Plötzlich Lehrer - Peter Wilken - E-Book

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Peter Wilken

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Beschreibung

Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge, , Sprache: Deutsch, Abstract: Viele Vortragende in Kursen oder Lehrgängen sind nebenberuflich oder ehrenamtlich tätig und haben normalerweise keine pädagogische Ausbildung. Oftmals werden sie vom Arbeitgeber auch einfach vor die Lehrgangsteilnehmer gestellt um fachliche Inhalte zu präsentieren. „Kollege Müller, mach mal!“ Mangels guter Vortragsqualität sind die Erfolge für die Teilnehmer entsprechend gering. Didaktiklehrgänge für nebenberufliche Lehrkräfte sind selten und dann auch recht teuer. Die nachstehende Arbeit vermittelt die zu beachtenden didaktischen Grundlagen für eine erfolgreiche Unterrichtstätigkeit in Kursen von 4 bis 25 Teilnehmern.

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Veröffentlichungsjahr: 2004

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Inhaltsverzeichnis
1. Lernen als zeitlich orientierter Prozess im sozialen Umfeld
2 Ihre Unterrichtsgestaltung
3 Visualisierung.
4. Unterrichtsmedien
6 Unterrichtsstruktur
7 Aufmerksamkeit erzeugen.
8 Feedback.
9 Umgang mit Lampenfieber (für neue Vortragende)

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Verfasser: Dipl.-Ing. Peter Wilken

Zielgruppe:

Vortragende in Fachlehrgängen Dozenten ohne pädagogische Ausbildung Kursleiter an Volkshochschulen Lehrkräfte im Sportbereich

Viele Vortragende in Kursen oder Lehrgängen sind nebenberuflich oder ehrenamtlich tätig und haben normalerweise keine pädagogische Ausbildung. Oftmals werden sie vom Arbeitgeber auch einfach vor die Lehrgangsteilnehmer gestellt um fachliche Inhalte zu präsentieren. „Kollege Müller, mach mal!“ Mangels guter Vortragsqualität sind die Erfolge für die Teilnehmer entsprechend gering. Didaktiklehrgänge für nebenberufliche Lehrkräfte sind selten und dann auch recht teuer.

Die nachstehende Arbeit vermittelt die zu beachtenden didaktischen Grundlagen für eine erfolgreiche Unterrichtstätigkeit in Kursen von 4 bis 25 Teilnehmern.

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1. Lernen als zeitlich orientierter Prozess im sozialen UmfeldAllgemeines

Wir haben alle mal was gelernt. In der Schule und im Leben. Ganz nebenbei haben wir auch mal anderen etwas gezeigt. Später, in dieser Situation, in der wir uns jetzt befinden, soll das nun als Unterricht erfolgen. Irgendwie hat jeder seine eigene Erfahrung mit Vortragstätigkeiten. Vielleicht haben Sie sogar schon einmal einen Fachvortrag in einem Lehrgang gehalten. Das ganze mit mehr oder weniger gutem Erfolg. Falls Sie keine Didaktikausbildung haben, wird ihr Unterrichtsergebnis vor allem durch organisatorische Maßnahmen verbessert werden können. Da wir kurzfristig kein Hochschulstudium nachholen können, beschränken wir die Änderungen unserer Aktivitäten auf die Vortragsform und das Lehrgangsumfeld im weitesten Sinne. Wir betrachten die BereicheLernumfeld(Unterrichtsraum, Organisation)Visualisierung(bildliche Darstellung von Inhalten)Medieneinsatz(Wandtafel, Flipchart, Projektor)Schülerunterlage und Inhalte(Lernbehelf)Übungsaufgaben(Gruppenarbeit)Feedback(Wege zur Verbesserung) im Einzelnen.

Vorher müssen wir noch erkennen, warum wir die von mir vorgeschlagenen Maßnahmen ergreifen. Deshalb im Folgenden zuerst ein Überblick über das Lernen und die anzutreffenden Lehrgangssituationen.

Der Vorgang des Lernens

Das Wichtigste bei der Unterrichtsgestaltung ist die Beachtung der Regeln für die Informationsaufnahme durch das Gehirn. Das Gehirn besteht weitgehend aus Eiweißstoffen, die chemisch und elektrisch beeinflusst werden können. Der Grundbaustein ist die Nervenzelle oder Neuron. Das Abspeichern von Wissen erfolgt durch die Vernetzung der Nervenzellen über Synapsen. Eine Nervenzelle kann mehrfache Verbindungen eingehen. Ein Gedanke entsteht durch die Aktivierung elektrochemischer Prozesse. Längere Aktivierung eines Aktivierungsbereichs bewirkt eine bleibende neue Netzwerkverbindung. Bei der hohen Anzahl der Nervenzellen (Milliarden) sind fast unendlich viele Verknüpfungen möglich, die unser Wissen abspeichern. Natürlich möchten wir unser Fachwissen nicht nur kurzfristig vergrößern, sondern das Wissen dauerhaft im Neuronennetzwerk abspeichern oder einfacher ausgedrückt - „im Gedächtnis behalten“.