihnen ans Herz zu legen vielleicht die ein oder andere Konfusität meinerseits zu nutzen um eigene Gedanken zu verfolgen. Ich denke unsere Gesellschaft, speziell jeder einzelne innerhalb seiner Möglichkeiten, hat es notwendiger denn je sich über Gerechtigkeit, Fairness und das System in dem wir Leben Gedanken zu machen. Es ist wichtig und das ist auch der Grund meiner Tätigkeit dass sich mehr und auf allen denkbaren Ebenen Gedanken ob solcher Problematiken gemacht werden. Ich habe meine niedergeschrieben und ich hoffe damit vielleicht, wie ich es in meinem näheren Umfeld geschafft habe, doch die eine oder andere Diskussion in Gang zu bringen. Ich finde es wichtig kompliziert anmutende Gedanken hinauszutragen, sie zu verbreiten, zu simplifizieren und quer durch die Schichten der Gesellschaft zu behandeln um eine Akzeptanz innerhalb der Menschen für solch grundlegende und wichtige Fragen zu schaffen. Sie gehen alle an und nicht nur die akademische Schicht welche sich bereits mit ihnen Auseinandersetzt. Ich habe gehofft mit meinem Werk einen bescheidenen Beitrag dazu leisten zu können. Es sollte die Aufgabe derer sein die das Privileg haben sich in unserer Zeit philosophische Gedanken leisten zu können diese möglichst allen zu vermitteln. Kant sagte einmal, dass: „... die höchste Philosophie in Ansehnung ihrer wesentlichen Zwecke der menschlichen Natur es nicht weiter bringen könne, als die Leistung, welche sie auch den gemeinsten Verstand hat angedeihen lassen“

Ich habe versucht mich daran zu orientieren und versucht so simpel wie möglich meine Gedanken zu formulieren um dieser These zu genügen. Allen die mich dabei unterstützt haben, die ihre Gedanken mit mir in zahlreichen Diskussionen

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geteilt haben, möchte ich hiermit meinen herzlichsten Dank ausdrücken. Es war eine gewinnbringende Erfahrung so viel unterschiedliche und interessante Einwendungen und Beiträge gehört haben zu dürfen. Danke an euch alle.

Ich will damit beginnen die Theorie von Robert Nozick in Grundzügen wiederzugeben um Lesern, die nicht mit der „Entitlement Theorie“ oder Nozicks Buch „Anarchy, State and Utopia“ vertraut sind, einen Einblick in seine Sichtweise geben ohne vorerst meine persönliche Interpretationen kund zu tun oder Schlüsse aus ihr zu ziehen.

Nozick ist ein Ultraliberalist, ein vehementer Kritiker des Sozial- und Wohlfahrtsstaates sowie ein strikter Gegner jedweder Umverteilung. Seine Theorie, die er „Entitlement Theorie“ nennt, was wohl soviel wie „Anspruchstheorie“ heißen soll, ist eine Herausforderung an unsere moralischen Überzeugungen, eine Theorie, die auf die Gerechtigkeit hinsichtlich des Besitzes abzielt. Das common-sense-Verständnis impliziert mit sozialer Gerechtigkeit unerlässlich staatliche Umverteilung; es kommt so zur Legitimierung des Sozialstaates da Umverteilung als gerechtigkeitstheoretische Notwendigkeit angesehen wird. Nozick dagegen sieht in Umverteilung schlicht einen Rechtsbruch, für ihn ist jede Besteuerung über das Maß des für die Finanzierung der staatlichen Schutzleistungen Erforderlichen, schlichtweg blanker Diebstahl. Mit Sätzen wie „Steuern sind Versklavung“ vertritt Robert Nozick seine Theorie mit aller Vehemenz und Konsequenz.

Seiner Theorie vorausgesetzt ist das Menschenrecht auf Freiheit und Eigentum, welches er in Tradition von Locke oder Humboldt als absolutes Recht gegenüber jedermann sieht. Jeder hat demnach das Recht vor Gewalt, gerichtet auf seine Person oder sein Eigentum, verschont zu bleiben und natürliche Gaben und Talente im Rennen um gesellschaftliche Güter einzusetzen und schließlich auch zu nutzen. Niemand hat von Natur aus ein Recht auf ein interessenförderliches Handeln anderer. Nozick sieht den Mensch nicht nur als Individuum, sondern stattet ihn auch noch mit dem Recht auf Privatjustiz aus, was für kritische

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Beobachter den zigarrenrauchenden Fabrikbesitzer perfekt ins Bild dieses Klischees rückt.

Nozick erläutert weiter zwei Thesen, von denen die erste die Legitimierung eines Staates an sich versucht, die zweite hingegen den Staat auf einen minimalistischen „Nachtwächterstaat“ beschränkt. Die Legitimierung des Staates an sich sieht er in seiner Funktion die natürlichen Rechte der Individuen schützen zu müssen, da sie sonst einer ständigen Bedrohung ausgesetzt wären. Ein Staat aber, so Robert Nozick weiter, der diese Aufgaben überschreitet, muss die Rechte, die es für ihn zu schützten gilt, notwendigerweise verletzen, da er sich um grundlegende soziale und ökonomische Bedingungen von Freiheit, Gleichheit und Autonomie sorgt und ihre Verwirklichung anstrebt; er agiert also als Sozial-und Wohlfahrtsstaat. Diese Aufgabe kann laut Nozick nur ein umverteilender Staat übernehmen, der von denen, die viel haben, nimmt, um es denen zu geben, die nichts haben. Da Nozick seine Theorie wie oben erwähnt auf der Perspektive des rechtlich erworbenen und damit absolut schützenswerten Eigentums aufbaut, ist solch ein Handeln für ihn nicht zulässig - sprich nicht gerecht. Er wirft anderen Theoretikern sogar vor, dass sie beim Versuch den Sozialstaat zu rechtfertigen das Individuum sträflich vernachlässigen. Weiter begründet Nozick Gerechtigkeit hinsichtlich der Besitztümer mit drei Fragen, deren Beantwortung mit Ja auch den Besitz als gerecht und schützenswert ausweisen.