Organisationstheorien und -modelle. Eine Synopse. - Sascha Wingen - E-Book

Organisationstheorien und -modelle. Eine Synopse. E-Book

Sascha Wingen

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation, Note: sehr gut, Ruhr-Universität Bochum (Fakultät für Psychologie), Veranstaltung: Seminar: Steuerung in Organisationen, Sprache: Deutsch, Abstract: In diesem Buch wird ein Organisationsmodell aus systemtheoretischer Perspektive skizziert. Anschließend werden vier ausgewählte organisationstheoretische Ansätze - motivationstheoretisch, situativ, Lean Production und Organizational learning - in ihren Grundzügen beschrieben und vor dem Hintergrund des systemischen Modells und dessen Implikationen synoptisch reflektiert und diskutiert.

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Veröffentlichungsjahr: 2002

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Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung
1 Ein systemisches Organisationsmodell
2 Motivationstheoretische Ansätze
2.1 Leistung und Arbeitszufriedenheit
2.2 Inhaltstheorien
2.2.1 Das Leistungsmotiv
2.2.2 Die Motivpyramide
2.2.3 Die Zwei-Faktoren-Theorie
2.2.4 Intrinsische Motivation
2.2.5 Praktische Konsequenzen
2.3 Handlungsphasenmodell von Heckhausen
2.3.1 Wählen
2.3.2 Zielsetzung
2.3.3 Handeln
2.3.4 Bewerten
3 Der situative Ansatz
3.1 Formale Organisationsstrukturen - Beschreibung
3.1.1 Spezialisierung
3.1.2 Koordination
3.1.3 Konfiguration
3.1.4 Entscheidungsdelegation
3.1.5 Formalisierung
3.2 Formale Organisationsstrukturen - Einflußgrößen
3.2.1 Die Definition der Situation
3.2.2 Die Wirkung einzelner Situationsfaktoren
3.2.3 Ein Erweiterungsversuch situativer Analyse
3.2.4 Organisationsstruktur und Handeln der Organisationsmitglieder
4 Lean Production
4.1 Die Handwerksproduktion
4.2 Die Massenproduktion
4.3 Die schlanke Produktion
5 Organisationales Lernen
6 Systemtheoretische Betrachtungen

Page 1

Page 4

0 Einleitung

Die vorliegende Arbeit ist auf der Grundlage des Seminars „Steuerung in Organisationen“ (WS 1997/98) im Fach Arbeits- und Organisationspsychologie an der Ruhr-Universität Bochum entstanden. In diesem Seminar wurden vier verschiedene organisationstheoretische Ansätze (Motivationstheoretisch, situativ, Lean Production und Organizational learning) vorgestellt und diskutiert.

Nachfolgend wird zunächst ein Organisationsmodell aus systemtheoretischer Perspektive skizziert. Im Anschluß daran werden die vierorganisationstheoretischen Ansätze (s.o.) in ihren Grundzügen beschrieben und auf dem Hintergrund des systemischen Modells und dessen Implikationen synoptisch reflektiert und diskutiert.

Page 5

1 Ein systemisches Organisationsmodell

Eine Organisation wird systemtheoretisch als ein soziales System definiert, welches in eine bestimmte Umwelt eingebettet ist und sich durch ihre spezifische Grenzziehung von dieser unterscheidet. Zur Umwelt einer Organisation gehören insbesondere die Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Wettbewerber sowie die Kultur, die Gesellschaft und der Staat. Die Bestandteile einer Organisation sind Kommunikationen und Handlungen sowie alle daraus abgeleiteten Manifestationen, wie z. B. Strukturen, Ziele, Regeln, Wissen, etc. Die Menschen als Mitarbeiter spielen hierbei insofern eine Sonderrolle, als daß sie zwar grundsätzlich für das Entstehen und „Leben“ einer Organisation Voraussetzung sind, aber dennoch nicht Bestandteile des Systems Organisation sind und zur Umwelt des Systems gezählt werden können1. Menschen werden in der neueren Systemtheorie als ein Konglomerat von autopoietischen Systemen (psychisches System/Bewußtsein, Organsystem, Nervensystem) beschrieben2, wobei im folgenden insbesondere das Bewußtsein der Menschen als Umwelt der Organisation besondere Beachtung findet. Das System Organisation ist operativ geschlossen und damit selbstorganisiert, wobei eine materielle Offenheit hinsichtlich der wechselseitigen Austauschprozesse mit der Umwelt gleichzeitig besteht. Desweiteren verhält sich die Orga-

1einerseitsist die Organisation grundsätzlich nicht von Einzelpersonen abhängig, da diese austauschbar sind, andererseits sind die Mitarbeiter nicht nur mit der Organisation im Rahmen einer System-Umwelt-Beziehung verbunden, sondern sie haben auch Beziehungen zu anderen Systemen wie z, B.: Familie, Verein, Freundeskreis, etc.

2vgl. Kneer, Georg / Armin Nassehi (1994), S. 57ff.