Mein Herz gehört Allah - Mareike Kleber - E-Book

Mein Herz gehört Allah E-Book

Mareike Kleber

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Beschreibung

Dieses Buch ist eine gesellschaftskritische Inspiration. Es motiviert, informiert und klärt auf. Es ist insbesondere für Menschen geschrieben, die Interesse an der Religion des Islam haben und für Muslime. Es ist aber auch für Menschen geschrieben, die Lust auf kontroverse Diskussionen haben.

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Seitenzahl: 77

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhalt

Vorwort

Kapitel Die unterdrückte Frau

In der Mitte ihres Hauses…

Das Kopftuch

Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen

Die Mehrehe

Kapitel Aus dem Leben

Meine Kinder

Bilder

Schalia Jainer

Die fünf Säulen

Allahs Barmherzigkeit

Die Süße des Imans

Nützliches Wissen – das Gebet

Das Praktizieren der Religion

Die Vorzüge von Ayat al Kursi

Die drei Schutzsuren

Nachwort

VORWORT

Meine lieben Leserinnen und Leser, ich freue mich, dass ihr euch für dieses Buch entschieden habt. Ich schreibe das Buch, weil ich die Wahrheit teilen will. Es ist mir nicht erlaubt, die Wahrheit für mich zu behalten, denn der Islam ist für alle Menschen. Die Wahrheit ist für alle Menschen, die danach suchen. Ich hoffe, dass ihr fündig werdet.

Mein Buch handelt in seinem Kern von der wunderbaren Religion des Islams, es sind unter anderem autobiografische Erfahrungen und Gedanken bezugnehmend auf die Religion.

Ich möchte allen das wahre, schöne Gesicht des Islam zeigen und mit allen Missverständnissen, die im Laufe der Zeit entstanden sind, aufräumen.

Und an meine lieben muslimischen Geschwister so hoffe ich, dass euch das Buch gut unterhält, euren Iman stärkt und unsere Herzen miteinander verbindet. Ich habe im zweiten Teil des Buches einige Anleitungen zum Praktizieren der Religion hinzugefügt. Ich hoffe, dass es nützlich ist.

Heutzutage wird der Islam als Gefährdung, vor allem hier in Deutschland dargestellt. Eine wissenschaftliche Studie belegt, dass jeder zweite Deutsche islamfeindlichen Aussagen zustimmt. Oftmals wird in Filmen der muslimische Glaube mit Terrorismus in Verbindung gebracht. Es gibt unzählige Reportagen darüber wie Prediger als radikal dargestellt werden, weil sie die Religion praktizieren und dazu aufrufen.

Ich bin eine deutsche Muslima, die vor sieben Jahren zum Islam konvertiert ist. Ich kenne das Leben ohne und ich kenne das Leben mit dem Islam. Und ich kann euch allen nur sagen: Lest den Qur‘an, beschäftigt euch mit dieser Religion. Es gibt keine Verzweiflung im Islam, es gibt immer einen Weg. Allah bringt euch aus den Finsternissen hinaus ins Licht. Es gibt auf alles eine Antwort und es gibt „richtig“ und „falsch“. Es gibt einen Grund, weshalb wir auf dieser Erde sind. Es gibt die Vergebung Allahs. „Wahrlich in Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe“1 und vor allem: es gibt ein Leben nach dem Tod.

Als Grundalge möchte ich kurz darauf eingehen, was ein Muslim ist:

Ein Muslim ist wörtlich übersetzt ein „sich Gott ergebener“. Der Muslim ist ein Anhänger des Islam, der Religion, die durch den Propheten Mohammed (Frieden und Segen seien auf ihm) gegründet wurde. Muslime glauben ebenso an die Propheten, die vor Mohammed (Frieden und Segen seien auf ihm) gelebt haben und welche aus den anderen Religionen bekannt sind: Issa (Jesus), Musa (Moses), Nuh (Noha) uvm. Allerdings vergaßen die Menschen mit der Zeit die Botschaft Gottes, denn so sind die Menschen, wenn sie nicht immer wieder erinnert werden. Muslime glauben an Teile aus der Bibel, sie glauben aber auch, dass die Bibel mit der Zeit verfälscht wurde, und dass mit der Herabsendung des Qur’an alles Wesentliche enthalten ist, was der Mensch braucht.

„Heute habe ich euch eure Religion vervollkommnet und meine Gunst an euch vollendet, und ich bin mit dem Islam für euch als Religion zufrieden.“2

Muslime glauben, dass der Qur’an das Wort Gottes ist. Der Qur’an wurde seit seiner Herabsendung nicht verändert, denn er ist die letzte Botschaft Gottes an die Menschen und durch Allah geschützt. Es gehört zu der Sunnah3‚ den Qur‘an auswendig zu lernen, weshalb mehrere Millionen Muslime das auch können.

Eine gute Freundin von mir fasste es mal so zusammen:

Der Qur’an ist also sozusagen die neueste Auflage der heiligen Schriften. – Ja genau.

Ich möchte euch in diesem Buch daran teilhaben lassen und die Themen, die mich beschäftigen, und die auch in der Gesellschaft kontrovers diskutiert werden, aufgreifen. Und zwar nicht ausschließlich in Form von Debatten, sondern anhand von praktischen Beispielen aus meinem Leben. Gedanken, Gefühle und Erfahrungen, die durch das Praktizieren der Religion entstanden sind. Themen wie „Die Rolle der Frau“ mit allem was dazu gehört (Hijab, Beziehung zu ihrem Ehemann, Rolle in der Familie, Rolle in der Gesellschaft…), das Feiern von Weihnachten, Kindererziehung, das Gebet, Schule und Kindergarten in Deutschland. Das mag jetzt alles vielleicht ein wenig durcheinander klingen, aber wie das alles miteinander zusammenhängt, werdet ihr feststellen, wenn ihr das Buch lest.

Die meisten denken, dass die Religion des Islams so viele Regeln und Verbote hat. Ein Sheikh sagte einmal, dass das so gar nicht ist. Das sind die Regeln von Allah, der uns erschaffen hat, weil er weiß, was uns schadet und was uns guttut. Auf dieser Welt ist einem Muslim grundsätzlich erst einmal alles erlaubt, es sei denn, es gibt einen Beweis dafür, aus Qur’an und Sunnah, dass es verboten ist. Das Schwierige sind meiner Meinung nach die Regeln, die von den Menschen kommen und die, wie wir sehen, immer absurder werden.

Ich habe keinen wissenschaftlichen Anspruch. Ich habe das meiste über meine Religion von der deutschsprachigen muslimischen Gemeinschaft gelernt und danke Ihnen so sehr für Ihre Unterrichte und Vorträge.

Mein Anspruch ist eher ein grober, nicht zu sehr ins detailgehende, aber dafür mit schönen Worten umschreibende, was die Religion bedeutet und warum sie der Wahrheit entspricht. Auch, weil ich einfach gern schreibe.

Ich hoffe es gefällt euch und ich bin immer offen für Kommentare, Ideen, Gedanken und so weiter.

1 Die Übersetzung der Bedeutung des edlen Qur’ans Sure 13 Vers 28

2 Die Übersetzung der Bedeutung des edlen Qur’ans Sure 5 Vers 3

3 Lebensweise des Propheten, damit verbundene freiwillige Taten

KAPITEL DIE UNTERDRÜCKTE FRAU

Es ist wohl eines der umstrittensten Themen, gerade in Zeiten der Gleichberechtigung, des Feminismus, die Rolle der Frau so zu verstehen, dass sie ihr ganz eigenes Wesen ist. Dass sie kein Mann ist, dass für sie teilweise andere Regeln gelten. Ich bin selbst eine Frau und ich bin für eine Überlieferung so dankbar, weil ich sie allein vom Gefühl her zu 100 % liebe und verstehen kann. Im folgenden Kapitel werde ich darauf eingehen.

In der Mitte ihres Hauses…

… ist die Frau Allah am nächsten

Ich weiß, dass viele sich dagegen wehren wollen, indem sie sagen: Gehören wir hinter den Herd? Wir sollen eingesperrt werden, damit wir uns von dem Mann abhängig machen? Viele Frauen heutzutage lieben das Gefühl von Freiheit. Aber sind sie wirklich frei? Oder entsprechen sie nur einer gesellschaftlichen Norm, in der sie sich nicht wirklich wohlfühlen, sich aber auch nicht trauen, das zu sagen?

Erinnert ihr euch damals an die von der Presse verpönte Herdpremie? Es war eine von der Regierung festgesetzte Premie, die Frauen erhalten sollten, wenn sie Ihre Erziehungszeit, ihre Elternzeit verlängerten und ihr Kind nicht gleich mit einem Jahr in den Kindergarten geben wollten. Das war damals eine politische Maßnahme, als Angela Merkel noch an der Macht war. Ich weiß nicht genau, wie lange das her ist. Ich denke, es wurde sich so sehr darüber lustig gemacht, weil der Betrag so niedrig war. Aber Gegenstand der Verhöhnung war eben auch, dass die „klassische Rolle der Frau“ dadurch gefördert werden sollte. Ob das die politische Motivation war, kann ich nicht mit Klarheit sagen, aber es sah auf jeden Fall so aus.

Ich will gar nicht zu sehr in die gesellschaftliche Diskussion einsteigen, sondern euch viel lieber von meiner Oma erzählen.

Meine Oma hat nur sechs Jahre lang die Schule besucht, weil dann der zweite Weltkrieg ausbrach. Sie wurde Ende des Krieges aus Ihrer Heimat Pommern vertrieben und lebte dann mit ihrem Vater, ihrer Mutter und später auch Ihrem Mann in einem Haus in Berlin Spandau, das ihr Vater selbst gebaut hatte.

Meine Oma, sie war für mich das, was man beständig nennen konnte. Sie war nicht launisch oder laut. Sie war immer da. Sie hatte einen geregelten Tagesablauf. Sie lebte am Ende mit ihrer Mutter und ihrem Mann in dem Haus, das ihr Vater gebaut hatte. Sie zog zwei Kinder groß und sie machte Essen, räumte auf, nähte kaputte Kleidung und hatte immer ein offenes Ohr. Sie ist für mich das Beispiel für die Frau in der Mitte ihres Hauses. Und sie machte sich gut. Sie hatte ein schönes Haus. Sie war keine Muslima aber sie glaubte an Gott- Und sie betete immer vor dem Schlafen gehen. Sie pflegte ihre Mutter, die an Demenz, und ihren Mann, der an Krebs erkrankt war und Allah nahm sie beide am selben Tag zu sich.

Meine Oma war nie launisch oder laut. Sie war geduldig.

Sie lebte danach weiterhin allein in diesem Haus, mit ihrem geregelten Tagesablauf und war immer für mich da, wenn ich sie brauchte.

Manche machten sich über sie lustig, weil sie in ihrem ganzen Leben nur elf Jahre gearbeitet hatte. Meine Oma stand voll zu sich. Sie verteidigte immer das „klassische Rollenbild“.

Ich weiß nicht, ob sie damals mit dem Islam etwas zu tun hatte oder davon gehört hatte. Ich war, als sie damals gestorben ist, selbst noch keine Muslima, aber auch Christin, so wie meine Oma.