15,99 €
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Note: 1,7, Universität Kassel, Sprache: Deutsch, Abstract: Immer wieder berichten Medien über Vorfälle, die die Menschen besonders erschüttern. Die Öffentlichkeit ist über die scheinbare Skrupellosigkeit der Mütter schockiert und bringt den Täterinnen völliges Unverständnis entgegen. Was jedoch versteckt sich hinter den monstergleichen Fassaden der Mütter? Welches Schicksal mussten sie erleiden, das sie zu dieser Tat veranlasst hat? Auch wir sind entsetzt, wenn wir in den Nachrichten hören, dass ein Säugling von seiner Mutter vermeintlich grundlos gequält wurde, gleichzeitig empfinden wir Mitgefühl der Täterin gegenüber, da es uns bewusst ist, dass bestimmte Umstände dazu geführt haben müssen. Immer wieder haben wir uns gefragt, ob die Frauen während der Tat berechnend handeln und sich in diesem Moment der Konsequenzen bewusst sind oder ob sie währenddessen neben sich stehen und danach damit leben müssen, dass sie einem geliebten Menschen Schreckliches angetan haben und von Angehörigen, Freunden und der Öffentlichkeit dafür geächtet werden. Während unseres Studiums und der zwei Schwangerschaften unserer Kinder haben wir bereits am Rande von postnatalen Erkrankungen, die zu den fürchterlichen Taten führen können, gehört. Immer wieder sind uns Begriffe wie Baby-Blues oder Wochenbettdepressionen begegnet, näher beschäftigt haben wir uns damit allerdings nicht. Deshalb wollen wir unsere Studienarbeit dafür nutzen, um herauszufinden, welche postnatalen Erkrankungen es gibt und welche Faktoren diese begünstigen können. Wir werden sie in zwei Hauptkapitel unterteilen, im ersten beschäftigen wir uns mit den verschiedenen postnatalen Erkrankungen, deren Häufigkeiten und Verläufen, im zweiten mit möglichen biologischen, psychischen und sozialen Ursachen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2010
Page 2
„Kassel/Fuldabrück. Eine 22-jährige Frau aus Fuldabrück soll ihr neugeborenes Kind unmittelbar nach der Geburt getötet haben. Gegen die junge Frau wurde am Samstag Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags erlassen, das teilten Polizei und die Staatsanwaltschaft gestern mit.
Die 22-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, sie schweigt bislang zu den Vorwürfen. Nach Angaben der Polizei war die Leiche des weiblichen Säuglings am Freitag in der Wohnung der Frau in Fuldabrück gefunden worden. Wie die Obduktion ergab, hat das Kind zum Zeitpunkt der Geburt gelebt. Ursache für seinen Tod ist laut Polizei eine Stichverletzung. Die 22-Jährige hatte sich am Freitag in einem Kasseler Krankenhaus frauenärztlich untersuchen lassen. Dort war festgestellt worden, dass sie erst vor Kurzem entbunden haben musste. Auf Nachfragen räumte die Frau ein, am Freitag allein ein Kind in ihrer Wohnung entbunden zu haben. Sie habe es nach der Abnabelung in eine Tasche gepackt. Ihre Schwangerschaft hatte die ledige junge Frau geheim gehalten. Das Krankenhaus alarmierte die Polizei und entsandte einen Notarzt, der nur noch den Tod des Säuglings feststellen konnte. (…) Über die Schwangerschaft oder das Motiv der Frau aus Fuldabrück wisse man noch nichts. Die Ermittler seien nun ganz auf die Aussagen der 22-Jährigen angewiesen (…).
Nach Informationen der HNA hat die 22-Jährige bereits eine einjährige Tochter zusammen mit einem Mann, der Anfang 20 ist. Auch bei diesem Kind soll die Schwangerschaft nicht bekannt gewesen sein“(Hessisch Niedersächsische Allgemeine 2009).
Immer wieder berichten Medien über Vorfälle, die die Menschen besonders erschüttern. Die Öffentlichkeit ist über die scheinbare Skrupellosigkeit der Mütter schockiert und bringt den Täterinnen völliges Unverständnis entgegen. Was jedoch versteckt sich hinter den monstergleichen Fassaden der Mütter? Welches Schicksal mussten sie erleiden, das sie zu dieser Tat veranlasst hat?
Page 3
Auch wir sind entsetzt, wenn wir in den Nachrichten hören, dass ein Säugling von seiner Mutter vermeintlich grundlos gequält wurde, gleichzeitig empfinden wir Mitgefühl der Täterin gegenüber, da es uns bewusst ist, dass bestimmte Umstände dazu geführt haben müssen. Immer wieder haben wir uns gefragt, ob die Frauen während der Tat berechnend handeln und sich in diesem Moment der Konsequenzen bewusst sind oder ob sie währenddessen neben sich stehen und danach damit leben müssen, dass sie einem geliebten Menschen Schreckliches angetan haben und von Angehörigen, Freunden und der Öffentlichkeit dafür geächtet werden. Während unseres Studiums und der zwei Schwangerschaften unserer Kinder haben wir bereits am Rande von postnatalen Erkrankungen, die zu den fürchterlichen Taten führen können, gehört. Immer wieder sind uns Begriffe wie Baby-Blues oder Wochenbettdepressionen begegnet, näher beschäftigt haben wir uns damit allerdings nicht. Deshalb wollen wir unsere Studienarbeit dafür nutzen, um herauszufinden, welche postnatalen Erkrankungen es gibt und welche Faktoren diese begünstigen können.
Wir werden sie in zwei Hauptkapitel unterteilen, im ersten beschäftigen wir uns mit den verschiedenen postnatalen Erkrankungen, deren Häufigkeiten und Verläufen, im zweiten mit möglichen biologischen, psychischen und sozialen Ursachen.
