Positionen im Historikerstreit - Jessica Holldack - E-Book

Positionen im Historikerstreit E-Book

Jessica Holldack

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 1997 im Fachbereich Politik - Geschichte der politischen Systeme, Note: 1,7, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: HS 15 432 Das nationalsozialistische Herrschaftssystem - Forschungsstand und Forschungskontroversen, Sprache: Deutsch, Abstract: Im so genannten Historikerstreit des Jahres 1986 stritten namhafte Historiker über die historische Interpretation des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen und ihrer politischen Bedeutung für das Selbstverständnis der Bundesrepublik. Es ging bei der Auseinandersetzung, die an Vehemenz bisherige Kontroversen zur deutschen Zeitgeschichte überstieg, um eine Neubewertung der Verfolgung und Ermordung der Juden Europas und eine Neubestimmung des Ortes des Nationalsozialismus in der deutschen Geschichte. Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit sollen die Positionen stehen, die sich in der Debatte um die Neubestimmung gegenüberstanden. Um zu klären, worin sich der Historikerstreit qualitativ von anderen zeitgeschichtlichen Kontroversen unterschied und die Heftigkeit der Auseinandersetzung begründet lag, soll in einem einleitenden Kapitel auf den wissenschaftlichen und politischen Umgang mit dem NS bis zu den achtziger Jahren eingegangen werden (2.1). In diesem Zusammenhang soll auch der politische Kontext umrissen werden, in dem der Historikerstreit stattfand (2.2). Auf dieser Grundlage werden anschließend, die Positionen vorgestellt, mit denen eine Neubewertung des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen versucht wurde (3.1 - 3.4). Hierbei sind die Positionen nicht nach ihrer chronologischen Entwicklung in der Auseinandersetzung, sondern nach inhaltlich-systematischen Gesichtspunkten geordnet. Im darauffolgenden Schritt werden in der gleichen Weise die Gegenpositionen und deren Argumentationslinien dargestellt (4.1 - 4.4). Abschließend bleibt die Frage nach den Maßstäben der Kritik zu untersuchen, das heißt, wie fundiert die Argumente der Kritiker waren und was dies für die Gesamtbewertung der Kontroverse bedeutet (5).

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Veröffentlichungsjahr: 2005

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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wissenschaftlicher und politischer Umgang mit dem Nationalsozialismus
2.1 Interpretationsansätze im politischen Kontext bis Anfang der achtziger Jahre
2.2 Im Vorfeld des Historikerstreits: Die „geistig-moralische Wende“
3. Inhaltliche Positionen und Argumentationslinien
3.1 Andreas Hillgruber: Identifikation mit der kämpfenden Ostfront
3.2 Günther Gillessen, Joachim Hoffmann: Die Präventivkriegsthese
3.3 Ernst Nolte: Auschwitz als „asiatische Tat“
3.4 Michael Stürmer: Sinnstiftung durch Geschichte
4. Kritik
4.1 Kritik an Hillgrubers Thesen
4.2 Kritik an Gillessen und Hoffmann
4.3 Kritik an Nolte
4.4 Kritik an Stürmer
5. Die Reichweite der Argumente der Kritik
6. Zusammenfassung
7. Literatur

Page 1

Freie Universität Berlin Fachbereich Politische Wissenschaften

WiSe 1996/97

Positionen im Historikerstreit

Veranstaltung: HS 15 432 Das nationalsozialistische Herrschaftssystem - Forschungsstand und Forschungskontroversen

Autorin: Jessica Holldack

Page 3

1. Einleitung

Im so genannten Historikerstreit des Jahres 1986 stritten namhafte Historiker über die historische Interpretation des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen und ihrer politischen Bedeutung für das Selbstverständnis der Bundesrepublik. Es ging bei der Auseinandersetzung, die an Vehemenz bisherige Kontroversen zur deutschen Zeitgeschichte überstieg, um eine Neubewertung der Verfolgung und Ermordung der Juden Europas und eine Neubestimmung des Ortes des Nationalsozialismus in der deutschen Geschichte.

Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit sollen die Positionen stehen, die sich in der Debatte um die Neubestimmung gegenüberstanden. Um zu klären, worin sich der Historikerstreit qualitativ von anderen zeitgeschichtlichen Kontroversen unterschied und die Heftigkeit der Auseinandersetzung begründet lag, soll in einem einleitenden Kapitel auf den wissenschaftlichen und politischen Umgang mit dem NS bis zu den achtziger Jahren eingegangen werden (2.1). In diesem Zusammenhang soll auch der politische Kontext umrissen werden, in dem der Historikerstreit stattfand (2.2). Auf dieser Grundlage werden anschließend, die Positionen vorgestellt, mit denen eine Neubewertung des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen versucht wurde (3.1 - 3.4). Hierbei sind die Positionen nicht nach ihrer chronologischen Entwicklung in der Auseinandersetzung, sondern nach inhaltlichsystematischen Gesichtspunkten geordnet. Im darauffolgenden Schritt werden in der gleichen Weise die Gegenpositionen und deren Argumentationslinien dargestellt (4.1 - 4.4). Abschließend bleibt die Frage nach den Maßstäben der Kritik zu untersuchen, das heißt, wie fundiert die Argumente der Kritiker waren und was dies für die Gesamtbewertung der Kontroverse bedeutet (5).