Neue Medien und Mediensozialisation - Karsten Golze - E-Book

Neue Medien und Mediensozialisation E-Book

Karsten Golze

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Beschreibung

Examensarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Pädagogik - Medienpädagogik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Philosophische Fakultät), Sprache: Deutsch, Abstract: „Was als ein Strom nützlicher Informationen begann, hat sich inzwischen in eine Sturzflut verwandelt.“ Neil Postman hätte es nicht besser treffen können, als er diese Aussage über die immense Entwicklung der Medien vor über mehr als 20 Jahren tätigte. Heute besticht es trotz alle dem durch Voraussicht und Aktualität. Auch wenn Postman zu seiner Zeit vor allem auf das Medium Fernsehen anspielte, muss man sich heute eingestehen, dass die zitierte Sturzflut an Informationen mittlerweile aus weit mehr als nur dem Fernsehen besteht. Internet, Computer, MP3, iPhone, eBook und HDTV sind Schlagworte, die seit geraumer Zeit aus dem Vokabular der modernen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sind. Während schon der Großteil der Erwachsenen Probleme hat, mediale Zusammenhänge zu begreifen und Gefahren der Medien zu erkennen, wirken neue Medien auf Kinder und Jugendliche umso stärker. Denn das ausgehende 20. Jahrhundert war dadurch geprägt, dass sich die Medien zu einer mächtigen Sozialisationsinstanz, neben den traditionellen Erziehungsinstitutionen wie Elternhaus, Gleichaltrigengruppen und Schule, entwickelt haben. Nicht umsonst werden Medien auch als die »heimlichen Erzieher« der Heranwachsenden bezeichnet. Das Aufwachsen hat sich also in der moderten Gesellschaft zunehmend verändert. In der vorliegenden Arbeit soll daher versucht werden diese Fragen zu beantworten. Dabei wird zunächst auf die heutige Entwicklung von neuen Medien eingegangen, indem theoretische und geschichtliche Aspekte der Medien aufgezeigt werden. Die Begriffe Mediensozialisation und Mediennutzung werden dann genauer analysiert und zwei aktuelle empirische Mediennutzungsstudien angesprochen, um schließlich drei große Aspekte der Mediensozialisation und dem Aufwachsen in der Mediengesellschaft zu beleuchten. Diese wären erstens der Alltag rund um Familie und Peergroup, zweitens das Mediennutzungsverhalten in der Freizeit und drittens die Folgen der Mediatisierung für Sprache und Kommunikation. Im letzten großen Abschnitt soll dieser Wandel der Kindheit und Jugend vor dem Hintergrund der Medienpädagogik und deren Aufgaben für die schulische Medienerziehung diskutiert werden. Das Ziel der vorliegenden Arbeit soll daher sein, mediale Auswirkungen auf die Kindheit und Jugend in wichtigen Bereichen ihres Alltags zu untersuchen, um letztendlich die Frage zu klären, wie erziehenden Instanzen, wie Schule und Lehrer den medialen Einfluss auf ihre Schüler kompensieren können.

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Veröffentlichungsjahr: 2010

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Inhalt

 

Hinführung

Eine Sturzflut an Informationen

A. Medientheorie und Medienentwicklung

»Der Pegel steigt«

1. Zur Theorie der Medien

1.1 Grundlegendes zur Medien- und Kommunikationstheorie

1.2 Spezielle Medientheorien

2. Zur Entwicklung der Medien

2.1 Mündlichkeit vs. Schriftlichkeit und sprachbasierte Medien

2.2 Modernisierung und Digitalisierung der Medien

2.3 Die Zukunft der Medien: Mediengesellschaft 2.0

B. Mediensozialisation

Vom »Sturz ins ,mediale'Nass« bis zum »Treiben in der Flut«

1. Mediensozialisationsforschung

1.1 Theoretische Grundlagen der Mediensozialisation

1.2 Mediennutzung und empirische Befunde

2. Neue Medien in Familie und Peergroup

2.1 Neue Medien und Familie

2.2 Neue Medien und Peergroup

3. Neue Medien in der Freizeit

3.1 Neues Freizeitverhalten durch neue Medien

3.2 Der Fernseher - Leitmedium der Kindheit und Jugend

3.3 Videospiele - PC und Konsole als virtuelle Spielplätze

3.4 Internet und Handy - Kommunikation für jeden und überall

4. Neue Medien und Sprache

4.1 Grundlagen der computervermittelten Kommunikation

4.2 Netzkommunikation und Netzsprache

4.3 Verfall der Sprache durch computervermittelte Kommunikation?

C. Medienpädagogik »Das rettende Ufer?«

1. Medienpädagogische Ansätze, Aufgaben und Ziele

1.1 Medienpädagogische Entwicklung und Ansätze

1.2 Aufgaben und Ziele der schulischen Medienpädagogik

2. Die Integration der Medienpädagogik in den Unterricht

2.1 Konzeptionen und Rahmenbedingungen

2.2 Mediendidaktik - Lehren und Lernen mit neuen Medien

Ausblick

Untergehen in der Sturzflut der Medien - Eine »Katastrophe«, die verhindert werden kann

Literaturangaben

 

Hinführung

Eine Sturzflut an Informationen

„Was als ein Strom nützlicher Informationen begann, hat sich inzwischen in eine Sturzflut verwandelt."

Neil Postman hätte es nicht besser treffen können, als er diese Aussage über die immense Entwicklung der Medien vor über mehr als 20 Jahren tätigte. Denn - so in die Jahre gekommen das Zitat auch sein mag - besticht es trotz alle dem durch Voraussicht und Aktualität. Auch wenn Neil Postman, amerikanischer Medienwissenschaftler und Medienkritiker der ersten Stunde, zu seiner Zeit vor allem auf das Medium Fernsehen anspielte, muss man sich heute eingestehen, dass die zitierte Sturzflut an Informationen mittlerweile aus weit mehr als nur dem Fernsehen besteht.

Internet, Computer, MP3, iPhone, eBook und HDTV sind Schlagworte, die seit geraumer Zeit aus dem Vokabular der modernen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sind. Der Volksmund würde von sogenannten Massenmedien sprechen. Ein Begriff, der sich eingebürgert hat und nahezu alle Medien beschreibt, die heutzutage das Leben der Menschen beeinflussen. Außerdem ein Begriff, der mit seiner Doppeldeutigkeit Neil Postmans Aussage in einem gewissen Maße unterstützt: Massenmedien einerseits als Medien für die Massen, andererseits als Medien en masse. Betrachtet man diese Tatsache genauer, so stellt sich heraus, dass es sich hierbei um zwei ganz verschiedene Seiten einer Medaille handelt. Die breite Masse sieht die Entwicklung der Medien wohl als Fortschritt und somit als positive Entwicklung der Gesellschaft. Dem kann man insofern zustimmen, als dass das Leben mit neuen Medien in der Tat leichter für die Menschen geworden ist. Globale Vernetzung und die schier unendliche Verfügbarkeit an Informationen rund um die Uhr sorgen für einen gewissen Komfort im Alltag. Gespräche werden nun unkompliziert im Chat oder über Voice-over-IP geführt, Wochenendausflüge werden schnell mit dem Online-Routenplaner organisiert, Kochrezepte werden vom virtuellen Chefkoch nach Bewertungen der Nutzer sortiert und danach ausgewählt und auch das Lernen fällt heute leichter mit Wikipedia & Co. Das traditionelle Gespräch, der Straßenatlas, Omas Kochbuch und der Brockhaus in Buchform haben heutzutage augenscheinlich ausgedient. Ob diese Entwicklung im Sinne der Menschen und der zukünftigen Gesellschaft ist, bleibt zunächst dahingestellt. Es sei nämlich dazu gesagt, dass die Stimmen der Kritiker der neuen Medien und deren Warnungen vor den Auswirkungen auf die Gesellschaft mindestens genauso laut sind, wie die der Medienmacher. Die andere Seite der Medaille muss demnach aus medienkritischer Perspektive gesehen werden.

Denn der heutige Mediennutzer ist der Informationsflut beinahe schutzlos ausgeliefert. Viel zu selten werden Medien hinterfragt. Es wird sich meist darauf beschränkt, Medien und ihr Potenzial zu nutzen. Dabei wird die problematische Seite der neuen Medien unterschätzt, ja gar ignoriert. „Medien prägen (heimlich) nicht nur die gesamte Kultur und das soziale Milieu einer Gesellschaft, sondern der Mensch selbst ist nicht denkbar ohne Medien [...]" (Kloock 1997: 100). Den Medien wird eine besondere Macht zugeschrieben. Medien beeinflussen den Menschen. Sie haben die Fähigkeit Menschen zu manipulieren, zu erziehen, Identitäten und Meinungen zu bilden und letztendlich zu sozialisieren (vgl. Süss et al. 2010: 18). Dabei seien nur wenige Beispiele, wie Werbung, Fernsehbeiträge, Internetseiten, Handyvideos oder Computerspiele genannt, die zeigen, wie uns die Medien im Alltag erreichen können. Mittlerweile ist die Ausbreitung der neuen Medien unkontrollierbar geworden. Die Übersicht hat man längst verloren. Während schon der Großteil der Erwachsenen Probleme hat, mediale Zusammenhänge zu begreifen und Gefahren der Medien zu erkennen, wirken neue Medien auf Kinder und Jugendliche umso stärker. Denn „das ausgehende 20. Jahrhundert war dadurch geprägt, dass sich die Medien zu einer mächtigen Sozialisationsinstanz, neben den traditionellen Erziehungsinstitutionen wie Elternhaus, Gleichaltrigengruppen und Schule, entwickelt haben" (Treumann et al. 2007: 28). Nicht umsonst werden Medien auch als die »heimlichen Erzieher« der Heranwachsenden bezeichnet. Das Aufwachsen hat sich also in der modernen Gesellschaft zunehmend verändert. Kinder lernen schon von klein auf mit Medien zu leben, sie zu akzeptieren und mit ihnen zu interagieren. Da Heranwachsende - im Gegensatz zu Erwachsenen - noch weniger festgelegt und damit offener für Vorbilder sind, stellen sich Medien als eine der wichtigsten Konstanten in jungen Jahren heraus. Der wechselseitige Prozess, den ein Kind durchläuft während es unter dem ständigen Einfluss der Medien aufwächst, wird in der heutigen Forschung Mediensozialisation genannt. Man versteht darunter den Erwerb der nötigen Kompetenzen, die ein Kind benötigt, um vollwertiges Mitglied der Gesellschaft - um genauer zu sein - der Mediengesellschaft zu werden. Um dieser gerecht zu werden, erlebt ein Heranwachsender zwangsläufig einen ganz anderen Alltag, als es noch dessen Eltern taten (vgl. Süss 2004: 25ff.).

Viele Lebensbereiche des Kindes sind dabei betroffen. Sei es Familie, Freunde, Freizeit, Kommunikation oder Schule. In allen sozialen Bereichen werden Kinder mit neuen Medien konfrontiert und vor höchst anspruchsvolle Aufgaben gestellt. Diese medialen Herausforderungen haben großen Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes und können das Erwachsenwerden durchaus verändern. Doch wie sehen diese Veränderungen aus? Inwiefern unterscheidet sich das Aufwachsen mit neuen Medien zum früheren Aufwachsen ohne den neuen medialen Einfluss? Gibt es Hoffnung, die Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen und die Einflüsse der Medien durch Eltern und Erwachsene zu kontrollieren? Oder verschwindet die Kindheit allmählich, so wie es auch Neil Postman postulierte, indem er in seinem Buch »Das Verschwinden der Kindheit« davor warnte, dass den Eltern und Erziehern durch neue Medientechnologien die Erziehungskompetenz und die kontrollierte Wissensvermittlung entzogen würde (vgl. Postman 2006: 86).

In der vorliegenden Arbeit soll versucht werden diese Fragen zu beantworten. Dabei wird zunächst auf die heutige Entwicklung von neuen Medien eingegangen, indem theoretische und geschichtliche Aspekte der Medien aufgezeigt werden. Die Begriffe Mediensozialisation und Mediennutzung werden dann genauer analysiert und zwei aktuelle empirische Mediennutzungsstudien angesprochen, um schließlich drei große Aspekte der Mediensozialisation und dem Aufwachsen in der Mediengesellschaft zu beleuchten. Diese wären erstens der Alltag rund um Familie und Peergroup, zweitens das Mediennutzungsverhalten in der Freizeit und drittens die Folgen der Mediatisierung für Sprache und Kommunikation. Im letzten großen Abschnitt soll dieser Wandel der Kindheit und Jugend vor dem Hintergrund der Medienpädagogik und deren Aufgaben für die schulische Medienerziehung diskutiert werden. Das Ziel der vorliegenden Arbeit soll daher sein, mediale Auswirkungen auf die Kindheit und Jugend in wichtigen Bereichen ihres Alltags zu untersuchen, um letztendlich die Frage zu klären, wie erziehenden Instanzen, wie Schule und Lehrer den medialen Einfluss auf ihre Schüler kompensieren können, welche Probleme dabei auftreten und welche Voraussetzungen herrschen müssen, um erfolgreiche Medienarbeit mit Heranwachsenden stattfinden zu lassen.

A. Medientheorie und Medienentwicklung

»Der Pegel steigt«

 

1. Zur Theorie der Medien

 

Der Begriff »Medien« ist mittlerweile ein weit ausgedehnter Begriff. Im Alltag ist er allgegenwärtig und wird für viele verschiedene Objekte verwendet. Sei es für elektronische Geräte (wie Fernseher, Computer oder Telefon), drucktechnisch produzierte Informationsträger (wie Zeitung, Buch oder Plakate) oder auch neuzeitliche Speichermedien (wie CD, DVD oder USB-Stick). Der Medienbegriff etabliert sich also zunehmend als Schlüsselbegriff der heutigen Gesellschaft. So universal und allgegenwärtig allerdings dieser auch sein mag, so heftig diskutiert wird auch seine Unschärfe. Tatsächlich ist es nämlich so, dass sich die Wissenschaft keineswegs einig darüber ist, was denn genau unter einem Medium zu verstehen ist. Es existieren viele gegensätzliche und konkurrierende Ansätze der Begriffsbestimmungen, die sich als ein recht unüberschaubares Gewirr an Medientheorien entpuppen. Eine einheitliche Theorie gibt es nicht, „Medientheorien gibt es gegenwärtig nur im Plural" (Lagaay/Lauer 2004: 8). Hinzu kommt erschwerend, dass deswegen nicht nur Laien, sondern auch wissenschaftliche Autoren das Wort »Medien« auf ganz unterschiedliche Weise verwenden. Wie oben schon beschrieben, versteht die breite Masse unter Medien etwas Modernes, oft auch verbunden mit elektronischen und technischen Objekten. Der Begriff des Mediums ist allerdings viel älter, als sich manch einer vorstellen könnte. Schon im 17. Jahrhundert wird der ursprünglich lateinische Begriff medium im Deutschen verwendet. Er hatte zahlreiche Bedeutungen, wie die »Mitte« bzw. »Milieu« (im Sinne von räumlicher Mitte), »Mittler« (im Sinne von Übermittler) oder auch »Mittel« (im Sinne von einem Werkzeug/Hilfsmittel) (vgl. Lagaay/Lauer 2004: 10f.). Doch was bedeuten diese Definitionen für das heutige Medienverständnis? Um diese Frage zu klären, muss man den Blick auf gängige Medientheorien richten. Die beinahe unzählbaren Ansätze müssen dafür zunächst gefiltert werden, damit man sich ein Bild für die heutige Situation machen kann. Daher wird im Folgenden auf ausgewählte Medientheorien eingegangen, die sich im Besonderen dazu eignen, das heutige Verständnis von Medien im Zusammenhang mit Kommunikation zu definieren. Nach einer groben Einordnung und Differenzierung verschiedener Medienbegriffe und grundlegenden Erklärungen zur Kommunikations- und Zeichentheorie, soll das Augenmerk dann auf einige explizite Medientheorien gerichtet werden, die sich besonders gut eignen, um das heutige Verständnis von Medien im Alltag zu skizzieren. Abschließend zu diesem Kapitel soll außerdem der Medienbegriff speziell für den schulischen Kontext im Mittelpunkt stehen.

 

1.1 Grundlegendes zur Medien- und Kommunikationstheorie

 

Wie weiter oben schon erwähnt, lassen sich die unzähligen Medientheorien nicht als ein einheitliches Konstrukt oder gar als die eine gültige Medientheorie erfassen. Vielmehr existieren viele verschiedene wissenschaftliche Strömungen, die sich mit dem Begriff des Mediums auseinandersetzen. Um diese zu ordnen und somit den Überblick über die theoretischen Aspekte der Medien nicht zu verlieren, sollen an dieser Stelle zunächst grundlegende Ideen der Kommunikations- und Zeichentheorie, sowie eine allgemeine Klassifizierung der Medien erfolgen, bevor einige spezielle Medientheorien ausführlicher behandelt werden.

 

1.1.1 Kommunikations- und Zeichentheorie

 

Möchte man den Begriff der Medien stark verallgemeinern, so könnte man ein Medium als Vermittlungsinstanz eines Kommunikationsprozesses beschreiben. Man könnte also sagen, dass Kommunikation auf ein Medium als Mittler angewiesen ist. Kommunikation ist wiederrum angewiesen auf Zeichengebrauch eines Senders. Daraus wird gefolgert, dass die Theorie der Kommunikation und der Zeichen eng mit der Bestimmung des Begriffs der Medien zusammenhängen und deren Erläuterung daher einer Auseinandersetzung mit der Medientheorie vorangehen muss. Mit den ersten technischen Erfindungen zur Kommunikation, wie zum Beispiel dem Funk, wurde auch darüber nachgedacht, was Kommunikation aus theoretischer Perspektive genau sei. Dies führte zu einem einfachen Kommunikationsmodell, auf dem jede weitere kommunikationstheoretische Überlegung aufbaute. Dieses Modell besteht aus einem Sender, einem Empfänger, einer Botschaft und einem Kanal. Letzterem ist die Rolle des Mediums, des Vermittlers, zugetragen (vgl. Böhn/Seidler 2008: 2).

 

Eine Erweiterung erfuhr das Modell 1960 mit dem Linguisten Roman Jakobson. Er fügte dem Modell zwei weitere Elemente zu und schaffte es somit die Kommunikation zwischen zwei Menschen auf kommunikationstheoretischer Ebene sehr genau zu beschreiben. Zunächst fügte er den Begriff »Kontext« hinzu. Hiermit werden die Rahmenbedingungen einer Kommunikation beschrieben. Diese haben objektiv betrachtet viele Interpretationsmöglichkeiten, je nach dem in welchem Kontext eine Aussage getätigt wird. Ein Beispiel hierfür wäre die gemeinsame deiktische Basis, die Kommunikationspartner nur haben können, wenn sie räumlich nicht getrennt sind. Der zweite neue Begriff ist der des »Kodes«. Der Kode bezeichnet das gemeinsame Zeichensystem, das den Kommunikationspartnern zugrunde liegen muss, damit Kommunikation erfolgreich sein kann. Dies kann eine gemeinsame Sprache oder auch gemeinsames Expertenwissen sein (vgl. Nöth 2000: 105).

 

Kommunikation findet mittels Zeichen statt. Daher haben Zeichen und deren Wissenschaft - die sogenannte Semiotik - auch einen großen Anteil an der theoretischen Erarbeitung des Medienbegriffs. Eines der bekanntesten Zeichenmodelle stammt von dem schweizerischen Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure. Er beschäftigte sich insbesondere mit dem Zeichencharakter der Sprache. Dabei arbeitete Saussure vor allem mit der Struktur sprachlicher Zeichen und begründete die sprachwissenschaftliche Richtung des »Strukturalismus« (vgl. Busch/Stenschke 2007: 21). De Saussure bezeichnet die Sprache als eine Art System aus Zeichen, das immer einer gewissen Struktur und bestimmten Regeln unterliegt (vgl. Mesch 2003: 3). Zudem war er der Meinung, dass das Sprachsystem das wichtigste aller Systeme der Menschen sei und nannte die Sprache daher auch fait social, eine soziale Sache, die das soziale Leben der Menschen regelt und immer regeln wird (vgl. Köller 1977: 19). Da Sprache für de Saussure aber auch ein sehr abstrakter Begriff ist, der unterschiedliche Bedeutungen einnehmen kann, unterscheidet er zwischen verschiedenen Eigenschaften von Sprache. Bedingt durch die strukturalistische Untersuchung der Sprache, führte de Saussure sogenannte Begriffspaare ein, die Grundeigenschaften von Sprache beschreiben sollen. Zu nennen wäre hierbei vor allem das Paar signifiant und signifie.

 

Beide Ausdrücke beschreiben ein Zeichen mit zweierlei Seiten, nämlich mit dem Ausdruck und der Vorstellung, die durch den Ausdruck ausgelöst wird. Es besteht also eine Verbindung zwischen einem gesprochenen Wort (Lautbild) und der Vorstellung des gemeinten Gegenstands. De Saussure veranschaulicht den ganzen Vorgang, indem er die Verbindung zwischen dem Bezeichnenden (signifiant) und dem Bezeichneten (signifie) mit der Vorder- und Rückseite eines Blattes Papier vergleicht, die untrennbar zusammenhängen. Ein akustisches Signal (signifiant) löst demnach also immer einen gewissen Reiz auf einen Hörer aus. Dieser Reiz wird verarbeitet und aktiviert dann ein signifie, d. h. einen gespeicherten Gedanken, der mit dem Signal direkt verbunden ist (vgl. Köller 1977: 22f.). Da diese zwei Aspekte so eng miteinander verbunden sind, wird die Zeichentheorie von de Saussure auch »Bilateraler Zeichenbegriff« genannt.

 

Eine weitaus allgemeinere Zeichentheorie stelle Charles S. Peirce auf. Als amerikanischer Pragmatiker war er einer der Vorreiter der wissenschaftlichen Semiotik. Laut seiner Aussage bilden Zeichen die Basis für alle Wissenschaften, da ohne Zeichen keine Kommunikation und somit auch keine Wissenschaft möglich sei (vgl. Pointner 1990: 54).

 

Auf Grund dieser Annahme entwickelte Peirce eine Zeichentheorie, in der er »Zeichen« wie folgt definierte:

 

„A sign, or representamen, is something which stands to somebody for something in some respect or capacity. It addresses somebody, that is, creates in the mind of that person an equivalent sign, or perhaps a more developed sign. That sign which it creates I call the interpretant of the first sign. The sign stands for something, its object. It stands for that object not in all respects, but in the reference to a sort of idea, which I have sometimes called the ground of representamen." (Peirce 1966, zit. nach Withalm 2010: 128)

 

Demnach steht ein Zeichen immer für eine spezielle Sache, eine Person oder einen Sachverhalt. Deutlich wird hier auch gemacht, dass ein Zeichen immer für einen Empfänger bestimmt ist. Die Aufgabe dieses Empfängers ist es, das Zeichen aufzunehmen und fortan das Zeichen kognitiv zu verarbeiten. Dabei bildet sich in Gedanken des Empfängers ein eigen entwickeltes Zeichen des tatsächlichen Zeichens. Dieses gedankliche Zeichen nennt Peirce »Interpretant«. Dieser »Interpretant« hat im Endeffekt eine bestimmte Bedeutung für den jeweiligen Empfänger und wird folglich auch nach dieser Bedeutung weiter verarbeitet.

 

Peirce entwickelte im Zuge seiner Zeichentheorie drei spezielle Zeichentypen. Als Erstes wäre hier der »Index« zu nennen. Der Index soll hier als ein Anzeichen für eine bestimmte Sache oder Sachverhalt stehen. Dieses Anzeichen wird normalerweise als eine Folge eines Geschehens dargestellt. Dies kann beispielsweise ein Symptom einer Krankheit sein. Der Arzt sieht das Symptom als Anzeichen (oder Index) einer bestimmten Krankheit. Durch einen Index kann also eine bestimmte Folge oder Annahme abgeleitet werden, die allerdings nicht direkt vom Zeichen dargestellt wird, sondern bestimmte kognitive Arbeit voraussetzt.

 

Neben dem Index wird als zweites das »Ikon« genannt. Ein Ikon ist ein Zeichen, dass sich dem bezeichneten Objekt in irgendeiner Hinsicht ähnelt. Es könnte als Abbild des Objekts bezeichnet werden. Beispiele hierfür können im alltäglichen Leben fast überall gefunden werden. So zum Beispiel, wenn man Verkehrsschilder, wie das für Wildwechsel, betrachtet. Dabei wird vor kreuzenden Wildtieren gewarnt, indem ein springender Hirsch, als Abbild eines kreuzenden Tieres, den entsprechenden Warnhinweis gibt.

 

Der dritte Zeichentyp ist das »Symbol«. Symbole sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich weder durch Folge- noch durch Ähnlichkeitsverhältnisse ausdrücken. Dabei sind vor allem die Zeichen gemeint, die in einem willkürlichen Verhältnis zum Bezeichneten stehen. Ein gutes Beispiel ist wieder bei den Verkehrszeichen zu finden. So ist beispielsweise die rote Farbe um ein Verkehrsschild ein Symbol für Gefahr. Nicht weil es einen besonderen Zusammenhang zwischen der Farbe Rot und dem Hinweis Gefahr gäbe, sondern weil sich die Farbe Rot als solch ein symbolischer Hinweis eingebürgert hat (vgl. Böhn/Seidler 2008: 9).

 

Nach diesem kurzen Exkurs zur Kommunikations- und Zeichentheorie wird also deutlich, dass Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Semiotik nah beieinander liegen. Man kann sogar so weit gehen und behaupten, dass Medien ohne Kommunikation und Zeichen nicht existieren können. Denn erst Kommunikation und Sprache ermöglichen einen Informationsfluss zwischen Menschen. Beschäftigt man sich also mit dem Phänomen der Medien und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft, ist es unabdingbar grundlegende Überlegungen der Kommunikationsund Zeichentheorie zu kennen und zu verstehen.

 

1.1.2 Allgemeine Klassifizierung der Medien

 

Die Übersetzung des lateinischen Wortes medium als Mittel bzw. Vermittler beschreibt den weitesten Begriff des Mediums. Medien sind demnach Dinge, die zwischen zwei Instanzen vermitteln. Gleich zwei der bekanntesten Medientheoretiker übernahmen diese Grundidee und erweiterten sie zu einem universalen Medienbegriff. Auf der einen Seite ist es Marshall McLuhan, der mit seinen Ansätzen zur Ausweitung der menschlichen Möglichkeiten durch Werkzeuge einen weit verbreiteten Beitrag zur Medientheorie leistet. Auf der anderen Seite ist es Niklas Luhmann, der mit seiner Systemtheorie wiederrum auf eine ganz andere Weise den Medienbegriff universalisiert. Beide Theoretiker werden im Laufe des Kapitels noch näher zu betrachten sein.

 

Eine andere Richtung schlägt die Medientheorie ein, wenn man Medien - wie weiter oben schon erwähnt - durch Kommunikation zwischen Menschen definiert. Bei diesem elementaren und semiotischen Medienbegriff wird von Medien gesprochen, wenn sie im Zuge zwischenmenschlicher Interaktion auftreten. Dies setzt wiederrum voraus, dass die Kommunikation mithilfe entsprechender Zeichen verläuft. „Medien fungieren dabei als Kontakt zwischen Menschen, als Kanal, der für das Senden von Botschaften verwendet wird" (Böhn/Seidler 2008: 17). Kommunikation bedarf also notwendigerweise ein Mittel, durch das hindurch oder mithilfe dessen Kommunikation überhaupt erst stattfinden kann. Dabei lassen sich die Bedeutungen von Medien als Mittel der Kommunikation weiter aufschlüsseln. Zunächst sei das Medium das Mittel der Wahrnehmung. Medien stellen hier eine physikalische Materie dar, die als Grundlage der menschlichen Wahrnehmung dienen. Sie können also beispielsweise elektromagnetische Felder oder feste, flüssige und gasförmige Stoffe (z.B. Luft) sein. Diese beeinflussen die Wahrnehmung über das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen und sprechen damit bestimmte Sinne der Wahrnehmung an. Medien können aber auch Mittel zur Verständigung sein, die die Grundlage für den Austausch von Bedeutungen zwischen zwei Kommunikationspartnern darstellen. Hier sind also Zeichen und Zeichenbedeutungen gemeint, die erst eine gemeinsame und verständliche Kommunikation zulassen. Mit Medien als Mittel zur Verbreitung sind schließlich solche Medien gemeint, die eine Kommunikation über räumliche und zeitliche Grenzen hinweg zulassen. Dieses Verständnis von Medien lässt sich zumeist im Zusammenhang mit der Techniktheorie finden. Medien sind demnach technische Mittel, um Signalstrecken von Kommunikationen zu überbrücken. Dies können einzelne technische Artefakte (z.B. Papier) oder auch komplexere Geräte oder Systeme (z.B. PC und Internet) sein (vgl. Mock 2006: 189ff.).

 

Technisch gesehen gibt es aber noch mehrere Varianten, um Medien zu unterscheiden. Eine elegante Lösung lieferte Harry Pross, der vorschlug, Medien in primäre, sekundäre und tertiäre Medien einzuteilen. Primäre Medien sind demnach Medien, bei denen weder bei der Produktion, noch bei der Rezeption der Informationen ein bestimmtes technisches Hilfsmittel benötigt wird. Dies sei der Fall, wenn es um grundlegende menschliche Kommunikationsmitteln, wie Sprache, Gestik und Mimik geht. Bei sekundären Medien kommen hingegen nur auf der Produktionsseite technische Mittel zum Einsatz, bei der Rezeption jedoch nicht. Ein Beispiel hierfür wäre die Fotografie. Für die Herstellung der Bilder wird ein technisches Gerät verwendet, während für das Betrachten eines Bildes wiederum nur menschlich angeborene Sehkraft benötigt wird. Tertiäre Medien sind letztendlich jene Medien, bei denen bei der Produktion und Rezeption technische Hilfsmittel von Nöten sind, um den Informationsfluss zustande zu bringen, so wie es zum Beispiel beim Internet oder dem Fernsehen der Fall ist. Der Sender braucht hierbei eine Schaltzentrale, von der aus das Bild gesendet wird. Der Empfänger benötigt ein technisches Gerät, um die Informationen zu empfangen (vgl. Pross 1972: 128ff.). Eine weitere technische Differenzierung der Medien kann durch die technische Funktion des Mediums erreicht werden. Man unterscheidet demnach zwischen Speicher-, Übertragungs- und Kommunikationsmedien. Moderne Speichermedien sind z. B. USB-Sticks, CDs und DVDs oder Festplatten. Übertragungsmedien können Antennen, Sattelitenschüsseln oder Kabel sein, die für eine einseitige Übertragung sorgen. Eine zweiseitige Übertragung hingegen herrscht bei Kommunikationsmedien, die dafür sorgen, dass Informationen ausgetauscht werden können. Dies ist zum Beispiel beim Telefonieren oder beim Briefwechsel der Fall (vgl. Böhn/Seidler 2008:18f.). Einen Sonderfall stellt hierbei der Computer dar. Dieser könnte bedenkenlos in alle drei Kategorien eingeteilt werden und zeigt somit das Problem aller genannten Ansätze: eine klare Abgrenzung der medialen Kategorien ist bisher kaum möglich.

 

Um daher die eher allgemeine Differenzierung des Medienbegriffs etwas zu präzisieren, sollen nun einige Medientheorien expliziter geschildert werden.

 

1.2 Spezielle Medientheorien

 

Nach den Erläuterungen zur Kommunikations- und Zeichentheorie, sowie einer allgemeinen Klassifizierung der Medien, sollen nun einige spezielle Medientheorien angesprochen werden, die den Anspruch erheben, den Begriff der Medien auf ihre eigene Art und Weise expliziter zu definieren. Dabei seien vor allem bestimmte Techniktheorien der Medien, Marshall McLuhans Medium als Botschaft, Niklas Luhmans Systemtheorie, die ökologische Seite der Medien von Neil Postman und schließlich die pädagogische Medientheorie genannt.

 

1.2.1 Techniktheorien der Medien

 

Medien verändern die Wirklichkeit. Das trifft auf traditionelle und auf neue Medien zu. Doch wie schaffen Medien das? Eine mögliche Antwort wäre die Medien als Apparate zu betrachten. Man nehme an, Medien seien Objekte, die als Werkzeuge fungieren.

 

Kein Prozess der vernetzten Infrastruktur der Gesellschaft kann ohne materielle Grundlage stattfinden, die letztendlich aller Kommunikation und Interaktion zwischen Menschen zu Grunde liegt. Medien sind also mit Technik im Sinne von Werkzeugen, Hardware oder Maschinen gleichzusetzen. Dies ist der Fall, sobald technischer Fortschritt die Infrastruktur der Kommunikation so verändert, dass neue, revolutionäre Effekte in der Gesellschaft auftreten. Bespiele dafür wären, die Erfindung der Schrift, Gutenbergs Technik der Buchdruckerei und auch die Erfindung der Fotografie und Digitalisierung (vgl. Hartmann 2010: 52f.). Der Begriff der Medien- und Technikrevolution beschreibt diese Entwicklung sehr genau. Technik und Medien dienen in dieser Vorstellung als Ausgleich aller Defizite, mit denen der Mensch leben muss. Mit Medien als Werkzeug bedient sich die Gesellschaft der Macht der Technik, um letztendlich der Idealisierung der Menschheit entgegen zu streben. Auf Basis der Techniktheorie leitete man nun weitere Theorien ab. Dazu zählen beispielsweise die Organprojektion oder die Prothesentheorie. Diese beschäftigen sich mit der Frage, inwiefern Werkzeuge und Medien Teil des menschlichen Organismus' zu sehen sind. Bekannt wurde vor allem Ernst Krapps Organprojektion. Informationsaustausch zwischen Menschen erfolgt immer mittels der Organe. Sei es der Sprechapparat, das Gehör oder auch durch Hände. 1877 ging Krapp von der Annahme aus, dass alle Werkzeuge, die der Mensch erfindet, Nachbildungen menschlicher Organe darstellen. Tatsächlich war es ja so, dass viele Innovationen der Technik durch Beobachtungen aus der Natur zustande kamen. So stellte Krapp den Vergleich zwischen Hammer und menschlicher Faust oder zwischen Fotoapparat und Auge her. Diese technischen Hilfsmittel seien also nichts anderes, als vom Mensch geschaffene, künstliche Organe. Vorbild für diese Theorie war die Darwin'sche Evolutionstheorie, die die anorganische Verbesserung als Erweiterung der organischen Fähigkeiten und somit als Vorteil für die Gattung sah (vgl. Hartmann 2010: 54).

 

Ähnliche Gedanken wurden auch von der Prothesentheorie entwickelt. Während im Laufe des 20. Jhd. die Techniktheorie teils heftig kritisiert wurde, musste man sich doch eingestehen, dass die Vorstellung der Medien als Instrumente der Wirklichkeitserzeugung ein recht passender Vergleich war. Selbst Sigmund Freud stellte fest, dass der Mensch einem »Prothesengott« glich, der sich durch technische Erfindungen seinen Weg durch die Welt bahnte. Allerdings fügte er kritisch hinzu, dass es sich dabei eben nur um Prothesen handele, die nicht mit dem menschlichen Organismus verwachsen sind und den Menschen auch Probleme bereiten könnten (vgl. Stockhammer 2005: 210ff.).

 

Die Ideen der Organprojektion und der Prothesentheorie wirkten durch ihre Plausibilität in der Folge noch lange unter Medientheoretikern fort und beeinflussen größtenteils auch die nun folgenden Medientheorien.

 

1.2.2 Marshall McLuhan: »Das Medium ist die Botschaft«

 

Einer der Medientheoretiker, der sich gründlich mit Medien, Botschaften und Technik beschäftigte, war Marshall McLuhan. Die rasante technische Entwicklung der heutigen Informationsgesellschaft belebte seine Theorien und Ideen und macht ihn heute aktueller denn je.