Pole Poppenspäler - Theodor Storm - E-Book + Hörbuch

Pole Poppenspäler E-Book

Theodor Storm

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Beschreibung

Eine der bekanntesten Novellen Storms ist seine Jugenderzählung "Pole Poppenspäler". Der Dichter hat mit dieser 1874 geschreibenen Auftragsarbeit ein sehr anschauliches Bild vom Leben der Marionettenspieler des 19. Jahrhunderts gezeichnet. Dieser Band enthält im Anhang eine ausführliche Darstellung der Entstehungsgeschichte, der Quellen und der Schauplätze von Theodor Storms Novelle "Pole Poppenspäler".

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EDITIONEN AUS DEM STORM-HAUS 2

Die Abbildungen im Text sind die Illustrationen des Erstdrucks in der „Deutschen Jugend“ aus dem Jahre 1874. Sie stammen von Carl Offterdinger (Storm-Archiv Husum)

Umschlag: Kasperle. Holzschnitt, 1850. In: Das Puppenspiel von Doktor Faust. Leipzig 1850

© eBook: Boyens Buchverlag GmbH & Co. KG, Heide 2013

© Printausgabe: Boyens Buchverlag GmbH & Co. KG, Heide 1992

Alle Rechte, auch die des auszugsweisen oder fotomechanischen Nachdrucks, vorbehalten.

Datenkonvertierung: CPI – Clausen & Bosse, Leck

ISBN eBook: 978-3-8042-3037-8

ISBN Printausgabe: 978-3-8042-0577-2

www.buecher-von-boyens.de

Pole Poppenspäler

Ich hatte in meiner Jugend einige Fertigkeit im Drechseln und beschäftigte mich sogar wohl etwas mehr damit, als meinen gelehrten Studien zuträglich war; wenigstens geschah es, daß mich eines Tages der Subrektor bei Rückgabe eines nicht eben fehlerlosen Exercitiums seltsamerweise fragte, ob ich vielleicht wieder eine Nähschraube zu meiner Schwester Geburtstag gedrechselt hätte. Solche kleine Nachteile wurden indessen mehr als aufgewogen durch die Bekanntschaft mit einem trefflichen Manne, die mir infolge jener Beschäftigung zuteil wurde. Dieser Mann war der Kunstdrechsler und Mechanikus Paul Paulsen, auch deputierter Bürger unserer Stadt. Auf die Bitte meines Vaters, der für alles, was er mich unternehmen sah, eine gewisse Gründlichkeit forderte, verstand er sich dazu, mir die für meine kleinen Arbeiten erforderlichen Handgriffe beizubringen.

Paulsen besaß mannigfache Kenntnisse und war dabei nicht nur von anerkannter Tüchtigkeit in seinem eigenen Handwerk, sondern er hatte auch eine Einsicht in die künftige Entwicklung der Gewerke überhaupt, so daß bei manchem, was jetzt als neue Wahrheit verkündigt wird, mir plötzlich einfällt: das hat dein alter Paulsen ja schon vor vierzig Jahren gesagt. – Es gelang mir bald seine Zuneigung zu erwerben, und er sah es gern, wenn ich noch außer den festgesetzten Stunden am Feierabend einmal zu ihm kam. Dann saßen wir entweder in der Werkstätte, oder Sommers – denn unser Verkehr hat Jahre lang gedauert – auf der Bank unter der großen Linde seines Gärtchens. In den Gesprächen, die wir dabei führten, oder vielmehr, welche mein älterer Freund dabei mit mir führte, lernte ich Dinge kennen und auf Dinge meine Gedanken richten, von denen, so wichtig sie im Leben sind, ich später selbst in meinen Primaner-Schulbüchern keine Spur gefunden habe.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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