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Matthias Rischer

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation, Note: 1,7, Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (Institut für Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Hauptseminar: Klassische Fragestellungen und moderne Ansätze der Organisationssoziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: In der folgenden Arbeit soll aufgezeigt werden, inwieweit neuere Modelle der Betriebsführung und Produktionsgestaltung in Organisationen zu einer allgemeinen Verbesserung in sozialer wie auch in ökonomischer Hinsicht führen können. Organisationsformen haben sich im Laufe der Zeit verändert: Der Begriff „Mitbestimmung“ ist in den letzten 20 Jahren zu einer der wichtigsten Vokabeln in Bezug auf betriebliche Umstrukturierung geworden. Konzepte zur „Humanisierung der Arbeitswelt“ sind erstellt und in Betrieben eingeführt worden. Neu entstandene Gruppenarbeitsmodelle sollen dazu dienen, die nach tayloristischen Prinzipien der wissenschaftlichen Betriebsführung streng hierarchisch geordneten Betriebsstrukturen aufzulockern und eine Kooperation herbeizuführen, bei der aus den bestehenden Hierarchieebenen einzelne Vertreter zusammenkommen und somit ein reger Austausch an Fähigkeiten und Erfahrungen stattfinden kann. In jüngster Zeit sind in Bezug auf eine zunehmend komplexer werdende dynamische Weltwirtschaft neue Organisationsformen entwickelt worden, die zu Wettbewerbsvorteilen führen sollen. Das Individuum nimmt dabei einen ganz neuen Stellenwert ein. Zwei Modelle sollen im folgenden ausgiebig erläutert werden: In dem Modell der kompetenten Organisation unter Punkt 3.1 soll es Ziel sein, daß der Arbeitsplatz zum Ort des Lernens und der kontinuierlichen Kompetenzentwicklung wird. Eine umfassende Strategie der Qualifikationsentwicklung der Beschäftigten soll hiernach eine grundlegende Veränderung bestehender Arbeitsgestaltungsprinzipien beinhalten. [...]

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Veröffentlichungsjahr: 2001

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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theorie der Organisationen
3. Moderne Organisationen
3.1 Die kompetente Organisation
3.1.1 Theorie der Kompetenzentwicklung
3.1.3 Zum Prozeß der qualifizierenden Arbeitsgestaltung
3.1.4 Soziotechnische Systemgestaltung
3.2 Die lernende Organisation
3.2.1 Begriffserklärung
3.2.2 Wieso die lernende Organisation?
3.2.3.1 Unternehmenskultur
3.2.3.2 Organisationslernen
3.2.3.3 Lernende Organisation
3.2.4 Die Erlangung organisationaler Lernfähigkeit
3.2.5 Praktische Konsequenzen
5. Fazit

Page 1

Technische Universität BraunschweigInstitut für Sozialwissenschaften

Hauptseminar: Klassische Fragestellungen und moderne

Ansätze der Organisationssoziologie

Neue Organisationsformen

Eingereicht am von

Matthias Rischer

8. Semester

HF: Soziologie

NF 1: Rechtswissenschaften

NF 2: Neue Geschichte

Page 3

1. Einleitung

In der folgenden Arbeit soll aufgezeigt werden, inwieweit neuere Modelle der Betriebsführung und Produktionsgestaltung in Organisationen zu einer allgemeinen Verbesserung in sozialer wie auch in ökonomischer Hinsicht führen können. Organisationsformen haben sich im Laufe der Zeit verändert: Der Begriff „Mitbestimmung“ ist in den letzten 20 Jahren zu einer der wichtigsten Vokabeln in Bezug auf betriebliche Umstrukturierung geworden. Konzepte zur „Humanisierung der Arbeitswelt“ sind erstellt und in Betrieben eingeführt worden. Neu entstandene Gruppenarbeitsmodelle sollen dazu dienen, die nach tayloristischen Prinzipien der wissenschaftlichen Betriebsführung streng hierarchisch geordneten Betriebsstrukturen aufzulockern und eine Kooperation herbeizuführen, bei der aus den bestehenden Hierarchieebenen einzelne Vertreter zusammenkommen und somit ein reger Austausch an Fähigkeiten und Erfahrungen stattfinden kann.

In jüngster Zeit sind in Bezug auf eine zunehmend komplexer werdende dynamische Weltwirtschaft neue Organisationsformen entwickelt worden, die zu Wettbewerbsvorteilen führen sollen. Das Individuum nimmt dabei einen ganz neuen Stellenwert ein. Zwei Modelle sollen im folgenden ausgiebig erläutert werden: In dem Modell derkompetenten Organisationunter Punkt 3.1 soll es Ziel sein, daß der Arbeitsplatz zum Ort des Lernens und der kontinuierlichen Kompetenzentwicklung wird. Eine umfassende Strategie der Qualifikationsentwicklung der Beschäftigten soll hiernach eine grundlegende Veränderung bestehender Arbeitsgestaltungsprinzipien beinhalten. Das Individuum in einer Organisation soll bei diesem Modell im Vordergrund der Betrachtung stehen. Sowohl Individuum als auch das System müssen hiernach Veränderungsprozesse in Form einer Kompetenzentwicklung durchlaufen. Es soll aufgezeigt werden, wie individuelle Lernprozesse zu systemischen Veränderungen führen können. Im nächsten Teil wird unter Punkt 3.2 das Modell derlernenden oder lernfähigen Organisationnäher erläutert. Hierbei soll verdeutlicht werden, warum das Modell der lernenden Organisation realisiert werden soll und wie man es realisieren kann. Dabei werden die Veränderungen an den drei Punkten Unternehmenskultur, Organisationslernen und lernender Organisation erläutert, wie man organisationale

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Lernfähigkeit in einem Unternehmen erreicht und schließlich, welches die praktischen Konsequenzen sein könnten.

Im vierten Teil (4.) sollen beide Organisationsmodelle verglichen werden und eventuelle Gemeinsamkeiten sowie auch Unterschiede herausgearbeitet und verdeutlicht werden. In einem Fazit am Ende unter Punkt 5. wird die Arbeit kurz reflektiert.

2. Theorie der Organisation

Bevor man sich mit neueren Konzepten beschäftigt, die im Laufe der Zeit entwickelt wurden, um eine Optimierung der Organisationsabläufe herbeizuführen, muß zunächst einmal erklärt werden, was in der Soziologie unter dem Grundbegriff „Organisation“ verstanden wird. Dazu sollen vorab einige Definitionen herangezogen werden.

Bei Anthony Giddens ist eine Organisation „eine große Gruppierung von Menschen, die aufgrund unpersönlicher Regeln strukturiert ist und bestimmte spezifische Ziele verwirklichen soll“.1