Marcos Mission - Weihnachten überstehen - Rose Care - E-Book
Beschreibung

Nachdem Monika und Marco im Buch Gnadenlos viele Hindernisse überstehen mussten, um zueinander zu finden, wurde ihre Liebe durch die freudige Erwartung ihres ersten gemeinsamen Kindes gekrönt.Einige Monate nach der Geburt des kleinen Marco Junior steht jedoch eine neue Herausforderung vor der Tür: Weihnachten.Die Vorweihnachtszeit wird zur Zerreißprobe für die junge Familie, da Marcos Vergangenheit ihn noch immer verfolgt.Kann das Fest gerettet werden?

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Seitenzahl:31

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Rose Care

Marcos Mission - Weihnachten überstehen

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Inhalt

Inhalt

 

Nachdem Monika und Marco im Buch Gnadenlos viele Hindernisse überstehen mussten, um zueinander zu finden, wurde ihre Liebe durch die freudige Erwartung ihres ersten gemeinsamen Kindes gekrönt.

Einige Monate nach der Geburt des kleinen Marco Junior steht jedoch eine neue Herausforderung vor der Tür: Weihnachten.

Die Vorweihnachtszeit wird zur Zerreißprobe für die junge Familie, da Marcos Vergangenheit ihn noch immer verfolgt.

Kann das Fest gerettet werden?

 

Jubel, Trubel, Traurigkeit

Jubel, Trubel, Traurigkeit

 

Den Kopf gesenkt, lief Marco durch die Straßen. Um diese Jahreszeit wurde es ziemlich schnell dunkel, obwohl es erst früher Nachmittag war. Es hatte erneut zu schneien angefangen und der eisige Wind pfiff ihm unangenehm um die Ohren.

Wie sehr er diese verdammte Kälte hasste! Würde er jemals das beklemmende Gefühl, das mit den eisigen Temperaturen einherging und das er mit seiner Kindheit assoziierte, abschütteln können?

Er beschleunigte seine Schritte, zog dabei schützend seinen Jackenkragen hoch.

In Gedanken war er bei seiner Mission: Weihachsgeschenke besorgen. Er wusste, dass die Zeit knapp wurde, machte sich jedoch keine Sorgen, denn er hatte schon alles geplant.

Für Monika hatte er beim Juwelier eine Goldkette in Auftrag gegeben. An dieser sollte ein Medaillon in Herzform hängen, in dessen Hälften er ein Foto von Junior und eines von sich selbst einfügen würde.

Sein Sohn freute sich sicherlich über den riesengroßen Teddy, den er in einem Spielzeuggeschäft gesehen hatte.

Selbst für ihre Freunde Mike und Lisa und deren Kinder hatte er sich etwas ausgedacht: Eintrittskarten für das Disneyland-Ressort Paris für die gesamte Familie.

Dieser Teil war es nicht, der ihm Sorgen bereitete. Mit Planung kannte er sich aus. Rational denken, organisieren und ausführen, das alles war ihm nicht fremd. Der emotionale Aspekt jedoch bereitete ihm Sorgen.

Er wusste rein gar nichts über Weihnachtsfeste!

Seine einzigen Erfahrungen beschränkten sich auf die sentimental-kitschigen amerikanischen Filme. Lauter glückliche Menschen, die um einen gedeckten Tisch saßen und sich die Bäuche mit Essen vollschlugen. Gekrönt wurde das Ganze mit einem großen, geschmückten Tannenbaum im Hintergrund.

Als kleiner Junge hatte er vor dem Fernseher gesessen und sich so sehr gewünscht, auch zu diesen Familien zu gehören. Gleichzeitig hatte er es gehasst, schon wieder anders zu sein …

Meistens saß er Heiligabend alleine in seinem Zimmer und träumte von einem anderen Leben. Einem Leben, in dem es einen fürsorglichen Vater, eine gütige Mutter und ein glückliches Kind gab. In dem er aufgeregt seine vielen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum auspackte.

Doch es gab nie Geschenke. Leider hatte er auch keinen liebenden Vater, sondern nur eine stets betrunkene Mutter. Eine Mutter, die ihn oft alleine ließ, um sich von irgendwelchen Kerlen ein wenig Geld für Sex zustecken zu lassen.

Am schlimmsten war stets der erste Schultag nach den Ferien. Seine Mitschüler berichteten mit glänzenden Augen von den Spielsachen, die sie bekommen hatten.

Die vielen fröhlichen Kindergesichter um ihn herum verfolgten ihn bis heute. Oftmals log er, wenn jemand sich nach seinem Weihnachtsfest erkundigte, und erfand irgendwelche Geschichten. Geschichten, die die Handlung von Filmen widerspiegelten. Oder er ging einfach nicht in die Schule, um dem Ganzen zu entkommen.

Entkommen wäre er heute auch gerne dem Trubel des Weihnachtsmarktes, der direkt vor ihm lag. Lauter dichtgedrängte Menschen, die an ihrem Glühwein nippten, fröhlich lachten oder gebrannte Mandeln aßen. Der penetrante Duft nach Zimt und Lebkuchen ließ seinen Magen zusammenkrampfen.

Ohne es zu wollen, wanderten seine Gedanken zu dem einen Mal, als ihm die nette Nachbarsfrau aus dem zweiten Stock einen ‚Bunten Teller’ geschenkt hatte.