Neue Schuhe zum Dessert - Marian Keyes - E-Book

Neue Schuhe zum Dessert E-Book

Marian Keyes

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Beschreibung

Ein Unglück kommt selten allein: Ausgerechnet ihre beste Freundin spannt Gemma den Lover aus. Und kurz darauf wird ihre Mutter sitzen gelassen und braucht fortan Rundumbetreuung. Gemma kauft sich eine Packung Kleenex, fünf Paar Schuhe und setzt sich an den Computer, um sich das Unglück von der Seele zu schreiben. Ihre Freundin Susan ist von den witzigen Texten so begeistert, dass sie diese heimlich einer Literaturagentin schickt. Und schon sehr bald hat Gemma anderes im Sinn als ihre verlorene Liebe.


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Seitenzahl: 930

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ZUM BUCH

Als Gemma erfährt, dass ihr die beste Freundin den Traummann ausgespannt hat, glaubt sie, es könne nicht mehr schlimmer kommen. Doch sie hat sich getäuscht: Kurz darauf wird ihre Mutter von ihrem Vater sitzengelassen und bedarf einer Rundum-Betreuung. Am absoluten Tiefpunkt angelangt, versucht sich Gemma selbst zu trösten. Doch weder Schokolade zum Frühstück noch fünf Paar neue Schuhe können helfen. Da setzt sie sich an ihren PC und schreibt sich den Frust in Form von E-Mails an ihre Freundin Susan von der Seele. Ihre Texte sind so witzig und lakonisch, dass Susan bald einen folgenschweren Plan hat. Sie schickt die Mails einer Literaturagentin, die sich bald darauf bei Gemma meldet. Plötzlich steht diese vor ganz neuen Möglichkeiten: Sie hat ein Verlagsangebot in der Tasche und schon die ersten Rachepläne im Kopf.

»Erfrischend, überraschend und nie um einen Witz verlegen: Marian Keyes kennt die Frauen.« Für Sie

ZUR AUTORIN

Marian Keyes, 1963 im irischen Cork geboren, wuchs in Dublin auf und jobbte nach dem Abbruch ihres Jurastudiums einige Jahre in London. Mit ihrem Debütroman Wassermelone landete sie einen phänomenalen Erfolg.

Inhaltsverzeichnis

ZUM BUCHZUR AUTORINWidmungTeil Eins
GEMMA
1234567891011
ENDE
JOJO
1213141516171819202122232425262728293031323334
LILY
3536373839404142434445
Teil Zwei
GEMMA
1234567891011121314
JOJO
151617181920212223
LILY
2425262728
Teil Drei
JojoLilyJojoGemmaLilyGemmaJojoLilyJojoGemmaJojoGemmaLilyGemmaJojoLilyJojoLilyGemmaLilyGemmaJojoLilyGemmaLilyGemmaLilyJojoGemmaJojoLily
EpilogDanksagungCopyright

Für Niall, Ljiljana, Ema und Luka Keyes

»Die Zeiten sind schlecht. Die Kinder gehorchen ihren Eltern nicht mehr, und jeder schreibt ein Buch.«

Marcus Tullius Cicero,

Staatsmann, Redner, Schriftsteller (106–43 v. Chr.)

»Jede Geschichte hat drei Seiten:Deine Seite, ihre Seite und die Wahrheit.«

Anonym

Teil Eins

GEMMA

1

AN:   [email protected] VON:  [email protected] THEMA:  Vater entlaufen

Susan, du wolltest wissen, was es an Neuigkeiten gibt. Ich habe welche für dich. Allerdings wirst du vielleicht bereuen, dass du gefragt hast. Sieht so aus, als hätte mein Vater meine Mutter verlassen. Ich weiß nicht, wie ernst die Sache ist. Melde mich, sobald ich mehr weiß.

Gemma xxx

Als mich der Anruf erreichte, dachte ich, er wäre gestorben. Aus zwei Gründen: Erstens bin ich in letzter Zeit bei einer beunruhigend großen Anzahl von Beerdigungen gewesen – Freunde meiner Eltern und, viel schlimmer, Eltern meiner Freunde. Zweitens, Mam rief mich auf meinem Handy an. Das war das erste Mal, denn sie hält hartnäckig an der Überzeugung fest, dass man ein Handy nur von einem anderen Handy aus anrufen kann, als wären es Funkgeräte oder so. Als ich das Telefon ans Ohr hielt und sie stammeln hörte: »Er hat uns verlassen«, ist es also nicht verwunderlich, dass ich dachte, Dad habe ins Gras gebissen und jetzt seien nur noch wir zwei übrig, sie und ich.

»Er hat eine Tasche gepackt und ist gegangen.«

»Er hat eine …?« Erst da ging mir auf, dass Dad vielleicht doch nicht tot war.

»Komm nach Hause«, sagte sie.

»Ja, gut …« Aber ich war gerade arbeiten. Und zwar nicht im Büro, sondern im Ballsaal eines Hotels, wo ich die letzten Vorbereitungen für eine Chiropraktiker-Konferenz beaufsichtigte. (Thema: Nie mehr Rückenschmerzen.) Es war ein Riesenauftrag, und die Vorbereitungen hatten Wochen gedauert. Am Abend zuvor war ich wegen der Ankunft von hunderten von Delegierten bis halb eins auf gewesen und hatte mich um ihre Probleme gekümmert. (Zum Beispiel musste ich die Teilnehmer, die nach der Buchung und vor Beginn der Konferenz wieder mit dem Rauchen angefangen hatten, von Nichtraucherzimmern in Raucherzimmer umquartieren.) Dies war endlich der Tag der Wahrheit, und in weniger als einer Stunde würden zweihundert Chiropraktiker hereinströmen und erwarten, dass Folgendes für sie vorbereitet war:

A. ein Namensschild und ein Stuhl,

B. um 11 Uhr Kaffee und zwei Kekse (einer mit, einer ohne Schokolade),

C. um 12.45 Uhr ein dreigängiges Mittagessen (alternativer Speiseplan für Vegetarier),

D. um 15.30 Uhr Kaffee und zwei Kekse (beide ohne Schokolade),

E. Aperitif mit anschließendem Galadiner, danach Musik, Tanz und (wahlweise) Flirt.

Als mein Handy klingelte, dachte ich übrigens, es wäre der Typ mit den Leinwänden, um mir zu sagen, dass er auf dem Weg sei. Mit – das Wichtigste daran – den Leinwänden.

»Was ist passiert?«, fragte ich Mam und fühlte mich hin- und hergerissen. Ich kann hier nicht weg …

»Das erzähl ich dir, wenn du hier bist. Beeil dich. Ich bin ganz durcheinander, ich weiß gar nicht mehr, was ich tue.«

Das war genug. Ich klappte mein Telefon zu und sah zu Andrea hinüber, die offensichtlich schon mitbekommen hatte, dass was passiert war.

»Alles in Ordnung?«, murmelte sie.

»Es ist was mit meinem Dad.«

Ich sah ihr an, dass sie auch dachte, mein Vater wäre über die Springe geklungen (wie er selbst zu sagen pflegte). (Jetzt spreche ich auch schon so, als wäre er tot.)

»O Gott … ist er … hat er …?«

»Nein, nein«, beruhigte ich sie, »er lebt.«

»Geh, geh schon, los!« Sie schob mich zum Ausgang, offensichtlich eine Abschiedszene am Sterbebett vor Augen.

»Das geht nicht. Ich muss doch hier bleiben.« Ich zeigte auf den Ballsaal.

»Ich schaffe das schon, wir schaffen das, Moses und ich, und ich rufe im Büro an, dass sie Ruth vorbeischicken. Du hast das so gut vorbereitet, was kann da schon schief gehen?«

Die richtige Antwort darauf lautet natürlich: so gut wie alles. Seit sieben Jahren organisiere ich Events, in der Zeit habe ich so ziemlich alles gesehen – von Konferenzteilnehmern, die nach einer exzessiven Einnahme von Erfrischungen vom Podium stürzten, bis hin zu Professoren, die sich über die Verteilung der Schokoladenkekse in die Haare gerieten.

»Ja, aber …« Ich hatte Andrea und Moses eingebläut, dass sie, tot oder lebendig, zu erscheinen hätten, und jetzt war ich selbst im Begriff, den Schauplatz zu verlassen – weswegen eigentlich? Was für ein Tag! Er hatte kaum begonnen, und so viel war schon schief gegangen. Es fing mit meinem Haar an. In letzter Zeit hatte ich keine Zeit gehabt, zum Friseur zu gehen, und am Morgen hatte ich in einem Anfall von Wahnsinn angefangen, selbst daran herumzuschnipseln. Ich wollte den Pony nur ein bisschen kürzer schneiden, und dann konnte ich nicht aufhören, bis er schließlich ganz verstümmelt war.

Manche Leute finden, dass ich ein bisschen wie Liza Minnelli in Cabaret aussehe, aber als ich im Hotel ankam, begrüßte Moses mich mit »Lebe lang und glücklich« und hielt die Hand mit gespreizten Fingern zum Vulkanier-Gruß hoch. Und als ich ihn bat, den Mann mit den Leinwänden noch mal anzurufen, sagte er ganz ernst: »Das wäre unlogisch, Captain.« Von wegen Liza Minnelli, jetzt war ich anscheinend Mr Spock aus Star Trek. (Nur nebenbei: Moses ist kein bärtiger Pensionär aus der Bibel mit staubigem Gewand und Kinderschändersandalen, sondern ein hipper Schwarzer nigerianischen Ursprungs mit scharfen Anzügen.)

»Geh!« Andrea schob mich weiter zur Tür. »Pass gut auf dich auf, und melde dich, wenn wir was tun können.«

Das kriegt man zu hören, wenn jemand gestorben ist. Und im nächsten Moment stand ich auf dem Parkplatz. Ein eisiger Januarwind, der einem bis in die Knochen fuhr, fegte um mich herum und machte mir bewusst, dass ich meinen Mantel im Hotel liegen gelassen hatte. Ich ging nicht zurück, es schien nicht wichtig.

Als ich zu meinem Auto kam, pfiff ein Mann anerkennend – wegen des Autos, nicht meinetwegen. Es ist ein Toyota MR2, ein sportlicher kleiner (sehr kleiner, zum Glück bin ich nur ein Meter fünfundfünfzig) Flitzer. Ich hatte ihn nicht ausgesucht – F&F Dignan hatten darauf bestanden. Er würde mir gut stehen, einer Frau in meiner Position. Ach ja, und ihr Sohn hatte ihn mir billig verkauft. Was man so billig nennt.

Männer reagieren sehr unterschiedlich auf das Auto – am Tage pfeifen und zwinkern sie, aber abends, wenn sie betrunken aus dem Pub kommen, sieht die Sache ganz anders aus; dann schlitzen sie das Stoffdach mit dem Taschenmesser auf oder schmeißen einen Stein durch das Seitenfenster. Sie haben noch nie versucht, das Auto zu stehlen, sie wollen es nur tödlich treffen, und so hat es mehr Zeit beim Arzt als auf der Straße verbracht. In der Hoffnung, mich mit diesen bitteren, mysteriösen Männern gut zu stellen, hatte ich einen Aufkleber auf der Heckscheibe angebracht, auf dem stand: »Mein anderes Auto, ein 89er Cortina, ist in Reparatur.« (Anton hatte ihn für mich gemacht, vielleicht hätte ich ihn entfernen sollen, als Anton ging, aber jetzt war nicht die Zeit, darüber nachzudenken.)

Stadtauswärts, in Richtung zu meinen Eltern, war die Straße fast leer, während in der Gegenrichtung, nach Dublin hinein, dichter Verkehr floss. Als ich durch den Nebel fuhr, der wie Trockeneis um mich herum waberte, hatte ich auf der leeren Straße das Gefühl, dass dies ein Traum war.

Vor fünf Minuten war es noch ein normaler Dienstagmorgen gewesen. Da war ich auf den Beginn einer Konferenz eingestellt. Angespannt und aufgeregt, klar – es tauchen in letzter Minute immer irgendwelche Probleme auf –, aber nichts hatte mich auf das hier vorbereitet.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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