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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich BWL - Allgemeines, Note: 1, Johannes Kepler Universität Linz (Institut für Betriebswirtschaftslehre der gemeinwirtschaftlichen Unternehmen), Sprache: Deutsch, Abstract: Vor allem der defizitäre Zustand der Staatsfinanzen nährt gegenwärtig die Privatisierungsdiskussion. Das Diktat der leeren Kassen und zunehmender Verschuldung des öffentlichen Sektors zwingt immer mehr Gebietskörperschaften zum Abschied von der Praxis einer expansiven Ausgabenpolitik. Beweggrund für die Privatisierung öffentlicher Unternehmensbeteiligungen ist daher oftmals eine angestrebte Entlastung des Haushalts. Diese erhofft man sich einerseits durch die Erzielung von Einnahmen in Form von Privatisierungserlösen, andererseits durch die Einsparungen von Ausgaben in Form von Subventionen, wie z.B. Zuschüsse, Zuwendungen und Verlustausgleiche. Kritik an der öffentlichen Verwaltung wird überwiegend global vorgetragen, d.h., sie bezieht sich in der Regel auf die öffentliche Verwaltung als Ganzes. Pauschalurteile sind zwar außerordentlich publikumswirksam geben aber keine konkreten Hinweise, was zu verbessern wäre. In dieser Seminararbeit wird versucht, das komplexe System Privatisierung unter verschiedenen Blickwinkeln zu konkretisieren. Abschließend sei hier noch festgehalten, dass aus Gründen der leichteren Lesbarkeit der Seminararbeit mit Substantiven männlichen Geschlechts - wie z.B. Masseverwalter - immer auch das weibliche Geschlecht angesprochen ist. Privatisierung (Schwarz Martina) Seit Ende der 80er Jahre ist das Schlagwort „Privatisierung“ zunehmend in Verwendung. Es wurde damals besonders in Verbindung mit Veränderungen gesetzt. Begriff der Privatisierung Der Begriff der Privatisierung wird unterschiedlich definiert. In dieser Arbeit wird nur eine mögliche Definition wiedergegeben. „Wir verstehen unter Privatisierung die Übereignung von staatlichem oder kommunalem Eigentum an Private, wobei es sich um die vollständige oder teilweise Übertragung bzw. Veräußerung von öffentlichem Vermögen (Grundstücke, Betriebe oder Unternehmensbeteiligungen) an private Personen oder Unternehmen handelt.“
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Veröffentlichungsjahr: 2004
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Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung
2 Privatisierung (Schwarz Martina)
2.1 Begriff der Privatisierung
2.2 Privatisierungsziele und Zielkonflikte
3 Privatisierungsformen (Martina Schwarz)
3.1 Leistungsprivatisierung
3.2 Formelle Privatisierung (Organisationsprivatisierung)
3.3 Materielle Privatisierung
3.3.1 Organisatorische Privatisierung
3.3.2 Funktionale Privatisierung
3.4 Vermögensprivatisierung
4 Motive der Privatisierung (Viktoria Schmidt)
5 Kritikpunkte zur Privatisierung (Viktoria Schmidt)
5.1 Verschlechterung der Beschäftigungsbedingungen
5.2 Abziehen der Entscheidungskompetenz
5.3 Erhöhter Regulierungsbedarf
5.4 Geringerer Verbrauchernutzen
6 Argumente für Privatisierung (Viktoria Schmidt)
6.1 Effizienzvorteile
6.2 Exkurs: Anforderungen an Effizienzvergleiche
6.3 Niedrigeres Niveau der Leistungsqualität
6.4 Wegfall des öffentlichen Dienstrechts
6.5 Entpolitisierung der Entscheidungsprozesse
7 Wettbewerbspolitik der EU (Viktoria Schmidt)
8 Public Private Partnership (Anja Hepke)
8.1 Definition
8.2 Grundgedanke des PPP-Konzeptes
8.3 PPP-Grundformen
8.3.1 Öffentlich-private Vertragsbeziehungen
8.3.2 Gesellschaftsrechtliche Formen
8.3.3 Bürgerschaftliche Kooperationen
8.3.4 Informelle Kooperationen
8.4 Einsatzbereiche von PPP
8.5 Bisherige Erfahrungen mit Public Private Partnership
8.5.1 USA
8.5.2 Großbritannien
8.5.3 Deutschland
8.5.4 Österreich im Bereich Verkehr
8.6 Vor- und Nachteile von PPP-Finanzierungsmodelle:
8.6.1 Vorteile:
8.6.2 Nachteile:
8.7 Kooperationsansätze
8.8 Motive für PPP
8.9 Risiken und Probleme
9 Konkurrieren statt Privatisieren (Martina Schwarz)
10 Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Privatisierung (Viktoria Schmidt)
11 Alternative zur Privatisierung: New Public Management (Viktoria Schmidt)
12 Internationale Entwicklungen (Viktoria Schmidt)
12.1 Großbritannien
12.2 Neuseeland
13 Praktisches Beispiel: Privatisierung Wasserversorgung (Viktoria Schmidt)
14 Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Abb. 1: Zielkonflikte bei Privatisierungen
Abb. 2: Überblick über die Privatisierungsarten
Abb. 3: Öffentlicher Wertschöpfungsprozess
Abb. 4: Struktur-Modell von PPP
Abb. 5: Ressourcenerschließung durch Public Private Partnership
Abb. 6: Konvergenzstufen von Ökonomisierungsprozessen
Tab. 1: Motive der Privatisierung
Tab. 2: Geeignete Aufgaben
Tab. 3: Checkliste Privatisierungsentscheidungen
Tab. 4: Haushaltsdefizite bzw. –überschüsse in % des nominalen BIP’s
Vor allem der defizitäre Zustand der Staatsfinanzen nährt gegenwärtig die Privatisierungsdiskussion. Das Diktat der leeren Kassen und zunehmender Verschuldung des öffentlichen Sektors zwingt immer mehr Gebietskörperschaften zum Abschied von der Praxis einer expansiven Ausgabenpolitik. Beweggrund für die Privatisierung öffentlicher Unternehmensbeteiligungen ist daher oftmals eine angestrebte Entlastung des Haushalts. Diese erhofft man sich einerseits durch die Erzielung von Einnahmen in Form von Privatisierungserlösen, andererseits durch die Einsparungen von Ausgaben in Form von Subventionen, wie zB Zuschüsse, Zuwendungen und Verlustausgleiche.
Kritik an der öffentlichen Verwaltung wird überwiegend global vorgetragen, d.h., sie bezieht sich in der Regel auf die öffentliche Verwaltung als Ganzes. Pauschalurteile sind zwar außerordentlich publikumswirksam geben aber keine konkreten Hinweise, was zu verbessern wäre.[1]
In dieser Seminararbeit wird versucht, das komplexe System Privatisierung unter verschiedenen Blickwinkeln zu konkretisieren.
Abschließend sei hier noch festgehalten, dass aus Gründen der leichteren Lesbarkeit der Seminararbeit mit Substantiven männlichen Geschlechts - wie zB Masseverwalter - immer auch das weibliche Geschlecht angesprochen ist.
Seit Ende der 80er Jahre ist das Schlagwort „Privatisierung“ zunehmend in Verwendung. Es wurde damals besonders in Verbindung mit Veränderungen gesetzt.[2]
Der Begriff der Privatisierung wird unterschiedlich definiert. In dieser Arbeit wird nur eine mögliche Definition wiedergegeben.
„Wir verstehen unter Privatisierung die Übereignung von staatlichem oder kommunalem Eigentum an Private, wobei es sich um die vollständige oder teilweise Übertragung bzw. Veräußerung von öffentlichem Vermögen (Grundstücke, Betriebe oder Unternehmensbeteiligungen) an private Personen oder Unternehmen handelt.“[3]
Es ist jedoch der Begriff Privatisierung gegenüber dem Begriff Liberalisierung abzugrenzen. Unter Liberalisierung ist der Abbau staatlicher Maßnahmen zu verstehen, durch die Wettbewerbsprozesse auf Produkt- und Faktormärkte außer Kraft gesetzt werden.[4]
Unter „Privatisierung“ können alle Formen der Organisationsformenwahl verstanden werden, in denen private Wirtschaftssubjekte (nicht allein Rechtssubjekte) in die Aufgabenerledigung eingebunden werden bzw. die Aufgabenerledigung an einen Privaten übertragen wird.[5]
In der Privatisierungsdiskussion werden regelmäßig zwei Argumente genannt:
die finanzielle Entlastung des öffentlichen Haushalts als politisches Interesse sowie
