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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Politik - Sonstige Themen, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Sprache: Deutsch, Abstract: Selten hat ein Produkt der Unterhaltungsindustrie Hollywoods das Spannungsfeld zwischen Politik, Medien und Gesellschaft so pointiert nachgezeichnet wie der 1997 veröffentlichte Film „Wag the dog“. Wenngleich das Screenplay des Films sein Thema eindeutig satirisch überzeichnet, ist es nur eine Darstellung von in der Medien- und PR-Wissenschaft schon länger bekannten Konzepten und Strategien. In folgender Arbeit sollen entsprechend die wissenschaftlichen Theorien und PR-Strategien, die der Film illustriert, anhand der Umsetzung im Film aufgezeigt werden, um das Verhältnis zwischen Politik, Medien und Gesellschaft anschaulich zu erläutern. Gemäß der Natur des Filmes wird der Schwerpunkt der Analyse auf der Manipulierbarkeit der Öffentlichkeit durch gezielte Medienmanipulation liegen. Zu diesem Zweck soll zu forderst die Rolle der Medien bei der Herstellung von Öffentlichkeit und der Wahrnehmung der Wirklichkeit unter dem Stichwort „Konstruktion der Realität“ erörtert werden. Die Medien werden dabei auch in ihrer Funktion als Bindeglied zwischen Politik und Gesellschaft analysiert. Kern dieses Teils ist die Beziehung zwischen Medien und Gesellschaft bzw. der Public Opinion. Ziel ist es dabei, die konkrete Bedeutung der Medien für die Politik herauszuarbeiten. Unter dem zweiten Stichwort „Realität der Konstruktion“ sollen die funktionalen Verschränkungen zwischen Medien und Politik aufgezeigt werden, die die Manipulation der Medien erst ermöglichen. Politische PR wird dabei in ihren Strategien untersucht und die gezielte Beeinflussung der Medien durch die Kenntnis ihrer Funktionsmechanismen anhand von Beispielen des Filmes nahegebracht. Der Kern dieses Parts ist also die Beziehung zwischen Politik und Medien. Zuletzt soll ein Ausblick in die Bedeutung der politischen PR für die Demokratie gewagt werden. Wie wir sehen werden, greift der Film „Wag the dog“ all diese Punkte in seinen 96 Minuten auf und verarbeitet sie in kunstvolle Satire, die die Sachverhalte in pointierten Dialogen und prägnanten Szenen illustrieren.
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Veröffentlichungsjahr: 2011
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Selten hat ein Produkt der Unterhaltungsindustrie Hollywoods das Spannungsfeld zwischen Politik, Medien und Gesellschaft so pointiert nachgezeichnet wie der 1997 veröffentlichte Film„Wag the dog“. Konfrontiertmit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung einer Minderjährigen muss in ihm der Präsident der Vereinigten Staaten wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl um seine Wiederwahl bangen. Um der medial noch nicht veröffentlichten Affäre zu entgehen, holt er sich professionelle Hilfe beim Spin-Doctor„Mr. Fix it“, aliasConrad Brean. Der routinierte PR-Berater sieht die einzige Chance die Wirkung der Affäre im Zaum zu halten darin, den Medien eine andere, größere Story zu bieten. Er beschließt mit Hilfe des Hollywood Produzenten Stanley Motss einen Krieg zu inszenieren und diesen den Medien als echtes Ereignis zu verkaufen, um so ihre Aufmerksamkeit von der Sexaffäre abzulenken.1
Wenngleich das Screenplay des Films sein Thema eindeutig satirisch überzeichnet, ist es nur eine Darstellung von in der Medien- und PR-Wissenschaft schon länger bekannten Konzepten und Strategien. In folgender Arbeit sollen entsprechend die wissenschaftlichen Theorien und PR-Strategien, die der Film illustriert, anhand der Umsetzung im Film aufgezeigt werden, um das Verhältnis zwischen Politik, Medien und Gesellschaft anschaulich zu erläutern. Gemäß der Natur des Filmes wird der Schwerpunkt der Analyse auf der Manipulierbarkeit der Öffentlichkeit durch gezielte Medienmanipulation liegen. Zu diesem Zweck soll zu forderst die Rolle der Medien bei der Herstellung von Öffentlichkeit und der Wahrnehmung derWirklichkeit unter dem Stichwort „Konstruktion der Realität“ erörtert werden.Die Medien werden dabei auch in ihrer Funktion als Bindeglied zwischen Politik und Gesellschaft analysiert. Kern dieses Teils ist die Beziehung zwischen Medien und Gesellschaft bzw. der Public Opinion. Ziel ist es dabei, die konkrete Bedeutung der Medien für die Politik herauszuarbeiten.
Unter dem zweiten Stichwort „Realität der Konstruktion“ sollen die funktionalenVerschränkungen zwischen Medien und Politik aufgezeigt werden, die die Manipulation der Medien erst ermöglichen. Politische PR wird dabei in ihren Strategien untersucht und die gezielte Beeinflussung der Medien durch die Kenntnis ihrer Funktionsmechanismen anhand von Beispielen des Filmes nahegebracht. Der Kern dieses Parts ist also die Beziehung zwischen Politik und Medien.
Zuletzt soll ein Ausblick in die Bedeutung der politischen PR für die Demokratie gewagt werden.Wie wir sehen werden, greift der Film „Wag the dog“ all diese Punkte in seinen 96 Minutenauf und verarbeitet sie in kunstvolle Satire, die die Sachverhalte in pointierten Dialogen und prägnanten Szenen illustrieren.
1Vgl.: Wag the dog, dir. Levinson, Barry, wr. Beinhart, Larry/ Henkin, Hillary, pr. De Luca, Michael/ Rudnick Pollstein, Claire/ Swerdlow, Ezra (New Line Cinema, 1997).
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Die Bedeutung der Massenmedien für die Politik liegt vor allem in ihrer Bedeutung für die Realitätskonstruktion der Individuen einer Gesellschaft. Dass Realitätskonstruktion zu forderst durch Wahrnehmung bedingt ist, ist offensichtlich.„[But] in any society that is not completely self-containedin its interests and so small that everyone knows all about everything that happens, ideas deal with events that are2out of sight and hard to grasp.”
