NOREA Sprachführer "Überlebenskenntnisse in Lettisch" -  - E-Book

NOREA Sprachführer "Überlebenskenntnisse in Lettisch" E-Book

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Beschreibung

Der NOREA Sprachführer enthält viele praktische Redewendungen und Mustersätze für die wichtigsten Alltagssituationen einer Reise: einfache Konversation: bitten, danken, grüßen, entschuldigen, müssen, wollen, können, Fragewörter, fragen und erkundigen, körperliche Bedürfnisse und Zustände, Essen und Trinken, Zahlen und zählen, Fragen nach Richtung, Weg oder Unterkunft, beim Einkaufen, über die Gesundheit, in der Not, Zeit, Stunden, Tage, Wochen, Jahre, Maße, Freunde gewinnen und Wertschätzung zeigen, von sich erzählen, Eigenschaften, auf Wiedersehen, schreiben Sie einmal und telefonieren. Im Anhang finden Sie die wichtigsten Aufschriften und kurze Zusammenfassung der Grammatikregeln.

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Seitenzahl: 35

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INHALTSVERZEICHNIS

  1. Lettisch sprechen

  2. Bitten, danken, grüßen, entschuldigen

  3. Müssen, wollen und können

  4. Fragewörter

  5. Fragen und erkundigen

  6. Haben Sie?

  7. Hungrig, durstig, essen und trinken

  8. Familie

  9. Eigenschaften

10. Körperliche Bedürfnisse und Zustände

11. Sich nicht wohlfühlen, krank sein

12. In der Not

13. Richtung und Weg

14. Unterkunft

15. Zahlen und zählen

16. Zeit, Stunden, Tage, Wochen, Jahre

17. Maße, Bank

18. Freunde gewinnen und Wertschätzung zeigen

19. Von sich erzählen

20. Auf Wiedersehen

21. Schreiben Sie einmal!

22. Telefonieren

Anhang

Aufschriften

Beim Arzt

Die Biegung der Hauptwörter – Deklination

Die Biegung der persönlichen Fürwörter

Die Biegung der Zeitwörter

Lettland und seine Nachbarn

EINIGE BEMERKUNGEN ZUR AUSSPRACHE IM LETTISCHEN

Lettisch gehört zur Gruppe der baltischen Sprachen und ist verwandt mit dem Litauischen. Das lettische Vokabular enthält auch viele Wörter aus dem Deutschen, Russischen und Schwedischen, die sich während der langen Besetzungszeiten dieser Völker in der lettischen Sprache niedergeschlagen haben.

Das lettische Alphabet besteht aus 33 Buchstaben, wobei es kein „x”, „y” und „q” gibt. Der Überstrich der Vokale wie „aa, ee, uu” dient zur Anzeige eines lang ausgesprochenen Vokals (z. B. in Deutsch - Oberlaa oder Klee).

Das Komma unter einem Konsonanten (wie „ll - lj, kk - kj, nn - nj”) zeigt an, dass es weich ausgesprochen wird (z.B. in Deutsch - Ninja oder Ljubljana).

LETTISCH

DEUTSCH

BEISPIEL

a

a

atslēga - Schlüssel

ā

aa

āmurs - Hammer

b

b

bērns - Kind

c

c

cieminš - Gast

č

tsch

čiekurs - Zapfen

d

d

diena - Tag

e

ä, manchmal e

etiķis - Essig

ē

ee

ēka - Gebäude

f

f

fabrika - Fabrik

g

g

gulta - Bett

ģ

gj oder dj

ģimene - Familie

h

h

haoss - Chaos

i

i

inde - Gift

ī

ii

īpašnieks- Eigentümer

j

j

josta - Gürtel

k

k

krūze - Krug

ķ

kj oder tj

ķiploks - Knoblauch

l

l

lampa - Lampe

ļ

lj

ļaudis - Leute

m

m

manta - Sache

n

n

nakts - Nacht

ņ

nj

ņemt - nehmen

o

uo oder o

ozols - Eiche, oaze - Oase

p

p

paklājs - Teppich

r

r

roka - Hand

p

p

Paklājs - Teppich

r

r

roka - Hand

s

s

sega - Decke

š

sch

šņabis - Schnaps

t

t

tauta - Volk

u

u

upe - Fluss

ū

uu

ūdens - Wasser

v

w

varonis - Held

z

z

zeme - Erde

ž

zsch

žurka - Ratte

Im Lettischen gibt es keine Artikel. Maskuline Wörter enden im 1. Fall immer auf -s, -is, -us, feminine Wörter hingegen bis auf ganz wenige Ausnahmen (z.B. „sirds”- Herz, „pils” - Burg, „nakts” - Nacht) immer auf -a oder -e. Das sächliche Geschlecht existiert nicht.

Es gibt auch einige Wörter, die nur im Plural vorkommen (z.B. griesti - Decke; debesis - Himmel; vāti - Tor; briles - Brille; bikses - Hose; svārki - Rock). Im Gegensatz dazu gibt es auch Wörter, die nur im Singular vorkommen (z.B. medus - Honig; ledus - Eis; lietus - Regen).

Zu den bekannten vier Fällen kommt im Lettischen noch Lokativ (Lokatīvs; kur -wo?),

Instrumental (Instumentālis; ar ko - mit wem?) und Vokativ (Vokatīvs; Befehlsform

Cilvēks! - Mensch!) hinzu.

In der Regel werden aber nur die ersten 5 Fälle angegeben, weil Instrumental einfach durch „ar”+ Akkusativ (im Singular) bzw. „ar”+ Dativ (im Plural) gebildet wird und Vokativ immer ident mit Nominativ +”!” ist.

Es gibt auch einige wenige Fremdwörter, die gar nicht deklinierbar sind (z. B. ateljē -Attelier; ragū - Ragout; gnu - Gnu).

Die Verben enden immer auf “-ēt, -āt, -īt, -ot” oder “-t”.

In der dritten Person sind die Endungen für Singular und Plural immer gleich.

z.B. „mīlē-lieben:

Singular

Plural

1. Person

es mīlu (ich liebe)

mēs mīlam (wir lieben)

2. Person

tu mīli (du liebst)

jūs mīliet (ihr liebt)

3. Person

viņš/viņa mīl (er/sie liebt)

viņi/viņas mīl (sie lieben)

Anm.: In der 2. Person Plural variieren die Endungen zwischen –iet und –at, wobei das

grammatikalisch nicht erklärbar ist. In den meisten Fällen ist es –iet. (z.B. jūs domājiet,

jūs ziniet - ihr denkt, wisst aber jūs esat, jūs ēdat - ihr seid, isst).

Es gibt sehr viele Ausnahmen in der lettischen Grammatik; so ändert sich der Aufbau

eines Wortes in vielen grammatischen Kategorien bei der Beugung des Wortes. Einerseits geschiet dies durch Hinzufügen einzelner Silben oder Buchstaben, andererseits durch Veränderung des Wortstammes. Man spricht vom „bedingten” oder „nicht-bedingten” Lautwechsel, der sehr komplizierte Regeln hat (z.B. lācis - lāča (der Bär – des Bären); ezis - eža (der Igel - des Igels); ciest - ciešu (leiden - ich leide).

Bei lettischen Präpositionen ist es sehr eigenartig, dass auf jede Präposition im Singular ein bestimmter Fall folgen muss (z.B. uz skolu - zur Schule (Akk.); no skolas - von der Schule (Gen.);

pie muzeja - beim Museum (Gen.); zem jumta - unter Dach (Gen.). Meist ist es Genitiv.