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Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Geschlechterstudien / Gender Studies, Note: 1, Universität Wien (Fakultätszentrum für transdisziplinäre historisch-kulturwissenschaftliche Studien), Veranstaltung: Methodenworkshop - Lesen, Schreiben, Wissen. Zur Epistemologie historiographischer Arbeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Virginia Woolfs berühmter Essay "Ein Zimmer für sich allein" bildet den Ausgangspunkt dieser Arbeit, die die enge Verflechtung von Materialität, Macht und Marginalisierung in literarischen und epistemischen Prozessen untersucht. Im Zentrum steht die Frage, wie ökonomische und räumliche Voraussetzungen – symbolisiert durch das "eigene Zimmer" und "500 Pfund im Jahr" – nicht nur individuelle Schreibprozesse, sondern auch gesellschaftliche Wissensproduktion prägen. Unter Rückgriff auf Almuth Grésillons Konzept der Schreibprozesse, Sandra Hardings Standpunkttheorie sowie Nikolaus Pethes’ Analyse von Leseszenen wird gezeigt, wie materielle Bedingungen, institutionelle Machtstrukturen und soziale Ausschlüsse die Sichtbarkeit von Autor:innen und deren Werken bestimmen. Dabei wird deutlich, dass Marginalisierung nicht nur historische Autorinnen wie Woolf betraf, sondern bis heute epistemische Ordnungen strukturiert. Die Arbeit bietet eine interdisziplinäre Perspektive zwischen Literaturwissenschaft, Epistemologie und feministischer Theorie und macht sichtbar, wie eng Fragen nach Ressourcen, Macht und gesellschaftlicher Teilhabe mit der Produktion und Rezeption von Wissen verbunden sind.
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Veröffentlichungsjahr: 2025
