Pat und Chris - Valerie le Fiery - E-Book

Pat und Chris E-Book

Valerie le Fiery

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Beschreibung

Wenn ein Student einen anderen Kommilitonen in einem Waschcenter beinahe über den Haufen rennt und eine vergessene rote Boxershorts den Beginn ihrer Beziehung markiert – dann kann daraus durchaus die große Liebe entstehen. Auf dieses Kennenlernen der besonderen Art folgen ein Weihnachtsurlaub in einer einsamen Hütte, eine Überraschungsparty zum Valentinstag und ein sommerlicher Abstecher auf eine Bananenplantage. Gekrönt wird all das mit dem ersten Nest für zwei, doch Pat und Chris wären nicht sie selbst, wenn ihnen nicht dauernd kleinere Missgeschicke widerfahren würden, was ihrer Liebe jedoch keinen Abbruch tut, sondern diese eher festigt. Selbst Trudi Huber, eine ältere Dame mit deutlich bayrischem Dialekt, die den beiden immer wieder zufällig begegnet und ihnen zu Beginn nicht sonderlich gut gesonnen ist, spürt irgendwann ganz deutlich, dass die zwei sich ehrlich und aufrichtig lieben. Die Erlebnisse von Patrick und Christof sind in fünf einzelne Episoden unterteilt, die bereits in anderen Kurzgeschichtenbänden bzw. als eigenständige Miniromane erschienen sind. Mit dieser Zusammenstellung möchten wir Ihnen alle Erlebnisse der beiden in einem Buch präsentieren, damit Sie die junge Liebe zwischen den Studenten von der ersten bis zur letzten Minute genießen können. Der Buchinhalt umfasst ca. 43.000 Wörter

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Valerie le Fiery, Frank Böhm

Pat und Chris

Spuren einer jungen Liebe

Die Handlung, die Namen der beteiligten Personen sowie alles Weitere sind rein fiktiv und frei erfunden, Orte, eventuell erwähnte Sehenswürdigkeiten oder Veranstaltungen allerdings echt. Ähnlichkeiten mit realen Personen oder Geschehnissen sind unbeabsichtigt und zufällig. Diese Aussage betrifft sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart, sowohl lebende als auch bereits verstorbene Personen. Dieses Buch, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne Zustimmung der Autoren nicht vervielfältigt oder weiterverbreitet werden.BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Ein paar Worte vorweg

Sicherlich haben Sie das eine oder andere Erlebnis um Patrick und Christof – den beiden Studenten, die sich in einem Waschcenter kennen- und lieben gelernt haben – mitverfolgt. Dennoch ist es natürlich gelegentlich so, dass man nicht alles von bestimmten Protagonisten kennt, da sich nicht sämtliche Kurzgeschichtensammlungen auf dem Reader oder im Bücherregal befinden. Aus diesem Grund bleibt auch schon mal die Frage offen, was vor oder nach einer Episode geschehen ist beziehungsweise passieren wird. Genau dieser Gedanke hat uns animiert, sämtliche Geschichten des flapsigen Studentenpärchens in einem etwas dickeren Band zusammenzufassen.

 

Es handelt sich hierbei also nicht um einen klassischen Roman, sondern um fünf einzelne Episoden, nämlich die erste Story „Rote Boxershorts“, erschienen in der Sammlung „Von Kings und Twinks 2“, die Geschichte um die „Spuren im Schnee“ aus den „Hot X-Mas 2“ sowie die drei einzelnen Bände „My lovely Valentine“, „Holiday for 2“ und „Ein Nest für Zwei“.

 

Wer also mag und alle Geschichten mit Pat und Chris hintereinander lesen möchte, dem sei diese Sammlung wärmstens ans Herz gelegt.

 

Und nun gute Unterhaltung mit unseren beiden leicht chaotischen, aber immer verschmusten und liebevollen Studenten …

 

Vorhang auf für Pat und Chris und ihre junge Liebe.

 

Rote Boxershorts

Seufzend und mit einem etwas genervt wirkenden Gesichtsausdruck stößt Christof die Tür zum Waschcenter auf. Besser ausgedrückt, er versucht es, denn der riesige Wäschekorb, den er in beiden Händen hält, macht es fast unmöglich, hineinzugelangen, ohne das Monstrum abzusetzen. Das jedoch ist bei dem zurzeit herrschenden Mistwetter und den daraus resultierenden Pfützen auf dem Gehweg direkt vor dem Eingang nicht wirklich eine Alternative. Schon während der paar Schritte von seinem alten, klapprigen Kleinwagen bis hierher ist er fast komplett durchnässt, und auch wenn seine Wäsche ohnehin gleich in die Trommel wandern wird, so will er doch nicht, dass der schöne alte Weidenkorb seiner Mutter Schaden nimmt.

 

Gerade als er die Glastür mit einem Fuß aufstößt und sich schräg in den Laden hineinschieben will, wird er von einer hastig hinausstürmenden Gestalt angerempelt, die den Laden mit einer großen Plastiktüte unter dem Arm so eilig verlässt, als wäre der Teufel hinter ihr her. Kopfschüttelnd schaut er dem jungen Mann nach, der ihm einen unabsichtlichen Tritt gegen sein linkes Schienbein versetzt hat, und humpelt – leise vor sich hin fluchend – zu den nächsten freien Maschinen. Seine Gedanken beginnen zu kreisen und er muss trotz der Schmerzen an seinem Bein lächeln. Der Typ eben hat aber auch wirklich zu süß ausgesehen. Schade, dass er so an ihm vorbeigestürzt ist, das hätte durchaus der Richtige für Papas Sohn sein können.

 

Und Mamas Sohn muss nun wohl doch endlich seine Handtücher und Bettwäsche in die Maschine stopfen, sonst steht er heute Abend immer noch hier. Eigentlich hat er gar keine Zeit für solche Sitzungen in derartigen Etablissements, aber da die Waschmaschine der Studenten-WG kürzlich ihren Geist aufgegeben hat und sich mittlerweile in seinem Bestand kein sauberes Tuch mehr auffinden lässt, muss er heute in den sauren Apfel beißen und eben hier für die nächste Prüfung lernen. Rasch stopft er den Inhalt des Korbes in die Maschine, das heißt, nur die bunten Teile, die weißen wirft er in die benachbarte Trommel. Beiden gönnt er eine gehörige Portion Waschmittel und Weichspüler, drückt die nötigen Knöpfe und setzt sich dann mit seinen mitgebrachten Büchern auf die Bank in der Ecke des Centers.

 

Mit einem Piepsen machen beide Apparate nach geraumer Zeit auf sich aufmerksam. Rasch legt Christof sein Buch zur Seite, um die Wäsche in zwei Trockner zu werfen. Zunächst kümmert er sich um die bunte, die wenige Augenblicke später bereits ihre Runden im Tümmler dreht. Dann wendet er sich der anderen Maschine mit den weißen Sachen zu. Er öffnet das Bullauge, greift hinein und … stutzt. Das, was er als Erstes herausholt, ist nicht etwa eines seiner Handtücher, nein, es ist eine leuchtend rote Boxershorts in Größe vier. Definitiv nicht seine und … oh nein, die hat doch nicht etwa …? Doch! Sie hat! Alle seine Sachen haben einen leichten Rosaton angenommen. Gerade, als er sich wütend Luft machen will, tippt ihm jemand auf die Schulter.

 

„Ähm, Entschuldigung, die hatte ich vergessen“, spricht ihn genau dieser Jemand an und deutet mit seinem rechten Zeigefinger auf die Shorts, die Christof mit leicht verdutztem und verärgertem Blick in seinen Händen hält.

 

Vor ihm steht derselbe junge Mann, der ihm noch kurze Zeit zuvor sein Bein demoliert hat. So gerne Christof ihm gehörig die Meinung geigen will, so schnell verliert sich seine Wut, als er in zwei wunderschöne blaue Augen blickt. Das charmante Lächeln und die Wahnsinnsstimme tun ihr Übriges. Rasch lächelt er ihn an und stellt sich vor.

 

„Ich möchte sie auch nicht behalten“, stammelt er noch und drückt dem Unbekannten wenige Sekunden später die Shorts in die Hand. „Aber meine Sachen sind versaut. Das geht niemals wieder raus!“, fährt Christof fort und deutet mit wissender Miene auf seine ehemals weiße Wäsche.

 

„Das tut mir leid“, entgegnet der hübsche Fremde. „Kann ich das mit einem Kaffee wiedergutmachen? Übrigens, ich bin Patrick und studiere hier Medizin.“

 

„Okay, ein Kaffee wäre ja schon einmal ein Anfang. Ich trockne das hier schnell zu Ende und dann geht's los. Medizin! Da lernt man also nicht, Waschmaschinentrommeln völlig zu entleeren?“ 

 

Patrick grinst über Christofs flapsigen Satz. Darauf folgt ein ebenso freches „Nein“, gefolgt von einem „In der Vorlesung habe ich wohl gefehlt.“

 

Eine gute halbe Stunde später verlassen beide Jungs das Center. Mit dem Weidenkorb auf dem Arm deutet Christof auf sein kleines Gefährt und bittet seine neue Bekanntschaft, ihm kurz den Kofferraum zu öffnen. Plötzlich rutscht Christof aber in einer Pfütze aus und die frisch gewaschenen Kleidungsstücke liegen gleichmäßig verteilt auf dem nassen Asphalt.

 

„Ist dir etwas passiert?“, fragt Patrick besorgt und hilft dem soeben gestürzten jungen Mann auf.

 

Dieser schüttelt den Kopf und meint, dass er leider bloß genau auf das Bein gefallen wäre, an dem er zuvor von ihm einen Tritt bekommen hat.

 

Patrick wird in diesem Moment ein wenig rot - fast so wie seine Boxershorts. Dann kommen sich die zwei verdächtig nahe, sodass sich ihre Lippen fast berühren. Natürlich genau so unabsichtlich, wie auch die vorherigen Missgeschicke geschehen sind.

 

Fast kann Christof Patricks Atem schon auf seiner Wange spüren und schließt unwillkürlich die Augen, da hören sie eine keifende Stimme hinter sich.

 

„Ja da hört sich doch alles auf. Was seid’s denn ihr für Deppen? Sitzt da mitten aufm Weg und versperrt’s den Leuten den Durchgang. Könnt’s ihr solchenen Schweinkram nicht zu Haus machen? Und überhaupt, wie sieht’s denn hier grad aus? Schaut’s zu, dass ihr das Gelump einsammelt, aber hurtig. Leute gibt’s, da fehlt dir echt der letzte Groschen an der Mark!“

 

Heftig in sich hineingrummelnd schiebt sich eine etwas füllige Dame zwischen den beiden hindurch, dabei einige der Kleidungsstücke mit dem Fuß zur Seite stoßend. Christof und Patrick, die bei den ersten Worten noch erschrocken auseinandergefahren sind, sehen erst der Grantlerin hinterher, dann sich in die Augen und brechen schließlich in Gelächter aus.

 

„Was zum Henker war das denn eben? Aber in einem hat sie ja recht – ich sollte wirklich meine Unterwäsche vom Gehsteig klauben und sofort wieder einer Waschmaschine anvertrauen. So werde ich sie zumindest nicht anziehen können und ganz ohne? Nee, dafür ist es dann definitiv noch zu kühl.“

 

Christof erhebt sich und beginnt, mit raschen Bewegungen Shorts und andere Wäscheteile in den Korb zu sammeln, wobei ihm Patrick grinsend zur Hand geht. Der belustigte Ausdruck auf seinem Gesicht verstärkt sich noch, als er Christof einen blauen Stringtanga reicht, der unters Auto gerutscht ist und der nun wie ein nasser Waschlappen aussieht. Erotisch wirkt er so zumindest nicht mehr.

 

Mit einem verlegenen Lächeln und blutroten Wangen nimmt Christof das winzige Kleidungsstück entgegen, stopft es mit zu den anderen und steuert zielstrebig erneut das Waschcenter an.

 

„Wenn du da jetzt noch einmal hineingehst, um zu waschen, kümmere ich mich in der Zwischenzeit um den Kaffee, den wir ja eigentlich trinken wollten, was hältst du davon?“, erklingt Patricks Stimme. „Besondere Wünsche?“

 

Fragend ist sein Blick auf Christofs Gesicht gerichtet, der sich daraufhin mit der Zunge über die Lippen fährt.

 

„Ich hätte gerne eine Latte“, antwortet er und bricht im nächsten Moment schon wieder vor Lachen fast zusammen. „Du weißt doch, die mit der Milch. Oh nein! Das war ja schon wieder ein Fettnäpfchen.“

 

„Ich habe dich schon richtig verstanden, du brauchst jetzt nicht gleich rot zu werden, das ist deine Wäsche schon durch meine Shorts. Nun werde ich mal kurz zum Bäcker latschen und dir deinen Wunsch erfüllen.“

 

Breit in sich hineinschmunzelnd verlässt Patrick den Waschsalon. Durch die geschlossene Tür hört Christof ein weiteres Mal das Gemecker der molligen Matrone und glaubt sogar, Patricks Stimme vernehmen zu können. Kopfschüttelnd füllt er die Trommeln erneut und harrt gespannt der Dinge, die da kommen sollen.

 

Ungefähr fünf Minuten später betritt Patrick, bis unter das Kinn mit Kaffee und Kuchen bewaffnet, erneut das Center.

 

„So, hier hast du deine Latte … öhm … deinen Latte macchiato, natürlich mit viel Milch, ich habe mir einen ganz normalen Kaffee ohne irgendetwas drin gegönnt. Aber was ist schon ein solches Heißgetränk ohne eine Leckerei dazu?“

 

„Heißgetränk?“ Christof beginnt wieder zu prusten. Dabei bemerkt er gar nicht, dass Patrick bereits den Käsekuchen ausgepackt hat und mit einem Stück davon Christophs Mund immer näher kommt.

 

„Der ist noch ganz frisch – hat die Verkäuferin zumindest gesagt“, fügt Patrick mit sonorer Stimme hinzu.

 

Christofs Lachen verstummt. Im Raum sind nur die Geräusche der Waschmaschinen zu hören. Bedächtig öffnet er seinen Mund und lässt sich von Patrick füttern. Die Finger seines Gegenübers berühren seine Lippen – dann folgt ein weiteres kleines Häppchen, ein Krümel bleibt auf einer der Kuppen hängen und wird von Christof vorsichtig aufgeleckt. Patrick grinst. Seine Augen blitzen förmlich vor Verlangen. Innerlich beginnt Christof zu taumeln, sich hinzugeben, doch hier in der Öffentlichkeit? Dafür ist er zu schüchtern. Dann spürt er etwas Weiches auf seinem Mund, es sind heiße Lippen, die ihn sanft küssen. Liebevolle Berührungen – hauchzart und voller Sinnlichkeit. Es ist nur ein kurzer Augenblick, dann sind sie wieder fort und die Augen schauen ihn erneut an.

 

„Wiederhol das bitte“, krächzt Christof mit belegter Stimme. „Das war wunderschön.“

 

Dann treffen sich zwei Münder und beginnen ihre Vereinigung. Lippenpaare gewähren Einlass in unerforschte Höhlen. Zwei Zungen begegnen sich zum ersten Mal und wissen sofort, miteinander umzugehen. Sie treffen sich und wollen sich nicht mehr loslassen. Hände gehen derweil auf seichte Erkundungstour, ab und zu rutschen sie auch einmal unter das Oberteil.

 

„Ich könnte dich jetzt hier und sofort vernaschen“, haucht Patrick Christof ins Ohr.

 

„Und wenn die Alte wiederkommt? Die kriegt doch sofort einen Herzkasper.“

 

„Papperlapapp! Und wenn schon …“

 

„In meiner WG ist es sicherlich ein wenig gemütlicher.“

 

Patrick nickt, schaut auf die Waschtrommeln, die soeben zu schleudern begonnen haben, gibt Christof einen weiteren heftigen Kuss und flüstert ihm ins Ohr, dass er es kaum erwarten kann.

 

Christof nickt ebenfalls und errötet leicht, denn er spürt, dass sich in seiner Hose etwas zu regen beginnt. Die Aussicht auf das, was sich eventuell nachher erfüllen wird, lässt seinen besten Freund in Sekundenschnelle anwachsen und nur der feste Stoff seiner Jeans gebietet dem Einhalt. Allerdings ist die Beule unübersehbar und auch Patrick hat sie bereits registriert. Ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus, und ehe Christof sich versieht, hat Patrick einmal schnell mit seiner Hand über die harte Stelle gestreichelt. Ein leises Stöhnen entringt sich Christof und schließt für einen Moment die Augen.

 

Nur wenige Augenblicke später wird er allerdings unsanft aus seinen genussvollen Gedanken gerissen, denn eine ihm mittlerweile nur zu gut bekannte Stimme erklingt plötzlich hinter ihm.

 

„Jo Herrschaftszeiten, was is’n jetzt des? Seid’s alleweil komplett narrisch worn? Des geht fei gar ned. Naa, Mann mit Mann … des is a Sünd. Jessasmaria … hinfort mit euch. Mir san hier christlich. Geht’s hoam. Rasch, bevor noch mehr Leut das mitkreag’n. A Sünd is des.“

 

Die mollige Alte ist, von beiden Männern unbemerkt, in den Waschsalon getreten und vor lauter Aufregung, dass sie die beiden knutschend antrifft, überschlägt sich ihre Stimme beinahe und sie fällt unwillkürlich immer mehr in ihren Heimatdialekt. Vorhin hatte sie das noch halbwegs im Griff, doch jetzt echauffiert sie sich zusehends.

 

Aus den Augenwinkeln sieht Christof, dass sich die schimpfende alte Schnepfe nun auch noch bekreuzigt und weist Patrick mit einem leichten Grinsen und einer kaum sichtbaren Kopfbewegung ebenfalls darauf hin. Auch der kann sich ein Lachen kaum verkneifen und nur mit allergrößter Anstrengung gelingt es ihm, nicht loszuprusten.

 

In diesem Augenblick macht der Summer der Waschmaschine deutlich, dass der Schleudergang beendet ist. Fragend sieht Patrick zu Christof.

 

„Jetzt in den Trockner?“

 

Christof schüttelt den Kopf.

 

„Nee, lass mal gut sein. Ich hänge das Zuhause auf meinen Ständer. Stell dir bloß mal vor, wenn hier meine sündigen Strings im Trockner vor sich hin tümmeln. Sicher werden anschließend darin trocknende Sachen dadurch mit einem bösen Virus infiziert. Zum Beispiel die Dessous dieser netten Dame hier.“

 

Damit öffnet er das Bullauge der Maschine, zieht rasch seine Sachen heraus und wirft sie – nass, wie sie sind – in den Weidenkorb. Hinter ihm schnaubt die Meckerziege wie ein kurzatmiges Walross, doch bevor sie mit einer neuen Litanei anfangen kann, sind beide Männer schon durch die Tür entschwunden.

 

Draußen hasten sie zu Christofs Auto, verstauen den Korb im Kofferraum und fallen anschließend in die Sitze. Endlich lassen sie ihren Gefühlen freien Lauf und die bestehen im ersten Moment aus Gekicher und Gegacker. Beide prusten um die Wette und wischen sich schließlich sogar kleine Lachtränen aus den Augenwinkeln.

 

„Samma, dir ist schon klar, dass die Alte unseretwegen jetzt wahrscheinlich etliche Vaterunser betet und sich nicht traut, ihre Unterwäsche in einen der Trockner zu stecken? Und überhaupt – war das ein freudscher Versprecher? Das mit dem Ständer? Eigentlich würde ich einen Wäscheständer für deine Klamotten besser finden, denn für den anderen hätte ich schon eine Verwendung … wenn es dir recht ist.“

 

Mit diesen Worten neigt sich Patrick zu Christof hinüber, haucht ihm einen sanften Kuss auf die rechte Halsseite und legt seine Hand zielsicher direkt in dessen Mitte, wo er das heftige Pulsieren auch sofort fühlen kann. Christof zieht scharf die Luft ein, bevor er mit rauer Stimme antwortet.

 

„Ähmmm … wenn es das ist, was ich denke, dann … beeilen wir uns besser. Sonst passiert hier gleich noch ein Unglück, und mein Bedarf an Waschen und Trocknen ist fürs Erste gedeckt. Zumal … stell dir vor, ich würde meine Jeans wegen eines feuchten Flecks mitten im Salon ausziehen und die Olle würde das mitbekommen. Das überlebt die nicht.“

 

„Wenn du dich dort fast ausplünnen würdest, könnte ich aber auch von meiner Seite für nichts mehr garantieren. Deswegen fände ich es gut, wenn wir uns hier aus dem Staub und in deinem Zimmer dann übereinander hermachen würden. Irgendwelche Einwände?“

 

Stumm schüttelt Christof den Kopf, startet den Wagen, würgt ihn einmal ab und dreht den Zündschlüssel erneut. Dann rollt das Auto an und fädelt sich in den nicht besonders dichten Verkehr ein.

 

Einige Minuten später kommen die beiden vor dem siebenstöckigen Mehrfamilienhaus an, in dem Christof wohnt. Elegant parkt er sein Auto ein und schaut Patrick ein wenig frech grinsend in die Augen.

 

„Öhm …“, beginnt er zu stottern, „leider ist der Fahrstuhl defekt und ich wohne ganz oben. Wir müssen deshalb ein paar Stufen laufen, aber du siehst ja ganz fit aus. Das wirst du sicherlich abkönnen, oder?“

 

„Gar kein Problem, im früheren Leben bin ich selbst Treppenhaus gewesen“, entgegnet Patrick, stürmt sportlich aus dem Fahrzeug und hastet in Richtung Kofferraum, um Christof mit dem Weidenkorb behilflich zu sein.

 

„Das mit der Wäsche schaffe ich schon“, versucht Christof, Patrick von seinem Enthusiasmus abzuhalten, doch bevor er sich versieht, hat Patrick den Korb bereits auf dem Arm und läuft damit in Richtung Eingang.

 

Lächelnd schüttelt Christof den Kopf, zückt den Haustürschlüssel und dackelt Patrick hinterher.

 

Endlich oben angekommen und doch ein wenig außer Puste öffnet Christof die Wohnung.

 

„Mein Zimmer ist die zweite Tür rechts. Die Wäsche kannst du erst mal auf den Flur stellen.“

 

„Nein, wo ist der Ständer? Ich meine den für die Wäsche. Wir hängen die jetzt gemeinsam auf“, unterbricht Patrick und grinst erneut wie ein Honigkuchenpferd.

 

Christof schaut sich um und haucht Patrick einen zarten Kuss auf die Lippen, anschließend drückt er die Klinke seiner Zimmertür herunter und zieht aus einer Ecke hinter dem Kleiderschrank ein Utensil mit Leinen hervor, das die besten Zeiten offensichtlich bereits hinter sich hat. Rasch ist dieses aufgestellt – dann beginnen beide Männer, Teil für Teil dort aufzuhängen. Zwischendurch treffen sich immer wieder ihre Münder, bis sich diese schließlich mehr und mehr verschlingen. Ihre Zungen berühren sich und verschmelzen miteinander. Erneut erkunden sie das noch fremde Terrain des Anderen.

 

Nach einer Weile lösen sich die zwei wieder voneinander und schauen sich tief in die Augen.

 

„Möchtest du etwas trinken?“, haucht Christof leise.

 

„Was für eine gute Idee. Ich verdurste fast.“

 

Schnell hängt Christof den letzten Tanga auf, huscht in die großzügige Gemeinschaftsküche, schnappt sich zwei Gläser und füllt diese mit eiskalter Apfelschorle.

 

„Ich hoffe, du magst das.“

 

Mit fragendem Blick sieht er Patrick an, als er wieder im Zimmer steht.

 

„Klar. Hauptsache flüssig.“

 

Patrick setzt das Glas an und trinkt den Inhalt in großen Zügen aus. Christof will soeben nachschenken, als er am Arm gepackt und zurückgezogen wird. Ganz nah stehen die beiden nun voreinander und grinsen sich an. Dann umarmen sie sich und lassen ihre Hände wandern, dabei berühren sich immer wieder ihre Lippen. Nicht nur in Christofs, sondern auch in Patricks Hose wird es dabei ziemlich eng. Als ihre Finger die Beule des Anderen berühren, stöhnen sie zeitgleich auf und beginnen, schwer zu atmen. Bereits wenige Sekunden später entledigen sie sich ihrer Oberteile. Patricks kleine, runde Nippel sind in der Zwischenzeit ziemlich steif geworden. Christofs Zunge wandert über Patricks Hals abwärts genau dorthin und leckt leicht daran, bis er schließlich vorsichtig an ihnen saugt.

 

„Boah, ist das geil. Mach genauso weiter“, stöhnt Patrick ihm entgegen.

 

Gesagt, getan. Für einen Moment verweilen seine Lippen noch an Patricks Brustwarzen, dann jedoch geht Christofs Zunge weiter auf Wanderschaft, tastet sich zum Bauchnabel vor und stupst leicht, aber fordernd dort hinein, was mit einem weiteren lauten Stöhnen kommentiert wird. Unterdessen streicheln Patricks Fingerkuppen Christofs Rücken und sorgen dafür, dass dieser eine leichte Gänsehaut bekommt. Kurze Zeit später küssen sich die beiden wieder und taumeln immer weiter in Richtung des Futonbetts, das die beiden bereits beim Eintritt ins Zimmer zum Kuscheln eingeladen hat.

 

Während sie sich auf der Spielwiese knutschend hin und herwälzen, streifen sie ihre Jeans hinunter. Die Beulen der beiden jungen Männer zeichnen sich mittlerweile klar und deutlich in ihren Slips ab und in Christofs Unterhose hat sich bereits ein kleiner feuchter Fleck gebildet. Behände wandern Patricks Finger in Richtung des pulsierenden Ständers seines Gegenübers – dann beginnt er, diesen zart durch den letzten Fetzen Stoff zu kneten, bis er schließlich nicht mehr warten kann und auch diesen entfernt. Ein knallharter Schwanz mit samtiger Eichel tritt hervor und wartet darauf, verwöhnt zu werden. Patricks Kopf wandert langsam in Richtung des Prügels – dann öffnen sich seine vollen Lippen und umschließen den Riemen zart.

 

Ein leises Seufzen, das mehr und mehr in ein Stöhnen übergeht, entflieht Christofs Kehle, als er die ersten Berührungen durch Patricks Zunge spürt. Wie auf Kommando wächst sein Schwanz noch um einiges, sodass Patrick den Schaft zusätzlich mit der Hand umschließen kann, während er immer wieder mit der Zunge in das kleine Löchlein an der Spitze stößt und mit seinen Zähnen vorsichtig an dem mittlerweile zur Gänze freiliegenden Kranz knabbert.

 

„Vorsicht, wenn du so weitermachst, dann …“, keucht Christof und ringt ein wenig nach Atem.

 

„Was dann?“, kommt es etwas undeutlich aus Patricks Mund, denn nicht eine Sekunde lässt er von seiner Verwöhnprozedur ab und infolgedessen klingt seine Sprache ein wenig nuschelig.

 

„Ich komme … komme … komme gleich … wenn du … wenn du … so weitermachst!“ stößt Christof leicht gepresst hervor, dabei zuckt sein Schwanz in Patricks Mund und sein Becken hebt sich rhythmisch auf und ab.

 

„Dann komm, lass dich gehen und gib mir deinen Saft.“ Für einen Augenblick hat Patrick Christofs Schwanz aus der warmen Höhle entlassen, allerdings führt er stattdessen mit seiner Hand typische Wichsbewegungen aus und betrachtet dabei aufmerksam die Reaktionen im Gesicht seines Gespielen. „Lass dich fallen, ich liebe es, komm, spritz ab!“

 

„Aber das … das ist … nicht fair. Du … du … du hast nicht …“, versucht Christof noch zu erwidern, doch weiter kommt er nicht, denn mit einem leisen „Psssscht“ und einem leidenschaftlichen Kuss verschließen Patricks Lippen seinen Mund. Nur wenige Augenblicke später kann Christof nicht mehr an sich halten und spritzt seine erste Ladung Sperma in hohem Bogen auf Patricks Oberkörper, der lächelnd das weiße Gold empfängt und seine Massage so lange fortführt, bis Christof auch den letzten Tropfen herausgepumpt hat.

 

Keuchend liegt Christof auf dem breiten Bett – sein Puls rast, während sein Herz stakkatoartig hämmert und ihm in den Ohren dröhnt. Er dreht den Kopf und sieht in Patricks strahlendes Gesicht. Zwei leuchtend blaue Augen fesseln seinen Blick nun schon zum zweiten Mal an diesem Tag und er droht in ihnen zu versinken wie in einem Ozean. Ein Flirren und Funkeln lässt sich darin erkennen und im nächsten Augenblick überfällt ihn der Gedanke, ob Patrick und er wohl … aber … ist das nicht zu früh? Hat er sich tatsächlich Hals über Kopf verliebt? Einfach so?

 

Als er an diesem Punkt seiner Gedanken angekommen ist, stupst ihn Patrick sacht in die Seite und flüstert heiser:

 

„Duhuuu … ich glaube, ich hab mich ganz blödsinnig verknallt. Klingt das jetzt kitschig?“

 

„Nein, ganz sicher nicht. Das Gleiche schoss mir auch eben durch den Kopf. Aber eigentlich würde ich jetzt lieber küssen, was meinst du, kannst du noch?“

 

„Blöde Frage“, erwidert Patrick leise, weiter kommt er jedoch nicht, denn dieses Mal ist es Christof, der ihm den Mund verschließt, mit den Händen jeden Millimeter seiner Haut streichelt und seinen kundigen Fingern anschließend die Zunge folgen lässt. Patrick bäumt sich immer wieder hoch und drängt Christof seinen willigen Körper entgegen, vor allem, als dieser seine Mitte erreicht und den hoch aufgerichteten Ständer zärtlich umspielt, während er mit einer Hand sanft Patricks Hoden massiert und ab und zu einen Finger probeweise zu dessen hinterem Eingang gleiten lässt. Laut aufstöhnend hebt und senkt sich sein Becken, während er seine Säfte steigen spürt. Kurz bevor er jedoch den Gipfel vollends erklimmen kann, stoppt Christof seine Bewegungen und haucht liebevoll eine Bitte in sein Ohr.

 

„Ich möchte dich völlig in mir spüren. Meinst du, dass du mir das erfüllen kannst?“

 

Liebevoll schaut Patrick in Christofs erwartungsvolles Gesicht, gibt ihm zunächst, ohne zu antworten, einen langen, tiefen Kuss und sagt dann, dass er nichts lieber täte als das.

 

Kurzerhand legt sich Christof der Länge nach auf sein Bett. Patrick steht am Fußende, greift nach Christofs Beinen und legt sich diese über die Schulter. Dann kniet er sich direkt vor den ihn erwartenden Hintereingang, befeuchtet seine harte, pulsierende Lanze noch einmal und drückt seine Eichel gefühlvoll gegen das bereitwillige Höllentor. Erneut atmet Christof laut, auch sein Schwanz regt sich bereits wieder – je tiefer Patrick in ihn eindringt, desto härter wird er.

 

Mit leichten Stößen bewegt sich Patrick in Christof, seine Augen sind geschlossen und auf seiner Stirn haben sich kleine Schweißperlen gebildet, die langsam an den Schläfen hinunterlaufen. Patrick stöhnt, wird schneller, sein Mund ist halb geöffnet – dann wirft er seinen Kopf in den Nacken und setzt noch einmal an, bis er seinen Saft tief in Christof hineinpumpt, was ihm mit einem heißen „Jaaaa …“ gedankt wird.

 

Völlig erschöpft sackt Patrick auf Christof zusammen. Beide Brustkörbe heben und senken sich stark durch das heftige Atmen. Für einen Augenblick bleiben die zwei so aufeinander liegen, dann fängt Christof an, Patrick zu kitzeln und beide wälzen sich im Bett hin und her.

 

Christofs Schwanz ist noch immer voll ausgefahren, aber auch Patricks Riemen hat noch eine beachtliche Größe. Nach einer Menge Herumalberei kuscheln sich die beiden ganz eng aneinander und streicheln sich am ganzen Körper. Ihre Zungen haben ebenfalls erneut zum Tanz aufgefordert und ihre Becken pressen sich so eng aneinander, dass sie gegenseitig ihre Härten spüren können. Als wäre es ein Automatismus, gleiten Hände zu den willigen Schwänzen, spielen mit den kleinen Löchlein auf den freigelegten Eicheln und reizen sich gegenseitig mit Wichsbewegungen, bis erneut ein zweistimmiges Stöhnen zu hören ist. Immer schneller werden ihre Finger, gekonnt wissen sie, ihr Gegenüber zu reizen und aus der Reserve zu locken.

 

„Ich bin gleich soweit“, haucht Christof und atmet schwer.

 

„Das ist gut … ich brauche auch nicht mehr lange“, entgegnet Patrick und erhöht noch einmal die Geschwindigkeit.

 

Erneut beginnen beide zu pumpen, ein weiteres Mal spritzt Christof auf Patricks Bauch, Patrick schleudert sein Sperma in mehreren Schüben bis zu Christofs Hals und verreibt es anschließend lustvoll auf dessen Haut.

 

Beide ringen förmlich nach Luft, umarmen sich fest und schauen dann komischerweise gleichzeitig auf das Getränkeglas.