Verlag: Piper ebooks in Piper Verlag Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2014

Paris ist immer eine gute Idee E-Book

Nicolas Barreau  

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E-Book-Beschreibung Paris ist immer eine gute Idee - Nicolas Barreau

Rosalie ist Besitzerin eines kleinen Postkartenladens in St. Germain. Ihre Spezialität sind selbstgestaltete "Wunschkarten", doch mit ihren eigenen Wünschen hat die eigenwillige Grafikerin selten Glück. Das ändert sich schlagartig, als eines Tages der berühmte Kinderbuchautor Max Marchais in ihren Laden stolpert und sie bittet, sein neues (und wahrscheinlich letztes) Kinderbuch zu illustrieren. Rosalie willigt ein, und das Buch wird zum großen Erfolg. Doch kurze Zeit später taucht ein junger Literaturprofessor aus den USA im Laden auf und behauptet steif und fest, dass die Erzählung seine Geschichte sei ...

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E-Book-Leseprobe Paris ist immer eine gute Idee - Nicolas Barreau

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Übersetzung aus dem Französischen von Sophie Scherrer

ISBN 978-3-492-96537-8 Oktober 2015

© für diese Ausgabe Piper Verlag GmbH, München 2014 © der Printausgabe: Thiele Verlag in der Thiele & Brandstätter Verlag GmbH, München und Wien 2014 Covergestaltung: Christina Krutz, Biebesheim am Rhein Datenkonvertierung: CPI books GmbH, Leck

Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden.

Alle Reisen haben eine heimliche Bestimmung, die der Reisende nicht ahnt.

1

Rosalie liebte die Farbe Blau. Das war schon so, seit sie denken konnte. Und das war mittlerweile achtundzwanzig Jahre her.

Wie jeden Vormittag, wenn sie um elf ihren kleinen Postkartenladen aufschloss, hob sie auch an diesem Tag den Blick und hoffte, in dem diesigen grauen Pariser Morgenhimmel ein Fitzelchen Blau zu entdecken. Sie fand es und lächelte.

Zu Rosalie Laurents ersten und schönsten Kindheitserinnerungen gehörte ein unfassbar blauer Augusthimmel über einem türkisfarbenen Meer, das in Licht badete und bis zum Ende der Welt zu reichen schien. Da war sie vier Jahre alt, und ihre Eltern hatten das heiße Paris mit seinen steinigen Häusern und Straßen verlassen, um mit der kleinen Tochter an die Côte d'Azur zu fahren. Im selben Jahr, als sie nach diesem lichtdurchfluteten, nicht enden wollenden Sommer in Les Issambres wieder nach Hause zurückgekehrt waren, hatte Tante Paulette ihr einen Aquarellkasten geschenkt. Auch daran erinnerte Rosalie sich noch genau.

»Aquarellfarben? Ist das nicht ein bisschen übertrieben, Paulette?«, hatte Cathérine gefragt, und ihre feine hohe Stimme hatte einen unüberhörbar missbilligenden Klang angenommen. »So ein teurer Farbkasten für ein so kleines Kind? Damit kann sie doch noch gar nichts anfangen. Den heben wir besser noch ein Weilchen auf, nicht wahr, Rosalie?«

Doch Rosalie war nicht bereit gewesen, das kostbare Geschenk ihrer Tante wieder herzugeben. Sie geriet völlig außer sich und umklammerte den Malkasten, als gelte es, ihr Leben zu verteidigen. Am Ende seufzte die Mutter ein wenig genervt und ließ der trotzigen Kleinen mit den langen braunen Zöpfen ihren Willen.

An diesem Nachmittag malte Rosalie stundenlang und hingebungsvoll mit Pinsel und Aquarellfarben Blatt um Blatt, und danach war der Malblock voll und die drei blauen Farbtöpfchen, die der Kasten zu bieten hatte, nahezu leer.

Ob es nun an jenem ersten Blick auf das Meer lag, der sich in die Netzhaut des kleinen Mädchens eingebrannt hatte wie eine Metapher für das Glück, oder an ihrem schon früh ausgeprägten Willen, Dinge anders zu machen als andere – die Farbe Blau entzückte Rosalie wie keine andere. Staunend entdeckte sie die ganze Palette dieser Farbe, und ihre kindliche Wissbegier war kaum aufzuhalten. »Und wie heißt das hier, Papa?«, fragte sie ein ums andere Mal und zog ihren Vater, der ein sehr gütiger und nachsichtiger Mensch war, am (natürlich blauen) Ärmel seiner Jacke und zeigte mit dem Finger auf alles Blaue, das sie entdeckte. Mit nachdenklich gerunzelter Stirn stand sie stundenlang vor dem Spiegel und studierte die Farbe ihrer Augen, die auf den ersten Blick braun schienen, doch wenn man länger hinsah und ganz genau, erkannte man, dass sie von einem tiefdunklen Blau waren. Das hatte jedenfalls Émile, ihr Vater, gesagt, und Rosalie hatte erleichtert genickt.

Noch bevor sie richtig lesen und schreiben konnte, kannte sie die unterschiedlichsten Blautöne mit Namen. Vom hellsten und zartesten Seidenblau, Himmelblau, Graublau, Eisblau, Taubenblau oder dem gläsernen Aquamarin, das die Seele fliegen ließ, zu diesem satten, kräftigen, strahlenden Azurblau, das einem fast den Atem nahm. Dann gab es noch das unbezwingbare Ultramarin, das heitere Kornblumenblau oder das kühle Kobaltblau, das grünlich-blaue Petrol, das die Farben des Meeres in sich barg, oder das geheimnisvolle Indigo, das fast schon ins Violette spielte, bis hin zu einem tiefen Saphirblau, dem Mitternachtsblau oder dem nahezu schwarzen Nachtblau, in dem sich das Blau schließlich auflöste – für Rosalie gab es keine Farbe, die so reich, so wunderbar und vielfältig war wie diese. Dennoch hätte sie niemals erwartet, dass ihr einmal eine Geschichte widerfahren würde, in der ein blauer Tiger eine bedeutsame Rolle spielte. Und noch weniger hätte sie vermutet, dass diese Geschichte – und das Geheimnis, das sie barg – ihr Leben von Grund auf verändern würde.

Zufall? Schicksal? Man sagt, dass die Kindheit der Boden ist, auf dem wir unser Leben lang marschieren.

Später sollte sich Rosalie oft fragen, ob nicht alles anders gekommen wäre, wenn sie die Farbe Blau nicht so geliebt hätte. Bei dem Gedanken, wie leicht sie den glücklichsten Moment in ihrem Leben hätte verpassen können, erschrak sie fast ein wenig. Das Leben war oft so unüberschaubar und kompliziert, doch am Ende ergab erstaunlicherweise alles einen Sinn.

Als Rosalie mit achtzehn Jahren – ihr Vater war wenige Monate zuvor an einer verschleppten Lungenentzündung gestorben – verkündete, sie wolle Kunst studieren und Malerin werden, ließ ihre Mutter vor Schreck fast die Quiche Lorraine fallen, die sie gerade ins Speisezimmer trug.

»Um Himmels willen, Kind, bitte mach etwas Vernünftiges!«, rief sie aus und verfluchte innerlich ihre Schwester Paulette, die dem Mädchen offenbar diese Flausen in den Kopf gesetzt hatte. Laut hätte sie natürlich niemals geflucht. Cathérine Laurent, die eine geborene de Vallois war (worauf sie sich einiges einbildete), war eine Dame durch und durch. Leider hatte sich der Reichtum der ehemaligen Adelsfamilie in den letzten Jahrhunderten sehr reduziert, und Cathérines Heirat mit dem klugen und liebenswerten, aber wenig durchsetzungsstarken Physiker Émile Laurent, der schließlich an einem wissenschaftlichen Institut gestrandet war, anstatt in der Wirtschaft die erhofften großen Erfolge zu feiern, machte die Sache nicht viel besser. Am Ende hatte man nicht einmal mehr Geld für richtiges Personal – wenn man von der philippinischen Zugehfrau absah, die kaum Französisch konnte und zweimal in der Woche kam, um in der Pariser Altbauwohnung mit den hohen stuckverzierten Decken und dem alten Fischgrätparkett Staub zu wischen und zu putzen. Dennoch stand es für Cathérine außer Frage, dass man an seinen Prinzipien festhalten musste. Wenn man keine Prinzipien mehr hatte, ging alles den Bach runter, fand sie.

»Eine de Vallois macht so etwas nicht«, war einer ihrer Lieblingssätze, und den gab sie selbstverständlich auch an diesem Tag ihrer einzigen Tochter mit auf den Weg, die sich unglücklicherweise in eine ganz andere Richtung zu entwickeln schien, als ihre Mutter es für sie vorgesehen hatte.

Seufzend stellte Cathérine die weiße Porzellanform mit der duftenden Quiche auf dem großen ovalen Tisch ab, der nur für zwei gedeckt war, und dachte wieder einmal, dass sie kaum jemanden kannte, auf den der Name Rosalie so wenig zu passen schien.

Sie hatte damals, während der Schwangerschaft, ein zartes Mädchen vor Augen gehabt, blond wie sie selbst, höflich, sanft und irgendwie … liebreizend. Das alles war Rosalie auf jeden Fall nicht. Sicher war sie klug, aber eben auch sehr eigensinnig. Sie hatte ihren eigenen Kopf und konnte manchmal stundenlang schweigen, was ihre Mutter befremdlich fand. Wenn Rosalie lachte, lachte sie zu laut. Das war wenig elegant, auch wenn andere ihr versicherten, Rosalie habe so etwas Erfrischendes an sich.

»Lass sie doch, sie hat ihr Herz am rechten Fleck«, hatte Émile immer gesagt, wenn er wieder einmal einem Spleen seiner Tochter nachgab. Wie damals, als sie als Kind ihre neue Matratze und die teure Bettwäsche mitten in der Nacht auf den feuchten Balkon gezerrt hatte, um unter freiem Himmel zu schlafen. Weil sie sehen wollte, wie die Welt sich dreht! Oder als sie ihrem Vater zum Geburtstag mit Lebensmittelfarbe diesen grässlichen blauen Kuchen gebacken hatte, der so aussah, als würde man sich schon nach dem ersten Bissen daran vergiften. Nur weil sie diesen Blau-Tick hatte! Das war reichlich verstiegen, fand Cathérine, aber Émile hatte es natürlich großartig gefunden und behauptet, es sei der beste Kuchen, den er jemals gegessen hätte. »Ihr müsst alle davon kosten!«, hatte er gerufen und die blaue Teigpampe auf die Teller der Gäste verteilt. Ach, der gute Émile! Er hatte seiner Tochter einfach nichts abschlagen können.

Und jetzt diese neue Idee!

Cathérine runzelte die Stirn und betrachtete das schlanke, groß gewachsene Mädchen mit dem blassen Gesicht und den dunklen Augenbrauen, das jetzt gedankenverloren an seinem langen braunen, nachlässig geflochtenen Zopf spielte.

»Schlag dir das aus dem Kopf, Rosalie. Die Malerei ist eine brotlose Kunst. So etwas will und kann ich nicht unterstützen. Wovon willst du denn mal leben? Denkst du, die Leute haben auf deine Bilder gewartet?«

Rosalie drehte weiter an ihrem Zopf und antwortete nicht.

Wäre Rosalie eine liebreizende Rosalie gewesen, hätte sich Cathérine Laurent, geborene de Vallois, um den Lebensunterhalt ihrer Tochter sicher keine großen Gedanken gemacht. Schließlich gab es immer noch genügend gut verdienende Männer in Paris, da war es egal, ob die Ehefrau nebenher ein bisschen malte oder diverse Ticks hatte. Aber sie hatte das ungute Gefühl, dass ihre Tochter nicht in solchen Kategorien dachte. Weiß Gott, mit wem sie sich am Ende einlassen würde!

»Ich möchte, dass du etwas Vernünftiges machst«, sagte sie noch einmal mit Nachdruck. »Das wäre auch in Papas Sinne.« Sie legte ihrer Tochter ein Stück von der dampfenden Quiche auf den Teller. »Rosalie? Hörst du mir überhaupt zu?«

Rosalie blickte auf, und ihre dunklen Augen waren unergründlich.

»Ja, Maman. Ich soll etwas Vernünftiges machen.«

Und das hatte sie dann auch getan. Mehr oder weniger. Das Vernünftigste, was Rosalie sich hatte vorstellen können, war, nach ein paar Semestern Grafik und Design einen Postkartenladen zu eröffnen. Es war ein winziges Geschäft in der Rue du Dragon, einer hübschen kleinen Straße mit mittelalterlichen Stadthäusern, die im Herzen von Saint-Germain lag, einen Steinwurf von den Kirchen Saint-Germain-de-Prés und Saint-Sulpice entfernt. Hier gab es einige Boutiquen, Restaurants, Cafés, ein Hotel, eine Boulangerie, Rosalies Lieblingsschuhgeschäft, und sogar Victor Hugo hatte hier einst gewohnt, wie eine Plakette am Haus mit der Nummer 30 vermerkte. Wenn man es eilig hatte, konnte man die Rue du Dragon in wenigen Schritten durchlaufen, um dann entweder auf den belebten Boulevard Saint-Germain zu stoßen oder – in entgegengesetzter Richtung – auf die etwas stillere Rue de Grenelle, die zu den eleganten Häusern und Stadtpalästen des Regierungsviertels führte und irgendwann auf dem Champ de Mars und vor dem Eiffelturm endete. Aber man konnte die kleine Straße natürlich auch ganz absichtslos entlangschlendern und immer wieder stehen bleiben, weil man in den Auslagen etwas Schönes entdeckt hatte, das gekostet, in die Hand genommen oder anprobiert werden wollte. Dann konnte es schon einige Zeit dauern, bis man ans Ende der Straße gelangte. Auf diese Weise hatte Rosalie auch das Zu Vermieten-Schild in dem leer geräumten Antiquitätenlädchen entdeckt, dessen Besitzerin ihr Geschäft vor Kurzem aus Altersgründen aufgegeben hatte.

In der Regel sah man eben mehr, wenn man langsamer ging.

Rosalie hatte sich gleich in das kleine Ladenlokal verliebt. Ein himmelblauer Holzrahmen zog sich um das einzige Schaufenster und die Eingangstür rechts daneben, über der noch die altmodische silberne Türglocke der Vorbesitzerin hing. Auf dem alten schwarz-weißen Steinfußboden brach sich das Licht in kleinen Kreisen. Über Paris wölbte sich an diesem Tag im Mai ein wolkenloser Himmel, und Rosalie kam es vor, als ob der kleine Laden geradezu auf sie gewartet hätte.

Die Miete war zwar alles andere als klein, aber wohl noch günstig für die gute Lage, wie ihr Monsieur Picard, ein beleibter älterer Herr mit schwindendem Haar und listigen braunen Knopfäuglein, versicherte. Zudem gab es über dem Geschäft noch einen weiteren Raum, der über eine enge Holzwendeltreppe erreichbar war und an den ein kleines Bad und eine winzige Küche grenzten.

»Da haben Sie die Wohnung gleich mit dabei, hahaha«, scherzte Monsieur Picard, und sein kleiner Bauch bebte vergnügt. »Was für eine Art von Geschäft haben Sie sich denn vorgestellt, Mademoiselle? Ich hoffe doch, es ist nichts, was Krach macht oder riecht – schließlich wohne ich in diesem Haus.«

»Eine Papeterie«, hatte Rosalie gesagt. »Geschenkpapier, Briefpapier, Schreibstifte und schöne Karten für ganz besondere Anlässe.«

»Aha. So, so. Na dann, viel Glück!« Monsieur Picard schien etwas ratlos. »Karten mit dem Eiffelturm drauf werden von den Touristen ja immer wieder gern gekauft, was?«

»Ein Postkartenladen?«, hatte ihre Mutter ungläubig ins Telefon gerufen. »Mon Dieu! Mein armes Kind, wer schreibt denn heute noch Karten?«

»Ich, um eine zu nennen«, hatte Rosalie geantwortet, und dann hatte sie einfach aufgelegt.

Vier Wochen später stand sie auf einer Leiter vor ihrem Laden und befestigte ein bemaltes Holzschild über der Eingangstür.

LUNA LUNA stand in großen geschwungenen Buchstaben darauf und etwas kleiner darunter: Rosalies Wunschkartenladen.

2

Wäre es nach Rosalie gegangen, hätten ruhig viel mehr Menschen Briefe und Karten schreiben können. Das kleine und manchmal auch große Glück, welches ein handgeschriebener Brief sowohl beim Empfänger als auch bei dem, der ihn schrieb, auch heute noch auszulösen vermochte, war einfach nicht mit einer E-Mail oder einer SMS zu vergleichen, die rasch vergessen war und im Orkus der Bedeutungslosigkeit versank. Dieses kurze Erstaunen, wenn man plötzlich einen persönlichen Brief in der Post entdeckte, die freudige Erwartung, mit der man eine Postkarte umdrehte, einen Umschlag behutsam öffnete oder ungeduldig aufriss. Die Möglichkeit, ein Stück des Menschen, der an einen gedacht hatte, in Händen zu halten, seine Schrift zu studieren, seine Stimmung zu erahnen, vielleicht sogar noch den Geruch von Tabak oder Parfüm zu erhaschen. Das war so ungeheuer lebendig. Und auch wenn die Menschen heute immer seltener richtige Briefe verfassten, weil angeblich die Zeit dazu fehlte, kannte Rosalie doch niemanden, der nicht gerne einen persönlichen Brief oder eine handgeschriebene Karte bekommen hätte. Die Gegenwart mit all ihren sozialen Netzen und digitalen Möglichkeiten hatte wenig Charme, fand sie. Das alles mochte effektiv sein oder praktisch oder schnell – doch Charme hatte es nicht.

Früher war das Öffnen des Briefkastens sicherlich um einiges spannender gewesen, dachte sie, als sie jetzt im Hausflur vor den Postkästen stand. Das Einzige, was man heute in der Regel darin fand, waren Rechnungen, Steuerbescheide und Reklameschreiben.

Oder Mieterhöhungen.

Verdrossen blickte Rosalie auf das Schreiben ihres Vermieters. Das war nun schon die dritte Mieterhöhung in fünf Jahren. Sie hatte es kommen sehen. Monsieur Picard war in den letzten Wochen, wenn sie sich auf dem Flur begegnet waren, immer so ausnehmend freundlich gewesen. Und am Ende hatte er jedes Mal tief geseufzt und gesagt, das Leben in Paris werde auch immer teurer.

»Wissen Sie, was mittlerweile ein Baguette kostet, Mademoiselle Laurent? Oder ein Croissant? Wissen Sie, was die in der Boulangerie für ein Croissant nehmen? Es ist unglaublich! Ich frage Sie, was ist drin in so einem Croissant – Wasser und Mehl, mehr doch nicht, oder?« Er hatte mit einer anklagenden Geste die Schultern hochgezogen und Rosalie in einer Mischung aus Empörung und Verzweiflung angeschaut, bevor er weiterschlurfte, ohne eine Antwort abzuwarten.

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