Mami Jubiläum 12 – Familienroman - Carmen von Lindenau - E-Book

Mami Jubiläum 12 – Familienroman E-Book

Carmen von Lindenau

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Beschreibung

Die Familie ist ein Hort der Liebe, Geborgenheit und Zärtlichkeit. Wir alle sehnen uns nach diesem Flucht- und Orientierungspunkt, der unsere persönliche Welt zusammenhält und schön macht. Die Familie gibt Freude, die richtige Schulter zum Anlehnen und Ausweinen, und sie gibt dem Leben seinen Sinn. Das wichtigste Bindeglied der Familie ist Mami. Sie sorgt für das Glück in einer heilen, intakten, liebevollen Familie. In diesen herzenswarmen Romanen wird davon mit meisterhafter Einfühlung erzählt. Die Romanreihe Mami Jubiläum setzt einen unerschütterlichen Wert der Liebe, begeistert die Menschen und lässt sie in unruhigen Zeiten Mut und Hoffnung schöpfen. Kinderglück und Elternfreuden sind durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Genau davon kündet Mami Jubiläum. Hier hat sich ohne Zweifel die feine Gesellschaft der Umgebung versammelt, dachte Carolina Seefeld, während sie den Motor ihrer betagten Vespa abstellte und sich auf dem Parkplatz umsah. Nur luxuriöse Wagen, wo sie auch hinsah. Behutsam setzte sie den leuchtend gelben Helm ab und fuhr sich mit der Hand durch ihr kastanienfarbenes Haar, um es wieder in Form zu bringen. Zum ersten Mal hatte sie das Sportmagazin, für das sie seit einigen Monaten als Fotografin arbeitete, zu einer Pferdeauktion geschickt. Sie freute sich darauf, die schon bekannten und zukünftigen Derbygewinner zu fotografieren. Und sie war ebenso gespannt auf die Menschen, die sich diese Tiere kauften, um mit ihnen Geld zu verdienen. Nachdem sie den Helm am Lenkrad befestigt hatte, stieg sie von ihrem Motorroller und überprüfte den Sitz ihrer Jeans und des silberfarbenen Jacketts. Danach holte sie ihre Kamera aus der Tasche, die sie auf dem Gepäckträger befestigt hatte, und machte sich auf den Weg zu der Halle, in der die Auktion stattfand. Ganz in der Nähe hörte sie das Wiehern von Pferden. Ein sandiger Geruch trieb von den weiten Feldern herüber, in deren Mitte sich die Halle unter einem strahlend blauen Himmel erhob. Bevor sie hineinging, wollte sie sich die zur Versteigerung ausgewählten Pferde aus der Nähe ansehen. Sie zückte ihre Kamera und bog in den von Hecken gesäumten Weg ein, der zu den Stallungen führte. "Kann ich Ihnen helfen?", rief der Wachmann in Uniform, der an der Rückwand der Halle lehnte und das Gelände im Auge behielt. "Ich komme von Sport Aktiv, ich möchte mir die Pferde anschauen", antwortete sie und zeigte ihm ihren Presseausweis. "Kleinen Moment", bat der bullige Mann mit dem schwarzen Kinnbart und sprach in das Mikrophon, das am Revers seiner dunkelblauen Jacke befestigt war. "Frau Seefeld, Sport Aktiva?", hörte sie ihn fragen.

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Mami Jubiläum – 12 –

Spürst du es auch?

Wie uns das Glück umarmt …

Carmen von Lindenau

Hier hat sich ohne Zweifel die feine Gesellschaft der Umgebung versammelt, dachte Carolina Seefeld, während sie den Motor ihrer betagten Vespa abstellte und sich auf dem Parkplatz umsah. Nur luxuriöse Wagen, wo sie auch hinsah. Behutsam setzte sie den leuchtend gelben Helm ab und fuhr sich mit der Hand durch ihr kastanienfarbenes Haar, um es wieder in Form zu bringen.

Zum ersten Mal hatte sie das Sportmagazin, für das sie seit einigen Monaten als Fotografin arbeitete, zu einer Pferdeauktion geschickt. Sie freute sich darauf, die schon bekannten und zukünftigen Derbygewinner zu fotografieren. Und sie war ebenso gespannt auf die Menschen, die sich diese Tiere kauften, um mit ihnen Geld zu verdienen.

Nachdem sie den Helm am Lenkrad befestigt hatte, stieg sie von ihrem Motorroller und überprüfte den Sitz ihrer Jeans und des silberfarbenen Jacketts. Danach holte sie ihre Kamera aus der Tasche, die sie auf dem Gepäckträger befestigt hatte, und machte sich auf den Weg zu der Halle, in der die Auktion stattfand.

Ganz in der Nähe hörte sie das Wiehern von Pferden. Ein sandiger Geruch trieb von den weiten Feldern herüber, in deren Mitte sich die Halle unter einem strahlend blauen Himmel erhob. Bevor sie hineinging, wollte sie sich die zur Versteigerung ausgewählten Pferde aus der Nähe ansehen. Sie zückte ihre Kamera und bog in den von Hecken gesäumten Weg ein, der zu den Stallungen führte.

»Kann ich Ihnen helfen?«, rief der Wachmann in Uniform, der an der Rückwand der Halle lehnte und das Gelände im Auge behielt.

»Ich komme von Sport Aktiv, ich möchte mir die Pferde anschauen«, antwortete sie und zeigte ihm ihren Presseausweis.

»Kleinen Moment«, bat der bullige Mann mit dem schwarzen Kinnbart und sprach in das Mikrophon, das am Revers seiner dunkelblauen Jacke befestigt war. »Frau Seefeld, Sport Aktiva?«, hörte sie ihn fragen. »Sie dürfen sich auf dem Gelände frei bewegen, Frau Seefeld«, teilte er ihr mit, nickte freundlich und nahm seine entspannte Haltung wieder ein.

Offensichtlich schien sich im Moment sonst niemand für die Hauptakteure des Tages zu interessieren. Außer Carolina und dem Wachmann war weit und breit kein Mensch zu sehen. Bevor sie in den Stall hineinging, blieb sie in der geöffneten Tür stehen, um sich an das schummerige Licht im Inneren zu gewöhnen. Die Boxen für die Pferde zogen sich an beiden Seiten des Stalls entlang. So weit sie es überblicken konnte, waren alle belegt.

»Ihr würdet bestimmt gern wissen, was euch bevorsteht«, sagte sie leise, als sie dann an den Boxen vorbeiging und die Tiere neugierig ihre Köpfe hoben.

Vor einem rotbraunen Pferd mit schwarzer Mähne blieb sie stehen und zückte ihre Kamera. Sie stellte gerade die Belichtung ein, als am Ende des Stalls ein Pferd plötzlich heftig schnaubte und mit den Hufen scharrte. Vermutlich hatte es keine Lust, noch länger in der fremden Umgebung auszuharren, und machte seinem Unmut Luft. Obwohl sie nicht sehr vertraut im Umgang mit Pferden war, nahm sie sich vor, gleich einmal nach ihm zu sehen. Solange die Tiere sicher in ihren Boxen standen, drohte ihr schließlich keine Gefahr.

»Danke, Schönheit«, verabschiedete sie sich von dem rotbraunen Pferd, nachdem sie ihre Aufnahmen gemacht hatte. »Dein Freund da hinten scheint aber wirklich höchst aufgeregt«, sagte sie, als das Pferd am Ende des Stalls nun mit den Hufen gegen die Boxenwand schlug. Es ist wohl besser, ich suche nach jemandem, der es beruhigt, dachte sie, da auf einmal auch die anderen Tiere ihre Köpfe reckten und durch die Nüstern bliesen.

Sie war schon auf dem Weg zum Ausgang, als ein lautes Krachen durch den Stall hallte. So als habe jemand ein für Carolina unhörbares Kommando gegeben, scharrten nun auch die anderen Pferde mit den Hufen.

»Oh, nein, bitte nicht«, flüsterte sie, als eine Boxentür aufflog und ein rabenschwarzes Pferd mit geblähten Nüstern herausstob.

Starr vor Angst schaute sie auf das Tier. Zum Davonlaufen war es längst zu spät.

»Jeunesse, calm!«, schallte eine energische Männerstimme durch den Stall, gleich darauf wurde sie an den Schultern gepackt und an die Wand gedrückt. »Nicht bewegen«, forderte sie der hoch gewachsene Fremde auf und streifte sie mit seinem Blick.

Sie nickte, zum Sprechen war sie viel zu erschrocken. Beeindruckt sah sie, dass das Pferd sofort stehen geblieben war und auch ruhig blieb, als der Mann sich ihm näherte und es am Halfter packte. »Alles gut, mein Kleiner«, sagte er und streichelte den Hals des Tieres.

Als Carolina sich wieder gefangen hatte, machte sie einen Schritt auf ihren Retter zu, um sich bei ihm

zu bedanken. Aber darauf legte er keinen Wert, wie ihr sofort klar wurde.

»Sie gehen jetzt besser«, bat er, bevor sie ihm überhaupt die Hand reichen konnte.

»Sicher, vielen Dank für Ihr Eingreifen«, sagte sie, und als sich ihre Blicke trafen, zuckte sie zusammen.

Für einen Moment glaubte sie, dass sie diesen Mann schon einmal gesehen hatte. Dieses schöne Gesicht mit den hohen Wangenknochen, die feurigen dunklen Augen, alles an ihm erschien ihr irgendwie vertraut. Gleich darauf verwarf sie den Gedanken wieder, vermutlich sah er nur einem dieser männlichen Fotomodelle ähnlich, die sie hin und wieder für die Titelseiten der Hochglanzmagazine fotografiert hatte.

»Das Tier braucht Ruhe«, erklärte er, als sie sich nicht rührte, und auf einmal war es ihr, als hätte auch er etwas Vertrautes an ihr entdeckt.

»Ich bin schon weg«, antwortete sie, machte auf dem Absatz kehrt und eilte hinaus ins Freie. Nein, ich sage ihm gar nichts, sonst hätte er mich nicht einfach so fortgeschickt, dachte sie.

*

»Jeunesse hat nur Angst, weißt du.«

»Bitte?« Verblüfft schaute Carolina auf den braun-weiß gefleckten Bernhardiner, der vor dem Stall hockte und sie freundlich anschaute. Wie es schien, war die Sache im Stall doch schlechter für sie ausgegangen, als sie gerade noch geglaubt hatte. Ganz offensichtlich war sie ohnmächtig. Wie sonst sollte sie sich den sprechenden Hund erklären?

»Dir zittern aber ganz schön die Knie, du musst dich mal hinsetzen.«

»Guter Vorschlag«, entgegnete sie und setzte sich auf die verwitterte Holzbank, die neben dem Eingang des Stalls stand.

»Willst du gar nicht wissen, warum Jeunesse Angst hat?« Der Bernhardiner wandte ihr seinen Kopf zu und stellte seine Ohren auf.

»Hör zu, wer auch immer du bist, ich habe keine Ahnung, warum ich dich verstehen kann. Ich vermute, dass es damit auch gleich vorbei sein wird, spätestens dann, wenn ich wieder aufwache«, sagte sie und schüttelte über sich selbst den Kopf, weil sie nun tatsächlich mit diesem Hund sprach.

»Aber du bist doch wach.«

»Wer mit einem Hund ins Plaudern gerät, kann aber nicht bei sich sein«, widersprach sie.

»Wieso mit einem Hund? Du sprichst doch mit mir.«

»Ich werde verrückt«, flüsterte Carolina, als ein kleines Mädchen hinter dem Hund hervorlugte.

»Du hast mich wohl gar nicht gesehen«, sagte die Kleine und richtete sich auf.

»Nein, ich habe dich nicht gesehen«, gab Carolina zu und lachte laut auf.

Die Kleine mochte vielleicht sieben oder acht Jahre alt sein. Sie trug rote Jeans, eine weiße Strickjacke, und ihr dunkles lockiges Haar wurde von einem roten Haarreif aus dem zarten Gesichtchen gehalten.

»Jetzt geht es dir wohl schon wieder besser«, mutmaßte das Mädchen, sah sie mit seinen großen Kirschaugen an und kam auf sie zu. »Ich heiße Emma, und das ist Bärchen«, stellte sie sich und den Hund vor.

»Bärchen«, wiederholte Carolina schmunzelnd und betrachtete den mächtigen Hund, der sie nun genau im Auge behielt, als das Kind sich ihr näherte. »Hallo, Emma, ich bin Carolina«, sagte sie und reichte der Kleinen die Hand.

»Ich sage dir mal, warum Jeunesse Angst hat«, erklärte Emma und setzte sich neben sie. »Er kann nämlich nicht verkauft werden, weil er eine Knieverletzung hat, und sein Besitzer, der will ihn einschläfern lassen. Das ist ganz schön gemein, stimmt’s?«

»Ja, allerdings«, entgegnete Carolina und wunderte sich darüber, dass das Mädchen so ruhig über das Schicksal des Tieres sprach. »Du kennst dich aber gut aus«, fügte sie hinzu, um mehr über das Kind herauszufinden.

»Mein Papa ist der Tierarzt, der die Pferde untersucht, deshalb«, entgegnete Emma. »Du hast doch gerade mit ihm gesprochen.«

»Der Mann im Stall?«

»Ja, klar, wer denn sonst? Und du bist eine Fotografin, stimmt’s?«, sagte sie und betrachtete die Kamera, die Carolina in der Hand hielt.

»Richtig, ich bin Fotografin. Dein Papa kann wirklich gut mit Pferden umgehen, Emma«, lenkte sie die Kleine wieder auf ihren Vater.

»Ja, weiß ich. Papa kann mit allen Tieren gut umgehen, deshalb haben wir auch ganz schön viele bei uns zu Hause. Wenn jemand mit einem Tier nicht zurechtkommt oder wenn eins krank ist, dann nimmt Papa es auf. Solange wir eben Platz haben. Wir wohnen in einem alten Gutshaus, das hat Papa von seinen Großeltern geerbt, weißt du. Da gibt es so viel Weideland, das reicht für ganz viele Tiere.«

»Dann ist bei euch bestimmt immer etwas los.«

»Ja, mächtig viel. Nur meine Mami fehlt mir ganz schrecklich«, seufzte die Kleine und sah auf einmal ganz traurig aus.

»Wo ist denn deine Mami?«, fragte Carolina vorsichtig nach.

»Da oben, schon ganz lange, da war ich noch im Kindergarten«, erwiderte die Kleine und deutete an den Himmel. »Sie hat so eine schlimme Krankheit gehabt, und dann ist sie in die andere Welt gegangen, wo niemand mehr Schmerzen hat. Papa hat gesagt, dass ich ruhig ganz oft an Mami denken kann, aber ich soll nicht mehr traurig sein, weil es ihr doch jetzt viel besser geht.«

»Da bin ich ganz sicher, dass es so ist«, bestätigte Carolina das Mädchen und streichelte ihm liebevoll über das Haar. Sie mochte sich gar nicht vorstellen, was es für so ein kleines Kind bedeutete, seine Mutter zu verlieren.

»Hast du Kinder?«, fragte Emma plötzlich.

»Nein, noch nicht.«

»Bist du verheiratet?«

»Nein, auch nicht.«

»Bist du in jemanden verliebt?«

»Nein«, antwortete Carolina lächelnd. Die Kleine wollte es aber ganz genau wissen. »Was ist mit dir? Bist du verliebt?«

»Ja, in Viktor. Er geht schon in die dritte Klasse und kann super gut rechnen. Rate mal, in welche Klasse ich gehe.«

»In die erste.«

»Stimmt, du kennst dich wohl mit Kindern aus«, stellte Emma anerkennend fest.

»Ich habe eine Schwester. Die hat drei Mädchen in deinem Alter.«

»Spielst du mit ihnen, wenn du sie besuchst?«

»Ja, das mache ich, sehr gern sogar.« Es waren Stunden, die sie immer sehr genoss. Für eine Weile tauchte sie dann wieder in die sorgenfreie Zeit ihrer eigenen Kindheit ein.

»Die Auktion fängt gleich an!«, rief der Wachmann und deutete auf seine Armbanduhr, als Carolina aufschaute.

»Ich muss gehen, Emma. Es hat mich gefreut, dich kennen gelernt zu haben«, verabschiedete sie sich von dem Mädchen und drückte sanft die kleine schmale Hand, die es ihr entgegenstreckte. »Auf Wiedersehen, Bärchen«, wandte sie sich dem Hund zu, der sie mit freundlichen Augen ansah und sich mit seinem dicken wuscheligen Kopf an sie schmiegte, als sie ihn streichelte.

»Mich hat es auch sehr gefreut, dich getroffen zu haben«, erwiderte das Kind und sah Carolina noch eine ganze Weile nach. »Die Frau war aber sehr nett, stimmt’s, Papa?«, wandte es sich an seinen Vater, der kurz darauf aus dem Stall kam, um nach ihm zu sehen.

»Keine Ahnung, ob sie nett war. So genau habe ich mir sie nicht angeschaut«, antwortete Leonhard und ließ seinen Blick ins Leere gleiten.

»Schade.«

»Was heißt schade? Seit wann möchtest du denn, dass ich fremden Frauen nachschaue?«, wunderte sich Leonhard und betrachtete seine Tochter amüsiert.

»Viktor hat gesagt, wenn ich nicht noch einmal so eine Pleite erleben will wie mit Grit, dann ist es am besten, wenn ich dir selbst eine neue Verliebte suche.«

»So, hat er das gesagt«, erwiderte Leonhard und hatte Mühe, nicht lauthals loszulachen. Er hatte inzwischen begriffen, dass Grit viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt war. Grit Berger war Sängerin, sie wollte Karriere machen. Ein Kind passte nicht in ihre Lebensplanung.

»Ich habe dir doch gesagt, dass ich mich von Grit getrennt habe, mein Schatz. Du musst dir also keine Sorgen mehr machen«, beruhigte Leonhard seine Tochter.

»Warum ruft sie dann noch ständig bei dir an?«, erinnerte Emma ihren Vater an das Telefongespräch, das er erst am Abend zuvor mit Grit geführt hatte.

»Wir reden nur miteinander, so wie gute Freunde das hin und wieder tun.« Er war nicht sicher, ob Grit das auch so sah, aber er wollte sie nicht einfach so vor den Kopf stoßen, wenn sie ihn anrief. Bald würden diese Anrufe weniger werden, darauf vertraute er.

»Ihr telefoniert aber jeden Tag. Irgendwann steht sie vor der Tür, und dann wickelt sie dich wieder ein.«

»Meinst du?«, fragte Leonhard schmunzelnd.

»Viktor meint das auch. Aber dann hat er auch gesagt, dass du bestimmt keine Frau heiratest, die nicht ganz lieb zu mir ist. Weil ich nämlich dein Goldstück bin und du dich lieber von mir einwickeln lässt als von einer fremden Frau.«

»Viktor ist ein kluger Junge.«

»Ja, ich weiß. Papa, wenn du mal wieder heiraten möchtest, dann musst du eine Frau aussuchen, die auch der Mami gefallen hätte.«

»Ich denke, wenn sie dir gefällt, dann gefällt sie auch deiner Mami. Aber im Moment stellt sich diese Frage nicht. Wir beide kommen doch ganz gut allein zurecht.«

»Schon.«