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Amelie ist ein reiches Mädchen,dessen Vater eine eigene Süßwaren Fabrik hat und deshalb selten zu Hause ist. Sie verbringt also die meiste Zeit alleine mit dem Haushälter Ehepaar und ihrem Hund Balu. In der Schule muss sie sich dann auch noch mit den nervigen Jungs und den Schulschlampen auseinander setzten. Was sie nicht weiß: Sie sind nicht so harmlos wie sie scheinen. Auch ihr Bruder und ihre beste Freundin Lucy haben ihr so einiges zu verheimlichen. Findet sie raus, was alle vor ihr verstecken? Und wenn, kann sie mit der Wendung in ihrem Leben umgehen?
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Seitenzahl: 223
Veröffentlichungsjahr: 2017
Die CZ-85
Lucy
Ein nerviger Montag
Der Mord
Überraschende Wendung
Ein neuer Feind
Skyring
Ein neuer Feind
Skyring
Die Rettungsaktion
Leerer Sarg
Die Skagaren
Ein Paar!
Ombra und Luce
Die Konsequenzen
Der Abschiedsbrief
Die Party
Alkohol ist keine Lösung
Der Schalter
Ich bin ein Werwolf?
Er hatte Recht
Die Reise nach Atlanta
Der Schleimkontrolleur
Meine Luna -Das Ende
Amelies P.O.V
Ich wurde von den Sonnenstrahlen in meinem Gesicht geweckt. Ich liebe Ferien einfach über alles. Kein scheiß Wecker, der einen weckt, keine nervigen Lehrer, die nur rum meckern und keine dummen Mitschüler wie Austin. Ich warf einen kurzen Blick zur Uhr und bemerkte, dass es schon 12 Uhr war. Langsam stand ich auf und lief zum Spiegel. Ich sehe eigentlich aus wie immer. Meine blonden Haare hängen locker bis unter meine Brüste runter und mein Gesicht ist leicht errötet vom Schlafen. Als die Tür sich auf einmal öffnete zuckte ich vor Schreck zusammen. „Ach du bist es Balu“, sagte ich lachend und streichelte meinen süßen Labrador. Er schleckte mir meine Hand ab und ich schrie „Ihh, Balu hör gefälligst auf damit.“ Als ich aufstand und in mein Badezimmer ging um mich fertig zu machen folgte er mir und setzte sich brav neben das Waschbecken. Plötzlich wusste ich auch was er wollte. Er muss Gassi gehen und da unser Haushälter und unsere Haushälterin im Urlaub waren, musste ich das ja machen. Ich machte ich ein wenig schneller fertig und zog mir schnell eine Hotpants, Ein Top und meine Lieblings Nikes an. Dann schnappte ich mir die Leine und Balu und ging raus. Wir liefen zu den Feldern und Wiesen, weil ich finde dass man mit Hunden in der Natur spazieren gehen sollte und nicht zwischen den hohen Mauern von Gebäuden. Wir waren eine gute Stunde unterwegs bis ich langsam Hunger bekam und umdrehte. Auf dem Rückweg ging ich kurz in den Bäcker rein und natürlich waren da auch die obercoolen Bad Boys unserer Schule. Halb so schlimm wäre es gewesen wenn Austin nicht da gewesen wäre, aber warum sollte das Glück auch mal auf meiner Seite stehen. Ich kaufte mir schnell ein belegtes Brötchen und ignorierte die Jungs komplett. Als ich mich umdrehte, um den Laden zu verlassen stand Austin grinsend vor mir. Ich wollte an ihm vorbei gehen doch er hielt mich fest. „Was willst du Austin?“ „Warum so zickig Süße? Ich habe doch noch gar nichts gemacht.“ „Lass mich einfach in Ruhe, ich will deine hässliche Visage nicht auch noch in den Ferien sehen müssen.“ Er verstärkte den Griff, schaute mich böse und knurrte: „So redet keiner mit mir! Erstrecht nicht so eine vorlaute Schlampe wie du!“ „Schlampe?! Ich soll eine Schlampe sein? Hast du dir mal die ganzen Mädchen angeguckt die vögelst?“ Ich riss mich wütend los, schnappte mir Balu und ging so schnell wie möglich nach Hause. Was bildet der sich denn überhaupt ein mich Schlampe zu nennen? Die Mädchen von denen er jede Woche eine neue hat das sind Schlampen! Nur weil ich ihn nicht ran lasse bin ich noch lange keine! Diese männliche Hure hat nicht das Recht mich so zu bezeichnen. Das sieht er aber anders Süße. Warum ist er denn nicht im Urlaub oder so? Warum bist du denn nicht im Urlaub hm? Manchmal hasste ich meine innere Stimme echt. Sie ist manchmal einfach nur nervig. Als ich am Haus ankam merkte ich schon, dass ich nicht mehr alleine war denn es stand der Audi R8 von meinem Bruder in der Einfahrt. Ich schloss die Tür auf und Balu rannte schon rein um Tom zu begrüßen. Er ist 2 Jahre älter als ich, also 18. Ich beneide ihn so. Ich würde jetzt auch voll gerne Auto fahren. Einfach rein setzten und weg von hier. Er kam auf mich zu und umarmte mich zur Begrüßung. „Na, Schwesterherz wie geht´s dir?“ „Ganz gut und selbst?“ „Auch. Du wirkst so genervt. Was ist passiert?“ „Nichts.“, log ich, weil ich nicht drüber reden wollte. „Hm.. Wollen wir ein bisschen in die Stadt shoppen?“ Da war er wieder der Versuch von meinem großen Bruder mich aufzuheitern! Naja vielleicht lenkt mich das ein bisschen von meinem miesen Start in den Tag ab. „Ja klar gerne ich hänge nur schnell die Leine an und gebe Balu etwas zu trinken.“ „Okay ich warte im Auto.“
40 Minuten später..
Wie kamen gerade aus Gucci als ich Austin mit irgendeiner Schlampe rummachen sahen. Bei diesem Anblick könnte ich einfach nur kotzen! Mein Bruder folgte meinem Blick und fragte: „Wer ist das?“ „Einer der obercoolen männlichen Huren aus unserer Schule!“ „Ist das Austin?“, fragte mein Bruder auf einmal überrascht. „Du kennst ihn?!“ „Mehr oder weniger. Halt dich lieber von ihm fern.“ „Glaub mir ich hatte nicht vor mich mit so jemanden abzugeben“ „Das ist auch besser so.“ Wir gingen schweigend zu seinem Auto zurück, weil ich mittlerweile schon 17 verschiedene Tüten in der Hand hatte. „Ich rauche noch eine. Du kannst dich aber schon rein setzten“, meinte er also setzte ich mich auf den Beifahrersitz. Ich habe gerade voll Lust auf Bonbons. Als ich das Handschubfach öffnete um zu gucken ob er welche hier hat, fiel mir eine CZ 85 entgegen. Ich war schockiert. Wieso hat er eine Waffe in seinem Auto. Und die ist auch noch geladen. Das ist nicht nur strafbar sondern auch gefährlich. Ich atmete tief durch und nahm die Munition aus der Waffe. Jetzt erweist es sich doch als Vorteil, dass mein Onkel mir damals beigebracht hat wie man mit Waffen umgeht. Ich legt die Pistole zurück und wartete bis Tom einstieg. Erst traute ich mich nicht etwas zu sagen doch dann fragte ich: „Wieso hat du eine geladene CZ 58 in deinem Handschubfach?“ „Was?“ „Tu nicht so ich habe nach Bonbons gesucht und habe sie gefunden!“ Ich hielt ihm die Munition hin die ich in der Hand hielt. Er nahm sie mir schnell aus der Hand und sagte dann erst ml nichts mehr. „Hör zu..“, fing er an, brach dann aber ab. „Ja erzähl. Was gibt es für einen Grund dafür, dass man eine Waffe im Auto hat und dann nicht einmal die Munition sicherheitsgemäß weg packt.“ „Das verstehst du nicht!“ „Nein verstehe ich auch nicht! Wie kann man nur so leichtsinnig sein. Wenn sich da ein Schuss löst dann könnte dein Beifahrer tot sein.“ Den Rest der Fahrt redeten wir kein Wort mit einander. Als wir vor unserem Haus parkten stieg ich einfach aus und ging rein. Ich ging hoch setzte mich auf mein Bett und beschloss Lucy anzurufen. Sie ist meine beste Freundin. Wir kennen uns schon seit dem Kindergarten. Eigentlich will ich sie nicht nerven, weil sie im Urlaub ist, aber ich brauche gerade jemanden zum Reden. „Hallo hier spricht die Mailbox von Lucy Parker. Hinter lassen Sie eine Nachricht nach dem Piep! Piiep.“ „Hay Lucy hier ist Amelie. Wo steckst du ruf mich doch bitte zurück. Hab dich lieb.“ >klopf, klopf< „Ja?“ „Amelie?“ „Was willst du Tom?“ „Ich wollte dir deine ganzen Tüten bringen und mit dir reden.“
Toms P.O.V
„Ich will aber nicht mit dir reden“ Wie kann man nur so stur sein? Das liegt wohl in der Familie! Ich bin nicht stur! Ach bist du nicht? Nein! Ich belendete meine innere Stimme einfach aus und versuchte es nochmal. „Ach komm schon. Es tut mir leid, dass ich dir das nicht erklären kann. Ich würde es gerne aber ich kann nicht und irgendwann wirst du es verstehen.“ „Das kann und werde ich nicht verstehen und jetzt ist das Thema durch!“ Ok dann lassen wir das eben, aber ich bin mir sicher, dass sie es irgendwann verstehen wird. „Amie mit wem hast du gerade telefoniert?“ „Mit Lucy warum?“ „Mit Lucy Parker?“ „Ja, aber es ist nur ihre Mailbox ran gegangen. Wahrscheinlich will sie einfach ihren Urlaub in Deutschland genießen.“ „Ja das wird wohl so sein“ Fuck! Fuck! Fuck! Ich hatte gar nicht mehr daran gedacht das Lucy die beste Freundin von Amie ist. Meine Jungs wollen sie umbringen. Scheiße was mach ich denn jetzt? Vielleicht solltest du jetzt mal schnell was unternehmen du Idiot! Und da hat sie das erste Mal Recht. Amie riss mich aus meinen Gedanken: „Was ist los? Alles okay? Weiß du was über Lucy?“ Oh Gott dieses Mädchen kann es aber auch riechen wenn man ihr was verheimlicht. „Ja klar alles gut ich war nur in Gedanken.“ Sie stand vom Bett auf stellte sich vor mich und schaute mir in die Augen. „Lüg mich nicht an Tom. Was ist mit Lucy?“ Scheiße! Ich kann ihr das doch nicht erzählen. Sie bringt mich um.
„Tom! Rede verdammt noch ml mit mir!“ „Setzt dich hin“, sagte ich etwas zu grob. Sie setzte sich trotzdem aufs Bett und sah mich mit einem auffordernden Blick an. „Also..“ „Ja?“ „Deine Freundin. Sie ist meinen Jungs beim Drogengeschäft in die Quere gekommen und weiß zu viel! Sie haben Lucy mitgenommen aber sie geht ihnen auf die Nerven und jetzt wollen sie deine Freundin töten.“, sagte ich als on es was ganz normales wäre. Naja ist es für mich ja auch. „Was? Du verarscht mich! Das kann nicht dein Ernst sein. Wer sind deine Jungs und wo ist Lucy? Ich gehe sie hohlen!“ „Beruhig dich erst mal Wir holen sie da zusammen raus.“ Als ich sie in den Arm nehmen wollte, gab sie mir eine Backpfeife. Ouh das tat bestimmt weh. Tief durchatmen Tom. Alles nur nicht sauer werden. „Du bist so ein Arschloch. Wie kannst du zulassen das Menschen getötet werden?“ „Ich wusste nicht das sie deine Freundin ist ok!“ „Das kommt davon wenn man kaum zu Hause ist und nichts mit bekommt.“ „Es tut mir leid, dass ich damals nicht für dich da war, aber ich kann es nicht mehr ändern.“ Sie sagte nichts mehr und ging einfach runter. Ich versuchte Julian, einen meiner Jungs, auf dem Handy zu erreichen doch vergeblich. Das Handy war aus! So ein Dreckskerl! Wenn man ihn mal erreichen will, dann ist sein Handy aus. Das ist ja wieder typisch. Ich hoffe wir kommen noch rechtszeitig. „Amie? Wir fahren ca. 2 Stunden bis zu der Lagerhalle wo sie sind.“ „Dann du sie brauchst. Als ich parkte schnappte sie sich die geladene Waffe und lass uns los bevor es zu spät ist“ Als ich die Stille während der Fahrt nicht mehr ertragen konnte, drehte ich die Musik auf. Kurz bevor wir da waren drehte sie die Musik leiser und sagte: „Es tut mir leid, dass ich wegen der Waffe so sauer war. Ich finde es Scheiße was du machst, aber jetzt weiß ich wozu stürmte los.
Amelies P.O.V
„Amie! Amie warte! Mach keine Scheiße du bringst dich selbst in Gefahr.“, rief Tom mir nach, aber ich ignorierte es und lief weiter. Ich stand vor der Hallentür und mein Herz raste. Ich stieß die Tür auf und umklammerte die Waffe. Plötzlich drehten sich 2 Jungs zu mir und hielten beide eine Pistole auf mich. Ach du scheiße ich kenne den einen. Das ist Julian er ist bei Austin mit in der Gang. Ich ging ein paar Schritte nach vorne und sie beobachteten jede Bewegung von mir. Als ich endlich schaffte meine Stimme wieder zu finden fragte ich: „Wo ist Lucy?“ „Ich hörte jemanden Schreien und wollte los rennen als der eine von ihnen sagte: „Noch einen Schritt weiter und du bist tot.“ Ich lachte. „Wenn du mich tötest, bringt mein Bruder dich um!“ Jetzt meldete sich Julian: „Amie du bist ganz schön mutig hier so aufzutauchen, aber du solltest lernen wann es besser ist auf zu geben. Tom hat gesagt wir sollen sie töten und jeden der uns in die Quere kommt. Und du kommst uns gerade in die Quere süße.“ „Ich habe keine Angst vor euch!“ Ich ging langsam weiter nach vorne und entdeckte Lucy gefesselt hinter ihnen. Auf einmal schoss Julian auf die Wand neben mir. „Ich warne dich süße das nächste Mal trifft die Kugel dich.“ „Wenn du meine Schwester auch nur anfasst bringe ich dich eigenhändig um.“ Gott sei Dank Tom ist hier. „Lasst Lucy gehen. Sie gehört zu Amie.“ „Das kann nicht dein Ernst sein, Tom. Sie wird zur Polizei laufen und uns verraten.“ „Das wird sie nicht tuen. Dafür sorge ich und jetzt macht sie los.“ Wiederwillig machten die beiden Lucy los. Sie kam sofort zu mir gelaufen und fiel mir in den Arm. Ich ging mit ihr raus zum Auto und sie erzählte mir wie sie die beiden vor dem Flughafen beim deale mit Drogen gesehen hat und als sie sie bemerkt haben, haben sie sie mitgenommen. Im Prinzip genau das gleiche was mir mein Bruder auch erzählt hat. Als sie anfing zu weinen nahm ich sie tröstend in den Arm. Nach einer Zeit kam mein Bruder mit den beiden Typen auf das Auto zu. Oh nein das kann doch nicht sein erst sein das wir die auch noch mitnehmen. Außerdem hat das Auto nur 4 Sitze und wir sind dann 5 Leute. Was denkt er sich denn. Tja da muss wohl einer auf dem Schoß von dem andere sitzen. „Tom ist das dein ernst? Du willst sie auch noch mitnehmen?“ „Amie hör zu sie haben nichts falsch gemacht. Außer das sie dich bedroht haben, aber ich denke das haben wir geklärt oder Jungs?“ Die beiden nickten nur Stumm. „Dein Auto hat aber nur 4 Sitze.“ „Ja und? Dann setzt sich deine süße Lucy halt auf den Schoß von Julian.“ „Nein ganz bestimmt nicht. Ich lasse nicht zu das einer von den beiden sie noch einmal anfasst.“ „Damit musst du dich abfinden sonst muss sie hier bleiben“ „Ich setzte mich auf Julians Schoß!“ „Was?!“, fragte mein Bruder schockiert. „Lucy sitzt vorne und ich setzte mich auf seinen Schoß!“ „Amie ich denke nicht das das eine so gute Idee ist.“ „Ach Tom komm schon. So schlimm bin ich doch gar nicht.“, mischte sich Julian mit einem breiten Grinsen ein. „Ich finde es nicht gut, aber ich will endlich nach Hause also steigt ein.“ Ich wartete bis Julian sich hingesetzt hatte und setzte mich dann auf seinen Schoß. Ich fühle mich wie eine Schlampe. Er hatte seine Hände um Taille gelegt, weil der Sicherheitsgurt nicht für uns beide reichte. Tja also fette Menschen könnten mit diesem Auto nicht fahren. Eigentlich wollte ich seine Hände nicht um meine Taille haben aber besser als ganz ungesichert hier zu sitzen. Ich werde so erleichtert sein wenn ich diese 2 Stunden Fahrt endlich überlebt habe. Nach ca. 10 Minuten Fahrt spürte ich etwas an meinem Po. Oh nein das ist doch nicht sein ernst. Am liebsten würde ich jetzt aufstehen und ihm eine Klatschen aber das geht im Moment nicht. Er flüsterte mir ins Ohr: „Spürst wie geil du mich machst Baby.“ Ich bekam eine Gänsehaut ignorierte ihn einfach. Nach einer Weile wurde ich Müde und lehnte mich nach hinten. Als ich wieder wach wurde fuhren wir immer noch das heißt ich kann nicht lange geschlafen haben. Ach du Scheiße was ist das? Julians Hände lagen auf meinen Brüsten. Ich drehte mich leicht und Klatschte ihm eine. „Sag mal spinnst du?“, schrie er. „Nein ich nicht aber du anscheinend. Was fällt dir ein mir an Brüste zu fassen?!“, schrie ich zurück. „Julian ist das dein ernst?“, mischte sich jetzt Tom mit ein. „Ich dachte wir hätten das geklärt! Das wird noch ein Nachspiel haben glaub mir.“ „Es tut mir leid Tom. Das.. Ich..Ich wollte das nicht.“ „Klappe jetzt“ Wenn Julian stottert scheint er ja schon echt Angst vor meinem Bruder zu haben. Ich glaube ich sollte nachher mal mit ihm reden. Auch wenn ich Julian nicht leiden kann möchte ich nicht das mein Bruder ihm was antut. Nach 10 Minuten schweigen waren wir endlich zu Hause. Ich stieg erleichtert aus und ging mit meinem Bruder und Lucy rein. Die anderen beiden sind wo anders hin gegangen. Naja das sollte mir aber relativ egal sein. Lucy und ich machten uns den Fernseher an. In der nächsten Werbung ging ich zu Tom in die Küche. „Tom?“ „Was ist los Amie?“ „Es.. Ähm.. Es geht um Julian. Du warst vorhin so sauer auf ihn und ich wollte nur sagen das das gar nicht so schlimm war.“, stammelte ich vor mich hin. Natürlich war das gelogen. Es ging mir schon auf die Nerven, dass er denkt er könne machen was er wollte. Aber ich weiß auch wie hart mein Bruder sein kann. „Amie, das ist nicht deine Sache. Ich regle das schon.“ „Aber sei bitte nicht so hart zu ihm.“ „Ich kann es dir nicht versprechen! Er hat dich einfach so angefasst und das obwohl ich es ihm vorher ausdrücklich verboten habe.“ „Ja ich weiß. Tu es für mich“ „Ich versuche es“, entgegnete er nur ernst und gab mir zwei Schalen von der Nudelsuppe die er gekocht hat. „Danke, aber willst du denn gar nichts essen?“ „Amie ich fahre wieder.“ „Nein bitte bleib. Ich habe noch so viele Fragen.“ „Ich werde dir eh keine Fragen mehr zu dem Thema beantworten. Du weißt genug und ich hoffe ich kann dir vertrauen. Ich weiß auch, dass du alles nicht gut findest aber du musst mir versprechen dass du deinen Mund hältst. Deine Mädchen dürfen nichts wissen und Lucy soll auch ihren Mund halten. Sonst muss ich sie doch noch umbringen.“ Dieser letzte Satz machte mich so sauer, dass ich ihm eine Klatschte. „Amelie das war nicht nett. Ich habe deiner Freundin das Leben gerettet!“ Mist er ist echt sauer. Ach echt? Er spricht mich sonst nie mit meinem vollen Namen an. Aber ganz ehrlich er verpisst sich doch eh gleich, dann soll er doch sauer sein. „Das war dafür, dass du damit drohst sie umzubringen obwohl wir ihr gerade das Leben gerettet haben.“ Er funkelte mich öse an und verschwand dann aus der Tür.
Die nächsten Tage verliefen relativ ruhig und Lucy hatte sich auch wieder beruhigt. Morgen würde es dann wieder zur Schule gehen. Am liebsten würde ich zu Hause bleiben und auf krank tuen aber das Haushälter Ehepaar ist gestern wieder eingetroffen und die beiden würden sofort merken, wenn ich simuliere. Von meinem Bruder hatte ich auch nichts mehr gehört, aber das war ich ja gewohnt. Mein Vater war immer noch geschäftlich in Deutschland und so wie es aussieht wird er da auch noch 2-3 Monate bleiben.
Piep..piep
Oh man wie ich diesen scheiß Wecker hasse! Genauso wie Montage und eigentlichen jeden Tag wo ich zur Schule muss. Noch 5 Minuten dachte ich mir und drehte mich noch einmal um. Als ich von Balu wach geschleckt wurde und auf die Uhr guckte sprang ich aus meinem Bett. Es war schon kurz vor 8. Der Unterricht hatte bereits begonnen. Schnell schminkte ich mich, zog mir eine Jeans und ein Top an und ging in die Küche um mir und dem Hund etwas zu essen zu machen. „Guten Morgen Miss White. Ich habe ihnen Frühstück gemacht“ Ach ja unsere Haushälterin ist ja wieder da. „Oh das ist lieb Danke, aber nennen sie mich doch bitte einfach Amie. Mein Vater muss es ja nicht wissen.“ „Guten Appetit!“ Ich widmete mich den gut riechenden Pancakes die auf dem Tisch standen. Sie kannte mich seit ich ein kleines Kind war und weiß genau was ich am liebsten esse. Als ich auf gegessen hatte, warf ich mir einen Apfel in meine Schultasche und zog meine weißen Converse an. An der Schule angekommen, war die erste Unterrichtsstunde fast zu Ende. Das Problem war nur, dass wir eine Doppelstunde Englisch hatten und ich mich deshalb nicht unbemerkt in der Toilettenpause in den Raum schleichen könnte. Also klopfte ich an der Klassentür. „Herein.“ Ich trat langsam in den Klassenraum ein und alle starrten mich an. Ja was erwartest du denn? „Ach schau mal einer an wer es da für nötig hält doch noch am Unterricht teil zunehmen. Miss White das bedeutet nach der Schule eine Stunde nach sitzen in diesem Raum.“ Ich merkte wie meine Wangen rot wurden. Ich sah bestimmt aus wie eine Tomate. Ja so wie du es immer in peinlichen Situationen tust. Halt die klappe ich brauche deinen dummen Kommentare nicht auch noch. Nöö. Ich nerve dich gerne. Das ist und bleibt mein Hobby süße. Ahhr. Das ist schon echt komisch, wenn man von sich selbst genervt ist. Und wie könnte es noch besser kommen, da ich zu spät gekommen bin war nur noch ein Platz neben Austin frei. Normalerweise sitze ich ja neben Lucy, aber da hatte sich Elena, die sonst neben Austin sitzen muss, hingesetzt. Lucy und Elena lächelten mir entschuldigend zu und so setzte ich mich neben Austin. Zum Glück muss ich das ja nur eine Stunde überleben. Und vielleicht macht er ja auch gar nichts und lässt mich in Ruhe. Das glaubst du ja wohl selbst nicht. Kann doch möglich sein. Wir wissen beide wie Austin ist und das, dass ganz und gar nicht möglich ist. Jaa oke wir werden ja sehen. Nach 2 Minuten stupste er mich mit dem Ellenbogen an. Erst versuchte ich ihn zu ignorieren, aber als er es dann stärker machte drehte ich mich genervt zu ihm und zischte: „Was ist?“ „könntest du bitte damit aufhören auf meinem Tisch rum zu kritzeln!“ Erst jetzt bemerkte ich, dass ich die ganze Zeit Gedanken verloren auf seinem Tisch rum gekritzelt hatte. Ich spürte wie meine Wangen zu glühen begannen und zog schnell meine Hand von seinem Tisch. Die Tische in unserer Klasse stehen immer paar Weise nebeneinander und deshalb muss es mir entgangen sein das ich auf seinem Tisch rum gemalt hatte. Den Rest der Stunde ignorierte ich Austin und versuchte etwas vom Englischunterricht mit zu bekommen. Allerdings klappe es nicht so gut, weil ich mit meinen Gedanken bei meinem Bruder war. Ich wollte wissen was er macht und was er damit meinte als er sagte, dass ich genug wissen würde. Schließlich wusste ich so gut wie gar nichts über das was er tat und wo er sich aufhielt. Das Klingeln riss mich auf einmal aus meinen Gedanken. „Miss White?“, fragte Miss Shine und stoppte mich damit, beim Verlassen des Klassenraumes. „Ja?“ „Ich habe mir überlegt, dass sie ab sofort neben Mister West sitzen bleiben, weil sie dort nicht so viel während des Unterrichts quatschen.“ Was das ist nicht ihr ernst. Das wäre fast ein ganzes Jahr was ich dann mit ihm verbringen müsste. Tja Amie jetzt hast du wohl Pech gehabt. Ich atmete einmal tief durch und wollte gerade was erwidern als Miss Shine nur sagte: „Ich wünsche Ihnen eine schöne Pause.“ Daraufhin war sie auch schon verschwunden. Oh Mann das kann doch nicht wahr sein jetzt darf ich auch noch neben dem größten Idioten auf Erden sitzen. Er nervt einfach so. Allein seine Anwesenheit ist nerv tötend. Und wenn ich daran denke, dass er schon fast jedes weibliche Wesen an dieser Schule gefickt hat, wird mir einfach nur schlecht. Als ich Lucy und Elena vor dem Mädchenklo sah musste ich lächeln. Ich lief auf die beiden zu und fiel ihnen um den Hals. „Wo sind Anna und Laura?“, fragte ich Lucy. „Anna ist krank und Laura kommt erst nächste Woche wieder, weil ihre Eltern noch eine Woche länger in Deutschland bleiben müssen.“ Genau deshalb liebe ich Lucy so. Sie weiß immer das neuste und ist extrem neugierig. „Hat Anna was Schlimmes?“, fragte ich grinsend. „Anna und was schlimmes?!“ mischte sich jetzt Elena lachend ein. Wir stimmten mit ein. Sie hatte recht Anna würde auch zu Hause bleiben wenn ihr ein Fingernagel abgebrochen ist. Aber sie ist trotzdem ganz cool und gehört einfach zu uns. „Amie?“, fragte Elena während sie sich eine ihrer dunkelbraunen Strähnen um den Finger wickelte. „Ja?“ „Was wollte denn Miss Shine eigentlich von dir?“ „Ja das würde mich auch interessieren“, meinte Lucy. „Ach die blöde Kuh meinte das ich jetzt für den Rest des Schuljahres neben Austin sitzen darf.“, meinte ich genervt und beobachtete wie sich Teresa versuchte an Julian ran zu machen. Sie ist die Anführerin ihres Schlampen Clans. Als sie sich bückte um eine 2 Euro Stück aufzuheben, dass ihr „ausversehen“ runtergefallen war, rutschte ihr Minirock hoch und man konnte fast ihren ganzen Arsch sehen. Den Jungs schien das zu gefallen, denn sie fingen auf einmal an zu pfeifen und Julian schlug ihr sogar auf den Po. Lucy konnte sich vor Lachen kaum noch halten. Und auch ich fand es lustig wie sie es genoss, dass sich die Jungs an ihr aufgeilten. „Wie waren eure Ferien so“, fragte Elena. Lucy und ich sahen uns mit einem viel sagenden Blick an. Wir wussten beide, dass wir über die Geschehnisse lieber kein Wort verlieren sollten. Denn ich kenne meinen Bruder mittlerweile schon ein bisschen und wenn er mit etwas droht, dann zieht er das auch durch. Ich lächelte Lucy zu und sagte „Ich habe Lucy vom Flughafen abgeholt, weil die Fluggesellschaft am Streiken war und dann haben wir uns einfach entspannte Wochen bei mir zu Hause gemacht und wie waren deine Ferien so?“ Lucy sah mich erleichtert an. Ich wusste ganz genau, dass sie nicht gut Lügen konnte, deshalb habe ich mir schnell eine Story einfallen lassen. „Ich war mit meiner Familie in Paris. Es war dort wunderschön. Wir müssen da unbedingt mal zusammen hin. Der Eiffelturm sieht einfach nur traumhaft aus, wenn er beleuchtet ist.“ „Ja wir können ja mal ein Wochenende nach Paris. Nur wir 5 und sonst keiner. Das wäre bestimmt-“ „Hey komm mal runter Lucy. Du weißt doch noch gar nicht was Laura und Anna dazu sagen.“, unterbrach ich sie. Jetzt mussten wir alle lachen.
DingDangDong
Die Pause war irgendwie viel zu kurz. Die nächsten Stunden hatten wir getrennt und nicht im Klassenraum Unterricht. Yay, das heißt ich muss nicht neben Austin sitzen. Ich hatte jetzt nämlich Biologie und da war er Gott sei Dank nicht in meinem Kurs. Aber dafür werden die Laborpartner neu gewählt. Dummerchen. Ach ja das war ja heute. So eine Scheiße. Ich hoffe ich komme nicht mit irgendeiner von den Schlampen in eine Gruppe.
