Neufassung der ADHS- E Kriterien nach DSM-V - Maike Pickers - E-Book

Neufassung der ADHS- E Kriterien nach DSM-V E-Book

Maike Pickers

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Beschreibung

Examensarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Note: 1,3, Universität zu Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Mai 2013 erschien die neue Ausgabe des „Diagnostischen und Statistischen Manuals für Psychische Störungen“ (DSM-5). Darin enthalten sind diagnostische Kriterien zur Erstellung von Störungsdiagnosen. Auch die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird hier definiert und durch Diagnoserichtlinien klassifiziert. Die folgende Arbeit wird sich mit den geplanten Änderungen dieser ADHS-Kriterien beschäftigen, wobei der Fokus auf Erwachsenen mit ADHS liegen wird. Außerdem werden die möglichen Auswirkungen der Änderungen auf Therapie und Rehabilitation diskutieren. Dieser Arbeit liegt die Fragestellung zugrunde, wie die möglichen Änderungen der ADHS-DSM-Kriterien aussehen werden und wie sich diese Änderungen auf die Therapie und Rehabilitation Erwachsener mit ADHS auswirken könnten.

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Veröffentlichungsjahr: 2013

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Inhaltsverzeichnis

 

Einleitung

1. DSM

1.1. Allgemeines

1.2. Geschichte

1.3. DSM und ICD

2. DSM-IV-TR

2.1. Allgemeines

2.2. Aufbau

2.2.1. Achse I: Klinische Störungen; Andere Klinisch Relevante Probleme

2.2.2. Achse II: Persönlichkeitsstörungen; Geistige Behinderung

2.2.3. Achse III: Medizinische Krankheitsfaktoren

2.2.4. Achse IV: Psychosoziale oder Umgebungsbedingte Probleme

2.2.5. Achse V: Globale Beurteilung des Funktionsniveaus

2.3. Verwendung

2.4. DSM-IV-TR Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungs- (ADHS) Kriterien

2.4.1. Subtypen

2.4.2. Erwachsene

3. ADHS bei Erwachsenen

3.1. Epidemiologie

3.2. Symptome

3.3. Bedingungsmodell

3.4. Komorbidität

3.4.1. Psychosoziale Folgen

3.5. Diagnostik

3.6. Therapie

3.6.1. Allgemeines

3.6.2. Psychoedukation

3.6.3. Psychotherapie

3.6.4. Pharmakologische Therapie

3.6.5. Kombinationstherapien

4. Internationale Unterschiede

4.1. Allgemeines

4.1.1. Australien

4.1.2. Deutschland

4.1.3. Griechenland

4.1.4. Indien

4.1.5. Israel

4.1.6. Italien

4.1.7. Spanien

4.1.8. Taiwan

4.1.9. Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

4.1.10. Vereinigte Staaten von Amerika

5. DSM- 5 Ausblick

5.1. Allgemeines

5.2. Aufbau

5.3. Kritik an den bisherigen ADHS- Kriterien

5.4. Voraussichtliche Änderungen in den ADHS- DSM-5- Kriterien

5.4.1. Learning Disorder

5.4.2. Komorbidität

5.5. Diagnose

5.6. Rehabilitation

5.6.1. Therapie

6. Reaktionen auf die geplanten Änderungen

6.1. Internationale Einschätzungen bezüglich der Auswirkungen von Änderungen

6.1.1. Australien

6.1.2. Deutschland

6.1.3. Griechenland

6.1.4. Indien

6.1.5. Israel

6.1.6. Italien

6.1.7. Spanien

6.1.8. Taiwan

6.1.9. Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland

6.1.10. Die Vereinigten Staaten von Amerika

7. Ausblick:

7.1. Gesellschaftliche Auswirkungen der DSM-5 Änderungen

7.2. Zukünftige Aufgaben

8. Fazit

Literaturverzeichnis

Erklärung

 

Einleitung

Im Mai 2013 erscheint die neue Ausgabe des „Diagnostischen und Statistischen Manuals für Psychische Störungen“ (DSM-5). Darin enthalten sind diagnostische Kriterien zur Erstellung von Störungsdiagnosen. Auch die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird hier definiert und durch Diagnoserichtlinien klassifiziert. Die folgende Arbeit wird sich mit den geplanten Änderungen dieser ADHS-Kriterien beschäftigen, wobei der Fokus auf Erwachsenen mit ADHS liegen wird. Außerdem werden die möglichen Auswirkungen der Änderungen auf Therapie und Rehabilitation diskutieren.

Dieser Arbeit liegt die Fragestellung zugrunde, wie die möglichen Änderungen der ADHS-DSM-Kriterien aussehen werden und wie sich diese Änderungen auf die Therapie und Rehabilitation Erwachsener mit ADHS auswirken könnten.

Aufgrund der Aktualität des Themas gestaltete sich die Literaturrecherche als schwierig. Das DSM-5 wird im Mai von der American Psychiatric Association publiziert und kann zurzeit nur vorbestellt werden. Anfragen bezüglich eines vorzeitigen Einblicks in die finalen ADHS-DSM-5-Kriterien, wurde erst kurz vor der Fertigstellung dieser Arbeit beantwortet. Leider stellt die American Psychiatric Association keine weiteren Informationen, neben den bereits publizierten, zu Verfügung. Dem Hogrefe Verlag, der das DSM-5 in Deutschland veröffentlichen wird, steht das Manual auch erst zur Verfügung, wenn es offiziell publiziert wurde.

Diese Situation führte dazu, dass in dieser Arbeit auf Artikel aus Fachzeitschriften, welche die vorläufigen Kriterien zugrunde gelegt haben, Bezug genommen wurde. Es werden also die vermuteten Änderungen der Kriterien und deren Auswirkungen, nicht aber die tatsächlichen Änderungen diskutiert werden. Da die vorliegende Literatur jedoch sehr aktuell ist, sind tiefgreifende Änderungen in der offiziellen Version der Kriterien nicht zu erwarten.

Die hier verwendete Literatur bezüglich der neuen DSM-5-Kriterien ist ausschließlich englischsprachig. Da aufgrund der aktuellen Situation keine offizielle Übersetzung ins Deutsche existiert, wird hier darauf verzichtet, Störungsnamen oder andere spezifische, bisher nicht verwendete Begriffe zu übersetzen. Dadurch sollen Ungenauigkeiten vermieden werden, wie sie beispielsweise bei der Gleichsetzung der Begriffe „Lernbehinderung“ und „Learning Disorder“ entstehen würden.

In Kapitel 1 wird ein Überblick über die Funktion und Geschichte des DSM gegeben, außerdem wird das DSM-Konzept dem Konzept der ICD gegenübergestellt werden und Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten beleuchtet.

Im zweiten Kapitel wird die momentan noch aktuelle Version des DSM-IV-TR näher betrachtet. Nachdem die Funktion, der multiaxiale Aufbau und die Verwendung beschrieben wurden, werden die aktuellen DSM-IV-TR-ADHS-Kriterien dargestellt.

Das dritte Kapitel wird die wichtigsten Aspekte, über die Thematik der ADHS bei Erwachsenen, erläutern. Hier werden Beschreibungen von Epidemiologie, Symptomen, möglichen Ursachen, Komorbidität, Diagnostik und Therapie erfolgen. Dem Leser soll so ein Grundlagenwissen in diesem Bereich vermittelt werden, damit die Bedeutung der Auswirkungen von möglichen Änderungen der Kriterien ersichtlich wird.

Das nächste Kapitel wird sich, da das DSM ein international genutztes Diagnosemanual ist, mit den Unterschieden des Umgangs mit ADHS in verschiedenen Ländern befassen. Interessant ist es hier zu sehen, wie verschieden die Sichtweisen auf ein und dieselbe Thematik sein können.

Kapitel 5 wird einen Ausblick auf die geplanten Änderungen im DSM-5 geben. Zunächst werden allgemeine strukturelle Änderungen beschrieben. Anschließend werden Kritikpunkte an den bisherigen ADHS-Kriterien betrachtet, um die Änderungsnotwendigkeit zu erfassen. Im Anschluss daran werden die geplanten Kriterien so konkret wie möglich beschrieben und den ´alten´ Kriterien gegenübergestellt. Ein zusätzlicher Fokus wird hierbei auf Aspekte „Learning Disorder“ und „Komorbidität“ gelegt. Anschließend werden Einschätzungen zu möglichen Auswirkungen dieser Änderungen auf Diagnose, Therapie und Rehabilitation diskutiert.

Bezug nehmend auf den internationalen Charakter dieses Manuals und somit auch der Änderungen werden die Einschätzungen der Änderungsauswirkungen, der in Kapitel vier vertretenen Nationen, in Kapitel 6 beschrieben.

Kapitel 7 wird einen allgemeinen Ausblick auf die aus den Änderungen resultierenden Auswirkungen geben.

1. DSM

 

1.1. Allgemeines

 

Das DSM ist das Diagnostische und Statistische Manual Psychischer Störungen (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, kurz DSM) der American Psychiatric Association (APA) (vgl. Saß, Wittchen, Zaudig, & Houben, 2003). In diesem Manual werden „in einem multiaxialen System mehrere hundert Formen psychischer Störungen“ (Wittchen & Hoyer (Hrsg.), 2011, S. 37) beschrieben, definiert und klassifiziert. Das DSM richtet sich an viele unterschiedliche Berufsgruppen und ist an verschiedenen Einsatzorten zu verwenden (vgl. American Psychiatric Association, 2000, S. xxiii). Die diagnostischen Kriterien sollen Richtlinien zur Diagnosestellung sein und „die Verständigung zwischen Klinikern und Forschern“ (Saß, Wittchen, Zaudig, & Houben, 2003, S. 3) erleichtern.