Lustvolle Qualen - Melanie Weber-Tilse - E-Book
Beschreibung

Sam ist Stabsarzt und unterrichtet als Dozent an einem College. Er liebt es, in jeder Situation die Kontrolle zu haben. Joyce ist Buchhalterin und ziemlich chaotisch. In einem BDSM-Portal lernt sie Sam kennen und schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine prickelnd heiße Internetbekanntschaft. Lassen sich Kontrolle und Chaos miteinander vereinbaren, oder spielt das Schicksal eine zu große Rolle? Sam und Joyce - eine Geschichte über Liebe, Vertrauen und Hingabe. Dies ist eine abgeschlossene Geschichte und das nächste Buch aus der "Lustvollene Qualen - Reihe" wird von Sarah und Peter handeln - Somit kein Mehrteiler und abgeschlossenes Lesevergnügen!

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EPUB

Seitenzahl:249

Sammlungen



Melanie Weber-Tilse, Sebastian Raspe

Lustvolle Qualen

Joyce & Sam

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Inhaltsverzeichnis

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Joyce

Sam

Epilog

Danksagung Sebastian

Über Sebastian Raspe

Danksagung Melanie

Über die Autorin

Impressum neobooks

Inhaltsverzeichnis

Über das Buch:

Sam ist Stabsarzt und unterrichtet als Dozent an einem College. Er liebt es, in jeder Situation die Kontrolle zu haben.

Joyce ist Buchhalterin und ziemlich chaotisch. In einem BDSM-Portal lernt sie Sam kennen und schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine prickelnd heiße Internetbekanntschaft.

Lassen sich Kontrolle und Chaos miteinander vereinbaren, oder spielt das Schicksal eine zu große Rolle?

Sam und Joyce – eine Geschichte über Liebe, Vertrauen und Hingabe.

Deutsche Originalausgabe, 1. Auflage 2016

Herausgeber:

Melanie Weber-Tilse

Breslauer Str. 11, 35274 Kirchhain

© 2016 Sebastian Raspe / Melanie Weber-Tilse

Alle Rechte vorbehalten!

Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der offiziellen Erlaubnis durch die Autoren.

Ihr findet uns auf

www.weber-tilse.com

https://www.facebook.com/m.webertilse

Covergestaltung: Cornelia Pramendorfer / http://corneliapramendorfer.at/

Bilder: © Subbotina, © welcomia, © nejron, © stolbik84 / depositphotos.com

Bilder Inlay: © s_christina, © stockbymh, © svitlana, © fleckus/ depositphotos.com

Korrektur: Claudia Augustinowski-Daun / www.zeichensetzerin.de

Joyce

Es war einer dieser Tage, die man am liebsten aus dem Kalender strich. Der Sommer hatte Sanderson voll im Griff und Joyce stand der Schweiß auf der Stirn. Sie hatte am Morgen verschlafen, weil sie durch die Temperaturen in der Nacht keinen Schlaf fand. Den Wecker ignorierend war sie in den frühen Morgenstunden in einen kurzen Dämmerzustand gefallen, nur um dann hochfahren und feststellen zu müssen, dass sie zu spät dran war.

Das Adrenalin war durch ihren Körper geschossen und die kalte Dusche hatte ihren Zustand nicht verbessert. Den ganzen Tag über, war sie unkonzentriert und überreizt gewesen, was bei all den schlecht gelaunten Kollegen kaum aufgefallen war.

Nass geschwitzt war sie nach einem Arbeitstag plus Überstunden nach Hause gekommen und hatte sich sofort das Kleid und die Unterwäsche vom Leib gerissen. Die Hitze war einfach nicht auszuhalten. Das kalte Wasser hatte nur kurz Linderung verschafft und nun saß sie auf ihrem kleinen Balkon an ihrem Laptop, vor sich ein eiskaltes Glas Wasser, während die Sonne hinter den Bäumen langsam unterging.

Doch die Hitze hielt sich hartnäckig und die winzige Brise brachte kaum Linderung. Allerdings wollte Joyce auf keinen Fall in die stickige Wohnung zurück. Der kleine Ventilator auf dem winzigen Tisch vor ihr drehte unermüdlich hin und her und pustete ihr doch nur warme Luft ins Gesicht.

Die Eiswürfel schmolzen im Glas und kurz versank sie in den Anblick der Wassertropfen, die außen hinab liefen.

Seufzend löste sie sich von dem herrlichen Anblick und startete den Laptop. Schleppend langsam fuhr er das Betriebssystem hoch. Joyce wusste, dass er die besten Jahre hinter sich hatte und sie sich dringend einen Neuen anschaffen musste.

Sie rief ihre E-Mails ab und lächelte, als sie die Benachrichtigung des Datingportals sah. Er hatte ihr also wieder geschrieben. Schnell schaute sie die anderen Nachrichten durch, die allesamt gelöscht werden konnten.

Dann endlich klickte sie auf das kleine Herz-Symbol in der Browserleiste und die als Favorit gespeicherte Seite öffnete sich. Sie tippte die Zugangsdaten rasch ein, und doch, zog sich das Einloggen zäh dahin. Die Eieruhr, drehte und drehte sich und Joyce trank nervös von ihrem Wasser.

Als das kleine Nachrichten-Icon zu sehen war, stellte sie das Glas ab und die restlichen Eiswürfel klirrten leise.

Sie schloss die Augen, atmete tief ein und schob dann den Mauszeiger auf das Bild und öffnete die Nachricht.

Meine kleine Joyce,

auch meine Nacht war sehr heiß und feucht, wobei mich die Gedanken an dich in diesen Zustand gebracht haben. Mit jeder weiteren Nachricht von dir verzehre ich mich …

Ein Knacksen, dann war der Bildschirm schwarz. Mit weit aufgerissenen Augen saß sie vor dem Laptop und konnte nicht fassen, was gerade passiert war.

Hektisch drückte sie auf den Powerknopf, aber der Monitor blieb auch weiterhin schwarz, kein Lüftergeräusch war zu hören, das zeigte, dass der Computer wieder hochfuhr. Ihr Laptop hatte tatsächlich das Zeitliche gesegnet. Und das ausgerechnet jetzt!

Joyce stieß einen leisen Wutschrei aus und schlug mit der Hand auf den Tisch. Die Flüssigkeit schwappte aus dem Glas und bildete einen kleinen See auf diesem.

Erst gestern war ihr das Handy in den Putzeimer gefallen und sie hatte sich noch kein neues gekauft. Und nun konnte sie die Nachricht von ihm nicht lesen, geschweige denn antworten.

Dabei hatte sie endlich einen Mann gefunden, der es verstand, sie allein mit Worten in den Wahnsinn zu treiben. So ein verdammter Mist! Vor Wut hätte sie heulen können und fegte mit einer schnellen Handbewegung den Ventilator vom Tisch. Er gab noch ein unwilliges Brummen von sich, bevor auch dieser seinen Dienst aufgab. Die Geschäfte waren geschlossen, aber es war fürs Zubettgehen noch viel zu früh.

Ein drittes Mal an diesem Tag stellte sie sich unter den kalten Wasserstrahl und ließ das kühle Nass an ihrem Körper hinabfließen. Dann griff sie sich frustriert zwischen die Beine und begann fast schon wütend ihre Perle zu reiben.

Sam

Sam saß hinter seinem Schreibtisch und schaute über die Reihen seiner Schüler. Tief gebeugt saßen sie über ihrer Anatomieklausur.

Wieder war ein Semester rum und schon in ein paar Wochen würde er den nächsten Kurs geben.

Es war mittlerweile sein dritter Kurs an diesem College, was hieß, dass er jetzt schon seit mehr als 1 ½ Jahren in Sanderson war und immer noch hatte er sich an die Gegend nicht gewöhnt.

Wie denn auch bei seinem Hintergrund? Fühlte er sich doch mehr als Deutscher denn als Amerikaner. Aber so war das mit doppelter Staatsbürgerschaft. Sein Dad war Major eines Sanitätsbatalions und stationiert in Mannheim wo er auch seine Mutter kennengelernt hatte und Sam - eigentlich Samuel Mouraux Jr. - geboren wurde.

Bis zu seinem 19. Lebensjahr lebte er in good old Germany, dann ging es aufs College, wo er Germanistik studierte. Was für ein Hohn, war es doch nichts anderes als der Deutschunterricht.

Mit 22 beschloss er, dass es reine Zeitverschwendung war einen Bachelor in Germanistik zu haben und so ging er zur Army, und dank Onkel Tom war er nun ein hoch dekorierter Stabsarzt.

Und was tun Stabsärzte, wenn sie mal nicht in irgendeinem Wüstenkaff in einem Lazarettzelt Minen Opfer versorgten? Richtig, sie unterrichten den Nachwuchs.

Er hatte es dank des heutigen Generals, auch Samuel Mouraux Sen genannt, geschafft, an ein kleines Citycollege und in die Reserve zu wechseln, und das mitten im nirgendwo.

Heute war es mal wieder besonders drückend und am liebsten wollte er sich aus seinem so verhassten Anzug pellen. Die Klimaanlage lief auf höchster Stufe und doch war es nur ein vergleichsweise laues Lüftchen.

Morgen würde er diesen dämlichen Anzug gegen eine lockere Armyhose und ein schlichtes T-Shirt tauschen, sollte der Dekan doch rummotzen, wie er wollte.

»15 Minuten noch, Herrschaften«, rief er in den Hörsaal und seine tragende tiefe Stimme ließ einige zusammenzucken.

Militärischer Drill hatte auch was Gutes, dachte er bei sich. Langsam schlenderte er durch die Reihen, hier und dort ließ er seinen Blick auf die Multiple-Choice-Bögen fallen und schüttelte den Kopf. Wen würde er nächstes Semester wieder sehen? Ein Schmunzeln erschien auf seinen Lippen ... den ein oder anderen mit Sicherheit.

Seit er den Kurs übernommen hatte, wurde deutlich mehr gesiebt, aber die, die seinen Kurs bestanden, hatten wirklich Potential hervorragende Mediziner zu werden.

»Fünf Minuten noch und jeder bleibt an seinem Platz, bis die Klausuren alle bei mir sind!« Er begab sich zurück zu seinen Schreibtisch. Hier und da sah er die nackte Panik in den Gesichtern auftauchen.

Nachdem er alle Klausuren eingesammelt und sich der Hörsaal geleert hatte, war es Zeit für ihn, sich seiner anderen Passion zu widmen.

Schnell war das Handy gezückt. Die Seite war permanent offen, und so war es ein Leichtes für ihn, schnell eine Mail an sie zu verfassen.

Ihr Name war Joyce und sie schrieben nun seit ungefähr 4 Wochen. Es war eher ein Zufall, dass sie sich überhaupt kennengelernt hatten.

Sicher, sie waren beide auf der Seite angemeldet, aber das waren Abertausende auch und nur durch einen dummen Kommentar unter einem Bild waren sie ins Gespräch gekommen. Aber wie der Zufall so spielte ...

Meine kleine Joyce,

auch meine Nacht war sehr heiß und feucht, wobei mich die Gedanken an dich, in diesen Zustand gebracht haben. Mit jeder weiteren Nachricht von dir verzehre ich mich mehr nach dir. Aber das weißt du ja mittlerweile, da es dir genauso geht.

Ich bin gespannt, ob wir demnächst mal ein Treffen hinbekommen, doch für heute erwartet dich erst mal wieder eine kleine Aufgabe.

Da wir bis jetzt alles in deinen 4 Wänden abgehalten haben und ich feststellen konnte, dass du recht schamlos bist, für heute eine neue Herausforderung:

Dein Outfit für die Arbeit wird auf Bluse, Rock und Pumps reduziert und als Dreingabe wirst du für die gesamte Dauer des Arbeitstages die Liebeskugeln tragen. Ich untersage dir, dich zu streicheln und ebenso, die Kugeln vorzeitig wieder zu entfernen.

Und am Abend erwarte ich dann deinen Bericht, wie es dir ergangen ist.

Somit sende ich dir 1000 begehrende Küsse

Dein Sam

Und nun ab nach Hause und angefangen die Klausuren zu korrigieren. Je eher er damit anfing, desto früher konnte sein Urlaub beginnen. So ging er hinaus in die Gluthitze zu dem Bike, das auf ihn wartete. Schnell hatte er das Jackett ausgezogen und in die Satteltasche gestopft, die Krawatte folgte gleich hinterher.

Ein Gutes hatte die Gegend hier, sie war ideal für seine Harley, auch wenn er oft auf dem Campus schief von der Seite angeschaut wurde. Ein Dozent in Anzug auf einer Harley.

Es störte ihn in keinster Weise. Da hatte er ganz andere Dinge gesehen, um sich hier Gedanken über sein Auftreten zu machen. So schwang er sich auf seine Maschine, betätigte den Anlasser, genoss die dumpfe Vibration und das tiefe Röhren und es ging ab nach Hause.

Er überlegte, noch eine kleine Runde die Interstate hochzufahren, einfach um abzuschalten. Aber nein, heute ging das nicht, die Klausuren warteten auf ihn.

Joyce

Diese Nacht war noch weniger an Schlaf zu denken gewesen als die Vorherige. Unruhig hatte sie sich in den Laken herumgewälzt, und kaum den nächsten Morgen abwarten können.

Noch bevor der Wecker klingelte, sprang sie aus dem Bett und huschte in die Dusche. Die Bilder von gestern Abend blitzten auf und sie schob sie rigoros zur Seite. Dafür hatte sie jetzt einfach keine Zeit. Sie schlüpfte in den rosafarbenen Slip und den passenden Spitzen-BH, der Bleistiftrock, der kurz über den Knien endete, und die Bluse lagen wie eine zweite Haut an.

Wie jeden Tag, den sie im Büro verbrachte, bürstete sie die langen braunen Haare durch, bis sie ganz glatt waren und sich mühelos in eine straffe Hochsteckfrisur zusammenfassen ließen.

Auf Make-up konnte sie getrost verzichten. Seit sie hier wohnte, war der einstige Sonnenbrand einem schönen Goldton gewichen. Ein wenig Rouge, Wimperntusche und Lipgloss waren alles, was sie benutzte.

In der winzigen Küche drückte sie den Startknopf ihrer Padmaschine und ließ die schwarze Flüssigkeit in ihren Becher laufen, den sie auf den Weg zur Arbeit mitnehmen würde.

Die Hitze des vorigen Tages war nicht gewichen, die Nacht hatte keinerlei Abkühlung gebracht und der Blick vom Balkon in den wolkenlosen Himmel kündigte einen ebenso heißen Tag an, wie die vorangegangenen es waren.

Wie hatte sie sich nur überreden lassen können, hierher zu ziehen? Sie kam eigentlich aus dem kleinen beschaulichen Städtchen Leeds in North Dakota. Dort war das Klima auszuhalten, auch wenn der Sommer heiß war. Allerdings herrschte dort nicht so ein tropisch feuchtes Klima wie hier in Florida.

Angepasst an das Klima ihres Heimatortes hatte sie sich von ihren Eltern überreden lassen, den schnöden Beruf der Buchhaltung zu erlernen. Ihr Vater war Buchhalter und ihre Mutter auch. Dabei hatte sie etwas ganz anderes machen wollen.

Ihre beste Freundin hatte das gleiche Schicksal ereilt und doch war diese schnell dem kleinen Heimatort entflohen. Sie war nach Sanderson gegangen und hatte in der Firma, wo auch Joyce jetzt arbeitete, eine Stelle bekommen. Jahre hatte ihr Sarah immer wieder in den Ohren gelegen, endlich auch hierherzuziehen. Als Joyce alte Firma dann zu machte, hatte sie schnell dem Betteln ihrer Freundin nachgegeben.

Nun arbeitete sie in dem staubtrockenen Beruf in einer Affenhitze. Auch wenn sie den Sommer liebte, so war diese Schwüle in ihrem verdammten Job-Outfit kaum zu ertragen.

Nachdem der Kaffee durchgelaufen war, gab sie einen Schuss Milch hinein und drehte den Deckel zu. Heute war sie noch vor den ersten Sonnenstrahlen auf der Straße und ihre kleine Tasche baumelte über ihre Schulter, während sie den Bürgersteig zur nächsten Bushaltestelle lief. Das dämmrige Licht der bald aufgehenden Sonne hüllte die Straßen in diffuses Licht und Joyce genoss die Stille, die noch herrschte.

Der Bus hielt mit quietschenden Reifen und mit einem Zischen öffneten sich die Türen.

»Guten Morgen Joyce, heute so früh?«

Sie lächelte Jeremy an, mit dem sie schnell ins Gespräch gekommen war, als sie nicht genügend Geld für ein Ticket gehabt hatte. Der gutmütige ältere Mann hatte ein Auge zugedrückt und seither unterhielten sie sich immer wieder kurz, wenn sie einstieg.

»Bei der Hitze kann man einfach nicht schlafen, Jeremy. Da ist es im klimatisierten Büro weitaus angenehmer. Und hier im Bus sowieso.«

»Dann mal rein mit dir, Mädchen, damit die Hitze aus meinem kühlen Bus bleibt«, jagte er sie auf ihren Platz.

Sie ließ sich in den Sitz fallen und schaute während der Fahrt verträumt aus dem Fenster. Es war eine Umstellung gewesen, dass man hier während der Fahrt nicht mit dem Busfahrer reden durfte, so blieb ihr wirklich nur der kurze Smalltalk beim Ein- und Aussteigen.

Nur wenige Menschen stiegen um 6 Uhr früh in den Bus und so hatte sie die Sitzreihe ganz für sich und musste nicht neben irgendeinem schwitzenden Menschen sitzen.

Eine halbe Stunde später stieg sie an ihrer Haltestelle aus und winkte Jeremy zum Abschied. Die 2 Minuten Fußweg trieben ihr wieder den Schweiß aus den Poren, und als sie das kühle Bürogebäude betrat, klebten ihr einige kleine Locken im Nacken, die sich aus der Frisur gelöst hatten.

Auch im Büro waren nur wenige Angestellte, sodass sie schon einiges aufarbeiten konnte, bevor der große Andrang begann und ihre Kollegen eintrudelten.

Sie hörte schon an den hektischen und schnellen Schritten, dass Sarah das Großraumbüro betrat. Wie jeden Morgen kam sie auf den letzten Drücker und der erste Weg führte sie in die kleine Büroküche, um dort ihren täglichen Koffeinkick zu bekommen.

Joyce schüttelte schmunzelnd den Kopf. Sarah war einfach zu berechenbar und schaffte es nicht, sich morgens einen Kaffee fertigzumachen.

Sie konzentrierte sich wieder auf die öden Zahlen auf ihrem Computer und blendete die anderen Kollegen aus, die mittlerweile alle auf ihren Plätzen saßen. Und doch bekam sie mit, wie sich Sarah auf ihren Stuhl schmiss und dann sofort zu ihr herüberrollte.

»Erzähl mir alles!«

»Hm? «, Joyce ließ sich nicht ablenken und hörte Sarah neben sich schnauben.

»Du sollst mir jedes schmutzige Detail erzählen.«

Jetzt hatte Sarah ihre volle Aufmerksamkeit. »Nicht so laut, es muss doch nicht jeder hier mitbekommen, Sarah.«

»Dann hör auf, mich zu ignorieren. Du weißt doch genau, wie neugierig ich bin«, kicherte diese.

Seufzend lehnte sich Joyce in ihrem Stuhl zurück und wandte sich ihrer besten Freundin zu. »Es gibt nichts zu erzählen.«

»Hat er nicht mehr geschrieben«, flüsterte Sarah aufgebracht.

»Doch, allerdings hat mein Laptop entschieden, dass es nun Zeit sei, den Freitod zu wählen.« Joyce wollte sich gerade wieder ihrem PC zuwenden, doch für Sarah war das Thema noch lange nicht vorbei.

»Du hast doch ein Handy!«

»Das ist einen Tag vorher im Putzeimer ertrunken«, nuschelte sie jetzt.

»Nein!«

»Doch!«

»Was ein Mist!«

»Was haben denn meine zwei Lieblingskolleginnen zu tuscheln?«, erklang eine Stimme von hinten.

Joyce stellten sich die feinen Nackenhaare auf. Das hatte ihr gerade noch gefehlt, dass sich der schleimige Patrick wieder von hinten näherte. Entschlossen rollte sie mit ihrem Bürostuhl zurück. Wie sie gehofft hatte, traf sie auf einen Widerstand und ein lautes Fluchen war zu hören. Das Kichern von Sarah ließ sie kurz die Augen verdrehen, dann schaute sie mit kaltem Blick zu ihrem Kollegen auf, der das Gesicht schmerzlich verzogen hatte.

»Kannst du nicht aufpassen?« , fuhr er sie an.

»Was schleichst du dich auch von hinten an und meinst, unsere Gespräche belauschen zu müssen?« Joyce konnte den Mann nicht ausstehen und zeigte nur allzu deutlich ihre Abneigung.

»Das wirst du mir bü…« setzte er an, wurde aber von ihren Vorgesetzten Mr. Quinn unterbrochen.

»Gibt es ein Problem, Mr. Fletcher?«

»Nein, natürlich nicht«, stammelte Patrick mit hochrotem Kopf und warf Joyce noch einen giftigen Blick zu, bevor er ging.

»Alles in Ordnung, Ms. Newman?«, dabei schaute er aber nicht Joyce, sondern Sarah an.

Oh ja, der heiße Mr. Quinn stand total auf Sarah. Das konnte sogar ein Blinder erkennen.

»Ja, natürlich, Mr. Quinn.«

Eigentlich erwartete er gar keine Antwort von ihr und verschwand mit einem Seitenblick auf Sarah in sein Büro.

Joyce drehte sich zu Sarah und musste sich das Lachen verkneifen. Mit verträumtem Blick sah sie dem Abteilungsleiter hinterher.

»Du hast da was.«

Diesmal war es Sarah, die nur mit einem »Hm?«, antwortete.

»Ich bin mir sicher, das ist Sabber.«

»Was …? Du bist echt doof. Aber so schnell lasse ich dich nicht vom Haken. Nach Feierabend werden wir ein neues Handy kaufen und danach lade ich dich auf einen Shake ein.«

Joyce zog sich wieder an den Schreibtisch heran und konnte das aufkommende Kribbeln nicht unterdrücken. Wenn sie wieder ein Handy hatte, konnte sie endlich Sams Nachricht lesen.

»Es ist das neueste Modell und hat alles, was Sie brauchen: mehrfarbige Status-LED, microSD-Slot, herausnehmbarer Akku, WLAN-ac, LTE Cat4, mhl 2.1, USB on the go, ein Fingerprint-Sensor und den Schutzstandard IP67.«

Joyce blickte verwirrt vom Verkäufer zu ihrer Freundin. Diese strahlte und hielt beide Daumen nach oben. Anscheinend hatte Sarah der Ausführung folgen können, sie dagegen war mittendrin ausgestiegen. Da der Verkäufer sie anstarrte, erwartete er wohl eine Antwort von ihr.

»Das hört sich alles gut an. Ich brauche ein Handy, was ins Internet kann und günstig ist. Keine Spielereien oder übertriebene Technik.«

Die verständnislosen Blicke der beiden ignorierte sie und starrte nun ihrerseits den Verkäufer an. Sein Blick dagegen wurde mitleidig und schließlich zog er ein Handy hervor, was vom Preisschild her genau in ihr Budget passte. Sie gab ihm ihre Kreditkarte und fast schon, als ob er Schmerzen hatte, zog er die Plastikkarte durch das Lesegerät.

Die Frauen traten wieder raus in die Hitze und Joyce presste die Tüte fest an sich. Endlich konnte sie mit Sam wieder in Kontakt treten.

Sarah zerrte sie zu ihrem Lieblingscafé, und als sie unter einem großen Schirm Platz nahmen, kam sogleich der Kellner und nahm ihre Bestellung auf.

Nachdem dieser verschwunden war, schaute Sarah sie ernst an. »Und nun erzähl.«

»Was soll ich denn erzählen, Sarah? Ich hab dir bisher doch alles berichtet, wenn wir uns geschrieben haben.«

»Hältst du mich für blöd? Hast du dich heute einmal beobachtet? Du bist kaum wiederzuerkennen, nur weil du ihm nicht schreiben kannst.« Sarah schaute sie aufmerksam an.

Joyce rutschte nun nervös auf ihrem Stuhl hin und her. »Er hat Aufgaben für mich«, nuschelte sie, sodass Sarah sie erst einmal verständnislos anschaute, bis sie verstanden hatte, was ihre Freundin gerade gesagt hatte.

Sie lehnte sich weit über den Tisch, riss dem Kellner, der gerade dazu trat die Milchshakes aus der Hand und schaute sie dann mit einem süffisanten Lächeln an. »Du willst mir jetzt nicht erzählen, dass du auf solche Spielchen stehst? Du, das Mauerblümchen? Da hat ja der Papst mehr Ahnung davon als du!«

Joyce keuchte auf. »Sag mal, geht’s noch? Was bitteschön, soll das denn jetzt? Du bist echt …«

Sarah lachte laut auf, wurde dann aber schnell wieder ernst. »Das war ein Scherz. Aber wie ich sehe, findest du das nicht lustig.« Sie rutschte mit dem Stuhl näher an sie heran. »Und jetzt möchte ich jedes verdammte Detail wissen!«

Das Handy lag neben ihr auf dem Bett und das rote Licht zeigte an, dass es am Aufladen war. Freudig öffnete sie die Abdeckung, um ihre SIM-Karte einzusetzen, nur um dann ungläubig die Augen aufzureißen. Nie und nimmer würde diese Größe in das kleine Fach passen. Warum hatte der bescheuerte Verkäufer nicht gesagt, dass dort Micro-Karten hineingehörten … die sie nicht hatte.

Enttäuscht ließ sie den Kopf sinken und schrie ihre Wut in das Kissen hinein.

Sam

Sein Morgen begann gegen halb Elf. Eigentlich hatte er trotz einer Nachtschicht vorgehabt, wie gewohnt um 6:30 Uhr aufzustehen und fünf Meilen zu laufen, aber er fühlte sich dann doch nicht danach. Bis 4 Uhr nachts hatte er an der Korrektur der Klausuren gesessen, doch fühlte er sich immer wieder genötigt auf sein Handy zu schauen, ob sie geantwortet hatte.

Das kannte er so nicht von ihr. Sie war fast pünktlich wie ein Uhrwerk. Jeden Abend gegen 10 Uhr hatte er ihre Antwort im Postkasten.

Er müsste lügen, wenn er behaupten würde, dass ihn das nicht irritierte und so zog sich das Korrigieren doch länger hin als erwartet, und seine Motivation sich danach mit nur zwei Stunden Schlaf in den Knochen aus dem Bett zu quälen, war weniger als null.

›Was solls‹, dachte er, ›ich hab erst um 12 Sprechstunde‹ und so drehte er sich nochmal im Bett um.

Als er dann endlich aus dem Bett raus war, wurde erst mal die Anlage ordentlich aufgedreht und mit Type O Negative ging es unter die Dusche. October Rust - ja damit ließen sich wirklich die letzten Fetzen der Müdigkeit vertreiben und erlaubten ihm einen entspannten Start in den Tag.

Ein schneller Blick auf sein Handy verriet ihm ... nichts. Sie hatte immer noch nicht geantwortet. Zwölf Stunden Verspätung, was war da nur los? Seufzend schaute er auf die Uhr. Er hatte keine Zeit sich nun darum zu kümmern, wenn er nicht zu spät zu seiner Sprechstunde kommen wollte.

Die Mittagshitze kündigte sich schon an, und so zog er sich nur eine dünne Armeehose und ein olivfarbenes T-Shirt an. ›Scheiß drauf, was der Dekan sagt‹. Bei dem Wetter würde er nicht die ganze Zeit in einem Anzug rum laufen, und in seiner eigenen Suppe kochen!

So ging es mit seiner Maschine Richtung Campus und er genoss den lauen Fahrtwind. Ja, diese Gegend hatte schon was, man musste sich nur drauf einlassen. Eigentlich hatte er überlegt, wieder für ein halbes Jahr in den aktiven Dienst zu gehen, aber dann war sie passiert.

Wie hatte sich dieses unschuldige Ding nur auf so eine Seite verirren können? Sicher, ihre Fantasie war der Hammer, aber ausgelebt hatte sie noch nichts und sollte es so weit kommen und er würde sich nicht ganz dämlich anstellen, wäre er der Erste, mit dem sie das alles erleben würde.

Ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen, ohne dass er es merkte. Ja, diese Wirkung hatte sie in den letzten Wochen öfter auf ihn gehabt.

Doch das brachte ihn wieder zu dem Gedanken, dass sie mit ihrer Antwort nun seit mehr als 12 Stunden überfällig war. Und schon verfinsterte sich seine Miene deutlich vor Sorge. Was war da nur los?

Wenn er nur wüsste, wo sie wohnte oder wenigstens ihre Telefonnummer hätte, aber nein, die Seite war in dem Punkt echt gut ausgestattet. Es gab voice to voice Chats, oder auch Face to Face, ebenso konnte man die E-Mails und Anrufe auf sein Handy umleiten, und so war es nicht nötig, irgendetwas über sich preiszugeben, was die persönliche Identität offenbarte, es sei denn, man wünschte es.

Doch wollte er nun versuchen sie zu erreichen, ohne das Netzwerk zu benutzen - no way - er musste sich einfach gedulden.

Die Sprechstunde war wie erwartet sehr voll gewesen. Reichlich Studieninteressierte drängten einer nach dem anderen in sein kleines Büro. Nachdem er fünf Mal haargenau dieselben Fragen beantwortet hatte, reichte es ihm. Kurzerhand verließ er sein Büro und befahl allen Wartenden, ihm zu folgen. Er requirierte einen leeren Hörsaal und forderte alle auf Platz zu nehmen und per Handzeichen anzuzeigen, wenn sie eine Frage hatten. Das war definitiv effizienter und es sparte Nerven.

So wurde flux aus seiner Sprechstunde eine Studienberatungsveranstaltung. Nachdem er konsequent auch die dämlichste Frage ruhig und sachlich beantwortet hatte, entließ er alle, hängte noch die Ergebnisse der Klausur am Schwarzen Brett auf und war gerade dabei, das Gebäude zu verlassen, als er hinter sich die Stimme des Dekans vernahm »Ähm ... Mr. Mouraux?... Ähm ... hätten Sie vielleicht eine Minute für mich?«

Langsam drehte Sam sich um, blickte auf Paul Fintcher hinab und auf dessen kleine, quadratisch, praktisch, gute Gestalt. Manchmal war es wirklich von Vorteil, etwas höher hinaufgeschossen zu sein, aber der Größenunterschied zwischen ihm und dem Dekan waren annähernd dreißig Zentimeter.

»Auch zwei, Sir, was kann ich für Sie tun?«, fragte er mit einer Ruhe, welche ihn selbst überraschte, denn so langsam hielt er es nicht mehr aus. Sie hatte sich immer noch nicht gemeldet und so wollte er sich gerade auf den Weg machen, Peter zu besuchen und ihn zu fragen, ob er vielleicht weiter helfen könnte.

»Nun Mr. Mouraux, zum einen wollte ich fragen, ob Ihre Anzüge in der Reinigung sind, da ...«

Mit einer knappen Geste schnitt Sam dem Leiter seines Institutes das Wort ab. »Paul, ich weiß ja nicht, ob Sie in den letzten Tagen mal draußen waren, aber wir haben seit über zwei Wochen an die 40 Grad. In Anbetracht dessen, dass das Semester offiziell beendet ist, werde ich nicht weiter in Anzügen hier rum laufen und mich tot schwitzen. Also haben Sie nun genau zwei Möglichkeiten: Entweder Sie feuern mich oder akzeptieren meine Kleidung. Die Entscheidung überlasse ich Ihnen. War dies das Einzige, was Sie auf dem Herzen haben, oder kann ich Ihnen sonst irgendwie behilflich sein?«

Sichtlich aus der Fassung gebracht brauchte sein Gegenüber ein paar Minuten, um sich wieder zu fangen, ehe er verlegen antwortete. »Ähm ... ja nun ... Äh ... ja, wie dem auch sei, ich wollte Sie ... Äh ... eigentlich fragen ob Sie vielleicht ... Ähm die Einführungsveranstaltung in die Grundlagen der Medizin ... ob Sie die vielleicht im kommenden Semester übernehmen könnten?«

›So viel zur Bekleidung‹, dachte sich Sam, und mit einem schelmischen Grinsen antwortete er, »unter einer Bedingung Paul, Sie gestatten mir in Zukunft, dass ich auf Anzüge verzichten kann, okay? Was sagen Sie, Sir? Sind wir uns einig?«

Zur Besiegelung dieser Übereinkunft wurde sich feierlich die Hände geschüttelt und beide gingen mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen ihrer Wege.

Aber nun wollte er nichts weiter als zu Peter und so schwang er sich auf seine Maschine.

Peter lebte in einem kleinen Strandhaus und man könnte ihn fast um die Lage beneiden, doch hatte Peter nichts davon. Denn er war alles, aber niemand der gern am Strand spazieren ging oder baden oder surfen. Er war ein Nerd durch und durch. Ein echter Sheldon Cooper. Nun ja, vielleicht nicht so sozial inkompetent, aber es ging definitiv in die Richtung.

Trotzdem war Peter das, was für ihn einem besten Freund am nächsten kam. Sie hatten sich ein Zimmer am College geteilt. Sam der Germanist und Peter der Informatiker. Peter hatte Sam alles über Technik beigebracht, was dieser wusste, und Sam hatte dafür gesorgt, dass Peter zum einen von den ganzen Wichtigtuern in Ruhe gelassen wurde, und, was noch wichtiger war, dass Peter auch ein Sozialleben entwickelte.

Für ein paar Jahre trennten sich ihre Wege dann. Während Sam in der Army Medizin studierte, wechselte Peter ans MIT und machte dort seinen Master in Informatik und Telekommunikationstechnologien, nur um danach für diverse Firmen zu arbeiten, ehe er sich, wie er sagte, zur Ruhe setzte.

Wobei Sam sehr stark den Verdacht hatte, dass Peter sehr wohl noch aktiv war. Auch wenn er mit dem militärischen Abschirmdienst oder anderen Organisationen nie wirklich etwas zu tun hatte, erkannte er doch, wenn jemand Drill hinter sich hatte.

Aber solange Peter nichts von selbst erzählte, würde Sam ganz gewiss nicht daran rütteln. Er war einfach froh, Peter seit zwei Jahren wieder in seinem Leben zu haben. Und als es ihn nach Sanderson zog, dauerte es keinen Monat und Peter folgte ihm.

So klopfte er nun an der Tür des Strandhauses, und wie nicht anders zu erwarten, ertönte im inneren nur ein: »Komm rein Sam die Tür ist offen ... und bring ein Bier aus dem Kühlschrank mit, wenn du schon dran vorbei gehst.«

Lachend kam Sam der Aufforderung nach, trat ein, machte den kleinen Umweg über die Küche, um für sie beide ein kühles Bud aus dem Kühlschrank zu holen, ehe er in Peters Allerheiligstes eindrang.

Ein Büro, bis obenhin zugestopft mit irgendwelchen elektronischen Geräten, Computern, Monitoren und, und, und, .... und mittendrin der hochgewachsene und schlaksige Peter, das dunkelblonde Haar zu einem Zopf zusammengebunden, und wie üblich immer noch so blass, als würde er nie das Haus verlassen. Was er wahrscheinlich auch nie tat.

»Na, was kann ich heute für dich tun, mein Freund?«, kam Peter sofort zum Punkt.

»Bin ich so berechenbar Peter?«, fragte Sam ein wenig verlegen.

»Jepp, denn nur, wenn du unangekündigt vor meiner Tür stehst, willst du was von mir. Und da das in den letzten Jahren genau drei Mal vorgekommen ist, einmal am ...«

»Ist gut, ist gut, wir wissen beide, dass du ein perfektes Gedächtnis hast, du brauchst es mir nicht immer wieder unter die Nase reiben. Du wirst mir wohl selbst mit 90 noch den Tag am College vorhalten, wo ich dir Bierpong beigebracht habe, und dich danach zum Magenauspumpen in die Klinik schleppen musste«, unterbrach Sam seinen Freund mit einem breiten Grinsen, als wäre es eine Art Ritual zwischen ihnen beiden.

»21.11.1999, es war ein Sonntag«, sprachen sie beide im Chor, lachten herzhaft, und stießen mit ihrem Bier an.