Mord mit Tinte - Jörg Tschentscher - E-Book

Mord mit Tinte E-Book

Jörg Tschentscher

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Beschreibung

Mord mit Tinte Der spannende und kurzweilige Psychothriller mit Schmunzelfaktor für die Mittagspause Es ist Sonntag. Jerome Wichart möchte einen Krimi schreiben. Das schriftstellerische Ziel: Sieben Morde in siebenTagen, aber bitte ethisch korrekt und jeder Tod muss die Welt ein kleines bisschen besser machen. Leichter gesagt als getan. Hilfe muss her. So wird der werte Herr Wetemann involviert. Zusammen versuchen die Beiden das schriftstellerische Ziel durch kreative Morde im Düsseldorfer Norden zu erreichen. Wenn es denn so einfach wäre. Aus Tinte bist Du, das Papier ist Dein Zuhause. Jedes Wort Dein Leben. Nun geh in die Häuser der Leser und sei Literatur. Bringe schöne spannende Stunden unter die Menschen.

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Seitenzahl: 49

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Mord mit Tinte

Mord mit TinteÜber den AutorHinweisSonntagMontagDienstagMittwochDonnerstagFreitagSamstagDer zweite SonntagImpressum

Mord mit Tinte

„Aus Tinte bist Du, das Papier ist Dein Zuhause.

Jedes Wort Dein Leben. 

Nun geh’ in die Häuser der Leser und sei Literatur. 

Bringe schöne spannende Stunden unter die Menschen.“

Jörg Tschentscher

Über den Autor

Jörg Tschentscher

Jörg Tschentscher hat mit viel Liebe zum Detail und schwarzem Humor eine neue Form von Krimi geschaffen.

Den Mittagspausenkrimi - kurz, knapp, tödlich ...

Weitere Mittagspausenkrimis:

Die Waage - Der Mittagspausenkrimi aus dem Landschaftspark Duisburg-Nord

Der Hafen  - Der Mittagspausenkrimi aus Wismar

Hinweis

Dieses Buch ist für Kinder unter 12 Jahren eher nicht geeignet. Das Kind im Manne oder in der Frau darf es jedoch sehr wohl lesen.

Über jeden anderen Leser freue ich mich aber auch sehr.

Ebenfalls weise ich daraufhin, dass alle Todesarten und Handlungen frei erfunden sind. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder schon länger toten oder jetzt aktuell verstorbenen Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt. 

Ich war‘s nicht. 

Auch möchte ich darauf hinweisen, dass ich bei allen Todesarten mindestens einen Teil des „Aufbaus“ weggelassen habe, sodass ein Nachbau nicht möglich ist. 

Ich wünsche viel Freude und eine kleine Gänsehaut beim Schmökern.

Herzlichst

Jörg Tschentscher

Sonntag

Ich bin Jerome Wichart. Mich so vorzustellen, mußte ich erst lernen. Früher hätte ich gesagt: „Ich heiße Jerome Wichart.“ 

Aber eine Journalistin sagte mal zu mir, dass ich ja nicht meinen Namen, sondern mich vorstelle. Also bin ich Jerome Wichart.

Heute ist Sonntag und ich war eben spazieren. Als ich nach Hause kam, stand mitten auf dem Weg zu dem Mehrfamilienhaus in dem ich wohne ein Nachbar, der sich mit einem anderen Menschen unterhielt. Er machte auch keinen Platz um mich vorbei zu lassen und ich musste in einem großen Bogen um ihn herum laufen. Sogar auf die Wiese musste ich ausweichen. Und alles nur, um den coronabedingten Mindestabstand von 1,50m zueinander einzuhalten. 

Ja, die Coronazeit fordert von uns allen Opfer. Da wäre etwas Platz machen eigentlich normal. Aber was ist schon normal in diesem kurzen Moment der nachbarschaftlichen Begegnung? Ich habe einmal sehr schöne Definitionen von „Normal“ und „Moment“ gelesen. 

Normal ist demnach der kleinste gemeinsame Nenner, von dem, was die Mehrheit der Menschen als normal und als verrückt bezeichnet und ein Moment dauert maximal anderthalb Minuten. Ich finde so etwas interessant.

Aber was bringt es mir, mich über das nicht-zur-Seite-gehen meines Nachbarn zu echauffieren?

Wenn ich so darüber nachdenke, wäre es jedoch sinnvoll gewesen, etwas zu ihm zu sagen. Etwas wie: „Einmal den Arsch 57cm zur Seite bitte, damit ich hier mit Mindestabstand vorbei kann.“ Oder so etwas ähnliches. Aber das wäre ja wieder unhöflich und so. Und unhöflich sein will ich ja nicht.

Aber mein Nachbar verhält sich schon asozial. Sozial wäre es ja gewesen, von sich aus etwas Platz zu machen. Aber er ist halt anders. Aber entspricht sein Verhalten eigentlich noch dem kleinsten gemeinsamen Nenner der Meinung der Mehrheit? Ein komplexer Gedanke. Aber spannend. 

Wenn ich so drüber nachdenke. Ich beschwere mich ja nur. Bin genervt vom Verhalten meines Nachbarn, vom ewigen Maske tragen wegen des Coronavirus, von der fehlenden Empathie meiner Mitmenschen. Mimimi so vor mich hin. Mann, ich bin ein Mann. Männer lösen ihre Probleme anders. So wie Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone oder Hans-Hermann Stowinak und nicht mimimiend. 

Aber im Ernst, was tue ich eigentlich, damit die Welt von morgen ein besserer Ort ist? 

OK, die ganze Welt verändern ist jetzt vielleicht direkt ein bisschen viel. Ich könnte ja in meinem kleinen Mikrokosmos, in meiner Welt erstmal ändern was geht. Aber um Erfolg zu haben, müßte dann schon der eine oder andere weg. Die Existenz der Person würde der Zukunft einfach im Weg stehen. 

Nehmen wir mal an, ich würde mir die biblische Zeit von 7 Tagen nehmen, um meine Welt dauerhaft zu verändern. Wer stört mein geordnetes, friedliches Leben? Und ohne wen wäre diese Welt ein besserer Ort? Und - wie vermeide ich es danach mit der besonderen Schwere der Schuld dauerhaft in einer sehr kleinen Welt namens JVA untergebracht zu werden? 

Für meine kleine Seele wäre es bestimmt sehr hilfreich, einfach mal den einen oder anderen dauerhaft aus dem menschlichen Genpool zu löschen. Rache soll aus psychologischer Sicht ja sehr entspannend und ordnend sein.

Richtige Rache. Nicht so etwas, wie das Auto mit einem Schlüssel zerkratzen oder mit einem MG5 durch den Raum mähen. Eher so subtil, im nachbarschaftlichen Miteinander. Schwupp, weg.

Aber ich bin eigentlich auch kein Killer, eher so der Hausmeistertyp. Mir reicht es schon, die alten Pizzakartons und leeren Flaschen aufzusammeln. Jetzt auch noch Blut ... ? 

Ich brauche einen Stellvertretermörder. 

Nicht den obligatorischen ehemaligen russischen Soldaten, der für 750€ tödliche Hausbesuche macht. Eher so den netten Herren von Nebenan. Gibts hier aber nicht. Die Netten von Nebenan sind entweder Rentner und nicht fit oder Rechtsanwälte, Unternehmensberater oder gar - Lehrer an der Montessorischule. Also als stellvertretende Mörder eher ungeeignet. Und was ich nicht vergessen darf - wenn ich jemanden bitte den einen oder anderen stellvertretend für mich umzubringen - dann verändere ich damit ja auch dessen kleine Welt. Und das vielleicht nicht zum Positiven. Also für ihn zum Positiven. Nachher kriegt der noch Schuldgefühle wegen ein bis sieben Toten und ich bin Schuld. Nein, das will ich nicht. Ich will doch was Gutes tun.