Making Things Move - Dustyn Roberts - E-Book

Making Things Move E-Book

Dustyn Roberts

3,0

Beschreibung

In Making Things Move -Die Welt bewegen lernen Sie die Welt der Mechanik und Maschinen auf eine ganz neue und unterhaltsame Weise kennen. Verstehen Sie die Regeln und Gesetze der Mechanik durch nicht-technische Erklärungen, einleuchtende Beispiele und tolle Do-It-Yourself-Projekte: von beweglichen Kunstinstallationen über kreative Spielzeuge bis hin zu arbeitserleichternden Geräten. Zahlreiche Fotos, Illustrationen, Screenshots und 3-D-Modelle begleiten jedes Projekt. Making Things Move - Die Welt bewegen setzt bei den vorgestellten Do-It-Yourself-Projekten auf Standardteile aus dem Baumarkt, leicht beziehbaren Materialien über den Versandhandel und allgemeine Herstellungstechniken, die sich jeder leicht aneignen kann. Einfache Projekte zu Beginn des Buches verhelfen Ihnen zu soliden DIY-Kenntnissen, die in den komplexeren Projekten im weiteren Verlauf des Buches erneut zur Anwendung kommen. Ein Ausflug in die Welt der Elektronik am Ende des Buches führt Sie in die Funktions- und Steuerungsweise des Microcontrollers Arduino ein. Mit Making Things Move - Die Welt bewegen werden Ihre kreativen Ideen zur bewegten Wirklichkeit.

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Seitenzahl: 373

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Making Things Move – Die Welt bewegen

DustynDeutsche Übersetzung von Peter KlicmanRoberts

Copyright © 2011 O’Reilly Verlag GmbH & Co. KG

Die Informationen in diesem Buch wurden mit größter Sorgfalt erarbeitet. Dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden. Verlag, Autoren und Übersetzer übernehmen keine juristische Verantwortung oder irgendeine Haftung für eventuell verbliebene Fehler und deren Folgen.

Alle Warennamen werden ohne Gewährleistung der freien Verwendbarkeit benutzt und sind möglicherweise eingetragene Warenzeichen. Der Verlag richtet sich im Wesentlichen nach den Schreibweisen der Hersteller. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten einschließlich der Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Kommentare und Fragen können Sie gerne an uns richten:

Copyright der deutschen Ausgabe:

1. Auflage 2011

Die Originalausgabe erschien 2010 unter dem TitelMaking Things Move bei McGraw-Hill / AB Electronics.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Übersetzung und deutsche Bearbeitung: Peter Klicman Lektorat: Volker Bombien, Köln Fachliche Unterstützung: René Bohne, Aachen Korrektorat: Dr. Dorothée Leidig Satz: Andreas Franke, SatzWERK, Siegen; www.satz-werk.com Produktion: Andrea Miß, Köln Belichtung, Druck und buchbinderische Verarbeitung: Druckerei Kösel, Krugzell; www.koeselbuch.de

Dieses Buch ist auf 100% chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt.

O’Reilly Verlag Balthasarstr. 81 50670 Köln [email protected]

Über die Autorin

Dustyn Roberts ist eine klassisch ausgebildete Ingenieurin mit unkonventionellen Ideen zur Ingenieursausbildung. Sie begann ihre Karriere bei Honeybee Robotics als Ingenieurin beim Sample Manipulation System-Projekt für die Mars Science Laboratory-Mission der NASA, deren Start für 2011 geplant ist. Bei Honeybee entwarf sie auch einen Roboter-Bohrer, leitete den Feldversuch eines Roboter-Lastwagens in einer australischen Mine, unterstützte Anträge für DARPA, NIH, NASA und das DOD und leitete ein Projekt mit dem Goddard Space Flight Center, um ein portables System zur Verarbeitung von Proben zu entwickeln. Nachdem Sie sich mit zwei Künstlern während deren Aufenthalt am Eyebeam Art + Technology Center in New York unterhalten hatte, gründete sie Dustyn Robots (www.dustynrobots.com), ist aber auch weiterhin beratend tätig, wobei ihre Arbeiten von der Ganganalyse bis zum Entwurf ferngesteuerter Fallschirme reichen. Im Jahr 2007 entwickelte Sie einen Kurs für das Interactive Telecommunications Program (ITP) der New Yorker Universität. Dieser Kurs hieß „Mechanisms and Things That Move“ (Mechanismen und Dinge, die sich bewegen) und führte zu dem Buch, das Sie gerade in Händen halten.

Dustyn hat einen BS in Maschinenbau und Bioingenieurwesen von der Carnegie Mellon University (mit den Nebenfächern Robotik und Betriebswirtschaft) sowie einen MS in Biomechanik und Movement Science von der University of Delaware und macht gerade ihren Doktor in Maschinenbau an der NYU-Poly. Auch Medien wie Time Out New York, PSFK, IEEE Spectrum und andere lokale Organisationen sind auf sie aufmerksam geworden. Sie lebt momentan in New York City mit ihrer Partnerin Lorena und ihrer Katze Simba.

Danksagungen

Zuerst möchte ich meiner Familie und meinen Freunden danken, die ich mit viel zu vielen „Ich kann nicht—ich muss schreiben“ versetzt habe. Meinem Vater dafür, dass er Ingenieur ist und meine Ideen unterstützt, auch wenn sie nicht unbedingt eine gute Geschäftsidee sind. Meiner Mutter für ihren Glauben an meine Fähigkeiten, auch wenn Sie keine Ahnung hat, wovon ich rede.

Dank an das Interactive Telecommunications Program (ITP) der NYU, insbesondere an Red Burns und Tom Igoe, die eine Ingenieurin angestellt haben, um Künstler zu unterrichten. Tom wurde für meinen Kurs sehr schnell weit mehr als nur der Bereichsleiter. Er unterstützte und ermutigte mich vom ersten Tag an und wurde zu meinem Mentor. Als ich mit dem Unterrichten begann, war ich eine Ingenieurin, doch nun bin ich auch ein „Schöpfer“. Danke für die Herausforderung, mein Fachgebiet zugänglich zu machen und andere zu befähigen, indem ich Dinge „mache“. Ich habe zweifellos mehr gelernt als ich lehrte. Dank auch an das ITP dafür, dass es Studenten anzieht, die zu lehren ein Vergnügen ist. Jeder Student, mit dem ich zu arbeiten Gelegenheit hatte, hat dieses Buch mit gestaltet.

Dank an das Eyebeam Art + Technology Center, das diese Arbeit durch ihr „artist in residency“-Programm unterstützt und großartige Praktikanten anzieht. Dieses Buch hätte wesentlich länger gedauert und wesentlich weniger Spaß gemacht, wenn ich nicht mein Praktikanten-Team gehabt hätte, das für wenig mehr als ein kostenloses Mittagessen und dem Versprechen von Ruhm und Ehre mitgearbeitet hat. An Sean Comeaux für all die Abbildungen und dafür, dass er mir neue Wege zeigte, Dinge zu erklären. An Sam Galison und Stina Marie Hasse Jorgensen für ihren Enthusiasmus und die erstaunliche Arbeit an den Projekten, Fotografien und Videos für die Website. Ich bin sicher, dass keiner von beiden Kapitel 6 oder die „Not Lazy Susan“ so bald vergessen wird. Dank an die anderen Ortsansässigen, Fellows und das Personal, die es zu einem so inspirierenden Arbeitsplatz machen.

An jeden, der Korrektur gelesen oder meine Book-&-Bribe-Partys besucht hat, wo ich heimlich Freunde und Kollegen dazu gebracht habe, frühe Fassungen zu lesen, während ich Essen und Getränke servierte: Matt Bninski, Lee Carlson, Joanna Cohen, Stephen Delaporte, Russ de la Torre, Heather Dewey-Hagborg, Rob Faludi, Eric Forman, Michelle Kempner, Jenn King, Adam Lassy, Ben Leduc-Mills, Adi Marom, Gale Paulsen, Jennifer Pazdon, Lauren Schmidt, Greg Shakar, Ted Southern, Becky Stern, Mike Sudano, Corrie Van Sice, Dana Vinson, Irene Yachbes und all die anderen, die ich vergessen habe. (Und Dank an Tom für die Idee.)

An das Team bei McGraw-Hill, die geduldig waren und mir wirklich jede Frage beantworteten. Dank an meinen Agenten Neil Salkind, der diese Erstautorin von der ersten E-Mail an mit seinem Enthusiasmus forderte.

An Kickstarter.com und all unsere Gönner, die Ben Leduc-Mills und mir bei der Finanzierung des SADbot-Projekts halfen. Und Dank an Ben für die Idee und dass er mich da reingezogen hat – du wirst ein großer Informatiker werden.

Und schließlich an meine Partnerin Lorena für ihre unbedingte Liebe und Unterstützung. Ich werde nie eine so gute Schriftstellerin sein, dass ich mit Worten beschreiben könnte, wie viel du mir bedeutest.

Was dieses Buch ist

Während einer Unterhaltung mit Bre Pettis, einem der Entwickler der CupCake CNC von MakerBot Industries (www.makerbot.com), fragte ich, ob einer der Entwickler über eine formale Maschinenbau-Ausbildung verfügt. Er antwortete “Nein, und wenn, wäre es unmöglich gewesen.” Die CupCake CNC ist ein Miniatur-3D-Drucker, der aus Computermodellen reale 3D-Objekte aus geschmolzenem Kunststoff in der Größe eines Törtchens (engl. cupcake) erzeugt. Die MakerBot-Teammitglieder waren in der Lage, es aus den verfügbaren Materialien und vorhandenen Werkzeugen herzustellen. Ein ausgebildeter Maschinenbauer hätte gewusst, wie schwierig dieses Projekt ist und hätte es ohne die richtigen Ressourcen oder die nötige Finanzierung gar nicht erst probiert. Doch dem MakerBot-Team fehlte diese Erfahrung und sie wussten nicht, worauf sie sich da einließen. Sie behielten einfach nur ihr Ziel vor Augen und fanden einen Weg. Dieses Buch richtet sich an jeden, der sich bewegende Dinge bauen möchte, aber nur wenig (oder gar keine) formale Ingenieursausbildung hat. Tatsächlich könnte das, wie Bre es ausdrückte, sogar von Vorteil sein.

In diesem Buch werden Sie lernen, wie man erfolgreich Bewegungsmechanismen baut. Dazu nutzen wir nichttechnische Erklärungen, Beispiele und Do-it-yourself (DIY)-Projekte. Vielleicht sind Sie Bildhauer, der seiner Kunst Leben einhauchen möchte, Informatiker, der die Mechanik erforschen will, oder ein Produktdesigner, der eine Funktion hinzufügen möchte, um die Form eines Produkts zu ergänzen. Vielleicht haben Sie in der Vergangenheit Projekte angefangen, die sich dann aber in Wohlgefallen aufgelöst haben.

Oder vielleicht sind Sie nicht damit groß geworden, sich Dinge bewegen zu lassen, wollen es aber lernen. Die Studenten des Kurses, den ich an der New York University’s (NYU’s) Interactive Telecommunications Program (ITP) der New York University an der „Tisch School of the Arts“ halte, waren all das und lieferten die Inspiration zum Schreiben dieses Buches.

Der Kurs heißt „Mechanisms and Things That Move“ (Mechanismen und sich bewegende Dinge“) und wurde entwickelt, um die Lücke zwischen dem, was die Studenten bereits können (Grundlagen der Elektronik, Interaktionsdesign und vernetzte Objekte), und dem, was sie machen wollen (treppensteigende Kinderwagen, hölzernes mechanisches Spielzeug und stationäre, Fernseher antreibende Fahrräder), zu schließen. Das Ziel ist, mit ihren scheinbar unmöglichen Konzepten zu beginnen, etwas elementares Ingenieurs-Know-How einzubringen und am Ende etwas zu erhalten, was dem ursprünglichen Konzept überraschend nahe kommt. Sie finden diese (und weitere) Projekte auf der Kurs-Website unter http://itp.nyu.edu/mechanisms. Im ersten Jahr, in dem ich diesen Kurs hielt, erkannte ich, dass die praktische Erfahrung, die ich bei meiner Arbeit als Ingenieurin erworben habe, auch einem völlig anderen Kreis von Nicht-Ingenieuren zugute kommen kann. Ein Student sagte mir einmal “Ihr Kurs hat mir eine völlig neue Welt eröffnet”, und ein anderer sagte “Es ist unglaublich befriedigend, etwas zu entwerfen und zu bauen, was funktioniert.” Dieses Buch wurde konzipiert, um diesen Grad der Befriedigung allen Leuten zu geben, die etwas über Mechnismen lernen wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Es macht keinen Sinn, Schaltungen für ein elektromechanisches Projekt zu entwickeln, wenn die zu steuernde Mechanik zu schwach ist, um die Aufgabe zu erfüllen. Grundlegendes Wissen um Mechanik und Material kann Projekte vor kostspieligen Entwürfen schützen, die den Rahmen des Notwendigen sprengen. Um diese Konzepte vorzustellen, behandele ich ein breites Themenfeld, vom Anschluss von Kupplungen und Spindeln an Motoren bis hin zur Umwandlung von rotierender in lineare Bewegung. Sie werden mit Fotografien, Zeichnungen, Schaubildern und Darstellungen von 3D-Modellen der für jedes Projekt benötigten Komponenten und Systeme durch die einzelnen Kapitel geführt. Alle Illustrationen wurden von einem Zeichner (und Nicht-Ingenieur) angefertigt, um die mögliche Einschüchterung durch kompliziert klingende Konzepte und Schaubilder zu minimieren. Die daraus resultierende Interpretation der Konzepte springt ins Auge und kommt spielerisch und freundlich daher.

Ich verwende, wann immer möglich, Standardkomponenten, und die meisten Projekte nutzen vorhandene Metalle, Kunststoffe, Holz und Karton sowie verfügbare Fertigungstechniken. Einfache Projekte verteilen sich im gesamten Buch, um Sie zu ermuntern, das im jeweiligen Kapitel verwendete Material zu nutzen. Am Ende des Buches finden Sie komplexere Projekte, die Material aus mehreren Kapiteln umfassen. Ich garantiere Ihnen, dass Sie ein allgemeines Verständnis von Mechanismen erlangen und Geld, Zeit und Frustration sparen, indem Sie mechanische Entwurfsfehler vermeiden, die zu Fehlschlägen führen. Jeder kann Mechanismen entwerfen – selbst wenn man noch nie einen Fuß in einen Maschinensaal gesetzt hat.

Was dieses Buch nicht ist

Dieses Buch ist kein ingenieurwissenschaftliches Lehrbuch. Es setzt keinerlei Wissen um Elektronik oder Robotik voraus, und Sie müssen auch nicht wissen, was ein Microcontroller ist oder wie man ihn programmiert, um dieses Buch nutzen zu können. Ich erwarte nicht, dass Sie mit einem Eisenwarenladen in ihrer Garage aufgewachsen sind, wissen, was eine Drehbank ist, oder das Drehmoment eines Motors bestimmen können, wenn Sie sich eine rotierende Spindel ansehen.

Jedes Kapitel könnte zu einem eigenen Buch ausgeweitet werden und es gibt viele Orte, an denen man detaillierte technische Informationen findet. In diesem Buch geht es darum, Dinge zu „machen“, und es umfasst alle notwendigen Informationen, die eben dazu notwendig sind. Das bisschen Theorie und Hintergrundwissen hilft Ihnen dabei zu verstehen, wie Mechanik funktioniert, damit Sie eigene Kreationen aushecken und bauen können. Wenn Ihnen diese Abschnitte zu schwierig werden oder wenn Sie bereits über das Hintergrundwissen verfügen, springen Sie gleich zum praktischen Teil.

Wie man dieses Buch nutzt

Wie es der König dem Kaninchen in Alice im Wunderland sagte: “Begin at the beginning, and go on till you come to the end: then stop.” Wenn Sie wirklich keine Erfahrung darin haben, Dinge zu bauen, ist das wahrscheinlich der beste Ansatz für dieses Buch. Es wäre nur frustrierend, wenn Sie etwas über die Bestimmung des Drehmoments in Kapitel 6 lesen würden, ohne zu wissen, was das ist, weil Sie vorher die Diskussion in Kapitel 4 nicht gelesen haben. Gehen Sie die kleinen Projekte an, um sich mal die Hände schmutzig zu machen und sich daran zu gewöhnen, Dinge zu bauen. Die Kapitel sind so aufgebaut, dass sie wissen zu all den Bereichen vermitteln, die zum Bau beweglicher Dinge benötigt werden. Wenn Sie das Ende des Buches erreicht haben, finden Sie in Ihrem Werkzeugkasten all die Werkzeuge, die Sie benötigen, um die abschließenden Projekte in Kapitel 10 angehen zu können.

Jedes Projekt in diesem Buch besteht aus zwei Teilen: einer Einkaufsliste und einem Rezept. Ich habe gehört, dass Backen eher eine Wissenschaft und Kochen eher eine Kunst ist. Dinge sich bewegen zu lassen, erinnert zu Beginn ein wenig an das Backen. Sie wiegen jede Zutat genau ab, folgen den Anweisungen Schritt für Schritt und machen alles wie im Buch beschrieben. Doch sobald Sie sich daran gewöhnt haben, Dinge sich bewegen zu lassen, ähnelt es eher dem Kochen. Nachdem Sie die grundlegenden Rezepte hinter sich haben, können Sie damit beginnen, zu experimentieren und eigene Zutaten hinzuzufügen.

Sie können dieses Buch auch als Referenzhandbuch nutzen, insbesondere dann, wenn Sie theoretisch wissen, wie die Dinge funktionieren, und eine praktische Anleitung suchen, um Dinge sich bewegen zu lassen. An diesem Punkt befand ich mich nach meinem Grundstudium. Ich konnte das Drehmoment oder die Kraft bestimmen, die ich benötigen würde, um Dinge bewegen zu können, doch ich wusste nicht, wie man einen Motor auswählt oder etwas an seine Welle anschließt. Solche Dinge werden einem in der Schule nicht beigebracht (zumindest nicht dort, wo ich war), also muss man es durch Praxis herausfinden. Ich hoffe, dass Ihnen dieses Buch einen Einstieg auf einer höheren Ebene erlaubt, als das bei mir der Fall war.

Ihre Ideen sind ihr größtes Plus

Auch wenn in diesem Buch nur sehr wenig Wissen über Mechanik vorausgesetzt wird, hilft Ihnen alles, was Sie wissen, weiter, und ich meine wirklich alles.

Das Wichtigste, was Sie mitbringen, ist eine Idee. Einige der schönsten Projekte, die ich gesehen haben, stammen von Leuten, die keinerlei Erfahrung mit Selbstbauprojekten hatten und erst recht keinen Ingenieursabschluss. Wenn Sie als leidenschaftlicher Musiker die Idee für eine sich selbst spielende Gitarre haben, wird Ihr Projekt sehr wahrscheinlich erfolgreicher sein, als wenn Sie ein Ingenieur sind, der zu wissen glaubt, wie eine Gitarre funktioniert, selbst aber noch nie eine gespielt hat. Dieses Buch gibt Ihnen die Werkzeuge an die Hand, um Ihre Leidenschaft in Projekte und Ihre Ideen in die Realität umzusetzen. Die Werkzeuge sind da, zusammen mit Beispielen für ihren Einsatz, doch die Ideen für ihre Verwendung kommen von Ihnen.

Ich betrachte mich nicht als Künstler. Meine rechte Gehirnhälfte ist nicht annähernd so entwickelt wie die der meisten Studenten und Designer, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Dennoch behaupte ich zu wissen, wie man Nicht-Ingenieure durch den Prozess leitet, sich bewegende Dinge zu bauen. Sie können dieses Buch als leichte Lektüre betrachten, um an einem Samstagabend etwas Zeit totzuschlagen, doch ich setze darauf, dass dieses Buch Ihnen die Werkzeuge und Techniken liefert, die Sie brauchen, um aus Ihrer Idee eines von Menschenkraft angetriebenen Küchenmixers in ihrem Kopf Realität werden zu lassen.

Das Buch enthält viele Projekte, die Sie selbst bauen können, doch die Anwendung der Konzepte und Fähigkeiten ist nur durch Ihre Fantasie beschränkt. Mechanik kann auf den ersten Blick furchteinflößend sein, doch sobald Sie ein kompliziertes Projekt in seine Einzelteile zerlegt haben, werden Sie schnell erkennen, dass das alles gar nicht so schlimm ist. Dieses Buch befähigt Sie dazu. Und je mehr Sie lernen, umso mehr Inspirationen für zukünftige Projekte werden kommen.

Was Sie haben müssen

Zu jedem Projekt in diesem Buch gibt es eine Einkaufsliste mit Teilen und Werkzeugen, aus der Sie sich raussuchen können, was Sie brauchen. Doch wenn Sie vorbereitet sein wollen, finden Sie nachfolgend eine Liste gängiger Werkzeuge, die Ihnen gute Dienste leisten werden (siehe Abbildung 1):

Handbohrmaschine. Damit werden Sie während des Aufbaus Löcher für Schrauben und Dübel in Holz und dünnes Metall bohren. Ich bevorzuge die kabellose, akkubetriebene Variante wie das abgebildete Dewalt-Modell, doch jede Bohrmaschine erfüllt ihren Zweck. Stellen Sie sicher, das auch kleine Bohrer (bis zu 1/16 Zoll) verwendet werden können. Ein Drehmel Multifunktionswerkzeug tut es bei vielen kleinen Aufgaben auch und kann auch zum Schneiden und Schleifen kleiner Teile verwendet werden.

Multimeter. Den nutzen Sie immer dann, wenn Sie mit Elektrizität arbeiten, etwa um zu prüfen, ob eine Batterie leer oder ob ihr Schaltkreis korrekt verdrahtet ist. Ihr Multimeter sollte Spannung, Widerstand, Stromstärke und Durchgang messen können. Tuen Sie sich selbst einen Gefallen und kaufen Sie ein Modell mit automatischer Messbereichswahl. Dann müssen Sie den zu messenden Wert nicht vorher abschätzen, um die richtige Einstellung zu wählen. Die automatische Messbereichswahl ist etwas teurer, spart aber Zeit und Frustrationen, wenn man in der Elektronik nicht besonders bewandert ist. In Abbildung 1 sehen Sie SparkFuns TOL-08657. Er besitzt eine automatische Messbereichswahl und kann höhere Ströme messen als die günstigeren Modelle, was einem bei der Arbeit mit Motoren zugute kommt. Ein einfacher Lötkolben (auf dem Bild ein RadioShack 64-280) und eine Abisolierzange (SparkFun TOL-08696) sind hilfreich, wenn Sie mit der Arbeit an Schaltkreisen beginnen.

Messinstrumente. Ein Maßband für lange Dinge, ein Lineal aus Metall für kleine Dinge und als Schneidkante sowie eine Schieblehre für noch kleinere Dinge. Ich empfehle der einfachen Verwendung halber eine digitale Schieblehre (SparkFun TOL-00067).

Schraubendreher. Für Kreuz- und Schlitzschrauben. Verschiedene Größen zur Hand zu haben, ist eine gute Idee. Billige Schraubendreher bestehen aus weichem Metall und die Spitzen verbiegen sehr schnell. Kaufen Sie daher nicht die billigen Schnäppchenangebote.

Multitool. Auch Schweizer Armeemesser oder Leatherman genannt. Multitool ist der allgemeine Begriff. Praktisch, wenn es zur Hand ist, kann es einem den Kauf vieler separater Werkzeuge ersparen, wenn man kleinere Aufgaben erledigen muss. Multitools gibt es in verschiedenen Formen, Größen und Preisen, doch ich empfehle einen mit Schraubendrehern, Schere, Feile, Messer und einem Sägeblatt. Ich besaß jahrelang einen Leatherman Blast und mit seinem Preis von ca. 49 € hat er sich seinen Platz in meinem Werkzeugkasten mehr als einmal verdient. Leatherman-Modelle finden Sie unter http://www.leatherman.de/produkte/oview_multifunktionstools.php. Schweizer Armeemesser finden Sie auf www.swissarmy.com/multitools in der Kategorie Swiss Tools. Bei besonders frustrierenden Projekten sollten Sie ein Multitool mit Korkenzieher und/oder Flaschenöffner wählen.

Klebeband und WD-40. „Wenn es sich bewegt und sich nicht bewegen sollte, verwenden Sie Klebeband. Wenn es sich nicht bewegt und sich bewegen sollte, verwenden Sie WD-40.” Ich bin nicht sicher, wo ich das zum ersten Mal gehört habe, doch es könnte während meines ersten Praktikums auf einem Kalenderblatt meines Chefs gestanden haben. Der Kalender hieß „365 Tage mit Klebeband”. Die meisten Leser werden das silberne Klebeband (Panzerband) kennen, das man für so ziemlich alles verwenden kann. WD-40 ist bei quietschenden Gelenken, Getrieben und anderen beweglichen Teilen ebenso praktisch.

Das Wichtigste, was es zu besitzen gilt, ist allerdings kein Werkzeug. Es ist die Verpflichtung zur Sicherheit. Bohren Sie kein Loch für die Montage eines Motors, ohne eine Schutzbrille zu tragen, und bohren Sie nicht einfach auf dem Küchentisch ein Loch in ein Stück Holz. Das endet sehr wahrscheinlich mit Sägemehl in Ihrem Auge und einem Loch, das es mit einem strategisch platzierten Tischset zu verstecken gilt. Tragen Sie Handschuhe, wenn Sie mit scharfen Dingen oder rauen Kanten hantieren, die Sie schneiden oder Splitter hinterlassen könnten. Ich werde Sicherheitsaspekte bei jedem Projekt ansprechen, doch Sie sollten es sich angewöhnen, jede Handlung auf mögliche Gefahren zu untersuchen und diese im Vorfeld beseitigen. Schnitte und Kratzer verheilen zwar, doch das Gehör kommt nur schlecht zurück, wenn man zu lange mit einer lauten Bohrmaschine gearbeitet hat. Und auch die Sehkraft lässt sich nur schwer wiederherstellen, nachdem das Schneidrad des Dremels sich in einem unglücklichen Winkel verabschiedet hat. Sie sollten zumindest eine Schutzbrille und ein paar Ohrstöpsel rumliegen haben und benutzen. Sicherheitsvorkehrungen sollten immer der erste Schritt bei jedem Ihrer Projekte sein.

Was Sie über die deutsche Übersetzung wissen müssen

Wir haben das Buch nach besten Wissen ins Deutsche übertragen. Manchmal waren dabei sehr spezielle Fachbegriffe zu übersetzen, die im Deutschen mehrere Bedeutungen besitzen. Im Zweifelsfall haben wir auf eine Übertragung ins Deutsche verzichten, wenn der Begriff nicht eindeutig war. Ebenso haben wir Maßangaben nicht in europäische Maße umgerechnet, wenn die Maße lediglich erläuternden Charakter besaßen. Wir haben auf die Angabe von detaillierten Bezugsquellen in Deutschland verzichtet, weil zum Teil die exakten Bauteile nicht in Deutschland beziehbar sind. Anhand der angegebenen Originalbezugsquellen können jedoch in praktisch allen Fällen passende Bezugsquellen in Deutschland selbst ausfindig gemacht werden.

Rollen

Eine Rolle, auch Laufrolle, Kloben (Kloben und Hebezug) oder Walze genannt, ist im Wesentlich ein Rad mit einer Rille für ein Seil oder einen Riemen. Sie bildet eine weitere einfache Maschine, die wir nutzen können, um in einem mechanischen System eine Übersetzung zu erreichen. Es gibt zwei Arten von Rollen-Systemen: geschlossen und offen.

Geschlossene Systeme

Ich bezeichne ein Rollensystem mit einem stets gespannten Seil oder Riemen als geschlossenes System. Ein typisches Beispiel ist der Zahnriemen eines Autos, wie in zu sehen. Zahnriemen nutzen Rollen mit kleinen Zähnen, die sich mit passenden Zähnen auf dem Riemen verzahnen. Der Motor kann den Riemen so ohne durchzurutschen antreiben, weil Riemen und Rolle sich ineinander verzahnen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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