Neuanfang - Aus Hass wird Liebe - Natali Allachwerdiew - E-Book

Neuanfang - Aus Hass wird Liebe E-Book

Natali Allachwerdiew

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Beschreibung

Nancy ist eine Alleingängerin. Sie hat eine beste Freundin und verbringt viel Zeit mit Mary oder im Gym. Als sie eines Tages ihre Freundin besucht stößt Nancy auf drei unbekannte Männer. Einer von Ihnen lässt jedoch nicht locker und es beginnt eine kleine romantische Reise. Denn aus Hass wird irgendwann Liebe.

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Veröffentlichungsjahr: 2024

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,,Überschrift 1“Es ist Freitagabend und ich habe nichts anderes zu tun als im Gym zu hocken. Nur noch einen Satz an der Beinpresse und dann ist Schluss für Heute. Ich setze wieder an und drücke die Beinpresse nach oben, löse die Sicherheitsstange und führe die Übung aus. Es ist Sommer. Die Sonne knallt durch die Scheibe. Der Deckenventilator bringt eh nichts. Meine Muskeln brennen jedes Mal beim Hochdrücken. Nur noch zwei Mal, dann habe ich es geschafft. Ich setze wieder die Sicherheitsstange, nehme meine Wasserflasche und begebe mich zu meinem Auto. Zu Hause angekommen schaue ich auf mein Handy. Mary, meine beste Freundin hat mir eine Nachricht geschickt: ,,Hi Süße, wir schmeißen gleich den Grill an. Komm vorbei, ich habe Neuigkeiten.'' Obwohl ich sehr kaputt von der Arbeitswoche bin, springe ich schnell unter die Dusche. Während ich das lauwarme Wasser genießen überlege ich, ob ich mich schminken soll. Ach ne, ein bisschen Creme reicht für heute aus. Nach der Dusche föhne ich meine Haare, creme mich ein und schlüpfe schnell in eine bequeme Leggins und ein Top. Es ist bereits fast 20 Uhr Abends und es sind immer noch 25 Grad draußen. Für das Wetter in Deutschland ungewöhnlich. Zum Abschied streichle ich meine geliebte Katze und verspreche nicht lange weg zu sein. Das heutige Training im Gym liegt mir irgendwie schwer in den Knochen. Seitdem ich wieder Single bin, verbringe ich viel Zeit im Fitnessstudio. So kann ich besser abschalten und muss mir nicht unnötige Gedanken machen, ob ich ausreichte oder ob ich eine so schlechte Partnerin in einer Beziehung war. Der gute Nebeneffekt. Ich baue Muskeln auf und das Abnehmen geht auch gut voran. Mittlerweile sind es schon 5 Kilo. Darauf bin ich richtig stolz. Ich bin nicht übergewichtig aber meine Figur hat mir schon immer irgendwie Sorge bereitet. Mit 60 Kilo liege ich eigentlich gut in der Mitte. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Auf der Fahrt zu Mary knurrt mein Magen. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass ich hungrig bin. Ich drehe die Lautstärke meiner Musik auf und verliere mich in einem Song nach dem Anderen. Die Fahrt vergeht wie im Flug, naja sind ja auch nur fünfzehn Kilometer. Ich parke mein Auto und steige aus. Sofort schlägt mir ein leckerer Geruch von gegrillten Würstchen und Steak in die Nase. Ich gehe in den Garten. Als Mary mich erblickt lacht sie strahlend auf und umarmt mich. Ihr Mann tut es ihr gleich. ,, Mhm... Das riecht aber gut. Ich bin am Verhungern.'' ,, Setzt dich'' sagt Mary, ,,ich habe eine Kleinigkeit für dich. '' Sie verschwindet kurz im Haus und kommt mit einer kleinen Geschenkbox raus, die sie mir freudestrahlend überreicht. ,, Was ist das?'', frage ich neugierig. ,,Mach schon auf.'' Mary springt wie ein kleines Kind auf und ab. So habe ich sie noch nie erlebt. Langsam und vorsichtig hebe ich den Deckel der Geschenkbox an und öffne sie. Im inneren liegen mehrere kleine Sachen. Ein kleiner Teddybär, kleine Babyschuhe, ein Ultraschallfoto und ein kleiner selbstgeschriebener Zettel, auf dem steht: ,, Möchtest du meine Patentante werden?" Tränen schießen mir in die Augen und ich falle Mary an den Hals. ,, Natürlich möchte ich die Patentante sein. Ich werde nicht nur Patentante, sondern Tante. Auch wenn wir nicht Blutsverwand sind. Es wird meine Nichte sein. Herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich wirklich von Herzen für euch. Ihr habt euch schon so lange ein Kind gewünscht." Mary rollt eine Träne an der Wange runter. ,,Ich weiß. Du wirst die beste Tante auf der Welt sein. Wir sind so aufgeregt und können es selbst noch nicht fassen. Aber die Morgenübelkeit macht mir etwas zu schaffen." ,,Das legt sich bestimmt bald wieder", versuche ich Mary zu ermuntern. Timo, der vorher am Grill stand beobachtet uns eine Weile und entscheidet sich uns kurz Gesellschaft zu leisten. Ich umarme ihn und gratuliere. Schließlich wird man ja nicht jeden Tag Papa. Timos Handy klingelt. Mürrisch schaut er drauf und nimmt den Anruf entgegen. Das Telefonat beschert Timo schlechte Laune. ,,Alles in Ordnung bei Ihm", frage ich Mary. Ohne Timo aus den Augen zu lassen zuckt sie mit den Schultern. Timo legt auf und schaut zu uns rüber. Bei dem besorgten Gesicht seiner Frau geht er auf sie zu und drückt ihr einen Kuss auf die Stirn. ,,Alles in Ordnung?", fragt Mary. ,,Ja, alles gut. Manfred möchte gleich vorbeikommen. Das passt mir eigentlich gar nicht, aber er lässt sich so schlecht abwimmeln. Er hat sich in letzter Zeit ziemlich verändert, seitdem er sich mit seinen neuen Kollegen abgibt. Sehr frauenfeindlich und unhöflich. Seine Manieren lassen auch zu wünschen übrig." ,,Ach ,halb so schlimm", lenkt Mary ein. ,,Dann stellen wir eben noch einen Teller dazu und essen gemütlich zusammen." Sofort macht sie sich auf den Weg, um noch Teller und Besteck zu holen. Timo schaut so lange nach den Steaks. Ich mache es mir bereits am Tisch in der Sonne gemütlich. Mary kommt mit noch ein paar Teller und frischem Besteck zurück. Ich schließe meine Augen und genieße die Ruhe. ,,Das sieht ja gut aus Junge", ruft eine unbekannte Stimme. Ich öffne die Augen und sehe drei Männer auf Timo zu laufen. Beim Anblick der drei Männer wird Timos Gesichtsausruck noch mürrischer. Überschwellig begrüßen sich die Männer und gesellen sich zu uns an den Tisch. ,,Schön, dass ihr da seid. Lasst uns essen", begrüßt Mary ihren Besuch. Sie war immer schon höflich und nett und ließ sich Stress oder unerwünschte Gäste nie anmerken. Dafür bewundere ich sie ziemlich. Ich kann sowas nicht. Als alle am Tisch sitzen, schaue ich in die Runde. ,,Hi, ich bin Nancy," stelle ich mich vor. Ein Typ, der sich später als Manfred rausstellt, schaut mich an. Erst blickt er lange in mein Gesicht und später auf meine Brust. Ohne was zu sagen, grinst er nur und schüttelt den Kopf. Sofort bekomme ich rote Wangen. Es ist mir so unangenehm. Ich mag es nicht, wenn man mich so mustert und dann auch noch lacht. Macht er sich über mich lustig. In mir wächst eine Abneigung gegen diesen Mann ohne, dass ich ihn wirklich kenne. Mary reicht mir den Salat. Ich fülle ihn mir auf den Teller und möchte mir gerade ein Steak auf den Teller legen als auf einmal Manfred mich anschaut und grinsend sagt: ,,Salat reicht dir bestimmt aus. Bei deiner Figur steckt dein Hintern gleich im Stuhl fest." Schlagartig vergeht mein Appetit. Meine Wangen und meine Augen fangen an zu brennen. Schock, entsetzten und Trauer mischt sich in meinem Inneren. Die Freunde von Manfred lachen vor sich hin. Timo und Mary hingegen schauen ihn genauso entsetzt an wie ich. Hier will ich nicht länger bleiben. Nicht mit solchen Menschen an einem Tisch. ,,Ich fahre doch lieber nach Hause. Danke für die Einladung. Wir schreiben später", sagt ich zu Mary und stehe auf. ,,Nein, bitte bleib noch. Hör nicht auf diesen Idioten." Ich lächle meine Freundin an und umarme sie zum Abschied. ,,Hab dich lieb." Mit den Worten mache ich mich auf den Weg zum Auto. Beim Weggehen höre ich Timo mit Manfred diskutieren. Irgendwas mit, dass man Frauen so nicht behandelt und dass er sich ziemlich verändert hat. Als ich im Auto sitze, brennen meine Wangen und meine Augen immer noch. In Gedanken versunken fahre ich nach Hause. Mir geht viel durch den Kopf. War ich immer noch zu dick? Hatte ich zu enge Sachen an? Wieso habe ich in letzter Zeit so viel Pech? Ich habe mir in den letzten Monaten so viel Mühe mit meiner Figur gegeben. Auf meine Ernährung habe ich auch geachtet. Zuhause angekommen schaue ich mich eine Weile im Spiegel an. Erst betrachte ich mein Gesicht. Mein Wunsch war es immer schöne blaue Augen zu haben, stattdessen sind sie braun mit einem kleinen Gelbstich. An meiner Figur habe ich immer was auszusetzen. Meine Beine sind zu dick und meine Hüfte zu breit. Das Einzige, was mir gefällt sind meine Tattoos. Je länger ich mich im Spiegel ansehe, desto trauriger werde ich. Ich mochte einfach nicht, wie ich aussah. Eine Träne rollte mir die Wange runter, dann eine zweite, dann eine dritte und am Ende ein ganzer Fluss. Ich wollte mich nur in mein Schneckenhaus verkriechen und nie wieder rauskommen. Im Bett ziehe ich mir meine Decke über den Kopf und lasse meinen Tränen freien Lauf. Bald schlafe ich ein, ohne es zu merken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kapitel:2Am nächsten Tag werde ich für meine Verhältnisse ziemlich spät wach. Ein Blick auf mein Handy zeigt mir, dass es bereits zehn Uhr morgens ist. Eine Nachricht von Mary war gestern bereits eingegangen. In meinem Selbstmitleid hatte ich nicht mehr aufs Handy geschaut. Ich öffne die Nachricht. ,,Süße bist du gut angekommen? Tut mir leid, wie es heute Abend gelaufen ist. Ich hab dich lieb." Was soll ich drauf antworten. Natürlich kann sie nichts dafür. Sie muss sich für nichts entschuldigen. Solange ich eine Antwort in meinem Kopf vorbereite, kommt die nächste Nachricht rein. ,,Bist du schon wach? Heute Abend ist ein kleines Live-Konzert am See. Lass uns zusammen hingehen. Sei um 19 Uhr am See. Bis später." Ein Live-Konzert heute Abend. Da habe ich überhaupt keine Lust drauf, aber ich weiß auch, dass Mary keine Wiederrede dulden wird. Wenn es sein muss, wird sie mich an den Haaren dahin schleifen. Also quäle ich mich aus dem Bett. Im Badezimmerspiegel sehe ich wie geschwollen meine Augen vom Weinen sind. ,,Ach ja." Ich wasche mir mein Gesicht und putze mir die Zähne. Da ich gestern nichts mehr gegessen habe, kommt schon die Übelkeit hoch. Also mache ich mir einen Sandwich und einen Cappuccino. Das Frühstück nehme ich heute vor dem Fernseher ein. Es läuft gerade meine Lieblingssendung, die Nanny. Die Serien sind zwar alt, aber das ist mir egal. Bei den Serien kann ich immer gut abschalten und sogar lachen. Irgendwie vergeht der Tag wie im Flug. Als ich auf die Uhr schaue, ist es bereits 18 Uhr. Mist, ich muss mich noch fertig machen. Eilig ziehe ich mir meine Lieblingsjeans und einen Top an. Im Badezimmer lege ich mir Make-up auf. Etwas Wimperntusche und Lipgloss sollten reichen. Mit dem Glätteisen gehe ich schnell durch die Haare. Das Handy klingelt und Mary steht auf dem Display. ,,Hi. Alles klar?" ,höre ich Mary am anderen Ende der Leitung sagen, bevor ich überhaupt etwas sagen kann. ,,Hi. Alles bestens. Ich fahre gleich schon los." Mary quickt begeistert: ,,Supi. Bis gleich." Also schlüpfe ich in meine Lederjacke und in die Sneaker. Während der Fahrt drehe ich die Musik sehr laut auf. Die laute Musik tut gut und übertönt meine Gedanken. Am See angekommen finde ich schwer einen Parkplatz. Wow, es muss ganz schön was los sein. Nach drei Mal im Kreis fahren entdecke ich eine kleine Parklücke. Endlich. Ich steige aus und schaue nochmal auf mein Handy. Danach gehe ich den schmalen Gehweg zum See runter und sehe Mary und Timo von weitem Winken. Sofort bekomme ich gute Laune. Ich freue mich so für die Beiden, dass sie so glücklich zusammen sind. Hoffentlich kann ich auch bald so glücklich sein. Bei Ihnen angekommen umarme ich sie. Eine Cola steht für mich schon bereit. Mary hat ein Wasser und Timo ein Bier. Wir stoßen an und im gleichen Moment begrüßt der Veranstalter auf der Bühne das Publikum. Als erstes spielt eine Band, die ich nicht kenne. Die Musik gefällt mir trotzdem. Mary und ich tanzen, singen und haben unseren Spaß. Timo beobachtet uns amüsiert. Vom vielen tanzen überkommt uns der Durst. Wir gesellen uns zu Timo an den Stechtisch und ruhen uns aus. Man sieht Mary ihre Müdigkeit sehr an. Gerade als ich einen Schluck meiner Cola nehme, höre ich eine Stimme hinter mir. ,,Ej Mann. Ihr seid auch hier." Ich erstarre. Die Stimme habe ich sofort erkannt, obwohl ich sie nur einmal gehört habe. Schon erscheint Manfred an unserem Tisch. Im Schlepptau seine zwei Freunde von gestern. Meine Stimmung sinkt sofort in den Keller. Manfred schaut mich wieder grinsend an. ,,Hallo Schönheit. In dieser Jeans sieht dein Hintern viel kleiner aus. Wie wäre es mit einem kleinen Date in meinem Auto?" Ein Gefühl von ekel überkommt mich. Ohne ihn eines Blickes zu würdigen, schaue ich meine schwangere Freundin an. ,, Ich mach mich schonmal auf den Weg nach Hause. Sehen wir uns nächste Woche? Unser Shoppingausflug?" Mary zwinkert mir zu. Zum Abschied umarmen wir uns. Ich drehe mich um und will gehen, bis sich mir einer von Manfreds Freunden in den Weg stellt. ,,Willst du gar nicht antworten", fragt er. Meine Wut wächst von Minute zu Minute. Ich schaue mir den Typen an. Hellbraune Haare, blaue Augen, trainierte Figur und groß. Genervt schaue ich zuerst zu den Leuten hinter mir und dann den Typen an. ,,Lass sie Noah", höre ich Timo streng sagen. Noah heißt er also. ,,Ich mach doch nichts. Sie kann ja auch auf ein Date mit mir gehen." Ich verdrehe die Augen und gehe an ihm vorbei, laufe Richtung Parkplatz. Es ist schon dunkel und es gibt wenig Laternen. Auf einmal spüre ich wie mich jemand ruckartig am Arm packt und umdreht.

---ENDE DER LESEPROBE---