Verlag: Carlsen Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2016

Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen E-Book

Rick Riordan  

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E-Book-Beschreibung Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen - Rick Riordan

Noch nie wurden die griechischen Sagen so fesselnd erzählt!

Wer könnte die griechischen Göttersagen besser nacherzählen als der Sohn des Poseidon höchstpersönlich? Percy Jackson haucht den alten Klassikern turbulentes Leben ein und gibt ganz neue Einblicke in den Alltag auf dem Olymp. Mit einem Augenzwinkern berichtet er unter anderem davon, wie Athene ein Taschentuch adoptiert, Persephone ihren Stalker heiratet und Zeus sie alle umbringt. Ein urkomisches Leseerlebnis für jeden, der Spaß an griechischer Mythologie hat – und für alle anderen garantiert auch!

Alle Bände der Percy-Jackson-Serie:
Percy Jackson – Diebe im Olymp (Band 1)
Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen (Band 2)
Percy Jackson – Der Fluch des Titanen (Band 3)
Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth (Band 4)
Percy Jackson – Die letzte Göttin (Band 5)
Percy Jackson – Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane(Sonderband)

Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen
Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen

Und dann geht es weiter mit den »Helden des Olymp«!

Meinungen über das E-Book Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen - Rick Riordan

E-Book-Leseprobe Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen - Rick Riordan

Von Rick Riordan außerdem als E-Book bei Carlsen erschienen: Percy Jackson – Diebe im Olymp (Band 1) Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen (Band 2) Percy Jackson – Der Fluch des Titanen (Band 3) Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth (Band 4) Percy Jackson – Die letzte Göttin (Band 5) Die Kane-Chroniken – Die rote Pyramide (Band 1) Die Kane-Chroniken – Der Feuerthron (Band 2) Die Kane-Chroniken – Der Schatten der Schlange (Band 3) Die Helden des Olymp – Der verschwundene Halbgott (Band 1) Die Helden des Olymp – Der Sohn des Neptun (Band 2) Die Helden des Olymp – Das Zeichen der Athene (Band 3) Die Helden des Olymp – Das Haus des Hades (Band 4) Die Helden des Olymp – Das Blut des Olymp (Band 5) Unsere Bücher gibt es überall im Buchhandel und auf carlsen.de Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieses E-Books sind urheberrechtlich geschützt. Der Käufer erwirbt lediglich eine Lizenz für den persönlichen Gebrauch auf eigenen Endgeräten. Urheberrechtsverstöße schaden den Autoren und ihren Werken. Die Weiterverbreitung, Vervielfältigung oder öffentliche Widergabe ist ausdrücklich untersagt und kann zivil- und/oder strafrechtliche Folgen haben. In diesem E-Book befinden sich eventuell Verlinkungen zu Webseiten Dritter. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Carlsen Verlag GmbH die Inhalte Dritter nicht zu eigen macht, für die Inhalte nicht verantwortlich ist und keine Haftung übernimmt. Deutsche Erstausgabe Alle deutschen Rechte bei CARLSEN Verlag GmbH, Hamburg 2016 Originalcopyright © 2014 by Rick Riordan Originalverlag: Hyperion Books for Children, an imprint of the Disney Book Group Permission for this edition was arranged through the Nancy Gallt Literary Agency Originaltitel: Percy Jackson‘s Greek Gods Umschlaggestaltung und -typografie: formlabor Umschlagillustration © Helge Vogt, trickwelt Aus dem Englischen von Gabriele Haefs Lektorat: Rebecca Wiltsch Satz und E-Book-Umsetzung: Dörlemann Satz, Lemförde ISBN: 978-3-646-92854-9

 

Für meinen Vater, Rick Riordan sen., der mir mein erstes Buch über Mythologie vorgelesen hat.

R. R.

Einleitung

Ich hoffe, ich bekomme hierfür ein extradickes Lob.

Ein Verleger in New York meinte, ich sollte mal aufschreiben, was ich über die griechischen Götter weiß, und ich so: »Können wir das anonym machen? Dass die Olympier schon wieder sauer auf mich sind, muss ich jetzt wirklich nicht haben.«

Aber wenn es eine Hilfe für euch ist, die griechischen Götter zu kennen und ein plötzliches Zusammentreffen mit ihnen zu überleben, dann ist das hier bestimmt meine gute Tat für diese Woche.

Falls ihr mich nicht kennt: Ich heiße Percy Jackson. Ich bin ein Halbgott – ein halb göttlicher und halb sterblicher Sohn des Poseidon –, aber ich werde hier nicht viel über mich reden. Meine Geschichte steht schon in etlichen Büchern, die alle total erfunden sind (zwinker, zwinker), und ich bin einfach eine Romanfigur (hüstel – ja, klar – hüstel).

Nehmt jetzt nicht so genau, was ich euch über die Götter erzähle, okay? Es gibt ungefähr vierzig Bazillionen verschiedene Versionen der Mythen, also kommt mir bitte nicht mit ich hab das alles schon anders gehört, das stimmt nicht, was du hier sagst!

Ich werde euch die Version erzählen, die mir am meisten einleuchtet. Glaubt mir, ich habe nichts von alldem erfunden. Ich habe diese Geschichten direkt von den griechischen und römischen Typen, die sie zum ersten Mal aufgeschrieben haben. So verrückten Kram könnte ich mir gar nicht aus den Fingern saugen, das schwöre ich.

Also los geht’s. Zuerst werde ich euch erzählen, wie die Welt erschaffen wurde. Dann gehe ich eine Liste von Göttern durch und gebe zu jedem meinen Senf dazu. Ich hoffe nur, ich mache sie nicht so wütend, dass sie mich einäschern, ehe …

AAAHHHHHHHHHH!

War nur ein Witz. Bin immer noch hier.

Also, jedenfalls fange ich jetzt mit dem griechischen Schöpfungsbericht an, der übrigens das totale Chaos ist. Setzt eure Schutzbrillen auf und zieht einen Regenmantel an. Es wird Blut fließen!

Der Anfang und überhaupt

Am Anfang war ich nicht da. Ich glaube, die griechischen Götter waren das auch nicht. Niemand hatte Papier und Kugelschreiber, um sich Notizen zu machen, deshalb kann ich für das, was jetzt kommt, nicht garantieren. Aber die Griechen haben zumindest gedacht, es sei so gewesen.

Zuerst gab es mehr oder weniger nichts. Jede Menge nichts.

Der erste Gott, wenn man das so nennen kann, war Chaos – eine düstere Nebelsuppe, in der alle Materie im Kosmos einfach so umherschwamm. Das könnt ihr euch schon mal merken: Chaos bedeutet wörtlich übersetzt »Abgrund«, und genauso dramatisch sah es damals wohl aus.

Irgendwann wurde Chaos dann weniger chaotisch. Vielleicht fand Chaos es langweilig, nur düster und neblig zu sein. Ein Teil der Materie schloss sich zusammen und verfestigte sich zur Erde, die dann leider eine eigenständige Persönlichkeit entwickelte. Sie nannte sich Gaia, die Erdmutter.

Gaia war wirklich die Erde – die Felsen, die Hügel, die Täler, die ganze Enchilada. Aber sie konnte auch menschliche Gestalt annehmen. Sie wanderte gern über die Erde – also im Grunde wanderte sie über sich selbst –, in der Gestalt einer matronenhaften Frau mit einem wogenden grünen Gewand, schwarzen Locken und einem heiteren Lächeln im Gesicht. Das Lächeln verbarg einen fiesen Charakter. Das werdet ihr bald genug selber feststellen.

Nachdem sie lange Zeit allein gewesen war, schaute Gaia in das neblige Nichts über der Erde und sprach zu sich: »Weißt du, was sich echt gut machen würde? Ein Himmel. Ein Himmel könnte mir wirklich gefallen. Und es wäre auch nett, wenn sich ein hübscher Mann in mich verliebte, denn ich fühle mich irgendwie einsam, wo es doch hier nur Felsen gibt.«

Entweder hatte Chaos sie gehört und wollte ihr den Gefallen tun, oder Gaia konnte einfach ihren Willen geschehen lassen. Über der Erde bildete sich der Himmel – eine schützende Kuppel, die tagsüber blau war und nachts schwarz. Der Himmel nannte sich Ouranos – und ja, man kann das auch Uranus oder Uranos schreiben. Eigentlich ist es unmöglich, diesen Namen auszusprechen, ohne dass irgendwer kichert. Es klingt einfach total daneben. Warum er sich keinen besseren Namen ausgesucht hat – wie Todesbringer oder José –, weiß ich nicht, aber es könnte erklären, warum Uranos die ganze Zeit so miese Laune hatte.

Wie Gaia konnte Uranos menschliche Gestalt annehmen und die Erde besuchen – was gut war, denn der Himmel ist eben hoch oben und Liebe auf Distanz funktioniert auf die Dauer nie.

In physischer Gestalt sah er aus wie ein riesiger Kraftprotz mit ziemlich langen Haaren. Er trug nur einen Lendenschurz und seine Haut änderte ihre Farbe – manchmal war sie blau mit Wolkenmustern, die über seine Muskeln spielten, manchmal dunkel mit funkelnden Sternen. Hey, Gaia hatte ihn sich so zusammengeträumt. Mir dürft ihr da keine Vorwürfe machen. Manchmal seht ihr Bilder von ihm, auf denen er den Tierkreis hält und die Sternbilder zeigt, die in alle Ewigkeit wieder und wieder über den Himmel ziehen.

Also jedenfalls heirateten Uranos und Gaia.

Und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage?

Nicht so ganz.

Ein Teil des Problems war, dass Chaos ein bisschen zu viel Spaß an der Schöpfung hatte. Es dachte in seinem nebligen, düsteren Gemüt: Erde und Himmel. Das war lustig! Mal sehen, was ich sonst noch so kann.

Bald erschuf es jede Menge anderer Probleme – und damit meine ich Götter. Wasser sammelte sich aus dem Nebel des Chaos, strömte in den tiefsten Teilen der Erde zusammen und bildete die ersten Meere, die natürlich ein Bewusstsein entwickelten – den Gott Pontos.

Dann drehte Chaos endgültig durch und dachte: Ich hab’s! Wie wäre es mit einem Gewölbe wie dem Himmel, nur eben unter der Erde? Das wäre doch super!

Also entstand unter der Erde noch ein Gewölbe, aber es war dunkel und schmutzig und absolut nicht nett, denn es blieb dem Tageslicht ja immer verborgen. Das war Tartaros, die Grube des Bösen; und ihr könnt euch bei dem Namen schon denken, dass er nicht gerade Beliebtheitswettbewerbe gewann, als er dann eine göttliche Persönlichkeit entwickelte.

Das Problem war, dass Pontos und Tartaros in Gaia verliebt waren, und das war nun wieder eine Belastung für Gaias Beziehung zu Uranos.

Dann tauchte noch ein Haufen Götter der ersten Stunde auf, aber wenn ich die alle aufzählen wollte, wären wir in drei Wochen noch nicht fertig. Chaos und Tartaros hatten zusammen ein Kind (fragt mich nicht, wie, ich weiß es nicht) namens Nyx, die Verkörperung der Nacht. Danach bekam Nyx, auf irgendeine Weise ganz allein, eine Tochter namens Hemera, den Tag. Die beiden konnten sich nie vertragen, denn sie waren so verschieden wie … na ja, ihr wisst schon.

Einigen Erzählungen zufolge hat Chaos auch Eros erschaffen, den Gott der Vermehrung … mit anderen Worten, Mamagötter und Papagötter, die viele kleine Babygötter kriegten. Andere Geschichten behaupten, Eros sei der Sohn der Aphrodite gewesen. Dazu kommen wir später noch. Ich weiß nicht, welche Version stimmt, aber sicher ist jedenfalls, dass Gaia und Uranos dann Kinder bekamen – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Zuerst kamen gleich zwölf – sechs Mädchen und sechs Jungen, genannt die Titanen. Diese Kinder sahen aus wie Menschen, waren aber viel größer und viel mächtiger. Man sollte ja meinen, dass zwölf Kinder reichen würden, oder? Bei einer so großen Familie hat man doch eigentlich seine eigene Dokusoap.

Und als die Titanen dann erst geboren waren, gerieten Uranos und Gaia in eine Ehekrise. Uranos hing immer mehr im Himmel ab. Er kam nicht zu Besuch. Er kümmerte sich nicht um die Kleinen. Gaia war sauer. Die beiden stritten sich. Als die Kinder älter wurden, brüllte Uranos sie immer wieder an und führte sich wie der Horrorpapa schlechthin auf.

Gaia und Uranos unternahmen einige Versuche, um ihre Ehe zu kitten. Gaia dachte, wenn sie vielleicht noch einen Schwung Kinder bekämen, würde sie das näher zusammenbringen …

Ich weiß. Miese Idee.

Sie brachte Drillinge auf die Welt. Das Problem: Diese Kinder waren einfach die HÄSSLICHKEIT in Person. Sie waren so groß und stark wie die Titanen, aber eben unförmig und bestialisch, und sie hätten dringend eine gründliche Enthaarungskur gebraucht. Das Schlimmste von allem war, dass jedes mitten auf der Stirn ein einziges Auge hatte.

Klarer Fall von einem Gesicht, das nur eine Mutter lieben kann. Und Gaia liebte diese Typen. Sie nannte sie die Älteren Zyklopen und später zeugten die dann ein ganzes Geschlecht von anderen, jüngeren Zyklopen. Aber das war sehr viel später.

Als Uranos die zyklopischen Drillinge sah, drehte er durch. »Das können nicht meine Kinder sein! Die sehen mir ja nicht mal ähnlich!«

»Das sind deine Kinder, du Versager!«, kreischte Gaia. »Wag es ja nicht, mir die Erziehung allein zu überlassen!«

»Keine Sorge, das werde ich nicht«, knurrte Uranos.

Er stürzte davon und kam zurück mit dicken Ketten, die aus der Finsternis der Nacht geschmiedet waren. Er fesselte die Zyklopen und stieß sie in den Tartaros, den einzigen Teil der Schöpfung, wo Uranos sie wirklich niemals wiedersehen müsste.

Ganz schön krass, was?

Gaia schrie und heulte, aber Uranos weigerte sich, die Zyklopen freizulassen. Niemand sonst hatte den Mumm, sich seinen Befehlen zu widersetzen, denn inzwischen hatte er schon einen Ruf als verdammt fieser Mistkerl.

»Ich bin der König des Universums!«, brüllte er. »Wie könnte ich das nicht sein? Ich stehe doch wortwörtlich über allem anderen!«

»Ich hasse dich!«, jammerte Gaia.

»Bah! Du wirst tun, was ich dir sage. Ich bin der erste und beste aller Götter.«

»Ich bin älter als du!«, widersprach Gaia. »Du wärst ja nicht mal hier, wenn ich nicht …«

»Komm mir ja nicht so!«, fauchte er. »Ich hab noch jede Menge andere Ketten der Finsternis.«

Wie ihr euch denken könnt, hatte Gaia einen totalen Erdbebenanfall, aber sie wusste nicht, was sie sonst tun sollte. Ihre ersten Kinder, die Titanen, waren jetzt fast erwachsen. Ihnen tat ihre Mom leid. Sie schwärmten auch nicht gerade für ihren Dad – Gaia hatte immer schlecht über ihn gesprochen, und das aus gutem Grund! –, aber die Titanen hatten Angst vor Uranos und wussten nicht, wie sie ihm das Handwerk legen sollten.

Ich muss die Familie für die Kinder zusammenhalten, dachte Gaia. Vielleicht sollte ich es noch mal mit Uranos versuchen.

Sie arrangierte einen schönen romantischen Abend – Kerzen, Rosen, Schmusemusik. Offenbar hatten sie etwas von der alten Magie entfachen können. Einige Monate darauf gebar Gaia abermals Drillinge.

Als ob sie noch weitere Beweise dafür gebraucht hätte, dass ihre Ehe mit Uranos nicht mehr zu retten war …

Die jüngsten Kinder waren noch üblere Monster als die Zyklopen. Jedem wuchsen hundert Arme aus der Brust wie die Tentakel von Seeigeln, und alle hatten fünfzig winzige Köpflein, die sich auf ihren Schultern drängten. Gaia war das egal. Sie liebte ihre kleinen Gesichter – alle hundertfünfzig. Sie nannte die Drillinge die Hunderthändigen. Sie hatte aber kaum Zeit genug, ihnen Namen zu geben, denn nun kam Uranos anmarschiert, sah sie einmal kurz an und riss sie aus Gaias Armen. Ohne ein Wort legte er sie in Ketten und warf sie wie Müllsäcke in den Tartaros.

Der Himmelskerl hatte ganz offenbar Probleme.

Na ja, das war dann für Gaia so ziemlich das Ende. Sie heulte und jammerte und löste so viele Erdbeben aus, dass ihre titanischen Kinder angerannt kamen und wissen wollten, was denn los sei.

»Euer Vater ist ein totaler …!«

Ich weiß nicht, wie sie ihn nannte, aber ich habe das Gefühl, dass damals die ersten Schimpfwörter erfunden wurden.

Sie erzählte, was passiert war. Dann hob sie die Arme und ließ den Boden unter sich grollen. Sie orderte das härteste Material, das sie in ihrem irdischen Reich finden konnte, formte es mit ihrer Wut und schuf die erste Waffe aller Zeiten – eine geschwungene Eisenschneide von knapp einem Meter. Sie befestigte daran einen hölzernen Griff, den sie aus einem Ast eines in der Nähe stehenden Baumes gemacht hatte, dann präsentierte sie den Titanen ihre Erfindung.

»Seht euch das an, meine Kinder!«, sagte sie. »Das Instrument meiner Rache. Ich werde es Sense nennen.«

Die Titanen murmelten untereinander: Wozu soll das gut sein? Warum ist es geschwungen? Schreibt man das mit e oder mit ä?

»Einer von euch muss eingreifen!«, schrie Gaia. »Uranos hat es nicht verdient, König des Kosmos zu sein. Jemand muss ihn umbringen und seinen Platz einnehmen.«

Die Titanen fühlten sich gar nicht wohl in ihrer Haut.

»Also … dann erklär mal das mit dem Umbringen«, sagte Okeanos. Er war der älteste Titanenbruder, aber er trieb sich meistens am anderen Ende des Meeres mit dem ersten Wassergott herum, den er Onkel Pontos nannte. »Was bedeutet das genau?«

»Wir sollen unseren Dad abschlachten«, vermutete Themis. Sie war eines der intelligentesten Mädchen und hatte sofort das Konzept begriffen, jemanden wegen eines Vergehens zu bestrafen.

»Geht das denn überhaupt?«, fragte ihre Schwester Rhea. »Ich dachte, wir seien allesamt unsterblich.«

Gaia stöhnte vor Frust. »Seid nicht so feige! Das ist doch ganz einfach. Ihr nehmt diese scharfe spitze Klinge und schneidet euren Dad in kleine Stücke, damit er uns nie wieder auf die Nerven gehen kann. Wer immer das macht, wird der Herrscher des Universums sein. Und ich backe dann diese Plätzchen, die ihr immer so gern gegessen habt. Mit Schokosplittern.«

Heutzutage haben wir ein Wort für diese Art von Verhalten. Wir nennen das psycho.

Aber damals nahm man das mit den Benimmregeln noch nicht so genau. Vielleicht findet ihr eure eigenen Verwandten jetzt nicht mehr so schlimm, da ihr nun wisst, dass die erste Familie überhaupt auch die erste dysfunktionale Familie war.

Die Titanen murmelten vor sich hin und zeigten gegenseitig auf sich, so nach dem Motto: »Hey, Dad umzubringen wäre doch was für dich.«

»Äh, nein, ich finde, das machst besser du.«

»Ich würde Dad ja zu gern umbringen, echt, aber ich muss jetzt dringend was erledigen …«

»Ich mach’s!«, sagte ganz hinten eine Stimme.

Der Jüngste der zwölf bahnte sich einen Weg durch seine Geschwisterschar. Kronos war kleiner als seine Brüder und Schwestern. Er war nicht der Klügste oder der Stärkste oder der Schnellste. Aber er war der Machtgeilste. Ich nehme an, als Jüngster von zwölfen sucht man immer nach einer Möglichkeit, sich bemerkbar zu machen. Der jüngste Titan fand die Vorstellung, die Weltherrschaft zu übernehmen, wunderbar. Vor allem, weil er dann auch bei seinen Geschwistern das Sagen haben würde. Die Plätzchen mit Schokosplittern waren außerdem auch sehr verlockend.

Kronos war ungefähr zwei Meter siebzig, was für einen Titanen eher mickerig war. Er sah nicht so gefährlich aus wie einige seiner Brüder, aber der Kleine war schlau. Er hatte von seinen Geschwistern schon den Spitznamen »der Gerissene« abbekommen, weil er bei ihren Ringkämpfen miese Tricks anwandte und nie da war, wo sie ihn vermuteten.

Er hatte das Lächeln und die dunklen Locken seiner Mutter. Er hatte die Grausamkeit seines Vaters. Wenn er jemanden ansah, wusste man nie, ob er einen Witz erzählen oder seinem Gegenüber eine reinhauen wollte. Sein Bart war auch irgendwie beunruhigend. Kronos war eigentlich zu jung für einen Bart, aber er ließ schon seine Koteletten zu einem spitzen Stachel zusammenwachsen, der von seinem Kinn ragte wie ein Rabenschnabel.

Als Kronos die Sense sah, funkelten seine Augen. Er wollte diese Eisenklinge. Er begriff als Einziger unter seinen Geschwistern, wie viel Schaden man damit anrichten könnte.

Und seinen Dad umzubringen – warum nicht? Uranos beachtete ihn ja kaum. Gaia tat das übrigens auch nicht. Seine Eltern wussten vermutlich nicht einmal seinen Namen.

Kronos fand es schrecklich, übersehen zu werden. Er hatte es satt, der Kleinste zu sein und die blöden abgelegten Kleider der älteren Titanen tragen zu müssen.

»Ich mach’s«, sagte er noch einmal. »Ich werde Dad zerhacken.«

»Mein Lieblingssohn!«, rief Gaia. »Du bist hinreißend! Ich hab ja gewusst, dass ich mich auf dich verlassen kann, äh … wie heißt du doch noch gleich?«

»Kronos.« Er schaffte es auch jetzt noch, zu lächeln. Aber hey, für eine Sense, Plätzchen und die Möglichkeit, einen Mord zu begehen, konnte Kronos seine wahren Gefühle verbergen. »Es wird mir eine Ehre sein, für dich zu töten, Mutter. Wir müssen es jedoch so machen, wie ich sage. Zuerst musst du Uranos dazu bringen, dir einen Besuch abzustatten. Sag ihm, dass es dir leidtut. Sag ihm, alles sei deine Schuld und du wolltest ihm als Entschuldigung ein Festmahl kochen. Schaff ihn heute Abend irgendwie her und tu so, als ob du ihn noch immer liebtest.«

»Uääh!«, sagte Gaia entsetzt. »Spinnst du?«

»Tu einfach so«, beharrte Kronos. »Wenn er erst in menschlicher Gestalt neben dir sitzt, dann komme ich und greife ihn an. Aber ich werde Hilfe brauchen.«

Er drehte sich zu seinen Geschwistern um, die sich plötzlich alle wahnsinnig für ihre Füße interessierten.

»Hört mal, Leute«, sagte Kronos. »Wenn das schiefgeht, wird Uranos sich an uns allen rächen! Wir können uns keine Fehler leisten. Ich brauche vier von euch, die ihn festhalten und dafür sorgen, dass er nicht in seinen Himmel fliehen kann, ehe ich ihn ganz umgebracht habe.«

Die anderen schwiegen. Sie versuchten vermutlich, sich vorzustellen, wie ihr mickeriger kleiner Bruder Kronos ihren riesigen gewalttätigen Dad angriff, und die Chancen kamen ihnen gar nicht gut vor.

»Ach, kommt schon!«, forderte Kronos sie heraus. »Das Aufschlitzen und Zerfetzen übernehm ich doch! Ihr sollt ihn einfach nur festhalten. Wenn ich König bin, werde ich meine vier Mitstreiter belohnen! Ich gebe jedem eine Ecke der Welt zur Herrschaft – Norden, Süden, Osten und Westen. Das Angebot mach ich aber nur einmal. Also, wer ist dabei?«

Die Mädchen waren zu klug, um sich in einen Mord hineinziehen zu lassen. Sie brachten ihre Entschuldigungen vor und verschwanden dann ganz schnell. Der älteste Bruder, Okeanos, nagte nervös an seinem Daumen. »Ich muss noch mal eben ins Meer, aus, äh, aquatischen Gründen. Tut mir leid …«

Damit waren nur noch vier von Kronos’ Brüdern übrig – Koios, Iapetos, Krios und Hyperion.

Kronos lächelte sie an. Er nahm Gaia die Sense aus der Hand, testete ihre Schneide und ließ einen Tropfen goldenen Blutes aus seinem Finger quellen. »Sieh an, vier Freiwillige. Fein!«

Iapetos räusperte sich. »Äh, eigentlich …«

Hyperion versetzte Iapetos einen Rippenstoß. »Wir sind dabei, Kronos«, sagte er »Du kannst dich auf uns verlassen.«

»Hervorragend«, sagte Kronos, und damit hatte zum ersten Mal ein angehender Auftragskiller »hervorragend« gesagt. Dann weihte er sie in seinen Plan ein.

An diesem Abend ließ sich Uranos tatsächlich blicken.

Er wanderte in das Tal, wo er sich meistens mit Gaia traf, und runzelte die Stirn, als er den üppig gedeckten Tisch sah. »Ich hab deine Nachricht bekommen. Willst du dich wirklich mit mir versöhnen?«

»Unbedingt.« Gaia trug ihr bestes grünes ärmelloses Kleid. Ihre Locken waren mit Edelsteinen geschmückt (die sie sich leicht besorgen konnte, sie war ja schließlich die Erde), und sie duftete nach Rosen und Jasmin. Sie ließ sich im lauschigen Kerzenlicht auf dem Sofa zurücksinken und winkte ihren Gatten zu sich.

Uranos kam sich in seinem Lendenschurz nicht richtig angezogen vor. Er hatte sich nicht mal gekämmt. Seine Nachthaut war dunkel und mit Sternen übersät, aber das zählte vermutlich nicht als Abendgarderobe für ein Festmahl. Er dachte schon, er hätte sich wenigstens die Zähne putzen sollen.

Hatte er einen Verdacht? Ich weiß es nicht. Vergesst nicht, in der Geschichte des Kosmos war bisher noch niemand in einen Hinterhalt gelockt und in Stücke gehackt worden. Er würde der Erste sein. Der Glückliche! Und er fühlte sich mittlerweile auch einsam, wenn er so viel im Himmel herumhing. Seine einzige Gesellschaft waren die Sterne, der Luftgott Äther (der wirklich nur Luft im Kopf hatte), und Nyx und Hemera, Mutter und Tochter, die sich in jeder Morgen- und Abenddämmerung stritten.

»Also …« Uranos hatte schweißnasse Hände. Er hatte vergessen, wie schön Gaia sein konnte, wenn sie ihn nicht gerade zusammenstauchte. »Du bist nicht mehr böse auf mich?«

»Überhaupt nicht«, beteuerte Gaia.

»Und … es macht dir nichts aus, dass ich unsere Kinder in Ketten gelegt und in den Abgrund geworfen habe?«

Gaia knirschte mit den Zähnen und rang sich ein Lächeln ab. »Das macht mir nichts aus.«

»Gut«, grunzte er. »Diese kleinen Wichte waren aber auch wirklich HÄSSLICH.«

Gaia klopfte auf das Sofa. »Komm und setz dich zu mir, mein Gatte.«

Uranos grinste und trottete auf sie zu.

Sowie er sich gesetzt hatte, flüsterte Kronos hinter dem nächsten Felsquader: »Jetzt!«

Seine vier Brüder sprangen aus ihren Verstecken. Kronos hatte sich als Strauch verkleidet. Koios hatte sich ein Loch gebuddelt und es mit Zweigen bedeckt. Hyperion hatte sich unter dem Sofa verkrochen (es war ein großes Sofa), und Iapetos versuchte auszusehen wie ein Baum mit Armen als Äste. Aus irgendeinem Grund funktionierte das.

Die vier Brüder packten Uranos. Jeder nahm einen Arm oder ein Bein, und dann rangen sie ihren Dad zu Boden und spreizten seine Glieder.

Kronos trat aus den Schatten. Seine eiserne Sense funkelte im Sternenlicht.

»Was hat das zu bedeuten?«, brüllte Uranos. »Gaia, sag ihnen, sie sollen mich loslassen!«

»HA!« Gaia sprang vom Sofa auf. »Du hattest keine Gnade für deine Kinder, mein Gatte, also hast du selbst auch keine verdient. Und davon mal ganz abgesehen, wer kommt im Lendenschurz zu einem Festmahl? Ich bin empört.«

Uranos wehrte sich vergebens. »Wie könnt ihr es wagen! Ich bin der Herr des Kosmos!«

»Nicht mehr.« Kronos hob die Sense.

»Hüte dich! Wenn du das tust … Äh, wie war doch gleich dein Name?«

»KRONOS!«

»Wenn du das tust, Kronos«, sagte Uranos, »dann werde ich dich verfluchen. Eines Tages werden deine eigenen Kinder dich vernichten und dich vom Thron stoßen, so, wie du es jetzt mir antust.«

Kronos lachte nur. »Das sollen sie mal versuchen.«

Er schlug mit der Sense zu.

Die traf Uranos genau am … na ja, wisst ihr, was? Ich bring das einfach nicht über die Lippen. Die Jungs unter euch sollen sich die Stelle vorstellen, wo es am meisten wehtun kann.

Genau. Da war das.

Kronos säbelte los und Uranos heulte vor Schmerz. Es war wie der allerfieseste Low-Budget-Horrorfilm, den ihr euch vorstellen könnt. Alles war voller Blut – nur ist das Blut der Götter golden und heißt Ichor.

Ichortropfen fielen auf die Felsen, und das Zeug war so mächtig, dass später, als gerade niemand hinsah, Wesen daraus entstanden – drei zischende geflügelte Daimonen, die Furien genannt wurden, die Geister der Bestrafung. Sofort flohen sie in die Finsternis des Tartaros. Andere Tropfen Himmelsblut fielen auf den fruchtbaren Boden, wo sie sich irgendwann in wilde, aber sanftere Wesen namens Nymphen und Satyrn verwandelten.

Das meiste Blut aber spritzte einfach so durch die Gegend. Echt, diese Flecken konnten niemals aus Kronos’ Hemd herausgewaschen werden.

»Gut gemacht, Brüder!« Kronos grinste von einem Ohr zum anderen und seine Sense troff vor Blut.

Iapetos musste sich sofort übergeben. Die anderen lachten und klopften sich gegenseitig auf die Schulter.

»Ach, meine Kinder!«, sagte Gaia. »Ich bin so stolz. Plätzchen und Bowle für alle!«

Ehe die Party losging, packte Kronos die Überreste seines Vaters in eine Tischdecke. Vielleicht war er auf seinen ältesten Bruder, Okeanos, sauer, weil der ihm nicht beim Mord geholfen hatte. Jedenfalls schleppte Kronos den Kram zum Meer und warf ihn hinein. Das Blut vermischte sich mit dem salzigen Wasser und … na ja, ihr werdet noch sehen, was dabei herausgekommen ist.

Und jetzt fragt ihr sicher: Na gut, aber wenn der Himmel umgebracht wurde, wieso kann ich den dann immer noch sehen, wenn ich nach oben schaue? Antwort: Weiß ich auch nicht.

Ich vermute mal, dass Kronos die physische Gestalt des Uranos getötet hat, deshalb konnte der Himmelsgott nicht mehr auf der Erde auftauchen und die Herrschaft für sich beanspruchen. Sie haben ihn eigentlich in die Luft verbannt. Er ist also nicht direkt tot, aber er kann eben nur noch die harmlose Kuppel über der Welt sein.

Und schließlich kehrte Kronos zurück ins Tal, und alle Titanen feierten.

Gaia ernannte Kronos zum Herrn des Universums. Sie machte ihm ein supertolles Sammlerstück von goldener Krone und überhaupt. Kronos hielt sein Versprechen und übergab seinen vier hilfsbereiten Brüdern die Herrschaft über die vier Ecken der Erde. Iapetos wurde der Titan des Westens, Hyperion bekam den Osten. Koios nahm den Norden und Krios den Süden.

An diesem Abend hob Kronos sein Nektarglas – Nektar war das Lieblingsgetränk der Unsterblichen. Er versuchte zuversichtlich zu lächeln, denn Könige sollten immer zuversichtlich aussehen, aber tatsächlich machte er sich schon Sorgen wegen des Fluchs, den Uranos ausgesprochen hatte – dass sich eines Tages Kronos’ eigene Kinder seiner entledigen würden.

Trotzdem schrie er: »Meine Geschwister, ein Prosit! Mit uns beginnt ein goldenes Zeitalter!«

Und wenn ihr auf jede Menge Lügen, Diebstahl, Verrat und Kannibalismus steht, dann lest weiter, denn in dieser Hinsicht war es definitiv ein goldenes Zeitalter.

Das goldene Zeitalter des Kannibalismus

Zuerst war Kronos gar kein so übler Kerl. Er musste noch daran arbeiten, ein totaler Kotzbrocken zu werden.

Er befreite die Älteren Zyklopen und die Hunderthändigen aus dem Tartaros, was Gaia glücklich machte. Die monströsen Typen erwiesen sich dann auch als nützlich. Sie hatten die Zeit im Abgrund genutzt und gelernt, Metall zu schmieden und mit Steinen zu bauen (ich vermute, viel mehr gab es da unten auch nicht zu tun), und aus Dankbarkeit für ihre Freiheit errichteten sie für Kronos oben auf dem Berg Othrys, der damals der höchste Berg in Griechenland war, einen gewaltigen Palast.

Der Palast war aus pechschwarzem Marmor. Hohe Säulen und riesige Hallen funkelten im Licht magischer Fackeln. Der Thron des Kronos war aus einem massiven Obsidianblock gehauen und mit Gold und Diamanten verziert – das klingt großartig, aber sonderlich bequem war es sicher nicht. Kronos war das egal. Er konnte dort den ganzen Tag sitzen, die gesamte Welt unter sich betrachten und aasig krächzen: »Meins! Alles meins!«

Seine fünf titanischen Brüder und seine sechs titanischen Schwestern mochten ihm nicht widersprechen. Sie hatten sich ihre Lieblingsgebiete schon ausgesucht – und außerdem, seit sie gesehen hatten, wie Kronos die Sense schwang, wollten sie sich lieber nicht mit ihm anlegen.

Kronos war nun nicht nur der König des Kosmos, er wurde auch noch der Titan der Zeit. Er konnte zwar nicht im Strom der Zeit herumhüpfen wie Doctor Who oder so, aber ab und an verlangsamte oder beschleunigte er die Zeit. Wenn ihr in einer furchtbar langweiligen Unterrichtsstunde sitzt, die einfach kein Ende nehmen will, dann beschwert euch bei Kronos. Und wenn euer Wochenende viel zu kurz war, dann ist auch daran Kronos schuld.

Vor allem interessierte ihn die zerstörerische Macht der Zeit. Da er unsterblich war, konnte er kaum glauben, was ein paar kurze Jahre mit einem sterblichen Leben so alles anrichten. Nur so aus Jux reiste er um die Welt und spulte das Leben von Bäumen, Pflanzen und Tieren vor, um ihnen beim Verwelken und Sterben zuzusehen. Davon bekam er einfach nie genug.

Was seine Brüder betrifft: Die vier, die ihm beim Mord an Uranos geholfen hatten, bekamen die vier Ecken der Welt – was eigentlich komisch ist, da die Griechen die Welt für eine große runde Scheibe hielten, wie einen Schild, also hatte sie eigentlich keine Ecken. Aber egal.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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