36,99 €
Masterarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Sozialwissenschaften allgemein, Note: Sehr Gut, Donau-Universität Krems - Universität für Weiterbildung (Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Nutzung des Internets und von Social-Software durch Studierende der Pädagogischen Hochschule Steiermark während ihres Erasmus-Auslandsaufenthaltes. In der qualitativen Untersuchung, in welcher das Nutzerverhalten von sechs Erasmus-Outgoings der Pädagogische Hochschule Steiermark des Studienjahres 2009/2010 im Stil der „Grounded Theory“ ausgewertet wurde, konnte für die Nutzung ein theoretisches Vier-Phasen-Modell entwickelt werden: In der Phase 0 (prämobile Phase) wird das Internet zur Informationsbeschaffung und Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt genutzt. Die Pflege der sozialen Beziehungen in das Heimatland steht im Zentrum der Phase 1 (oder mobile Phase 1). In der zweiten Phase (mobile Phase 2) widmen sich die Outgoings dem Aufbau von sozialen Beziehungen im Gastland und dem Beitritt zur lokalen Erasmus-Community (Peergroup). Die postmobile Phase (Phase 3) wird zum Ausbau und zur Pflege der sozialen Beziehungen zur Erasmus-Community nach der Mobilität genützt, sie kann auch zum Abbruch der Kontakte zur Erasmus-Community führen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2011
Impressum:
Copyright (c) 2013 GRIN Verlag GmbH, alle Inhalte urheberrechtlich geschützt. Kopieren und verbreiten nur mit Genehmigung des Verlags.
Bei GRIN macht sich Ihr Wissen bezahlt! Wir veröffentlichen kostenlos Ihre Haus-, Bachelor- und Masterarbeiten.
Jetzt beiwww.grin.com
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Vorwort
1 Einleitung
2 Das Bildungsprogramm Lebenslanges Lernen (LLP)
2.1 Die Einzelprogramme des Bildungsprogrammes „Lebenslanges Lernen“
2.2 Erasmus an der Pädagogischen Hochschule Steiermark
2.3 Online-Aktivitäten der Pädagogischen Hochschule Steiermark für Erasmus-Studierende
3 Social-Software
4 Sozialkapital
4.1 Formen des Sozialkapitals
4.2 Social-Software und Sozialkapital
5 Die qualitative Untersuchung
5.1 Grounded Theory
5.2 Theoretical Sampling
5.3 Erhebungsverfahren, Interviews
5.3.1 Problemzentriertes Interview
5.3.2 Datenerhebung aus Sicht der Grounded Theory
5.4 Durchführung der Datenerhebung
5.4.1 Interviewleitfaden
5.4.2 Interviewverlauf
5.4.3 Transkribieren
5.5 Kodieren
5.5.1 Offenes Kodieren
5.5.2 Ergebnisse des offenen Kodierens
5.5.3 Phasenmodell
5.5.4 Axiales Kodieren
5.5.5 Ergebnisse des axialen Kodierens der Phase 0
5.5.6 Ergebnisse des axialen Kodierens der Phase 1
5.5.7 Ergebnisse des axialen Kodierens der Phase 2
5.5.8 Ergebnisse des axialen Kodierens der Phase 3
5.5.9 Selektives Kodieren
5.5.10 Ergebnisse des selektiven Kodierens
6 Zusammenfassung
7 Literaturverzeichnis
8 Anhang
8.1 Text für die Kontaktaufnahme und Fixierung eines Interviews mittels Facebook
8.2 Ursprünglicher Interviewleitfaden
8.3 Veränderter Interviewleitfaden
Abbildung 1: Ansicht eines E-Portfolios in Mahara
Abbildung 2: Ablauf eines problemzentrierte Interviews (vgl. Mayring 2002)
Abbildung 3: Anzahl der genannten Internetdienste und Social-Software-Applikationen in den Transkripten
Abbildung 4: Kodierparadigma für sozialwissenschaftliche Fragestellungen (Legewie 2004, S. 17)
Abbildung 5: Ergebnisse des axialen Kodierens der Phase 0
Abbildung 6: Ergebnisse des axialen Kodierens der Phase 1
Abbildung 7: Ergebnisse des axialen Kodierens der Phase 2
Abbildung 8: Ergebnisse des axialen Kodierens der Phase 3
Abbildung 9: Phase 0 oder prämobile Phase
Abbildung 10: Phase 1 oder mobile Phase 1
Abbildung 11: Phase 2 oder mobile Phase 2
Abbildung 12: Phase 3 oder postmobile Phase
Tabelle 1: Begriffsbestimmung „qualitativ orientierte Interviewformen“ (Mayring 2002, S. 66)
Tabelle 2: Wortnennungen von Internetdiensten und Sozial-Software-Applikationen
Tabelle 3: Anzahl der genannten Internetdienste und Social-Software-Applikationen in den Transkripten
Liebe Leserin, liebe Leser! Die Erasmusmobilität als Teil des Bildungsprogrammes Lebenslanges Lernen (Lifelong-Learning-Programme – LLP) der Europäischen Union (EU) ist das Erfolgsmodell unter den Bildungsprogrammen der EU. Im akademischen Jahr 2008/2009 studierten fast 200.000 Studentinnen und Studenten in einem der 31 am Erasmus-Programm beteiligten Länder (EU-Mitgliedstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen und Türkei). Bezogen auf den Anteil der Gesamtzahl der Studierenden ist Österreich, nach Luxemburg und Liechtenstein, eines der erfolgreichsten Länder bei den Erasmus-Outgoings-Zahlen.
Neben all diesen Jubelmeldungen darf aber nicht vergessen werden, welchen großen Mehraufwand die Studierenden auf sich nehmen müssen, um an diesem Programm teilnehmen zu können. Es muss eine neue Sprache gelernt werden, Lehrveranstaltungen müssen in Fremdsprachen besucht, Prüfungen in Fremdsprachen absolviert werden. Für die Zeit der Mobilität muss eine Wohngelegenheit im Gastland gesucht und unter Umständen für die Wohnung zuhause ein Mieter gefunden werden. Neue Freundschaften müssen erst aufgebaut, die alten in der Heimat gepflegt werden. Man ist weit weg von seiner Familie, die sich meist finanziell am Unternehmen Erasmus beteiligen muss, da das Stipendium nicht ausreicht. Und es müssen unzählige Formulare ausgefüllt werden.
Trotzdem bewertet der Großteil der ehemaligen Erasmus-Studierenden seinen Aufenthalt als sehr positiv. Im Bericht eines ehemaligen Outgoings findet man Folgendes: „Es ist eine Bereicherung in akademischer, kultureller und sozialer Hinsicht, die man nur schwer in Worte fassen kann.“
Als Mitarbeiter des International-Office der Pädagogischen Hochschule Steiermark bin ich ein Teil der großen „Erasmus Familie“. Als Teil dieser Familie war es für mich selbstverständlich, dass meine Master-Thesis diesen Bereich thematisiert. Als Verantwortlicher für die virtuelle Begleitung unserer Erasmus-Outgoings vor, während und nach der Mobilität widme ich mich der Erforschung des virtuellen Raums in der Studierendenmobilität und untersuche, wie sich die Mobilität auf die Nutzung von Internet und Social-Software auswirkt. Ich hoffe, damit einen kleinen Beitrag zur wissenschaftlichen Aufarbeitung des Phänomens Erasmus leisten zu können.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei all jenen bedanken, die direkt oder indirekt an diesem Werk beteiligt waren: Herrn Mag. Klaus Himpsl-Gutermann, MSc, dem Betreuer meiner Master-Thesis, für die vielen E-Mails und Telefonate, in denen er mir immer wertvolles Feedback gegeben hat; bei allen Kolleginnen und Kollegen des Zentrums 2 nationale und internationale Bildungskooperation sowie Public-Relations, Frau Elfriede Koller, Frau Elfriede Losinscheck, bei Thomas Markart für die grafische Gestaltung und insbesondere bei der Leiterin dieses Zentrums, Frau Mag. Susanne Linhofer, für ihre vielen kritischen Gedanken und die für mich wichtigen aufmunternden und motivierenden Worte; bei Frau Mag. Elgrid Messner, Herrn DDr. Walter Vogel und Herrn Mag. Alfred Schneller für die freundschaftlich motivierende Unterstützung in der Forschungspraxis; bei Herrn Prof. Raimund Wysocki und Herrn Stuart Burns für das Korrekturlesen; bei allen Interviewpartnerinnen und Interviewpartnern, an deren Erasmuserlebnissen ich teilhaben durfte. Des Weiteren danke ich ganz besonders meiner Familie, meiner Partnerin Petra und meiner Tochter Leni für das Verständnis, das sie mir in den letzten beiden Jahren entgegengebracht haben.
Im Jahr 2008/2009 haben mehr Studentinnen und Studenten als je zuvor ein, von der Europäischen Union unterstütztes Erasmus-Studium in einem europäischen Gastland absolviert. Fast 200 000 Studierende (vgl. Europäische Kommission 2010) erhielten dafür ein Stipendium von der EU. Seit dem Start des Programmes 1987 haben bereits mehr als zwei Millionen junge Europäerinnen und Europäer an diesem Programm im Zuge ihres Studiums an diesem Programm teilgenommen.
Seit 2003 hat das Internet verändert. Das Web 2.0 im Allgemeinen und die Social-Software im Besonderen beeinflussen unsere Gesellschaft nachhaltig. Wir sind heute immer und überall erreichbar, unabhängig von Ort und Zeit. Aktuell benutzen weltweit mehr als 500 Millionen User das soziale Computernetzwerk Facebook. In Österreich sind es immerhin über 2,2 Millionen User (vgl. Digital Affairs GmbH 2010). Facebook hat in den USA soeben Google als die am meisten besuchte Website abgelöst und hat laut New York Times aktuell einen Marktwert von 50 Milliarden US-Dollar (vgl. Helft 2011).
Auch Erasmus-Studierende sind von diesem Trend betroffen. Sie verlassen für ein Semester ihre Familie, ihre Freunde und ihre gewohnte Umgebung und versuchen mittels unterschiedlicher Medien die Beziehungen zu den Daheimgebliebenen zu pflegen und neue Beziehungen mit neuen Personengruppen aufzubauen, um an einer Gastuniversität zu studieren. Die Pädagogische Hochschule Steiermark (PHSt) versucht ihre Erasmus-Outgoings optimal zu unterstützen. Bereits vor der Mobilität werden für interessierte Studierende Info-Meetings veranstaltet. Es wird versucht, ehemalige Erasmus-Outgoings mit Erasmus-Incomings und Erasmus-Interessierten zu vernetzen. Eine eigene Website mit Informationen über alle Partnerinstitutionen der Pädagogischen Hochschule, welche auch detaillierte Informationen über das Anmeldeprozedere enthält, soll Interessierte im Entscheidungsprozess für ein Erasmusstudium unterstützen. Zusätzlich werden E-Portfolios von ehemaligen Outgoings zur Verfügung gestellt. Erasmus-News wie Termine von Info-Meetings und Anmeldezeiten werden über eine Facebook-Fanpage veröffentlicht. In der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der eigentlichen Mobilität werden die Outgoings im Virtual-Erasmus-Office begleitet. Über dieses Portal werden die unterschiedlichen Schritte der Anmeldung, welche aus Onlinebewerbung, Europass-Lebenslauf, Motivationsschreiben und Empfehlungsschreiben bestehen, abgewickelt. Auch während des Auslandsaufenthaltes werden die Outgoings mittels Forum, Chat und Nachrichtesystem im Virtual-Erasmus-Office weiter betreut. Ihre Mobilität reflektieren die Outgoings in akademischer, sozialer und pädagogischer Sicht. Diese Portfolios werden zukünftigen Outgoings und den Lehrenden der Pädagogischen Hochschule Steiermark zur Verfügung gestellt.
Durch die ständig steigende Anzahl der Erasmus-Outgoings der Pädagogischen Hochschule Steiermark ist es notwendig, diese intensive Form der Betreuung der Studierenden zu überdenken. Eine Grundlage für künftige Entscheidungen über die Form der virtuellen Betreuung der Erasmus-Outgoings soll die hier vorliegende Studie bieten. Dabei sollen die Phänomene Internet- und Social-Software mit der Erasmus-Studierendenmobilität in Kontext gesetzt und untersucht werden. Ziel dieser Arbeit ist es, die Nutzung von Internet und Social-Software während eines Erasmusstudienaufenthaltes zu erforschen. Es soll gezeigt werden, welche Form und wie Social-Software von Erasmus-Studierenden verwendet wird. Die Ergebnisse bezüglich des Nutzerverhaltens sollen künftige strategische Entscheidungsfindungen bezüglich der virtuellen Betreuung von Erasmus-Studierenden unterstützen.
Die zentrale Forschungsfrage der hier vorliegenden Studie lautet daher:
Wie nutzen Erasmus-Studierende (der Pädagogischen Hochschule Steiermark) das Internet und Social-Software vor, während und nach der Studierendenmobilität?
Zwei Subfragen werden von dieser zentralen Fragestellung abgeleitet. Einerseits besteht das Interesse an konkreten Softwareprodukten oder Social-Online-Netzwerken, die von Erasmus-Studierenden verwendet werden, andererseits soll diese Untersuchung auch aufzeigen, ob und wie sich das Nutzerverhalten verändert.
Die Subfragen der hier vorliegenden Studie lauten daher:
Welche Social-Software-Anwendungen werden von Erasmus-Studierenden verwendet?
Wie verändert sich die Nutzung von Social-Software und Internet während des Aufenthaltes?
Die Ergebnisse dieser Studie sollen helfen, die virtuelle Betreuung der Erasmus-Outgoings zu hinterfragen, wo möglich zu optimieren, mit dem Ziel, die Outgoings bestmöglich zu unterstützen. Ergebnisse werden dabei auf Ebene der Mesosoziologie erwartet. Ergebnisse auf makrosoziologischer Ebene werden in dieser Studie nicht erwartet, deshalb werden weder bildungspolitische Aspekte Österreichs noch der Europäischen Union behandelt.
Es gibt bereits einige wissenschaftliche Studien über das Nutzerverhalten von Jugendlichen in Bezug auf Social-Software, deren Ergebnisse in die vorliegende Untersuchung einfließen. Steinfeld, Ellison und Lampe (2008) erforschten die Veränderung des Sozialkapitals durch die Facebook-Nutzung. Wolak et al. (2003) versuchte, Jugendliche zu charakterisieren, welche enge Online-Beziehungen bilden. Bernadett Kneidinger (2010) führte eine soziologische Analyse von Interaktionsformen in Online-Social-Networks über Facebook durch. Allemann (2009) untersuchte die Aufrechterhaltung von sozialen Beziehungen mittels Social-Networking-Sites. Ritter (2010) untersuchte aber bereits die Internetnutzung von Jugendlichen während des Auslandsjugendaustausches. In der Studie „Internet User and Social Capital“ untersuchten Pènard und Poussing (2009) den Zusammenhang zwischen Sozialkapital, Internetnutzung und Veränderung des Wohnortes aufgrund von Jobwechsel. Wissenschaftliche Untersuchungen, die die Nutzung von Social-Software während der Erasmus-Mobilität von Studierenden thematisieren, gibt es bis jetzt nicht.
Der theoretische Teil der vorliegenden Untersuchung beschäftigt sich mit den Begriffen „Social-Software“ und „Sozialkapital“. Im empirischen Teil wird versucht, mittels der Grounded Theory das Nutzerverhalten der Erasmus-Outgoings zu untersuchen. Als Datengrundlage standen dafür die Transkripte von sechs Interviews, welche mit Erasmus-Outgoings der Pädagogischen Hochschule des Studienjahres 2009/11 geführt wurden, zur Verfügung. Diese Transkripte liegen in der Universitätsbibliothek der Donau-Universität Krems in anonymisierter Form auf.
Zunächst werden ein deskriptiver Überblick über das Bildungsprogramm Lebenslanges Lernen
Ziel des Bildungsprogrammes Lebenslanges Lernen ist es, „dass sich die Europäische Union zu einer fortschrittlichen Wissensgesellschaft entwickelt – einer Gesellschaft mit nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung, mehr und besseren Arbeitsplätzen und größerem sozialen Zusammenhalt“ (Europäische Kommission 2006, S. 3).
Teilprogramme des Programmes Lebenslanges Lernen beinhalten die Mobilität an sich als Lernzweck, um für den Arbeitsmarkt besser gerüstet zu sein:
„Die Mobilität zu Lernzwecken – d. h. ein Auslandsaufenthalt mit dem Ziel, neue Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben – ist eine der grundlegenden Möglichkeiten, mit denen Einzelpersonen und insbesondere junge Menschen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigern und ihre persönliche Entwicklung voranbringen können.“ (Europäische Kommission 2009, S. 3)
Im Rahmen dieses Bildungsprogrammes hat die Europäische Union (EU) acht Schlüsselkompetenzen zur Erreichung der Ziele definiert (vgl. Cedefop 2009):
Kommunikation in der Muttersprache;
Kommunikation in Fremdsprachen;
mathematische, wissenschaftliche und technologische Kompetenz;
Computerkompetenz;
Lernkompetenz;
zwischenmenschliche, interkulturelle und soziale Kompetenz sowie Bürgerkompetenz;
unternehmerische Kompetenz;
kulturelle Ausdrucksfähigkeit.
Das Programm Lebenslanges Lernen besteht aus unterschiedlichen Maßnahmen wie Austauschprogrammen, Studienbesuchen und Netzwerkaktivitäten. Schülern, Studierenden, Lehrenden, Lehrkräften, Ausbildern und allen anderen Akteuren der allgemeinen und beruflichen Bildung stehen zusätzlich offene Projekte zur Verfügung.
Gefördert werden die Projekte auf unterschiedliche Weise durch die vier großen Einzelprogramme:
Comenius für Schulen
Erasmus für Hochschulbildung
Leonardo da Vinci für Berufsbildung
Grundtvig für Erwachsenenbildung
Die Maßnahmen des Comenius-Programmes zielen darauf ab, bei Schüler/innen und Lehrenden ein Verständnis für die Vielfalt der europäischen Kulturen sowie unterschiedliche Sprachen und Werte zu fördern. Es unterstützt Schüler/innen zusätzlich im Erwerb von grundlegenden Fertigkeiten und Kompetenzen für die künftige Beschäftigung und bei möglichem künftigem zivilgesellschaftlichem Engagement.
Hauptziel des Austauschprogrammes Erasmus ist es, einen europäischen Hochschulraum zu fördern. Es ermöglicht Studierenden, Lehrenden und Mitarbeiter/innen von Hochschulen im Ausland zu lernen, lehren und zu arbeiten. Zusätzlich gibt es noch Intensivprogramme, Netzwerke und multilaterale Projekte. Eines der Ziele des Programmes ist es, bis 2012 drei Millionen Erasmus-Studierenden die Mobilität zu ermöglichen.
In der beruflichen Bildung ist das Programm Leonardo da Vinci angesiedelt. Es finanziert praxisorientierte Projekte von Einzelpersonen und Initiativen, welche berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung im Ausland organisieren. Dazu zählen Mobilitätsinitiativen, welche Menschen die Möglichkeit bieten, sich im Ausland zu qualifizieren, Kooperationsprojekte zu starten oder um Netzwerke auszubauen, die sich mit Inhalten des Bildungsbereiches befassen.
Grundtvig richtet sich an Lehrer/innen, Kursleiter/innen, Bildungspersonal und in diesem Bereich tätige Einrichtungen und an Lernende in der Erwachsenbildung. Dieses Programm soll auch diesen Personengruppen und Organisationen die Möglichkeit bieten, in anderen europäischen Ländern Lernerfahrungen zu sammeln und Bildungsangebote zu nutzen.
Die Pädagogische Hochschule Steiermark (PHSt) ist eine international anerkannte tertiäre Lehrerbildungsinstitution. Die PHSt gewährleistet eine Professionalisierung von Lehrern und Lehrerinnen Aus-, Fort- und Weiterbildung nach akademischen Qualitätsstandards im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens und bietet international anerkannte Bachelor- und Masterstudiengänge an.
