Meine Freundin, die Untermieterin - Svenja Fuchs - E-Book

Meine Freundin, die Untermieterin E-Book

Fuchs Svenja

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Beschreibung

Meine Freundin wohnte für ein paar Tage bei mir. Eigentlich waren wir wie Hund und Katz und trotzdem zeigte sie mir, dass mein Leben recht langweilig war.

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Seitenzahl: 21

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Meine Freundin, die Untermieterin

Meine Freundin, die UntermieterinImpressum

Meine Freundin, die Untermieterin

„Jetzt komm, lass mich doch ein paar Tage bei dir wohnen!“, flehte mich meine Freundin am Telefon an und machte mir einen wirklich verzweifelten Eindruck. Sie wurde gerade von ihrem Freund verlassen und stand quasi auf der Straße. Das Verhältnis was ich zu ihr pflegte war eines wie bei Hund und Katz und genau aus diesem Grund fiel es mir nicht besonders leicht ihrer Bitte nachzukommen. Wir hatten einfach eine verschiedene Auffassung vom Leben. Sie war immer die Chaotische, ich die Brave die alles korrekt erledigt haben wollte. Für mich kam es auch nie in Frage fremdzugehen. Genau deshalb wurde sie von ihrem Freund aus der Wohnung geschmissen.

„Man, den hättest du mal sehen sollen! Selbst du hättest da all deine Prinzipien über Bord geworfen!“, meinte sie, als ich sie auf ihren Fehltritt ansprach.

„Glaub ich nicht. Vor allem hätte ich es ganz bestimmt nicht im gemeinsamen Bett gemacht!“

„Ging nicht anders! Wir waren so geil aufeinander und konnten so schnell keinen anderen Platz finden!“, verteidigte sie sich und fand das immer noch nicht besonders tragisch. Wie gesagt, sie war achtzehn und hatte eine völlig andere Auffassung vom Leben als ich. Mir wäre es im Traum nicht eingefallen, meinen Freund in der gemeinsamen Wohnung zu betrügen, was ich hier natürlich sofort aufs Brot schmierte.

„Könntest du ja auch gar nicht! Wann hattest du denn den Letzten? So wie du dich gibst, besteigt dich doch eh keiner!“

„Was soll das denn bitteschön heißen? Ich hatte schon genug Männer, und die haben mich alle geliebt!“

„Mag sein, aber nur bis zu dem Zeitpunkt, wo du dein wahres Gesicht gezeigt hast!“

„Welches wahres Gesicht?“

„Ach vergiss es!“

„Ne, sag!“

Aus Angst ich könnte ihre Bitte verneinen schwieg sie eisern und gab mir auf meine Frage keine Antwort. Im Gegenteil, sie ruderte sogar etwas zurück und bat mich nochmal ganz freundlich, ob ich ihr nicht für ein paar Tage Obdach gewähren würde. Ich überlegte lange, sehr lange sogar, knickte dann aber doch ein. Irgendwie schaffte ich es nicht, sie auf der Straße schlafen zu lassen, obwohl ich darauf echt Lust hatte.

„OK, aber nur bis zum Wochenende. Bis dahin suchst du dir etwas anderes!“, gab ich schließlich auf und hörte einen lauten Schrei vom anderen Ende der Leitung.