OS X Mavericks - Anton Ochsenkühn - kostenlos E-Book

OS X Mavericks E-Book

Anton Ochsenkühn

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Beschreibung

Das fortschrittlichste Betriebssystem der Welt geht mit OS X Mavericks an den Start. Aber was nützt das innovativste System, wenn die Kenntnisse darüber ungenügend sind, um es voll nutzen zu können? Dieses Standardwerk, das unzählige Leser schon seit Jahren in den Vorversionen begleitet, sollte auf keinem Schreibtisch fehlen, auf dem ein Mac steht.Sie halten ein komplettes und umfangreiches Benutzerhandbuch in den Händen, das jedem, der sich mit Computern aus dem Hause Apple beschäftigt, die ganze Bandbreite des Systems aufzeigt und anschaulich erklärt. Didaktisch wertvoll aufbereitet, ist es fernab einer trockenen Beschreibung der Abläufe, sondern eine sinnvolle Aneinanderreihung der Prozesse, die an einem Apple Computer in der Praxis benötigt werden. Von der Installation bis hin zum kleinsten Detail der Systemadministration steht Ihnen dieses Werk zuverlässig zur Seite, wenn Sie Lösungen anstreben müssen, die Effizenz und Präzision des OS X Mavericks verlangen.Aus dem Inhalt:- Installation: Dieses Buch garantiert einen problemfreien Umstieg aus den Vorversionen von OS X.- Finder, Tabs, Tags: Neue integrierte Funktionen für strukturierteres Arbeiten.- Dock, Launchpad, Mission Control, Spaces: Alle Daten stets griffbereit und im Überblick. Perfekte Ergänzung: Gesten.- Safari, Facetime, Mail, Nachrichten, Facebook: Social Network sicher integrieren und immer in Kontakt bleiben.- Quick Look, Stapel, Spotlight: Lernen Sie, die bekannten Funktionen von Mavericks voll auszureizen.- Gatekeeper, FileVault, Time Machine: Sensible Daten schützen: denn sicher ist sicherer.- Erinnerungen, Karten, Mitteilungen: Wichtige Termine verwalten ohne Stress.- iBooks: E-Books am Computer lesen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 571

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Vorwort

OS X Mavericks ist die Weiterentwicklung von Apples Betriebssystem für den Computer. Diese Version hat intern die Nummer 10.9 und ist damit seit der Version 10.0 die zehnte Fortsetzung. Und immer wieder schafft Apple es, neue, innovative Funktionen einzubauen, sodass man sich nach kurzer Zeit fragt, wie es bislang ohne ging. Vor allem die nahtlose Verzahnung des Computerbetriebssystems mit den iOS-Geräten weiß zu überzeugen. Über die kostenfreie iCloud steht hierfür das perfekte Bindeglied zur Verfügung. Im Nu werden so Kontakt-, Termin-, To-do-, Notizen- oder Bilddaten und vieles mehr von Ihren mobilen Geräten zu Ihren Macs übertragen und umgekehrt.

Die Programme – auch Apps genannt – gleichen sich vom Funktionsumfang und vom Bedienkomfort immer mehr an. Wenn Sie bislang iPad-Anwender waren, werden Sie sich rasch mit einem Mac-Computer anfreunden können und schnell Ergebnisse erziehen.

Sicherheit wird bei Apple großgeschrieben. So können Sie mit nur wenigen Klicks alle Daten Ihres Computers verschlüsseln und damit vor unbefugtem Zugriff schützen. iPhone und iPad können Sie aus der Ferne sperren und sämtliche Daten löschen. Ein potenzieller Dieb kann mit dem Gerät dann nichts mehr anfangen. Ebenso funktioniert das mit einem Mac. Gatekeeper heißt die Funktion auf dem Computer, die sich darum kümmert, dass keine Schadsoftware übers Internet auf Ihren Rechner gelangen kann.

Des Weiteren kennzeichnet eine sehr einfache Bedienung das Arbeiten an einem Mac. Clevere Funktionen wie Spotlight, Quick Look, Mitteilungen, Time Machine oder Tags arbeiten Hand in Hand. Dazu sind keine mühevollen Konfigurationen notwendig. Es funktioniert einfach und zwar immer so, wie es der Anwender gerade benötigt.

Ein besonders schönes Beispiel hierfür ist die erweiterte Diktierfunktion. Damit können Sie Ihre E-Mails oder Nachrichten bzw. Texte diktieren – offline. Es funktioniert einfach und wird Sie begeistern.

Vieles mehr stellt Ihnen Apple im Rahmen von OS X Mavericks zur Verfügung, was sich zu entdecken lohnt. Deshalb habe ich das vorliegende Buch verfasst, um Ihnen einen umfassenden Überblick zu geben. Tausende Leser der Buchvorversionen haben mir ihr Feedback gesendet. Viele Anregungen und Ideen aus der Praxis sind so in dieses Buch eingeflossen, damit Sie als Anwender höchstmöglichen Nutzen aus dieser Lektüre haben.

So wünsche ich Ihnen viel Freude beim Entdecken und Ausprobieren.

Anton Ochsenkühn

Im Oktober 2013

Kapitel 1 Installation von OS X Mavericks

Voraussetzungen für Mavericks

Bei dem Betriebssystem Mavericks sind eine Reihe etwas älterer Apple-Rechner von dem Update ausgenommen. Folgende Liste zeigt Ihnen, ob Mavericks auch auf Ihrer Hardware installiert werden kann:

iMac ab August 2007MacBook Aluminium vom Oktober 2008 alle weißen MacBooks ab Januar 2009MacBook Pro 13˝ ab Juni 2009MacBook Pro 15˝ und 17˝ ab Juni 2007MacBook Air ab Ende 2008Mac mini ab März 2009Mac Pro ab Januar 2008XServe ab April 2009

Sofern die Hardwarevoraussetzungen erfüllt sind, können Sie grundsätzlich Mavericks auf Ihren Rechner übernehmen. Sinnvoll ist es zudem, mindestens 2 Gigabyte Arbeitsspeicher zu haben. Während des Installationsprozesses sollten etwa 8 Gigabyte auf der Festplatte frei sein, damit die Installation problemlos durchgeführt werden kann.

Wenn Sie sich nun an die Installation machen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder Sie installieren das Betriebssystem Mavericks komplett neu, oder Sie führen ein Update von einem älteren System durch. Derzeit updatefähige Systeme sind Snow Leopard ab 10.6.8, Lion und Mountain Lion.

Wann kann eine Neuinstallation sinnvoll sein? Nun, es kann sein, dass Sie einen neuen Rechner erworben haben und diesen komplett neu installieren möchten. In diesem Fall ist Mavericks als Betriebssystem bereits vorinstalliert und Sie müssen lediglich die letzten Konfigurationsschritte erledigen, die wir Ihnen gleich zeigen werden (Systemassistent). Wenn Sie einen Rechner komplett neu aufsetzen und neu installieren möchten, haben Sie hierzu verschiedene Möglichkeiten.

Neuinstallation des Betriebssystems

Um das Betriebssystem komplett neu auf einem Rechner zu installieren, gibt es mehrere Wege:

1. Haben Sie bereits Mountain Lion auf Ihrem Computer installiert, können Sie beim Booten über die alt-Taste den Bootmanager hervorholen, um von der Recovery HD (Lion) bzw. Wiederherstellen (Mountain Lion) zu starten. Diese enthält das Festplattendienstprogramm, mit dem Sie Datenträger formatieren können, um anschließend OS X Mavericks darauf neu zu installieren.

Recovery HD bzw. Wiederherstellen enthält das Festplattendienstprogramm.

2. Sie besitzen einen externen bootfähigen Datenträger für Ihren Mac. Auf diesen haben Sie nun das Mavericks-Installationsprogramm nach dem Download aus dem App Store übertragen. Starten Sie von dem externen Datenträger und verwenden Sie dort das Festplattendienstprogramm, um die interne HD zu formatieren und anschließend die Installation neu zu starten.

3. Wurde bei Ihrem Computer ein Installationsdatenträger inklusive OS X Mavericks mitgeliefert (DVD oder USB-Stick), können Sie den Datenträger einlegen und von dort aus die Installation starten. Starten Sie hierfür Ihren Computer neu und booten Sie von der DVD, indem Sie beim Neustart die Taste C gedrückt halten. Haben Sie einen USB-Stick in Verwendung, halten Sie beim Neustart die alt-Taste gedrückt. Sie erreichen den Bootmanager und wählen nun den Stick aus. Wenig später startet die Installationsroutine und in der Menüleiste finden Sie den Eintrag Dienstprogramme und holen von dort das Festplattendienstprogramm. Formatieren Sie auch hier den gewünschten Zieldatenträger, um hernach OS X Mavericks darauf installieren zu können.

4. Haben Sie das Mavericks-Installationspaket aus dem Internet geladen, so sollten Sie sich zusätzlich noch den DiskMaker X besorgen. Diesen finden Sie kostenfrei im Internet unter der Adresse: http://www.liondiskmaker.com. Nach erfolgreichem Download sollten Sie die App in den Programme-Ordner kopieren. Starten Sie nun den DiskMaker X und wählen sowohl das Betriebsystem als auch den Datenträger aus. Nach wenigen Minuten ist der Vorgang abgeschlossen und Sie haben ein bootfähiges Volume erstellt, von dem Sie nun starten können..

Mit dem kostenfreien DiskMaker X gelingt das Erstellen eines bootfähigen Datenträgers im Handumdrehen.

Daraufhin erhalten Sie – ähnlich wie bei der Recovery HD – das Festplattendienstprogramm, um den Zielträger zunächst zu formatieren und dann neu mit dem neuen Betriebssystem zu bespielen.

Damit ein Datenträger auf dem Mac bootfähig ist, muss er mit dem Schema GUID formatiert sein. Wie das funktioniert, können Sie weiter hinten nachlesen, wenn die Funktionen des Festplattendienstprogramms beschrieben werden.

Es stellt sich allerdings generell die Frage, ob eine Neuinstallation bei einem bestehenden OS-X-System sinnvoll ist. Denn das Updaten von früheren Versionen ist absolut unkompliziert. Dabei werden die Ordner System und Library ausgetauscht und so erhalten Sie ein absolut neuwertiges OS-X-System. Auch das erneute Einspielen der Programme und Benutzerdaten wird durch ein Update hinfällig.

Haben Sie nun Mavericks frisch auf einem Datenträger installiert, können Sie mittels des Migrationsassistenten (Programme -> Dienstprogramme) Daten (Userdaten und Programme) von einem Time-Machine-Backup einspielen.

Der Migrationsassistent kann von einem anderen System (Mac, PC, Time-Machine-Backup) die Daten übernehmen.

Update auf Mavericks von einem bestehenden Betriebssystem

Haben Sie auf Ihrem Rechner Snow Leopard (10.6.8 oder neuer) bzw. Lion oder Mountain Lion installiert, ist die Aktualisierung sehr einfach.

Obwohl die Installationsroutinen von Apple sehr zuverlässig arbeiten, ist es durchaus zu empfehlen, vor dem Update eine Sicherungskopie zu machen. Im einfachsten Fall verwenden Sie hierzu Time Machine.

Sofern Sie noch Snow Leopard im Einsatz haben, sollten Sie bitte auch bedenken, dass PowerPC-Programme unter Mavericks nicht mehr lauffähig sind.

PowerPC-Programme arbeiten nicht mehr unter Mavericks

Sie sollten sich also vor dem Update von den älteren Programmversionen Updates holen, die dann mit Mavericks zusammenarbeiten werden. Diese Programme hören auf die Bezeichnung Intel oder Universal. Über das Dienstprogramm System-Profiler (Snow Leopard) bzw. Systeminformationen (Lion, Mountain Lion) können Sie die Liste auf dem Bildschirmfoto erzeugen.

Kaufen Sie über den App Store das Installationsprogramm für OS X Mavericks und führen Sie über einen Doppelklick die Installationsroutine aus, die sich nach Abschluss des Downloads im Programme-Ordner befindet. Ähnlich wie bei der frischen Installation müssen Sie natürlich die Lizenzbedingungen akzeptieren. Und als Datenträger wählen Sie selbstverständlich Ihre interne Macintosh HD aus.

Installation des neuen Betriebssystems.

Und sogleich beginnt über den Button Installieren der Installationsvorgang. Dabei bleiben alle Ihre Daten auf Ihrer Macintosh HD erhalten, lediglich das Betriebssystem wird ausgetauscht.

Sollte sich inkompatible Software auf Ihrem Rechner befinden, werden Sie nach Abschluß der Installation darauf hingewiesen. Zusätzlich werden diese Softwarelemente in den Ordner Macintosh HD –> Inkompatible Software verschoben. Damit diese Programme wieder funktionieren, müssen Sie sich mit Mavericks kompatible Updates besorgen.

Ist das Update erfolgreich abgeschlossen, erfolgt ein Neustart. Nach dem Bootprozess können Sie anschließend Ihre Apple-ID sowie die iCloud konfigurieren. Näheres dazu finden Sie auf diesen Seiten.

Sobald das Update durchgeführt wurde, könnten Sie einige vertraute Einstellungen überprüfen und gegebenenfalls korrigieren. Die nachfolgenden Informationen sind vor allen Dingen für Aufsteiger von Snow Leopard von Interesse.

1. Scrollrichtung: Seit OS X Lion hat Apple die Scrollrichtung der Maus bzw. des Trackpads an die Bedienweise von iPad und iPhone angeglichen. Um die vorherige Scrollrichtung einzustellen, gehen Sie in den Systemeinstellungen zu Maus bzw. Trackpad.

Scrollrichtung von Maus und Trackpad kann nun geändert werden.

Ebenfalls könnten Sie dort die Gesten für die neuen Funktionen wie Mission Control, Launchpad, Mitteilungszentrale etc. einsehen und Ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen.

2. Seit Lion werden die Rollbalken nur bei Bedarf eingeblendet. Ändern Sie dies in den Systemeinstellungen –> Allgemein.

Verhalten der Rollbalken in OS X Mavericks.

3. Neben Spotlight (blinkender Punkt rechts oben in der Menüleiste) muss auch das Programm Mail beim ersten Programmstart aktualisiert werden.

Spotlight und Mail werden für die Verwendung unter OS X Mavericks optimiert.

Möchten Sie zu einem späteren Zeitpunkt das Installationsprogramm nochmals auf Ihren Computer herunterladen, um davon beispielsweise ein bootfähiges externes Laufwerk zu erstellen, starten Sie hierfür das Programm App Store. Halten Sie die alt-Taste gedrückt, während Sie auf den Button Einkäufe/Purchased klicken. Anschließend können Sie die OS-X-Installationsdatei noch einmal herunterladen.

Neuer Rechner: Systemassistent

Haben Sie einen neuen Rechner erworben bzw. das Betriebssystem komplett neu installiert, begrüßt Sie nach dem ersten Neustart der sogenannte Systemassistent, der Sie in wenigen Schritten zur Grundkonfiguration Ihres Rechners führt.

Das Apple-Betriebssystem heißt Sie willkommen.

Wählen Sie im zweiten Schritt das entsprechende Tastaturlayout aus, um mit Ihrem Rechner kommunizieren zu können.

Die Auswahl der Tastaturbelegung.

Übrigens: Möchten Sie weitere Tastaturlayouts sehen, klicken Sie einfach auf Alle einblenden. Über Fortfahren geht es zum nächsten Schritt. Hier können Sie nun Ihr WLAN-Netzwerk auswählen bzw. über Andere Netzwerkoptionen –> Lokales Netzwerk (Ethernet) verwenden oder die Eigenschaft Mein Computer stellt keine Verbindung zum Internet her.

Die Auswahl der Netzwerkkonfiguration.

Es ist an der Stelle sehr nützlich, wenn Ihr Rechner eine aktive Internetverbindung, entweder per WLAN oder per Ethernet, verfügbar hat. Denn nur dann kann die Installation in vollem Umfang stattfinden.

Sofern Sie keine Internetverbindung haben, wird noch der Computeraccount angelegt und damit ist Ihr Rechner fertig konfiguriert. Sie sehen diese Schritte gleich im weiteren Ablauf. Haben Sie aber Ihr Netzwerk bereits konfiguriert, kommt eine Reihe weiterer sinnvoller Konfigurationsschritte auf Sie zu.

Migrationsassistent

Informationen auf diesen Mac übertragen.

Sie sehen im unteren Teil des Fensters zwei Möglichkeiten, wie Sie die Daten auf Ihren neuen Mac übertragen können: Entweder haben Sie bereits einen Mac, ein Time-Machine-Backup oder einen anderen Datenträger, der Daten enthält, oder Sie möchten Daten von einem Windows-PC übertragen. Möchten Sie jetzt keine Daten übertragen, verwenden Sie die Eigenschaft Jetzt keine Information übertragen.

Der Migrationsassistent ist im fertig installierten Rechner im Ordner Dienstprogramme untergebracht und kann jederzeit nachträglich gestartet werden, um die Daten von einem bestehenden System auf den neuen Mac zu übernehmen.

Migrationsassistent in Verbindung mit einem anderen Mac

Angenommen, Sie haben einen anderen Mac, auf dem noch ein älteres Betriebssystem läuft. Starten Sie dort im Ordner Dienstprogramme das Programm Migrationsassistent und wählen Sie im Fenster die Eigenschaft Auf einen anderen Mac aus. Klicken Sie dann auf Fortfahren.

Der Migrationsassistent ist bei beiden Rechnern gestartet. Am entfernten Mac-Rechner ist „Auf einen anderen Mac“ zu aktivieren.

Dann meldet sich der andere Mac und stellt seine Daten dem neu installierten Mavericks-Rechner zur Verfügung. Dabei werden alle Informationen aufgelistet, die über den Migrationsassistenten übertragen werden können.

Die Daten mit dem Migrationsassistenten übertragen.

Sie sehen, dass sowohl sämtliche Benutzerkonten (1) als auch Programme und Einstellungsinformationen übertragen werden können. Befinden sich zusätzlich weitere Dateien und Ordner (2) auf Ihrem ursprünglichen Rechner, können auch diese übernommen werden.

Haben Sie Ihre Selektion erfolgreich durchgeführt, klicken Sie auf Fortfahren (3), um all diese Daten von dem anderen Mac auf Ihren neuen Computer mit Mavericks zu übernehmen.

Migrationsassistent in Verbindung mit einem Windows-PC

Um die Daten von einem Windows-Rechner auf den Mac zu übernehmen, müssen Sie dort erst das Programm Migrationsassistent installieren. Sie finden dieses im Internet auf der Apple-Seite (http://support.apple.com/kb/HT4796). Starten Sie das Programm, um die Verbindung mit dem Mac aufzunehmen.

Der Migrationsassistent unter Windows wird gestartet, und der Mac sucht ebenfalls den Kontakt.

Klicken Sie auf Fortfahren, um den Windows-Rechner für die Datenübertragung bereit zu machen. Im nächsten Fenster meldet sich der Migrationsassistent unter Windows und wartet darauf, dass der Mac das Programm Migrationsassistent aufruft.

Der Windows-PC meldet sich am Mac.

Sind diese vorbereitenden Tätigkeiten auf beiden Systemen erledigt, werden Sie auf dem Mac als neue Quelle den Windows-PC erkennen. Klicken Sie nun auf Fortfahren und es wird auf beiden Bildschirmen ein Code angezeigt, den Sie auf Ihrem Windows-Rechner bestätigen müssen. Damit ist gewährleistet, dass beide Rechner eine Verbindung aufgebaut haben.

Das Kennwort muss überprüft werden.

Klicken Sie sodann auf Ihrem Windows-PC auf Fortfahren. Und nun funktioniert es ähnlich wie beim Mac: Ihr Windows-PC stellt seine Ressourcen zur Verfügung und Sie können entscheiden, welche Daten von Ihrem Windows-System auf den Mac übertragen werden sollen. Genauso wie beim Mac können die jeweiligen Benutzerkonten und auch andere Daten auf der Festplatte des Windows-PCs auf den Mac übernommen werden. Das Übertragen von Programmen ist hier nicht möglich.

Windows stellt seine Daten per Migrationsassistent zur Verfügung.

Wählen Sie, wie schon vorhin beim Mac gezeigt, die Daten aus, die Sie übertragen möchten. Klicken Sie dann am Mac auf Übertragen, um die Daten des PCs auf den Mac zu kopieren. Sie sehen sowohl auf dem Windows- als auch auf dem Mac-System, welche Daten aktuell übertragen werden.

Die Übertragung war erfolgreich.

Die Verbindung über den Migrationsassistenten kann sowohl per WLAN als auch per Ethernet stattfinden. Im Regelfall wird die Verbindung über WLAN langsamer sein als eine Ethernetverbindung. Aber grundsätzlich sind beide Möglichkeiten gegeben.

Ist die Datenübertragung abgeschlossen, meldet sich Ihr Windows-Rechner und bestätigt Ihnen dieses. Sie können nun am Mac über Fortfahren in der Konfiguration weitergehen.

Migrationsassistent in Verbindung mit Time Machine

Kommen wir zu einer weiteren Möglichkeit, wie Sie Daten auf Ihren neuen Mac übertragen können. Diese Funktion heißt Time Machine. Wenn Sie bereits mit einem Mac gearbeitet haben, können Sie die Daten vom vorherigen auf den neuen Mac übertragen, oder aber Sie verwenden hierzu eine Time-Machine-Sicherungskopie, die Sie zuvor angefertigt haben.

Wählen Sie hier den entsprechenden Eintrag an, um danach den Time-Machine-Datenträger auszuwählen, den Sie natürlich mit Ihrem Rechner verbunden haben.

Time-Machine-Volume auswählen.

Hatten Sie bisher Time Capsule im Einsatz, können Sie nun ebenfalls auf deren Backups zugreifen. Nach Eingabe der Kennwörter stehen die dort abgelegten Time-Machine-Backups zur Verfügung.

Ihre Daten übertragen.

Und ähnlich wie vorhin können Sie nun definieren, welche Arten von Informationen vom Time-Machine-Backup auf Ihren neuen Rechner übertragen werden. Sie können zwischen Benutzerdaten, Programminformationen und allgemeinen Einstellungen sowie weiteren Daten. wählen Wählen Sie also die entsprechenden Eigenschaften an und quittieren Sie Ihre Auswahl mit Übertragen. Sie übernehmen damit die Daten aus einem Time-Machine-Backup in Ihr neu installiertes Betriebssystem.

Fazit zum Migrationsassistenten

Wenn Sie bereits einen Mac im Einsatz hatten, ist der Migrationsassistent, der Daten vom bisherigen Mac auf Ihr neues Betriebssystem überträgt, eine absolut perfekte Geschichte. Alle Einstellungen, die Sie an Ihrem System vorgenommen haben, werden eins zu eins auf das neue System übernommen, seien es E-Mail-Einstellungen, Dateien innerhalb Ihres Benutzerordners oder das Aussehen des Docks etc. Wenn Sie Daten von einem Windows-Betriebssystem übernehmen, kennt auch dieses die Eigenschaft der Benutzerordner und der dortigen Unterordner. Bei der Übertragung durch den Migrationsassistenten werden Sie also die Dateien, die vorher in bestimmten Ordnern in Ihrem Windows-System lagen, nun an quasi gleicher Stelle auf Ihrem Mac finden. Auch das Windows-System kennt beispielsweise einen Schreibtisch. Und die dort abgelegten Dateien werden natürlich auf den Mac-Schreibtisch übertragen. Haben Sie unter Windows bereits mit iTunes gearbeitet und einen Musik-Ordner verwendet, wird dieser ebenfalls klaglos auf den Mac übernommen. Der Migrationsassistent ist also eine sehr elegante Möglichkeit, Daten von einem bestehenden auf ein neues System zu übernehmen.

Apple-ID und iCloud

Als Nächstes können Sie die sogenannte Apple-ID eintragen. Die Apple-ID ist, wie Sie auch später noch sehen werden, eine sehr mächtige Eigenschaft. Wenn Sie bereits ein iPhone oder ein iPad besitzen, haben Sie wohl schon eine Apple-ID, um in den jeweiligen App Stores nach Apps zu suchen und Apps auf Ihr Gerät zu übertragen.

Sie können an dieser Stelle die gleiche Apple-ID eingeben, um am Computer mit den gleichen Zahlmethoden später im iTunes Store, im Mac App Store etc. zu bezahlen. Sie können sich aber auch eine neue Apple-ID für Ihren Rechner besorgen.

OS X arbeitet an vielen Stellen mit einer Apple-ID.

Ich empfehle Ihnen eine einheitliche Apple-ID sowohl für Ihre mobilen iOS-Geräte als auch für Ihre stationären OS-X-Geräte zu verwenden. Weitere Informationen erhalten Sie in Kapitel 9.

Via iCloud kann ein gestohlener oder verlorener Mac gefunden oder gesperrt und gelöscht werden.

Im nächsten Schritt bietet Ihnen der iCloud-Dienst den Service Meinen Mac suchen an. Ein iPhone oder iPad kann natürlich deutlich leichter verloren gehen als ein Rechner. Deswegen gibt es die Einstellung Mein iPhone suchen bzw. Mein iPad suchen auch auf den mobilen Geräten. Aber auch ein tragbarer Mac-Rechner kann ja durchaus einmal vergessen werden, verloren gehen oder anderweitig abhandenkommen. Über die Eigenschaft Meinen Mac suchen können Sie, sofern der Finder den Rechner eingeschaltet und mit dem Internet verbunden hat, Ihren Rechner orten und hoffentlich wieder zurückholen.

Systemassistenten fortsetzen

Sofern die Daten erfolgreich übertragen wurden, klicken Sie auf Fortfahren und die Ortungsdienste werden angefragt. Über die Ortungsdienste kann vor allem Ihr mobiler Mac über WLAN-Netzwerke bestimmen, wo er sich befindet, und damit zum Beispiel Twitter-Tweets ortsgebunden absenden bzw. ortsabhängige Erinnerungen eintragen. Zu all diesen Dingen gibt es später noch mehr Informationen. Es ist durchaus sinnvoll, für einen tragbaren Mac die Ortungsdienste zu aktivieren. Im nächsten Fenster müssen Sie die Lizenzbedingungen akzeptieren, bevor es weiter geht.

Die Lizenzbedingungen müssen akzeptiert werden.

Anschließend wird ein erster Computeraccount (lokaler Benutzer) auf Ihrem System angelegt. Geben Sie sowohl bei Vollständiger Name als auch bei Accountname die gewünschten Informationen ein und vergeben Sie ein Kennwort.

Der Admin-Account wird eingerichtet.

Der erste Benutzer, den Sie am Betriebssystem anlegen, ist ein sogenannter Administrator. Der Administrator hat weitreichende Eigenschaften und Funktionen. Deswegen sollte man sich hier sehr genau überlegen, wie dieser Administratoraccount definiert werden soll. Sie können jederzeit nachträglich über die Systemeinstellungen –> Benutzer gewisse Eigenschaften des Administratoraccounts, wie das Kennwort etc., ändern. Auch der vollständige Name ist nachträglich editierbar, der Accountname jedoch ist nicht einfach änderbar.

Nachdem der erste Benutzer definiert ist, können Sie im unteren Bereich noch die automatische Zeitzonenbestimmung aktivieren. Geben Sie zudem an, ob Sie Diagnose- und Nutzungsdaten an Apple senden möchten.

Im nächsten Schritt können Sie noch die Registrierinforma­tionen an Apple senden. Damit sind alle wichtigen Einstellungen erledigt und es kann losgehen.

Die wichtigsten Einstellungen der Installation sind nun gemacht.

Ein neuer Benutzer

Durch die Konfiguration haben Sie nun einen ersten neuen Benutzer – den Computeraccount bzw. Admin-Account – erstellt. Dieser hat sehr weitreichende Befugnisse und deshalb ist es ratsam, einen zweiten Benutzer anzulegen, mit dem Sie normalerweise arbeiten.

In den Systemeinstellungen –> Benutzer & Gruppen finden Sie hierzu die passenden Funktionen. Sie finden die Systemeinstellungen entweder im Apfel-Menü oder im Dock am unteren Bildschirmrand.

Ein neuer Benutzer wird angelegt.

Klicken Sie zunächst auf das Schloss links unten (1) und geben Sie Ihre Admindaten ein. Dann kann nach Klicken auf das Plus (2) ein neuer Benutzer mit all seinen Daten spezifiziert werden. Neben dem Namen (3) geben Sie hierzu den Accountnamen(4) und das Kennwort zweimal ein (5).

Der Vollständige Name kann Sonderzeichen sowie Vor- und Zuname enthalten. Der Accountname hingegen erlaubt keine Sonderzeichen. Des Weiteren kann der vollständige Name nachträglich jederzeit geändert werden. Der Accountname hingegen nicht.

Sind alle Daten eingetragen, wird via Benutzer erstellen(6) der neue User angelegt. Gehen Sie nun über das Apfel-Menü und loggen Sie sich über den Eintrag am unteren Ende des Menüs als Admin-User aus (admin abmelden). Dann erscheint das Anmeldefenster, damit Sie sich als neuer User einloggen können.

Kapitel 2 Der erste Eindruck

Der Mavericks-Bildschirm

Sobald Sie sich als User an Ihrem Mac eingeloggt haben, erscheint die Benutzeroberfläche des OS-X-Betriebssystems. Dabei erkennen Sie auf den ersten Blick eine ganze Reihe von wichtigen Elementen.

So zeigt sich OSX nach dem ersten Einloggen.

Den meisten Platz auf dem Bildschirm nimmt natürlich der Desktop oder Schreibtisch ein (1). Im unteren Bereich des Bildschirms finden Sie das sogenannte Dock(2). Das Dock dient im Wesentlichen dazu, Programme auf dem Computer zu starten und die Übersicht über die gestarteten Programme zu behalten. Doch dazu später mehr. Am oberen Rand des Bildschirms sehen Sie die Menüleiste(3) und am linken Rand der Menüleiste finden Sie das Apfel-Symbol, das das sogenannte Apfel-Menü repräsentiert (4). Des Weiteren sehen Sie rechts vom Apfel-Menü den Begriff Finder(5). Dies sagt Ihnen, dass Sie derzeit mit dem sogenannten Finder arbeiten. Werden andere Applikationen gestartet, ändert sich das Aussehen der Menüleiste.

Bleiben wir bei der Menüleiste und schauen wir uns die Icons im rechten Bereich an. Bei (6) sehen Sie die sogenannten Menulets. Diese geben Ihnen Auskunft über bestimmte Zustände im Betriebssystem, zum Beispiel über die Funktionalität von Bluetooth, WLAN, den Batterieladezustand bei tragbaren Macs etc. Auch das aktuelle Datum und die Uhrzeit sowie den Wochentag können Sie einblenden lassen (7). Und zu guter Letzt finden Sie ganz rechts die Suchlupe der Funktion Spotlight(8). Damit haben Sie eine sehr ausgeklügelte und raffinierte Suchfunktion über alle Dateien, Programme und Informationen auf Ihrem Rechner. Und (9) ist die sogenannte Mitteilungszentrale.

Doch lassen Sie uns nun die Elemente noch etwas detaillierter betrachten und die eine oder andere gewünschte Einstellung vornehmen.

Das Dock

Wie erwähnt, dient das Dock zum Beispiel dazu, Programme zu starten. Eine Reihe von Programmsymbolen finden Sie bereits unten im Dock.

Das Dock, wie es sich standardmäßig präsentiert.

Wollen Sie beispielsweise ein Programm starten, um Internetseiten anzusehen, ist dafür das mitinstallierte Programm Safari(1) zuständig. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie den Internetzugang vorher eingerichtet haben. Aber dazu mehr im nächsten Kapitel. Möchten Sie auch E-Mails senden und empfangen, hat Apple auch hierzu das notwendige Programm bereits auf Ihrem Rechner installiert. Bei (2) sehen Sie das Programm namens Mail. Möchten Sie über das Internet via Bildtelefon mit Freunden oder Bekannten sprechen, ist dafür das Programm FaceTime(4) bereits auf Ihrem Rechner vorbereitet und muss lediglich gestartet und Ihren Bedürfnissen entsprechend konfiguriert werden.

Ist keines der erwähnten Programme gestartet, läuft auf jeden Fall der Finder(3). Der Finder repräsentiert das Betriebssystem und ist dafür verantwortlich, dass Sie an Ihrem Rechner mit Maus und Tastatur etc. arbeiten können. Ist also keine andere Applikation im Vordergrund, ist der Finder stets für Sie verfügbar und stellt seine Funktionen bereit.

Sicherlich haben Sie am rechten Rand des Docks bereits den Papierkorb(6) entdeckt. Wie bei anderen Computersystemen auch dient der Papierkorb dazu, nicht mehr benötigte Dateien und Ordner zu löschen.

Möchten Sie das Dock Ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen, finden Sie eine dünne Trennlinie (7) innerhalb des Docks. Wenn Sie dort mit der Maus hinfahren, erkennen Sie einen weißen Doppelpfeil, mit dem Sie bei gedrückter Maustaste durch einfaches Ziehen nach oben oder unten die Größe des Docks verändern können. Überhaupt teilt diese Trennlinie das Dock in zwei Bereiche: Der linke Bereich dient der Ablage von Programmsymbolen, wohingegen der rechte Bereich für Dateien, Ordner oder auch minimierte Fenster Verwendung findet. Aber auch dazu später mehr.

Wenn Sie nun zum Beispiel das Programm Safari(1) starten, werden Sie erkennen, dass das Programmicon einige Male hüpft und das Programmfenster anschließend auf dem Bildschirm erscheint. Schön wäre es nun, wenn Sie über das Dock auch eine Rückmeldung bekämen, dass dieses Programm bereits gestartet ist. In früheren Versionen des Apple-Betriebssystems war diese Funktion standardmäßig so konfiguriert, dass jedes gestartete Programm ein kleines Symbol unterhalb des Programmicons erhielt. Und dies können Sie auch in OSX einstellen. Verwenden Sie hierfür im Dock das Icon mit der Nummer , die sogenannten . Die Systemeinstellungen dienen dazu, Eigenschaften des Betriebssystems rasch zu modifizieren. Klicken Sie einmal auf das Symbol namens und das dazugehörige Fenster mit einer Reihe von Funktionen erscheint.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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