Lüge oder nackte Wahrheit? - Alina Frey - E-Book

Lüge oder nackte Wahrheit? E-Book

Alina Frey

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Beschreibung

Sabrina Hauser, eine rüstige Rentnerin, lernt durch Zufall eine vor kurzem eingezogene Nachbarin kennen. Man kommt ins Gespräch und hat einige Gemeinsamkeiten - die Liebe zu Samtpfoten. Sonja Behring kommt sie Tage später mir ihrer Katze Nicki besuchen. Sie behauptet ein Gangstalking - Opfer zu sein und erzählt abenteuerliche Geschichten. Alles Wahrheiten?

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Seitenzahl: 42

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Alina Frey

Lüge oder nackte Wahrheit?

Angst im Nacken

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Lüge oder nackte Wahrheit?

Impressum neobooks

Lüge oder nackte Wahrheit?

Etwas müde von meinem Einkauf zog ich meinen Rolli hinter mir her. „Endlich eine Bank“, dachte ich und ging zielstrebig darauf zu. Ich wohnte erst seit einem halben Jahr in diesem kleinen Ort, der mir eigentlich ganz gut gefiel. Nur die Bergsteigung in diesem Ort machte mir ziemlich zu schaffen. Aber Einkaufen muss man nun mal…da führt kein Weg dran vorbei. Tja, so ist es wenn man alt wird. Außer mir hatte eine andere Dame bereits auf der Bank Platz genommen. „Einmal Zwischenparken“ witzelte ich und ließ mich mit einem Plumps fallen. Meine Banknachbarin lachte, denn auch sie kannte das Problem mit den Bergen. „Wohnen Sie hier in der Nähe?“, wollte sie wissen. „Ja, gleich da hinten in dem gelben Haus!“ Ne, wirklich? Ich wohne auch dort – seit sechs Monaten!“ Wir redeten über das und jenes und stellten fest, eine Vorliebe zu haben – Katzen, Pussis, Samtpfoten. Traurig meinte ich: „Meine Pussis leben leider alle nicht mehr. Aber ich werde mir keine mehr anschaffen. In meinem Alter muss man ab und zu ins Krankenhaus, wer soll sich in der Zeit darum kümmern?“ Sonja Behling hieß die Nachbarin und meinte, sie würde gerne einmal mit ihrer Katze Nicki vorbeikommen. Sie erzählte von dem Ärger, den sie in der vorherigen Wohnung hatte. Man hatte sie regelrecht rausgemobbt, üble Nachreden verbreitet – sie regelrecht gestalkt. Da ich auch schlechte Erfahrungen mit meiner letzten Wohnung hatte, glaubte ich Sonja alles. Schließlich gingen wir gemeinsam zu unseren Wohnungen und Sonja kündigte an, mit Nicki in den nächsten Tagen vorbeizukommen. Zwei Tage später stand Sonja vor meiner Türe, im Schlepptau mit ihrer schwarzen Katze – eine richtig Süße. Mein Herz ging auf, denn lange hatte ich keine Gelegenheit mehr mit einer Schmusekatze zu knuddeln. Sonja fing sofort wieder mit dem Thema an – ein Gangstalking – Opfer zu sein. „Was genau meinst du damit?“ wollte ich wissen. Sonja kam richtig in Fahrt: „ Ich werde beobachten und wenn ich die Wohnung verlasse, kommen „sie“ in meine Wohnung, zerstören und klauen Sachen. Wenn ich Lebensmittel angebrochen habe, vergiften sie alles. Auch Nicki wurde von denen angegriffen!“ „Das ist kaum zu glauben – das müssen doch die Nachbarn mitbekommen, wenn fremde Leute in deine Wohnung gehen“, meinte ich. Sonja lachte hämisch: „Nachbarn? Die sind doch alle von „denen“ gekauft!“ Von „Denen“? Wer sind diese „Denen“? Ungläubig sah ich, dass Sonja immer aggressiver wurde und hochrot anlief. „He, stopp mal…komm mal wieder runter, sonst bekommst du noch einen Schlaganfall!“ Sonja beruhigte sich langsam wieder: „Ist doch wahr…das macht mich krank. Zudem ist meine ganze Wohnung verwanzt!“ Ich schüttelte ungläubig den Kopf: „Das muss man doch sehen können!“ Sonja kam schon wieder in Rage: „Ne, mann …die sind so winzig und sitzen in den Wänden!“ „Nicht dein Ernst“, meinte ich ungläubig. Ein Leben in einer verwanzten Wohnung war kaum vorstellbar. Big Brother für Arme? „Wenn diese Menschen nur kommen wenn du außer Haus bist, würde ich keine Sekunde mehr die Wohnung verlassen!“ Sonja ging schon wieder hoch wie eine Rakete: „Den Gefallen tue ich denen nicht!“ Ich zweifelte an Sonjas Worten, immerhin gab sie „denen“ durch ihre Abwesenheit doch erst recht Gelegenheit, in ihre Wohnung zu gehen. Irgendwie hat sie wohl den Durchblick verloren. Allerdings fiel mir auf, dass sie über kein anderes Thema sprechen konnte. Waren das alles nur Lügen? Mir kam es so vor, als würde Sonja auf der Bühne stehen und völlig in ihrer Rolle aufgehen. Später als ich wieder alleine war schaltete ich den PC ein.

Gangstalking