Minnemartyrium oder Rollenspiel? - Katja Erben - E-Book

Minnemartyrium oder Rollenspiel? E-Book

Katja Erben

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 2,0, Freie Universität Berlin (Fachbereich für Ältere Deutsche Literatur ), Veranstaltung: „Ulrich von Liechtenstein: Frauendienst“, Sprache: Deutsch, Abstract: Ulrichs von Liechtenstein pseudobiographischer Roman ‚Frauendienst’, der zeitlich um 1255 einzuordnen ist, ist der erste Ich-Roman in (mittelhoch)deutscher Sprache und erzählt von zwei Minnediensten, die die literarische Figur Ulrich erlebt. Meine Arbeit beschäftigt sich mit einem wesentlichen Aspekt des ersten Dienstes, mit den Körperverstümmelungen, die Ulrich als Beweis seiner unbegrenzten Dienstbarkeit gegenüber seiner erwählten Minnedame über sich ergehen lässt. Diese Körpermanipulationen fügen sich innerhalb des ‚Frauendienstes’ in ein Minne- und Kommunikationskonzept ein, das sich aus drei miteinander verbundenen mittelalterlichen Gesellschaftskonstrukten zusammensetzt. Bei dieser Dreiteilung folge ich Sandra Linden , die zwischen Botenkommunikation, also der indirekten Auseinandersetzung zwischen Minnedame und Minneritter mittels eines Boten und der Wort- und Tat-Kommunikation, das heißt der Verbindung von körperlicher und geistiger (schriftlicher) Kommunikation im Minnedienst, unterscheidet. Als dritte Kategorie kommt der gesellschaftliche Aspekt des Minnens hinzu, der den Minnedienst als höfisches Spiel innerhalb (fester) Rollenmuster begreift. Es wird zu untersuchen sein, inwieweit Ulrichs Verstümmelungen symptomatisch für die (fehlgeschlagene) Kommunikation zwischen ihm und seiner Dame sind. Im Hauptteil meiner Arbeit werde ich dementsprechend auf die Kommunikationsformen und auf das „Ausdrucksdilemma“ eingehen und das Minnemartyrium Ulrichs beschreiben (unter II A), während unter B die Rollenhaftigkeit des ‚Minnespiels’ im Zentrum steht, in der die Fiktionalität des Dienstes hervorgehoben wird. Innerhalb dieser Analyse werde ich versuchen die Nähe zum Text aufrechtzuerhalten und interpretiere daher punktiert die Szene der Mundoperation und des Fingerverlustes, wie es dazu kommt und wohin es führt. In meinem Fazit werde ich letztlich versuchen die im Titel der Arbeit gestellte Frage ‚Minnemartyrium oder Rollenspiel?’ zu beantworten.

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Veröffentlichungsjahr: 2008

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