Beschreibung

MARCO POLO Reiseführer Tallinn MARCO POLO E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck! Ab sofort sind Sie noch besser für Ihre nächste Reise ausgerüstet – alle Karten aus dem E-Book lassen sich jetzt mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder für später speichern. Weitere Zusatzfunktionen: - Einfaches Navigieren durch praktische Links - Weblinks führen direkt zu den Websites der Tipps - Offline-Karten und Google Maps-Links – zur schnellen Routenplanung Tipp:Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen… und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche! E-Book basiert auf:4. Auflage 2018 Kompakte Informationen, Insider-Tipps, Erlebnistouren und digitale Extras: Erleben Sie mit MARCO POLO die estnische Hauptstadt intensiv vom Frühstück bis zum Nightcap. Mit dem MARCO POLO Reiseführer kommen Sie sofort in Tallinn an und wissen garantiert, „wohin zuerst“. Erfahren Sie, welche Highlights Sie neben der Domkirche und Europas am besten erhaltener Stadtmauer nicht verpassen dürfen, in welchem Showroom Sie nicht nur die wegweisenden Arbeiten junger estnischer Designer bewundern, sondern gleich auch originelle Mitbringsel kaufen können und dass sich in der Kellerbar Levist Väljas im Morgengrauen die Nachtschwärmer - Punks, Rocker, Erasmus-Studenten - zum letzten Absacker treffen. Die Insider-Tipps der Autorin lassen Sie Tallinn individuell und authentisch erleben und mit den Low-Budget-Tipps sparen Sie bares Geld. Erkunden Sie Tallinn in all seinen Facetten mit den maßgeschneiderten MARCO POLO Erlebnistouren. Die kostenlose Touren-App führt Sie digital (und ohne Roaminggebühren) auf den besonderen Wegen der Erlebnistouren. Und Events&News mit aktuellen Veranstaltungen (Ausstellungen, Konzerten, Festivals, Sportevents...) für die nächsten 3 Monate, brandaktuellen Informationen zu den Inhalten und zusätzlichen Insider-Tipps hält Sie immer auf dem neuesten Stand.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 161


Inhalt

Symbole & Preiskategorien

Die Touren-App

Die wichtigsten MARCO POLO Highlights!

Die besten MARCO POLO Insider-Tipps

Best of ...

Tolle Orte zum Nulltarif

Typisch Tallinn

Schön, auch wenn es regnet

Entspannt zurücklehnen

Auftakt

Im Trend

Fakten, Menschen & News

Sehenswertes

MARCO POLO Highlights

Unterstadt

Oberstadt/Domberg

Neustadt

Katharinental

Außerhalb

Essen & Trinken

MARCO POLO Highlights

Cafés

Restaurants €€€

Restaurants €€

Restaurants €

Einkaufen

MARCO POLO Highlights

Antiquitäten

Bernstein

Bücher

Delikatessen

Einkaufszentrum

Kaufhäuser

Kunsthandwerk & Design

Leinen & Textilien

Märkte

Mode

Am Abend

MARCO POLO Highlights

Bars

Clubs

Kino

Livemusik

Lounges

Oper & Konzert

Theater

Übernachten

MARCO POLO Highlights

Hotels €€€

Hotels €€

Hotels €

Apartments

Erlebnistouren

Mit Kindern unterwegs

Events, Feste & Mehr

Links, Blogs, Apps & Co.

Bloss nicht!

Praktische Hinweise

Sprachführer Estnisch

Impressum

Straßenregister

Cityatlas

ÖPNV-Netzplan

Autorin

Symbole & Preiskategorien

Symbole

Insider-TippHighlightBest of...Schöne AussichtGrün & fair: für ökologische oder faire Aspekte

Preiskategorien Hotels

€ € €über 120 Euro€ €60–120 Euro€bis 60 Euro

Die Preise gelten pro Nacht für ein Doppelzimmer mit Frühstück in der Hauptsaison

Preiskategorien Restaurants

€ € €über 16 Euro€ €12–16 Euro€bis 12 Euro

Die Preise gelten für ein Hauptgericht ohne Getränke

Die Touren-App

zu den Erlebnistouren zeigt, wo’s langgeht: inklusive Tourenverlauf und Offline-Karte

© huber-images: Gräfenhain

Events & News

Schnell die wichtigsten Infos auf dem Smartphone: Events, News, neue Insider-Tipps und ggf. aktualisierte Erlebnistouren als PDF zum Downloaden

Holen sie mehr aus ihrem Marco Polo Raus!

http://go.marcopolo.de/tal

© mauritius images/Alamy

Die wichtigsten MARCO POLO Highlights!

© Interfoto/Danita Delimont: W. Bibikow

Nikolaikirche »

In dieser schön restaurierten Kirche befindet sich Tallinns bedeutendster Kunstschatz: Bernt Notkes Gemälde „Totentanz“ zur Karte

Rathaus »

Tallinns Stolz: das einzige vollständig erhaltene gotische Rathaus in Nordeuropa zur Karte

Rathausplatz »

Tallinns Herz: Straßencafés und Kneipen vor den bildschönen gotischen Fassaden zur Karte

Stadtmauer »

Die am besten erhaltene Stadtmauer in Europa können Sie ein Stück begehen zur Karte

Baltischer Markt am Bahnhof »

Die riesige Markthalle hinterm Bahnhof ist Tallinns neues Einkaufsparadies und Treffpunkt Nummer eins zur Karte

Domkirche »

Mitten auf dem Domberg steht eine der ältesten Kirchen Estlands. Hier wurde bereits im 13. Jh. für die deutschen Ritter die Messe gelesen zur Karte

Kumu »

Schon fast ein Klassiker: Das nationale Kunstmuseum KUMU, das größte Museum von ganz Estland, ist in einem hypermodernen Bau untergebracht zur Karte

Schloss Katharinental »

Das pinkfarbene Schloss ließ Zar Peter I. erbauen – heute ist der Bau Heimat von Tallinns Sammlung ausländischer Kunst zur Karte

Brigittenkloster »

Die Ruinen des mittelalterlichen Klosters in Pirita sind eine stimmungsvolle Kulisse für Konzerte zur Karte

Lahemaa-Nationalpark »

Wälder, Wiesen und Buchten: eine ursprüngliche Landschaft zum Baden und Wandern zur Karte(siehe auch »)

Kuldse Notsu Kõrts »

Traditionelle estnische Kochkunst von eingelegtem Hering bis zum geschmorten Schweinebraten zur Karte

Eesti Esindus »

Authentisches Kunsthandwerk unter einem Dach – garantiert in Estland hergestellt zur Karte

Meeresmuseum im wasserflughafen »

Estlands militärische und maritime Geschichte wird mit Kriegsschiffen und Eisbrechern lebendig zur Karte

Nationaloper »

In Tallinns Opernhaus sitzen Sie für wenig Geld auf Spitzenplätzen (Foto) zur Karte

Telegraaf »

Eins der schicksten Hotels der Stadt – mit erlesener Einrichtung und russischem Restaurant (Foto) zur Karte

© Look: F. M. Frei

Die besten MARCO POLO Insider-Tipps

Von allen Insider-Tipps finden Sie hier die 15 besten

© picture-alliance/Arco Images: G. Lenz

Wildfisch »

Schon mal Elch mit Forellenrogen probiert? Wenn nicht: auf ins Kaks Kokka, eines der besten und innovativsten Restaurants der Stadt

Tunneltour unterm Domberg »

Führung durch Tallinns Unterwelt: Durch die Geheimgänge aus dem 17. Jh. können Sie heute ganz sorglos streifen

Avantgardekunst in der Art Hall Gallery »

Wer Estlands Kunstszene morgen dominiert, hat heute schon seine Arbeiten in dieser Galerie ausgestellt

Spitzel im Hotel »

Das kleine KGB-Museum im Original Sokos Hotel Viru erzählt von jenen Tagen, als sich in Tallinn Spitzel und Spione trafen – und der KGB von der obersten Etage alles überwachte

Design im Hafen »

Außergewöhnliche Andenken: Im Estonian Design House haben junge estnische Designer in einem Einkaufszentrum gegenüber der Oper einen Showroom mit originellen Möbeln und Home-Accessoires eingerichtet – die Sie natürlich auch kaufen können

Süße Sünden im Schokoladencafé »

Die im Master’s Courtyard in der Unterstadt versteckte Pierre Chocolaterie ist eine Augenweide – auf winzigen Tischen mit Samtdecken wird Köstliches aus Schokolade serviert, von der Torte bis zum Trüffel

Club mit Bühne »

Experimentelles auf der Bühne, Laufsteg für junge Modedesigner, Spielort alternativer Bands und trendiges Publikum auf der Tanzfläche: Das Theater Von Krahl bietet Raum für vielfältige Inszenierungen (Foto)

Nächtigen bei Nonnen »

Wohnen mit meditativem Touch: Das Pirita Kloostri Guesthouse im neuen Klostergebäude der Birgitterinnen ist eine modern eingerichtete Pension mit toller Aussicht auf das mittelalterliche Brigittenkloster in Pirita (Foto)

Allergikerfreundlich »

Garantiert glutenfrei und gut essen Sie im coolen Restaurant Kivi Paber Käärid im Trendviertel Kalamaja

Bier bei Bronto »

In dieser schicken Bar können Sie probieren, was die Esten besonders lieben: Craft Beer

Schlemmen im schrägen Holzhaus »

War hier ein Mitglied der Addams Family am Werk? Ziemlich abgefahren jedenfalls ist die Einrichtung im Restaurant Manna La Roosa, doch die Küche ist schnörkellos und einfach Spitze

Schönes und Originelles fürs Zuhause »

Bei Home Art finden Sie stilvolle Wohnaccessoires, von denen die meisten sogar ins Handgepäck passen

Morgengrauen in der Kellerbar »

In der Bar Levist Väljas trifft sich am frühen Morgen eine bunte Mischung von Nachtschwärmern auf den letzten Absacker

So gut wie neu: secondhand oder recycelt »

Bei A.G.A.N. (As Good as New) können Fashion-Victims Designerstücke estnischer Herkunft aus zweiter Hand und zum Schnäppchenpreis kaufen

Plasmabildschirm im Mittelalter »

Das kleine und feine Hotel Cru vereint Hightech mit Holzbalken und Bausubstanz aus dem 14. Jh.

© Laif: F. Weiss

Best of ... Tolle Orte zum Nulltarif

Neues entdecken und den Geldbeutel schonen

Diese Punkte zeichnen in den folgenden Kapiteln die Best-of-Hinweise aus

Park von Katharinental »

Der Park des einstigen Sommersitzes russischer Zare ist in der warmen Jahreszeit die perfekte Location für ein Picknick unter Bäumen. Den Eintritt fürs Schloss Katharinental können Sie sich sparen: Aus dieser Perspektive ist es mindestens so schön wie von innen

Gratis-Stadttour »

Eine zweistündige Tour durch die Unterstadt und über den Domberg zum Nulltarif bekommen Sie bei Tallinn Traveller Tours. Die einheimischen, englischsprachigen Nachwuchs-Guides freuen sich über die Übungseinheit – und vielleicht auch ein kleines Trinkgeld

Blick vom Domberg »

Spazieren Sie, vorzugsweise zur Dämmerstunde, auf dem Domberg von einer Aussichtsterrasse zur nächsten, und freuen Sie sich an den phantastischen Blicken auf die kleine Stadt am Meer – schöner ist die Aussicht vom Rathausturm (die Eintritt kostet!) auch nicht

Apotheke aus dem Mittelalter »

Auch wenn Sie keine pharmazeutische Betreuung benötigen, lohnt der Besuch der dienstältesten Apotheke der Welt am Rathausplatz. Neben dem normalen Angebot bringt Ihnen hier eine kleine Ausstellung kostenlos die mittelalterliche Medizin nahe

Orgelkonzert in der Domkirche »

Die Domkirche zählt zu den herausragenden Attraktionen Tallinns. Wenn Sie samstags um 12 Uhr das Gotteshaus betreten, kommen Sie gratis in den Genuss eines Orgelkonzerts. Über eine Spende freut man sich natürlich trotzdem

Minimuseum für Marzipan »

Nicht nur für Süßmäuler interessant ist das winzige Marzipan-Museum des Traditionshauses Kalev. Kostenlos können Sie von Hand gestaltete Kunstwerke aus Marzipan bewundern und erfahren, wie das Mandelmus hergestellt wird

Best of ... Typisch Tallinn

Das erleben Sie nur hier

Diese Punkte zeichnen in den folgenden Kapiteln die Best-of-Hinweise aus

Der Mittelpunkt der Stadt »

Auf dem Rathausplatz breitet sich das Leben Tallinns vor Ihnen aus wie in einem dreidimensionalen Bilderbuch. Schauen Sie auf die prachtvollen gotischen Fassaden, das wunderschöne Rathaus und vor allem auf das rege Treiben der Hauptstadtbewohner

Russisches Erbe »

Stimmungsvoll: Unter den Zwiebeltürmen der Alexander-Newski-Kathedrale können Sie eine mentale Kurzreise nach Russland unternehmen. Wer zum Gottesdienst kommt, sieht nicht nur die eindrucksvolle Ikonensammlung dieses Gotteshauses, sondern bekommt auch Einblick ins geistliche Leben der russisch-orthodoxen Kirche

Musik in der Klosterruine »

Estlands Sängerfeste sind in der ganzen Welt berühmt. Das Birgitta-Festival verbindet zwei typische Merkmale Tallinns: mittelalterliche Atmosphäre und die Liebe zur Musik. In der romantischen Kulisse des Brigittenklosters können Sie in der zweiten Augusthälfte klassische Konzerte vom Tallinner Symphonieorchester und anderen Ensembles genießen

Was so alles im Meer fährt »

Im Hangar sind neben anderen Schiffen auch ein begehbares U-Boot und Wasserflugzeuge zu sehen: Das Meeresmuseum im alten Wasserflughafen zeigt Ihnen in einzigartiger Location und interaktiver Form die enge Bindung zwischen der Hafenstadt und dem Meer

Tafeln wie im Mittelalter »

Mit allen Sinnen ins Mittelalter und in die deutschbaltische Vergangenheit eintauchen: Das können Sie im Restaurant Olde Hansa mithilfe von kulinarischen und folkloristischen Zeitreisen: Zu mittelalterlicher Flötenmusik schmecken Wildschwein, Eintöpfe und Gewürzbier noch mal so gut

Kunsthandwerk, exklusiv von Frauen »

Auf ihr traditionelles Handwerk lassen die Esten nichts kommen. Und die Estinnen auch nicht. In der Katharinengilde verkaufen Kunsthandwerkerinnen Dekoratives und Praktisches fürs Heim

Best of ... Schön, auch wenn es regnet

Aktivitäten, die Laune machen

Diese Punkte zeichnen in den folgenden Kapiteln die Best-of-Hinweise aus

Ab in die Markthalle »

Tallinns schicker neuer Baltischer Markt am Bahnhof ist der Treffpunkt schlechthin. Bei Regenwetter bietet er Shopping im Trockenen von Tee bis Trödel, viele Leckereien, Bänke zum Ausruhen und natürlich kostenloses WLAN

Ins estnische Kunstmuseum »

Das nationale Kunstmuseum KUMU ist wegen seiner kühnen zeitgenössischen Architektur schon von außen sehenswert. Im Inneren erleben Sie einen spannenden Überblick über die Entwicklung estnischer Kunst seit dem 18. Jh.

Kreative Stadt »

Hinter dem Bahnhof ist in ehemaligen Fabrikhallen die Telliskivi Creative City entstanden – ein spannender Mix aus Kultur und Kommerz mit Denkfabriken und Ateliers, Cafés, Foodtrucks und Shops

Estnisches Museum für angewandte Kunst und Design »

Ein Regentag ist wie dafür geschaffen, eine nationale Leidenschaft der Esten in Augenschein zu nehmen: Estnisches Design wird hier vom Schmuckstück bis zum Haushaltsgegenstand präsentiert

Restaurant Gloria »

Dieses Kellergewölbe, in dem sich eins der besten Restaurants der Stadt befindet, ist bei schlechtem Wetter besonders gemütlich. Wer nicht zum Lunch oder Dinner einkehrt, sollte sich hier wenigstens zu einem Glas Wein und ein paar köstlichen Häppchen zurückziehen

Stadtmuseum »

Im prachtvollen Gebäude aus dem 14. Jh. bekommen Sie über mehrere Etagen eine sehr anschauliche Darstellung der Stadtgeschichte. Unterm Dach empfängt Sie dann die Gegenwart Tallinns

Best of ... Entspannt zurücklehnen

Durchatmen, genießen und verwöhnen lassen

Diese Punkte zeichnen in den folgenden Kapiteln die Best-of-Hinweise aus

Strandtag in Viimsi »

Der Strand Haabneeme auf der Halbinsel Viimsi ist zwar nicht der nächstgelegene in der Umgebung von Tallinn, dafür ist er aber mit weichem Sand, sauberem Wasser und seinem malerischen Hinterland der schönste

Ruhe im Wald »

Der Pinienwald in Pirita ist das liebste Naherholungsziel der Hauptstadtbewohner. Knapp 20 Busminuten von der City entfernt, genießen Sie die Stille und atmen die würzige Waldluft bei einem gemütlichen Spaziergang tief ein

Abtauchen im City-Spa »zur Karte »

Auch wenn Ihr Hotel kein eigenes Spa besitzt, müssen Sie Tallinn nicht ohne eine wohltuende Massage verlassen. Einen ganzen Reigen wohltuender Anwendungen bietet zum Beispiel das Kalev Spa in der Altstadt – von der Ayurveda- bis zur Honigmassage

Ländliches Leben und Picknick am Meer »

Inmitten üppig grüner Natur liegt das Estnische Freilichtmuseum. In einem großem, wunderschönen Wald spazieren Sie zwischen Mühlen und Bauernhöfen, bevor Sie es sich zu Picknick und Sonnenbad am Meer bequem machen

Auszeit in der Sauna »

Die Esten sind wie ihre finnischen Nachbarn leidenschaftliche Saunagänger. Folgen Sie ihnen – zum Beispiel in das Traditionsschwitzbad Kalma Saun. Wer lieber alleine schwitzt, kann hier auch eine private Sauna mieten

Flanieren im Botanischen Garten »

Vom Kräutergarten steigen würzige Düfte in die Nase, die schöne Flusslandschaft an den Ufern des Pirita erfreut das Auge: Im Botanischen Garten bekommen Sie die perfekten Zutaten für eine sinnenfrohe Erholungspause vom Hauptstadttreiben

Auftakt

Entdecken Sie Tallinn!

© Schapowalow/SIME: S. Raccanello

Blick auf die Unterstadt

Am Sonntagmorgen sitzt ganz Tallinn auf seiner Bühne: dem blitzblanken Rathausplatz mit den pastellfarbenen Zuckerbäckerfassaden. Schon werktags gilt: Jeder, der in der Stadt zu tun hat, hat hier irgendwann seinen Auftritt, vom Botschafter bis zum Fernsehkoch. Am Sonntag flaniert halb Estland über diesen Präsentierteller. Von den gut 1,3 Mio. Esten leben immerhin rund 430 000 in der Hauptstadt. Die Menschen blinzeln auf den Terrassen der Cafés vor ihren Kaffeetassen, Eisbechern und Biergläsern in die Sonne und betrachten das Defilee. In Tallinn sitzt man unter freiem Himmel, wann immer keine Eisschollen im Weg liegen.

Tallinn ist zwar eine kleine Stadt, aber reich an Geschichte. Sie besitzt eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Innenstädte Europas und ist voller romantischem Zauber. Mit ihren spitzen Kirchtürmen, schmalen Altstadtgassen und grobem Kopfsteinpflaster, mit einer alten Stadtmauer und den anmutigen Kuppeln der Alexander-Newski-Kathedrale lädt Tallinn zum entspannten Spaziergang ein. Doch unter der historischen Fassade schlägt ein junges und ehrgeiziges Herz. Seit Estland im Jahr 1991 unabhängig wurde, fährt Tallinn auf der Überholspur. Musik und Mode, Design und IT – zu allem fällt den kreativen Bewohnern etwas ein. Das zeigten sie auch schon zwischen 1987 und 1991. Im Windschatten der Perestroika verwiesen die Esten – wie ihre baltischen Nachbarn – mit dem Singen traditioneller (und von den Sowjets verbotener) Freiheitslieder knapp vier Jahrzehnte sowjetischer Besatzung in die Geschichtsbücher. 1990 sangen 300 000 Esten in der Tallinner Sängerfestarena ihre verbotene Nationalhymne – ein scheinbar harmloser Akt, der aber große Symbolkraft besaß.

Ein Jahr später war Estland endlich unabhängig. Wenn Ihnen auffällt, wie gelassen und tiefenentspannt die Esten auftreten: Jahrhunderte dänischer, deutscher, schwedischer, russischer und sowjetischer Fremdherrschaft haben diese Haltung bewirkt. Sie wissen: Was das Leben auch bringen mag, sich aufzuregen bringt niemanden weiter. Und meist fügt sich alles zum Guten. Nach der „singenden Revolution“ flogen Hämmer, Sichel und Leninbüsten auf den Müll, Tallinn stürzte sich auf die Zukunft. Eine demokratische Regierung formierte sich, deren Minister in einigen Fällen nicht mal die 30 überschritten hatten. Die schrägsten Restaurants und Clubs machten von sich reden, eine avantgardistische Kunstszene trat an die Öffentlichkeit. Die Vitalität ist geblieben. Eine so innovative Gastroszene, ein ähnlich kreatives Klima wie in Tallinn ist in Städten vergleichbarer Größe kaum zu finden.

Unter der historischen Fassade schlägt ein ehrgeiziges Herz

In nur 13 Jahren wurde Estland EU- und Nato-Mitglied. Auch äußerlich ist Tallinn aufgeblüht: Die Stadt, die zu Beginn der 1990er-Jahre von tristem Grau, blätterndem Putz und zerfallenden Bauten geprägt war, hat sich in eine farbenfrohe, lebhafte Kapitale mit liebevoll restaurierter Altstadt verwandelt. Die UNESCO erklärte den gesamten historischen Kern (Vanalinn) als einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Europas 1997 zum Welterbe. Zwei steile Gassen führen auf den Domberg und in die Geschichte von Tallinn. Der Name knüpft an die Ära der Dänen im Mittelalter an; im Estnischen bedeutet taani linn dänische Stadt. So heißt die Stadt übrigens erst seit der Unabhängigkeit Estlands von Russland, bis 1918 wurde sie Reval genannt.

Wussten Sie, dass Tallinn Hansestadt ist? Im 13. Jh. lud der Schwertbrüderorden deutsche Kaufleute nach Reval ein, um hier einen Handelsplatz aufzubauen. Bereits wenige Jahre später war Reval mit der Hanse verbunden und nutzte die Privilegien des Handels- und Städtebunds. „Mauer des Misstrauens“ hieß die Grenze zwischen den Welten, die Sie noch heute sehen können: Auf dem Hügel verschanzten sich die deutsche Oberschicht und der Bischof vor dem Volk unten – und die reichen Kaufleute unten vor dem armen Klerus oben. Zur Sicherheit verschloss man oben am Abend die Wege, die Ober- und Unterstadt miteinander verbinden.

© mauritius images/age fotostock: J. Nilson

Strandidyll in Käsmu, dem Bilderbuchdorf im Laheemaa-Nationalpark

Der mittelalterliche Kern ist Unesco-Welterbe

Heute residieren auf dem Domberg im Schatten der pittoresken russisch-orthodoxen Alexander-Newski-Kathedrale und des pinkfarbenen Barockschlosses Tompeea, in dem das Parlament tagt, diverse Botschafter. Zwei Aussichtsterrassen bieten Ihnen wunderschöne Blicke auf die spitzen Kirchtürme, roten Ziegeldächer und verschlungenen Gassen der Unterstadt, auf verstreute Hochhäuser dahinter und schließlich das tiefblaue Meer und den Hafen, wo die Fähren aus Helsinki und im Sommer fast jeden Tag Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Seinen ganz besonderen Charme bezieht Tallinn aus dem Nebeneinander von Historie und Moderne, von gemütlicher Ruhe und Weltläufigkeit, von russischen Einflüssen und skandinavischem Flair. Letzteres ist den estnischen Tallinnern lieb und teuer. Denn nur 53 Prozent der Hauptstadtbewohner sind Esten; die restliche Bevölkerung besteht zu 44 Prozent aus russischen Muttersprachlern (von denen immer mehr die estnische Staatsbürgerschaft besitzen) und zu knapp 3 Prozent aus Angehörigen anderer Nationen. Dies ist eine Folge der Politik der Sowjetunion, Estland großzügig mit eigenen Bürgern zu besiedeln, um das System zu festigen.

Nicht unbedingt mit Erfolg, denn die Beziehung zwischen Besetzten und Besatzern blieb kompliziert. Nach der Unabhängigkeit machte vor allem die Erschöpfung, die viele im Land gebliebene Russen beim bloßen Gedanken ans Erlernen der estnischen Sprache verspürten, das Miteinander bisweilen holperig. Mittlerweile kommen beide Gruppen aber ganz gut miteinander aus.

Schon die fünf bis zehn Sorten eingelegten Herings, die zu einem üppigen Frühstück gehören, beweisen: Estland sieht sich als nordisches Land, nicht als osteuropäisches. Die innere Ausrichtung nach Norden hat auch geografische Gründe. Gerade mal 80 km trennen Tallinn von Helsinki, die finnischen Nachbarn stellen die größte Besuchergruppe. Zudem gehört die komplizierte estnische Sprache nicht zur indogermanischen, sondern zur finnougrischen Sprachfamilie. Was bedeutet, dass Esten und Finnen sich gut miteinander verständigen können – auch in der Sauna. Die ist in beiden Ländern Kulturgut.

Die Hafenstadt hat sich jetzt endlich zum Meer geöffnet

Einkaufen gehört zu den schönsten Nebensächlichkeiten der Hauptstadtbewohner. Das war schon immer so. Über Jahrhunderte war Tallinn ein Handelsplatz an der Schnittstelle von Ost und West. Eine Stadt des Handels ist sie bis heute geblieben. Neben internationalen Ketten blüht immer noch der echte, eigenständige Einzelhandel. In der Altstadt drängen sich neben verwinkelten Ladenlokalen auch Kunstgalerien und Fachgeschäfte für Kristallgläser, Kronleuchter oder Quilts. Freuen Sie sich aufs Shopping, vor allem auf Kunsthandwerk und Schönes fürs Zuhause.

Und aufs Ausgehen. Gemütliche Cafés finden Sie an jeder Ecke, und für den Abend gibt es reichlich Bars und Clubs. Tallinns Nachtleben ist ebenso wie die bunte Restaurantszene einer Hauptstadt würdig. Als Hafenstadt und wichtiger Stützpunkt für Moskau war sie immer weltoffener als andere Regionen hinter dem Eisernen Vorhang. Die Aufgeschlossenheit und Weltoffenheit der Tallinner spiegelt sich auch in ihrer Restaurantszene. Kaum eine Landesküche ist hier nicht vertreten, gewagte Crossover-Cuisine ebenso wie russische Kochkunst.

2011 war die estnische Kapitale europäische Kulturhauptstadt