Metamorphose am Rande des Himmels - Mathias Malzieu - E-Book

Metamorphose am Rande des Himmels E-Book

Mathias Malzieu

4,6
7,99 €

oder
Beschreibung

Verträumt, poetisch, einzigartig

Ich heiße Tom »Häma-Tom« Cloudman. Man sagt, ich sei der schlechteste Stuntman aller Zeiten. Ganz falsch ist das nicht. Ich bin außergewöhnlich ungeschickt und laufe ständig überall gegen. Ich beneide die Vögel um ihre Freiheit, vielleicht schaue ich zu oft zu ihnen hoch. Schon auf dem Schulhof zog ich Rollschuhe an, um fliegen zu üben. Ich raste auf einem alten Skateboard das Schuldach hinunter und wedelte dabei heftig mit Pappflügeln. Aber ich flog nicht hoch, sondern immer nur auf die Nase. Nachts klettere ich eine Leiter hoch, öffne eine knarrende Falltür und bin auf dem Dach. Ich traue meinen Augen kaum. Eine gigantische Voliere! Ein Federnpalast! Alle erdenklichen Rottöne entflammen die Nacht. Eine Frauengestalt sitzt auf einer Schaukel: Ein hautenger Federanzug schmiegt sich an ihren Körper. Ich verspüre den unwiderstehlichen Drang, sie zu berühren. Die Vogelfrau streckt die Arme seitlich aus, geht in die Knie, drückt das Kreuz durch und stößt sich vom Boden ab. Sie schlägt elegant mit den Flügeln. Die Vogelfrau kreist einmal über mir, dann kommt sie wieder zu mir herabgeschwebt: »Möchten Sie fliegen lernen, Tom Cloudman?«

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Seitenzahl: 134

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Die Originalausgabe erschien 2011 unter dem Titel Métamorphose en bord de Ciel bei Flammarion, Paris.

1. Auflage

Copyright © 2011 bei Flammarion

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe 2013

bei carl’s books, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Umschlaggestaltung: semper smile, München, unter Verwendung einer Illustration von © Benjamin Lacombe

Satz: Uhl + Massopust, Aalen

ISBN 978-3-641-10497-9www.carlsbooks.de

Für dich, Endorphina, die du mir hilfst,mich in mich selbst zu verwandeln.

Vögel werden im Himmel beerdigt. Noch die eleganteste Wolke ist voll von ihren starren kleinen Leichen.

Es heißt, einer von 10180 Regentropfen sei die Träne eines toten Vogels und eine von 16474 Schneeflocken das Gespenst eines Vogels, der sich vom himmlischen Mutterkuchen gelöst hat.

ch heiße Tom »Häma-Tom« Cloudman. Man sagt, ich sei der schlechteste Stuntman aller Zeiten. Ganz falsch ist das nicht. Ich bin außergewöhnlich ungeschickt und laufe ständig überall gegen. Ich beneide die Vögel um ihre Freiheit, vielleicht schaue ich zu oft zu ihnen hoch. Schon damals auf dem Schulhof zog ich Rollschuhe an, um fliegen zu üben und den unerreichbaren Miniaturfrauen einen Kuss zu entlocken. Aber ich flog nicht hoch, sondern immer nur auf die Nase. Allerdings überkam mich beim kleinsten Anzeichen, dass sich ein Publikum für meine Darbietung interessierte, ein ebenso albernes wie grandioses Gefühl der Unbesiegbarkeit. Ich wurde regelrecht süchtig danach: Ich raste auf einem alten Skateboard das Schuldach hinunter und wedelte dabei mit Pappflügeln. Ich versuchte, mit dem Fahrrad abzuheben, und garnierte eine Windschutzscheibe mit meinen ausgeschlagenen Zähnen. So ging es immer weiter. Je öfter ich fiel, desto beliebter wurde ich. Die anderen Kinder dachten sich immer neue Herausforderungen aus, um mich fallen zu sehen. Sie lachten über mich. Irgendwann dämmerte mir, dass ich die Mischung aus Lampenfieber und Adrenalin, die das Showbusiness ausmacht, liebte. Wenn ich nach einem Sturz die Augen aufschlug, war ich manchmal von bunten Lackschuhen umringt und Mäusestimmen hauchten: »Zugabe«. Das fand ich unwiderstehlich. Aber das Fallen war nie Selbstzweck. Meine Leidenschaft gilt seit jeher jenem kurzen, unfassbaren Moment davor: dem Moment, in dem ich abhebe.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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