Lilo Herrmann, die Studentin von Stuttgart - Friedrich Wolf - E-Book
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Lilo Herrmann, die Studentin von Stuttgart E-Book

Wolf Friedrich

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Beschreibung

Das ergreifende biografische Poem von Friedrich Wolf erzählt die bemerkenswerte Lebensgeschichte von Liselotte "Lilo" Herrmann. In einer Zeit der Unterdrückung und des Terrors unter dem Nazi-Regime zeigte Lilo außergewöhnlichen Mut und Standhaftigkeit. Dieses E-Book bringt uns ihr unvergessliches Leben näher – von einer leidenschaftlichen Chemiestudentin und Mutter zu einer heldenhaften Widerstandskämpferin. Ihre Entschlossenheit und ihr Opfer für die Freiheit sind eine kraftvolle Erinnerung an die menschliche Stärke und den unermüdlichen Kampf für Gerechtigkeit. Lassen Sie sich von Lilos Geschichte inspirieren und tauchen Sie ein in dieses poetische Meisterwerk, das uns die Wichtigkeit des Widerstands gegen Tyrannei und das Streben nach einer besseren Welt eindringlich vor Augen führt. Ergänzt wird das Poem durch persönliche Erinnerungen des Autors an Lilo Herrmann, die er 1946 aufschrieb.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 12

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Impressum

Friedrich Wolf

Lilo Herrmann, die Studentin von Stuttgart

ISBN 978-3-68912-076-4(E–Book)

Die Erzählung „Eine wahre Heldin unseres Volkes“ ist 1946, das biografische Poem 1950 entstanden.

Das Titelbild wurde mit der KI erstellt.

© 2024 EDITION digital®

Pekrul & Sohn GbR

Godern

Alte Dorfstraße 2 b

19065 Pinnow

Tel.: 03860 505788

E–Mail: verlag@edition–digital.de

Internet: http://www.edition-digital.de

Eine wahre Heldin unseres Volkes

Ein großes, blondes Mädchen – Studentin der Technischen Hochschule Stuttgart, Leiterin einer Gruppe neun- bis vierzehnjähriger Pioniere, Helferin im Vertrieb der Programme unserer Spieltruppe „Südwest“ – so steht Liselotte Herrmann, die wir Lilo nannten, noch vor meinen Augen. Ein wortkarges, ruhiges, einfaches neunzehnjähriges Schwabenmädel, in weißer Bluse mit blauem Trägerrock, die Haare kurz geschnitten, die hellen Augen in dem runden, rotwangigen Gesicht fest und still auf uns gerichtet – nie hätte ich damals gedacht, dass du, Lilo, einmal den harten, qualvollen Weg einer großen politischen Kämpferin gehen müsstest, dass du für viele Frauen unseres Volkes zum Symbol eines heldenhaften Kampfes gegen die Nazibarbarei werden würdest, dass du in vorbildlicher Standhaftigkeit aller körperlichen und seelischen Folter zum Trotz, dir und deinen Freunden getreu, deinen Weg bis zum bitteren Ende gehen müsstest, da du mit achtundzwanzig Jahren als erste deutsche Frau und junge Mutter nach dem Urteil des Hitlergerichtes dein Haupt auf den Richtblock legtest.

Nur einmal, entsinne ich mich, blitzte in deinen Augen eine harte und leidenschaftliche Entschlossenheit auf. Du kamst in meine ärztliche Sprechstunde; wir hatten eine kurze Aussprache über Jugendfragen, über das Problem schwer lenkbarer Jungpioniere. Ich war in diesem Falle für festes Zupacken; du vertratest deinen Standpunkt, dass man hier mit Geduld, Ruhe, Liebe und fraulicher Führung weiterkomme, ohne Zwang; Zwang sei dir verhasst. Du, ein neunzehnjähriges Mädel, überzeugtest mich, den vierzigjährigen Mann. Das ist mir noch heute in Erinnerung.

Dann verloren wir uns aus den Augen. Du gingst deinen Weg.